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Rezensionen von Caroline :

Revolutionäre waten immer durch Blut

Philippines Geburt mitten in den Wirren am Ende des 17. Jahrhunderts steht unter keinem guten Stern. Bereits ihre Schwestern wurden mit sichtbaren körperlichen Makeln geboren, doch Philippine ist ungemein schön und ihr verkrüppelter Fuß kann gut versteckt werden. Sie wächst in einer Familie auf, die voller Gewalt ist.

Ihr Vater ist der Verhörmeister und ihr Onkel der Henker. Ihre Mutter versucht ständig zu Geld zu kommen und verdingt sich selbst und ihre Töchter als Hure. Nur Philippine wird nicht zur Prostitution gezwungen, da auf ihr die Hoffnungen auf eine gute Partie liegen. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr wissbegierig und intelligent. Sie entflieht oft dem tristen Leben, indem sie lange Ausritte in den nahen Wald macht. Genau dort lernt sie auch Maxence kennen, der sich dort in einem kleinen Häuschen versteckt hält. Über einige Zeit verbringen sie viel Zeit miteinander und Philippine verliebt sich in den jungen Mann. Als dieser wieder nach Paris geht, um den Rufen der frühen Revolution zu folgen, trennen sich ihre Wege, die sich zwar wieder überschneiden, aber dann scheint es bereits zu spät zu sein. Denn die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Wie hat es mir gefallen?

In meinem zu Hause war die Französische Revolution immer wieder einmal Thema, denn meine Mama stammt aus Frankreich und unterrichtete Geschichte. Somit wurde ich schon in jungen Jahren mit den Werten bekannt gemacht. Ich lese zwar nicht sehr oft über diese Zeit, aber ich durfte dieses Buch als Rezenionsexemplar lesen und war dennoch nicht wirklich auf die Geschichte vorbereitet.
Natürlich weiß man von den Henkern, den Verhörmeistern, der Guillotine und der Gewalt, die jede Revolution mit sich bringt, aber in diesem Buch taucht man noch viel tiefer in die Geschichte und Tatsachen ein. Ungeschönt, historisch sehr gut recherchiert und daher auch sehr gewalttätig, schließlich waren diese Zeiten geprägt von Verrat, aufgeputschten Menschen, die bereit waren, ihr Leben zu lassen, um eine neue Zukunft zu gestalten.

Ich habe bereits in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass die Geschichte nichts für Zartbesaitete sei und dem gebe ich völlig recht. Die Beschreibungen von Folter, Gewalt, Vergewaltigung und dem normalen Alltag sind sehr plastisch und schrecken vor nichts zurück.
Die Liebesgeschichte nimmt keinen großen Teil ein. Ich hatte das Gefühl, dass diese als Nebenstrang mitläuft, um ein wenig Hoffnung auf eine gute Zukunft zu schüren. Zeitweise hatte ich richtige Probleme meine positive Einstellung zur Französischen Revolution mit diesem Buch abzugleichen. Denn wir setzen heute noch auf Errungenschaften wie ?Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit?, die Menschen- und Bürgerrechte ? all dies sind Werte auf die wir heute noch stolz sind, aber der Preis, der dafür bezahlt werden musste, war unglaublich hoch.
?Die Bluthunde von Paris? ist ein Roman, der auf mich sehr authentisch wirkt, mich mehr schockiert, als berührt hat.

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So unterschiedlich und dennoch passen sie zusammen

Wie das Feuer zwischen uns von Brittainy Cherry

Alyssa und Logan könnten nicht unterschiedlicher sein. Logans zu Hause besteht aus Drogen, Schlägen und Missachtung. Alyssas Eltern haben sich zwar getrennt, dennoch ist sie in einer sicheren Umgebung aufgewachsen.
Dennoch kreuzen sich ihre Wege und sie werden zu sehr guten Freunden, die mit einander lachen und sich alles erzählen.

Freundschaft ist ihnen aber nicht genug, denn ihre Gefühle für einander wachsen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich ihre Liebe eingestehen. Gemeinsam wollen sie ihre Träume erreichen, aber oft reichen die besten Vorsätze und selbst die Liebe nicht, um gegen das Schicksal und dumme Fehler anzukommen.


Wie hat es mir gefallen?


Ich durfte das Buch schon vorab im Zuge einer Leserunde bei der Lesejury lesen. Ich habe mir diese Runde ausgesucht, weil mir bereits Teil 1 "Wie die Luft zum Atmen" wahnsinnig gut gefallen hat und hier der Klappentext mich neugierig gemacht hat.
Was soll ich sagen, die Geschichte hat mich quasi von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin weiß einfach, wie man spannend, gefühlvoll und mitreißend schreibt.
Natürlich werden ein paar Klischees gedient, aber für mich niemals zu viel.
Alyssa ist eine junge Frau, die unbedingt ihren Lebensunterhalt mit Musik verdienen will. Ihr Vater hat als Musiker natürlich einen großen Anteil an diesem Wunsch. Ihre Mutter ist jedoch komplett dagegen. Die Eltern spielen zwar keine sehr große Rolle, aber eine wichtige. Sie hat auch noch eine Schwester Erika, die viel mehr den Erwartungen ihrer Mutter entspricht.
Logan ist eine gequälte Seele, ich kann es nicht anders ausdrücken. Seine Kindheit war die Hölle. Nur die kurzen Momente, in denen seine Mutter nicht high war, bringen ein wenig Sonnenschein in seinen Alltag. Sein Vater ist ein wahres Monster. Logan fällt es einfach schwer jemandem außer seinem Halbbruder Kellan zu vertrauen. Wen wundert es bei diesen Eltern? Erst Alyssa gelingt es, ihn ein wenig aus seiner Isolation zu locken. Man merkt, wie eng die zwei befreundet sind und diese Phase ist berührend beschrieben.
Die Geschichte wird in zwei Teilen erzählt. Der Zeitsprung von 5 Jahren hebt die Story auf ein neues Level, denn ab da geht es wirklich dramatisch zur Sache.
Ohne viel zu verraten, möchte ich allen nur raten, sich einige Taschentücher bereit zu legen und sich in die Geschichte fallen zu lassen.

www.mariessalondulivre.at

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Ein Serienmörder geht um

Das Opfer Null von Inverni Federico

Anna ist Profilerin und bearbeitet einen schweren Fall. Es wurden 4 junge Frauen ermordet, scheinbar vom gleichen Täter. Also ist ein Serienmörder in der Stadt unterwegs. Anna braucht eine neue Sichtweise, Hilfe um den Fall schnell aufzuklären. Deshalb wird ihr Lucas vorgestellt. Sein Ruf eilt ihm voraus, denn seit er seine Familie verloren hat, widmet er sich den schwierigsten Fällen und das mit unglaublicher Effizienz.

Lucas denkt anders und sieht seine Umwelt komplett anders. Dies hindert ihn zwar oft mit anderen Menschen in Kontakt zu treffen, aber sein Geist arbeitet pfeilschnell und sehr präzise. Damit zieht er neue Schlüsse, die sie endlich in den Ermittlungen weiterbringen.
Anna und Lucas kommen dem Täter näher, aber beide schleppen einen großen Rucksack an emotionalen Problemen mit sich, die sie während der Arbeit stark behindern könnten. Die Abgründe in die sie schauen, ziehen sie immer wieder in ihre eigene Alpträume.

Wie hat es mir gefallen?

Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Dieses Jahr hatte ich bei Krimis/Thrillern nicht immer ein gutes Händchen und ich habe fast schon an mir und meiner Auswahl gezweifelt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, deshalb ging ich voller Erwartungen in die Lektüre.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Geschichte ist verworren, verwirrend, spannend und somit nicht ganz leicht zu lesen. Ich konnte es nicht so einfach weg lesen, sondern musste mich sehr konzentrieren, damit mir ja kein Hinweis bzw. Tipp entgeht.
Anna und Lucas haben mich beide staunen lassen. Anna beherrscht ihr Handwerk als Psychiaterin. Sie sieht Zusammenhänge und öffnet somit neue Ermittlungswege. Fast schon unheimlich arbeitet ihr Geist. Besonders als Frau ist es im Polizeiapparat schwierig erfolgreich zu sein. Sie kämpft um Anerkennung und Respekt. Durch ihre unglaubliche Arbeit gelingt ihr dies auch. Ihre Vergangenheit schwebt jedoch ständig über ihr und vor allem in diesem Fall, könnten ihre Dämonen die Lösung boykottieren.
Lucas ist als Geist bekannt. Sein Mitwirken bei diversen schwierigen Fällen ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Seit er seine Familie verloren hat, hat sich sein Leben komplett verändert. Es scheint fast, dass es ihm egal ist, ob er lebt oder stirbt. An Tatorten ist er allerdings kaum zu übertreffen. Er kann diese lesen und interpretieren, wie kaum ein anderer.
Es sind diese Augenblicke, die mich unglaublich in den Bann gezogen haben. Die Beschreibungen und Schlüsse, die Lucas und Anna gemeinsam ziehen, machen die zwei zu einem genialen Ermittlerduo.
Alles in allem spielt sich die Geschichte in einem recht kurzen Zeitraum von ein paar Tagen ab. Es passiert also ständig etwas. Wir erleben sie abwechselnd aus der Sicht von Lucas und Anna, die in der Ich-Perspektive erzählt. Der Handlungsort ist Haven und ich konnte nicht genau herausfinden, wo sich dieser Ort befindet und somit ist dieser ein fiktiver Ort, der in jedem Land mit Großstädten finden könnte. Das Böse gibt es überall, wo Menschen gedrängt zusammen leben.
Als Leser wissen wir somit viel, aber leider nicht alles. Das mindert den ?Mit-Rate-Faktor? erheblich. Was ich persönlich schade finde. Deshalb ziehe ich einen Stern ab.

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Auf der Suche nach dem wahren Täter

Die Entführung von Karin Lindberg

Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht.

Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen.


Wie hat es mir gefallen?


Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz.
Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird.
Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma.
Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen.
Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.

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Was passiert nach dem Happy End?

Jeder neue Tag mit dir von Luisa Valentin

Markus Arbeit als Kameramann zwingt ihn oft für längere Zeit weg von seiner Ehefrau Kathrin. So auch dieses Mal zu ihrem Geburtstag. Doch dieses Mal möchte Markus sie überraschen, da er früher mit seiner Arbeit fertig wird, als geplant.
Als er zu Hause ankommt, erwischt er Kathrin in einer innigen Umarmung und einem Tanz mit einem anderen Mann.

Zwar ist sonst noch nicht zwischen den beiden passiert, aber wie soll Markus darauf reagieren? Steht die Ehe vor dem Aus? Ist das ganze aufgebaute Vertrauen aus 13 Ehejahre damit komplett zerstört?
Nach den ersten erzürnten Worten, entstauben sie gemeinsam einen Koffer, den sie bei ihrer Hochzeit erhalten haben und den sie erst nach 15 Jahren Ehe oder bei einer geplanten Trennung öffnen sollen. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen, um diesen großen Schritt zu gehen.

Wie hat es mir gefallen?

Als ich erfahren habe, das Luisa Valentin ein neues Buch veröffentlicht, war mir sofort klar, dass ich es gleich lesen werde. Denn bereits "Jede letzte Nacht mit dir" ist mir in sehr guter Erinnerung.
Dieses Mal dreht sich die Geschichte um Kathrin und Markus. Ihre 13jährige Ehe scheint mit einem Mal am Ende zu sein, als Kathrin fast mit einem anderen Mann schläft und nur Markus überraschendes Erscheinen sie davon abhält.
Genau hier setzt der Roman an. Ein sehr ungewöhnlicher Zeitpunkt, denn normalerweise enden die Geschichten mit einem Happy End und keiner schreibt mehr weiter.
Aber Luisa Valentin traut sich, eine Story zu schreiben, die einen schweren Moment in den Mittelpunkt stellt. Kathrin und Markus müssen sich entscheiden, wie sie mit der verkorksten Situation umgehen. Hacken sie ihre gemeinsame Zeit ab, oder kämpfen sie um das Leben, das sie sich aufgebaut haben? Sie packen die Gelegenheit am Schopf und öffnen den Koffer mit all den verpackten Geschenken, die sie an ihrem Hochzeitstag bekommen haben. Damit erwecken sie sowohl schmerzhafte wie auch wundervolle Erinnerungen aus ihrem Leben.
Wir werden in die Vergangenheit zurück katapultiert, begleiten sie als sie sich in einander verlieben und richtig kennen lernen.
Erfahren viel über ihre Freunde und wie diese ihre Liebe beurteilen.

Mehr möchte ich gar nicht über die Geschichte erzählen, es gibt viel zu entdecken, zu lesen und viele Gefühle zu verarbeiten, denn das Leben verläuft niemals gradlinig und wie geplant.

Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so hat es mich gepackt. Zwar gab es Momente, die mir ein wenig zu kitschig beschrieben waren, aber davon gab es nicht sehr viele. Den größten Teil des Buches setzte sich in meinem Kopf die Frage fest: "Wie würde ich auf solch eine Situation reagieren?" Denn eigentlich ist ja noch gar nicht zwischen Kathrin und dem anderen Mann passiert, aber es stellt natürlich einen Vertrauensbruch dar.

Ich bedanke mich beim Verlag, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Luisa Valentin hat sich einen Platz auf meiner Liste von tollen deutschsprachigen Autorinnen redlich verdient.

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Auf der Suche nach dem wahren Täter

Jeder neue Tag mit dir von Luisa Valentin

Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht.

Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen.


Wie hat es mir gefallen?


Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz.
Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird.
Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma.
Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen.
Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.

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Ein Blick ins Hirn eines Teenagers

Ich bin böse von Land Ali

Die 15jährige Annie lebt in einer Pflegefamilie. Ihr Psychiater Mike hat sie zu seiner Frau Saskia und seiner Tochter Phoebe aufgenommen. Niemand außer ihm weiß, warum sie nun Milly heißt und welche Geheimnisse ihr bisheriges Leben umgibt.
Sie ist die Tochter einer pädophilen Serienmörderin, die 9 Kinder umgebracht haben soll.

Annie hat sie an die Polizei verraten und jetzt wartet sie auf die Gerichtsverhandlung.
Annie besucht die gleiche Schule wie Phoebe und diese macht ihr das Leben zur Hölle. Das Mädchen versucht sich richtig zu verhalten, um nicht wie ihre Mutter zu sein. Doch wie lange hält sie das aus, denn der Druck der Umstände nimmt mit jedem Tag zu.

Wie hat es mir gefallen?

Im Zuge einer Leserunde auf Facebook habe ich das Buch gelesen. Anfangs zögerte ich die Lektüre hinaus, denn ich fürchtete, dass ich mit dem Inhalt vielleicht nicht zurecht kommen würde. Ich kann aber jeden, der ähnliches glaubt, beruhigen. Es wird kaum etwas Genaues beschrieben und hauptsächlich wird das Kopfkino befeuert.
Im Mittelpunkt steht Annie, die sich nach Jahren des Grauens mit ihrer Mutter, endlich dazu durchringen kann, zur Polizei zu gehen. Nun lebt sie in einer Pflegefamilie und versucht ihr Leben unter Kontrolle zu bringen. Sie ficht einen inneren Kampf aus, um zu beweisen, dass sie nicht wie ihre Mutter ist. Gut zu sein, fällt ihr aber mit jedem Tag schwerer, denn ihre Schwester ist so richtig fies. Sie piesackt sie bis aufs Blut.
Die Therapiesitzungen mit ihrem Pflegevater Mike sollen ihr helfen, sich auf die Gerichtsverhandlung vorzubereiten. Gleichzeitig soll sie Methoden finden, um mit ihren Schuldgefühlen umzugehen.
Die Geschichte läuft unter dem Genre ?Psychologischer Spannungsroman? und damit hat der Verlag eine gute Einschätzung getroffen. Es wird hier sehr viel Augenmerk auf Annies seelischen Zustand gelegt. Die Verbrechen ihrer Mutter sind zwar wichtig, werden aber niemals richtig beschrieben. Als Leser verfolgt man ihre Gedankengänge, die natürlich von ihrer Mutter geprägt sind. Ihr Überlebensinstinkt hat sie über die Jahre über Wasser gehalten und nun versucht sie in ein normales Leben zu schlüpfen.
Der Schreibstil hat mich anfangs ein wenig gestört. Die Sätze sind eher kurz und prägnant. Ich musste die Geschichte hin und wieder unterbrechen, aber ab ca. der Hälfte hatte mich die Story komplett gepackt und lies mich nicht mehr los.

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Manchmal muss man über seinen Schatten springen

Ich bin böse von Land Ali

Hope und ihr jüngerer Bruder Raphael beginnen in L.A. ein neues Leben. Hope versucht so vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn Träume verfolgen einen, egal wo man wohnt.
Sie arbeitet viel, um ihr Modelabel bekannt zu machen. Ihr Teenager Bruder sucht sich Freunde und schlägt dabei öfter über die Stränge.

Hope hat manchmal das Gefühl mit der Erziehung überfordert zu sein.
Aiden ist erfolgreicher Fotograf, der Berühmtheiten gekonnt in Szene setzt, aber in den letzten Monaten hat ihn die Muse verlassen. Sein Leben wurde durch einen schlimmen Verrat seiner Freundin komplett durch einander gewirbelt.
So treffen sich zwei Menschen, die an einem Scheideweg ihres Lebens stehen und sich entscheiden müssen, wie ihre Zukunft aussehen soll.


Wie hat es mir gefallen?


Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss zugeben, es hat mir gut gefallen. Ich bin ohne große Erwartungen in die Geschichte gegangen. Bekommen habe ich eine wunderschöne Story mit zwei tollen Hauptfiguren.
Hope hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Sie scheint eine starke unabhängige Frau zu sein. Sie kleidet sich sexy wie ein Pin-Up Girl der 50iger Jahre, doch schnell erkennt man, dass dies ihre Rüstung ist, um die Tage unbeschadet zu überstehen.
Aiden durchschaut sie auch sehr schnell. Er möchte sie auch nicht zu sehr bedrängen, denn er weiß, dass sie sich sonst komplett zurück ziehen würde.
Genau dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen. Sie lernen einander nicht sofort kennen. Es dauert ein wenig. Beide Figuren werden vorgestellt. Der Leser wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sie sich treffen.
Dass dies der zweite Teil der Reihe ist, hat mich ausnahmsweise nicht gestört. Ich bin normalerweise eine Verfechterin der Lies-in-der-richtigen-Reihenfolge Theorie, aber hier hat die Autorin recht viel erzählt und somit hatte ich nie das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen.
Den Sterne-Abzug habe ich gegeben, weil das Ende für mich einfach zu schnell abgehandelt wurde. Um nicht zu spoilern, werde ich nicht näher darauf eingehen.
Ich werde mir die Serie und die Autorin auf jeden Fall merken.

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Wer sind diese Luminata?

Gilde der Jäger - Engelsherz von Nalini Singh

Die Kaskade schreitet voran und niemand auf der Welt weiß, welche Auswirkungen sie haben wird. Es gibt auch keine Spur von Lijuan, ist sie tot oder schläft sie nur. In ihrem Gebiet wüten bereits einige Vampire, ohne starke Führung könnte sich daraus ein Flächenbrand entwickeln.
Deshalb kommt die Einladung der Lumia an den Kader der Erzengel keines Wegs überraschend.

Alle wachen Erzengel sollen sich in Marokko treffen, um über die weitere Vorgehensweise zu diskutieren und eine Lösung zu finden. Jeder Erzengel darf eine Begleitperson und eine weitere Wache mitbringen. Raphael nimmt natürlich Elena mit und entscheidet sich für Aodhan, einen seiner Sieben.
Lumia umgibt die Aura das Geheimnisvollen, denn dort versammeln sich seit Jahrhunderten Männer, die auf der Suche nach der Erleuchtung sind. Als Elena, Raphael und Aodhan ankommen, sind sie zunächst von der Lage und der Burg beeindruckt. Bald stellen sie fest, dass nicht alle Mönche den Eindruck erwecken auf der Suche nach dem Sinn des Lebens oder Ähnlichem zu sein. Elena fühlt sich vom ersten Moment an ständig beobachtet.
Auch die anderen Kadermitglieder und die Begleiter empfinden das selbe Unbehagen. Die Mauern und Wände in der Anlage scheinen Augen und Ohren zu haben. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, folgen Elena und Aodhan den rätselhaften Andeutungen.

Wie hat es mir gefallen?

Vorausschicken möchte ich, dass ich ein riesengroßer Nalini Singh Fan bin. Zwar ist diese Reihe ?Die Gilde der Jäger? nicht meine bevorzugte, aber mit jedem neuen Buch wächst sie mir mehr und mehr ans Herz.
Vor allem fällt mir immer wieder auf, wie sehr die Autorin ihre Figuren mag. Jede einzelne bekommt den notwendigen Platz, um zu wachsen, auch die bösartigen. Dieses Mal sind wir natürlich ganz nah an Elena und Raphael. Elena verändert sich und nimmt die Herausforderung, die Gefährtin eines Erzengels zu sein, an. Sie weiß um ihre Schwächen, doch sie hadert nicht, sondern akzeptiert diese und versucht sie auszumerzen. Ihre Stärken dagegen nutzt sie voll aus, um ihren Gegner klipp und klar zu zeigen, dass sie sich niemals ergeben wird, sondern bis zum letzten Moment kämpfen wird. Ihre Menschlichkeit und ihre Sterblichkeit hat sie noch nicht abgelegt. Damit beeinflusst sie ihren Erzengel stark, somit erlernt auch er noch, der so alt ist, noch neue Tricks. Seine ehemals menschliche Frau, liebt ihn über alles, stellt ihn aber auch täglich neuen Herausforderungen.
Aodhan, bisher habe ich ihn fast übersehen bzw. überlesen. Das konnte/wollte ich dieses Mal nicht. Er ist ständig präsent und unterstützt seinen Erzengel und Elena. Seine ruhige und besonnene Art sich Gedanken zu Dingen und Problemen zu machen, fand ich wunderschön beschrieben. Was mich dieses Mal ungemein beeindruckt hat, ist die Beschreibung seines Erscheinungsbildes. Er stellt wahrlich ein Wesen dar, dass man ?besitzen? möchte. Deshalb bin ich nun sehr gespannt, was es mit seiner Geschichte auf sich hat.
Die Handlung rund um Lumia war spannend und auch aufschlussreich. Die Szenen, in denen der Kader als gesamtes handeln und entscheiden musste, gefielen mir sehr gut. Wer mit wem Machtblöcke entstehen lässt, moderne gegen traditionelle Ansichten und natürlich auch die fiesen und gemeinen Erzengel kamen zu Wort.

Dieser Band ist vielleicht für die Entwicklung der Kaskade nicht extrem wichtig, aber für die Geschichte im Allgemeinen bildet sie eine Brücke, die uns Lesern tiefe Einblicke ins Seelenleben von Elena und Raphael geben. Sie lässt uns auch bereits mehr über Aodhan erfahren, dessen Vergangenheit ungemein schmerzlich gewesen sein muss.
Ich weiß, dass im Herbst der neue Band rund um Venom und Sorrow herauskommt und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich auch auf ihre Geschichte freue, denn Sorrow verdient es endlich wieder glücklich und zufrieden zu sein.

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Wem soll Daniel glauben?

Ohne jeden Zweifel von Tom Rob Smith

Daniels Eltern entscheiden sich ihren Besitz in England zu verkaufen und in Schweden, der Heimat der Mutter, ihren Lebensabend zu verbringen. Die regelmäßigen eMails zeigen, dass sie sich langsam eingewöhnen und Freunde finden. Bis ein aufgeregter Telefonanruf von Daniels Vater, ihn aufschreckt. In dieser Nachricht erfährt er, dass seine Mutter krank ist und in eine Psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde, denn sie beschuldigt ihren Mann, in verschiedene Verbrechen verwickelt zu sein.

Sofort bucht Daniel einen Flug nach Schweden, doch noch bevor er das Flugzeug besteigen kann, meldet sich seine Mutter, um anzukündigen, dass sie das Krankenhaus verlassen hat und nun auf dem Weg zu ihm nach London ist. Dort angekommen, erzählt sie ihm eine ungeheuerliche Geschichte.
Nun muss Daniel sich entscheiden, glaubt er den Anschuldigungen oder ist sein Vater unschuldig und seine Mutter tatsächlich krank?

Wie hat es mir gefallen?

Tom Rob Smith fasziniert mich immer wieder. Schon bei seinen Büchern, die in Russland spielen, konnte er mich begeistern. Dieses Mal spielt die Geschichte in der Gegenwart und beruht auf Erlebnissen des Autors (wie im Nachwort erwähnt wird).
Die Hauptfigur Daniel erlebt den Albtraum eines jeden Kindes (auch wenn er bereits erwachsen ist), er muss sich zwischen seinen Eltern entscheiden. Jedoch nicht, weil sie sich scheiden lassen möchten, sondern weil seine Mutter ungeheuerliche Anschuldigen gegen seinen Vater vorbringt. Langsam wird die Geschichte, was in Schweden passiert ist erzählt. Beweis für Beweis, Schicht für Schicht zeigt Daniels Mutter auf, welche Verbrechen vertuscht werden sollen. Daniel erkennt in den Schilderungen seinen Vater nicht mehr. Wenn alles so stimmen sollte, dann muss er seine gesamte Vergangenheit in Frage stellen.
Wobei auch Daniel Geheimnisse vor seinen Eltern verbirgt. Er konnte ihnen nicht von seiner Homosexualität erzählen. Seinen Freund Marc kennen sie nicht und auch sein Leben in London ist ihnen völlig fremd.

Mutter und Sohn verbringen eine sehr intensive Zeit miteinander und Daniel muss seiner Mutter einen Vertrauensvorschuss gewähren, um ihr zu ermöglichen in Ruhe ihre Seite zu erzählen. Dabei erfährt er ganz neue Dinge von seinen Eltern.

Tom Rob Smith bringt eine ungewöhnliche Geschichte zu Papier, die ich so noch nie gelesen habe. Das Ende fand ich sehr gelungen und das Nachwort erklärt noch zusätzlich einiges.

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