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Rezensionen von Lilli33:

Humor und Spannung

Zurück nach Übertreibling von Gloria Gray; Robin Felder


Humor und Spannung

Inhalt:
Vor dreizehn Jahren war Vikki Victoria irgendwie in die Verhaftung des Toni Besenwiesler involviert - wie genau, das ist ihr selbst nicht klar. Nun ist der Toni aus dem Knast ausgebrochen, und Vikki muss um ihr Leben fürchten. Mit Hilfe eines Freundes und dessen Freunden und eines türkischen Mafia-Bosses versucht Vikki, dem Toni einen Schritt voraus zu sein.

Meine Meinung:
Gloria Gray versprüht hier Humor am laufenden Band. Während ich bei anderen Büchern dieses Genres des Humors meist nach dem ersten Drittel oder so müde werde, konnte diese Autorin mich fast bis zum Schluss bei der Stange halten. Das liegt vielleicht auch daran, dass auch jede Menge ernste Themen angeschnitten werden, aber eben witzig verpackt.

Die Protagonistin Vikki ist ein wahres Energiebündel und zusammen mit ihrem Freund Wolf praktisch unschlagbar. Die Frau ist ziemlich schräg - Künstlerin halt -, aber trotzdem meistens ganz vernünftig und vor allem tatkräftig. So schnell haut die nix um.

Als Leser*in fühlt man sich mitten in der Geschichte, denn Vikki erzählt aus ihrer Ich-Perspektive und spricht die Lesenden dabei permanent mit „du“ an. Ein paar eingestreute bayerisch angehauchte Brocken (keine Sorge, auch für Nordlichter verständlich) lassen das Ganze sehr authentisch wirken.

Mir hat dieser humorvolle Krimi, der auch tatsächlich eine spannende Krimihandlung hat, recht gut gefallen. Der Untertitel „Vikki Victorias erster Zwischenfall“ lässt mich vermuten, dass weitere Bände folgen sollen. Immer her damit!

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Sehr aktuell und wichtig

Die Kinder sind Könige von Delphine Vigan

Sehr aktuell und wichtig

Inhalt:
Mélanie ist eine der erfolgreichsten YouTuberinnen. Auf ihrem Kanal „Happy Récré“ und auf Instagram zeigt sie Videos und Fotos ihrer Kinder beim Unboxing, beim Spielen, beim Essen, eigentlich bei allem. Ihre fünf Millionen Fans wissen stets darüber Bescheid, wo sie sich gerade befinden und was sie tun.

Die Familie verdient damit ein Heidengeld. Doch als eines Tages ihre sechsjährige Tochter Kimmy spurlos verschwindet, bricht Mélanies Welt zusammen. Hat sie selbst mit ihren Veröffentlichungen im Internet ihre Tochter in den Fokus eines Entführers gerückt?

Meine Meinung:
Zuerst hatte ich das Gefühl, einen Krimi zu lesen, aber im Verlauf des Buches überwiegt dann doch immer mehr die Gesellschaftskritik, was auch besser zu Delphine de Vigan passt.

In ihrem wunderschönen Schreibstil prangert die Autorin den sorglosen Umgang vieler Eltern mit dem Internet an. Etliche missbrauchen ihre Kinder als unfreiwillige Videostars, um damit die große Kohle zu machen. Die Kinder verbringen täglich viele Stunden vor der Kamera - Freizeit und Freundschaften mit anderen Kindern bleiben auf der Strecke. Was zählt, ist vor allem Konsum. Dies lernen auch Kinder, die mit oder ohne Wissen ihrer Eltern diese Kanäle auf YouTube verfolgen.

De Vigan stellt sehr schön heraus, wie Mélanie und ihre Kinder in diese Rolle gekommen sind, aber auch, was es mit ihnen macht. Für die Mutter ist es wie eine Sucht, den Kindern wird ihre Kindheit genommen.

Als Gegenpol fungiert die Polizistin Clara, die mit dem Internet so gar nichts am Hut hat.

Mir hat der Aufbau der Story gut gefallen: die Perspektiven von Mélanie und Clara, dazwischen Auszüge aus Vernehmungsprotokollen im Jahr 2019 und schließlich noch der Ausblick in das Jahr 2031, wo Mélanies inzwischen erwachsene Kinder versuchen, mit ihrem Leben zurechtzukommen.

Fazit:
Sehr schön geschrieben, hoch aktuelle Gesellschaftskritik und daher ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch!

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Gute, spannende Unterhaltung

Mörderfinder – Die Macht des Täters von Arno Strobel

Gute, spannende Unterhaltung

Inhalt:
Der Ex-Kriminalbeamte und Hochschuldozent Max Bischoff wird um Unterstützung gebeten. Der Neffe seiner früheren Kollegin Katharina Baumann soll eine Frau bestialisch ermordet haben. Alle Indizien und Zeugenaussagen sprechen dafür, aber seine Tante kann sich das einfach nicht vorstellen.

Ist der Selbstmord des Neffen als Schuldeingeständnis zu werten? Doch dann gibt es zwei weitere Morde, die offensichtlich eine Verbindung zu dem ersten haben. Die Polizei und Max
stochern lange im Dunkeln …

Meine Meinung:
Die Handlung braucht ein wenig, um richtig in Fahrt zu kommen, doch dann wird es super spannend. Max Bischoff ist mal wieder mehr in den Fall verstrickt, als ihm lieb sein kann. Mit seinem analytischen Verstand kommt er bei diesen verzwickten Mordfällen fast nicht weiter, denn sie scheinen keiner Logik zu folgen. Seine Überlegungen sind trotzdem toll zu lesen und man fiebert und rätselt unweigerlich mit, wer hier ein so perfides Spiel treibt.

Die Zahl der Verdächtigen ist recht überschaubar, aber die ein oder andere falsche Spur wird auf jeden Fall gelegt und führt die Lesenden in die Irre.

„Mörderfinder. Die Macht des Täters“ ist gute Unterhaltung mit einer unglaublichen Auflösung des Falles. Ich fand es fast ein wenig zu dick aufgetragen, aber okay.

Da der Fall in sich abgeschlossen ist, kann das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Was man zu den wiederkehrenden Personen der Reihe wissen muss, wird hier noch einmal kurz erwähnt.

Die Mörderfinder-Reihe:
1. Die Spur der Mädchen
2. Die Macht des Täters

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Lesenswerte Vorgeschichte zur Cold-Case-Reihe

Wisting und die Stunde der Wahrheit von Jørn Lier Horst

Lesenswerte Vorgeschichte zur Cold-Case-Reihe

Inhalt:
Gerade als William Wisting die neuen Nachwuchsermittler begrüßen will, erreicht ihn ein Brief, der ihn 33 Jahre in die Vergangenheit zurück katapultiert zu seiner Zeit als Streifenpolizist. Er hatte es damals mit einem Fund in einer alten, unbenutzten Scheune zu tun: Ein Oldtimer war darin seit sechzig Jahren versteckt, mit Einschusslöchern in der Karosserie.

Das Mysterium: Die Scheune war sowohl von innen als auch von außen verriegelt.

Meine Meinung:
Ich habe alle vier Bände der Cold-Case-Reihe um den sympathischen und akribischen Ermittler William Wisting gelesen und für gut befunden. So war natürlich klar, dass ich auch gerne die Vorgeschichte dazu lesen möchte. In „Wisting und die Stunde der Wahrheit“ erleben wir, wie Wisting vom Streifendienst zur Kripo kommt.

Mir gefiel auch dieses Buch recht gut. Der Fall ist nicht leicht zu durchschauen und entblättert sich erst nach und nach. Wie immer erzählt Jørn Lier Horst ganz unaufgeregt, aber doch fesselnd, sodass man gerne immer weiter lesen möchte, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei kann man auch selbst ganz gut miträtseln und die verschiedenen Spuren verfolgen. Noch ein bisschen mehr Spannung und ein paar Seiten mehr hätten aber nicht geschadet.

Gut gefallen hat mir auch der kleine Teil an Privatem, in dem man von Wistings Familie lesen kann. Seine Tochter Line, die in den späteren Fällen immer fleißig mitmischt, spielte für Wisting auch als Baby schon eine große Rolle.

Dieses Reihen-Prequel eignet sich für Neueinsteiger, aber auch für Fans. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse und für sich allein gelesen werden.

Die Reihe:
1. Wisting und der Tag der Vermissten
2. Wisting und der fensterlose Raum
3. Wisting und der Atem der Angst
4. Wisting und der See des Vergessens
0. Wisting und die Stunde der Wahrheit

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Spannend und sehr komplex

Null gleich eins von Arne Dahl

Spannend und sehr komplex

Inhalt:
Kriminalkommissarin Desiré Rosenkvist, genannt Deer, scheint die Einzige zu sein, die einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Morden sieht, bei denen die Leichen jeweils am 5. eines Monats an einem Strand gefunden werden. Ihr Chef untersagt ihr, in dieser Richtung zu ermitteln und betraut sie mit anderen Fällen.

Doch Deer bittet ihre Freunde, die ehemaligen Polizisten Sam Berger und Molly Blom, sich des Strandmörders anzunehmen …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Teil der Reihe um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom. Es ist sicher besser, wenn man die Vorgängerbände kennt, da die Rahmenhandlung, die von Band zu Band fortgeführt wird, hier eine große Rolle spielt. In diesem Zusammenhang war mir aber die immer wiederkehrende Beschreibung von Deers Handicap und der mangelnden Beziehung zwischen Sam und Molly etwas zu ausufernd.

Die Kriminalfälle erweisen sich als sehr verzwickt und nebulös, und zwar sowohl Deers Axtmörder-Fälle als auch die Strandleichen, zu denen Sam Berger und Molly Blom ermitteln. Die Erzählperspektive wechselt häufig, was die Handlung noch mehr zerreißt. Man muss sich schon sehr konzentrieren, um die einzelnen Fäden richtig zu verfolgen.

Doch Arne Dahl erzählt ohne Zweifel sehr spannend. Man möchte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen, bis alle Rätsel gelöst sind - und das werden sie am Ende, sogar das allerletzte, das mich dann sogar noch zum Schmunzeln brachte.

Die Reihe:
1. Sieben minus eins
2. Sechs mal zwei
3. Fünf plus drei
4. Vier durch vier
5. Null gleich eins

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Atmosphärisch wie gewohnt

Nebelopfer von Romy Fölck

Atmosphärisch wie gewohnt

Inhalt:
Nicht nur ein erhängter Zeuge in einem längst vergangenen Prozess macht Kommissarin Frida Paulsen von der Kripo Itzehoe zu schaffen, sondern auch der neue Kollege Leonard Bootz. Auch privat läuft es nicht rund, in der Beziehung zu Torben kriselt es …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5.

Band der Reihe um die Itzehoer Kriminalkommissare Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen. Insofern könnte man das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Aber das Privatleben, die Entwicklung der Figuren spielt doch eine enorme Rolle, sodass es schöner ist, diese von Anfang an zu verfolgen. Ich freue mich immer wieder, lieb gewonnene Charaktere wieder zu treffen und sie wieder ein Stück ihres Wegs begleiten zu dürfen.

Aber ehrlich gesagt, war es mir in diesem Band für einen Krimi auch ein wenig zu viel des Privaten bzw. der Liebesgeschichten, die sich an allen Ecken anbahnen oder Probleme machen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Der Kriminalfall an sich ist jedoch sehr spannend aufgebaut und entwickelt sich nachvollziehbar. Die Hintergründe lassen sich nicht zu schnell durchschauen, sodass man schnell weiterlesen will, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Mit ihrem flotten, lockeren Schreibstil konnte Romy Fölck mich wieder kopfkinomäßig in die Elbmarsch versetzen, die sehr atmosphärisch beschrieben wird - für mich immer ein bisschen wir Urlaub.

Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
3. Sterbekammer
4. Mordsand
5. Nebelopfer

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Spannend und bedrückend

Violas Versteck von Marc Raabe

Spannend und bedrückend

Inhalt:
23 Jahre nach dem Verschwinden seiner kleinen Schwester Viola sucht Tom Babylon noch immer nach ihr. Dass sie tot ist, kann er einfach nicht glauben. Er setzt alles aufs Spiel: seinen Job, seine Ehe, sein Leben.

Als er mit einer Kopfverletzung in einem Londoner Krankenhaus aufwacht, klafft ein Loch in seinen Erinnerungen.

Wie kommt er nach London? Warum ist er verletzt? Mit Hilfe der Ärztin Dr. Jillian Harris versucht Tom, Licht in das Dunkel zu bringen.

Seine Kollegin und Freundin Dr. Sita Johanns ermittelt inzwischen in einer psychiatrischen Klinik an der österreichischen Grenze, wo sie selbst in größte Gefahr gerät.

Meine Meinung:
Dies ist der vierte Band der Reihe um den Berliner LKA-Ermittler Tom Babylon. Während man die ersten drei Bände auch gut für sich allein lesen kann, sollte man hier besser Vorkenntnisse haben, wenn sie auch nicht zwingend notwendig sind. Das Verständnis erleichtern sie aber enorm. Wie der Titel schon sagt, dreht es sich hier um Viola, deren Geschichte in den Vorgängerbänden eher die Rahmenhandlung bildete.

Ich fand auch diesen vierten Band - wie schon die ersten drei - super spannend, zum Teil atemberaubend. Ich habe mit Tom gelitten, der sein Gedächtnis verloren hat, und mit Sita, der ganz übel mitgespielt wird. Zusammen mit den beiden können die Lesenden nach und nach das Geschehene aufdecken und dem Showdown entgegenfiebern. Ich konnte das Buch fast nicht zur Seite legen und habe die gut 600 Seiten innerhalb von zwei Tagen verschlungen.

Ein kleines Manko sind die Zeitsprünge, die etwas verwirrend sind, wenn man nicht genau liest und mitdenkt. Da befindet man sich „Sechs Wochen später“, „28 Tage vorher“, „11 Tage später“ usw. Es ist ein wildes Hin- und Herspringen in der Zeit, aber trotzdem logisch.

Die Reihe:
1. Schlüssel 17
2. Zimmer 19
3. Die Hornisse
4. Violas Versteck

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Wieder ein spannender Fall für Patsy Logan

Boom Town Blues von Ellen Dunne

Wieder ein spannender Fall für Patsy Logan

Inhalt:
Eigentlich wollte sich Patsy Logan von der Kripo München eine berufliche und eheliche Auszeit nehmen und ihre Cousine in Dublin besuchen. Doch als in der österreichischen Botschaft in Dublin eine junge Deutsche ermordet wird, soll Patsy die irischen Kollegen unterstützen, zusammen mit dem Österreicher Sam Feuerstein.

Klar, dass Patsy sich nicht unbedingt an die ihr ans Herz gelegten Auflagen hält …

Meine Meinung:
Ellen Dunne war vor einigen Jahren für mich DIE Neuentdeckung unter den Autoren. Seither fiebere ich jedem ihrer Bücher entgegen. „Boom Town Blues“ ist nun schon der dritte Band in der Reihe um die deutsch-irische Kriminalkommissarin Patsy Logan, kann aber problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Fall ist in sich abgeschlossen, wichtige Details zum Privatleben werden hier noch einmal kurz angerissen.

Ellen Dunne begeistert mich immer wieder mit ihrem mitreißenden und fesselnden Schreibstil. Dazu kommt eine interessante und in der Regel gesellschaftskritische Handlung. Hierbei kann ich immer noch etwas dazulernen, was ich klasse finde.

Die Protagonistin Patsy Logan ist mir mittlerweile schon sehr ans Herz gewachsen. Zwar ist mir ihr zuweilen stark negatives Denken manchmal etwas zu viel (Ehekrise, unerfüllter Kinderwunsch, Selbstmord des Vaters), dafür kann sie mich aber mit ihren selbstironischen Einlagen auch wieder zum Schmunzeln bringen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dabei gibt es auch immer wieder Rückblenden in vergangene Jahre. Die Kapitel sind entsprechend gekennzeichnet, sodass man immer genau weiß, wo man sich gerade befindet.

Spannung ist durchweg vorhanden. Es gibt etliche (falsche) Spuren, und die Auflösung konnte mich überraschen. Als Leser*in kann man allerdings nicht selbst drauf kommen, was ich schade finde - vielleicht habe ich den entsprechenden Hinweis aber auch überlesen.

Alles in Allem ein sehr lesenswerter Kriminalroman, der mich wieder mal dem nächsten Band der Reihe um Patsy Logan entgegen fiebern lässt.

Die Patsy-Logan-Reihe:
1. Harte Landung
2. Schwarze Seele
3. Boom Town Blues

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Vielfältige Tipps für Urlaub bzw. Ausflüge mit Hund

Lieblingsplätze mit Hund - Nordseeküste Niedersachsen von Stefanie Heins

Vielfältige Tipps für Urlaub bzw. Ausflüge mit Hund

Stefanie Heins hat in diesem Reiseführer für Mensch und Hund 79 Plätze (Sehenswürdigkeiten, Parks, Hundespielplätze, Restaurants, Ferienwohnungen usw.) ausgewählt, die sie für besuchenswert hält. Jedem dieser Plätze ist ein kurzer Artikel gewidmet, in dem man nähere Informationen bekommt, was das Besondere ist, oder auch mal historische Details.

Meist wird auch erwähnt, ob zum Beispiel Leinenpflicht für Hunde besteht oder ob Kotbeutel vorhanden sind. Am Ende jeder Beschreibung findet man ein Foto, das nicht immer wirklich aussagekräftig ist und irgendwo aufgenommen sein könnte, aber im Großen und Ganzen fand ich den Aufbau der einzelnen Kapitel für einen ersten Überblick ganz nützlich.

Leider werden auch einige Ausflugsziele beschrieben, die nicht für Hunde geeignet sind, weil der Weg über pfotenuntaugliche Gitter führt oder Hunde einfach nicht rein dürfen. Bei dem Titel „Lieblingsplätze mit Hund“ hätte ich dies nicht erwartet. Diese Plätze muss ich leider von vornherein für mich ausschließen, denn wenn ich schon mit meinem tierischen Freund in Urlaub fahre, dann will ich ihn nicht in der dortigen Tierpension abgeben.

Die beschriebenen Lieblingsplätze erstrecken sich über ein breites Gebiet, von Cuxhaven im Osten bis Borkum im Westen, von Wangerooge im Norden bis Papenburg im Süden. Etliche Orte liegen dabei leider zig Kilometer vom Meer weg.

Hinten im Buch gibt es dann noch Listen nach Themen geordnet, was ich sehr praktisch finde:
- Hundefreundliche Unterkünfte
- Hundefreundliche Gastronomie
- Geschäfte für Hundenahrung und -ausstattung
- Freilaufflächen
- Tierarztpraxen und Tierphysiotherapeuten
- Hundepensionen
- Hundesalons

Andere Leser mögen eine andere Erwartung an dieses Buch haben und mehr Nutzen daraus ziehen können. Daher eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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Sehr amüsant, aber mit ernstem Hintergrund

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße von Maxim Leo

Inhalt:
September 2019: Michael Hartung, ein unscheinbarer, glückloser Besitzer einer mehr schlecht als recht gehenden Videothek in Berlin, ergreift seine Chance, als sie ihm geboten wird. Der westdeutsche Journalist Alexander Landmann hat seinen Namen ausgegraben, als er auf der Suche nach einer genialen Story zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls war.

Vor 36 Jahren verhalf Hartung, der damals bei der Reichsbahn arbeitete, 127 Menschen zur Flucht nach West-Berlin. Allerdings tat er dies unwillentlich und unbewusst. Doch Landmann baut ihn zum Helden auf, und Hartung spielt mit, wird dabei aber immer mehr zum Spielball von Medien und Politik. Und als er sich schließlich verliebt, will er am liebsten allen die Wahrheit sagen, doch das ist gar nicht so einfach …

Meine Meinung:
Nach dem Genuss dieses Buches ist Maxim Leo ein Name, den ich mir definitiv merken werde. Ich kannte den Autor bisher nicht, aber mit „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ konnte er mich absolut begeistern.

Mit ein wenig Satire, ein wenig Ironie und ein wenig Ernsthaftigkeit nimmt Leo so manches Vorurteil von Ost nach West und umgekehrt sowie etliche Klischees auf die Schippe. Presseleute, Politiker und Historiker bekommen ihr Fett weg. Dies ist sehr amüsant zu lesen, lässt aber auch den nötigen Ernst nicht vermissen. Es ist einfach eine absolut gelungene Mischung.

Dazu trägt auch viel der sympathische Held Hartung bei, an dessen Seite man beim Lesen diese kuriose Story erlebt. Man kann sich dabei sehr leicht in diesen anfangs etwas trantütig wirkenden, später immer sympathischeren Helden hineinversetzen und seine Gründe für manche abstruse Handlung nachvollziehen. Sein Charakter ist sehr tiefgründig angelegt und wird liebevoll beschrieben. Auch die anderen Figuren sind gut ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist locker, aber nicht zu einfach und lässt sich mit großem Vergnügen lesen.

Fazit:
Tolle Story + toller Schreibstil = Leseempfehlung!

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