Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Christian Mischkulnig:

Unsichtbar

Die Passantin von Nina George

Ihre Chance dem Ehemann zu "entkommen", nutzt die Hauptprotagonisten Jeanne Patou geschickt aus, nachdem "Ihr" Flug durch tragische Weise nicht die Zieldestination erreicht hat. Die Entscheidung, nicht in das Flugzeug zu steigen, fasst sie erst am Gate und dreht um. Eine schicksalhafte Entscheidung, denn sie nutzt die Chance "tot" zu sein für eine neue Identität.

Schier unsichtbar, sie lebt unter falschem Namen Ihr neues Leben, aber auch erleichtert, nimmt es einen für Sie entfaltungsreichen Verlauf. Gewalt an Frauen, ob physisch oder psychisch wird hier auf ziemlich brutale Weise skizziert. Der Schreibstil ist eigen, doch mit einer ganz besonderen Duftnote der Autorin Nina George, die es schafft, dieses (fast) zum Teil noch Tabu Thema berührend und auch spannend zugleich, zu Papier zu bringen. Ich wurde von diesem Buch gut unterhalten, wenngleich mir dieser Roman doch ein wenig zu konstruiert war. Trotz alledem bekommt er einen Platz in meiner Sammlung und eine Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Christian Mischkulnig

Wahnsinn in seiner reinsten Form

Botanik des Wahnsinns von Leon Engler

Ein gelungener Debütroman von Leon Engler.
Die Sprache ist lebendig, an den passenden Stellen mit genug Tiefgang, ansonsten sehr sprudelnd wie ein fast zu intensives Mineral mit Kohlensäure.
Die Geschichte ist spannend erzählt und bietet den Protagonisten viel Spielraum zur Entfaltung.
Was "normal" oder "abnormal" ist, bleibt zum Teil ein Mysterium.

Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und freue mich schon über mehr Bücher von diesem Autor.
Fazit: Ein Roman, der nach dem Lesen der letzten Seite gewaltig nachwirkt. Gelungen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Christian Mischkulnig

Wertschätzung und Respekt statt Luxus und Disharmonie

Wild wuchern von Katharina Köller

Ein literarisch wahrlich bedeutsames Buch. Marie lebt inmitten des Luxus, auch einigen bekannt als goldener Käfig. Ihre Selbstfindung bleibt größtenteils auf der Strecke. Bis sie zu Ihrer Cousine Johanna "flüchtet". Anfangs noch aus unbekannten Gründen. Angetan war ich vorallem von den Sprachbildern, z.

B. "Wenn einen die Angst mal hat, dann hängt sie dran an einem, als wäre man ins Spinnennetz gerannt. Spinne noch im Nacken, Fäden im Haar"(Seite 8). Die Bilder der Berghütte und der wunderschönen Berglandschaft entstehen durch den Text sehr stimmig im Kopf. Das Thema häusliche Gewalt, kommt so daher, wie ein Schlag in die Magengegend, wo einem bisweilen die Luft wegbleibt! Ein Buch, das lange nachhängt. Der Dialekt ist eventuell gewöhnungsbedürftig, man wird aber alsbald mitgenommen. Ich hätte gut und gerne nach den 200 Seiten weiter lesen wollen. Klare Kaufempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Christian Mischkulnig

Ein Buch wie eine kleine Symphonie

Für Polina von Takis Würger

Wie von einer zarten Melodie wird der Leser durch das Buch dirigiert, ohne das es je aufdringlich oder anbiedernd wird. Mal in Moll, mal in Dur... wie das Leben so spielt!
Die Hauptprotagonisten wirken glaubwürdig und passen sich durchwegs der individuellen Gegebenheiten an. Ein Buch, das meiner Sammlung hinzugefügt wird.

Stellt sich nur die Frage, erst Jahresanfang und schon das Buch des Jahres? Viel Vergnügen beim Lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Christian Mischkulnig