Kunden em pfehlungen
Rezensionen von domo:
Zu wenig + zu viel = null
John O'Farrell ist ein beliebter britischer TV-Satiriker, dem das Gagschreiben liegt, das beweist er auch in diesem Roman. Er geht hier aber - nicht zum ersten Mal - über die lange Distanz, und dafür fehlt eindeutig die schriftstellerische Kraft. Zwischen Gags, Beschreibungen skurriler Situationen und durchaus mit Wortwitz platzierten lebensphilosophischen Einsprengseln kommt ordentlich Langeweile auf, es fehlt schlicht an komplexen Charakteren und einer sorgfältig komponierten Story.
Vor allem eine gute Story wäre dringend vonnöten, denn das Thema (Mann>Gedächtnisverlust>wird zum besseren Menschen und darf so seine Ex wiedergewinnen) ist alles andere als neu. Hollywood hat inzwischen ein eigenes Genre der 'Gedächtnisverlustfilme' hervorgebracht und literarisch kommt an Oliver Sacks ('Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte') bis dato nichts ran, dieses Buch mit Sicherheit nicht. Zu viele seichte Gags, zu wenig Komposition ergibt leider eine über weite Strecken langweilige und nichtssagende Lektüre mit immerhin ein paar Lachern.

