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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nil_liest:

Cosy Crime auf Sylt mit tollem Personal

Mord unterm Reetdach von Eric Weißmann

Wenn ich an Sylt denke, dann erinnere ich mich natürlich in erster Linie an fabelhafte Urlaube zurück, mit dem eindeutigen Vorteil, dass wir durchweg im August immer Sonnenschein hatten. Ich weiß, nicht immer allen so gegeben auf dieser traumhaften Insel.
Daher habe ich sehr gerne diesen Krimi gelesen, verfasst von dem Immobilienmarkler Eric Weissmann: Mord unterm Reetdach.

Fällt wie das Cover schon verrät definitiv in die Cozy Crime Ecke, aber ist trotzdem spannend und nicht zimperlich.
Besonders gut gelungen finde ich, dass ab und an Besonderheiten, Orte und Strukturen der Insel, sei es über Häuser, Menschen oder die Natur einfließen, es aber nie zu viel oder zu wenig ist. Natürlich perfekte Urlaubslektüre auf Sylt, aber eben auch lesbar ohne dass man die Insel jemals betreten hat! Vor allem, weil der auf Sylt lebende Autor sich die Mühe gemacht hat sehr professionelle Videos zu einzelnen Orten auf Sylt bereitzustellen auf YouTube (QR-Code im Buch).
Nun aber zum Kern der Mordsgeschichte ohne zu viel zu verraten. Kristan Dennermann, der fiktive Immobilienmakler, soll ein Haus in Süderheidetal verkaufen. Leider stirbt der Hausbesitzer Hinnerk Petersen kurz nach dem Auftrag. Da Kristan auch noch derjenige ist, der die Leiche findet und ein entscheidendes Detail im Haus fand, lässt ihn der Tod des Mannes nicht los und er begibt sich auf Spurensuche. Was sich als recht gefährlich herausstellt!
Was diese Cosy Crime Geschichte so nett macht, ist das bunte Personal, dass hier zum Einsatz kommt. Herrlich erfrischend und teilweise witzig ohne überdreht zu werden. Da ist natürlich Kristan stets begleitet von seinem Corgi (Hund); die anpackende Hella, seine gute Seele im Maklerbüro; Eleonore, zu reich und vom Hauskaufen besessen; Lilo, die das beste Hundefutter auf Sylt im Angebot hat und ein neuer nicht sehr freundliche Kommissar Kröger. Natürlich sind da noch viiiiele mehr.
Wann konnte ich das Ende ahnen, ab Seite 321 von 346. Daher bestens! Ich freu mich auf Fall 2!

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Deutschland lebt behaglich nicht visionär – das wird teuer

Angezählt von Markus Preiß

Wer denkt: Langweilig. STOPP! Seriös und etwas langweilig kommt das Buch äußerlich daher, aber es hat es in sich. Wer wie ich momentan das Gefühl hat, dass in Deutschland so einiges politisch nicht ganz so läuft und irgendwie der Zug aus der Spur gesprungen ist, der hat hier erhellende Momente bei der Lektüre.

Klar, es geht hier um Politik, klar, es geht um das Europäische Parkett, aber es ist journalistisch sehr gut geschrieben und holt alle ab aus meiner Perspektive. Ich würde sogar vielen jungen Leuten raten dieses Buch zu lesen um eine differenziertere Beleuchtung des Ist-Zustandes zu erlangen. Denn vieles was heute greift, wurde in der Vergangenheit entweder strategisch manövriert oder beziehungstechnisch aufgebaut.
Was Markus Preiß durch seine jahrelange Erfahrung und Einblicke hervorragend schafft, ist das was ich „connecting the dots“ nenne. Er lässt Momenten der europäischen und internationalen Politik für uns Revue passieren und kontextualisiert sie und schafft einen Bezug zu heute. Auch an der ein und anderen Stelle eine Forderung postulierend, aber recht neutral im Sinne der Offenlegung von Fakten.
Deutlich wird, dass Deutschlands Stärke einst Nüchternheit und Seriosität war und dem ist Aktionismus gewichen. Deutschland muss intellektuell verstehen, dass die Mittelverwendung anders gestaltet werden muss. Zu komfortabel, zu bequem um Veränderung grundlegender Natur voran zu treiben in Deutschland, in Europa, in der Welt.
In 10 Kapiteln nimmt der Chef des ARD-Hauptstadtstudios uns mit, zeigt klar auf welches strategisch wichtiges Gewicht Deutschland in der EU ist, womit auch eine europäische Verantwortung einher geht und welcher Beziehungsarbeit es mit anderen Ländern bedarf und zeigt die fehlende innovative Kraft die wir alle aufbringen müssen für unsere Demokratie.

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In was für einer Welt wollen wir leben?

Und alle so still von Mareike Fallwickl

Fürsorgearbeit, Care-Arbeit, Mental Overload. Schön, dass es für alle diese Dinge Begriff heutzutage gibt, aber die Benennung und die Sichtbarkeit ist ein Schritt von vielen den wir als Gesellschaft gehen müssen.
Mareike Fallwickl hast bereits mit „Die Wut, die bleibt“ ein Roman erschaffen, der in diese Kerbe haut und das schmerzhaft literarisch verarbeitet was auf unseren Schultern lastet.

Weiter geht es mit „Und alle so still“, wieder ein Roman der nuanciert sichtbar macht, was uns umtreibt oder umtreiben sollten. Gelungen ist dabei vor allem die Schattierungen der Charaktere. Klar, gibt es in ihrem Roman auch die ausgelaugte, am Ende der Leistungsmaschinerie vollkommen zermürbte Krankenpflegerin, alleinerziehend. Das ist Ruth. Sie ist Mitte 50, hat ihre Glaubensätze nie in Frage gestellt und fühlt sich verpflichtet. Auf ihre Kosten, ihrer Gesundheit, ihr Lebensglück.
Ganz im Gegenteil dazu steht Elin, erst einmal wundert man sich über diese Figur. Eine junge Influencerin, die scheinbar, auf den ersten Blick, kein Thema mit Carearbeit hat. Aber dann doch, denn die leistungsafine und stets 100%-perfektionsgedrillte Mutter beschert ihr die mentale Last einer Hochperformaerin und eigentlich tief in ihrem Inneren will sie ausbrechen. Raus aus dem Hamsterrad.
Sehr schön finde ich, dass auch ein Mann mit von der Partie ist: Nuri. Er kann kaum von dem Geld leben, dass er mit seinen Stundenjobs als Minderqualifizierter erwirtschaften kann. Hier geht es auch um die übergeordnete Kritik an unserer Gesellschaft.
Mareike Fallwickl spricht vielen aus der Seele mit ihrem Roman, er prangert in bester Prosa an und verpackt Gesellschaftskritik in einer fiktiven Umgebung. Wer sich nicht angesprochen fühlt, sollte diesen Roman als Ansporn lesen um mehr Empathie für Dritte und die Welt aufzubringen.
Wahnsinnig wertvoll. Wahnsinnig gut geschrieben.
Fazit: It is all connected. Indirekt betrifft es uns alle, ein Roman der sensibilisiert, auch wenn er keine Spaßlektüre ist.

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Ein Abgrund für zwei

Geordnete Verhältnisse von Lana Lux

Wann ist eine Beziehung, die einseitige Abhängigkeiten beinhalten, noch gesund und wann wird es toxisch? Eine der vielen Fragen, die dieses Buch „Geordnete Verhältnisse“ in sich trägt.
Wir folgen zwei Personen, die sich zu Schulzeiten kennenlernen und oberflächlich wirkt es gut. Denn Philipp nimmt sich der geflüchteten Faina an und erklärt ihr die deutsche Welt in der Kleinstadt.

Eine Überlegenheit seinerseits ist deutlich spürbar, er macht sie zu seiner Faina. Eine komplizierte Beziehung, die sich aus den Augen verliert nach der Schule um dann doch wieder zueinander zu finden. Sie schwanger ohne zu wissen von wem, flüchtet in seine Obhut. Er wird zu ihrem überschattenden Kontrolleur und nimmt ihr alle Freiheiten.
Woraus entstand diese Situation? Aus zwei völlig verkorksten Kindheiten. Denn Philipp ist Sohn einer Alkoholikerin, die ihm keine „Geordneten Verhältnisse“ bieten konnte, die lernt er nur einmal bei seiner Tante kennen. Diese zerrüttete Basis macht ihm zu einem beziehungsunfähigen Mann, der Obsessionen hat. Aber auch Faina hat durch Flucht und zerrüttete Familienverhältnisse keine gute Basis und eine schräge Ausgangslage ihrer Psyche münden dann in einer bipolaren Störung.
Lana Lux schreibt gut und führt uns in die gemeinsame Spirale der Problematik und Zuspitzungen ein. Ihr gemeinsames Karussell dreht sich immer schneller und wirft beide aus der Bahn. Literarisch großartig erzählt auf so beklemmend echte Art und Weise.

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Vergessene Frau der wegweisenden Forschung

Das verborgene Genie von Marie Benedict

Die Anwältin aus Pittsburgh Marie Benedict hat großen Respekt vor starken Frauen der Weltgeschichte und hat schon so einigen ein Denkmal gesetzt mit ihren Romanen, wie Frau Einstein und Lady Churchill. Spannend und unterschiedlich sind diese herausragenden Vorbilder. Nun hat sie sich in ihrem fünften Roman „Das verborgene Genie“ (im Original „Her hidden genius“) Rosalind Franklin vorgenommen.

Rosalind Franklin ist eine DER Frauen, die unsere Gegenwart entschieden beeinflusst hat, denn sie hat die Doppelhelixstruktur der DNA entdeckt. Nur leider waren es dann drei Männer die den Nobelpreis absahnten. Umso besser, dass Marie Benedict ihre Geschichte nun als Roman verpackt deutlich macht und ihr posthum damit ein Stück Ehre wiedergibt. Natürlich ist nicht alles so wie im Roman geschehen, natürlich wissen wir nicht genau wie und warum es zu diesem Fallstrick kam. Aber an vielem wird etwas dran sein was hier verarbeitet wurde, denn Marie Benedict ist ein Autorin die sich ihrer Recherche ausgiebige widmet.
Der Roman ist aus Franklins Ich-Perspektive geschrieben und nimmt uns sehr nah mit wie sie angetrieben ist von ihrer Forschung. So weit, dass sie sich selbst leider gesundheitlich gefährdet. In der zweiten Hälfte geht es um den Wettlauf der Publikation und wer den Ruhm einsackt und hier wurden besonders gut die enttäuschenden Momente und die Tiefpunkte wiedergegeben.
Spannend für alle die sich gerne auch mal mit Chemie, Biologie und Physik interessieren. Auch wer keine Ahnung hat im Detail wird Lesespaß haben, denn gut geschrieben ist es. Genauso wunderbar übersetzt von Kristin Lohmann.

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Waht if...?

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Was für eine Idee! Der Kanadier Scott Alexander Howard hat mit „Das andere Tal“ ein sehr spannendes Gedankenspiel literarisch eingekleidet. Was wäre, wenn man die Vergangenheit und die Zukunft besuchen könnte? Genau das ist möglich in dieser fiktiven Welt. Jedes Tal repräsentiert eine Zeitzone, alle haben 20 Jahre Abstand.

Natürlich ist es streng verboten seine eigene Welt zu verlassen und sich eigenmächtig in die Zukunft oder in die Vergangenheit zu begeben.
Die Protagonistin Odile Ozanne ist in ihrer Welt 16 Jahre alt und im Begriff erwachsen zu werden, sie steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Sie bemüht sich um eine Ausbildung als Sachbearbeiterin der besonderen Art. Denn es sind Anträge in die Zukunft oder die Vergangenheit reisen zu dürfen. Nicht leicht hier zu bestehen, denn es ist eine Gradwanderung wann solche Anträge bewilligt werden.
Natürlich ist auch sie irgendwann Mittelpunkt dieses komplexen Gebildes von Wissen um die Zukunft. Ein großartiges Meisterwerk des Gedankenspiels von „was wäre wenn ich wüßte was passiert“. Wie beeinflusst das Wissen um die Zukunft mein Handeln im Hier und Jetzt.
Scott Alexander Howard ist ein wirklich fantastisches Debüt gelungen. Toll geschrieben, wahnsinnig gut erzählt und noch dazu so einnehmen, dass ich es nicht weglegen mochte.
Auch wenn die Szenerie und der Tonfall eher düster und beklommen ist, nimmt das Buch mich ein und fordert mich durch dieses „What if“ Szenario. Zugleich ist es auch eine Coming-of-Age Geschichte in einem schwierigen Umfeld. Es erinnert so manches Mal an totalitäre Gesellschaftsformen und ihre negativen Einwirkungen auf das Leben in Unfreiheit.
Dieses Buch kann ich kaum in eine Schublade stecken – will ich auch nicht. Es sind so viele Elemente enthalten, dass es viel, aber nicht zu viel ist. Ein wirklich tolles Buch, dem ich viele viele Leser wünsche.
Ach und bevor ich es vergesse, aus meiner Sicht auch ein tolles Buch für heranwachsende Jugendliche ab 15 Jahren. Denn die Protagonistin ist auch jung und durchläuft das Erwachsenwerden und das Buch bietet viel Raum um Diskussionen in Gang zu bringen und sich Auszutauschen. Wäre guter Unterrichtsstoff, auch Englisch LK!

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Eine neue Stadt auf leeren Magen ist nie eine gute Idee

Happy Hour von Marlowe Granados

"Eine neue Stadt auf leeren Magen ist nie eine gute Idee" - DAS ist doch mal ein genialer Einstieg für einen Roman, der uns nach New York bringt mit Isa, die dort mit Gala einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Aufbruch liegt in der Luft und birgt viel Abenteuer. Coming-of-Age par excellence.

, denn die beiden sind 21 Jahre alt. Für amerikanische Verhältnisse ein magisches Alter, die Volljährigkeit, endlich unabhängig und alles machen dürfen! Und dann ein Sommer in New York, die Welt liegt den beiden doch sehr unterschiedlichen Mädchen zu Füßen. Tagsüber eher unscheinbar Klamotten verkaufend und nachts bei den Reichen und Schönen. Viele Klischees werden hier bedient. Lauer Sommer, viele Drinks, Glamour und Glanz in der Nacht. New York muss man sich leisten können. Bloß wie? Und geht das auf Dauer gut?
Erinnerte mich etwas an „City of Girls“ von Elizabeth Gilbert, was aber um längen besser ist.
„Happy Hour“ gut geschrieben von Marlowe Granados und gut übersetzt von Stefanie Ochel ist ein solider Roman enthält so mach gute Formulierung, aber aus dem Stoff hätte mehr gemacht werden können. Ich fand die Story dann doch recht flach und wenig innovativ.
Daher war ok, aber kein Highlight.

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Persiflage in bester Manier

Die erste Attacke von Jakob Pretterhofer

Dieses Buch hatte mich bereits auf der ersten Seite überzeugt als es da völlig trocken hieß: „Zuerst müsste ich mich aber einmal dringend erholen. Leider fahren wir morgen auf Urlaub.“ Zwei Sachen werden in diesen beiden Sätzen deutlich, der Autor hat Humor und ist Österreicher.
Dieser schmale Roman hat keine 200 Seiten und ist trotzdem ein starkes Stück gute Literatur.

Oder sollte postuliert werden: gerade deshalb? Eine prägnante kurze Geschichte, die eine ganze Welt offenbart. Denn es geht im Kern um die Herde an Eltern, die ihre Kinder als Perfektionsprojekt betreiben. Sie sind gewünschteste Wunschkinder und diese sollten entsprechend den neuen Methoden und Erziehungsansätzen erzogen werden.
Drei Paare mit Kindern planen eine Woche gemeinsamen Urlaub, die drei Frauen kennen sich von früher und haben auf dieser Hütte schon wilde tolle Zeit erlebt. Nun kommen diese drei Familien dort an, alle sehr unterschiedlich in Habitus und Alphagebaren. Die Hütte ist ein stinknormales Haus mit vielen Zimmern, weder urig noch schön. Und dann ist das zentrale Thema: Alpträume. Die Kinder und teilweise auch die Erwachsenen scheinen Alpträume zu haben, denen mit Zubettgeh-Ritualen entgegengewirkt wird. Alle natürlich unterschiedliche….
Was ein herrlich skurriler Setup, der so viel gesellschaftliche Bubble-Wahrheiten mit sich bringt. Geschrieben aus der Sicht eines der Väter, kommt bei der annektotenhaften Erzählung so manches „Geschmäckle“ dazu. Wunderbar wie der Autor, Jakob Pretterhofer, durch die Aktionen seiner Figuren die Leserschaft zu einem Bild leitet ohne es zu benennen. Ich bin ja auch großer Fan von den österreichischen Phrasen und Andersartigkeiten (wie „auf Urlaub…“), dass hier genau das richtige Maß hat.
Mir hat dieser tolle Roman aus dem Elster & Salis Verlag mega gut gefallen! Mehr davon!!!

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Für Frauen zwischen 20 und 40 besonders aufschlussreich

Die Body Bible für Frauen von Emma Ross; Baz Moffat; Bella Smith

Dieses Buch habe ich über die letzten Monate immer mal wieder zur Hand genommen und das ein und andere darin gelesen und nachgeschlagen. Kein Buch, dass von vorne nach hinten gelesen werden muss, es können auch einfach Themen gezielt nachschlagen via Register, z.B Darm oder Menopause.
Natürlich, wer sich mit dem weiblichen Körper beschäftigt und sich sehr bewusst mit sich selbst auseinandersetzt, wird hier nicht viel neues finden.

Trotzdem gut, dass der weibliche Körper in medizinischer und holistischer Gesundheitsbetrachtung eine Bühne bekommt.
Spannend finde ich das Dreierpack, Dr. Emma Ross, Baz Moffat sowie Dr. Bella Smith, dass dieses Buch geschrieben hat, denn es ist eine Wissenschaftlerin, eine Sportlerin/Trainerin und eine Ärztin. Ein Rundum-Blick, den diese drei zusammengetragen haben.
Fokus liegt aus meiner Sicht auf Frauen über 20 und unter 40. Pubertät wird genauso angesprochen wie Mennopause. Aber der Fokus liegt aus meiner Sicht auf weibliche Körper in jüngerer Lebensmitte.
Fazit: Für alle spannend, die sich noch nicht so sehr viel mit dem weiblichen Körper seinen Vorzügen und Tücken beschäftigt hat.

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MeltingPot und Mutterschaft im RheinMain-Gebiet

Weiße Wolken von Yandé Seck

Autorinnen aus dem Rhein-Main Gebiet und dann noch Debütantin, dass muss gelesen werden und wie erwartet: ein gutes Buch! Denn neben den beiden Schwestern, Dieo und Zazie sind Frankfurt und Offenbach ein weiterer Star des Romans. Yandé Seck erwähnt viele Orte, viele Verhaltensmuster, die uns Frankfurter nur zu bekannt sind.

Eine Hommage an das bunte kulturell vielfältige Doppelpack der Städte.
Dieo, die ältere der beiden Schwester ist mit Simon verheiratet. Sehr klassische Rollenverhältnisse, denn Simon arbeitet Tag und Nacht in einem StartUp. Dieo kümmert sich um Kinder und Haushalt. Sie ist Mutter und reflektiert die gesellschaftlichen Anforderungen an ihresgleichen und erträgt die Last kaum noch.
Ihre kleine Schwester hat soeben ihren Masterabschluss in die Tasche gesteckt und arbeitet sich auch ab, aber an anderen Baustellen, denn die Schwestern sind farbig und der alltägliche Rassismus und Sexismus der Zazie entgegenschlägt ist unerträglich. Ihr Freund Max fokussiert sich auf Zazie und ihr Wohl.
Yandé Seck kombiniert aktuelle Themen mit runden Charakteren, die so auch im echten Leben existent sein könnten mit Tiefe, Ecken und Kanten. Ich habe es gern gelesen, auch weil die Emotionen wunderbar ausgearbeitet sind. Die Nuancierung zwischen Verzweiflung, hoffnungsvollen Momenten auch positive und humorvolle Szenen sind gut gesetzt.
Nur das Cover finde ich leider etwas zu unscheinbar für die gute Geschichte zwischen den Buchdeckeln.
Für alle im Rhein-Main-Gebiet: Auf jeden Fall lesen! Für alle anderen: auch! Und danach nach Frankfurt & Offenbach kommen!

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