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Rezensionen von Urban:
Warum kein Chironomidologe?
Als ich - ausnahmsweise - vor Jahrzehnten die Ehre hatte, mit Elisa Melidi die Wiener Staatsoper zu besuchen ("Tannhäuser"), war mir schon klar, was für grundgescheiter, urlieber Mensch sie ist. Sätze, den U. ganshäutelnd. Nun, selber komme ich eher aus dem linken (bis grünen) Miljöh, singe Nestroy-Kuplees und Schubert-Lieder (Erfahrung mit/Ausbildung in klassischem Liedgesang), verehre aber das Geistliche trotzdem, etwa in Gestalt gewaltiger gotischer Flügelaltäre (Beispiel: der Hauptaltar von Meister Paul/Pavol in der Jakobskirche von Levotscha-Slowakei).
Dort treibt es dem Urban die Tränen aus den Augenwinkeln.
Eine Liebe zu einem Pfarrer kann ich wohl nicht ausreichend würdigen. Fast glimmt hier noch ein Fünkchen Eifersucht. Da frag ich mich nämlich: "Na - und unser Opernbesuch? Damals - als alles noch gut gehen konnte? War das ein Schmarr'n? Darüber lese ich in dem Büchl nix ..." Doch darum geht's hier eh nicht. Schon eher darum, daß ich solch ein Buch in einer Nacht zu lesen derpacke - und dann die Meinung bekomme oder verschärft habe, daß die Autorin viel an Gediegenheit und Weisheit noch gewonnen haben muß. Oder an jener Eigenschaft, die ich seit langem als "Ghuiddua" wienerisch verslange. Mein Leben lang, liebe Elisa, werde ich Dich und Deine Werke bis in die Tiefe hin verehren!
Darf ich Ihnen etwas verraten? Die Elisa spielt hervorragend klassische Trompete - so wie Euch, liebe Leute, viele BurgenlandkroatInnen in alle Winkerln musizieren täterten! Das dürft Ihr mir getrost glauben!
Urban

