Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Leserin71:
Die Diva im Wohnmobil
Diva del Garda von Katharina Eigner
Rosina ist echt eine Diva, aber eine im Wohnmobil. Von dort aus ermittelt sie mit ihrer Freundin Cara und dem ehemaligen Kardinal Mario in Sachen eines Bilderdiebstahls. Marios Nachbarn wurde nämlich ein Bild einer bekannten Künstlerin gestohlen, das er eigentlich gar nicht besitzen dürfte. Deshalb kommt Rosina als Restauratorin und neugierige Person ins Spiel.
Zusammen gehen sie jeder Spur nach, die sie an viele schöne Stellen des Gardasees und sie selber in Gefahr bringt....
Meine Meinung:
Von Katharina Eigner kannte ich schon die Reihe um die stickende Arzthelferin Rosmarie. Die neuen Krimis am Gardasee drehen sich um die sympathische Restauratorin Rosina, wenn sie auch in puncto Männern sehr blauäugig daherkommt - zumindest wird sie so von ihrer Freundin Cara so dargestellt. Die Geschichte erzählt uns Cara, die zwar in Italien lebt, aber mental noch mit ihrer Heimat Österreich verhaftet ist. Rosina genießt la Italianitá, den italienischen Lebensstil, und versucht Cara diesen ein bisschen näherzubringen. Mich hat sich auf jeden Fall erreicht. Bei der Auflösung des Falles ergeben sich immer wieder neue Motive und Täter, bis es zum spannenden Schluss, dessen Lösung keine Fragen offen lässt. Die Frage ist nur noch, was werden die beiden als Nächstes erleben... Ich wäre sehr gerne dabei.
Was für ein Krimi!
Maschenmord von Leonie Kramer
Ein richtiger Wohlfühlkrimi ist Leonie Kramer (Pseudonym) mit dem Buch "Maschenmord" gelungen.
Tim Wallenstein staunt nicht schlecht, als er als neuer Kommissar in der bayerischen Provinz gleich einen Mord vorfindet - ausgerechnet in der Wolllust. Was er anfangs für ein Bordell hält, entpuppt sich schnell als Wollladen von Ariadne Schäfer, die Unterstützung des MKHCs hat.
Schnell machen sich die Frauen des Madlfinger Krimi- und Handarbeitsclubs Gedanken darüber, wer denn die Mordwaffe gestrickt haben könnte und organisieren eine unauffällige Beobachtung des Tatortes. Währenddessen ermittelt Tim Wallenstein in alle Richtungen, da es durchaus sein kann, dass das Mordopfer gar nicht das eigentliche Opfer war. Doch dann geschieht ein weiterer Mord...
Meine Meinung
Das Lesen dieses Buches hat mir sehr großen Spaß gemacht. Nicht nur die Krimihandlung hat mich in den Bann gezogen, sondern auch das Thema "Stricken". Die Wortspiele dazu habe ich geliebt wie auch den ganzen Schreibstil.
Dass das Buch nicht nur in blauen Land bei Murnau spielt, sondern auch in Island, hat für mich einen ganz besonderen Reiz gehabt, da der Blick nicht nur auf das dörfliche Landleben und damit verbundene Klischees geht, sondern über den Tellerrand hinaus.
Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Tim ist zurückhaltend, aber aufmerksam. An einem Trauma aus seiner Zeit vor Madlfing hat er stark zu knabbern.
Als besondere Dreingabe gibt es am Ende des Buches die Strickanleitung für die Mordwaffe - so was habe ich auch noch nicht erlebt, nicht dass ich das Lacetuch für einen Mord verwenden würde.
Für alle, die Lesen, Stricken und Rätseln verbinden wollen, ist das Buch genau das Richtige. Für mich ist das Buch ein Lesehighlight.
Lokalkrimi zur Adventszeit
Perchtoldsdorfer Punsch von Christian Schleifer
"Perchtoldsdorfer Punsch" von Christian Schleifer ist der dritte Teil der Krimireihe rund um Charlotte Nöhrer, die das Weingut der Familie umgekrempelt hat. Die Ex-Polizistin und Ex-Security-Angestellte wird geradezu hineingezogen in die Geschehnisse um den gewaltsamen Tod des Pfarrers - und das in der beschaulichen Adventszeit.
Für viele der Heimatpartei ist schnell klar, dass die Flüchtlinge dahinter stecken. Doch was ist wirklich passiert? Charlottes Neugier ist geweckt und sie beginnt ihre eigenen Spuren zu verfolgen.
Meine Meinung
Nach einem spannenden Beginn war ich wieder mitten drin in Perchtoldsdorf. Charlotte, Andrea und der Rest der Verwandtschaft sind herzlich und quirlig wie eh und je und haben das Herz am rechten Fleck. Einen Punsch würde ich gerne an ihrem Stand am Weihnachtsmarkt trinken. Zum Winter passt auch die Herstellung des Eisweins mit vielen Details, die ich noch nicht wusste. Allerdings hätte ich die Rechten von der "Heimatpartei", allen voran die Familie Adefris, nicht gebraucht. Sie lassen keine Gelegenheit aus, gegen die Andersdenkende zu stänkern. Schön ist es, dass es viele Leute gibt, die dem etwas entgegensetzen und sich nicht entmutigen lassen. Vorkenntnisse des zweiten Bandes sind hilfreich, aber nicht notwendig für das Verständnis dieses Buches.
Die Lösung des Falls hat mich sehr überzeugt, auch wenn vieles schon in die Richtung gedeutet hat -ein super Ende und schöne Weihnachten.
Ich vergebe fünf Sterne für diesen tollen Krimi!
Freundinnentreffen mit Hindernissen
Das Geschenk der Adlerin von Daniela Alge
Von Autorin Daniela Alge kannte ich schon alle Krimis. Jetzt hat sie mit "Das Geschenk der Adlerin" einen Frauenroman geschaffen, der mich zum Nachdenken brachte.
Zum Inhalt:
Franziska lädt ihre Internatsfreundinnen Susanne, Katja und Linda auf ein besonderes Wochenende am Arlberg ein.
Dieses Wiedersehen hat Höhen und Tiefen - wie die Berge, aber am Ende geht jede bestärkt aus dem kurzen, aber intensiven Wiedersehen.
Meine Meinung:
Klassentreffen können nach dem Motto ablaufen: Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Das ist bei diesem Freundinnentreffen nicht der Fall. Ganz langsam wird der Leser eingeführt in die unterschiedlichen Lebensentwürfe der vier Frauen und ist nahe dran an den glücklichen Momenten, aber auch an den Fragen, die sie sich so stellen. Erst werden die vier Frauen kapitelweise einzeln beschrieben. Beim Treffen gibt es auch Perspektivwechsel innerhalb der Abschnitte, was mir manchmal zu schnell ging.
Die Landschaftsbeschreibung macht Lust auf einen ähnlichen Ausflug. Die Autorin lässt auch esoterisch angehauchte Elemente einfließen, was aber immer stimmig zur Situation passt.
Für mich gibt es für alle, die über den Tellerrand schauen wollen, eine Leseempfehlung.
Lebe deinen Traum
Die Köchin - Lebe deinen Traum von Petra Durst-Benning
Die sechzehnjährige Fabienne wohnt mit ihren Eltern im Schleusenwärterhaus am Canal du Midi im Süden Frankreichs. Die harte Arbeit mit Kochen, Waschen, Unkraut ernten macht ihr nichts aus. Aber dann stirbt die Mutter überraschend und Fabienne muss erkennen, dass sie etwas verändern muss. Noch glaubt sie an eine gemeinsame Zukunft mit dem jungen Bootsfahrer Eric und reißt von zu Hause aus.
Doch ihren Plan muss sie bald über den Haufen werden.
Meine Meinung
Die Romane von Petra Durst-Benning lese ich seit Jahren immer wieder gerne. Sie schafft es, authentische Frauengestalten zu erschaffen, die Träume haben und Krisen aushalten können. Dabei flicht sie geschickt Details zu Geschichte und Landschaft ein. Wenn Fabienne vom Essen und vom Kochen schwärmt, habe ich das Gefühl neben ihr am Herd zu stehen. Gerne würde ich ihre Gerichte kosten. Svenja Pages liest mit ihrer angenehmen Stimme die Geschichte der jungen Köchin in eindrucksvoller Weise. Einfach hat es Fabienne auf keinen Fall, harte Arbeit, aber auch Verrat und Lügen muss sie ertragen.
Glücklicherweise wird es noch zwei weitere Bände in der Trilogie geben, sodass ich Fabienne noch weiter auf ihrem Weg zu Starköchin begleiten kann.
Mord an einem Dirndl im Dirndl
Salzburger Dirndlstich von Katharina Eigner
Katharina Eigner hat mit „Salzburger Dirndlstich“ den zweiten Krimi mit der Arzthelferin Rosmarie Dorn geschrieben.
Schon das Cover ist ein echter Hingucker. Das aufgestickte Dirndl zeigt gleich, um was es im Krimi geht: das Dirndl. Ausgerechnet bei der Dirndl-Modenschau der Modeschule Hallein stirbt die Konkurrentin, der Rosmaries Tochter Susi im Streit den Tod gewünscht hatte.
Das wertvolle „Ur-Dirndl“, ein Sensationsfund aus dem 17. Jahrhundert, ist ebenfalls verschwunden, die Polizei auf Susis Fersen. Um ihre des Mordes verdächtigte Tochter zu entlasten, ermittelt Rosmarie zum Leidwesen ihres Ehegatten wieder selbst.
Den ersten Band kenne ich noch nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil der österreichischen Autorin ist erfrischend, die Personen haben Ecken und Kanten und kommen lebensecht daher. Der Krimi entwickelt sich langsam, dann aber in eine Richtung, die ich so nicht erwartet hatte - gut gemacht.
Hilfreich für Nichtösterreicher ist sicherlich das Glossar am Ende des Buches. Rosis Art inklusive Stickleidenschaft ist mir an Herz gewachsen und ich würde schon gerne wissen, ob sie ihre Herkunft klären kann und wie es mit den anderen Familienmitgliedern und Nebenfiguren (Rettenbacher) weitergeht.
Heißmangelkrimi - Zeitreise in die 1950er
Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert
Leer im Jahre 1958: Vera Malottke lebt ihr Leben, ein unabhängiges Leben, was ihr nicht nur Freunde bringt. Die Edelprostituierte wird eines Tages schwanger in ihrer Wohnung gefunden. Martha Frisch und ihre Freundin Traudl als aufmerksame Wohnungsnachbarinnen können der Polizei wichtige Hinweise liefern.
Allerdings hat Kommissar Onnen eigene Interessen und nur mithilfe des Großneffen von Martha wird weiter ermittelt.
Meine Meinung
Christiane Franke und Cornelia Kuhnert haben mich mit diesem Krimi weit in meine Kindheit mit Bowle, gestärkter Wäsche und traditioneller Rollenverteilung zurückversetzt. Die Moralvorstellungen dieser Zeit kommen gut zur Sprache und werden quasi als Mahnung an die heutige Generation erwähnt. Der zweite Weltkrieg und die Nachwirkungen mit Persilscheinen, Kriegstraumata und veränderten Lebenssituationen kommen sehr gut zur Sprache. Für mich ist dieser Krimi quasi ein Zeitdokument.
Nach gewissen Anfangsschwierigkeiten konnte ich mir die Namen der vielen Personen merken. Die Perspektivwechsel aus der Sicht der verschiedener Personen hätten ein bisschen mehr hervorgehoben werden können, mir hätte es das Hören erleichtert. Jutta Seifert als Sprecherin hat das Buch hervorragend eingesprochen. So stelle ich mir die Sprechweise einer ca. 60jährigen Frau in dieser Zeit vor.
Der Krimi an sich weist viele Verdächtige auf und eine Auflösung, die ich so nicht erwartet habe - das erwarte ich von einem guten Krimi.
Wohlfühlgeschichte am Gardasee
Die Villa am Gardasee von Susan de Winter
Giulia Boracher aus Erding bei München hat ihr Kunstgeschichtestudium abgeschlossen, als ein Freund ihrer Eltern stirbt. Beim Notar erfährt sie, dass sie die Erbin der großen Villa in Tremosine ist, allerdings mit der Auflage, den Familienschatz innerhalb eines Jahres zu finden.
Meine Meinung
Die Handlung entführt den Leser an den wunderschönen Gardasee.
Da ich dort schon einmal war, war es wie ein Wiedersehen für mich. Die Beschreibungen passen gut und ich würde gerne wieder hinfahren, wozu auch die Sprecherin Cornelia Waibel beigetragen hat. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die unterschiedliche Betonung der Ortschaftsnamen, mal auf der zweiten, mal auf der dritten Silbe.
Da die Anzahl der Personen überschaubar ist, ist die Handlung ist vorhersehbar. Giulias Intuition lässt sie die Probleme lösen, was für mich ein bisschen zu viel des Guten war. Ich hörte das Hörbuch nebenbei, dafür ist die Geschichte prima geeignet. Das Ende kam dann so wie erwartet besser gesagt, hatte ich noch auf einen kleinen Twist gehofft, der leider ausblieb.
Fazit: Gute Unterhaltung für Nebenbei, 3 Sterne
Hilfreiches Buch für Kinder und Eltern
Gefühle hat doch jeder! Was wir fühlen und wie man damit umgeht von Reyhaneh Ahangaran
Die Autorin Reyhaneh Ahangaran kennt als schwedische Kinder- und Jugendpsychologin einige und beschreibt in dem Buch Wut, Traurigkeit, Fröhlichkeit, Angst, Scham und Ungerechtigkeit. Außerdem gibt sie Anregungen, wie man mit ihnen umgehen kann. Sie geht auf das nähere Umfeld der Kinder ein: Zuhause, Schule, Freizeit und Freundschaft.
Dass man selbst für sich sorgen kann und sollte, kommt im Kapitel über Entspannung und guter Schlaf zur Sprache. Während in allen Kapiteln wird immer wieder angesprochen, dass sich Kinder bei Erwachsenen Hilfe holen sollen, werden in einem Extrakapitel konkrete Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt und Hilfsorganisationen bei sehr großen Problemen genannt.
Meine Meinung
Die Autorin beschreibt die Gefühle sehr kindgerecht und verständlich. Was mir sehr gut gefällt ist die Seite zum Ausfüllen mit den Fragen über die eigenen Gefühle/Gewohnheiten. Warum die Autorin nur diese sechs Gefühle bespricht, wird nicht erwähnt.
Die Illustrationen haben uns gut gefallen. Super fanden wir die Tipps, wie in bestimmten Situationen mit den negativen Gefühlen umgegangen werden kann.
Insgesamt fanden wir das Buch sehr gut und vergeben gerne 4,4 Sterne.
Mord in Limone
Mord und Limoncello: Ein Gardasee-Krimi Ein Gardasee-Krimi von Elizabeth Horn
Limone am Gardasee ist ein charmanter Ort mit vielen kleinen Gässchen in der malerischen Altstadt. Ausgerechnet hier geschieht ein Mord an einem deutschen Kommissar, der mit seiner Frau einen Kurzurlaub in einem noblen Hotel machen wollte.
Die italienische Polizei aus Brescia nimmt die Ermittlungen auf, da Commissario Fabio Angelotti ein solches Verbrechen in seiner Heimatstadt nicht ungesühnt lassen kann.
Auch die Witwe will wissen, warum und vor allem wer ihren Mann erschossen hat.
Meine Meinung
Dieser Krimi war für mich eine perfekte Nachlese meines Urlaubs am Gardasee. Die herrliche Umgebung am Gardasee und die besondere Stimmung in Limone wurde gekonnte eingefangen. Natürlich dürfen die Zitronen in diesem Cozy Krimi nicht zu kurz kommen, ebenso wie geschickt eingeflochtene Informationen über Geschichte, Land und Leute. Die Köstlichkeiten der italienischen Küche werden nicht nur gegessen, sondern können im Anhang auch nachgekocht werden.
Der sympatische Commissario hat gute Unterstützung, tappt aber lange im Dunkeln. Mehr Erfolg hat die Witwe Charlotte, was sie in eine bedrohliche Lage bringt. Den Täter kennt der Leser/Hörer schon vor der Polizei, sodass ich die Ermittler gerne in Richtung Lösung geschubst hätte.
Gerne vergebe ich 4 Sterne für dieses Genusshörbuch.











