Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Einfach nur genial
Das letzte Schaf von Ulrich Hub
Dieses Buch hat mich sofort angesprochen. Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte, die das Geschehen aus der Sicht der Schafe beleuchtet. Ich fand den Titel gut und auch das Cover – obwohl mich das normalerweise nicht so beeindruckt. Aber den netten Schafen kann man einfach nicht widerstehen. Sie sind so süß und nett gezeichnet und immer passend zu den jeweils im Text beschriebenen Situationen.
Die Illustrationen sind echt wunderschön.
Ich bin als Erwachsene wohl eigentlich nicht die Zielgruppe für dieses Buch, aber es hat mich wirklich umgehauen. Es ist einfach nur genial. Witzig und mit viel Humor, tiefsinnig und weitblickend, einfach schön und voller Wärme.
Jedes der Schafe hat seinen eigenen Charakter und wird liebevoll beschrieben. Dabei kommt aber auch die lustige Seite nicht zu kurz, denn es gibt ein Schaf mit Seitenscheitel, das täglich von den Hirten entsprechend gekämmt wird, ein Schaf mit Mütze, eines mit Schnupfennase, eines mit Mütze...
Der Text ist so humorvoll geschrieben, dass ich immer wieder lachen musste. So zum Beispiel die Antwort auf die Frage, warum die Hirten nachts am Feuer wachen müssen: damit ein Schaf, das schlecht geträumt hat, sich in ihre Arme flüchten und beruhigt wieder einschlafen kann.
Mit diesem wunderbaren Buch über Weihnachten und die Welt aus Sicht der Schafe habe ich mich sehr gut amüsiert. Es ist durchaus auch für Erwachsene geeignet, die gerne schmunzeln und das Leben nicht so eng sehen. Unglaublich witzig, voller Lebenslust und eine Hommage an die Freundschaft – einfach nur lesenswert!
Gelungene Geschichte, leider viele Fehler
Das letzte Schaf von Ulrich Hub
Wenn ich Darina nicht so mögen würde, hätte ich hier nur drei Sterne vergeben, weil die vielen Rechtschreibfehler, verdrehten Sätze und die oft mangelhafte Übersetzung einfach nerven. Ich finde es wirklich schade, wenn ein Verlag auf so etwas keinen Wert legt – mich stört das sehr und viele andere auch.
Davon abgesehen bietet auch dieser neunte Band der Reihe um die Köchin Darina wieder viel britischen Humor und neue Einblicke in das Leben auf der Insel. Dabei muss man aber bedenken, dass der Roman erstmals Mitte der 90er Jahre erschien – manches wirkt sonst nach über 20 Jahren einfach seltsam oder unpassend.
Gut gefällt mir die Fortentwicklung der Figuren, wenn man die Reihe bereits von Anfang an mitverfolgt. So zum Beispiel auch die Beziehung zwischen Darina und ihrem Mann William, die sich im ersten Buch kennen gelernt haben. Natürlich kann man das Buch sicherlich auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, mit macht es aber mehr Spaß, finde ich.
Die einzelnen Figuren im Buch werden gut nachvollziehbar und realitätsnah beschrieben. Gleichzeitig ist auch der Kontrast zwischen Darinas eigentlichem Beruf als Köchin und ihren Ermittlungen immer gelungen. Auch die immer wieder auftretenden Krisen zwischen dem Ehepaar kommen hier wieder vor. Das Ende hat mir gefallen, war nicht vorhersehbar und bot eine gelungene Auflösung des Falles.
Ein schöner Cosy Crime, der wunderbar zeigt, dass es auch ohne viel Blut und Gewalt spannend und unterhaltsam sein kann.
Mord auf See
Das letzte Schaf von Ulrich Hub
Auch der zehnte Band der Buchreihe um die Köchin Darina hat mir wieder gut gefallen! Die Geschichte ist wieder spannend und bis zum Ende interessant. Die Auflösung hat mir gut gefallen, für mich war sie nachvollziehbar, aber nicht vorhersehbar.
Ich mach auch die Fortentwicklung der Figuren, wenn man die Reihe bereits von Anfang an mitverfolgt.
So zum Beispiel auch die Beziehung zwischen Darina und ihrem Mann William, die sich im ersten Buch kennen gelernt haben. Natürlich kann man das Buch sicherlich auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, mit macht es aber mehr Spaß, finde ich.
Nachdem ich gerade erst den neunten Band gelesen hatte, war ich noch voll im Flow und bin regelrecht durch dieses Buch gerauscht. Die Kreuzfahrt, auf der sich Darina und ihr Mann William befinden, sorgt für eine neue, interessante Szenerie und einen Perspektivenwechsel. Ich fand das alles sehr gut beschrieben, die vielen Leute, die sich kaum aus dem Weg gehen können, das gute Essen, die wunderbaren Landschaften. Die Autorin zeichnet auch in diesem Buch wieder viele interessante Charaktere, die das Buch so lesenswert machen. Gemeinsam mit ihrem Mann – dieses Mal ohne größere Querelen – ermittelt Darina wieder erfolgreich. So wie wir Leser es kennen und mögen. Wer Darina bisher mochte, wird auch dieses Buch gerne lesen.
Viel Lokalkolorit
Hammeltanz von Wildis Streng
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil mich der Klappentext sehr angesprochen hat. Leider hat mich das Buch dann nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Der Kriminalfall war nicht so spannend bzw. entwickelte sich eher etwas schleppend. Dadurch hat sich das Geschehen gerade im mittleren Drittel des Buches sehr gezogen.
Leider hat mich auch gestört, dass z.B. immer wieder erwähnt wird, dass es sich um ein hohenlohisch-westfälisches Ermittlerteam handelt, oder dass der Polizist raucht und seine Partnerin das nicht gut findet oder ähnliches. Diese Wiederholungen waren mir irgendwann einfach zuviel. Leider fehlte mir auch in gewissen Punkten die Aufklärung am Ende...
Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte um den Hammeltanz und das Geschehen vor Ort hat mir gut gefallen. Durch den Dialekt, der schon sehr oft vorkommt, bei genauem Lesen für mich aber gut verständlich war, und die genauen Schilderungen konnte man auch als Auswärtiger und Unkundiger das Geschehen gut nachvollziehen. Das hat mir gefallen und war interessant.
Vielleicht muss man in dieser Reihe einfach doch auch die ersten Bände kennen, was bei mir nicht der Fall war. Insgesamt solide Unterhaltung mit ein paar Längen.
Fleischesser und Tierfreund
Zeit für Fleisch! von Sarah Krobath; Peter Troißinger
Wenn man Tiere gerne hat und auch selbst Haustiere hat, fragt man sich ja oft, ob es eigentlich richtig ist, die einen Tiere zu verwöhnen und bei sich als Familie zu haben, während man andere Tiere einfach isst. Für mich ist das eine Frage, die mir das Leben oft schwer macht. Ganz auf Fleisch verzichten mag ich nicht, auch wenn ich ohnehin noch nie der große Fleischesser war.
Ab und zu mag ich trotzdem einen Burger oder Braten oder mein Salamibrot. Schon vor einiger Zeit habe ich daher beschlossen, mich insgesamt bewusster zu ernähren und beim Einkauf auf das Tierwohl zu achten. Aber es ist nicht immer leicht, da man als Verbraucher nicht im Detail alles hinterfragen kann. Natürlich ist es durch verschiedene Label schon einfacher geworden und gerade auch im Bereich der Bioproduktion hat sich einiges getan.
Ich denke, der Ansatz, dass man einfach ganz bewusst Fleisch ist und sich klar macht, dass es etwas Besonderes ist, ist wichtig. Daher hat es mir auch sehr gut gefallen, dass das Buch genau hier ansetzt. Dass man durchaus Fleisch essen darf, aber eben nicht ständig und jeden Tag. Mir hat der Anfang des Buches sehr gut gefallen, weil die Gedanken mir sehr nahe waren und ich sie bestens nachvollziehen konnte.
Gut fand ich auch die Erklärungen zu den Fleischstücken der jeweiligen Tiere und welches Fleisch sich wofür besonders eignet. Durch die Illustrationen konnte man gut sehen, was gemeint ist. Ein gelungener Auftakt in ein wirklich gutes Buch!
Auch die Rezepte haben mir gut gefallen und sind einfach und gut nachvollziehbar geschildert. Gut ist, dass man für die meisten Rezepte keine ausgefallenen Zutaten braucht, sondern leicht fündig wird. Die jeweiligen Fotos sind sehr ansprechend und appetitmachend.
Die Idee, dass man auch Innereien etc. in der Küche verwendet und nicht einfach entsorgt, finde ich ebenfalls gut. Bei uns gab es früher auch schon mal das eine oder andere. Ich befürchte, ich werde mich nie dazu überwinden können, Zunge zu essen, aber vieles andere ist sicherlich einen Versuch wert.
Zauberhaft und berührend
Jacobs Weg von Tom Diesbrock
Auf dieses Buch war ich so neugierig, weil ich vor einiger Zeit selbst im Süden Indiens war und diese Region als so unfassbar toll, schön und faszinierend erlebt habe, und weil ich selbst zwei Fundkater habe (einen davon habe ich auf einer Straße gefunden, als er gerade erst sechs Wochen alt war).
Ich konnte so sehr nachvollziehen, wie es ist, wenn man sich in ein Tier verliebt hat, und wenn man einfach fühlt, dass es Schicksal ist.
Der Autor schreibt so, dass es mir sehr zu Herzen ging und mich die Geschichte unglaublich berührt hat. Ich habe während der Lektüre auch die eine oder andere Träne vergossen. Man kann die Gedanken und Überlegungen so gut nachvollziehen. Zugleich fand ich die Freundschaftsgeschichte von Mann und Hund einfach nur zauberhaft. Manchmal sucht sich ein Tier seinen menschlichen Freund aus und es ist erstaunlich und wunderschön. Das „Zusammenwachsen“ der Beiden ist hier eindrücklich geschildert.
Auch das Land und seine Besonderheiten, die uns oft so fremd sind, werden wunderbar sachlich und ohne große Bewertung geschildert. Das gefällt mir sehr. Und auch ich habe vieles ähnlich empfunden – ein faszinierendes Land, aber eine fremde Welt für uns.
Der Autor hat eine herrliche Art des Erzählens und nimmt den Leser mit auf ein mutiges und spannendes Abenteuer. Ich war schon sehr berührt als er nach seinem Urlaub wegfliegen musste und man lesen konnte, dass er aus dem Flugzeug heraus nach seinem Strand sucht, an dem sein kleiner Hund gerade noch schläft. Als er dann wiederkommt, um den Hund erneut zu besuchen und auf die große Reise vorzubereiten, war ich erneut sehr berührt: „Es war eben alles so, wie es sein sollte.“.
Wer sich berühren lassen mag, wer mitfiebern und sich auf ein Happy End freuen will, der ist bei diesem Buch genau richtig. Genauso wie jeder, der Hunde oder Tiere im Allgemeinen liebt, und sich den Erzählungen des Autors hingeben möchte. Ich kann das Buch nur empfehlen! Und ich bin mir sicher, dass dies eines der Bücher ist, die ich immer wieder aus dem Regal ziehen und darin blättern und einige Seiten bzw. meine Lieblingsstellen lesen werde.
Erneut gelungene Fortsetzung
Blut fordert Blut von H.C. Scherf
Dieses Buch ist bereits der fünfte Band der Spelzer-Hollmann-Reihe, hat aber nichts von seiner Faszination verloren. Autor H.C. Scherf versteht es auch in dieser Fortsetzung, auf der Klaviatur des Grauens gekonnt zu spielen. Gewalt und Gegengewalt, brutale Taten und viel Blut charakterisieren die Handlung! Nichts für schwache Nerven, genial für alle Fans dieser Reihe.
Als Leser ist man voller Spannung und Anspannung und hofft immer, dass noch alles gut wird. Man fürchtet um die Freunde und deren Freunde und blättert fieberhaft dem Ende entgegen.
Wieder säumt eine Reihe von Toten die Handlung, in der sich Sven Spelzer, Karin Hollmann und ihr Freund, der ehemalige Serienkiller Elmar Pehling, beweisen müssen und dem Bösen Widerstand bieten.
Man kann dieses Buch sicherlich auch lesen, wenn man die vier Vorgänger nicht kennt, ich würde aber dringend dazu raten, diese Serie der Reihe nach zu lesen, denn nur so kann man die Entwicklung der Figuren gut nachvollziehen und versteht umso besser, was diesen Band so besonders macht.
Man darf nach diesem Buch gespannt sein, ob und wie es weitergeht. Ich bin zu neugierig, was Meister Scherf uns Lesern als nächstes vorsetzen wird!
Einfach nur schön
Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan von Uwe Becker
Seit ich das erste Mal von der Zipfelmaus gehört habe, bin ich begeistert. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Blick in das erste Buch erinnern – einfach nur schön. Obwohl ich (leider) schon erwachsen bin, hat mich das kleine Mäuschen mit seiner Zipfelmütze einfach verzaubert. Meine Patenkinder (7 und 2,5 Jahre) sind inzwischen natürlich ebenfalls Fans! Die Siebenjährige hat das Buch schon mit mir durchgesehen und wir haben die wunderbaren Illustrationen bestaunt.
Da sie gerade erst das Lesen lernt, wird sie das Buch nochmal ganz in Ruhe mit ihrer Mama lesen. Aber sie war wieder begeistert und hat mit dem Igel mitgelitten. Am liebsten mag sie Shakira und ihre lustigen Auftritte. Geht mir ähnlich, wobei ich alle Tiere toll finde und vor allem gefällt mir, dass jedes so besonders ist und seine Eigenheiten hat.
Auch dieses Buch ist wieder eine schöne Mischung aus Abenteuer, Gemütlichkeit, Freundschaft und Spannung. Die Kleine war ganz aufgeregt und neugierig, wie es weitergeht und ich musste direkt das ganze Buch mit ihr durchsehen. Die vielen schönen Zeichnungen sind gerade für kleine Kinder toll, um besser zu verstehen, worüber erzählt wird.
Ganz besonders süß fand ich den Teil, als die Zipfelmaus erfährt, wie Weihnachten bei den Menschen gefeiert wird. Und wie die Tiere dann selbst feiern – richtig berührend und schön.
Ein tolles, zauberhaftes Buch für Jung und Alt! Der Zipfelmaus und ihren Freunden kann niemand widerstehen – und das ist auch gut so!
Berührend
Ein Geschenk der Götter von Simone Dorra; Ingrid Zellner
Dieses Buch ist der dritte Teil der Kashmir-Saga, die insgesamt sieben Bände hat. Ich kannte die Vorgänger nicht und konnte das Buch auch so sehr gut lesen. Sicherlich wäre es aber deutlich schöner gewesen, wenn man die beiden ersten Bände zuerst gelesen hätte und so auch noch genauer hätte mitverfolgen können, wie die Freundschaft zwischen den beiden Männern immer weiter wächst.
Ich denke, ich werde es auf jeden Fall noch nachholen, die beiden Bücher noch zu lesen.
Besonders gut gefallen hat mir die Schreibweise der beiden Autorinnen, die ganz offensichtlich herrlich harmonieren und zusammenarbeiten. Von beiden hatte ich vorher schon Bücher gelesen, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hatten. Daher kam ich auch überhaupt erst dazu, dieses Buch lesen zu wollen. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Man erfährt viel über das Land, die Landschaft, die Menschen und Sitten – eine Reise in eine für uns oft so fremde und unbekannte Welt, die mir sehr gut gefallen hat.
Mich hat die Geschichte, die hier erzählt wird, sehr gut gefallen. Gleichzeitig war ich hingerissen von den Schilderungen des Lebens in Indien – seit ich eher zufällig eine Reise in den Süden dieses Landes gemacht habe, bin ich ganz verzaubert. Noch nie habe ich so viele herzliche und freundliche Menschen gesehen – gerade unter denen, die sehr arm waren. Ein faszinierendes Land, gleichzeitig aber so zerrissen und gespalten. Auch das kommt hier sehr gut rüber, finde ich.
Eine wahrhaft gelungene Reihe, die ich sicherlich gerne weiterverfolgen werde! Danke, dass ich Raja, Vikram, Sameera und die vielen anderen kennen lernen durfte! Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!
Leider nicht so ganz überzeugend
Die Party von Jonas Winner
Nachdem ich erst von einigen Wochen „Murder Park“ gelesen hatte und so begeistert davon war, habe ich mich riesig auf das neue Buch des Autors Jonas Winner gefreut. Vielleicht waren meine Ansprüche zu hoch, die Vorfreude zu groß, jedenfalls bin ich etwas enttäuscht. Die Party konnte mich nicht so recht überzeugen, auch wenn ich es flott zu Ende gelesen hatte.
Insgesamt hat mich das Buch einfach nicht so richtig gepackt. Die Figuren waren mir oft zu hölzern und unglaubwürdig. Dadurch hat mich auch ihr Schicksal nicht so sehr berührt. Auch konnte ich leider das Handeln der einzelnen Personen oft nicht nachvollziehen. Das ewige Hin und Her und die nicht enden wollenden Diskussionen haben mich irgendwann ziemlich genervt.
Zudem fand ich auch die Geschichte, die hinter dem Massaker steht, nicht sonderlich gut. Anfangs war ich noch neugierig, aber es wirkte auf mich dann immer mehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Ende dann schon gar nicht mehr so interessant fand. War mir insgesamt alles etwas zuviel und dadurch unglaubwürdig.
Die Idee fand ich gut und auch die Schreibweise ist spannend und rasant, der Geschichte selbst hätte aber etwas weniger gut getan. Hier wäre weniger mehr gewesen, z.B. wenn ich an die Sexszene denke, die meiner Meinung nach an dieser Stelle völlig fehl am Platz ist, oder bei der Auflösung, die einfach ein bisschen zu viel will. Schade. Ich hoffe, dass das nächste Buch von Jonas Winner mich dann wieder mehr begeistern kann.









