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Rezensionen von gaby2707:

Erschreckend, packend, lesenswert!

Mit dem Rücken zur Wand von Hera Lind

Sara Müller hat vor einem Jahr nicht nur ihre Mutter an den Krebs verloren. Ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben. Nun ist auch noch ihre geliebte Großmutter verstorben. Die hat Sara ihr Haus in Pützleinsdorf vererbt. Aber dieses Haus grenzt an das Haus ihres Vaters Heinz, ihr Elternhaus, aus dem sie vor vielen Jahren geflohen ist.

Soll sie nun dort neben am Mann, der sie gedemütigt und verprügelt hat, so lange sie zurück denken kann, mit ihren beiden kleinen Kindern einziehen? In der Hoffnung, dass sich ihr Vater vielleicht im Laufe der Jahre geändert hat, wagt sie den Umzug. Aber sie hat sich schwer getäuscht.


In den vergangenen Wochen habe ich die Autorin Hera Lind immer mal wieder in Talkshows gesehen und über ihr neues Buch reden hören. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es nicht bereut.

Gerade in Zeiten von Corona liest man immer wieder Artikel über häusliche Gewalt. Es aber hier von einer direkt Betroffenen zu lesen ist nochmal grausamer und erschreckender. Weil ich fast mittendrin bin und nicht nur als Zuschauer am Zaun stehe.

Was ich bei den Schilderungen von Sara aus ihrer Kindheit und auch als sie mit ihren Kindern im Haus ihrer Oma lebt zu lesen bekomme ist schon extrem hart und kaum zu glauben. Was für mich auch so schwer zu begreifen ist, dass ihr Vater, von dem die meisten Dorfbewohner wissen, wie er tickt, mit allem durchkommt; sie von niemandem Hilfe zu erwarten hat. Sogar die Polizei, bei der ihr Vater durch verschiedenste Delikte aktenkundig ist, macht ihr keine Hoffnung. Das hat mich beim Lesen immer wieder fassungslos werden und an unserem Rechtssystem zweifeln lassen.
Da kann ich Sara sehr gut verstehen, dass sie selbst handelt, einen Plan schmiedet, wie sie dem Monster nebenan entkommen kann – und dafür dann vor Gericht gestellt wird.

Die Geschichte, die Sara erlebt hat, braucht keine Spannung erzeugenden Zusätze. Sie ist an sich so spannend und aufwühlend, dass ich hier und da mal eine Pause machen musste, um das alles zu verdauen.

Auch das Nachwort der Autorin und der Protagonistin Sara finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Beide Darstellungen runden den Roman sehr gut ab.

Eine Geschichte, die zeigt, mit wie viel Angst, Verzweiflung, Demütigung, Zorn und Wut diese junge Frau umgehen musste. Bis zu dem Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens -
versuchter Mord bzw. Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung. Wie es dazu kommt und wie es ausgeht, lest ihr hier in diesem packenden Roman von Hera Lind.

Ich möchte diesen Roman absolut empfehlen.

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Ein tolles Drachenabenteuer für junge Erstleser

Ein Drache auf Burg Erbsenfels - Leserabe ab 1. Klasse - Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren von Daniel Sohr

Jungritter Bruno tut sich schwer mit Pfeil und Bogen. Was Ritter Otto, der ihn ausbilden soll, gar nicht gefällt. So geht der erst mal auf die Jagd um einen Bären fürs Essen zu schießen. Während Bruno im Burgturm seinen verschossenen Pfeil sucht, kracht es im Burghof. Dort liegt plötzlich ein Drache.

Sind Drachen nicht gefährlich? Nein, Drache Yuri ist das ganz und gar nicht. Bruno und er schließen sogar Freundschaft.
Ein tolles Abenteuerbuch mit 48 Seiten unterteilt in 4 Kapitel für alle kleinen Drachenfans, die mit Bruno, Yuri und dem Leseraben lesen üben wollen. Dazu eignen sich die großformatige Druckschrift und die knappen Sätze der spannenden und lehrreichen Geschichte über Mut, Vorurteile und Freundschaft überaus gut.
Sehr gut gefallen mir auch die bunten Illustrationen auf denen man bei Bruno und Yuri sehr gut an der Mimik ihre jeweiligen Gefühle ablesen kann.
Hinten im Buch gibt es einen Bogen mit 8 Stickern. Nach jedem gelesenen Kapitel kann man einen Sticker als Belohnung in das dafür vorgesehene Feld einkleben. Dazu gibt es noch ein Leserätsel und wenn man das Rätsel für die Rabenpost gelöst hat, kann man auch noch etwas gewinnen.
Genau wie die Stiftung Lesen empfehle ich dieses Buch jedem Leseanfänger und Drachenfan sehr gerne.

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Ein wunderschöner Ausflug an den Gardasee

Orangencreme und süße Träume von Lotte Römer

Seit ihre Eltern bei einem Kletterunfall vor 4 Jahren ums Leben kamen, hat Valentina Dorner, 22, die Mutterstelle für ihren Bruder Tim, 18, übernommen. Aus ihrem Heimatort im Bayrischen Wald sind die beiden ins sonnige Italien an den Gardasee gezogen. Valentina arbeitet hier im kleinen privat geführten Hotel „Casa Feliciità“ in Limone sul Garda, wo sie als Kinder schon Urlaub gemacht haben, bei der leidenschaftlichen Köchin Antonella als Mädchen für alles.

Als Maximilian Richter, ein leidenschaftlicher Kletterer, mit seiner Mutter Helene im Hotel eincheckt, beginnt sich die Welt von Valentina plötzlich schneller zu drehen.

Diesen wunderschönen Ausflug nach Bella Italia an den Gardasee habe ich bei dem usseligen Wetter, das wir hier gerade haben, absolut gebraucht und sehr genossen.
Lotte Römer hat einen so mitreißenden Schreibstil, der mich sofort in diese so liebevolle Geschichte hinein gezogen hat. Eine tolle Location, wo ich sehr gerne auch mal mit Antonella auf der kleinen Bank am Hotel sitzen würde um ganz in Ruhe einen Cappuccino zu trinken. Wunderbare Menschen, denen ich hier begegne. Allen voran natürlich Valentina, die so hart arbeitet um ihrem Bruder den Lebensstil weiter zu ermöglichen, den er bisher gekannt hat. Tim, der mir mit seiner kindischen, störrischen und unnachgiebigen Art zuerst gar nicht gefallen hat, macht nach einem Gespräch mit seiner Schwester einen sehr positiven Wandel durch. Natürlich Maximilian, der von Anfang an eine fürsorgliche und absolut liebenswerte Art an den Tag legt, die es einem fast unmöglich macht, ihn nicht zu mögen. Und natürlich Antonella, die liebevolle kreative Mama des Hauses, deren einziger Lebenszweck es zu sein scheint, andere glücklich zu machen. Ihre Gerichte sind einfach ein Gedicht. Da bekomme ich beim Lesen dauernd Appetit. Kein Wunder, dass die Gäste immer wieder gerne zu ihr ins kleine Hotel kommen. Eine absolute Wohlfühl-Oase.
Die Autorin spricht beim Lesen wirklich alle meine Sinne an. Die Schilderungen der Umgebung sind so lebhaft, dass ich sofort dort hin reisen möchte; der Blick von den Bergen ins Tal liest sich so traumhaft schön und ich habe das Panorama direkt vor Augen. Das Aroma der leckeren Speisen, die Antonella immer frisch zubereitet, habe ich noch immer in der Nase. Dazu eine kleine Liebesgeschichte, die mich wie ein warmer Mantel eingehüllt hat. Außerdem habe ich auch noch etwas übers Klettern gelernt.
Ein absoluter Wohlfühl-Liebesroman in einer traumhaft schönen Kulisse, den ich sehr gerne gelesen habe.

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Nostalgie pur!

Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht von Carl Barks

Ich bin mit Donald Duck und seinen Großneffen Tick, Trick und Track aufgewachsen. Daher habe ich mich riesig auf „Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht“, eine Bilderbuchgeschichte in Anlehnung an die weltbekannte Weihnachtsgeschichte um Ebenezer Scrooge von Charles Dickens gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Onkel Dagobert verhält sich in der Geschichte genau wie sein Vorbild Ebenezer Scrooge: abweisend und geldgierig. Ein Unsympath auf ganzer Linie, der Dank seiner Großneffen doch noch den Geist der Weihnacht, also was Weihnachten wirklich bedeutet, erfährt.

Norman McGary hat die Original-Zeichnungen von Carl Barks aus dem Jahr 1960 überarbeitet. Sie haben mich an die alten Disneyfilme bzw. die alten Entenhausen-Comics erinnert. Da kommt schon etwas Nostalgie auf.

Als Zusatz bekomme ich zum Schluss noch drei Kurzcomics mit Donald Duck rund um das Thema Weihnachten und Geschenke. Ein Ausschnitt aus er Weihnachtsgeschichte rundet das ganze ab.

Durch die große Schrift können Kinder ab 7 Jahren die Bilderbuchgeschichte auch schon selbst lesen. Da die Geschichte aus mehr Illustrationen als Text besteht, werden sie hier auf den 32 Seiten auch nicht überfordert. Mir reicht es allerdings schon nur die Bilder anzuschauen und mich vom „Geist der Weihnacht“ berieseln zu lassen. Einfach nur schön.

Ein Muss für alle Entenhausen-Fans und solche, die es mit diesem Buch bestimmt werden.

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Nichts für schwache Nerven

Der Gräber von Fredrik Persson Winter

Genau wie bei „Dinner for one“ am 31.12. spielt sich seit 5 Jahren das gleiche Prozedere hier am 6.11. ab. „Der Gräber“ wählt in den Göteborger Villenvierteln ein allein lebendes Opfer aus, gräbt sich durch die Erde und gelangt durch die Kellerfußbodendecke in die Häuser. Durch den Tunnel durch den er gekommen ist, verschleppt er sein Opfer in seine Unterwelt.

Kriminalkommissarin Cecilia Wreede und ihr Kollege Kriminalkommissar Jonas Andrén tun alles um den „Gräber“ zu finden. Aber seit 5 Jahren haben sie fast nichts an Spuren, was sie auf seine Fährte bringen könnte.
Lektorin Annika Granlund plagt die Sorge um den Eklund-Verlag. Sie brauchen mal wieder einen Bestseller, damit der Verlag nicht in die Pleite rutscht. Da findet sie eines morgens ein verdrecktes Manuskript mit einer schonungslosen, beängstigenden und gruseligen Story vor ihrer Bürotür. Als Absender Jan Apelgren, der Autor, der seit 6 Jahren zusammen mit seiner Frau verschwunden ist und den sie als Lektorin jahrelang betreut hat.

Die Geschichte wird anfangs aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen lerne ich so die Lektorin Annika Granlund kennen, die für sich und ihren Mann ein neues Haus sucht. Aber bitte ohne Keller. Damit hat sie als Kind schlechte Erfahrungen gemacht.
Als nächstes erlebe ich die Geschichte aus Sicht der Kommissarin Cecilia Wreede. Hier fehlt mir allerdings die Recherche, die Ermittlungsarbeit. Die rückt für mich zu stark in den Hintergrund.
Später meldet sich dann auch „der Gräber“ mit seiner Geschichte von vor 6 Jahren zu Wort. Wie er zu dem wurde, was er jetzt ist. Aber ich lese schon vor jedem neuen Kapitel von ihm, wo er etwas Privates von sich preis gibt.
Mir hat es Spaß gemacht, den eindringlich und gut vorstellbar skizzierten Personen, die alle ihre Eigenheiten haben, zu folgen.

Die bildhaften und farbigen Beschreibungen mit einigen richtig gruselige Szenen fachen das Kopfkino ab der ersten Seite an. Die Spannung steigt anfangs recht hoch, lässt aber dann stark nach, bis sie zum Ende hin wieder hochsteigt. Den Mittelteil empfinde ich persönlich als etwas langatmig, teils sogar langweilig bzw. uninteressant. Aber zum Ende hin nimmt die Geschichte so an Fahrt zu, wird wieder richtig aufregend. Da hätte ich noch stundenlang weiter lesen können. Bis auf wenige Fragen hat sich für mich auch alles schlüssig aufgeklärt.

Ein Thriller mit einer richtig guten Geschichte, dem es für mich leider etwas an Spannung fehlt. Unterhalten hat er mich trotzdem gut.

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Ein super spannender Serien-Auftakt

Im Auge des Zebras von Vincent Kliesch

An verschiedenen Orten in Deutschland werden insgesamt 7 Jungs von ein und dem selben Täter entführt. Kurz darauf werden ihre Eltern ermordet. Ebenfalls vom selben Täter. Wie kann das sein? Kommissarin Olivia Holzmann vom BKA Berlin steht vor einem Rätsel. Die heiße Spur zu Fjodor Sokolov, einem mächtigen Spieler im internationalen Drogensschmuggel, entpuppt sich schnell als Luftnummer.

Sie bittet ihren ehemaligen Kollegen und Mentor, den legendären Severin Boesherz, der sich unwiderruflich aus dem Ermittlerleben zurückgezogen hat, um Hilfe. Doch der hat kein Interesse, sich in den Fall hinein ziehen zu lassen. Und den 7 entführten Jungs läuft die Zeit davon.


Durch den leisen und doch sehr eindringlichen Erzählstil von Vincent Kliesch gelingt es mir mühelos in die Geschichte hinein zu finden. Die kurzen Kapitel machen die Story sehr schnell und ich fliege nur so durch die Seiten. Die Spannung ist sofort da und steigert sich immer weiter, bis das Ganze, wie kann es anders sein, ein gutes Ende findet. Aber bis dahin gibt es einige für mich nicht so überraschende und einige absolut überraschende Wendungen, die dem Ganzen noch mehr Speed geben.

Was mich auch total fasziniert hat, sind die so unterschiedlichen Menschen, die ich hier kennenlerne. Sei es Olivia Holzmann, die mir sofort sehr sympathisch war. Oder Severin Boesherz und sein sohn Ferdinand, die mich mit ihrem photografischen Gedächtnis beeindrucken. Auch Esther Wardy, die vor 20 Jahren schon mal einen ähnlichen Fall bearbeitet hat, finde ich sehr interessant.

Da die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt wird, habe ich immer einiges an Informationen mehr, als die Ermittlerin. Auch kann ich so sehr gut nachvollziehen, was in den Köpfen der verschiedenen Menschen hier vorgeht und warum sie so handeln, wie sie es tun.

Das Motiv des Zebras, das mich schon auf dem Cover angezogen hat, zieht sich durch die Geschichte wie der rote Faden.

Ein dramatischer Fall, der es in sich hat. Bei dem ich mitgefiebert und mitgelitten habe. Der mich bedrückt und erschüttert hat. Bei dem mich das Ende schockiert hat. Bei dem ich Mitleid gespürt habe. Mit den beiden Kindern, die vor 20 Jahren entführt wurden und die nur mit großem Glück einem gespenstischen Schicksal entkommen sind. Und mit den Jungs, die heute darauf warten, ob sie dem Tod noch entkommen können. Ein Buch, das gespannt macht, auf das, was da hoffentlich bald nach kommt. Ein Buch, das eine eindeutige Leseempfehlung bekommt.

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Die bewegende Lebensgeschichte einer sehr interessanten Frau

Weil Träume unendlich sind von Heike Fröhling

Nachdem ich bereits das 1. Buch "Weil ich an uns glaubte“ aus der Reihe „Zeit der Schattenfrauen“ von Heike Fröhling gelesen habe, wollte ich natürlich auch wissen, wie es Marlies Schwester Ruth in ihrem Leben ergangen ist.

Nach einem Schwächeanfall wird der 81-jährigen Marlies bewusst, dass sie vielleicht nicht mehr lange zu leben hat.

Sie möchte ihre 6 Jahre jüngere Schwester Ruth noch einmal sehen, mit der sie vor vielen Jahren im Streit auseinander gegangen ist. Marlies Enkelin Lena macht sich auf die Suche nach ihrer Großtante und wird im Internet schnell fündig…


Mir hat die Lebensgeschichte von Marlies schon sehr gut gefallen. Ruth ist ein ganz anderer Charakter und zu ihr passt der Titel „Weil Träume unendlich sind“ so gut. Sie ist auf alle Fälle mein Liebling der beiden Frauen.

Heike Fröhling schreibt so wunderbar flüssig und leicht, zieht mich so schnell in die Geschichte hinein. Ich fühle mich Ruth sehr nahe. Ich bin ihr schnell viel näher, als ich Marlies je gekommen bin. Vor allem Ruths Arbeit bei den Fledermäusen hat mich stark beeindruckt und in ihre Einsamkeit mit abtauchen lassen. Die Landschaftsbeschreibungen auf Usedom laden zum Träumen und Verweilen ein und ich will mir das alte Forsthaus unbedingt einmal anschauen. Vielleicht finde ich ja auch Anders´ Wohnwagen.

Auch Lena, Ruth´s Großnichte war mir gleich sympathisch. Ich finde es toll, wie sie versucht ihrer Oma deren Wunsch zu erfüllen und ihre Schwester zu finden. Die Gespräche zwischen ihr und ihrer Großmutter und später mit Ruth empfinde ich als sehr emotional. Sie haben mich berührt und bewegt. Lena scheint ihrer Großtante um so vieles näher als ihrer Oma. Auch sie hat ihre kleinen Sorgen und ich finde es toll, wie sie beginnt ihr derzeitiges Leben zu hinterfragen.

Besonders gefallen haben mir auch die Menschen, die ich im Forsthaus kennenlerne: Emmi Junker, die als Köchin für das leibliche Wohl zuständig ist; Herr Moosbacher, der sich Ruth schon fast liebevoll annimmt und seine „Waldarbeiter“ Andreas, Werner und Manfred, die Ruth als die wohl erste und einzige Frau in ihrer Mitte so selbstverständlich annehmen.

Eine Geschichte, die mich stark beeindruckt und berührt hat. Die auch nachdenklich macht. Die mich aber hauptsächlich sehr gut unterhalten hat. Eine fesselnde, packende und ergreifende Geschichte über eine mutige, starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und es trotz aller Widerstände schafft, ihren Jugendtraum zu verwirklichen.

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Eine so liebevolle Geschichte über die Magie des Weihnachtsfestes

Die kleine Wolke - Rettet die Weihnachtsmagie! von Petra Lahnstein

Die kleine Wolke freut sich riesig, als ihr Freund Kummolino und Oma Greisina auf sie zugeflogen kommen. Die beiden brauchen ihre Hilfe beim Schnee machen. Denn die Regenwolken verbringen wegen der technischen Wünsche der Kinder immer mehr Zeit in der Weihnachtswolkenwerkstatt. Schon in den letzten zwei Jahren hatten sie nicht für weiße Weihnachten im Schnee sorgen können.

Das soll sich in diesem Jahr ändern und alle zusammen machen sich auf zum Regenwolkenhimmel. Die kleine Wolke hat noch nie geschneit. Ob sie das schaffen wird?
Wir lernen den Weihnachtsmann, die Weihnachtshelferwolken, Frau Wolken-Wichtig-Wissensmeyer und die Weihnachtswolkenwerkstatt mit der Entwicklungs- und Gestaltungsabteilung kennen. Es gibt sogar eine Musikgruppe und die kleine Wolke sieht, was sie hätte alles werden können. Oma Greisina erzählt der kleinen Wolke die Geschichte von Weihnachten und von der Weihnachtsmagie. Dann hat sogar der Weihnachtsmann keine Lust mehr und schmeißt hin. Für ihn kommt nun Rupi Ruprecht ans Steuer der Wolkenwerkstatt. Aber der verbreitet nichts außer Chaos.
Dann hat die kleine Wolke eine Idee, wie die Weihnachtsmagie doch noch gerettet werden kann.

Wir hatten einen riesen Spaß beim Lesen dieser bezaubernden Weihnachtsgeschichte von Petra Lahnstein. Die kleine Wolke ist so liebenswert und hat so tolle Ideen mit denen sie uns mehr als einmal überrascht hat.
Es gibt zwar schon zwei Vorgängergeschichten, was aber hier das eintauchen in die Geschichte nicht gestört hat.
Die Schrift ist angenehm groß, so dass das Buch auch sehr gut für Erstleser geeignet ist, die sich am Lesen üben wollen.
Sehr gut gefallen uns auch die niedlichen Illustrationen von Marion Gerstel. Auf ihren Bildern gibt es so viel zu sehen und zu entdecken.

Ein tolles Weihnachtsbuch über Freundschaft und Zusammenhalt und die Magie des Weihnachtsfestes für Jung und Alt.

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Diese Drachen muss man einfach lieben

Drachenhelden von Gabriele Liesenfeld

In Femurion, der Stadt der Zauberer, werden zwei kleine Drachen geboren. Der eine, Sohn von Leilana, der schönsten und größten Sonnendrachin, ist goldgelb, wie ein richtiger Sonnendrache. Der andere, Sohn der Sonnendrachin Mironda ist giftgrün mit einem kleinen gelben Punkt auf dem Kopf. Den Goldgelben „Goldwind“ bekommt Arina, die Tochter des großen Zauberers Aklantas.

Miko, der Sohn von Drachenstallmeister Niklon nimmt sich des kleinen Giftgrünen an und nennt ihn „Sturmnacht“. Arina und Miko reiten ihre Drachen ein. Und als ihre Welt bedroht wird, halten die Beiden zusammen und schmieden einen Rettungsplan…

Unserem kleinen Enkel und mir hat die Geschichte um die beiden so unterschiedlichen Drachen und ihre genauso unterschiedlichen Reiter sehr gut gefallen. Eine Geschichte, die zeigt, dass es kein Fehler ist anders zu sein. Dass es oft sogar so ist, dass der „Fehler“ ein Vorteil sein kann. Dass Jeder etwas besonders ist. Man muss nur herausfinden, wo diese besondere Begabung liegt. Und dass Vorurteile oft sinnlos sind.

Jedes der 15 Kapitel wird mit einer Zeichnung eingeleitet. Und auch in den Kapiteln selbst gibt es hier und da noch Zeichnungen, die das Gelesene wunderbar unterstreichen. Die einzelnen Kapitel haben ein angenehme Länge, so dass man die Geschichte auch über z.B. 2 Wochen mit täglich einem Kapitel lesen könnte. Da die Geschichte aber so spannend und interessant ist, wird man sie bestimmt schneller lesen wollen. Ich finde sie auch für Erstleser, die sich im Lesen üben wollen, sehr geeignet.

Eine spannende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vorurteile und wie man den Anderen mit seiner Andersartigkeit akzeptiert.

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Weihnachten auf Föhr

Das Inselweihnachtswunder von Janne Mommsen

Es weihnachtet auf der kleinen Nordseeinsel Föhr. Die Inselpastorin vom Friesendom Carola Schmidt, 35, hat nur einen einzigen Wunsch: nach der Christmesse nicht alleine zu sein. Ihr ist der Richtige noch nicht begegnet und so versucht sie den Inselgeist Nis Puk mit Antipasti zu einem Weihnachtswunder für sie zu bestechen.

Als sie auf der Nachbarhallig ihren Pfarrerskollegen Benedikt Blüthgen vertritt, trifft sie den dortigen Organisten Torin Hansen, der sie um einen Gefallen bittet. Seiner Großmutter geht es gesundheitlich gar nicht gut und sie wünscht sich, noch einmal Weihnachten und ihren Geburtstag zu feiern. Also wird das Fest einfach um eine Woche vorverlegt und Carola erlebt seit langem mal wieder, was es heißt, das Fest der Liebe in einer Familie zu feiern. Bei ihrer Rückfahrt mit ihrem Boot nach Föhr kommt sie gerade noch rechtzeitig um den Immobilienmakler Jan Rickleffs zu retten, dessen Rennboot gerade sinkt. Dabei verliert er seinen Geldkoffer…

Carola Schmidt ist eine Pastorin, wie sie sich wohl jede Kirchengemeinde wünscht: sympathisch, zugewandt mit einem offenen Ohr und einer helfenden Hand für jedes ihrer Schäfchen. Ihr Beruf ist für sie eine Berufung. Ich habe mich so über ihre Zwiesprache mit ihrem obersten Chef amüsiert, dessen Antworten sie sich so hinbiegt, wie sie sie gerade gebrauchen kann. Aber es ist ja für´s Allgemeinwohl. Nur sie selbst geht sich dabei manchmal etwas verloren. Aber das soll nun Nis Puk, der Geist der Inseln, ändern.

Es war mir von Anfang an klar, in welche Richtung diese liebevolle Weihnachtsgeschichte von Janne Mommsen gehen würde. Aber es passiert so viel; die Menschen mit denen ich es hier zu tun habe, sind so sympathisch oder wandeln sich zum sympathischen. Als die 15-jährige Swantje mit voller Inbrunst in der Kirche „Child in Time“ von Deep Purple schmettert, hatte ich das Lied direkt in den Ohren. Genauso wie die Blockflötengruppe. Die kreativen Ideen, die Carola zum Wohle ihrer Gemeindemitglieder entwickelt, finde ich so klasse. Und plötzlich ist Torin an ihrer Seite und hilft überall tatkräftig mit. Und sogar Makler Rickleffs mag ich am Ende gut leiden.
Das Ende, ja, das ist einfach nur „Hach – wie schön“. Für alle Beteiligten.

Eine berührende, herzerwärmende Geschichte mit weihnachtlicher Inselatmosphäre, die mich ausgezeichnet unterhalten hat.

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