Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gaby2707:
Eine wundervolle Geschichte
Die Zuverlässigkeit des Zufalls von Lilli Beck
Nina-Marie Danner verkauft zusammen mit ihrer Mutter Paula in einem kleinen feinen Laden am Rand von Berlin die schönsten Dinge der Welt: Blumen und Bücher. So heißt ihr Laden auch „Buch & Blume“. Nina trauert immer noch um ihre große Liebe Eric, der vor 2 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren hat.
Sie ist sich sicher, dass sie nie mehr so glücklich werden wird wie mit ihm. Bis sie eines Tages einen Strauss Blumen bei ihrem Lieblings-Krimi-Schriftsteller abliefert und dort auf Jack, den Sohn des Hauses trifft. Durch diesen Zufall beginnt sich ganz allmählich eine zarte Liebesgeschichte anzubahnen von der Nina aber vorerst gar nichts wissen will.
Schon als ich das wunderschöne Cover gesehen habe, wusste ich, dass dies eine wundervolle Geschichte werden würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Zauber der Geschichte hält bis jetzt an. Und beim Lesen hatte ich immer genau dieses Bild der kleinen Blumen-Buchhandlung vor Augen.
Nina Marie hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften und in kursiv geschriebenen Kapiteln lerne ich sie zusammen mit Eric, bis zu dessen Ende, immer besser kennen. Ich kann gut verstehen, dass dieser Verlust sie sehr schmerzt und sie sich auf keine neue Liebe einlassen will. Bis Jack auftaucht, den sie als Peter in einer Selbsthilfegruppe kennenlernt.
Dann bringt sie der Zufall mit dem unleidliche von ihr so verehrten Bestsellerautor zusammen, der nie mehr ein Buch schreiben will. Durch ihn lernt sie seinen Sohn Jack besser kennen und der ist sich sicher, dass der Zufall sie zusammengeführt hat.
Nina ist so eine herzensgute junge Frau, der ich alles Glück dieser Welt gegönnt und gewünscht habe. Ich habe so mit ihr gelitten und mich so gefreut, als sie sich endlich ganz langsam zu öffnen beginnt und neben ihren Büchern auch wieder einen neuen Mann in ihr Leben lässt.
Der Erzählstil von Autorin Lilli Beck ist auch hier wieder so leicht und erfrischend, so bildhaft und intensiv, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich wollte immer nur wissen, wie es mit den Beiden und dem Zufall weitergeht. Schon auf den ersten Seiten, wo ich Nina und Eric in Paris begegne, hat sie mich gefangen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Und ich gebe zu, ein paar Tränchen habe ich auch verdrückt.
Eine wundervolle, tiefgründige Geschichte mit liebenswerten Menschen, die ihr Schicksal angehen um endlich wieder glücklich zu werden. Ein Roman, den ich förmlich eingesogen habe und der für mich ein Lesehighlight bildet.
Eine gelungene Fortsetzung
Die Hyäne von Hamburg von Jürgen Ehlers
Noch genießt Hauptkommissar Bernd Kastrup, der mal wieder nicht schlafen kann, bei einem Spaziergang die nächtliche Ruhe in Hamburg. Bis im Trauns Park, den er gerade durchquert, mehrere Schüsse fallen. Eine Frau ist verletzt und zwei Männer liegen tot am Boden. Da hat er die Email von der „Hyäne“ noch nicht gelesen, die er am Vorabend bekommen hat und die die beiden Toten ankündigt.
Zusammen mit seinen Kollegen Vincent Weber und Alexander Nachtweyh vom Fachkommissariat 41 Tötungsdelikte des LKA Hamburg macht er sich auf die Suche nach einem Phantom, die sich nicht einfach gestaltet.
Schon beim 1. Bd. der Reihe „Der Wolf von Hamburg“, den ich mit HK Kastrup und seinem Team lösen durfte, sind mir die Seiten nur so durch die Finger geglitten und ich habe mit Begeisterung mit ermittelt und mit gefiebert Und genau so ist es auch hier. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend und abenteuerlich geht es hier zu.
Mir gefällt auch die Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatem, das hier immer wieder rein spielt, sehr gut. Für mich bekommen die Ermittler damit erst ihre menschlichen Züge. Und gerade bei Vincent Weber, der auch hier einen seiner Zaubertricks raus haut, läuft es zuhause gerade nicht reibungslos.
Der bildhafte und leichte Erzählstil von Jürgen Ehlers hat mich auch hier schnell in die Geschichte hinein gezogen und mein Kopfkino hat alles schnell zu einem Film zusammen geschnitten. Bei den Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten in Hamburg hatte ich bald das Gefühl mitten drin zu sein. Das rasante Tempo und die dauernden Wendungen haben mich anfangs immer wieder an einen anderen Täter denken lassen. Doch dann gibt sich die Hyäne dem Leser zu erkennen, was der Dramatik aber nichts anhaben kann. Im Gegenteil, es facht die Spannung bis zum Schluss immer weiter an. Es ist schier unglaublich, was in manchen menschlichen Köpfen so vor sich geht. Ich habe immer wieder gehofft und gebangt, dass Kastrup und sein Team ihn und auch sie endlich schnappen werden.
„Die Hyäne von Hamburg“ ist ein überaus interessanter und äußerst spannender Fall für die sympathischen Ermittler des LKA in der Stadt an der Elbe. Mir hat das Buch sehr unterhaltsame Lesestunden geschenkt.
Bau alles, was du willst!
Das neue LEGO® Ideen Buch von Simon Hugo; Tori Kosara; Julia March; Catherine Saunders
Unter diesem Motto bietet das neue LEGO® Ideen Buch 500 neue Anregungen zum bauen der tollsten Konstruktionen für Kinder und Erwachsene an. Hier kann man so richtig kreativ werden, die verschiedensten Sachen ausprobieren und seinem Erfindungsreichtum freien Lauf lassen.
Das Buch ist in 4 große Bereiche aufgeteilt:
- Baue deine eigene Welt
- Entdeckungsreisen
- Sei kreativ
- Tolle Abenteuer
Hier gibt es die verschiedensten Angebote von alten Fahrzeugen über ein Geisterhaus, Piratenabenteuer, Superhelden, Wahrzeichen bis hin zu Zeitreisen.
Sogar Wandbilder und Stiftehalter können mithilfe dieses Buches ausgeführt werden. Von kleinen leichten Modellen bis hin zu großen, anspruchsvollen Objekte bietet das Buch wirklich für jeden etwas.
Besonders gut finde ich, dass die Kinder erfahren, dass man keine fertigen Sets kaufen muss. Man kann sehr gut mit den Steinen, die man zur Verfügung hat, immer wieder neue, ganz verschiedene Objekte bauen. Man muss nur seine Fantasie spielen lassen.
Neben dieser großen Fülle an kreativen Ideen bietet das Buch auch Interviews mit LEGO Künstlern und Designern, die ich persönlich sehr interessant finde. Ich bekomme Bautipps und lerne einige neue Steinarten und nützliche Elemente, die ich beim bauen gut brauchen kann, kennen.
Mein einziger kleiner Minuspunkt: Konkrete Bauanleitungen, wie man sie in den Sets findet, sucht man hier leider vergebens. Da tun sich Kinder unter 10 Jahren bestimmt nicht ganz so leicht. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
Also ran an die neuen Ideen, kreativ werden und seiner Fantasie folgen. Anregungen dazu gibt es hier genug. Durch die vielen tollen Bilder hat es uns aber auch Spaß gemacht, das Buch einfach nur mal durchzublättern. Der Drang etwas davon auszuprobieren kommt dann von ganz allein.
Lesen lernen mit Toni, Nia, Nik und Gere
Leselöwen 1. Klasse - Toni übernachtet woanders von Anna Taube
Was für eine anrührende und schöne Geschichte hat sich Anna Taube hier ausgedacht. In vier Kapiteln gehe ich mit Toni und Gere zu Nia und Nik nachhause um dort zu übernachten. Was die Vier dabei wohl alles erwartet?
Durch die liebevoll erzählte Geschichte, die kurzen Kapitel, kurze Sätze und die durch die farblich markierte Silbentrennung gut lesbare Schrift macht es unserem Enkel, der in der 1.
Klasse gerade lesen lernt, leicht, diese für sich zu erschließen. Die vielen bunten Illustrationen von Barbara Korthues schaffen immer wieder kleine Lesepausen und veranschaulichen das Gelesene noch viel besser. Es macht uns neben dem lesen viel Spaß auch nur diese Bilder anzuschauen.
Am Ende jeden Kapitels stellen sich uns Fragen um zu prüfen, ob der Text auch verstanden und richtig aufgenommen wurde. Die Antworten hierzu werden (auf den Kopf gestellt) gleich mitgeliefert.
Unter der Rubrik "Schon gewusst?" am Ende des Buches werden einge Worte nochmal näher erklärt. Dazu gibt es noch ein Rätsel, das das LeseLöwen-Lösungswort ergibt. Damit kann ich den LeseLöwen im Internet besuchen und bekomme dort auf geheimen Seiten weitere Spiele und Rätsel. Ganz zum Schluss bietet sich mir nach der Vorstellung der Autorinnen und des Illustrators noch eine Seite mit allen Büchern, die speziell für Leseanfänger bestimmt sind.
Eine liebevolle Geschichte über Freundschaft, Heimweh, Mut und Stärke, die den Leseanfänger*in durch die farbige Silbentrennung bestimmt beim lesen lernen gut unterstützen kann. Von uns bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung.
Lesen lernen mit Jim Panse
Leselöwen 1. Klasse - Jim ist mies drauf - Haustier-Alarm! von Suzanne Lang
Als Jim Panse seinen Freund Nick zum spielen besucht, hat der jeden Tag ein weiteres neues Haustier. Da wimmelt es bald von Schmetterlingen, Grashüpfern und Würmern. Bei den vielen Krabbeltieren hat Nick gar keine Zeit mehr zum spielen. Bis er sie nach ein paar Tagen alle wieder frei lässt.
Unser Enkel liebt Jim Panse und die Geschichten, die sich Autorin Suzanne Lang immer wieder zu ihm ausdenkt.
Da kommt dieses Buch zum lesen lernen gerade recht. Durch die humorvolle Geschichte, die kurzen Kapitel, kurze Sätze und die durch die farblich markierte Silbentrennung gut lesbare Schrift macht es ihm als Leseanfänger leicht, die Geschichte für sich zu erschließen. Die vielen bunten Illustrationen von Max Lang schaffen immer wieder kleine Lesepausen und veranschaulichen das Gelesene noch viel besser.
Am Ende jeden Kapitels stellen sich uns 5 Fragen um zu prüfen, ob der Text auch verstanden und richtig aufgenommen wurde. Die Antworten hierzu werden (auf den Kopf gestellt) gleich mitgeliefert.
Unter der Rubrik "Schon gewusst?" am Ende des Buches werden einge Worte nochmal näher erklärt. Dazu gibt es noch ein Rätsel, das das LeseLöwen-Lösungswort ergibt. Damit kann ich den LeseLöwen im Internet besuchen und bekomme dort auf geheimen Seiten weitere Spiele und Rätsel. Ganz zum Schluss bietet sich mir nach der Vorstellung der Autorinnen und des Illustrators noch eine Seite mit allen Büchern, die speziell für Leseanfänger bestimmt sind.
Eine humorvolle Geschichte über die Freundschaft und dass man sie erhalten muss, die den Leseanfänger*innen durch die farbige Silbentrennung bestimmt beim lesen lernen gut unterstützen kann. Von uns bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung.
Auf einer Abenteuerreise passiert immer wieder überraschendes
Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel von Tobias Goldfarb
Das erlebt auch Abenteuer- und Heldenhäsin Hilda Hasenherz, die sich zusammen mit Prinz Lämpchen und ihren Freunden Igromir Igel, Eichhörnchen Eicho und dem Rotkehlchen Ritter Robinius vom Rosenzweig von Schloß Löffelburg aus auf den Weg zur Adlerinsel macht. Hier, so hat Prinz Lämpchen von Papageientaucher Erik Glanzschnabel, der ihm einen Brief seiner Mutter übergibt, erfahren, soll seine Mutter Mara Mümmel in einem Turm von König Håson Kleeblatt gefangengehalten werden.
Hilfe bekommt sie auf dieser anstrengenden und abenteuerlichen Reise von Baumeister Dschango Biber und seinen sieben Söhnen, von Fuchs Sam Grau, der Schildkröte Penelope und dem Steinbock Toni. Ob sie es wirklich schaffen Prinz Lämpchens Mutter aus den Fängen von König Håson Kleeblatt zu befreien?
Uns hat das erste "Abenteuer im Fuchswald" der tapferen und mutigen Häsin Hilda Hasenherz schon sehr gut gefallen. Und so haben wir gespannt auf ihre neuesten Unternehmungen gewartet. Und auch hier geht es genauso turblent, lustig und spannend zu.
Tobias Goldfarb nimmt uns mit seinem humorvollen, lebendigen und bildreichen Erzählstil, der genau auf unsere Jüngsten ab 6 Jahren abgestimmt ist, diesmal mit in die sehr fantasievolle Welt der Adlerinsel, wo Hilda und ihre Freunde so einiges erleben. Da die Geschichten in sich abgeschlossen sind, kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse von Bd. 1 sehr gut lesen. Ich lerne alte Bekannte wie Sam Grau noch besser kennen und andere Charaktere kommen hinzu. Dazu die farbenfrohen Illustrationen von Verena Körting, die die Geschichte bereichern, auf denen es so viel zu entdecken gibt und deren Bilder beim Lesen immer wieder kleine Pausen schaffen. Durch die meist kurzen Kapitel kann man das Buch auch gut als Gute-Nacht-Geschichte lesen.
Auch dieses Abenteuer vermittelt wieder wichtige Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und den Mut, nie aufzugeben, an sich zu glauben und immer wieder Neues zu wagen.
Eine liebevolle und spannende Fortsetzung, die am Schluss darauf schließen lässt, dass Hilda Hasenherz bald ein neues Abenteuer angehen wird. Wir freuen uns schon heute drauf.
Mörderische Toskana
Leb wohl, Schwester von Sabine Thiesler
Das junge deutsche Liebespaar Anne Draheim, 21, und Michael Grabowski, 24, aus Berlin verbringen in der Toskana in der Nähe von Montebenichi einen wunderschönen Campingurlaub im Zelt. Bis sie eines nachts erschossen werden. Maresciallo Donate Neri, der eigentlich noch 6 Wochen bis zu seiner Pensionierung hat, ist entsetzt.
Als ein weiteres Paar in einer angemieteten Ferienwohnung erschossen wird, ist er sich sicher – hier ist ein Serienmörder am Werk. Und er will diese Fälle unbedingt aufklären, bevor er sich zur Ruhe setzt. Was seiner Frau verständlicherweise ganz und gar nicht passt. Unterstützt wird Neri bei seinen Ermittlungen von Marescialla Romina Roselli, 35, einem tatkräftigen Energiebündel, die seine Stelle hier in der Carabinieristation in Ambra nach seinem Ausscheiden übernehmen soll.
Mit ihrem bildhaften, ausdrucksstarken und doch leichten Erzählstil hat mich Autorin Sabine Thiesler gleich auf den ersten Seiten in die Geschichte hinein gezogen. Eine Geschichte, in der es vordergründig um ein junges Zwillingspaar geht, deren Leben ich eine Zeit lang begleite. Stefania und Stefano hatten eine sehr schwierige, traumatische Kindheit und Jugend, was sich auch in ihrem jungen Erwachsenenalter immer wieder zeigt. Besonders Stefania ist ein zerrissener Charakter. Einerseits liebevoll und zugewandt; andererseits explosiv und unberechenbar. Sie zu begleiten hat mich einige Nerven gekostet.
Gefreut habe ich mich, dass Maresciallo Neri und seine Grau Gabriella wieder mit dabei sind. Sie habe ich in den letzten Büchern richtig vermisst. Ich liebe die manchmal etwas mürrische und eigenwillige Art des Commissario. Und da es zum Ende der Geschichte hin zu einer weiteren Wendung kommt, werde ich ihn ja vielleicht auch in Zukunft wieder beim ermitteln über die Schulter schauen dürfen.
Mir hat es großen Spaß gemacht dem Täter zusammen mit Neri und "Tausendsassa" Romina ganz langsam auf die Spur zu kommen. Es war spannend ab dem ersten Moment und die Spannung hat auch bis zum Schluss nicht nachgelassen. Obwohl ich von Anfang an wusste, wer hier warum sein Unwesen treibt, war es aufregend und fesselnd mitzuerleben, wie sich die Ermittlungen immer wieder in eine andere Richtung entwickeln um dann schlussendlich doch auf den Täter zu treffen.
Aber auch die Menschen, die hier eine Rolle spielen haben es in sich. Sie sind so unterschiedlich und liegen mit ihren Charaktären so weit auseinander. Es hat mir großen Spaß gemacht, jeden einzelnen von ihnen ein Stück auf seinem Weg zu begleiten bzw. mitzuerleben, wie sich die ein oder andere einer/einem anderen zuwendet.
Das italienische Lebensgefühl, das Flair und die malerische Landschaft der Toskana kommen sehr gut bei mir an und haben mich auch diesmal wieder fasziniert. Ich muss wohl diese Gegend doch einmal besuchen. Nur zelten werde ich nach dieser Geschichte dort nicht.
Sabine Thiesler hat mich mit ihrer Geschichte erschreckt, mich an ihren Personen hier und da zweifeln lassen und ich hatte das ein oder andere Mal sogar Mitleid. Ein Thriller, der alles hat, was ich mir von einem spannenden und fesselnden Buch wünsche. Eine absolut stimmige Geschichte, die mir leider viel zu schnell durch die Finger geflogenn ist.
So macht Lesen lernen richtig Spaß
SUPERLESER! Star Wars(TM) Grogus Galaxis von Matt Jones
Unser Enkel ist ein großer Star Wars Fan. Da er seit vergangenem Jahr zur Schule geht und Lesen lernt, kommt dieses Buch gerade recht.
SUPERLESER! Star Wars – Grogus Galaxis von Matt Jones ist ein Buch aus der Superleser-Reihe, die die Kinder ab 6 Jahren anhand der Silbentrennung beim Lesen lernen sehr gut unterstützen kann.
Da macht das Lesen lernen nicht nur Spaß, sondern wird zu einem richtigen Abenteuer.
Hier lernen wir Grogus, das kleine, grüne und immer hungrige, machtsensitive Kind der Yoda Spezies kennen. Er berichtet hier in kindgerechter, einfacher Sprache von seinem Leben und seinen Freunden. Genau so, dass die jungen Leser der Geschichte gut folgen und in sie eintauchen können. Wir erfahren etwas über den Mandalorianer Din Djarin, Kuiil, Peli Motto, Ahsoka Tano und auch Luke Skywalker ist ein Freund von Grogu.
Bei der Silbenmethode, die hier zum Lesen lernen angewandt wird, erleichtern farbig markierte Silben das erkennen und lesen von Wörtern. Durch diese viel bessere Übersichtlichkeit wird das Lesen schnell zu einem positiven Erlebnis und kann so auch das Selbstbewusstsein der Kinder fördern. Dazu tragen auch die große Schrift und die kurzen Sätze bei. Das Buch wird sogar von Grundschullehrer*innen zum lesen lernen empfohlen.
Die glänzenden teils seitengroßen Bilder gehen auf das Gelesene ein und tragen so dazu bei, dass die Kinder die Star Wars Welt noch besser aufnehmen und verstehen.
Im Anschluss Grogus Freunde und Freundinnen werden verschiedene Begriffe noch mal ausführlicher erklärt. Eltern bekommen hier einige Tipps zur Leseförderung. Und durch ein Star Wars Quiz mit 10 Fragen kann man heraus finden, ob das Gelesene auch richtig aufgenommen wurde.
Durch die etwas verstärkten Seiten und das Lesebändchen macht das Buch einen hochwertigen Eindruck und lädt mit seinem humanen Preis zum verschenken ein.
Mit diesem tollen Mix aus Erzählung & Sachwissen, wunderbaren detailreichen Bildern und dem kniffligen Star Wars Quiz macht das Lesen üben gleich richtig viel Spaß. Ein empfehlenswertes Buch - nicht nur für kleine Star Wars Fans.
Eine absolute Wohlfühlgeschichte
Der Duft von Kuchen und Meer von Anne Barns
Maren Liebermann fällt aus allen Wolken, als ihre Oma Undine ihr ein Haus auf der Nordseeinsel Amrum schenken will. Zusammen mit ihrer 6-jährigen Tochter Leni reist sie von Kassel auf die Insel und verliebt sich sofort in dieses wunderschöne Haus gleich hinter dem Deich. Als sie im Gartenschuppen einen alte Backtisch ihrer Uroma Hedwig findet, setzt natürlich bei der Konditorin sofort das Backfieber ein und sie kann sich einen Neuanfang für sich und Leni auf der Insel sehr gut vorstellen.
Aber warum hat Oma Undine die Insel vor so vielen Jahren verlassen und will sie nie mehr betreten? Ganz langsam lüftet sich der Schleier der Vergangenheit vor Maren. Und vielleicht findet ja ihr Herz hier wieder eine neue Heimat.
Anne Barns hat mich mit ihrer malerischen und bildhaften Schilderung von Land und Leuten sofort in den Bann der Insel gezogen. Durch ihre lebhaften Beschreibungen hat sie das Flair so gut eingefangen und ich sehe mich beim lesen immer wieder in den Dünen oder am Strand stehen oder die kleinen Orte der Insel erkunden. Ich meine den Wind in den Haaren und das Salz auf der Haut spüren zu können.
Maren ist eine sehr sympathische und offene junge Frau, die nach dem Tod ihres Lebensgefährten versucht ihr Leben mit ihrer Tochter wieder auf die Reihe zu bekommen. Und sie ist mit Leib und Seele Konditorin. Das merkt man, als sie zusammen mit Leni den alten Backtisch findet und gleich beginnt zu backen. Hier habe ich bald den Duft nach frisch gebackenem Kuchen in der Nase. Die Rezepte von Oome Hedwigs Winjebüüdel (Windbeutel) und den Siasaalt-Keeken (Meersalzkekse), die in der Geschichte immer wieder gebacken werden, bekomme ich auf den letzten Seiten zum nachbacken.
Durch die immer wieder eingestreuten Worte und Sätze im Amrumer Dialekt kommt das Flair der Insel noch besser bei mir an.
Als Maren den Insulaner Mattes kennenlernt entspinnt sich nach und nach eine kleine Liebesgeschichte. Aber das Augenmerk wird in dieser Geschichte auf das Aufdecken und das Aufarbeiten der Vergangenheit von Oma Undine gelegt, die als junge Frau die Insel verlassen und nie wieder betreten hat. Maren lernt dadurch ihre Verwandschaft kennen von der sie bis dahin keine Ahnung hatte, was der Geschichte eine emotionale Tiefe gibt.
Ich als Leserin lerne durch die Kapitel ab dem Jahr 1946, die immer wieder eingefügt sind, Marens Urgroßmutter Hedwig kennen, die damals vom Festland aus Frankfurt auf die Insel zu ihrer großen Liebe Joris kommt. Sie begleite ich in den kommenden Jahren immer wieder, bis im Jahr 1970 ihre Tochter Undine aus Hamburg zurück auf die Insel kommt und sich einges ändert. So bin ich an Undines Vergangenheit immer noch ein Stückerl näher dran als Maren.
Eine wundervolle Geschichte voller Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft, bei der man sieht – alles ist möglich. Die den Alltag für ein paar Stunden aussen vor lässt mit Geheimnissen, Liebe und ganz viel Kuchen und Gebäck. Ich habe den Aufenthalt auf Amrum sehr genossen.
Wunderbare Unterhaltung mit einer Buchreisenden
Keine Muffins für Mr Darcy von Ema Kessell
Im Antiquitätenladen "What You Will" im Amsterdamer Jordaan-Viertel ersteht Kunsthistorikerin Imogen Brischke nicht nur ein hellblaues Kleid plus dazugehöriger Unterwäsche im Regency-Stil, sondern auch eine Schreibfeder mit Tintenfass. Als sie zuhause mit dieser Feder einen Satz aus ihrem Lieblingsbuch "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen niederschreibt, katapultiert sie ihre Couch mitten hinein in den Küchengarten von Elisabeth Bennets.
Nur gut, dass sie auch die Anleitung zur Rückführung schon gelesen hat.
Zusammen mit ihrer Freundin Dorothea, genannt Didi, wagt sie einen erneuten Sprung ins Buch und landet direkt vor den Augen des von ihr so verehrten Mr. Darcy und begegnet auch Kalliope wieder, die sie in Amsterdam kennengelernt hatte.
Was Imogen hier alles erlebt, das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Auch wenn ihr keine Fans von Jane Austen seid.
Ema Kessell nimmt mich mit ins frühe 19. Jahrhundert in die Geschichte von "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen. Ihr Erzählstil lässt sich sehr leicht ud angenehm lesen und ich hatte keine Probleme Imogen auf ihren verschiedenen Wegen zu Bällen, zu den nachmittäglichen Teegesellschaften, zu den Spaziergängen in den verschiedenen Parkanlagen oder sogar nackt zu einem Bad im Meer zu folgen.
Die Menschen, die ich im Hier und Jetzt oder auch in der Regency-Zeit kennenlerne, kommen durch ihre plastischen und sympathischen Beschreibungen sehr gut bei mir und in meinem Kopfkino an. Mich hat es fasziniert, zusammen mit Imogen in die Weltliteratur einzureisen und mich dort für jeweils eine kurze Zeit aufhalten zu können. Ich habe einiges über diese Zeit und die Menschen dort gelernt und die Magie genossen, die über allem schwebt. Und ich habe mit Imogen als neue Buchhüterin mitgefiebert, dass sie es schafft, trotz all den Wirrungen den Roman vor Umbrüchen zu schützen. Dass sie dabei auch noch eine neue Liebe findet, gefällt mir besonders gut.
Zum Schluss bekomme ich auch noch das Rezept der Englischen Muffins, die hier überall angeboten werden.
Ema Kessell hat mir mit dieser humorvollen, magischen und auch spannenden Geschichte einige sehr unterhaltsame Lesestunden geschenkt. Mir hat der Mix aus Gegenwart, Vergangenheit, Magie und vor allem den liebenswerten und aussergewöhnlichen Personen sehr gut gefallen. Ich würde mich freuen, wenn Imogen mal wieder in ein anderes Buch eintauchen würde. Da würde ich sie sofort wieder begleiten.











