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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Rinaldo:

BILDUNG

Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung Eine Streitschrift. Kartoniert. von Liessmann Konrad Paul

ist ein umfassender Begriff, mit dem man sich zunächst näher auseinandersetzen sollte, am besten unter Zuhilfenahme einer "Suchmaschine", um dann eventuell mit Kapitel sechs " Was weiss das Netz " zu beginnen und die darin beschriebenen Grenzen der digitalen Technologien und der Vermittlung von "lexikalischem Wissen" als Beitrag zur Unbildung mittels "Googeln" kennen zu lernen, dessen Informationsgehalt jedoch fallweise auch für so genannte höhere Bildungsschichten durchaus empfehlenswert zu sein scheint, beispielsweise die beschriebene problematische Fragestellung in einem Deutsch-Maturathema betreffend.

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ANGSTMACHE,

Mega Manipulation von Ullrich Mies

Gehirnverschmutzung, Fassadendemokratie, Weltherrschaft, Regierungen lieben Krisen, Schockstrategie, beeinflusste Massenmedien, Definition der Verschwörungstheorie, das sind nur einige Schlagworte dieser mehr oder - eher weniger - lesbaren Sammlung eines internationalen Autorenteams, vorwiegend aus der "Medienmeute".

Es wird schon etwas Wahres d'ran sein, aber sicher nicht alles, so wie man es von Journalisten gewohnt ist.

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AKTIVE STERBEHILFE,

Kultiviert sterben von Alois Schöpf

wofür der Autor nicht nur in dieser ernsten Lektüre eintritt, sondern seine Einstellung dazu, insbesondere sein, sicher auch einer eindeutigen Mehrheit entsprechendem Unverständnis für eine anhaltende Behinderung und Bemühungen von Politikern, das in Österreich bestehende Verbot auch noch in den Verfassungsrang zu heben, immer wieder zum Ausdruck bringt.

Für niemanden auf der Welt gibt es eine Garantie auf ein problemloses Lebensende, welches dann in der Todesanzeige als "plötzlich und völlig unerwartet" oder "sanft entschlummert" kundgemacht wird und daher die Inanspruchnahme einer professionellen Sterbehilfe obsolet machte. Falls der Tod eines Menschen jedoch erst "nach langer, schwerer Krankheit" eingetreten ist, muss man sich wirklich fragen, warum es diesem auf Grund eines unmenschlichen Gesetzes nicht gestattet gewesen wäre, seinem unerträglichen Leiden mittels aktiver Sterbehilfe, ein Ende zu setzen, ohne mit ungewissem Ausgang möglicherweise selbst Hand an sich anzulegen.
Zu wissen, ob es sich dabei im Vergleich zu einem "problemlosen Lebensende" durch einen natürlichen Tod - welchen der Autor für Unsinn hält - doch hoffentlich, wenn auch tragisch für jeden Einzelfall, um eine eher sehr geringe Anzahl handelt, könnte zumindest zu einer Beruhigung eigener Gedanken beitrage.
Im Anschluss an diesen Essay wird jedenfalls dringend "leichtere" Kost empfohlen.

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Bedrückend

Die Pest von Camus Albert

Ein Klassiker der Weltliteratur, in welchem die Seuche als das Böse angesehen wird, das jeder Mensch in sich trägt, ist über jede Kritik erhaben und darf keinesfalls nur "faktenbasiert" betrachtet werden.
Die Anschaffung erfolgte jedoch aus aktuellen Gründen, aus Interess an einem Vergleich der Fakten und der Situationsbewältigung einer Seuche von damals, mit den Maßnahmen von heute, welche sich auffälligerweise beinahe nicht geändert haben.

Im Roman handelt es sich, ähnlich wie bei Corona, um eine Zoonose, deren Auswirkungen auf die Menschen im Frühling des Jahres 1940, zunächst nur durch wenige Einzelfälle festgestellt wurde.
Dr. Rieux, Hauptperson und Erzähler des Romans, führte eine Einberufung der Gesundheitskommission herbei, welche zunächst nur beschwichtigende Erklärungen, wie "es handelt sich wohl nur um eine fiebrige Erkrankung" und daher "um blinden Alarm", abgab. Hinauszögern und abwarten, bis eindeutige statistische Ergebnisse vorliegen, wurde behördlicherseits angeordnet.
Doch die Krankheitsfälle nahmen rasant zu, die Todesfälle ebenfalls, und auf Grund der nun doch endlich laufend aktualisierten Statistiken konnte die Ausbreitung der Seuche nicht mehr verheimlicht werden.
Die Toten konnten nurmehr in Massengräbern beigesetzt werden, mit als Zwischenschicht zur Desinfektion aufgestreutem ungelöschten Kalk. Kirchlicherseits wurde die Seuche als "von Gott gewollt" bezeichnet und dass die Sterbenden glücklich und dankbar sein sollten, da sie viel früher in die ewige Seligkeit aufgenommen werden, als nach einem langen, normalen Lebenslauf, worauf sich viele Menschen tatsächlich absichtlich infizierten.
Strenge Quarantänemassnahmen wurden angeordnet, der Ort in dem die Handlung spielt, komplett abgeriegelt, bewacht von Sodaten und strengen Wachtposten, kaum mehr Menschen auf den Strassen, die Wirtschaft brach zusammen, geschlossene oder leere Geschäfte.................
Endlich führten nach Monaten die strengen Massnahmen und ein Serum zu einer weitgehenden Besserung, das Gemeinschaftsleben konnte wieder aufgenommen werden. Nach beinahe einem Jahr, fielen Ende Januar die Zahlender Erkrankungen in den Statistiken auf einen derart niedrigen Stand, so dass die Behörde die Epidemie als eingedämmt erklärte und die strengen Quarantänemassnahmen aufhob.
Eine Leseempfehlung für Liebhaber klassischer Literatur, welche neben dem philosophischen Gehalt dieses Wekes, ein Vergleich die aktuelle Epidemie betreffende Fakten und Massnahmen mit damals interessiert.

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BEACHTLICH

Achtsam morden von Karsten Dusse

und ungewöhnlich ist die Idee des Autors, die Rechtfertigungen eines intelligenten Mörders für seine Taten - oder "Untaten" - in Verbindung mit Achtsamkeitsphilosophie zu bringen, über welche man sich - so wie im Schlusswort angedeutet - garantiert näher informieren sollte, soferne einem diese bisher nicht bekannt war.

Beinahe bis zum Ende ist dieser erste Roman von Karsten Dusse spannend und faszinierend, so dass man mit Interesse seinen weiteren Werken entgegensieht.

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Das gängige Antidepressivum

Serotonin von Michel Houellebecq

Serotonin dürfte für den Zustand des bereits etwas ausgepowerten Autors viel zu schwach sein, obwohl sein hervorragender Stil und Ausdrucksweise bis jetzt noch nicht sehr gelitten haben. Er hat sich einfach übernommen, zu viel Nikotin, Alkohol und sonstiges Berauschendes, und jetzt wird die Rechnung präsentiert.

So schlaff und schlapp wie er sich fühlt, könnte er einem richtig leid tun. Doch sein letztes Stündchen hat bestimmt noch nicht geschlagen, so bald ihm wirkungsvollere Medikamente verordnet werden.

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Eine Ausnahme

Karte und Gebiet von Michel Houellebecq

stellt dieses Buch des französischen Autors dar, der normalerweise eine besondere Vorliebe für ausführliche, zum Teil unerträgliche und nicht enden wollende Beschreibungen sexueller Handlungen zu haben scheint.
Ohne besonders prüde sein zu wollen, wären sein Stil und seine hervorragende Ausdrucksweise vollkommen ausreichend, um sich diesbezüglich etwas dezenter zu verhalten.

Aber möglicherweise betrachtet er seine Art als sein unverzichtbares Markenzeichen.

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Im Reich der Sagen

Erlebnis-Wandern! Außerfern - Sagen und Mythen entdecken von Christine Zucchelli; Daniela Deutsch

fühlt sich die Autorin besonders wohl.
Diese Kombination Tourenvorschläge mit Wanderskizzen und Zeitangaben, Abbildungen und als Draufgabe mit in das Gebiet passenden Sagen ausgeschmückt, ist eine nette Idee.
Da es halt leider doch ein wenig zu aufwändig erscheint, für einen netten Ausflug eigens ins Außerfern zu reisen, wären solche Büchlein auch für alle anderen Bezirke jederzeit willkommen.

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Sagenhafte Grüße

Geheimnisvolles Hall Sagen, Legenden und merkwürdige Geschichten aus der Stadt und ihrer Umgebung. Gebunden. von Zucchelli Christine

hat mir die Autorin anlässlich der sehr stark besuchten Präsentation in der Burg Hasegg, am 4. April 2012, ins Buch geschrieben, das ich jedem Haushalt im Bezirk empfehlen würde.
Viel Sagenhaftes über die Haller Altstadt kann man erfahren, auch über das Halltal, Absam Gnadenwald, bis ins Voldertal und nach Wattens reichen die zum Teil schaurigen Geschichten von Geistern, Priestern und Teufeln, passend schwarzweiss illustriert.

Die zum Titel passende Abbildung am Umschlag zeigt :
"Leichenzug vor der Pfarrkirche Hall i.T. 1838" , nach dem Original-Ögemälde im Haller Stadtmuseum.

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Eine Landkarte bereitlegen

Anno 1613 von Tirol nach Rom von Christine Zucchelli; Irmeli Wopfner

sollte man sich, wenn man die Reise der fünf lebenslustigen Pilger zumindest im Geiste mitwandern möchte. Neben den ausführlich illustrierten, zahlreichen kulturellen Besonderheiten findet man mehrere, in der heute recht ulkig klingenden Sprache des 17. Jahrhunderts beschriebene Erlebnisse der fünf Herren, u.

a. die in einem Südtiroler Gasthaus erfolgte Bestimmung der Qualität des Weines, durch Beigabe von Wasser, worüber sich der Wirth entsetzt und gekränkt zeigte:
"Wie mehr man Wasser darunter mischt, je mehr lobt und ehrt man den Wein, weil er so stark, gut, gerecht und unverfälscht ist; wer gscheid und wohlerzogen ist, den blossen Wein mit Wasser mischt".

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