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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Der bisher beste Band der Reihe

Sterbekammer von Fölck Romy


Inhalt:
Nick Wahler tritt seinen Job als neuer Chef der Mordkommission in Itzehoe an. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit bekommt er es mit zwei verzwickten Fällen zu tun. An einer Tankstelle wurde nachts der Tankwart ermordet, und der alte Josef Hader ist in seiner Mühle zu Tode gekommen. Bald ergibt sich zudem eine Verbindung zu einem Cold case.

Der Fall der vor etwa zehn Jahren verschwundenen Anneke Jung wurde nie aufgeklärt. Frida Paulsen, Bjarne Haverkorn und ihre Kollegen haben alle Hände voll zu tun.

Meine Meinung:
Schon die ersten beiden Bände dieser Reihe haben mir gut gefallen, aber dieser übertrifft sie noch. Romy Fölck erzählt eine spannende Geschichte mit überwiegend sympathischen Figuren (zumindest auf Seiten der Polizei), wobei sie auch das Privatleben stark miteinbezieht. Hier ist es natürlich schön, wenn man die Protagonisten aus den Vorgängerbänden schon kennt, es ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Hauptteil der Handlung nehmen die Kriminalfälle ein, die auch in diesem Band abgeschlossen werden.

Besonders schockierend empfand ich die Einschübe, die die Gedanken einer entführten Frau enthalten. Ohne wirklich groß ins Detail zu gehen, schafft die Autorin es hier, das Grauen für den Leser erlebbar zu machen. Das ist show, don*t tell auf hohem Niveau.

Ansonsten begleitet man als Leser die Ermittler bei ihrer mühseligen Arbeit, die insgesamt recht authentisch erscheint. Sie ist ausgezeichnet durch falsche Fährten, Rückschläge und bürokratische Hürden. Es gibt aber auch etliche sehr spannende Szenen, bei denen man das Buch unmöglich aus der Hand legen kann. Überhaupt versteht die Autorin es, durch geschickt platzierte Cliffhanger, den Leser bei der Stange zu halten.

Die Beschreibungen der Marschlandschaft sind wieder sehr gelungen. Auch ich als Süddeutsche kann mir diese Gegend dadurch sehr gut vorstellen.

Fazit:
Für Krimiliebhaber sehr zu empfehlen. Ein rundum gelungenes Leseerlebnis!

Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
3. Sterbekammer

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Drama in drei Akten

Drei von Dror Mishani


Inhalt:
Orna sehnt sich nach der Scheidung wieder nach etwas Wärme und lernt über ein Dating-Portal Gil kennen. Emilia ist als lettische Pflegekraft nach Israel gekommen. Als ihr Pflegling stirbt, hängt sie in der Luft. Sie sucht ein Zuhause und wendet sich auf dem Weg dorthin Gott zu. Auch Ella ist auf der Suche nach einem Mann …

Meine Meinung:
Der Roman lässt sich nur schwer in eine Genreschublade pressen.

Das ist gerade das Besondere daran. Er ist aus drei Teilen aufgebaut, jeweils aus der Sicht einer der drei Frauen. Diesen kommt man dadurch recht nahe. Man erlebt ihre Gedanken und Gefühle hautnah und kann ihre Handlungsweisen gut verstehen. Sie wirken unspektakulär und authentisch. Der Mann blieb mir dagegen seltsam fremd, obwohl er eine große Rolle spielt und ich gerne mehr über ihn erfahren hätte.

Die Geschichte ist auf jeden Fall gut komponiert, wenngleich ich den Hype, den der Verlag darum macht, nicht ganz nachvollziehen kann. So absolut außergewöhnlich ist das Buch nun auch wieder nicht. Der Schreibstil ist gut und einfach lesbar, aber keineswegs trivial. Gerade im ersten Teil war ich noch nicht allzu sehr gefesselt, die Handlung fließt hier sachte vor sich hin. Doch immer mehr baut sich eine unterschwellige Spannung auf, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.

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Ein spritziges Märchenabenteuer

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen von Siegmann Claudia


Inhalt:
Flora ist 16, als sie erfährt, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist und in ihr selbst Magie schlummert. Mit anderen Märchenfiguren, z.B. dem Schneewittchen Neva oder dem Rapunzel Val soll sie für eine seltsame Agentur arbeiten, die die Welt vor schwarzer Magie schützt. Dann werden auch noch alte Damen vom sogenannten Rosenkavalier entführt und nebenbei spielt Floras Herz verrückt, wenn sie in Hektors Nähe kommt.

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an konnte Claudia Siegmann mich mit ihrer märchenhaften Geschichte packen. Als Leser ist man zunächst genauso ahnungslos wie die Protagonistin Flora, die einen mysteriösen Brief erhalten hat, der sie zu einer alten Mühle bestellt, um dort sogenannte Pflichtjahre abzuleisten. Erst nach und nach erfährt man, wer die verschiedenen Charaktere sind und was hinter der Agentur steckt. Und ich kann sagen, vieles scheint auf den ersten Blick ganz anders, als es wirklich ist. So konnte mich die Autorin immer wieder überraschen.

Flora war mir von Beginn an unheimlich sympathisch. Sie ist sehr warmherzig und hat das Herz am rechten Fleck. Dabei lässt sie sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen, sondern versteht sich in gewissem Rahmen auch durchzusetzen.

Der Schreibstil ist locker und dynamisch. Manche Szenen sind zum Schmunzeln, andere zum Gruseln. Man fliegt geradezu durch das Buch und mag es zwischendurch kaum aus der Hand legen. Denn es ist auch total spannend. Mal ist es gefährlich, mal romantisch. Dann wiederum lernt man Märchenfiguren von einer ganz neuen Seite kennen. Eins steht fest: Langweilig wird es hier nie. Und deshalb warte ich schon gespannt auf den 2. Band, der glücklicherweise nur etwa ein halbes Jahr auf sich warten lässt.

Die Trilogie:
1. Das letzte Dornröschen
2. Die Rache der Fee (Frühjahr 2020)
3. Der Kuss der Wahrheit (Herbst 2020)

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Ein Hauch von Ostalgie

Wie Frau Krause die DDR erfand von Kathrin Aehnlich


Inhalt:
Isabella Krause verdient sich mit der Schauspielerei mehr schlecht als recht ihre Brötchen. Bei einem Casting wird man auf sie aufmerksam, aber ganz anders als beabsichtigt. Isabella erhält den Auftrag, für die Fernsehserie „Wild Ost“ Menschen zu finden, die vor der Kamera von ihrem Leben in der DDR erzählen.

Isabella muss sich dabei mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Ein Problem ergibt sich dadurch, dass ihr Auftraggeber genaue Vorstellungen vom Leben in der DDR hat, die leider mit dem der Protagonisten gar nicht übereinstimmen wollen. Hier ist Isabellas Kreativität gefragt …

Meine Meinung:
Mit leichter Hand, locker und humorvoll stellt Kathrin Aehnlich uns die DDR vor. Sie erzählt von Menschen, die feierten und lachten und stolz auf ihre Arbeit waren. Von Menschen, die sich über ein Paket aus dem Westen freuten, aber auch von Menschen, die mit ihrem Leben einfach zufrieden waren. Die Autorin greift sämtliche Vorurteile auf, die der Westen vom Osten hat und der Osten vom Westen.

Ob man nun im Osten oder im Westen aufgewachsen ist, ich denke, dieses Buch wird alle Leser ein wenig berühren und Verständnis für den jeweils anderen Landesteil fördern. Im Großen und Ganzen zeigt es, dass die Menschen hüben wie drüben gar nicht so verschieden sind.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Der letzte Pepp hat mir allerdings gefehlt. Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Interessante Einblicke, locker aufbereitet

Tagebuch eines Buchhändlers von Shaun Bythell


Shaun Bythell ist der Besitzer des größten Buchladens in Schottland, wo er an die 100.000 Gebrauchtbücher führt. In seinem (fiktiven?) Tagebuch erzählt er von seinen alltäglichen Sorgen, Ärger mit Angestellten und Kunden, aber auch von den schönen Seiten seines Berufs.

Tag für Tag (außer Sonntag) begleiten wir den antiquarischen Buchhändler Shaun Bythell ein ganzes Jahr lang und erleben dabei Höhen und Tiefen dieses Berufs.

Die Eintragungen für jeden Tag beginnen mit der Anzahl der Online-Bestellungen und der dafür gefundenen Bücher. Oft bleiben die Bücher unauffindbar, da sie falsch einsortiert wurden - die Angestellte Nicky hat dafür immer eine ausgefallene Begründung parat - oder vielleicht gestohlen wurden.

Nach einigen herausragenden Ereignissen des jeweiligen Tages, ein besonderes Kundengespräch, Ankauf einer Büchersammlung, Schwierigkeiten mit dem Online-Bestell-System oder Ähnliches, endet der Tageseintrag mit den Tageseinnahmen und der Anzahl der Kunden, was in der Regel leider recht deprimierend ist.

Jedem Monat ist ein Zitat aus George Orwells „Erinnerungen an eine Buchhandlung“ aus dem Jahr 1936 vorangestellt, das von Bythell kurz kommentiert wird, indem er es mit seiner gegenwärtigen Situation vergleicht.

Bei allen Schwierigkeiten mit dem Konkurrenten Amazon und geizigen Kunden lässt Shaun Bythell aber auch immer wieder eine Begeisterung für den Beruf des Buchhändlers und für Bücher an sich durchblicken. Dies alles ist sehr interessant und gibt Einblicke in die Branche. Dabei lässt sich das Buch aber sehr locker lesen. Shaun Bythell schreibt oft sehr sarkastisch, manchmal geradezu böse, aber man muss auch immer wieder schmunzeln.

Ein bisschen öde fand ich die ständigen Wiederholungen. Andererseits macht gerade dies die Tagebucheinträge auch authentisch.

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Unterhaltsamer Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Tod am Aphroditefelsen von Yanis Kostas


Inhalt:
Die junge Sofia Perikles kehrt aus London in ihre Heimat Zypern zurück. Hier kommt sie zu einem Job bei der Polizei wie die Jungfrau zum Kind. In dem heruntergekommenen Dorf Kato Koutrafas muss sie sich mit einem versoffenen Chief Inspector, ihren eigenen wirren Gefühlen und einem Todesfall herumschlagen.

Meine Meinung:
Yanis Kostas ist das Pseudonym des Autors Alexander Oetker, das er für diese Krimi-Reihe, die auf Zypern spielt, benutzt. Da sein Vater griechischer Zypriot ist und Oetker die Insel bereist hat, kennt er sich dort aus, was man meiner Meinung nach seiner Erzählung auch anmerkt.

Mich konnte dieser nette Krimi gut unterhalten, schon allein deshalb, weil die Protagonisten alle etwas skurril sind. So wurde ich immer wieder davon überrascht, was ihnen nun wieder einfiel. Dabei bedient der Autor auch sämtliche Klischees und Vorurteile, die man als Deutscher von Zyprioten hat, was aber nicht weiter stört, denn so ganz ernst sollte man diesen Roman wohl sowieso nicht nehmen. Dafür gibt es etliche Szenen, die zum Schmunzeln einladen.

Die Geschichte entwickelt sich langsam. Land und Leute werden den Lesenden nahe gebracht. Hierzu passt auch immer gut die Beschreibung verschiedener Gerichte oder Getränke bzw. Sitten.

Der Kriminalfall wirkt zunächst unspektakulär. Doch nach und nach kommt Spannung in die Handlung, und der Schluss gefiel mir richtig gut.

Fazit:
Für eingefleischte Hardcore-Krimileser ist diese Krimi-Reihe sicher nicht das Nonplusultra. Wer cosy Krimis mag, ist hier aber ganz gut aufgehoben.

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Zu viel gewollt

Die Welt in allen Farben von Heap Joe


Inhalt:
Nova ist von Geburt an blind. Durch eine OP kann sie sehen. Doch muss sie es erst mühsam lernen. Und manchmal wäre sie lieber wieder blind.

Kate landet nach einem Streit mit ihrem Mann im Krankenhaus. Hier lernt sie Nova kennen. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich an und helfen sich gegenseitig.

Meine Meinung:
Aus persönlichen Gründen interessieren mich Romane, in denen Blinde eine Rolle spielen, sehr. Deshalb habe ich auch zu diesem gegriffen. Was mit Novas Blindheit bzw. dem Prozess des Sehenlernens zu tun hat, hat mir auch recht gut gefallen. Man kann sich hier schön in die Protagonistin hineinversetzen und ihre Empfindungen, ihre Verwirrtheit ob der vielen neuen Eindrücke gut nachvollziehen.

Mehr Schwierigkeiten hatte ich mit Kate. Ihr Verhalten habe ich in den seltensten Momenten verstanden. Es wird auch nicht wirklich erklärt, warum sie so handelt, warum sie sich alles Mögliche gefallen lässt. Denn eigentlich wirkt sie anfangs gar nicht so verhuscht. Mir war es auch etwas zu viel an Problematik, was Joe Heap in diese Geschichte gepackt hat. Die Story artet gegen Ende sogar in einen Thriller aus. Der Autor hätte sich besser auf ein Thema konzentrieren und dies noch intensiver und emotionaler ausarbeiten sollen. Meiner Meinung nach hat er mehr gewollt, als dem Roman guttut.

Auch der Schreibstil war nicht ganz nach meinem Geschmack. Die Sätze sind meist kurz und emotionslos, obwohl die Geschichte eigentlich vor Emotionen nur so überlaufen müsste. Wenn die Protagonistinnen dann noch als „die Dolmetscherin“ oder „die Architektin“ oder gar „die andere Frau“ bezeichnet werden anstatt mit ihrem Namen, dann hält mich das total auf Distanz und verwehrt mir ein tiefes Eintauchen in die Handlung.

Fazit:
Der Roman hat gute Seiten, aber auch noch viel Verbesserungspotenzial.

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Ein wunderbares Kleinod

Der Sprung von Simone Lappert


Schon mit ihrem Debütroman „Wurfschatten“ konnte mich die Schweizer Autorin Simone Lappert überzeugen. Mit „Der Sprung“ hat sie sich noch um Etliches gesteigert. Lappert erzählt mit einer unglaublichen Leichtigkeit von einem Viertel in einer Kleinstadt, wo sich die Wege der Bewohner kreuzen, manchmal nicht direkt, sondern über Eck, aber irgendwie hängt doch alles zusammen.

Nach und nach wird ein Netz der Beziehungen aufgebaut. Dabei bringt die Autorin die verschiedensten Themen auf den Punkt und lässt immer wieder auch philosophische Ansätze einfließen. Mit der Zeit entsteht ein vielschichtiges Bild einer Stadtgemeinschaft, wobei aber der einzelne Mensch sichtbar bleibt. Simone Lappert besticht durch eine feinsinnige Beobachtungsgabe, anhand derer sie uns die Protagonisten nahe bringt. Die einzelnen Episoden sind fesselnd und berührend. Sie machen traurig und wütend. Manche Sätze bringen einen aber auch zum Schmunzeln.

Aus der Perspektive von verschiedenen Personen erleben wir drei schicksalsträchtige Tage. Da wäre zum einen der Polizist Felix, der mit seiner schwangeren Freundin eigentlich glücklich sein sollte, es aber nicht kann. Oder Finn, der eigentlich eine Weltreise machen wollte, nun aber wegen Manu, in die er sich verliebt hat, zögert. In Marens Ehe steht es nicht mehr zum Besten, seit ihr Mann auf dem Gesundheitstrip ist. Auch die Geschichte des Obdachlosen Henry ist sehr berührend, ebenso wie die von Winnie, die von ihren Schulkameraden übel gemobbt wird. Diese Figuren und noch einige mehr spielen eine große Rolle in diesem tiefgründigen Roman. Sie alle werden beeinflusst von dieser Frau auf dem Dach, die in den Tod zu stürzen droht, warum auch immer.

Am Ende wissen wir mehr, aber nicht alles. Nur eins ist sicher:
„Nichts war wie vorher. Absolut gar nichts.“ (S. 317)

Fazit:
„Der Sprung“ ist eins meiner Jahres-Highlights. Mit viel Empathie und Gespür für Sprache lässt Simone Lappert die Leser*innen drei schicksalhafte Tage erleben, die so manches Leben umkrempeln.

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Romantisches Parallelwelt-Abenteuer

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau


Inhalt:
Die siebzehnjährige Mailin lebt mit ihrer Mutter in Irland. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Vicky liegt seit sieben Jahren im Wachkoma. Mailin fühlt sich ihr sehr verbunden. Als Mailin nach dem Karatetraining in der Umkleide einfach umkippt, findet sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder.

Lyaskye ist voll von gefährlichen Tieren und Pflanzen und … Menschen. Eher widerwillig rettet ein junger Mann Mailin und hilft ihr weiter zu kommen. Bald muss Mailin erkennen, dass sie nicht zufällig in Lyaskye gelandet ist und dass ihr ein mieses Schicksal bevorsteht. Doch Mailin ist eine Kämpferin …

Meine Meinung:
Jennifer Benkau konnte mich mit dieser Geschichte von der ersten Seite an packen. Durch den geschmeidigen und dynamischen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Und Mailin ist eine toughe Protagonistin, an deren Seite ich gerne durch dieses Abenteuer gewandelt bin. Man muss sie einfach mögen, obwohl sie natürlich auch ihre Ecken und Kanten hat und Fehler macht. Aber niemand ist perfekt, oder?

Die Handlung ist sehr abwechslungsreich. Mal lernt Mailin (und die Leser*innen mit ihr) etwas über Lyaskye, mal wird gekämpft, dann wiederum wird es auch mal magisch oder hoch romantisch. Eine tolle Mischung! Und immer wieder wird man durch Wendungen überrascht, die man nicht vorhersehen konnte.

Dabei machten die Charaktere auf mich einen recht authentischen Eindruck. Man kann ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen. Sie machen im Verlauf der Handlung eine schöne Entwicklung durch und wachsen teilweise über sich selbst hinaus.

Der 2. Band „Aus Schatten geschmiedet“ ist für Frühjahr 2020 geplant. Ich freue mich schon jetzt darauf, mit Mailin wieder in Lyaskye gegen das Böse zu kämpfen.

Fazit:
Ein toller All Age Fantasy-Roman um Familie, Freundschaft, Liebe, Intrigen, Vertrauen und Mut.

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Voll unerwarteter Wendungen

Messer Ein Fall für Harry Hole. Gebunden. von Nesbø Jo


Inhalt:
Harry Hole arbeitet wieder als Ermittler bei der Osloer Polizei. Privat läuft es nicht gut, und sein Alkoholproblem macht ihm schwer zu schaffen. Da wird Harry auch noch zum Verdächtigen in einem Mordfall. Besonders fatal: Er kann sich an nichts erinnern.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 12.

Band der Reihe um den brillanten Polizisten Harry Hole. Ich habe von den Vorgängern nicht alle gelesen, finde das aber nicht schlimm. Hin und wieder wird ein vergangener Fall, Aufenthaltsort oder Kollege erwähnt. Das reichte mir dann vollkommen, um das aktuelle Geschehen richtig einordnen zu können.

Jo Nesbø versteht es immer wieder, sich haarsträubende Kriminalfälle auszudenken und den Leser durch immer weitere überraschende Wendungen zu erstaunen. Mehr als einmal war ich mir sicher, nun den richtigen Zusammenhang erkannt zu haben, nur um im nächsten Kapitel wieder eines Besseren belehrt zu werden.

Auch der Schreibstil ist einfach klasse. Das Buch lässt sich flott lesen, ist aber nicht trivial geschrieben. Die Charaktere wirken zumeist sehr authentisch und werden sehr plastisch beschrieben.

Fazit:
Ein aufreibender 12. Band der Reihe, klasse geschrieben, wendungsreich und spannend.

Die Reihe:
1. Der Fledermausmann
2. Kakerlaken
3. Rotkehlchen
4. Die Fährte
5. Das fünfte Zeichen
6. Der Erlöser
7. Schneemann
8. Der Leopard
9. Die Larve
10.Koma
11. Durst
12. Messer

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