Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Silvia Grutze:
Magisch - DIE FRAU, DIE LIEBTE !
Die Frau, die liebte von Lewis Janet
Genial vom Anfang bis zum Ende - ich hab es in einem Stück durchgelesen, eine wunderbare Sprache. Das Cover so lieblich gestaltet, doch der Inhalt des Romans weit davon entfernt. Der Roman von Janet Lewis ist unbedingt lesenswert!
Diese Geschichte nach einer wahren Begebenheit wurde verfilmt was mir bis dato nicht bekannt war - und zwar "Sommersby" mit Jodie Foster und Richard Gere.
Ein Engländer - zurück zu seinen Wurzeln !
Jud von Georg Thiel
"Eine gute Geschichte"... Titus' Mitwirken am Anfang des Buches versprach witzig und amüsant zu werden, es liest sich fließend. Titus bekommt einen Auftrag als Fotograf von der Weltausstellung in Brüssel Bilder zu machen. An seiner Seite ein Reporter namens Rupert, dessen Persönlichkeit sehr nervtötend sein kann.
..er redet einfach zu viel. Der Abschnitt des Romans in dem das Ausstellungsgelände von den Beiden erkundet wird, wirkt auf mich skurill, mit komischen Sprüchen und ironischem Witz durchzogen. Es wäre für mich beim Lesen ermüdend geworden, hätte Thiel die vielen historischen Details und den Humor weggelassen. Die Beschreibung der Reise nach Wien, mitten hinein in Titus' früheres Leben, liest sich leicht. Mich machte neugierig wie die Situation bzw. das Treffen mit einer bestimmt Person aus Titus' jungen Jahren als Jud(enkind) verläuft und letztlich endet.
An jenem Montag...
....lies selbst und erfahre mehr über die Gefühle, die Todesangst (wie kurz vor einer Hinrichtung) eines Jungen die sich in kürzester Zeit unter den Anweisungen eines Mannes mit Hakenkreuzbinde zusammenbrauen und das ganze Leben dadurch prägen. Schlimm!
Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken, froh zu sein im Hier und Jetzt leben zu dürfen. Uns geht es wirklich gut!
Zwei Welten - Arbeitsunfall !!
Alles über Heather von Weiner Matthew
Das Cover des Kurzromans fühlt sich super an, der Schriftzug ist leicht hervorgehoben. Das Handling perfekt...sprich die Papierstärke und die Größe sind sehr leserfreundlich.
Der Roman ist leicht zu lesen – man beginnt und schon ist man am Ende angekommen. Zwei Welten prallen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch wenn Gefahr droht ist Gewalt in beiden ein Thema.
Ich spürte keine wirkliche Bindung zu einer der vier Personen in diesem Roman...zumindest nicht genug um mitzufiebern und schlussendlich war mir der Ausgang egal, obwohl ich mir anfangs noch Gedanken gemacht hatte. Im Laufe des Lesens flauten diese Gedanken allerdings ab. Man fragt sich als Leser – Himmel oder Hölle, was gibt es dazwischen. Die Ausdrucksweise gewöhnungsbedürftig nüchtern, trifft aber den Punkt. Himmelkind Heather und Höllenkind Bobby treffen schließlich aufeinander und der Löwenvater Mark spürt intuitiv die Gefahr um seine Tochter Heather und unternimmt alles um diese zu beschützen. Es endet mit einem Arbeitsunfall- einer Katastrophe!
Komisch ist für mich bei diesem Roman: Ich kann nicht wirklich sagen, hat er mir gefallen oder nicht. Soll ich ihn weiterempfehlen? Am besten ihr lest selbst – denn zum Diskutieren und Analysieren ist genügend Stoff vorhanden.
Zum Nachdenken
Das Genie von Zehrer Klaus Cäsar
Wow - es ist nicht schlecht gemacht, geprägt durch drei Bereiche - sehr gut zu lesen - die Begeisterung mit der ich die Sidis Erziehungsmethode von Boris und Sarah gegenüber ihrem Sohn William (Bill) zu Beginn verfolgt habe, hat zum Ende des Buches hin deutlich abgenommen. Ich war fasziniert zu erfahren was von einem menschlichen Gehirn alles aufgenommen bzw gespeichert werden und wie man es lenken/manipulieren kann.
Unglaublich...doch im Laufe des Lesens hat mir Bill immer mehr leid getan und emotional habe ich mit/durch ihn gelitten. Mir kam immer öfter der Gedanken Bill lebt mehr in der Phantasie als in der Realität, wird verrückt und übernimmt mehr und mehr die rauhe unkontrollierte schnuddelige Art seines Vaters. Dass er keine Liebe und keine wirkliche Kindheit (so wie ich es kenne) erleben durfte, trägt sicherlich dazu bei, dass er schlussendlich alleine unerkannt und isoliert leben wollte. Er hat es aber nicht anders gekannt und war mit der Situation, so wie sie war, vorerst zufrieden, obwohl er versucht hat - wie er meint "normal zu werden".
Aber was ist normal und richtig?
Bills Lebensregel - er beteiligt sich an keinem Krieg - machte seine Jobsuche noch beschwerlicher, denn gerade in diesen Bereichen werden Jobs "zur Optimierung" des Mathematikgenies angeboten.
Das Wunderkind Bill hat es nicht leicht, doch trotzdem Glück im richtigen Moment - so bekommt er wenigstens seinen Traumjob als Schaffner und kann mit der Straßenbahn durch Boston gondeln. (Straßenbahn fahren liebte er seit seiner Kindheit).
Ich frage mich zu diesem Zeitpunkt - ist das die glücklichste Zeit seines Lebens? Wars das? So schnell und tief kann man sinken. Von allen zuerst als Genie bejubelt und dann weil er nicht ins Konzept passt fallen gelassen. Muss es so sein, für einen der alles weiß, keine Witze mag und überall Probleme sieht?
Die Stelle als Schaffner verliert Bill, mit 39 bekommt er eine Anstellung am MIT und kann erstmals mit einem ehemaligen Harvard-Wunderkind über Gefühle sprechen. Er artikuliert wie sehr er unter dem Ehrgeiz seiner Eltern gelitten hat und unter den Erziehungsmethode seines Vaters Dr. Boris Sidis.
Durch Bills Kompromisslosigkeit und Sturheit, die ihn sein ganzes Leben begleitet und einen Artikel in der New Yorker die über sein verpfuschtes Leben berichtet, sieht er sich gezwungen auch diese Stelle zu kündigen und schwört Rache. Seine Persönlichkeitsrecht wurde verletzt... ein endloser Prozess beginnt.
Ein Buch das zum Nachdenken anregt aber mich auch teilweise gefordert hat, da so viel Input vom Autor in dieses Buch verarbeitet wurde. Müsste ich mehr wissen hab ich mich manchmal gefragt - was meint ihr? Lest das Buch und stellt es selbst fest - es ist wirklich lesenswert und zu empfehlen :-)
Meine Zuflucht - da fühl ich mich frei und verstanden
Acht Berge von Paolo Cognetti
Ein sehr schönes Buch, denn der Einband ist schon so bemerkenswert gemacht. Als ich das Buch abholte und damit hinaus ins Sonnenlicht ging - probiert es selbst - der Himmel vom Cover funkelt und schimmert als wären da 1000e Sterne. Ich musste gleich stehen bleiben und sofort einige Seiten lesen. Der Roman hat einen Schreibfluss der dich die Zeit vergessen lässt und ein für dich fabelhaftes Kopfkino der Bergwelt entstehen lässt.
Die Zeiten sind hart, die Worte im Miteinander rar, doch die Fürsorge und Reaktion des zum Gipfel strebenden Vaters für seinen Sohn herzerwärmend. Es dauert nicht lange und Pietro der Ich-Erzähler wird von seinen Eltern mit der Sehnsucht nach den Bergen und deren Stille angesteckt. Die Winter verbringen sie im Tal aber sobald der Frühling einkehrt - gibt es kein Halten mehr und die Berge rufen. Wie Jungs halt sind - erlebt Pietro und sein Freund Bruno einige gar nicht so ungefährliche Abenteuer in den Wäldern. Die Schulbildung von Bruno liegt Pietros Mutter sehr am Herzen. Sie schafft es, dass er im Winter zur Schule gehen kann und im Sommer von ihnen lernt und schließlich einen positiven Abschluss hinbekommt.
Mit pubertierenden Jungs ist es nicht immer einfach die Interessen ändern sich - und die Sturheit mancher Eltern trägt seinen Teil dazu bei. So sollte es mit 17 sein, dass sich die Wege der beiden Jungs auf längere Zeit trennen. Im wahren Leben ist es so - auch in diesem Roman, dass der Tod eines Menschen Personen wieder vereint. Pietro und Bruno festigen ihre nie verlorene Freundschaft beim Aufbau eines Berghauses, das sie im Gedenken an Pietros verstorbenen Vater, errichten. Es wird ein Treffpunkt für Freunde und einige Ideen werden geboren und auch Brunos Zukunft beginnt dort. Pietro verschlägt es nach Nepal wo er einen Dokumentarfilm übers Bergsteigen dreht. Eine Expedition...Nepal wird seine zweite Heimat.
Tiefe Freundschaft besteht nicht durch ständiges beieinander sein - sondern sollte auch nach jahrelanger Trennung Bestand haben. Bruno hat selbst Familie und auch Pietro übernimmt eine Aufgabe die er sicherlich von seiner Mutter geerbt hat. Er kümmert sich in Nepal um Kinder. Wer macht es richtig Bruno oder Pietro ? Jedes Kind brauch Aufmerksamkeit, Liebe und ist neugierig und will von Erwachsenen lernen - was es auch ist - dass im Moment ist perfekt .Trotzdem werden Kinder zu Erwachsenen und in bestimmten Lebensabaschnitten wollen diese nie so werden wie ihre Eltern und wissen vieles besser - aber in diesem Roman erlebt Pietro das selbe Schicksal wie sein Vater. Traurig, dass Freundschaft nicht überall eingreifen kann!
Der Roman hat mir gefallen, doch hat mir emotional was gefehlt - es fühlte sich für mich beim Lesen nüchtern an. Vielleicht spiegelt sich in der Ausführung des Romans der Autor Paolo als Dokumentarfilmer und Mathematiker zu viel wieder - statt eines wahren Freundes!
Schockbörse oder doch lieber Kuschelhäschen
Geständnisse von Minato Kanae
Ein echt unerwartet schräger Roman. Eine Mittelschullehrerin gibt ihren Job auf, weil sie ihre 4-jährige Tochter in der selben Schule, in der sie unterrichtet, auf tragische Weise verloren hat. Unfall / Mord ?!
Am Anfang der Erzählung hab ich mir echt schwer getan dem Ganzen zu folgen. Ich habe 2x mit dem Buch begonnen bis ich in die Geschichte richtig eintauchen konnte.
Da sich herausstellt, dass der Tod des Kindes Mord war, nimmt die Spannung für den Roman zu. Die Erläuterung der Sichtweisen/Empfindungen aller Beteiligten zu dem Vorfall im Buch wirft ziemlich viele Fragen und Gedanken für mich auf. Und ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Handlungen und Vorgehensweise der Beteiligten sieht/versteht man aus immer wieder anderen Blickwinkeln. Man glaubt die betroffene Person besser zu verstehen. Obwohl es keine Entschuldigung alleine für den Gedanken an "Mord" gibt. Die Zerrissenheit der Jugendlichen A + B, wie sie in der Geschichte bezeichnet werden, ist nicht selten. Ich glaube, viele Jugendliche/Kinder werden von Schicksalen wie Gleichgültigkeit oder Misshandlung in ihrer Kindheit geprägt und werden dadurch zu Rache und Gewalt animiert. Jugendliche/Kinder suchen mit allen Mitteln nach Liebe und Zuneigung und wünschen sich nichts sehnlicher als die Anerkennung ihrer Eltern und Freunde! In diesem Roman wird Krankheit und Mord genau dafür ein Thema. Jugendliche werfen sich im Streit Wahrheiten an den Kopf, welche sie zu diesem Zeitpunkt nicht hören möchten - war das zu viel ? ....ist zu diesem Zeitpunkt der Killerinstinkt geweckt! Wieder ist ein Mord durch A passiert - für die Wahl der Waffe war keine Zeit. Die Erzählung eines Kollegen und dadurch das Gefühl der Ohnmacht und Zurückweisung der eigenen Mutter löst schließlich eine Katastrophe aus.
Eine verstörende Geschichte über Gewalt und Verzweiflung, über Krankheit und Verbrechen...beleuchtet aus den Blickwinkeln aller Mitwirkenden. Trotz oder gerade wegen so viel Skurrilität und Verwirrung hat mir dieser Roman gut gefallen.
Erhebt euch, ihr Untertanen!
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Das Buch erinnert mich sehr an die Zeit als es bei uns den Schilling noch gab. Es gibt einem das Gefühl als ob man zurück in die Jugend versetzt werden würde. Urlaub in Jugoslawien, Schillingpreise, Streit mit den Nachbarn, mit Freunden ins Schwimmbad gehen, Konzertbesuche und cool sein beim Rauchen, aber im Hinterkopf immer den Termin der Nachprüfung.
Trotzdem liest sich der Roman für mich sehr mühsam und schwerfällig, ein langer Sommer. Ernsti ein Möchtegern- Rockstar, inspiriert von den Rolling Stones, ist Protagonist in diesem Roman. Er erlebt einen langen Sommer mit Freunden (allesamt geben sie sich den Anschein von Revolutionären) und die Katastrophe seines jüngsten Freundes Candy. Candy wurde aus der Schule geworfen, wollte mit seinen Aktionen etwas Bewirken, ist am Ende aber am Unverständnis der Gesellschaft zerbrochen und hat den Freitod gewählt. Hätten seine Freunde es verhindern können?
Es gibt aber immer wieder Momente da denkt man - ok jetzt kommt noch was. Zwischensequenzen, die erzählen was in der Zukunft passieren wird, machen den Roman ein wenig interessanter. Wie kurz das Familien- und Freundesglück sein kann erfährt Ernsti am eigenen Leib . In naher Zukunft verliert er seinen Großvater, seinen Bruder Will und seine geliebte Mama. Es gibt den Anstoß ließ noch weiter.
Und dann kam der Tage an dem alles begann schief zu gehen.
Ich dreh gleich durch "Die schwarze Katz"
Das Floß der Medusa von Franzobel
Jetzt muss ich euch was verraten, meine Mum liest immer das Ende eines Buches zuerst. Ich kann das nicht oder finde es unmöglich, aber in diesem Roman beginnt der Anfang der Geschichte mit dem Ende, und wenn es anders begonnen hätte...ich bin mir nicht sicher ob der Roman mich so mitgenommen/gefesselt hätte, ob ich ihn überhaupt gelesen hätte.
Eingetaucht in die Welt der schaurigen, rauen und brutalen Zeit der Schifffahrt des 18en Jahrhunderts. Es ist spannend und leicht zu lesen und alle Charaktere werden wunderbar beschrieben, obwohl man anfangs ein wenig den Überblick verliert...bestimmt hat jeder seinen eigenen Liebling beim Lesen. Meine sind Viktor und Hoseas der Besitzer des Papageis "William Shakespeare". Viktor erlebt am eigenen Leib das wahre Leben an Bord eines Schiffes...von Schmerz bis Ekel und Demütigung hat er alles durchgemacht...und die Stimmen, die er hörte, rieten ihm zur Umkehr. Es gelten eigene Regeln...alles was auf dem Festland galt, wird hier außer Kraft gesetzt. Ich lese normalerweise solche Romane nicht bzw. würd diesen nicht kaufen, aber das Buch ist sooo schräg und grotesk, dass ich nicht anders konnte als weiterzulesen, da ich wissen wollte was Menschen bewegt so einen Lebenswillen zu haben...es wird am Anfang des Romans so umschrieben, dass man nicht umhinkommt es tatsächlich wissen zu wollen - was ist mit den 147 Personen passiert und was haben die 15 Überlebenden durchgemacht...sind wir Menschen "Tiere" ?
Es herrschte nach dem Besäufnis nur mehr Gegenwart und Wahnsinn...chaotisches Treiben ohne Ende. Kaum sind Grenzen des Anstands und der Moral überschritten gibt es kein halten mehr. Jeder ist sich der Nächste, wie geht es weiter ? ...ich kann nicht aufhören zu lesen, mich fesselt beim Lesen der Irrsinn... kann es nicht glauben, dennoch ist es wahr. Das muss man selbst gelesen haben um wirklich zu erfahren, zu was Menschen imstande sind in der Not, schrecklich, beängstigend und ums nackte Überleben kämpfend. Meine Gedanken: wie weit hätte ich mitgemacht, wann wäre mein Ende gewesen - und deins ? Lies es selbst und beurteile. Es ist schon unheimlich was da abgeht auf dem Schiff/Floss aber es fesselt mich immer wieder trotz leichter Übelkeit beim Lesen, die Neugier auf das, was war, was kommt und auf das, was mein Hirn vielleicht nicht begreifen oder verarbeiten kann. Ich kann nämlich nach Horrorgeschichten schlecht schlafen und immer wieder geistern Abschnitte des Romans in meinem Kopf herum...was solls, ich möchte wissen was da war auf dem Floß der Medusa...und soll ich euch was verraten...ich bin so froh es gelesen zu haben. Schlimm wie materialistisch wir Menschen sind und wie schwer wir loslassen können... ein Buch zum Nachdenken!
So irrgruselig die Geschichte auch ist, hab ich am Ende für mich ein "Happy End" gefühlt.
Paprikamarmelade- der Erfolg liegt im Geschmack!
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
...ich war sprichwörtlich Feuer und Flamme, von der Schärfe (weil ich diesbezüglich ein Weichei bin) - der Roman ist leicht zu lesen mit versuchten amerikanischem Humor, welcher bei mir nicht immer so angekommen ist, da die Geschichte zeitweise ziemlich traurig und nachdenklich macht. Ein Roman für zwischendurch, die einzelnen Kurzgeschichten sind ein wenig irreführend, und ich musste einige Seiten zurückblättern um dem Verlauf der Geschichte und den einzelnen Personen zu folgen.
Doch ab dem Zeitpunkt der Sonntagsdinner war ich nur mehr hungrig und es wird noch besser beim Weiterlesen, man möchte gerne in der Welt der Küche experimentieren. Eva Thorvald die Protagonistin dieses Romans kommt sehr gut durchs Leben, obwohl sie als Baby beide Elternteile verloren hat. Den Vater durch den Tod und ihre Mutter hat sich die Mutterrolle nicht zugetraut, sie war überfordert und wollte Ihren Beruf als Sommeliere leben. Es hat mich traurig gemacht, dass Eva der wahre Vater verschwiegen wurde und sie erst mit 15 Jahre durch das heimliche auffinden Ihrer Geburtsurkunde ihre Wurzeln fand. Eva wollte immer nur kochen, gut kochen mit den Besten hochwertigsten Zutaten .... zu jedem Preis (Sprichwörtlich) und dass führte Eva auch zum Erfolg und zur angesagtesten Spitzenköchin, welche durch ihre Exklusivität und Geschmacksgabe/sinn so bekannt und beliebt wurde, dass sie auf Jahre im Voraus ausgebucht ist. Cindy - Evas leibliche Mutter trifft ihre Tochter nach Jahren. Cindy bekommt auch die Gelegenheit mit Eva persönlich zu sprechen und durch die vertraute Unterhaltung habe ich das Gefühl, Eva ahnt, dass sie gerade ihre Mutter kennenlernen durfte... und die Zukunft wird sich zeigen...
..lies das Buch, koch nach einem der Rezepte und lade mich oder Freunde ein :-)
HITOTSU "OS"
Am Rand von Hans Platzgumer
Ein echt schräges Buch - noch nie derartiges gelesen - düsteres Cover
Der Protagonist = Gerold Ebner schreibt über sein Leben ohne Emotionen - geschrieben wie eine Betriebsanleitung- trocken, pragmatisch - aber es fesselt, der Roman hat was - und man möchte wissen wie es weitergeht bzw.
was macht Gerold am Rand/Ende. Der Roman hat nichts Liebliches und ich kann es nicht beschreiben, was den Impuls gibt es nicht aus der Hand zu legen, vielleicht die Ich-Erzählung oder nur die Handlung an sich.
In dem Moment, als Gerold Guidos Kollegen wegschickte, wusste ich, dass noch sehr viel Schlimmes passieren wird. Aber was? Und ab diesem Zeitpunkt ist es spannend. Was vorher neugierig machte beim Lesen, verursachte ab diesem Zeitpunkt ein mulmiges Gefühl der Ohnmacht, des Zweifelns, den Gedanken - "kann das wirklich sein", vielleicht ist es besser so - für den Leidenden und für den Mitleidenden - wie auch immer - lies den Roman und du lernst die Schattenseiten eines emotionslosen, bewegten Lebens bis zum bitteren Ende kennen.
Als Betrachter von außen - fühlt man sich machtlos und würde gerne hier und dort was verändern, helfen - oder Mut zusprechen. Was muss in einem Vorgehen, wenn man alle verliert die man liebt und auch noch mitgewirkt hat oder sich bewusst sein muss, selbst am Schicksal beigetragen zu haben.
Sterbehilfe ja/nein. Richtig oder falsch - entscheide nachdem du den Roman gelesen hast - und diskutiere.











