Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Helu:
Die Schöpfung Kindern neu erzählt
Sophia und das große Spiel von Gudrun Rathke
Ein schönes Buch! In dreizehn Bildern erzählt Gudrun Rathke die Schöpfungsgeschichte auf eine kindgerechte Art und Weise.
Das Mädchen Sophie begegnet Gott, es hüpft Seil und gibt das Seil an Gott ab, damit auch er Seilhüpfen kann, es spricht und spielt mit Gott. Und in diesem "großen Spiel" entsteht Neues: eine Schlange, eine Familie, Bäume, Blumen und Tiere.
Und so weicht die Leere der Schöpfung, die gut ist, und Gott und Sophia solche Freude bereitet, dass sie lachen und kichern können. Und nachdem sich Gott zurück auf seinen Thron setzt, spielt Sophia weiter in der neu entstandenen, schönen Welt.
Und so wird die Schöpfung der Welt ganz neu entdeckt und für Kinder übersetzt und ins Bild gehoben.
Mit der Bibel durch das Jahr
Mit dir auf dem Weg von Ingrid Penner; Franz Kogler
Das Buch ist ein Begleiter durch das Jahr. Neben den großen Themen des Kirchenjahres Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Ostern, Pfingsten und Allerheilgen/Allerseelen finden sich andere Jahreszeiten und Anlässe. Neben kirchlichen (Erntezeit, Segenszeit, Heilszeit) stehen auch profane (Fasching, Hoffnungszeit) Anlässe.
Zu den verschiedenen Anlässen finden sich mehrere Doppelseiten. Dabei besteht jede Doppelseite aus einem Bibelvers mit einem Bild auf der einen, und einem darauf abgestimmten Meditationstext auf der anderen Seite. Diese Texte sind von verschiedenen Autor/inn/en verfasst. Sie bestechen durch ihre Kürze und Prägnanz. Es handelt sich um zeitgenössische Interpretationen der Bibeltexte. Sie sind teils poetisch, teils spirituell, teils nachdenklich. Manche bringen Fragen und Zweifel zur Sprache, manche fordern den Leser zum Nachdenken auf, manche sprechen ihm Mut und Segen zu.
Es handelt sich insgesamt um einen ansprechenden Begleiter durch die Zeiten des Jahreskreislaufs, den man gerne zur Hand nehmen möchte, um bewusst die unterschiedlichen Prägungen und Facetten des Jahres mit zu erleben.
Offenheit für Glaube, Zweifel, Fragen und Hoffnung
Der Himmel ist offen von Josef Dirnbeck
Es ist eine Mischung aus bereits bekannten und bisher unveröffentlichten Texten, die Josef Dirnbeck in dem ansprechend aufgemachten Band mit Meditationen und Gebeten hier vorlegt.
Sein Ziel besteht darin, religiöse Inhalte besser verstehbar zu machen. Dabei geht es auch oft um biblische Erzählungen und Motive.
Es werden ganz verschiedene Themen und Traditionen aufgegriffen: Die Welt als wunderbare Schöpfung Gottes, die Auferstehung als Ereignis, aber auch die Frage, wie man als Christ hoffen, beten und leben kann ? gerade angesichts von Zweifeln, Krieg und Trauer. Dirnbeck scheut sich nicht vor schwierigen Fragen.
In Form von Meditationen und Gebeten werden diese Anliegen ausgesprochen und an Gott gerichtet. Die Texte nehmen es ernst, dass man im Glauben Spannungen aushalten muss. Und zugleich ist der Duktus von der Überzeugung geprägt, dass Gott da ist ? auch wenn es häufig nicht so scheint.
So ist es ein großer Gewinn, dass diese Zusammenstellung der Texte Dirnbecks in dem vorliegenden Band zugänglich gemacht worden ist, und kann jedem und jeder, ob zweifelnd, überzeugt, trauernd oder hoffend, dabei helfen, eine Sprachfähigkeit vor Gott zu finden.
Mutik Kirche gestalten
Habt Mut! von Erwin Kräutler; Josef Bruckmoser
Es ist ein breites Feld an Themen, das der inzwischen emeritierte Bischof von Xingu in dem Büchlein behandelt. Von Schwangerschaftsabbrüchen und Ehenichtigkeit, über das Priesterbild, die Option für die Armen bis hin zu Leitungsaufgaben in Pfarreien.
Drei Komponenten finden sich in allen Kapiteln wieder: ein eigener Zugang, der vor allem von den Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Bischof geprägt und bestimmt ist.
Eine Anknüpfung an Aussagen und Taten des gegenwärtigen Bischofs von Rom, Papst Franziskus. Und schließlich runden kurze Bibelstellen und Gedanken Kräutlers dazu die Themen ab.
Zwei Blickrichtungen sind dominant. Zum einen biographische Erlebnisse und Bezüge, die durch die Verortung im Amazonas-Gebiet besonders spannend und facettenreich erscheinen. Zugleich gewinnen die Ausführungen dadurch an Brisanz, da die politischen Umstände derart sind, dass Kräutler auch von der Ermordung ihm wichtiger Wegbegleiter und Mitstreiter zu berichten weiß. Zum zweiten fällt die durchgängige Bezugnahme auf Papst Franziskus auf. Es entsteht der Eindruck, als hätte Kräutler in ihm den verbündeten Bruder im Geiste gefunden, den er lange gesucht hätte. Wenn er darüber schreibt, wie Inhalte aus Gesprächen mit dem Papst kurze Zeit später in Enzykliken ihren Niederschlag finden, gewinnt man zudem Einblicke in kirchliche Prozesse und Entscheidungsfindungen.
Es ist also ein sehr persönliches Buch. Das wird nicht zuletzt daran deutlich, dass Kräutler mit seiner Sicht der Dinge nicht zurückhält: Die Mitra als Symbol eines Standesdünkels lehnt er ab, er plädiert für Eucharistie-Vorsteher, die keine Priester sind, und ruft dazu auf, den Katakombenpakt des 2. Vatikanums erneut ins Bewusstsein zu rufen.
Für alle Ausführungen gilt jedoch zugleich: Sie haben die Perspektive eines Klerikers auf die Gläubigen. Auch die Themen bzw. die Kritik Kräutlers sind stark auf das Verhalten der Kirchenleitung und Kirchenführung fixiert. Da er selbst jedoch stets bemüht ist, sich als ein Getaufter und der anderen zu verstehen und jede Form von Klerikalismus ablehnt, handelt es sich dabei wohl um eine Perspektive für die Gläubigen.
Segnen als Berufung für alle
Habt Mut! von Erwin Kräutler; Josef Bruckmoser
Im ersten großen Teil ("Wir alle sind zum Segnen berufen") werden Schlaglichter zum Thema Segen geboten. Diese reichen von persönlichen Erfahrungen bis hin zu biblischen und liturgischen Grundlagen. Die Ausführungen jeweils sind sehr knapp und bleiben stark skizzenhaft. So entsteht der Eindruck eines kleinen Sammelsuriums, das einem Ergebnis eines Brainstormings zum Thema Segen gleicht.
Im zweiten Teil finden sich liturgische Modelle für Segensfeiern. Die drei Formen, die zu verschiedenen Themen ausgestaltet werden, sind: Persönliche Feier, Familienfeier und Wort-Gottes-Feier. Die Bibeltexte sind teilweise abgedruckt, teilweise wird nur auf die Stelle verwiesen. Zu jeder Feier gehören fast immer auch Lieder, die zum größten Teil aus dem Gotteslob sind. Die Texte anderer Lieder sind zwar abgedruckt, jedoch ohne die Noten. Oft gibt es Lücken, die gefüllt werden müssen von denen, die die Feier durchführe (z.B. mit Fürbitten).
Ein dritter Teil, in dem sich verschiedene Texte, Segensgebete und Segensgedanken finden, schließt den Band ab.
Das Buch zielt darauf hin, dass die Leser selbst zu Segnenden werden und darin ihrer Taufberufung Gestalt geben. Zum Thema Segen liefert es viele Anregungen und eine große Fülle an Material, das verschieden eingesetzt werden kann.
Von Gott heute sprechen
Niemandsland Gott von Wilhelm Bruners
Die Texte wollen "die Frage wachhalten nach dem, der hinter allem - oder auch in allem - steckt" (S.8). Sie sollen verstanden werden als Momentaufnahme auf dieser Suche nach dem Grund und dem Ziel der Welt, die kein Ende kennt.
Dieses Bewusstsein über die Unverfügbarkeit Gottes spiegelt sich in den lyrischen Texten.
Sie sind auf den ersten Blick sehr schlicht gehalten in Forum und Wortwahl. Jedoch darf man sich dadurch nicht verleiten lassen, ihre Tiefenschärfe zu verkennen. Bruners gelingt es, mit einfachen Worten und formalen Hervorhebungen (sehr vereinzelt finden sich Satzzeichen oder Großschreibungen) das Niemandsland Gott, das doch unverfügbar ist, zu beschreiben und zu verdeutlichen, was damit gemeint ist. Häufig klingen biblische oder kirchliche Motive an. Die Texte sind angenehm verschieden und abwechslungsreich. Die Kategorisierung (Wege zu uns selbst / Wege im Niemandsland / Wege in der Nachfolge / Wege in der Kirche) ermöglicht es, thematisch geeignete Texte auszuwählen.
So gelingt es dem Autor, Wege in dieses Niemandsland zu skizzieren, ohne dass diese auf-dringlich wären oder Absolutheit beanspruchen. Gerade diese Offenheit macht den Band sehr wertvoll für das Reden über Gott in unserer Zeit.
Der Blick eines "heutigen" Bischofs auf die Welt
Von A bis Z von Ägidius Zsifkovics
Im vorliegenden Buch werden verschiedene Texte des Bischofs von Eisenstadt vorgelegt. Diese sind verschiedenen Begriffen zugeordnet, die teils weniger (L wie Laien oder P wie Papst), teils mehr (S wie Striptease oder Y wie Yahoo) überraschen. Es handelt sich dabei um jeweils abgeschlossene kurze Einheiten, häufig um Predigten, Reden oder Vorträge, die bei verschiedenen Anlässen gehalten worden sind.
Sie werden eingeleitet durch kurze Hinführungen des Herausgebers. Diese nenne meist den Anlass oder Kontext, bei dem der Text Verwendung gefunden hat, und nehmen Bezug auf die Überschrift.
Verteilt über das ganze Buch sind ganzseitige Bilder des Künstlers Heinz Ebner. Leider erfährt man nur den Titel des Zyklus und den Ausstellungsanlass. Hier wäre es interessant gewesen, mehr über die Motive und die Hintergründe zu erfahren. Jedenfalls laden diese zeitgenössischen Werke zum Nachdenken ein und hinterlassen wirklich tiefe Eindrücke beim Betrachter!
So verschieden die Anlässe der Texte sind, so verschieden auch ihr Inhalt und ihre Stoßrichtung. Aber trotz aller Unterschiedlichkeit, finden sich auch Gemeinsamkeiten, denn: Man erkennt bei der Lektüre sehr schnell bestimmte Muster. So hat der Autor eine Vorliebe für sehr einfache und einprägsame Bilder (bspw. der Beichtstuhl als Dusche für die Seele). Auch eine knappe und prägnante Ausdrucksweise, häufig pointiert mit drei oder vier Punkten und Gedanken, findet sich immer wieder. Außerdem knüpft er sehr gerne an Phänomene der Zeit an und bringt diese mit einer biblischen Szene oder Vorstellung ins Gespräch. Meist gelingen diese Bilder und Vergleiche. In jedem Fall lassen sie erkennen, dass der Bischof seine Zuhörer/innen ansprechen will und sie dort abzuholen versucht, wo sie stehen, nämlich: "in der Welt von heute?"
Deftig - Praktisch - "Xund"
Xunde Tiroler Küche von Angelika Kirchmaier
Bei Einheimischen ist die Autorin bekannt aus der wöchtenlichen Rubrik "xunde Rezepte", die auf Radio Tirol zu hören ist. Zwei Prinzipien sind für nahezu alle Rezepte leitend: Schnell soll es gehen und gesund muss es sein. Entsprechend werden auch immer Modifikationen vorgeschlagen, wodurch die Gerichte auch vegan oder glutenfrei zubereitet werden können.
Zudem ist es der Autorin ein Anliegen, die authentische Tiroler Küche darzustellen, so dass auf extravagante Zutaten oder Variationen verzichtet wird. Diese Authentizität spiegelt sich auch in den Zutaten der meisten Gerichte (für einen Großteil der Rezepte ist nur eine Handvoll Zutaten erforderlich, die sich in fast jeder Küche finden lassen) und in dem Umfang der verschiedenen Kapitel (wo bspw. die "Knödel" und die "Nocken" sehr stark vertreten sind).
Das Buch gliedert sich in verschiedene Kapitel, hinter denen sich verschiedene Gerichte ("Suppen"; "Hauptgerichte mit Fleisch, Fisch und Pilzen" u.a.) oder Varianten einer bestimmten Form ("Gröstl"; "Nudeln" u.a.) verstecken.
Jedes Rezept wird durch einige Symbole eingeordnet (Zeitdauer; vegetarisch; ohne Milch u.a.) und durch eine Nährwert-Tabelle ergänzt. Immer wieder finden sich Vorschläge von Beilagen oder der Resteverwertung, wie auch "Bürotipps", die angeben, ob und wie sich ein Gericht zum Aufwärmen oder Variieren für die Mittagspause eignet. Einige Verfahren (z.B. die Schritte für ein gelingendes Gröstl, das Formen verschiedener Nocken oder das Kochen von Paunzen) werden durch Bilder ergänzt, bei denen jeder Arbeitsschritt fotografiert worden ist. Dieser didaktische Grundzug zieht sich auch in der Beschreibung mancher Rezepte durch, wo entweder in aller Kürze "für Profis'" die Schritte beschrieben werden und für die "Anfänger" eine ausführliche Beschreibung beigegeben wird. Im Anhang werden wertvolle Tipps für grundsätzliche Vorgehensweisen nachgeliefert: Zwiebeln anrösten ohne Fett, die Vorteile von hochwertiger Almbutter uvm.
Jeder also, der Spaß an der authentischen Tiroler Küche hat, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, und deren Vielfalt und Variantenreichtum kennenlernen möchte, wird große Freude mit diesem tollen Kochbuch haben!
Lexebuch der kritischen Selbstreflexion der Kirche
Wider den kirchlichen Narzissmus von Manfred Scheuer
Eine Sammlung von Vorträgen, Meditation, Reden und Predigten aus seiner Zeit als Bischof von Innsbruck wurde in vorgelegtem Büchlein zusammengestellt und veröffentlicht. Nur wenige Monate nach dem Erscheinen wurde bekannt, dass Manfred Scheuer Tirol verlassen wird, um Bischof von Linz zu werden. Die Aktualität der Themen, die darin behandelt werden, führen dazu, dass sich die Veröffentlichung besonders für jene als hilfreich erweisen kann, die Einblicke in das Denken und in Positionen Scheuers gewinnen möchten.
Besonders aktuell erweist sich das erste Kapitel zum Thema Gastfreundschaft. In der aktuellen Situation der Flüchtlingskrise bietet Scheuer politische, philosophische und theologische Reflexionen über Gastfreundschaft, Integration und Bildung, sowie über Freiheit und Gerechtigkeit. Dabei spart er die Frage nach der teilweise schwierigen Rolle der Religion nicht aus und ist auch zu Selbstkritik bereit.
Das zweite Kapitel thematisiert die Armut und berührt damit einen Aspekt, der auch für das Pontifikat Franziskus' von Bedeutung ist. Entsprechend überrascht es nicht, dass dieser auch in zahlreichen Bezügen und Zitaten zum Gewährsmann für Scheuer ist. Hier wird es ganz handfest: Welche Rolle spielt Ernährung? Welche Bedeutung hat bezahlbarer Wohnraum? Wie kann die Kirche neu eine Kirche der Armen werden, worin sie bisher "gescheitert" (S.65) ist?
Mit dem Thema Macht und Autorität, v.a. auch in den Strukturen der Kirche, befasst sich das dritte Kapitel. Unter dem Stichwort von "Umgang mit Schuld" spricht sich der Bischof für die "Hoffnung" als zentrale Kategorie aus. Sie ist das einzige, was auf einen Ausgleich von Tätern und Opfern hoffen lässt. Die Frage der Autorität wird sowohl fundamentaltheologisch behandelt (welche Gewaltpotenziale liegen im Monotheismus?) als auch kirchenintern (es gibt einen Mangel an Leitungskultur in der Kirche; S.117).
Die Kirche darf sich nicht von der Kultur entkoppeln. Vielmehr muss sie diese prägen, sich zu eigen machen, und ihre Sprache sprechen. Religiöse Bildung bedeutet schließlich, dass die These "je religiöser desto dümmer" (so der Titel des vierten Kapitels) nicht mehr tragbar ist. Schließlich ist religiöse Bildung das wirksamste Mittel gegen Fundamentalismus und Ideologien.
Schließlich macht widmet sich der Verfasser der Frage nach dem zueinander von Christentum / Christ-Sein und der modernen Welt. Die Kirche muss an Sprachfähigkeit und intellektueller Redlichkeit gewinnen, anstatt vorschnell zu moralisieren zu beginnen. Nur dann wird es ihr gelingen, den Narzissmus, den Scheuer an einigen Stellen für so als symptomatisch aufweist, hinter sich zu lassen.
Insgesamt zeichnen sich die Beiträge durch eine sehr scharfe und treffende Analyse der beschriebenen Phänomene aus. Dieser Aspekt macht das Lesen spannend und regt zum eigenständigen Weiterdenken und Positionieren ein.
Solide Kurzeinführung in die Messe
Messe gestalten von Martin Sindelar; Judith Werner; Manuela Ulrich; Peter Jüthner; Armin Kircher
Bei dem Büchlein handelt es sich um eine Hilfe für die Praxis. Es ist sehr ansprechend illustriert und einheitlich aufgebaut. Jeder Teil der Messfeier wird besprochen unter vier Gesichtspunkten: einer Einführung, um welchen Teil es geht; der Beschreibung dessen, was darin geschieht; Anregungen zur Gestaltung und schließlich durch Verweise auf Lieder und Texte aus dem (neuen) Gotteslob, die im jeweiligen Teil eingesetzt werden können.
Ergänzt wird diese Grundstruktur durch Zitate aus der Grundordnung des Römischen Messbuchs, aus der Allgemeinen Einführung ins Messbuch oder auch aus Fachliteratur. Außerdem finden sich Anregungen, bestimmte Aspekte einmal hervorzuheben oder auszuprobieren, wie auch Impulse für eine persönliche Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten der Messfeier. Freie Seiten für Notizen geben die Möglichkeit, Ideen für solche konkreten Umsetzungen in der eigenen Pfarrei oder Feiergemeinde festzuhalten. Auch zentrale Ordinariums-Texte sind abgedruckt (z.B. Gloria).
Der Umfang der jeweiligen Teile lässt eine deutliche Gewichtung hin zum Hochgebet und der Eucharistiefeier, gefolgt vom Wortgottesdienst erkennen. Dies entspricht freilich der Sache und ist deshalb positiv hervorzuheben.
Es finden sich viele Vorschläge, die zwar der AEM und der GORM entsprechen, in der Praxis jedoch selten umgesetzt werden. Darin ist meines Erachtens auch der einzige Kritikpunkt zu finden. Zu wenig wird deutlich gemacht, wo diese Diskrepanzen liegen zwischen den Vorgaben der liturgischen Büchern, denen die dargelegten Vorschläge entsprechen, und der tatsächlichen Feiergestalt in einem Großteil der Gemeinden und Feiergemeinschaften. Als Beispiele seien genannt: der Gesang der Eröffnung, der idealerweise zu Ende ist, wenn der liturgische Dienst seine Position im Altarraum eingefunden hat. Auch für die Kürze der Eröffnung und den Bezug der einführenden Worte auf die ganze Feier gilt, dass die Realität häufig anders aussieht. Dieses Auseinanderklaffen hätte durchaus stärker betont werden dürfen. Umgekehrt wäre es auch möglich gewesen, z.B. im Falle der Homilie auf die Möglichkeiten hinzuweisen, dass diese durch ein Glaubenszeugnis o.ä. ersetzt werden könnte.
Diese Punkte können jedoch den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Es handelt sich um eine solide theologische Kurzeinführung in die Elemente der Messfeier mit einem starken Akzent auf eine praktische Umsetzung in der Feiergestalt. Insofern kann es v.a. für den interessierten Mitfeiernden eine gute Handreichung sein. Jedoch wird umgekehrt die Umsetzung nur weniger vorgeschlagener Aspekte in dessen Aufgabenbereich und Möglichkeit liegen.










