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Rezensionen von gaby2707:

Eine Lebenslüge

Die verhängnisvolle Affäre - GefaEhrliche Liebschaften | Erotischer Roman von Freja Lind

Die Ehe von Hanna und Maximilian dümpelt so dahin, scheint aber plötzlich wieder ins Lot zu kommen. Hanna fährt zur Kur und lernt hier den charismatischen Anton kennen und erlebt eine heiße Kuraffäre, die sich nach ihrer Heimkehr als fatal erweist.
In Abschnitten in kursiver Schrift lerne ich Beatrix und Tom kennen und Susann, die es mit Markus reibt.

Was diese vier mit Hanna und Max zu tun haben, erfahre ich erst ganz zum Schluss. Und der hat mich umgehauen. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet.
Bei dieser Geschichte ist es noch nicht mal die Erotik, die mich so fesselt. Es ist eher die Geschichte drumherum. Aber die solltet ihr selbst lesen.

Freja Lind hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich schnell in die Geschichten hinein zieht. Leicht und locker führt sie mich durch ihre Spiele von Hanna und Max, Hanna und Anton, Tom und Beatrice und Susann und Markus. Immer wieder kommen bei mir Fragen auf, die sich später klären.
Die vier so unterschiedlichen Protagonisten sind in ihrer Vielfältigkeit sehr gut beschrieben und sie regen mit ihren Aktionen die Fantasie und mein Kopfkino an. Ihr Verhalten ist aber nie derb, geschmacklos oder geht unter der Gürtellinie. Diese Geschichte hat sogar ein großes Spannungspotential.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Eine tolle Geschichte mit einer Auflösung, die mich schockiert, aber auch amüsiert hat.

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Ich bin leider etwas enttäuscht

Als das Böse kam von Ivar Leon Menger

Mich hat das Cover mit dem Holzhaus im Wald und vor allem der angsteinflößende Schriftzug von „Als das Böse kam“, als Thriller angegeben, magisch angezogen. Also musste ich den ersten Roman aus der Feder von Ivar Leon Menger unbedingt lesen.

Worum geht es?
Die 16-jährige Juno und ihr 12-jähriger Bruder Boy leben mit ihren Eltern seit 156 Monaten zurückgezogen auf einer kleinen bewaldeten Insel vor der schwedischen Küste.

Juno beginnt langsam dieses einsame, versteckte Leben zu hinterfragen. Als sie in einem Fotoalbum im verbotenen Büro ihres Vaters einige Fotos und Zeitungsausschnitte mit für sie verstörendem Inhalt findet, beginnt sie, die Flucht zusammen mit ihrem Bruder zu planen…

Die Geschichte beginnt sehr langsam und leise. Ich erlebe den Alltag der kleinen Familie, stehe mit Mutter in der Küche und koche Haferbrei und backe Blaubeerkuchen. Sonntags ist Spieletag. Zwischendurch wird der Ernstfall im unterirdischen Bunker geprobt, falls die Fremdlinge einfallen um die Familie zu töten, wie den Kindern immer wieder eingebläut wird. Ich lerne die Umgebung der Hütte kennen und bin auf der kleinen Insel unterwegs. Ich lerne Onkel Ole kennen, der Einzige, der auf die Insel kommt und jeden Montag die Post und die Zeitung bringt. Der darf allerdings die Kinder nicht sehen.
Dann kommt es zu einer nicht vorhersehbaren Wende, als Juno am Strand einen jungen Mann kennenlernt, und so langsam stellt sich auch die Spannung ein.

Die Geschichte wird aus Sicht der 16-jährigen Juno erzählt, was den einfachen, leicht zu lesenden Erzählstil absolut zulässt. Allerdings suche ich den „Thrill“ in der Geschichte, die Spannung, die mich nicht loslässt, die mich dazu bringt, immer weiter lesen zu wollen. Das ist hier leider nicht der Fall. Ich bin mit den Gedanken immer wieder abgeschweift, konnte mich streckenweise nicht auf die Geschichte konzentrieren, obwohl sie mich schon angesprochen und immer wieder an ein kleines Mädchen aus England hat denken lassen. Einiges ist stark überzogen und vor allem der Schluss hat mich zu einem Augenrollen veranlasst.

Trotz der Kritik habe ich das Buch gerne gelesen und hatte einige entspannte Lesestunden. Für mich geht diese Geschichte unter „Jugendspannung“ oder „modernes Märchen“ durch. Einen Thriller, wie es auf dem Cover steht und den ich erwartet hatte, habe ich leider nicht bekommen.

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Lena Lorenzen ermittelt wieder

Der Mann in den Dünen von Anna Johannsen

Nach zwei Jahren Auszeit mit ihrem kleinen Sohn Bent ist Kommissarin Lena Lorenzen wieder im Dienst beim LKA Kiel und hat um einen neuen Außenfall gebeten. Der führt sie gleich auf die Insel Sylt. Hier wird der 79-jährige Unternehmer Reinhardt Doormann aus Hamburg vermisst, der seit seinem Ausscheiden aus seiner Reederei die meiste Zeit auf Sylt lebt und der von seinem täglichen Spaziergang mit seinem Hund Hermann nicht zurück gekommen ist.

Bei der Suche wird der Hund tot aufgefunden und weitere Blutspuren können gesichert werden. Bald melden sich auch Entführer mit einer hohen Lösegeldforderung. Walter Rubert, der zusammen mit seiner Frau Elfriede für die Familie Doormann arbeitet, wird ebenfalls vermisst.
Lena und ihr Partner Johann Grasmann beginnen die Ermittlungen auf Deutschlands nördlichster Insel, unterstützt vom Sylter Kommissar Thomas Hußmann. Lenas Auszeit endet also sehr abrupt und sie tut sich schwer mit dem Verzicht auf ihre beiden Männer.

Ich finde, Anna Johannsen hat es sehr gut geschafft neben der kriminellen Handlung zu vermitteln, wie schwer es der jungen Mama Lena fällt in den Beruf, den sie über alles liebt, zurück zu kehren. Zwar hat sie mit Erck einen sehr verständnisvollen und fürsorglichen Partner an ihrer Seite. Aber auch er mact sich Gedanken um Lena und ihren risikoreichen Beruf. Da scheinen Probleme vorprogrammiert. Auch bei Johann nimmt die Familienplanung immer konkretere Formen an.
Mir gefallen die Einblicke in das Leben der Kommissare sehr gut. Machen sie die doch noch nahbarer und menschlicher.

Dieser neue Fall der Inselkommissarin ist ein bisserl verzwickt, weil gerade die beiden ehelichen Kinder des Verschwundenen sich gegen die Ermittlungen sperren und wenig hilfreich sind. Einzig kooperativ ist sein Stiefsohn, den ich von den dreien auch am liebsten mochte. Nach und nach stellt sich heraus, dass das Familien- und vor allem das Geschäftsleben der Familie Doormann nicht so rosig aussieht, wie es nach aussen dargestellt wird. Ansonsten finde ich die Menschen, die ich hier kennenlerne grundweg sehr interessant. Alle mit Stärken und Schwächen, mal sympathisch, mal weniger, alle in ihrem Handeln gut vorstellbar.

Mit ihrem eingängigen und frischen Schreibstil hat mich Anna Johannsen sofort abgeholt und mitgenommen nach Sylt. Sie konnte mich auch diesmal wieder fesseln und mit ihrer Geschichte absolut überzeugen.
Die Umgebungsbeschreibungen, die mich diesmal bis nach Dänemark führen, setzen Bilder in meinen Kopf und fördern mein Urlaubsverlangen nach diesem norddeutschen Landstrich.

Auch der 9. Fall von Lena Lorenzen hat mich beeindruckt und beschäftigt mich durch einen der Menschen, den ich dort kennengelernt habe noch immer. Vor allem hat er mich sehr gut unterhalten.

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1901 von Wien nach Rom

Das Souvenir - Weg des Begehrens | Erotischer Roman von Vera Seda

Kyelen Schweitzer sitzt am Bahnhofsschalter und verkauft den Reisenden Fahrkarten nach Paris, Prag oder Budapest. Sie liebt diese Arbeit, kann sich mit ihren Kunden unterhalten. Was sie nicht mag ist der Bahnhofsvorsteher, den sie sich kaum vom Leib halten kann und der ihr dauernd nachstellt. Dann ist da noch dieser gut gekleidete Mann von Welt, ein Italiener aus Rom, von dem sie sich zu träumen wagt um ihm dort nahe zu sein.

Riccardo Bonafini wird ihr Retter, als sie ihr schmieriger Chef von jetzt auf gleich auf die Straße setzt und nimmt sie mit zu sich nach Rom.

Ich kenne schon drei erotische Geschichten von Vera Seda und war ganz gespannt auf diesen Roman. Sie hat mich auch hier nicht enttäuscht. Eingebettet in die Erzählungen aus Kyelens Leben im Waisenhaus bekomme ich Einblicke, wie sie dort gezüchtigt und auf Männer wie Frauen vorbereitet wurde. Was sie dort erlebt hat, hat sie allerdings nicht gebrochen, was Riccardo zugute kommt.

Vera Seda hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich schnell in die Geschichten hinein zieht. Leicht und locker führt sie mich durch das nun wesentlich angenehmere Leben von Kyelen. Die Ereignisse mit verschiedenen SM-Szenen dort in Rom regen die Fantasie und mein Kopfkino an, sind aber nie derb, geschmacklos oder gehen unter der Gürtellinie.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere exklusive Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Mir hat die Fahrt nach Rom und das Leben dort sehr gut gefallen.

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Hubschrauber im Einsatz

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 26 - Der Hubschrauber von Andrea Erne

Unsere beiden Enkel lieben die Bücher aus der Sachbuchreihe „Wieso – Weshalb – Warum“. Zu den Büchern, die wir schon haben, passt der neue 26. Band „Der Hubschrauber“ für Kinder von 2 – 4 Jahren sehr gut dazu. Außerdem sind sie große Fans von Feuerwehr, Polizei und Rettungsfahrzeugen und ganz begeistert, dass es jetzt auch den Hubschrauber gibt.

Hier erklärt Andrea Erne auf kindgerechte Weise auf je einer Doppelseite in kurzen Texten, was ein Hubschrauber ist, wie er abhebt, wie er gesteuert wird und zu welchen Einsätzen der Hubschrauber angefordert wird. Dazu gibt es verschiedene Klappen unter denen weitere Infos vermittelt werden. Die Klappen lassen sich beim ersten Anschauen noch etwas schwer öffnen, was sich beim zweiten oder dritten mal aber legt. Zwei Seiten mit Suchaufgaben machen das Buch für ältere Kinder noch interessanter.

Die farbigen Illustrationen von Wolfgang Metzger bieten so viele kleine Details, dass wir bei jedem Anschauen etwas Neues entdecken. Dazu die vielen kleinen und großen Klappen, die das Interesse unserer Kleinen noch fördern. Außerdem ist es unseren Jungs gleich aufgefallen, dass der Hubschrauber von einer Frau gesteuert wird.

Hier erfahren unsere Jüngsten nicht nur etwas über den Hubschrauber selbst,sondern auch, wie wichtig er für verschiedene Rettungsaktionen ist. Ob er bei der Suche nach Vermissten zum Einsatz kommt, um Verkehrsinformationen zu sammeln, manchmal müssen sogar Tiere gerettet oder Feuer gelöscht werden.

Uns gefällt auch dieses robuste Pappbilderbuch mit der stabilen Ringbuchlochung zu dem sehr interessanten Thema „Hubschrauber“ wieder sehr gut.

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Heimkehr

Die Schwestern vom Rosenhof. Claras Traum von Heike Fröhling

Nach einem angsteinflößenden Erlebnis kehrt Clara aus Angola zurück in ihre Heimat, einen kleinen Ort in der Vulkaneifel. Doch hier hat sich vieles verändert. Ihre so geliebten Großeltern sind verstorben und ihre Schwester Louisa will den Rosenhof, wo sie beide aufgewachsen sind, verkaufen um mit ihrem Verlobten Anton dessen Pferdehof zu erweitern.

Zuerst stimmt Clara zu, will den Rosenhof renovieren um einen besseren Verkaufspreis zu erzielen. Mit ihren alten Freunden Lena, Hannes und Manuel hat sie dabei Menschen an ihrer Seite, die ihr nicht nur bei der Renovierung helfen. Louisa hat ihr 6 Monate eingeräumt und in dieser Zeit merkt Clara, dass sie hier gar nicht mehr weg will. Dass sie endlich angekommen ist. Sie hat auch schon Ideen für die Zukunft: Sie möchte auf dem Rosenhof, genau wie ihre Großmutter, Spezialitäten aus den Rosenblüten anbieten und einen Hofladen und einen Online-Shop eröffnen. Ob sie es schafft ihre Schwester für ihre Pläne zu begeistern?

Heike Fröhling hat einen so leichten, flüssigen und bildhaften Schreibstil und zaubert mir damit beim Lesen die eindrucksvollsten Bilder in den Kopf. Die Menschen, die ich hier kennenlerne, haben ihre Stärken und Schwächen, sind bis auf Louisas Verlobten meist sehr sympathisch und könnten meine Nachbarn sein. Mit Manuel, Hannes und Lena wäre ich gerne befreundet. Clara hat sich in der Zeit unserer Bekanntschaft sehr zu ihrem Vorteil verändert, wie ich finde. Und sie scheint wirklich endlich ihren Hafen gefunden zu haben. Vor allem bewundere ich sie, wie sie die Vergangenheit in Angola wegsteckt.
Wunderschön finde ich die Briefe ihrer Großeltern, die Clara in einer Kiste findet, und die zeigen, wie schwierig es für eine junge Frau aus der Stadt sein kann, sich in einem neuen Umfeld ins Landleben einpassen zu müssen. Um dann zu lesen, wie die Liebe doch alles gerichtet hat.
Auch die Gespräche mit Louisa und den Freunden, hier vor allem mit Hannes, haben mich berührt. Wenn ich allerdings an Anton denke, stellen sich mir die Haare auf.
Die eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen erzeugen tolle Bilder und verleiten mich dazu über einen Urlaub hier nachzudenken um dann bestimmt auch einen Abstecher in die Teufelsschlucht zu machen.
Mit den Rezepten am Ende des Buches kann ich nun Rosenbonbons herstellen und Rosenwasser destillieren. Allerdings braucht man dazu Zeit und ich denke auch ein bisserl Geduld.

Mir hat dieser Ausflug in die Vulkaneifel mit ihrer bizarren Landschaft, den dunklen Wäldern, den Maaren und vor allem den Menschen hier sehr gut gefallen. Nun bin ich sehr gespannt auf Louisas Geschichte.

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Königliche Begierden

Der König und seine Mätressen | Erotische Geschichten von Simona Wiles

Ich lerne die 21-jährige Rose kennen, deren einzige Mitgift ihre Schönheit ist und die ihrem König begegnet; Prinz Tristan, der sich die verführerische Abigai schenken lässt; die junge Hiltrud, die sich freiwillig in den Dienst von König Wenzel und Königin Edelgard begeben hat; Lydia, die ihren König überzeugt; Mechthild und Ingard, zwei Närrinnen, Agnes, Eltrud, Eleonore, Charlotte, Enid und Otilia - allen gelingt es mühelos, ihre Herrscher zufrieden zu stellen.

Und sie selbst kommen auch nicht zu kurz.

Ich habe schon einige erotische Kurzgeschichten und Romane von Simona Wiles gelesen und auch mit diesem Buch hat sie mich nicht enttäuscht. Ihre elf Geschichten in denen sich Könige austoben, sind sinnlich, sehr bildhaft dargestellt, mit faszinierenden, außergewöhnlichen Geschichten, die alle sehr unterschiedlich sind und mein Kopfkino anschalten. Das einzig gemeinsame ist die Lust, die sie ausstrahlen ohne derb oder obszön zu wirken. Einfach sehr gut zu lesen. Die Frauen oder Mädchen werden hier nicht nur als Objekt gesehen, sondern haben auch selbst ihren Spaß an der Sache.

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Frida Becks 2. Fall - klasse!

Die Küstenkommissarin - Tod in der Bucht von Jonas Brandt

Bei einem Spaziergang am Weissenhäuser Strand in der Hohwachter Bucht bei Heiligenhafen an der Ostsee findet Zwergdackel Kurti den erfahrenen Sport- und Wracktaucher Veit Gravenhorst in voller Tauchmontur, der am Abend vorher in eine Rangelei im Niendorfer Tauchclub "Nordic Octopus" verwickelt war, tot im Wasser.

Unfall - was sehr unwahrscheinlich erscheint - oder Mord?
Diese Frage soll Kommissarin Frida Beck vom K1 der Mordkommission Lübeck zusammen mit ihrem Kollegen Deniz Yilmaz nun klären. Als sich Yilmaz bei einem Tauchgang verletzt, übernimmt Kriminaltechniker Lasse Diekmann, mit dem Frida mehr als freundschaftlich verbunden ist, seine Aufgaben. Doch es wird nicht bei dem einen Toten bleiben...

Nach "Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm" ist "Tod in der Bucht" der 2. Ostsee-Krimi von Jonas Brandt, bei dem ich der taffen Frida Beck bei ihren Ermittlungen über die Schulter schaue. Mir hat auch dieser gekonnt konstruierte Fall aus dem Tauchermilieu sehr gut gefallen. Es gibt Wendungen, die ich nicht erwartet habe und der Autor schafft es mich auf falschen Fährten zu einem Unschuldigen zu locken. Dabei hatte ich den wahren Täter zwischendurch immer mal wieder im Visier. Schlussendlich klärt sich dann der Fall nachvollziehbar zu meiner vollsten Zufriedenheit auf.

Bei diesem Fall finde ich neben den aufzuklärenden Morden die sehr verschiedenen Menschen sehr interessant. Ich komme mit sehr viel Geld in Berührung, mache einen Abstecher in die Nazivergangenheit und nach Dänemark, und lerne Menschen kennen, denen es nicht ganz so gut geht. Meine Sympathien waren schnell vergeben.
Vor allem Frida Beck hat mich hier mit ihrer beherzten Vorgehensweise immer mal wieder überrascht. Ihr Handeln habe ich nicht immer gleich verstanden. Dabei war ich froh, dass ihr Vorgesetzter 1. HK Thilo Björnsen so ohne Vorbehalte hinter ihr steht.

Der leichte und sehr bildhafte Schreibstil des Autors schafft es, dass ich sehr schnell die Sanddornsträucher, den Strandhafer und die Weite der Ostsee direkt vor Augen, den Geruch von heißem Sand, salziger Meeresluft und den Rauch von Frau Hakers Zigaretten in der Nase und das Geschrei der Möwen und das Wellenrauschen im Ohr habe.
Sehr interessiert habe ich die Stellen gelesen, bei denen es ums Tauchen geht. Da habe ich das ein oder andere sogar lernen können.

Jonas Brandt ist auch diesmal wieder ein spannender Krimi gelungen mit Menschen mit interessantem Hintergrund denen ich an der Ostsee, die ich so liebe, begegnet bin. Dass hier einige Klischees bedient werden und manches auch stark überzogen dargestellt wird, hat mich dabei nicht gestört. Jonas Brandt kommt ohne großes Blutvergießen aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt. Spannung kommt trotzdem ab den ersten Seiten auf und sie bleibt auch bis zum Schluss.

Ein Krimi, den ich empfehlen kann. Nicht nur für Ostsee-Fans.

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Ich habe mich in die Welt der Harfen-Märchen entführen lassen...

Märchen von zauberhaften Harfen von Michaela Brinkmeier

... und fand es toll.

Herausgeberin Michaela Brinkmeier ist oft als Märchenerzählerin unterwegs und erlebt, wie sie mit ihrem Harfenspiel die Menschen verzaubern und ihre Herzen öffnen kann. Auch ich liebe die einfühlsamen Klänge dieses Instruments und war sehr neugierig auf die Märchen dazu.

Michaela Brinkmeier unterteilt die 33 Märchen, die sie hier für uns erzählt, in fünf Kathegorien:
Die Zauberharfen der Anderswelt
Die Harfenschätze der Unholde
Harfner und die Wendungen des Schicksals
Wovon die Harfe singt
Wie die Harfe Erlösung bringt

Die Märchen, Sagen und mythischen Erzählungen stammen aus Deutschland, Burma, England, Estland, Finnland, Irland, Japan, Norwegen, Österreich, Russland, Schottland, Schweden und Wales. Schon das Gedicht "Traum" von Christian Morgenstern auf der ersten Seite hat mich verzaubert.
Und so ging es mir auch mit den sehr vielfältigen Märchen. Da lerne ich Yanto kennen, der auf seiner Jagd nach der Harfenmusik im Moor fast umkommt. Ich begegne der Feenkönigin und Sir Thomas Learmont und mache die Bekanntschaft von Feenkriegern, Ritter Thynne und dem Zwergenmädchen Ulva, dem Königssohn Astrach und der Zarewa Osida, Meredith und Huwcyn Sion, Ivan Zarewitsch und seine Schwestern Goldenschön und Güldenholt und Runoia, dem Runensänger. Ich erfahre, wie Altvater Wanna Issa, Wannemuine, Ilmarine und Lämmekiune die Welt erschaffen und sie schön machen. Und ich lese, was es mit Jack und der Bohnenranke und dem alten Friesen Horand auf sich hat. Durch ein Märchen von der Isle of Skye, die über eine Brücke mit Schottlands Nordwestküste verbunden ist , weiß ich nun, warum die Harfe bis heute so ergreifend klingt.
So unterschiedlich die Märchen auch sind - eines haben sie alle gemeinsam: es kommt eine Harfe darin vor.

Die Geschichten haben mich für einige wunderbare Stunden ins Reich der Feen und Trolle, der Könige und Prinzessinnen entführt.
Ein wundervolles Buch nicht nur für Harfenspieler und Liebhaber dieser zauberhaften Musik. Auch für alle, die sich die Liebe zu Märchen erhalten haben.

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Kindheits- und Jugenderinnerungen

Märchen von zauberhaften Harfen von Michaela Brinkmeier

Der Vater aus Leer in Ostfriesland, die Mutter aus einem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb. Man kann es sich gut vorstellen, dieses Leben in zwei Welten, aufgewachsen bilingual, wie es ihr Vater scherzhaft bemerkt.
Sylvie Gühmann erzählt in ihrem Buch "Die junge Frau und das Meer" ihr Leben in der Kindheit und Jugend in diesen beiden so verschiedenen Lbensräumen.

Bei jedem Satz den ich lese, merke ich, wie groß ihre Liebe zu ihrer Heimat Ostfriesland und zum Meer ist. In einer sehr offenen, ehrlichen, manchmal witzigen, manchmal traurigen Art beschreibt sie kleine Episoden aus ihrem Leben.
Ich stehe ihr zur Seite, wie sie mit 8 Jahren im Familienurlaub an der Adria das erste mal einen toten Menschen sieht. Ich begleite sie ins Heim zu ihrer Oma, wo sie versucht die Demenz zu verstehen. Genau wie ich als Kind hat sie versucht mit einer Taschenlampe im Bett zu lesen. Ich sitze mit ihr im Auto und mir wird bei den Serpentinen hoch auf die Schwäbische Alb beinahe selbst schlecht, wenn ich lese, wie mies es ihr da beim Auto fahren geht. Dieses Gefühl kann ich sehr gut nachvollziehen - mir ging es als Kind genauso. Ich sitze mit ihr und ihrer Mutter auf der kleinen Insel Dysterhusen im Nirgendwo am Ende der Welt. Sie erzählt mir von den Unterschieden im Winter zwischen Nord- und Süddeutschland und wie sie bei einer Lotterie im Ferienkamp zum Leidwesen ihrer Eltern und zum Ärger ihrer Schwester mal sehr viele Gewinne abgeräumt hat. Sie nimmt sich aber auch sehr selbstkritisch unter die Lupe und analysiert, wie sie ihre Seepferdchenprüfung versemmelt und ihr süddeutscher Opa sich ihrer annimmt um ihr das Schwimmen beizubringen. Überhaupt ist sie um ihre beiden Opas, die, wie sie klarstellt, opern, zu beneiden. Sie erzählt von falschen Alibis und wie sie ihren ersten Kuss buchstäblich verlor. Ihre Betrtachtungen machen auch vor dem Klimawandel und der Meeresverschmutzung nicht halt.

Sie beschreibt ihre Erlebnisse so lebhaft und bildlich vorstellbar, dass ich bald Bilder im Kopf habe und bei ihren Unternehmungen immer direkt dabei bin. Sie hat mir mit ihren kleinen Geschichten und Episoden einige sehr unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Lesestunden geschenkt.

Sehr unterhaltsame Geschichten, bei denen nicht nur Ostfriesen ihren Spaß haben werden.

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