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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von preinzi:

Bachelorarbeit einer KI

The Kindness Economy von Oona Horx Strathern

Ich hab ein bisschen ein schlechtes Gewissen, eine negative Rezession zu schreiben. Das Buch wurde mir nämlich von einer lieben Freundin empfohlen. Sie hat es offenbar sehr genossen und viel daraus mitgenommen.
Leider war es für mich eines der ganz wenigen Bücher, die ich abbrechen musste. Ich hab mich schon durch viele zähe Bücher gekämpft, aber The Kindness Economy war für mich pure Zeitverschwendung.

Das Buch ließt sich meiner Meinung nach wie eine Bachelorarbeit... die noch dazu von einer KI verfasst wurde. Es gibt wenig roten Faden oder zusammenhängendes Narrativ. Die Kapitel sind sehr kurz und gleichen einer oberflächlichen Zusammenfassung davon, was irgendwelche Firmen oder Konzerne im Sinne einer Kindness Economy getan haben. Das grundlegende Konzept ist spannend (deshalb hab ich mir das Buch schließlich gekauft). Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich im vorliegenden Buch viel darüber lerne. Es wirkt eher als ob die Autorin kurz ein anderes Werk beschreibt und dann eine Reihe von Beispielen dafür heraussucht. Das kann interessant sein, aber reicht meiner Meinung nach nicht, um ein Buch zu füllen. Jedes Kapitel wirkt sehr isoliert. Es wird ein kleiner Aspekt der Kindness Economy kurz genannt und dann werden halt ein paar Beispiele gegeben. Bei den Beispielen handelt es sich auch manchmal um große Konzerne, deren Geschäftspraktiken ich gern kritisch beleuchtet gesehen hätte. Dass auch solche Firmen ab und zu was (scheinbar) positives machen kann schon sein.. aber sowas fällt für mich eher in dieselbe Kategorie wie Greenwashing.
Was mich am Schreibstil stört ist das ununterbrochene Nennen irgendwelcher Namen von Personen, die halt mit dem Thema zu tun haben. Aber diese Namen sind vollkommen unwichtig für den Inhalt. Für mich als Leser ist es irrelevant wie der Geschäftsführer irgendeiner Firma heißt.. oder der Autor irgendeiner Arbeit. Zumal die Namen oft später im Buch keine Rolle mehr spielen. Scheinbar soll das den Aussagen eine gewisse Autorität verleihen oder beweisen, dass das Buch gut recherchiert wurde. Aber die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit erreicht das bei weitem auch nicht. Ich verstehe also nicht wozu so aufgedröselt wird wer was wann und wo getan oder gesagt hat. Das wirkt, als ob man einen Lehrer beeindrucken will. Oder als ob man eine KI beauftragt ein Thema zu Recherchieren und dann einen "wissenschaftlichen" Text dazu zu schreiben. Schlussendlich fehlt auch jegliche neue, kritische, interessante oder kreative Schlussfolgerung der Autorin. Sie zählt einfach nur auf was andere tun und sagen ohne das konstruktiv zu reflektieren.
Naja und mehr ist es einfach nicht. Kapitel für Kapitel irgendwelche Beispiele von Firmen die auch mal was nettes tun, und nicht nur ausbeuten. Für manche Leser mag das spannend und inspirierend sein. Mir fehlt aber jegliche Tiefe bei der Recherche und bei der Interpretation.

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