Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nanu?!:
Sehr nützlich!
Brot backen von Anne-Katrin Weber
Das Buch ist perfekt für Leute die so ungerne backen wie ich.
Ich habe keine Geduld auf Teige zu warten, Fehler beim Abwiegen nimmt dir das Backwerk sofort übel weswegen man genau arbeiten muss.
Aber, ich liebe frisches selbstgebackenes Brot und da ist das kleine Backbuch super. Denn es gibt gleich zu Anfang ein Kapitel mit besonders einfachen Rezepten für Anfänger.
Dabei handelt es sich um 10 völlig unterschiedliche Brotsorten die mit einfacher Hefe gemacht werden und teilweise sogar mit Dingen wie Oliven, Tomaten oder Walnüssen. Eines der Brot wird sogar mit Speck und grünem Pfeffer verarbeitet, ein Geschmack wie im Himmel, ich sags euch. Es gibt ein Rezept für Blitz-Vollkornbrot das wirklich superschnell zubereitet ist, und eines für Wurzel-Brot welches krumm und schief aussehen darf. Das kriege sogar ich hin.
Im zweiten Kapitel wird es ein wenig kniffliger. Ich sag nur: Sauerteig. Man kann selbstgemachten Sauerteig nehmen, bei der Anleitung ganz vorne wird Schritt für Schritt und in Bildern erklärt wie das geht. Man kann aber auch fertigen Sauerteig nehmen. Außerdem lernt man mit welchem Trick man eine besonders knusprige Kruste hinkriegt.
Zu den besonderen Zutaten gehören hier Haselnüsse für das Haselnuss-Brot, oder Sesam und Möhren für ein knuspriges Stangenbrot.
Zum Schluß gibt es ein süßes Kapitel. Von süßen Brötchen mit Studentenfutter gebacken über das klassische Brioche bis zu den leckersten Schnecken der Welt, müsste für jeden etwas dabei sein. Ich empfehle das Apfelbrot zur nächsten Käseplatte.
Um die Brote backen zu können braucht man kein besonderes Arbeitsmaterial. Die Brote werden entweder in der Kastenform, im Gärkörbchen oder lose geformt auf dem Backblech gebacken. Einen Brotbackstein braucht man nur bei ganz wenigen Rezepten.
Bei allen Rezepten gibt es ein appetitanregendes Photo, so weiß man auch wie es am Ende aussehen sollte. Alle Anleitungen sind einfach und verständlich geschrieben, zusätzliche Tipps erleichtern die Arbeit.
Ein wirklich nützliches Backbuch welches ich noch sehr oft in der Hand haben werde.
Rache ist Blutwurst!
Vicious - Das Böse in uns von V. E. Schwab
Es ist eher der gegenseitige Respekt voreinander der Victor und Eli eine Art Zweckgemeinschaft eingehen lässt, als echte Freundschaft. Jedenfalls interessieren sie sich beide an der Uni für das selbe Forschungsthema.
Sie wollen herausfinden wie Menschen zu ExtraOrdinäre werden. Das es sie gibt, davon ist sowohl Victor als auch Eli fest überzeugt.
Sie glauben kurz vor einem Durchbruch zu stehen und wagen ein Experiment. Dass das Ergebnis aber solche weitreichende und schreckliche Folgen haben würde, ahnt keiner von ihnen.
Dies ist mein erstes Buch der Autorin und wird aber sowas von nicht das letzte gewesen sein. Meine Güte, kann die gute Plots entwickeln.
Dabei ist es eigentlich seltsam wenn man als Leser keinen der Hauptfiguren leiden kann. Das die Protas Superkräfte entwickeln, verrät ja schon der Klappentext. Von Anfang an weiß man aber nicht wer der Gute oder der Böse ist oder ob der Jäger nicht gleichzeitig auch der Gejagte ist.
Beide Hauptfiguren sind unsympatisch, berechnend und herzlos. Sie sind das genaue Gegenteil eines Helden, aber gerade deswegen so unheimlich faszinierend. Man kann eigentlich mit keinem der Beiden richtig mitfiebern, möchte ihnen aus dem Weg gehen und kann trotzdem nicht von ihnen lassen.
Die meiste Zeit wird aus Elis oder Victors Sicht erzählt. Dabei wird ständig in der Zeit herum gesprungen: Mal wird von den Anfängen vor zehn Jahren erzählt, mal von Ereignissen die erst wenige Wochen zurück liegen. Oder der Leser kommt dem großen Finale, das wie eine Art Countdown aufgebaut ist, einen Schritt näher.
Aus der Sichtweise anderer Nebenfiguren - die deutlich sympathischer als die Hauptfiguren sind - wird ebenfalls erzählt.
Trotz der vielen Perspektivwechsel und Rückblenden hatte ich nie Probleme der Handlung zu folgen. Im Gegenteil, es ist sogar gut dass die Wahrheit erst nach und nach ans Licht rückt.
Die relativ kurzen Kapitel und die flotte und klare Schreibweise der Autorin bringen ordentliches Tempo in die Geschichte. Starke Emotionen wie Enttäuschungen, Hass und vor allem Rache erhöhen die Spannung. Die Stimmung ist wunderbar düster und packend.
Die philosophischen Aspekte dahinter werden auch ein wenig durchleuchtet. Man kann sich fragen ob es in Ordnung ist einen Menschen nach dessen Tod eine zweite Chance zu schenken. Ob dieser wieder zum Leben erweckte Mensch danach überhaupt derselbe sein kann, und lauter solche Dinge.
Ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Teil und von mir gibt es ganz klar eine Leseempfehlung.
Für den kleineren Geldbeutel
Rachs Rezepte für jeden Tag von Christian Rach
"Große Küche für kleines Geld" kündigt Rachs neustes Kochbuch gleich auf dem Cover an. Was das Buch verspricht, hält es auch: Die Rezepte sind alle preiswert, weil mit größtenteils regionalen Produkten gekocht wird.
Ab und zu findet sich ein etwas teureres Produkt, Garnelen zum Beispiel, oder fangfrische Dorade.
Das sind aber wirklich nur Ausnahmen.
Christian Rach arbeitet mit Gemüse, welches bei uns in jedem Supermarkt zu finden ist. Sehr viel Wurzelgemüse, Kohl, Kartoffeln und frische Kräuter kommen zum Einsatz.
Selbst die exotischsten Lebensmittel die Rach benutzt sind problemlos zu kriegen, weil mittlerweile in fast jedem Supermarkt mindestens ein Asia-Regal steht. Sojasauce, Fischsauce, Erdnussmus oder Sesamöl sind also keine weltbewegenden Zutaten mehr.
Die Lebensmittel in diesem Buch stellen den Koch am heimischen Herd also schon mal vor keinem unlösbaren Rätsel. Das ist nicht selbstverständlich!
Die Gerichte selbst sehen trotz der einfachen Lebensmittel sehr schick und anspruchsvoll aus. Zu jedem Essen gehört ein tolles Photo, so kann man sich selbst davon überzeugen.
Aber trotzdem sind sie nicht schwierig nachzukochen. Dafür sorgen Schritt für Schritt Anleitungen die leicht verständlich geschrieben sind. Ab und zu gibt es von Rach einen Extra-Tipp, damit auch ja nichts schief gehen kann.
Von der Dauer der Zubereitungszeit sind immer so zwischen dreißig und sechzig Minuten angegeben.
Die Gerichte sind einerseits nicht zu überkandidelt sodass man sie nicht zuhause nur für sich selbst kochen mag, weil die Mühe sich nicht lohnen würde. Andererseits sind sie aber auch nicht so einfach, dass man sie nicht für eingeladene Gäste kochen würde.
Unter den Rezepten gibt es zwar viele Klassiker die man schon kennt, aber sie wurden mit einem pfiffigen Extra von Rach versehen. So werden völlig neue Gerichte daraus.
Zum Beispiel serviert er die Minestrone mit einem Petersilien-Pesto welches der Suppe eine ganz spannende Würze verleiht. Die Spargelsuppe bekommt einen Schuss Kokosmilch und eine deftige Einlage verpasst. Das Cassoulet wird mit Chorizo serviert, das gibt der Suppe den richtigen Biss.
Neben den Suppen gibt es auch ein Kapitel für Salate. Hier gibt es tolle selbstgemachte Vinaigrettes und Salate mit Obst und/oder Rohkost, mit oder ohne Fisch und Fleisch. Die Salate sehen so toll aus, da braucht man nicht mehr.
Das Kapitel für Gemüse gefällt mir am besten. Hier werden tolle originelle vegetarische und sättigende Gerichte vorgestellt, mit Beilagen wie Polenta oder selbstgemachte Reibekuchen. Da kommt man gar nicht auf die Idee Fleisch oder Fisch zu vermissen. Das sage ich als Nicht-Veganer.
Ein Kapitel mit Ofengerichte wo all die Flammkuchen, Pie's, Frittatas, Tartes, Pizzen und sonstige Aufläufe ihren Platz finden, gibt es auch.
Dann folgt ein Kapitel mit Reis- und Nudelgerichten. Auch hier gibt es fleischlose Rezepte wie in jedem anderen Kapitel auch.
Bei den Hauptgerichten sieht man die auf nobel getrimmten Klassiker in der Sparversion am besten, finde ich.
Hier wird Bratwurst mit Rotkohl gekocht, aber völlig anders gewürzt was das ganze Gericht neu erfindet und aufwertet.
Hier gibt es Kohlrouladen, aber mit karamelisierten Äpfeln serviert was super zusammen passt. Oder Hackbällchen mit Rahmwirsing, aber mit Pastinakenstampf.
Und die Lammhaxen erst, die werden stundenlang langsam geschmort bis das Fleisch von alleine von den Knochen fällt.
Auch die Fischgerichte sehen vorzüglich aus, vor allen Dingen etwas kalorienreduzierter und feiner als die Fleischgerichte.
Die Desserts kommen etwas zu kurz am Ende. Dafür gibt es ein Kapitel mit Grundrezepten für Mayonnaise und andere Dressings und Saucen.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch rundherum gelungen ist. Selbst mit kleinstem Geldbeutel kann man seine Gäste beeindrucken, wenn man denn will.
Für jeden Geschmack ist etwas dabei und wer nichts findet, ist selber Schuld.
Das war ein Jugendbuch?
Die Arena: Grausame Spiele von Hayley Barker
Hoshikos Welt ist ein alternatives England um das Jahr 2050 herum, und in zwei Lagern aufgeteilt. Auf der einen Seite leben die Pures, die Elite des Landes. Sie leben ein bequemes Leben, genießen sämtliche Vorteile und müssen niemals hungern. Um niedere Arbeiten brauchen sie sich nicht zu kümmern, denn dafür gibt es die Dregs.
Die Dregs, das ist die andere Seite der Medaille. Sie werden in Slums gehalten, hausen in jämmerliche Hütten und besitzen keinerlei Rechte.
Regelmäßig werden Dregs-Kinder aus ihren Familien gerissen um im Zirkus fortan als Artisten zu arbeiten, sobald sie ein wenig Talent zeigen. So ist auch Hoshiko im Zirkus gelandet. Der Verschleiß an Artisten ist in der Arena sehr hoch und die Hoffnung, jemals lebend aus dieser hinaus zu kommen, hat Hoshiko schon lange aufgegeben.
Das Buch wird Jugendlichen ab zwölf empfohlen und ich finde, dafür ist es unnormal brutal.
Die Dregs werden von den Pures noch schlechter behandelt als Tiere, auch wenn die schon nichts zu lachen haben. Was die Artisten alles über sich ergehen lassen müssen, erfährt der Leser von Kapitel zu Kapitel, Stück für Stück aufs genaueste geschildert, bis ins kleinste Detail. Und je weiter man kommt, umso brutaler werden auch die Szenen, als ob die Autorin sich immer selber übertreffen wollte in ihren Schilderungen.
Manche Szenen, besonders eine Besondere, hat sogar Ekel bei mir hervor gerufen. Ich bin keine Mimose, ich finde solche Szenen nur einfach in einem Jugenbuch fehl am Platz und völlig übertrieben detailreich.
Erzählt wird immer abwechselnd aus zwei Perspektiven in der Ich-Form.
Einmal aus Hoshikos Sicht, dem Dreg-Mädchen und Star der Manege. Mit ihr erlebt der Leser den ganzen Wahnsinn des Zirkus.
Zum Zweiten wird aus Bens Sicht erzählt. Er ist ein Pure und mit ihm wird erst der krasse Unterschied zwischen beiden Schichten der Gesellschaft deutlich.
Die Wechsel zwischen den beiden Perspektiven erfolgt recht häufig, oft wird sogar jede zweite bis dritte Seite zwischen den Protagonisten gewechselt. Das soll wohl mehr Tempo in die Erzählung bringen, was auch geklappt hat. Gestört haben mich die häufigen Wechsel nicht, man gewöhnt sich schnell dran.
Durch die schlimmen Dinge die geschildert werden, bleibt die Atmosphäre die ganze Zeit über sehr düster und niedergeschlagen. Nicht für eine Sekunde bekommt man ein positives Gefühl beim Lesen, denn es folgen Grauen über Grauen.
Was mir fehlte waren Informationen zur Hintergrundgeschichte dieser Dystopie. Warum ist die Gesellschaft so gespalten? Was ist passiert das die Menschen so verändert hat? Es gibt nur einen kurzen Satz der erklärt dass die Dregs als Einwanderer nach England kamen und das Land überlaufen wollten. Das ist mir als Erklärung definitiv zu wenig. Was außerhalb Englands passiert, erfährt man leider auch nicht. Ich hoffe dass diese Fragen noch im zweiten Band geklärt werden.
Dann gibt es noch die plötzliche Liebe zwischen den Hauptfiguren die ich aber sehr unglaubwürdig finde. Sie haben keinen Grund sich zu vertrauen oder gar ihr Leben für den Anderen aufs Spiel zu setzen. Sie kennen sich kaum und eigentlich müssten sie sich hassen. Es ist aber auch schwer vor einer solchen Kulisse, Romantik aufkommen zu lassen.
Trotz meiner Kritikpunkte ist das Buch immer noch sehr spannend, man mag es eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Band zwei werde ich auf jeden Fall lesen. Die Autorin hält sich dann hoffentlich mit ihren brutalen Details ein wenig zurück. Man möchte nicht immer alles ganz genau wissen.
Einfache Küche
Kochen nach Beaufort von Claudia Seifert
Beaufort, das ist die Skala nach der die Stärke der Windgeschwindigkeit auf See beschrieben wird. Beaufort 0 bedeutet demnach Windstille, Beaufort 12 wäre ein Orkan.
Dieses Kochbuch wurde für Segler entwickelt die in zu kleinen Bordküchen mit wenigen bis gar keinen Kochplatten trotzdem ein gescheites Essen auf den Tisch bringen wollen.
Zu Anfang gibt es eine Art Einkaufsliste mit haltbaren Lebensmitteln die die Basis der Bordküche bilden soll. Da stehen eine Menge Dinge drauf und ungefähr die Hälfte davon habe ich noch nicht einmal in meiner normalen Hausküche.
Die Rezepte selbst sind nach Beaufort-Windstärken sortiert. Ehrlich gesagt erkenne ich da kaum eine Ordnung, die Rezepte sind in meinen Augen total durcheinander, bestimmte Rezepte muss ich suchen weil ich nicht mehr weiß, in welchem Beaufort-Kapitel es sortiert war.
Zu jedem Rezept gibt es Symbole welche auf einen Blick anzeigen wie viele Herdplatten man braucht, wie viel Zeit man für die Zubereitung benötigt und ob sich die Zutaten bereits an Bord befinden.
Ich wundere mich ein wenig über die vorgestellten Rezepte. Nach einem Tag auf See und an der frischen Luft müsste man doch geradezu ausgehungert nach deftigen heißen Gerichten sein. Ich sehe aber fast nur leichte Sachen die zwar schnell gemacht sind, aber kaum richtig aufwärmen und satt machen.
Es gibt Rezepte für Salate, für schnelle Suppen, für Nudel- und Kartoffelgerichte, Fisch- und Fleischgerichte mit leichten Beilagen und einigen Desserts. Oft wird mit Instandpulver und Konserven gearbeitet was ich unter den gegebenen Umständen okay finde. In solch einer Küche wird man kaum richtige Hühnerbrühe oder Gnocchi selber machen können. Kartoffelpureepulver kommt also ebenso zum Einsatz wie Pesto aus dem Glas oder Brühwürfel. Das spart eine Menge Zeit und so hat man auch die meisten der vorgestellten Gerichte in kürzester Zeit fertig gekocht.
Viele der Gerichte finde ich sehr einfallslos, oder braucht wirklich jemand ein teures Kochbuch wo drinsteht wie man ein Brot mit Salat, Tomaten, ein paar Datteln und Hühnerbrust belegt? Braucht man ein Rezept für ein Dessert welches nur aus gekauften Zuckerwaffeln, Quark und Beeren besteht? Oder eins für eine Hühnersuppe aus aufgekochtem Wasser mit Pulver, Nudeln und klein geschnittener Hühnerbrust?
Es gibt aber auch ein paar Dinge die ich sehr interessant finde: Das Gemüse-Hirsotto zum Beispiel, oder die mit Pumpernickel und Mandelmus gefüllte Hähnchenbrust. Der Linsen-Curryeintopf ist einer der wenigen deftigen Gerichte die ich gefunden habe.
Auch die Fischgerichte klingen ganz interessant: Der Melonensalat mit Fisch und Sesam oder der Kabeljau mit Kichererbsen. Bei dem Rezept für Kartoffeln mit ein paar beigefügten Krabben und dem Tzatziki verdrehe ich schon wieder die Augen.
Die Rezepte sind wirklich kinderleicht und bestehen sehr selten aus mehr als zwei Schritten. Um diese Mahlzeiten kochen zu können muss man nicht wirklich begabt in der Küche sein. Zwei linke Hände tun es auch.
Ich persönlich finde das Gesamtwerk recht langweilig und glaube nicht, dass so ein Kochbuch wirklich nötig ist wenn man ein bisschen kochen kann. Für Leute die nur nach Anleitung kochen, null Ideen haben (was ich nicht abwertend meine) und wirklich nur über den minimalsten Platz in der Küche verfügen (Wohnwagen, Segler,...), wird das Buch sehr gut gefallen.
Geliefert wird das Buch in einer hübschen Blechdose mit einem Pfannenwender. Praktisch wenn das Buch unterwegs nicht nass werden soll.
Er weiß was du getan hast
Schattenseite von Jonas Ems
Corvin, Seymon und Nola gehen in die gleiche Klasse. Sie alle stehen kurz vor dem Abitur und können eigentlich keine Ablenkung gebrauchen. Doch dann tritt "Schattenseite" in das Leben der Schüler, eine Webseite die nach und nach die intimsten Geheimnisse bestimmter Schüler preisgibt.
"Schattenseite" verbreitet sich wie ein Virus und wird bald von allen gelesen.
Ein einziger Albtraum beginnt.
Das Buch hat mir ganz gut gefallen, was vor allem an den Figuren lag.
Abwechselnd wird aus der Sicht von drei Jugendlichen in der Ich-Form erzählt, die erstmal nur auf den ersten Blick total stereotyp wirken: Da ist Corvin, der Nerd, ein richtiger Opfertyp der sogar Angst vor seinem eigenen Schatten zu haben scheint. Dann Seymon der draufgängerische Sportler, immer mit den hübschesten Mädchen zusammen und in der Schule der Ansager. Und Nola, die Neue die keiner so richtig einschätzen kann.
Obwohl man durch die Erzählform als Leser nicht näher an die Figuren dran sein könnte, bleiben sie trotzdem bis zum Ende hin rätselhaft. Sie tun ständig Dinge die überraschen und der Geschichte eine Wendung geben.
Man will keinen von ihnen so recht über den Weg trauen.
Das Thema "Hacking" wird sehr gut behandelt. Das die Nutzer viel zu leichtfertig mit ihren Daten umgehen und wie leicht so eine "Schattenseite" in der Wirklichkeit nachzubauen wäre.
Auch wie die unterschiedlichen Reaktionen dargestellt werden hat mich überzeugt. Die einen Schüler die einfach nur über die Skandale begeistert sind und fleißig die Seite teilen. Fasziniert verfolgen sie die Aufdeckung der Geheimnisse und empfinden vielleicht auch Schadenfreude, gleichzeitig haben sie Angst selbst an den Pranger gestellt zu werden.
Das Ende der Geschichte kam dann plötzlich. Es gibt schon ein Ende, irgendwie, allerdings gibt es da lose Enden die nicht mehr aufgeklärt werden. Sowas stört mich immer wenn Hinweise eingestreut werden die völlig unnütz sind.
Aber, bis hierhin kam ich nicht drauf wer der Macher der Schattenseite ist. Mein Hauptverdächtiger wechselte von Kapitel zu Kapitel. Das Buch fand ich schon ziemlich spannend und auch das Tempo der häufigen Szenenwechsel war für mich optimal.
Gerne mehr davon.







