Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nil_liest:
Großartige Kombination aus Fiktion und echter Historie
Das Philosophenschiff von Michael Köhlmeier
Ich finde es immer großartig, wenn ich nicht nur eine gut erzählte Geschichte lesen kann sondern dabei auch noch was lerne. Genauso verhielt es sich bei „Das Philosophenschiff“ von Michael Köhlmeier. Den Titel hielt ich zunächst für einen kreativen Titel, aber dahinter verbirgt sich weit mehr.
Denn es gab in den 20er Jahren in der Sowjetunion eine unglaubliche Maßnahme die Intellektuellen, Vordenker und andere brillante Köpfe außer Landes zu schaffen auf 6 Schiffen und diese werden im allgemeinen die Philosophenschiffe genannt. Mir war das vor der Lektüre dieses Buches nicht bekannt.
Es geht um eine Architekturprofessorin Anouk Perleman-Jacob die ihre Memoiren schreiben möchte. Besser gesagt schreiben lässt und sich dafür einen Schriftsteller sucht und beginnt zu erzählen.
Denn Anouk war als 14jähriges Mädchen mit ihren Eltern auf einem dieser Philosophenschiffe und traf dort auf Lenin. Ein Roman der wunderbar Fiktion und historische Fakten verbindet. Ein Einblick in die damalige Zeit als die Bolschewiken die Macht in Russland an sich genommen haben. Besonders heute in Hinblick auf die Geschehnisse in Russland ist dieser Roman eine erhellende Lektüre.
Natürlich ist es nicht ganz einfach hier Fiktion und Tatsache auseinander zu halten, wenn die geschichtlichen Fakten nicht präsent sind. Wenn dem nicht der Fall ist, lohnt sich eine Lektüre dennoch mit parallelen kurzen Recherchen. Die Bereicherung ist groß!
Super für Anfänger geeignet
Everyday Cooking von Kitchen Stories
Kennt ihr kitchen stories? Eine Plattform auf der es eine Unmenge an guten Koch-Videoanleitungen gibt. Und wer sich da schon öfters hat inspirieren lassen oder auch immer mal wieder was anschaute zum Erweitern der Kochkünste kann auch mal die Nase in das neue Kochbuch von kitchen stories werfen: Everyday Cooking.
Hier lernt man die Basics. Vor allem sind auch Rezepte drin, die man wirklich nachkochen mag und kann ohne 20,000 Zutaten. Klar, die ein oder andere Gewürzmischung sollte am Start sein, aber die kommen dann immer mal wieder vor und es stapelt sich nicht in der Küche.
Alles drin von heiß geliebten One-Pots, schnelle Nummern und Gerichten, die sich gerne Zeit lassen. Und das süße Finish darf natürlich auch nicht fehlen.
Aber nicht nur Rezepte sind enthalten. Auch sehr generelle gute Tipps. Da ich schon sehr lange und gut koche, finde ich die Aufbereitung für weniger sattelfeste Pfannenschwinger wirklich gut. Von Kühlschrankkunde über wie mache ich Eier auf verschiedene Arten bis einfache Pasta selbst herstellen – natürlich ohne Nudelmaschine.
Achtung, nicht auf leeren Magen durchschauen! Natürlich alles nett illustriert oder so lecker fotografiert, dass man echt Hunger bekommt beim Blättern.
Und das macht es aus, die Vielfalt von super easy (Bolognese für Faule) bis ein wenig anspruchsvoll (Coq au vin). Einmal quer durch viele asiatische Küchen, italienisch, südamerikanisch, orientalisch und alles was dazwischen liegt. Wirklich ein sehr grundlegendes Kochbuch was den Alltag netter macht und Leckeres in petto hat.
Unsere Favoriten bisher sind das vegane Kartoffel-Blumenkohl-Gratin, schwedische Köttbullar und die blitzschnellen Schokoküchlein.
Fazit: DAS perfekte Buch für die Studenten-WGs ohne große Kocherfahrungen.
Einfach nur: MEGA KLASSE & für die ganze Familie
Der Spurenfinder,6 Audio-CD von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Ich bin ja wirklich lieber dem Buch zugeneigt als Hörbüchern, aber so Manches höre dann doch lieber als es zu lesen und dazu gehört auch alles was Marc-Uwe Kling einliest und auch selbst geschrieben hat!
Jetzt gibt es zum Glück mal wieder etwas Neues aus seiner Feder, dass ich für absolut Familientauglich halte und super gut auf langen Autofahrten zum Einsatz kommen kann: Die Spurenfinder.
Geschrieben hat es Marc-Uwe Kling mit der Unterstützung seiner beiden Töchter Johanna und Luise Kling.
Wir werden in eine etwas schaurige mittelalterlich wirkende Welt gezogen, die so wirkt als ob unsere Welt an einer Stelle anders abgebogen ist. Es geht vor allem um Elos von Bergen, Spurenfinder (nicht Spurensucher!), der Vater der Zwillinge Naru und Ada. Da er einen spektakulären Fall aufgeklärt hat und nun in der komfortablen Position ist eine lebenslange Rente zu beziehen. Um der Familie ein sicheres Leben ohne Angst vor Mord und Totschlag zu gewähren ziehen sie in den langweiligsten Ort den Elos finden konnte: Friedhofen.
Die Kinder zergehen vor Langeweile, aber dann geschieht doch was: Ein Jahrmarkt kommt in den Nachbarort, aber es wird noch aufregender, denn es geschieht ein Mord! Natürlich lassen sich die beiden Zwillinge nicht nehmen auch hier aktiv zu werden…
Es ist sehr kreativ und dabei so gut! Hier meine ich zu erkenne, wie die drei Klings sich voller Ideen in dieses Projekt gestürzt haben und immer wieder mit neuen Erfindungen um die Ecke kamen. Auch der kindliche und sehr gelungene Humor ist zu erspüren. Sehr sehr gut geworden. Viele Dinge, die hier ersponnen sind, möchte ich gerne mal ausprobieren. Vorne weg die Stimulade. Eine Limonade bei der sich die Stimme für kurze Zeit verändert. Grandios eingelesen von Marc-Uwe Kling. Aber natürlich liest er das ganze Buch mega gut vor und die Stimmung, der Witz, die Ironie kommen herrlich lakonisch daher!
Ein Hörbuch, dass für die ganze Familie ab 10 Jahren geeignet ist! Und nun ein kleines Feuerbonbon gegen Halsweh? ;0)
80er in Rumänien und was seitdem geschah
Lichtungen von Iris Wolff
Iris Wolff ist eine Meisterin der Erzählung und auch das neuste Werk ‚Lichtungen‘ reiht sich in die guten Bücher ein. Es geht um eine Freundschaft, um das Heranwachsen in Rumänien zur Zeit des Eisernen Vorhangs sowie das Gehen und Bleiben in unruhigen Zeiten.
Wieder ein Roman der in Siebenbürgen spielt, wo die Autorin selbst groß geworden ist und somit ein sehr reales selbst erlebtes Bild des Ceaușescu-Regime der 80er Jahre wiedergeben kann.
Der Clou an ‚Lichtungen‘ ist die Erzählweise. Rückwärts in 9 Kapiteln, beginnend mit Kapitel 9. Wir lernen Lev und Kato in der Gegenwart kenne und arbeiten uns mit ihnen in ihre Vergangenheit bis in ihre Kindheit in Siebenbürgen.
Es passiert viel und die unterschiedlichen Lebenswege erschließen sich mit all ihrem Ballast nach und nach. Lev, Sohn einer deutschstämmigen Mutter, die sich in einen Witwer verliebt und so auch Levs Zukunft in Rumänien und seiner Mangelwirtschaft verankert. Er lernt als Kind während einer langen Krankheitsphase Kato kennen, die später so schnell es ging Rumänien den Rücken kehrte und in den Westen ging. Wer bleibt und wer geht? Was macht es mit beiden Seiten? Wer leidet unter diesem Schritt und wer profitiert?
Mir hat dieser Roman äußerst gut gefallen. Da er nicht nur eine gute Geschichte erzählt, die tief in die einzelnen Charaktere eintauchen, sondern weil es ein Bild zeichnet einer Zeit und einem sozialistischen Umfeld das meiner Kindheit und Jugend sehr fern war. Ein gutes Stück Literatur, dass uns die Welt wie sie einst war näher bringt.
Kiew vor 100 Jahren mit tiefschwarzem Humor
Samson und das gestohlene Herz von Andrej Kurkow
Was für ein Analytiker: Andrej Kurkow! Ich hatte die Gelegenheit während der Buchmesse bei einer Lesung im Rahmen von Open Books zu lauschen. Mich hat bereits der Roman ‚Graue Bienen‘ schon überzeugt und nun wurde ich mächtig gut unterhalten von seiner Reihe um Samson. Bisher sind zwei Bände erschienen.
Für das Wissen um die Figuren ist es ratsam den ersten Band zu lesen: „Samson und Nadjeschda“. Wenn man diesen gelesen hat, wurden man nicht nur bestens unterhalten, sondern kennt auch den Rahmen und wie Samson in seiner Stellung landete verstanden.
Die Reihe spielt (bisher) während des Bürgerkrieges (1918-1921) in dem insgesamt 6 (!) verschiedene Gruppen gegeneinander vorgehen und die rote Armee der Sowjetunion hat, während die Reihe, spielt die Oberhand.
Nun gibt es wieder einen neuen Fall für Samson und seinen Kollegen Cholodnij bei der sowjetischen Polizei. Denn es wurde illegal Fleisch verkauft. Nach dem damaligen allerneusten Gesetzt, dürften die Ukrainer zwar Tiere halten, aber weder das Fleisch noch das Leder verkaufen. Außerdem erhält Samson einen neuen Kollegen, der Tschekist (KGB-Vorgänger) Abjasow, der nun auch seine Lauscher weit aufsperrt.
Kurkow schafft es die Absurditäten der Zeit und die verhängnisvolle Lage der Bevölkerung gut in Szene zu setzen um uns Außenstehenden zu vermitteln was damals los war. Jeder kämpfte ums Überleben. Natürlich lies er es sich nicht nehme auch ein Kuriosum einzubauen. Denn Samson hat sein rechtes abgeschlagenes Ohr in einer Schachtel. Das Ohr kann noch immer was Ohren und Samson nutzt das. Ein wenig Fantastik, aber das passt gut zu den anderen Absurditäten.
Ich habe viel über die Vergangenheit der Ukraine und der Sowjetunion gelernt und es ist fast traurig wie gegenwärtig dieser Machtkampf wirkt. Spannende Fakten sind eingesponnen, die es sich lohnt weiterzuverfolgen wie die Chinesen in der Roten Armee oder das Möbelgesetzt, weswegen jede Familie pro Person nur einen Stuhl hatte und einen weiteren für Gäste.
Ich freue mich schon auf Band 3 der Reihe um dem frisch vermählten Samson wieder zu folgen.
Für den erweiterten Blick in die Welt
Das Minarett in den Bergen - Porträt eines unvermuteten Europas von Tharik Hussain
Gerade in diesen Tagen, wo die politische Lage so angespannt ist und sich viele zurückziehen und sich nicht mehr öffentlich an Diskursen und echter Auseinandersetzung teilnehmen, finde ich es gerade wichtig den Blick zu weiten und auch mal Bücher zur Hand zu nehmen, die eventuell sonst nicht so von Interesse wären.
So verhält es sich mit dem recht speziellen Titel „Das Minarette in den Bergen“ von Tharik Hussain. Ein Buch, dass im englischsprachigen Raum eine gute und große Resonanz bekommen hat.
Tharik Hussain verbindet Reisen mit dem themenspezifischen Erkunden des Islams in der Gegend des westlichen Balkans – Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Albanien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro. Er selbst lebt mit seiner Familie in Großbritannien und hat einen Sommerurlaub genutzt um das muslimische Europa zu erkunden wo einst auch das osmanische Reich seine Grenzen fand. Spannend wie alte Gebäude und heutige Begegnungen beschrieben werden. Klar, ist dies ein sehr subjektiver Reisebericht. Er bleibt nie lange an den Orten und die Abgrenzung ob nun religiös begründet oder einfach lokale Verhaltensweisen, ist nicht immer so eindeutig. Aber nimmt man das in Betracht, ist es eine schöne Erweiterung des Blickwinkels.
Ein wenig Toleranz in alle Richtungen tut heutzutage besonders gut.
Ein humanistischer Aufruf aus der literarischen Perspektive
Lese gefährlich von Azar Nafisi
„Leserinnen und Leser der Welt, vereinigt euch!“ (S. 284)
Azar Nafisi ist iranische Literaturprofessorin, die 1981 ein Unterrichtsverbot an der Universität Teheran bekam, weil sie sich weigerten einen Schleier zu tragen. Seit 1997 lebt sie in den USA und ist weiterhin eine wichtige und laute Stimme des Widerstandes.
Sie wurde mit ihrem Buch „Lolita lesen in Teheran“ bekannt, in dem sie über ihren Lesekreis in Teheran schrieb in dem verbotenen westlichen Klassiker gelesen wurden. Dieses Buch kenne ich noch nicht. Aber diese Frau machte mich neugierig. Daher griff ich zu „Lese gefährlich“ in dem sie ihrem Baba, ihrem verstorbenen Vater Briefe schreibt über Romane, die er nicht mehr lesen konnte und stellt diese in den Kontext der aktuellen politischen Situation Ein kluger Kniff, macht sie damit schon auf das aufmerksam was Literatur besonders gut kann: Gedanklich eine grüne Wiese zu haben ohne in vorgegebenen Schubladen zu stecken und der Fantasie freien lauf lassen. In der Literatur ist selbst der Tod eine veränderbare Variable. Und das ist die subversive Kraft auf die im Untertitel angespielt wird. Das lösen von einfachen Denkmustern, das aufbrechen von gesetzten Glaubensätzen, die eine Welt in Gute und Böse teilt.
Nichts mehr fürchten totalitäre System als Menschen die Fantasie haben und Fragen stellen um den Status Quo zu überwinden. Wer weiterdenkt hat eben die Möglichkeit nicht nur eine Wahrheit anzuerkennen und das ist für Macht bedrohlich in eng gestrickten Systemen.
Das Buch ist leicht lesbar und bringt tolle Perspektiven auf verschiedenste Autor:innen die Azar Nafisi hier unter die Lupe nimmt. Es kommen viele Große der Weltliteratur vor: Salman Rushdie, David Grossman, Toni Morrison und viele andere.
Fazit: Seine Sie offen und lesen sie. Erweitern Sie ihren Horizont und nutzen Sie das gemeinsame Wissen um eine bessere Welt aktiv in der Gestaltung!
Komplex bis kompliziert – den Toten eine Stimme geben
Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka
Sri Lanka. Bisher waren meine Assoziationen dazu eher wenige. Daher habe ich mich sehr auf die Lektüre des Booker Prize Winners 2022 Shehan Karunatilaka gefreut mit dem kolossalen Werk ‚Die sieben Monde des Maali Almeida‘. Kolossal, weil das gute Stück mehr als 500 Seiten hat und für mich war es nicht immer einfach der Geschichte zu folgen.
Dramaturgisch eine Herausforderung. Sicherlich lag es auch daran, dass ich mir viel vom Buch erhofft habe. Mich hat die Geschichte eingenommen, aber die Erzählform etwas aus der Bahn geworfen. Denn es geht um das Ende der 80er Jahre in Sri Lanka, eine Zeit des Bürgerkrieges und der Unruhen. Hier bin ich geschichtlich nicht sattelfest und die sich bekriegenden Seiten – zum einen die tamilische Minderheit und zum anderen die singalesische Mehrheit – sind so manches Mal für mich nicht zu identifizieren.
Maali Ameida ist tot und findet sich in der Wartehalle des Totenreichs wieder. Mit vielen anderen, auch sie alle tot. Allen ist etwas gemein, sie können noch nicht loslassen und haben 7 Tage Zeit. Danach verschwinden ihre Seelen. In all dem Chaos versucht nun der ermordete Maali Almeida herauszubekommen warum er sterben musste. Als Geist versteht sich. Er war ein schwuler Kriegsfotograf, spielsüchtig und oft zwischen den Fronten zu Hause.
Dieser Roman ist anstrengend zu lesen, kann abschrecken wegen der Schilderungen der Toten. Und doch ist es stimmig.Der Autor vermittelt genau das: Leben ist Chaos, weder stringent noch immer völlig logisch durchdrungen. Das Leben pulsiert und so tut es auch dieser Roman.
Fazit: Hier gibt es nur zwei Optionen: entweder der Text wird gehasst oder er saugt einen ein.
Rechtsruck in Europa durch die Flüchtlingswelle
Im Sturm der Macht von Tuomas Oskari
Europa dieser Tage erlebt einen drastischen Rechtsruck, denn ich mit Sorge betrachte. Selbst in den nordischen Ländern ist das mittlerweile der Fall. Riikka Purra ist die stellvertretende Ministerpräsidentin Finnlands und fällt mit rassistischen Äußerungen auf. In diese hochaktuelle Lage hat der Wirtschaftsjournalist Tuomas Niskakangas unter dem Pseudonym Tuomas Oskari seinen zweiten hochaktuellen Thriller veröffentlicht: Im Sturm der Macht.
Dies ist die Fortführung von ‚Tage voller Zorn“, dass 2027 spielt. Nun sind wir im Jahr 2028 und erleben eben diesen drastischen Rechtsruck in Europa und eine gespaltene Haltung gegenüber den Flüchtlingen und die divergierende Politik mit diesen umzugehen. Wollen die einen den humanitären Fokus nicht verlieren schotten die anderen sich ab.
In dem Thriller ist genau diese nun aktuelle Wirklichkeit präsentiert. Ein Rechtsruck auch in Finnland, nur das hier in der Fiktion die Ministerpräsidentin erschossen wird und Leo Koski einen Putsch wittert, den es zu verhindern gilt.
Wieder spannend und gut geschrieben ist dieser Polit-Thriller lesenswert, unterhaltsam, aber eben auch so aktuell, dass es einen erschaudern lässt. Wer den ersten Band kennt, erkennt Parallelen im Aufbau der Geschichte, auch wenn eine neue Figur hinzukommt, die Geschichtsstudentin Sara Hegering, die zu faschistischen Strömungen um den zweiten Weltkrieg erforscht um daraus Rückschlüsse für heute zieht.
Großartige Kombination aus Bildern & Text
Kanada. Eine Augenreise von DK Verlag - Reise
Kaum ein Land ist so von seiner Geografie und seiner Natur bestimmt wie Kanada. Ein Land das Reich ist an Weiten und unbewohnten Landstrichen und doch auch coole Städte zu bieten hat. Berge, wie Meer. Wälder wie Steppen. Ein Land, das reich an Vielfalt und Geschichte ist, dass sich in den herzensgute und sehr offenen Kanadier/innen widerspiegelt.
Ihr merkt schnell, ein Land, eine Herzensangelegenheit für mich.
Und nun dieses schnicke Buch! Kanada – eine Augenreise. Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht abzutauchen. Gegenden wiederzuerkennen, die ich selbst schon bereisen dürfte und auch noch neues unbekanntes zu sehen. Das natürlich neugierig macht um es selbst zu erkunden.
Maud Simon hat ein Buch konzipiert, dass für alle etwas bereithält. Für all diejenigen, die Kanada schon in ihr Herz geschlossen haben wie ich. Aber genauso für Personen, die neugierig sind und sich dem Land bildlich nähern wollen. Sei es aus purem Interesse oder weil eine Reise geplant ist oder ansteht.
Es beginnt mit einem ‚Setting the scene‘ und gibt einen Hauch von Geschichte über Kanada preis bevor die einzelnen Regionen vorgestellt werden und alle auf eine anderen Art, je nach lokaler Nuance. Das kosmopolitische Toronto wird anders in Szene gesetzt als Magdalenen-Inseln mit seinen blanchons und wieder anders die kraftvollen Rockies oder das historische Quebec.
Und was zu huldigen ist bei diesem Band, die Texte sind enorm gut geschrieben obwohl hier die Bilder im Vordergrund stehen. Außerordentlich passend und smart getextet.
Wunderbar an dem schönen Bildband – die in der Tat eine Augenreise ist – sind die immer wieder anders angeordneten phänomenal guten Bilder durchsetzt mit kurzen guten Texten.
Was ein tolles Buch!!! Genau das richtige für die kalten Tage auf der Couch in denen man gerne mal eine kleine Reise im Kopf unternimmt. Ich wünsche diesen Kanadabuch viele Blätterer, viele neue Kanada-Fans und euch eine spannende Gedankenreise durch eines der schönsten Länder der Erde.











