Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Alexandra Danek-Vonderheidt :
Eine ganz besondere Geschichte
Melody von Martin Suter
Diese Buch erzählt die ergreifende Geschichte über das Leben des Alt-Nationalrates Dr.Peter Stotz der seit 40 Jahren das verschwinden seiner Grossen Liebe Melody nie überwunden hat. Eines Tages stellt er den Studenten Tom ein der seinen Nachlass ordnen soll und dieser erfährt im Zuge dessen auch von Stotz mehr über Melody und was damals alles geschah.
Nur fragt sich Tom bald, ob sein neuer Arbeitgeber wirklich mit offenen Karten spielt.
Die Handlung selbst hat mich absolut begeistert. Man wird in die Leben der beiden Protagonisten gesogen und danach auf langsame und angenehm ruhige Weise an deren besondere Gemeinschaft heran geführt.
Man bekommt einen sehr guten Eindruck von dem Leben das Tom nun bei Dr. Stotz führt. Und wie er mit den Geschehnissen die Stotz ihm jeden Abend am Feuer offenbart, letztendlich umgeht. Und als dann auch noch die Nichte von Stotz immer wieder zu Besuch kommt, nimmt die ganze Sache ein wenig Fahrt auf.
Die Protagonisten wurden sehr gut dargestellt. Mit Tiefe und allen menschlichen Stärken und Schwächen.
Auch alle Nebencharaktere sind, ohne sich gross in Nebensächlichkeiten zu verlaufen, sehr ausdrucksstark zur Geltung gekommen.
Das Setting in der Villa von Stotz hat einen ganz besonderen Flair. Weil man zwar meistens vorort ist aber durch die Erzählungen aus seiner Vergangenheit, immer wieder quer durch die Welt und Zeit reist. Was mir außerordentlich gut gefallen hat.
Was den Schreibstil betrifft, so ist er sehr angenehm und locker leicht zu lesen. Es gab nichts dass den Lesefluss gestört hätte.
Mein Fazit:
Ein wunderbarer Roman, der sehr ruhig erzählt und alles hat, was guten Lesestoff ausmachen soll.
Keine unnötigen Längen, kurzweilig, empfindsam, spannend und teilweise sehr ergreifend.
Vorallem hatte ich nicht damit gerechnet, dass es noch so einen krassen Twist im letzten Drittel des Buches gibt.
Dieser hat mich mehr als überrascht und das nur zum positiven.
Diese Geschichte ist in keinster Weise auch nur annähernd vorhersehbar.
So einfach und banal sie vielleicht zu Anfangs scheinen mag, als ich sie beendet hatte, wusste ich dass dieser Roman etwas ganz besonderes ist. Eine Geschichte über eine besondere Liebe und die unergründlichen Wege des Schicksals, die mir sicher lange im Gedächtnis bleiben wird.
Absolute Leseempfehlung.
Gutes Buch mit Luft nach oben
Moosgrab von Fredrik Persson Winter
Ich muss gestehen, dass mich der Klappentext sehr gefangen hat und für mich sehr vielversprechend klang..
Leider wurde ich hinsichtlich etwas enttäuscht.
Die Grundgeschichte des verschwundenen Mädchens und des gefunden Skeletts ziehen am Anfang an Spannung an. Danach lernt man die vier Schulfreunde kennen, wie und was alles damals passiert ist.
Wir haben Maria, eine Verkehrspolizistin, Einzelgängerin, sehr introvertiert lebt zurück gezogen in ihrem Elternhaus.
Dann ist da Robert, ein gescheiterter Staranwalt der in einem Scheidungskrieg steckt und vor dem existenziellen Nichts steht.
Kristina, eine berühmte True -Crime Autorin, neigt zu häufigen Alkoholkonsum, in einer nicht gerade glücklichen Ehe steckt..
Und zu guter Letzt Erik, ehemaliger Einser-Schüler, der durch das gemeinsame dunkle Geheimnis auf die falsche Bahn geriet, und als Ex Junkie nun die ersten Schritte in ein suchtfreies Leben wagt.
Diese 4 versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass das was damals passiert ist ans Tageslicht kommt, und dabei gehen manche über Leichen.
Mein Fazit:
Für mein Empfinden hat der Klappentext was anderes versprochen als es tatsächlich an Story zu lesen gab.
Was nicht heißen soll, dass die Geschichte schlecht ist. Die Grundstory und die Idee dahinter fand ich richtig gut.
Leider fehlte mir etwas mehr die Ermittlungsarbeit, bzw. die Auswahl an mutmaßlichen Verdächtigen.
Es war nicht einmal ein Polizist bei der Mutter des Vermissten Mädchen.
Die Protagonisten waren leider alle nicht sehr sympathisch und für mich auch nicht wirklich greifbar. Fast schon etwas gläsern. Teilweise waren ihre Handlungen für mich sehr irrational .
Außerdem waren alle 4 irgendwie so sehr vom Schicksal gebeutelt, was für mein Empfinden schon wieder etwas to much war.
Ich fand schade, dass dabei die kleine Mira total aus dem Fokus gerückt ist und was mit ihr passiert ist.
Was mit besonders gut gefallen hat, war wie die Autorin sehr erschreckend dargestellt hat, wie Menschen in Extremsituationen reagieren und agieren. Vorrangig wenn Misstrauen, Verrat, Angst, Gier und Existenzängste im Spiel sind. Wie manipulativ manche Menschen sein können, und wie gefährlich sich sowas letztendlich entwickeln kann.
Aber das eigentliche Verbrechen kommt für mein Empfinden leider viel zu kurz.
Leider kam mir auch das Ende etwas zu einfach und plump daher.
Konnte die plötzliche Auflösung irgendwie nicht wirklich nachvollziehen.
Alles in allem ein gutes Buch, mit Potential aber definitiv mehr Luft nach oben. Denke ein wenig mehr Seiten, etwas mehr Nebencharaktere und Tiefe in der Geschichte hätten ihm nicht geschadet.
Unterhaltsamer Kriminalsromane mit tierischer Unterstützung
Moosgrab von Fredrik Persson Winter
In dieser Geschichte lernen wir den Vietnam Veteranen Spencer Freemann kennen, der nachdem er im Krieg verletzt wurde, frühzeitig nachhause geschickt wurde. Neben den Nachwirkungen des Krieges kommt er auch mit einer besonderen Fähigkeit zurück, die ihn und auch damals den Militärarzt an seinem Verstand zweifeln haben lassen.
Er kann mit Tieren sprechen.
Doch leider kommt er mit dieser neuen Gabe alles andere als gut klar, verfällt dem Alkohol und verlässt letztendlich sein Elternhaus und flieht nach New Orleans. Wo er von da an als Obdachloser seiner Sucht unter Brücken und auf Parkbänken frönt.
Zeitgleich macht ein Serienkiller die Straßen von New Orleans unsicher und tötet immer wieder Obdachlose auf brutale und grausame Weise. Als Spencer dem Killer gerade noch entkommt und ihm ein kleiner Waschbär namens Big Boy das Leben rettet, beginnt eine spannende Reise auf der Jagd nach einem Serienkiller und den Schatten von Spencers Vergangenheit. Dabei hat Spencer tierisch tatkräftige Unterstützung.
Das Setting New Orleans ist meiner Meinung nach für das Thema "Serienkiller" richtig passend gewählt. Gerne hätte noch etwas mehr von dem besonderen Flair dieser Stadt beim Lesen gespürt.
Der Protagonist Spencer Freemann war richtig gut dargestellt, obwohl ich mir manchmal bei einigen Aktionen und Reaktionen mir ein Augenrollen nicht verkneifen konnte. Hätte mir vielleicht ein klein wenig mehr Tiefe des Charakters gewünscht.
Was Big Boy den Waschbären betrifft, so hat dieser mein Herz im Sturm erobert. Er hat Witz, Charme und Charisma, leider etwas mehr als Spencer. Und immer einen lustigen Spruch auf Lager, hat ein großes Herz und wirklich Mut, was ihn für mich zu meinem persönlichen Liebling und Helden der Geschichte macht.
Die Story selbst war für mich etwas ganz Neues. Die Mischung aus blutrünstig brutalen Serienkiller und Doolittle als Detektiv war anders, aber wirklich gut. Der Spannungsbogen wurde super gehalten, obwohl es aber der Mitte der Geschichte für mich schon etwas vorhersehbar war, wer der Killer sein könnte.
Meiner Ansicht hätten der Geschichte ein paar mehr Seiten und etwas mehr Tiefe sicher nicht geschadet, was aber nichts an dem Unterhaltungsfaktor und Spaß beim Lesen geändert hat.
Ging zügig voran und hatte keinerlei Längen, und ab der Mitte nahm es dann besonders Fahrt auf.
Der Schreibstil ist locker leicht und angenehm zu lesen. Man fliegt förmlich nur so durch die Geschichte.
Leider hat das Lektorat echt geschwächelt, was teilweise Schreib- und Gramatikfehler betrifft. Aber hierfür kann man dem Autor, meiner Meinung, keinen Vorwurf machen und ich beziehe so etwas nicht in die Bewertung der Geschichte mit ein.
Mein Fazit:
Die Geschichte war für mich der Auftakt zu einem spannenden Abenteuer mit einem Ex-Soldaten und seinem tierischen Partner die gemeinsam auf Verbrecherjagd gehen. Das Lesen hat richtig Spaß gemacht, und mir auch immer wieder ein Lachen aufs Gesicht gezaubert. Die tierischen Protagonisten gaben der Geschichte noch den richtigen Pfiff.
Jeder der Dr. Doolittle mag und auch gerne blutige Thriller liest, sollte sich vielleicht mal Band 1 von Freemann und Co zu Gemüte führen, und sich etwas anderen Lesegenuss gönnen.
Ich werde auf jeden Fall auch Band 2 der Reihe lesen.
Absolutes Lesehighlight
Schönes Mädchen - Alle Lügen führen zu dir von Claire Douglas
Schönes Mädchen v. Claire Douglas
Wieder ein neuer absolut spannender und fesselnder Thriller von Claire Douglas.
Wie in jedem Ihrer Bücher bis her, schafft sie es auch diesmal wieder mir etliche Verdächtige zu servieren um mich dann eine Sekunde später auch gleich wieder zu verunsichern ob ich mit meinem Verdacht richtig liege.
Spannung war auch bei dieser Geschichte volles Programm, absolut authentische und greifbare Protagonisten, und ein teilweise richtig gruseliges Setting.
Dieser Thriller hat für mich alles was ein gutes, spannendes und nervenkitzelndes Buch braucht.
Geheimnisvolle und verdächtige Situationen sowie Protagonisten, unerwartete PlotTwists das einen schwindelig wird, und am Ende eine Auflösung die einem den Mund offen stehen lässt, weil man absolut gar nicht damit gerechnet hat.
Von mir ein absolutes Jahreshighlight und eine unbedingte Leseempfehlung
Zeitreise der etwas anderen Art
Vierundzwanzig Stunden von Guillaume Musso
Die Geschichte selbst war für mich wieder absolut grosses Kino. Dieser Hauch von Mystik, Magie und Übersinnliches dass Musso immer in seine Bücher mit einbaut finde ich absolut genial.
Die Haupt- Protagonisten hat er wieder charakterlich außergewöhnlich dargestellt. Facettenreich und mit authentischer Tiefe.
Das Setting, wie in vieler seiner Geschichten, ist New York, diesmal in Wandel der Zeit.
Mein Fazit:
Ein richtig tolles Buch, das mich mitfiebern ließ und bis zum Schluss gefesselt hat.
Das Ende war für mich so gelungen und genial... Damit hab ich so gar nicht gerechnet.
Für mich wieder absoluter Lesegenuss, der mich auf eine Zeitreise der etwas andern Art mitnahm.
Definitiv eine Leseenpflehlung.
Spannender Ausflug in die Wiener Kaiserzeit mit kleinen medizischen Exkursen
Die Totenärztin: Wiener Blut von René Anour
Ein absolutes Jahreshighlight..
Das Setting ist einfach soooo schön und authentisch dargestellt - Wien Anfang des 19. Jhdt.
Fanny, eine junge Seziergehilfin, die eigentlich ein abgeschlossenes Arztstudium hat, verfolgt ihren Traum als Gerichtsmedizinerin zu arbeiten und stolpert dabei in eine gefährliche und spannende Mordreihe, die sie nicht mehr loslässt und sie daher einfach beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Das sie dabei natürlich auch öfters in Gefahr gerät, und in tiefe Abgründe der Menschen vordringt erklärt sich von selbst.
Die Protagonisten sind so herzliche und typisch wienerisch dargestellt dass man sie einfach lieben muss. Fanny wurde für mich eine wahre Heldin.
Auch geschichtlich hat der Autor Rene Anour alles top dargestellt. Angefangen von Kaiserin Sissi bis zu deren Schicksal und Ableben.
Schreibstil war für mich als Österreicherin, aus dem Wiener Umland, absolut gelungen. Viele Wiener Ausdrücke, die einem ein schmunzeln aufs Gesicht zaubern, aber trotzallem für niemand im Lesefluss beeinträchtigen bzw unverständlich waren.
Des Weiteren gab es immer wieder interessante Ausflüge in die Arbeit eines Gerichtsmediziner... Nichts für empfindliche Mägen. Ich fand es total interessant.
Mein Fazit:
Absoluter Lesegenuss...
Und da ich ein Fan der Zeit Ende/Beginn des 19. Jhdt bin, war das für mich ein absolutes Must-have.
Einfach super toll geschrieben, wundervolles geschichtliches Setting, ans Herz gehende Protagonisten, Spannung bis zum Ende,... Und was mich besonders begeistert hat, waren die kleinen Exkurse in die Anatomie des Menschen. Etwas das mich persönlich auch total faszinierte, und dem Buch für mich noch einen Stern mehr einbrachte. (Wenn in Sternen bewerten würde)
Meinseits absolute Lese Empfehlung für Leute die Krimi, Geschichte und ganz viel Wiener Herzlichkeit mögen.
Leider endet es mit einem fiesen Cliffhanger... Aber habe Band 2 bereits vorbestellt.
Spannender Psychothriller der einem fesselt bis zum Schluß
Ich will dir nah sein von Sarah Nisi
Erin Hunt ist Ballerina und für ihren zukünftige Show sucht sie eine neue Wohnung. Dank des Maklers Rhys findet sie diese schnell, und zieht auch umgehend ein. Doch leider rechnet sie zu diesem zeitpunkt nicht mit ihrem etwas seltsamen Nachbar Lester Sharp, der nicht nur unheimlich ist, sondern auch eine sehr gefährliche und ungesunde Leidenschaft ihr gegenüber verspürt.
Lester Sharp arbeitet in einem Fundbüro in London, wo er seiner unnatürlichen Neugier bei den vergessenen Dingen der Menschen ungestört seine Lauf lassen kann. Zwischenmenschlichen Beziehungen und auch Beziehungen zu Frauen sind für ihn sehr schwierig.
Als er Erin in ihrer Wohnung einziehen sieht, ist für ihn klar, daß sie ihm gehören muss, und nur ihm.
Und damit beginnt eine spannende und teilweise gruselige Geschichte über einen Stalker und sein auserkorenes Opfer.
Mein Fazit:
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, einerseits der von Erin, dann der von Lester und der von Rhys dem Makler. Des weiteren gibt es eine Perspektive aus der Vergangenheit, die letztendlich zur Aufklärung des Ganzen Konvoluts beiträgt.
Anfangs fand ich manche Handlungen und Aktionen von Erin sowas von unlogisch, und dachte 'so reagiert doch kein Mensch' bis ich am Ende "aufgeklärt" wurde und dann für mich alles schlüssig war.
Rhys ist ein absolut toller prota, der auch relativ rasch eine engere Rolle in der Geschichte zu Erin ein nimmt. Wirkte für mich so ein bisschen wie der Bad boy im Anzug. Leider kommt er mir etwas zu wenig in der ganzen Geschichte vor. Hatte ruhig etwas präsenter sein können.
Lester Sharp... Tja der ist für mich ein absoluter Sonderling den ich nie als Nachbarn möchte. Einfach nur verstörend und gruselig.
Die Storyline läuft bis zu dreiviertel des Buches spannend aber relativ ruhig dahin. Trotz allem konnte ich nicht aufhören weiter zulesen. Gegen Ende zieht es dann an spannung und Tempo an, was für meinen Teil etwas zu sehr Schlag auf Schlag kam.
Der Schreibstil der Autorin war für mich absolut top zu lesen. Locker flockig und doch fesselnd.
Und dann kam das Ende... Unfassbar. Eines der wenigen Bücher wo mir bei dem twist wieder mal so die Luft weg und der Mund offen blieb. Also ich habe damit so gar nicht gerechnet, und für mich war das eine gekonnte vor den Latz. (im postivien Sinne)
Alles in allem ruhiger aber sehr spannender Psychothriller... Wo das Wort thrill eine neue Bedeutung bekommt. Das einzige was mir dieses Buch wieder beängstigend vor Augen geführt hat, war das es auf dieser Welt ziemlich sehr viele Lester Sharp gibt und das viell ganz in unserer Nähe.
Teilweise verstörend und auch phasenweise etwas ekelig, war es für mich trotzallem ein absoluter Lesegenuss und ich kann für Psychothriller Fans dazu nur eine Empfehlung aussprechen.







