Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Der beste Band der Reihe
Tatort Hafen - Der Tote von Lagerhaus F von Kästner & Kästner
Nachdem ich bereits die ersten drei Bände voller Begeisterung gelesen habe, wollte ich doch gerne auch ein viertes Mal nach Hamburg in den Hafen reisen. Diese Welt ist erstaunlich und absolut faszinierend und ich lerne jedes Mal was Neues. Den dritten Band habe ich erst kürzlich gelesen, es war also direkt wieder ein Ankommen in diesem Buch, weil alles noch so präsent war.
Ich denke, man kann dieses Buch auch gut als Quereinsteiger lesen, aber die Geschichten der Ermittler kennt man dann leider nicht so gut. Daher würde ich sagen, unbedingt von vorne starten - was in diesem Fall nicht tragisch ist, weil alle der vier Bücher der Reihe bestens unterhalten!
Toll fand ich, dass hier das gesamte Geschehen vor der Kulisse des Hafengeburtstags stattfand. Das hat vieles spannender und komplizierter gemacht, also für uns Leser noch interessanter gemacht. Es war schön, die Ermittlergruppe wieder zu treffen. Ich mag sie alle, jede und jeder hat seine speziellen Eigenheiten und seine ganz persönliche Geschichte. Ich finde es immer toll, wenn ich auch privat etwas über die Hauptfigure erfahre, das macht sie menschlicher und das ganze Buch authentischer.
Authentisch ist das Buch sowieso, man merkt deutlich, dass das Autorenpaar weiß, worüber es schreibt. Das macht richtig Spaß und bietet quasi nebenbei noch die eine oder andere spannende Hintergrundinfo. Der Moldauhafen ... was für eine wissenswerte Geschichte, die nun eine ganz andere Wendung nimmt - also im realen Leben. Ich mag es sehr, wie hier Tatsachen, geschichtliche Hintergründe und Fiktion verwebt werden! Gerne mehr davon! Die Leseprobe und die Teaser zu Band 5 machen Lust auf mehr!
Wir brauchen die Erde ...
Die Erde braucht uns alle von Stefanie Perger-Sagerschnig
... und sie uns. Wir müssen auf sie achten, unsere Natur schützen, Tiere gut behandeln, Müll recyclen und vieles mehr. Um das geht es in diesem wunderbaren Buch, das schon den Kleinsten auf anschauliche Weise klar macht, wie wichtig es ist, dass wir uns alle bemühen.
Denn: Das ist unser Zuhause, unser Planet, unsere Erde, wie sie sich im Weltall dreht.
Acht Planeten gibt´s im Sonnensystem, doch nur auf der Erde kann Leben entstehen.
So fängt das Buch an und das hat mich schon sehr berührt. Die Zeichnungen dazu sind wunderschön und kindgerecht, aber auch für Ältere sehr ansprechend. Ich mag die Reimform der Texte sehr. Sie holt nicht nur die Kinder ab, sondern macht die Infos auch einprägsam. Die Texte sind toll geschrieben und erklären, warum die Erde so wichtig für uns ist, und warum wir alle gemeinsam handeln müssen. Dazu die tollen Illustrationen, die auch die Jüngsten entdecken lassen und das geschriebene Wort bestens ergänzen. So wird Klimaschutz einfach und verständlich erklärt. Einfach toll!
Verkettung unglücklicher Ereignisse
All unsere schönen Lügen von Feline Lieven
Was wäre wenn, …? Ja, diese Frage finde ich immer wieder sehr, sehr spannend und ich habe sie mir bei der Lektüre ganz oft gestellt. Wenn nur einer an einer Stelle anders gehandelt hätte, dann …
Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel verrate, weil in diesem Buch einfach jede und jeder seine Geheimnisse hat.
Nach und nach erst dürfen wir als Leserinnen hinter die Kulissen schauen, die Schleier lüften sich nur schichtweise.
Auch wenn ich alterstechnisch nicht mehr ganz die richtige Zielgruppe bin, hat mich dieser Roman doch sehr berührt und abgeholt. Ich fand es extrem spannend, in diese Welt des schönen Scheins und der vielen Lügen eintauchen zu dürfen. Und bin zugleich sehr, sehr froh, dass ich nicht in solchen Verhältnissen lebe(n muss). Für mich wäre das ein Alptraum und wie wir sehen, ist es das auch für die jungen Leute, die in dieser Geschichte auftauchen.
Ich fand es total interessant, wie man immer wieder aus der Sicht eines anderen neue Details erfahren hat und sich so ein immer klareres Bild abgezeichnet hat. Die Auflösung passte für mich gut, auch wenn ich die eine oder andere Figur doch sehr bedauert habe. Ob am Ende jeder kriegt, was er verdient hat? Da bin ich eher unschlüssig, aber lies selbst und bilde Dir eine eigene Meinung – hier kann man sicherlich noch lange diskutieren.
Ein lesenswertes Buch einer noch sehr jungen Autorin von der ich gerne noch viel mehr lesen würde!
Wechselbad der Gefühle
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Mich hat dieses Buch total fasziniert, weil mich erstens schon die Geschichte an sich neugierig gemacht hat. Dann weil man von Anfang an eine Hoffnungslosigkeit spürt, obwohl man so sehr mit Anna und ihrer Mutter und auch dem kleine Bruder hofft und natürlich auch irgendwie für den Vater, auch wenn man keine Ahnung hat, ob er wirklich so unschuldig ist.
Diese Gefühle ziehen sich durch das ganze Buch und man schwankt immer hin und her.
Man möchte so sehr hoffe und an ein Happy End glauben - aber ist das wirklich realistisch? Und was ist in dieser Nacht und auch davor wirklich alles passiert?
Ich mochte die vielen Twists, die einen quasi im Zickzack durch die Geschichte jagen. Genauso wie den Erzählstil mit den zwei Perspektiven. Auf der einen Seite Anna als Schwester, die tief betroffen und gezeichnet ist, auf der anderen Seite Katharina, die ermittelt und die Wahrheit unbedingt herausfinden möchte.
Wer sich in ein Wechselbad der Gefühle stürzen und sehr spannende Lesestunden erleben will, ist hier genau richtig. Allerdings sollte man sich nichts mehr vornehmen, weil man nur noch zu Ende lesen möchte, um endlich die Auflösung oder vielleicht sogar die Erlösung zu erfahren!
Was ist wirklich wichtig?
Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt – auch weil es ein anderes Genre ist, als ich sonst lese. Ich liebe Krimis und Thriller, mache aber immer auch wieder gerne Ausflüge in andere Buchwelten. Ein Buch über den Sommer, die Natur und die Freundschaft, das hat mich neugierig gemacht. Die Autorin hält sich nicht lange auf und wirft ihre Leser recht schnell mitten in die Geschichte von Eva.
Sie ist kein einfacher Charakter und macht es damit auch den Lesern nicht ganz einfach. Ich konnte sie meistens ganz gut verstehen, aber bisweilen hätte ich mir auch gewünscht, dass sie ihr Verhalten und Handeln mehr reflektiert. Vielleicht kann sie das aber auch aufgrund ihres Verlustes nicht.
Ich mochte die wunderbaren Naturbeschreibungen, die mich zum Teil sehr berührt haben. Auch ich denke oft über die Zerstörung unserer Umwelt und Natur nach und möchte manchmal daran verzweifeln. Da konnte ich Eva gut verstehen, die dort draußen im Grün nach Heilung und Trost sucht. Auch die Begegnungen zwischen den beiden so ungleichen Frauen haben mir gut gefallen. Die zarten Bande, die sich ganz langsam und erst nach und nach zwischen ihnen finden, fand ich toll beschrieben. Und dann gibt es da noch dieses unfassbare Geheimnis in der Vergangenheit, das Olga über die Zeiten retten will …
Ein faszinierendes Buch über die Macht der Trauer, die Frage, was wir bewahren müssen, wie wir die Natur schützen sollten und was das Leben so überraschend und schön macht!
Ich will mehr!
Opfer, die wir bringen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Eher durch Zufall war ich auf einer Lesung zum ersten Buch „Tode, die wir sterben“ der Tatort Malmö-Reihe. Natürlich habe ich mir das Buch sofort gekauft, weil die Lesung echt Spaß gemacht hat und ich die Geschichte so toll fand. Gleichzeitig spannend, aber auch herzergreifend traurig. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich wollte mehr.
Die beiden so verschiedenen Ermittler Svea Karhuu und Kommissar Jon Nordh sind mir sehr ans Herz gewachsen. Klar, dass ich dann sofort auch „Schwüre, die wir brechen“ lesen wollte. Schon beim Zuklappen dieses zweiten Bandes wusste ich, dass ich Band 3 unbedingt lesen muss. Die Wartezeit war lang und ich habe das Buch schon vorbestellt. Ich lese viel und gerne, bestelle aber wenige Bücher vor oder lese sie gleich, wenn sie herauskommen. Bei diesem konnte ich nicht anders. Schon auf dem Heimweg von der Buchhandlung hab ich hineingelinst und hätte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt.
„Opfer, die wir bringen“ fand ich besonders spannend, weil es noch mehr von Schweden, seinen Traditionen und den Sami erzählt. Das hat mich fasziniert und gleichzeitig fand ich auch die Kriminalgeschichte, die in einer Aussteiger-Gemeinschaft in Schonen angesiedelt ist, so spannend. Und wieder tragisch. Absolut packend, ich wollte nur noch weiterlesen und gleichzeitig wollte ich nicht, dass das Buch zu Ende geht.
Mankell mit seinen Wallanderkrimis war mein erster Ausflug in die düstere Welt des Hohen Nordens, seitdem bin ich nie wieder davon losgekommen. Mit dem Autorenehepaar Voosen und Danielsson habe ich ein neues Suchtmittel entdeckt. Kein Wunder, wenn man so in Geschichten katapultiert wird, die realistischer und faszinierender nicht sein könnten. Schon jetzt kann ich es kaum erwarten, auch das vierte Buch der Reihe zu lesen – leider muss ich ein Jahr lang warten.
Mein Fazit: Unbedingt lesen! Aber am besten die Reihe von vorne starten, denn auch die Privatgeschichten des ungleichen Ermittlerduos sind sehr interessant und bauen aufeinander auf. Nordic Noir at its best!
Ermitteln mit Gitte macht Spaß
Dänische Brandung von Frida Gronover
Nachdem ich Gitte bereits in Band 2 „Dänische Schuld“ kennengelernt hatte, war ich doch neugierig, wie es mit ihr weitergeht. Sie hat sich gut in ihrer neuen Heimat, dem bezaubernden Ferienort Marielyst, eingelebt. Doch Leichen säumen ihren Weg … nicht nur, weil sie als Bestatterin arbeitet. Dieses Mal hat sie die Mutter eines Freundes auf dem Tisch, der auch zugleich Journalist ist.
Sie entdeckt einen verdächtigen Fleck, verständigt ihren Freund und Kommissar Ole Ansgaard und die Geschichte nimmt ihren Lauf ...
Wieder hat es großen Spaß gemacht, gemeinsam mit Gitte, Ole und einigen anderen Figuren, die ich schon kannte, zu ermitteln. Es wird ziemlich gefährlich und am Ende stellt sich heraus, dass … Halt, zu viel möchte ich nicht verraten, denn ich kann das Buch wirklich empfehlen. Wahrscheinlich macht es noch mehr Spaß, wenn man die Geschichte der Reihe nach liest, aber auch ein Quereinstieg lohnt sich. Ich bin jedenfalls froh, dass es noch mehr Bücher mit Gitte gibt, die ich noch nicht kenne.
Ein wunderbarer Ausflug nach Dänemark, der nicht nur schöne, atmosphärische Beschreibungen der Landschaft und der Traditionen und Menschen dort liefert, sondern gleichzeitig spannende Leseunterhaltung mit einer sehr gelungenen Auflösung! Gerne mehr davon!
Zum Ende hin schwammig
So kalt die Nacht von Marika Neitz
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich von Autorin Marika Neitz bereits Anfang des Jahres „Das Forsthaus“ als Hörbuch gehört hatte. Besonders spannend fand ich hier im vorliegenden Buch das Ermittlerduo, das menschlich so sehr verschieden ist. Das hat für mich die ganz besondere Würze dieses Romans ausgemacht und ich möchte auch die Fortsetzung gerne lesen.
Die Geschichte wird gut nachvollziehbar und temporeich erzählt, auch der Sprecherin konnte ich gut zuhören. Man kommt schön in die Erzählung hinein, nicht zu gemächlich, aber so, dass man alles gut mitverfolgen kann. Anna war mir schnell sehr sympathisch und ich habe mit ihr mitgefühlt und -gelitten. Einfach hat sie es nicht mit der ausgeflippten Mutter, dem Teenagersohn, dem schwierigen Fall und dann auch noch dem neuen Kollegen, der so anders ist. Frieder war mir ebenfalls sofort sympathisch, auch wenn ich die Reibereien zwischen den beiden gut nachvollziehen konnte. Er ist ein cooler Romancharakter - ob man das in Realität auch so charmant fände, weiß ich allerdings nicht. Aber vielleicht schon, weil er eben so offen und ehrlich und besonders ist.
Der Fall hat mir gut gefallen mit den vielen Rückblenden in die Vergangenheit, die quasi erklären, was damals passiert ist, und damit auch, was und warum es jetzt passiert. Leider war das Ende dann ziemlich schwammig, einige logische Fehler - das mag ich nicht. Da würde ich mir mehr Realität wünschen, weil es einfach so nicht ist. Kein Polizist würde sowas machen ... mehr kann ich nicht verraten, aber ich finde es schade dass da nicht besser recherchiert wurde. Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil.
Witzig und spannend
Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst Dinosaurier sehr interessant finde und mein Neffe noch mehr. Er ist noch ein bisschen jung für das Buch, aber mich hat es schon mal sehr gut unterhalten. Die Geschichte der beiden Jungen und ihre abenteuerliche Flucht durch Schnee, Berg und Wald fand ich total spannend.
Gleichzeitig ist das Buch so witzig geschrieben, dass man auch immer wieder schmunzeln muss. Arty ist natürlich eine Show für sich und ich hätte den kleinen Flugsaurier gerne mal in der Realität gesehen. Allerdings stelle ich es mir ganz schön schmerzhaft vor, wenn sie sich in der Schulter verkrallt. Musste da spontan an meinen Kater denken, der das auch gerne mal macht …
Etwas gestört hat mich das abrupte Ende und die Tatsache, dass die Geschichte damit eigentlich nicht fertig erzählt ist. Wenn man wissen möchte, wie es ausgeht, muss man quasi zwingend noch das zweite Buch lesen. Sowas mag ich nicht sonderlich, vor allem kaufe ich mir gerne ein zweites Buch, wenn mir das erste gefallen hat – aber ich mag nicht genötigt werden, die Fortsetzung zu kaufen.
Abgesehen davon hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Interessante Charaktere mit Tiefe und Entwicklung im Laufe des Buchs und eine spannende Story. Die Zeichnungen finde ich ebenfalls sehr passend – vor allem auch im Bezug auf die sehr junge Zielgruppe.
Bezaubernder Wald
Sprichst du Wald? von Hannah Assil
Da ich selbst nahe des Waldes aufgewachsen bin und schon seit meiner Kindheit vom Wald fasziniert bin, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt lesen! Ich war total gespannt und war schnell in den Bann des Buches gezogen. Man kann es natürlich linear von vorne nach hinten lesen, genauso gut aber auch einzelne Abschnitte oder Kapitel genießen.
Ich mag solche Sachbücher, die das ermöglichen. So blättere ich dann auch immer mal wieder rein.
Sehr passend fand ich die Aufteilung der Texte und Infos nach Jahreszeiten, genauso wie das einführende Überkapitel Wald und den Abschluss Wandel. Für mich war da alles dabei. Man spürt in jedem Text der jungen Autorin Hannah Assil die große Liebe zum Wald und die Achtung vor dieser besonderen Lebenswelt. Das fand ich sehr schön und berührend. Vieles konnte ich so gut nachvollziehen und mitfühlen.
Die vielen tollen Bilder, zum Teil auch in großem Format, bereichern das Buch noch mehr. Ein Eichelhäher beim Baden, ein Eichhörnchen mit Nuss oder ein Reh beim Trinken - tolle Momente in der Natur eingefangen in bezaubernd schönen Fotos.
Wer Wald und Bäume mag, wird von diesem Buch begeistert sein. Man lernt nicht nur Neues über das Ökosystem Wald und die verschiendenen Tier- und Pflanzenarten, die dort zu Hause sind, sondern auch, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist und bleibt!











