Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Ein Highlight
Das Schattenpaar von Annina Safran
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und zugleich hatte ich Angst davor. Warum Angst? Und warum lese ich es dann überhaupt... Seit ich das erste Buch aus der Eldrid-Saga gelesen habe, war ich dieser besonderen Welt verfallen. Ich lese immer wieder gerne Fantasy, aber selten ein Buch so gerne wie diese Reihe.
Daher habe ich mich über jeden neuen Band immer wieder gefreut und deswegen hatte ich auch Angst vor dem letzten Band. Ob er mir auch gefallen würde, ob ich den Abschluss der Reihe gut finden würde und ob ich gut klarkommen würde, dass diese geliebte Serie nun zu Ende ist.
Ich habe ein bisschen gezögert, das Buch zu lesen und gleichzeitig hat es mich voller Macht angezogen. Kaum hatte ich angefangen, war ich auch schon mittendrin und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. "Das Schattenpaar" hat mich so in seinen Bann gezogen, dass es wie im Flow war. Ein wunderbares Buch, das allerdings nur sinnvoll zu lesen ist, wenn man auch die Vorgänger kennt. Die kenne und liebe ich und ich habe sie sogar mehrfach gelesen oder gehört und das ist bei mir echt selten. Es gibt so viele Bücher, warum sollte man da Geschichten zweimal lesen oder hören. Die Saga ist es wirklich wert.
Inhaltlich möchte ich nichts verraten, weil es hier ja um den großen Showdown und Abschluss der Reihe geht. Ich kann nur soviel sagen. Alles hat sich zusammengefügt und ist rund gewesen. Das Ende hat mir gut gefallen und es passt ganz herrlich zum Rest der Reihe. Gerade die allerletzten Seiten haben mir die Tränen in die Augen getrieben, weil es zugleich so traurig und schön war.
Na, neugierig geworden? Unbedingt von vorne anfangen und die Sage komplett lesen. Alle, die jetzt erst starten, haben ja den Vorteil, dass sie komplett durchlesen können! Viel Spaß! Für mich ist das Buch, das ich im Januar 2023 gelesen habe, schon jetzt ein Highlight dieses Lesejahres!
Schöne Erinnerungen
Meine Kindheit! von Cornelia Giebichenstein
Als ich dieses Buch gesehen habe, habe ich sofort an meinen kleinen Neffen gedacht. Die Idee, dass wir hiermit ein Buch haben, in das wir alles wichtige aus seiner Kindheit bis zum 18. Geburtstag eintragen können, fand ich super. Das Buch ist eine gute Hilfe, sich an die wichtigsten Ereignisse zu erinnern.
Die vorgegeben Kästchen, Ankreuzmöglichkeiten und Auflistungen machen es einfach, alles wichtige zu erfassen. Schön finde ich, dass man Fotos einkleben kann und andere Erinnerungsstücke in die kleinen Umschläge legen kann. Auch der Stammbaum hat mir gut gefallen.
Etwas irritiert bin ich darüber, dass auch im Jahr 2023 noch in rosa und blau für Mädchen und Jungen unterschieden wird. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr ganz zeitgemäß. Auch wenn die Aufmachung des Buches sonst wirklich wunderschön ist. Die Illustrationen finde ich sehr schön und passend. Ob ein 18-Jähriger sich wirklich über dieses Buch freut oder ob man damit noch ein paar Jahre warten sollte, bis man es verschenkt, ist sicherlich typabhängig. So oder so ist eine tolle Idee, die wichtigsten Ereignisse und Meilensteile mit schönen Erinnerungen in diesem Buch zu notieren und so zu konservieren. Hier hätte ich eine Doppelseite in der Mitte, die man frei gestalten kann - für weitere Ereigenisse, die vielleicht noch passieren - gut gefunden.
Starke Story, schwaches Ende
Anatomy von Dana Schwartz
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich die Kurzbeschreibung so begeistert hatte. Auch das Cover fand ich superpassend und eine richtig geniale Lösung zwischen dem Titel und der Hauptfigur. Richtig gutes Design.
Schon nach wenigen Zeilen war ich mittendrin in der Geschichte und ich mochte Lady Hazel Sinnett sofort.
Sie ist unkonventionell und anders und versucht alles, um ihre Wünsche zu erreichen. Zielstrebig geht sie Schritt für Schritt, um ihren Traum Chirurgin zu werden, zu verfolgen. Sie lässt sich in der männerdominierten nicht aufhalten und findet dann in Jach Currer einen Partner. Sie ist Adelige und er ein Auferstehungsmann, das heißt, er gräbt Leichen aus und verkauft sie zu Lehrzwecken. Größer könnte der Unterschied nicht sein und trotzdem verbindet sie ein starkes Band. Und dann taucht nicht nur das Römische Fieber auf, sondern auch noch Tote, die verstümmelt zu sein scheinen...
Bis hierher war ich total begeistert von dem Buch und ich fand es toll, wie die Genres Liebesroman, Historischer Roman und Thriller bzw. Krimi miteinander verwoben wurden. Im letzten Viertel des Buches aber war ein richtiger Bruch zu erkennen. Als müsste das Buch nun schnellstmöglich enden. Das fand ich so schade,. Plötzlich tauchen auch noch Fantasy- oder Mysteryelemente auf und verzerren die anfangs so interessante Geschichte. Für mich hat das die Geschichte, die ich so spannend fand und die auch so viele interessante Infos über die Medizin aus der damaligen Zeit beinhaltet, irgendwie kaputt gemacht. Der Zauber, den ich bis dahin empfunden hatte, war plötzlich weg. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht.
Toller Auftakt
Bergische Nacht von Janine Meester
Da ich selbst nicht weit vom Bergischen Land entfernt wohne, war ich natürlich umso neugieriger auf dieses Buch. Ich mag es immer gerne, (für mich) neue Autoren zu entdecken und querbeet zu lesen. Die Regionalkrimis aus dem emons-Verlag lese ich immer wieder gerne und mit großer Begeisterung. Dieser Roman war als Cosy Crime angekündigt, das hat mich im Nachhinein ein bisschen gewundert, denn ich hätte das Buch so nicht eingeordnet, aber es stimmt natürlich, dass neben dem Kriminalfall die Liebe eine große Rolle spielt.
Insofern passt die Einordnung.
Gut gefallen hat mir das Personal des Buchs inklusive Hund. Ich mochte die verschiedenen Figuren sehr und vor allem, dass sie alle so detailreich und authentisch geschildert wurden. Jeder hat seine Geheimnisse und das macht das Buch umso lesenswerter. Die Wendungen waren gut und nachvollziehbar, die Auflösung ebenfalls, auch wenn ich das Ende etwas zu schnell fand. Ich hätte da gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen, aber auch so war alles geklärt.
Die bildhafte Sprache, der Humor und die Protagonisten lassen den Roman rund werden und machen Lust auf eine Fortsetzung!
Lachen und kochen
Tunten-Toast von Uwe Krauser
Meine große Leidenschaft sind Koch- und Backbücher aller Art und ich sammle sie. Wenn ich ein neues sehe, bin ich immer voller Hoffnung, dass es wieder ein schönes Buch ist, das meine Sammlung ergänzt. Bei diesem Buch bin ich total begeistert und meine Freude ist groß. Ein Glück, wenn man der eigenen Sammlung wieder ein tolles Exemplar hinzufügen kann.
Aber Achtung! Dieses Buch ist keine reine Rezeptesammlung, die vielleicht noch ein paar schöne, bunte Bildchen hat. Im Gegenteil. Es ist eigentlich eine Geschichtensammlung. Ich kannte Autor Uwe Krauser bereits von seinen Hunde-Romane, die zum Teil auch an seine eigenen Erfahrungen und Geschichten angelehnt sind. Zwar bin ich eher vom Team Katze, aber hier kann keiner widerstehen. Daher war ich umso neugieriger auf das Kochbuch mit dem ungewöhnlichen Namen und dem sehr interessanten und für mich so ansprechenden Titelbild.
Wer gerne lacht und sich unterhalten lässt, ist hier genau richtig. Falsch ist, wer ein reines Kochbuch sucht und politisch korrekt sein möchte. Uwe Krauser packt hier „alte“ Geschichten aus, die aber nichts von ihrer Unterhaltungskraft und Intensität verloren haben. Gleich schon bei den ersten Erzählungen musste ich so lachen, dass ich gar nicht mehr hätte kochen können. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie man das Leben nicht so ernst nimmt und Spaß hat. Ich mag auch sehr, dass der Autor auch immer wieder über sich selbst lachen kann bzw. Geschichten über sich erzählt, die einfach urkomisch sind. Danke für dieses herrliche Buch, das mich so gut unterhalten hat und es sicherlich immer wieder tun wird!
Macht Lust aufs Kochen
Mehr Nervennahrung von Verena Lugert
Ich liebe Koch- und Backbücher aller Art und ich sammle sie. Immer, wenn ich ein neues sehe, bin ich voller Glück und Hoffnung, dass es wieder ein schönes Buch ist, das meine Sammlung ergänzt. Bei diesem Buch bin ich total begeistert und meine Freude ist groß.
Denn das Buch ist nicht nur ein schnödes Kochbuch mit Rezepten, sondern es bietet viel, viel mehr.
Die Autorin ist einfach sympathisch und das kommt richtig gut rüber im Buch. Am Anfang des Buches schreibt sie darüber, wie sie zum Thema Nervennahrung gekommen ist, was Corona damit zu tun hatte und ein bisschen was über sich. Es gibt nicht nur interessante und kreative Rezepte, die nach den Jahreszeiten in Frühling, Sommer, Herbst und Winter aufgeteilt sind, sondern auch viele Geschichten. Woher ein Rezept stammt, was der Hintergrund ist, warum sie es hier aufgenommen hat, und auch einiges Wissenswertes über die Zutaten. Zugleich sind die Rezepte gut nachvollziehbar beschrieben und leicht nachzukochen.
Wer nicht nur gerne kocht und neue Speisen ausprobiert, sondern zudem auch gerne noch ein paar Geschichten lesen mag, ist hier genau richtig. Man kann die einzelnen Erzählungen wunderbar auch für sich lesen und muss sich gar nicht linear durch das Buch von vorne nach hinten arbeiten. Das mag ich sehr.
Das klare Layout des Buchs zusammen mit ansprechenden, appetitlichen Bildern rundet den Text wunderbar ab. Übersichtlich gestaltet findet man alles schnell und auf den ersten Blick. Die Zutatenliste ist immer fett gedruckt und so leicht zu finden.
Ein wunderbares Buch, das zugleich Lust aufs Kochen und Ausprobieren, aber auch aufs Stöbern und Schmökern macht!
Jetzt wird es richtig persönlich
Tödliche Melodie von Rhys Bowen
Schon seit dem ersten Buch verfolge ich die Reihe um Evan Evans. War er anfangs noch ein einfacher Dorfpolizist und Single, so steht er nun kurz vor seiner Hochzeit mit seiner geliebten Bronwen und ist inzwischen Ermittler. Erneut stolpert er quasi über einen Fall und setzt sich voller Engagement ein, um die verschwundene junge Frau zu finden.
Und dann wird es gefährlich, nicht nur für Evan ... und auch richtig persönlich. Das hat mich wirklich mitgenommen, berührt und begeistert. Auch weil mir Evan über die lange Zeit der Reihe ans Herz gewachsen ist.
Entsprechend interessant und gut finde ich auch seine Entwicklung. Anfangs noch „ein kleines Licht“ und unerfahrener Dorfpolizist, ist er inzwischen zum kompetenten Ermittler gereift und setzt sich durch. Nach wie vor hat er seine eigenen Ideen und will auch immer mal wieder mit dem Kopf durch die Wand, das macht ihn umso menschlicher und sympathischer.
Mir hat die Reihe bisher schon gut gefallen, aber dieses Buch ganz besonders. Umso trauriger bin ich, dass nur noch ein Band vor mir liegt, bis ich diese herrliche Reihe beendet habe und mich von Evan, Bronwen und den anderen liebgewonnenen Figuren und dem herrlichen Snowdonia verabschieden muss.
Der Mörder in der Höhe
Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod,2 Audio-CD, 2 MP3 von Amy McCulloch
Lauert der Tod wirklich am Berg? Hier scheint es so. Nachdem die Journalistin XY eine Einladung des Starbergsteigers YX höchstselbst bekommen hat, will sie ihn unbedingt beim Abschluss seiner XY Tour begleiten. Auch wenn das heißt, dass sie einen der schwierigsten Berge der Welt besteigen muss – wo sie vorher an deutlich einfacheren Hängen gescheitert ist.
Gleichzeitig lauern neben der Kälte, den Felsspalten und vielen anderen natürlichen, aber zugleich tödlichen Gefahren, auch noch viele Lügen, ungeklärte Vergangenheiten und ein wahnsinniger Mörder.
Die junge Frau nimmt jedes Risiko auf sich, um ihre fast gescheiterte Karriere wieder voranzutreiben und auch vor ihrem Exfreund davon zu laufen und es ihm zu beweisen. Eine spannende Gemengelage, die noch mehr Tote, Verletzte und viel Leid provozieren wird.
Für wen ist dieses Buch geeignet? Wer sich nichts aus dem Bergsteigen macht, wird sich an der einen oder anderen Stelle vielleicht langweilen, denn das Thema wird schon sehr breit getreten. Natürlich ist es interessant, einmal zu lesen, wie Steigeisen befestigt werden, wie man mit einem Sicherungsseil klettert oder sich durch die Eiswand bewegt. Hier war es aber für den durchschnittlichen Leser eher zuviel, fand ich.
Und auch das Ende bzw. die Hintergründe des ganzen Geschehens konnten mich leider nicht recht überzeugen. Dennoch eine unterhaltsame und spannende Geschichte.
Nette Kindergeschichte
Kommissar Gordon von Ulf Nilsson
Auf diese Geschichte war ich neugierig, weil ich die Beschreibung nett und unterhaltsam fand. Die Figuren waren niedlich und auch die Geschichte sehr nett. Es geht um Freundschaft, um das Neugierig sein auf andere, die im ersten Moment vielleicht zu fremd und erschreckend wirken, um ein nettes Miteinander und darum, dass die Welt wunderbar sein könnte, wenn alle miteinander reden und sich offen zeigen.
Insgesamt fehlte mir ein bisschen Tiefe und so plätscherte die Geschichte bisweilen ein bisschen vor sich hin. Aber ich denke, für Kinder ist das ok und daher kein Problem.
Was mich wirklich gestört hat, war die Vertonung. Die Sprecherstimme war in Ordnung, wenn auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Schwierig war für mich, dass im Hintergrund immer ein Piepen und Fiepen war – vermutlich sollten die Geräusche im Wald simuliert werden – aber ich fand das wirklich unangenehm. Zumal es ziemlich laut war.
Warum die Geschichte mit dem Titel „Der allerletzte Fall“ überschrieben ist, hat sich mir auch nicht erschlossen.
Nette Unterhaltung, aber man hätte mehr daraus machen können.
Familiendrama par excellence
Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn
Wer es dramatisch und vielleicht auch ein bisschen verworren mag, der ist hier genau richtig. Die beiden Familien von Lollo und Nina feiern seit Jahren Mittsommer und Silvester gemeinsam mit ihrer Freundin Malena. Dieses Jahr feiern die beiden fast erwachsenen Töchter zum ersten Mal selbst, während sich die Erwachsenen wie gewohnt ins neue Jahr trinken.
Eines der beiden Mädchen taucht auch an Neujahr nicht mehr auf und wird später tot aufgefunden. Niemand kann sich so recht erklären, was passiert ist, warum sie die Feier so früh verließ und warum sie gestorben ist. War es „nur“ ein Unfall oder Mord oder gar Selbstmord. Die Polizei ermittelt und das lange Leiden aller Beteiligten beginnt.
Wer verschlungene Geschichten mag, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall gönnen. In fast schon epischer Breite werden die Sorgen der einzelnen Figuren wieder und wieder erläutert und nach jedem Twist erneut beschrieben. Im Hörbuch war es spannend gemacht, weil zwei Sprecherinnen die beiden Freundinnen Lollo und Nina sprachen und ein weiterer Sprecher Frederick, den Mann von Nina. Man kann hier also immer ganz einfach erkennen, aus wessen Sicht die Geschichte hier gerade erzählt wird. Mir hat es gut gefallen, aber an der einen oder anderen Stelle hätte man durchaus auch etwas kürzen können. Insgesamt eine sehr spannende Erzählung mit vielen Wendungen, die zeigt, dass jeder Mensch seine Geheimnisse hat und dass auch ein kleiner Windstoß am Ende einen todbringenden Orkan entfachen kann.











