Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Gespenster- und Hexenabenteuer
Der kleine Hui Buh Verspukt und zugehext! (Bd. 1) von Rogler Ulrike; Veenstra Simone
Ein wirklich lustiges und verspieltes Kinderbuch ist der erste Band von „Der kleine Hui Buh“. Obwohl mir das Titelbild gar nicht so gut gefallen hat, ist der Inhalt echt klasse, macht Kindern viel Freude und eignet sich auch zu (etwas längerem) Vorlesen. Außerdem werden neben ein bisschen Quatsch auch viele tolle Werte vermittelt.
Ich gebe vier Sterne für dieses Buch.
Die Geschichten vom Schlossgespenst Hui Buh werden viele kennen. Doch wie Hui Buh als er klein war? Das wird hier erzählt. Zusammen mit seiner Freundin und Hexe Hedda Hex bekommt er Unterricht im Spuken. Dass er dabei tolle Abenteuer erlebt, zum Beispiel mit den Schulkindern oder auf dem Feuerwehrfest ist fast schon selbst verständlich.
Der Schreibstil hat mich für ein Kinderbuch ab 5 Jahren total überzeugt. Schwierige Wörter werden, wenn sie benutzt sind, erklärt. Auch beim Vorlesen hilft die einfache Sprache natürlich. Die Abenteuer von Hui Buh und Hedda Hex sind wirklich lustig.
Was mir auch gut gefallen hat, dass die beiden Schwächeren helfen und auch mal den richtigen Leuten einen Denkzettel verpassen. Aber natürlich treten sie auch – gerade bei ihren Hex- und Spukübungen – gerne mal in Fettnäpfchen, bei denen man sich ordentlich vor Lachen verkringeln kann.
Viele bunte, oft große, und schöne Illustrationen runden das positive Leseerlebnis ab. Ich fand auch schön, dass es ein Doppelband war, so konnte man gleich noch eine zweite Geschichte lesen. Ich bin auch schon gespannt auf den nächsten Teil. Da mir trotzdem noch etwas richtig außergewöhnliches für ein Top-Kinderbuch gefehlt hat, bleibe ich bei sehr guten vier Sternen und empfehle das Buch auch gerne weiter.
Wunderschöner Liebesroman
Perfectly Broken von Sarah Stankewitz
„Perfectly Broken“ ist ein wunderschöner Liebesroman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Ich hatte das Buch im Nu durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Deswegen gibt es eine klare Weiterempfehlung und fünf Sterne dafür von mir.
Brooklyn hat ihre große Liebe verloren und versucht nun einen Neuanfang in einer anderen Stadt.
Dafür nimmt sie auch eine Wohnung in Kauf, in der eine Tür im Schlafzimmer in die Nachbarwohnung führt (natürlich verschlossen). Da die Wände dünn sind bekommt sie bald so einiges von ihrem Nachbarn Chase mit und schließlich beginnen die beiden auch durch die Wand miteinander zu reden.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Brooke und Chase erzählt, was ich sehr bereichernd fand. Für die Geschichte war es wichtig, auch die Gefühle und Gedanken von Chase zu kennen. Beide Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen und waren mir von Anfang an sympathisch. Der Schreibstil war super angenehm, deswegen konnte man das Buch auch so schnell durchlesen. Was mir auch gefallen hat, waren die häufigen kleinen Andeutungen auf andere Bücher, Filme und Serien, die immer wieder auftauchen.
Diese Liebesgeschichte wird zu einem Großteil durch Trauer bestimmt und bekommt deswegen sehr viel Tiefe. Aber man spürt auch von Anfang an die Magie von Hoffnung und neuer Liebe und hofft einfach, dass sie durchkommt. Die Beziehung von Brooke und Chase ist wirklich etwas Besonderes und das wird auch gut rübergebracht. Dass die beiden am Anfang nur durch geschlossene Wände kommunizieren, hebt diese Geschichte von anderen Liebesromanen ab.
Es hat mir einfach sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, und gleichzeitig hat mich die Geschichte sehr berührt.
Interessantes Schicksal
Die Malerin des Nordlichts von Lena Johannson
„Die Malerin des Nordlichts“ ist ein tolles Buch über eine Frau, die mir bis dahin gänzlich unbekannt war: Signe Munch. Signe ist eine Verwandte vom großen Maler Edvard Munch, den sie Onkel nennt, obwohl der Verwandtschaftsgrad etwas weiter gefasst ist. Sie selbst liebt ebenfalls die Malerei. Nachdem sie diese zugunsten einer unglücklichen Ehe aufgegeben hat, kommt ihr Talent erst wieder nach ihrer Scheidung ans Licht.
Als sie Einar trifft, lernt sie neben der Kunst nun auch endlich die Liebe kennen, steht aber auch bald vor einer großen Gewissensentscheidung.
Ich muss zugeben, dass ich etwas gebraucht habe, um in das Buch und die Atmosphäre hineinzukommen, aber dann hat mich das Geschehen komplett gefangen genommen und ich konnte gar nicht schnell genug lesen, wie es mit Signe und Einar weitergeht. Was ich bemerkenswert beim Schreibstil fand (der mich auch sonst überzeugt hat), ist, wie eindrucksvoll due Autorin es schafft, die Kunst, die Bilder und Gemälde auch mit Worten lebendig werden zu lassen. Das ist nicht einfach und deswegen umso bemerkenswerter. Auch die Landschaften von Norwegen werden in schönen Farben beschrieben.
Signe mochte ich als Charakter direkt, weil sie gar nicht weiß, wie stark sie sein kann. In der damaligen Zeit als geschiedene Frau zu leben, muss sicher nicht einfach gewesen sein. Ich finde, sie ist sehr mutig, auch wenn sie ein paar Charakterzüge hat, die ich nicht so toll fand. Aber sie ist nun mal, wie sie ist. Das Buch wird durch interessante uns spannende Nebencharaktere ergänzt.
Wegen der kleinen Anfangsschwierigkeiten, gebe ich dem Buch vier Sterne. Aber alles in allem ist dieser Roman trotzdem toll und erzählt ein interessantes Schicksal, das jeder mal gelesen haben sollte.
Erwartungen übertroffen
Der Sprung von Simone Lappert
„Der Sprung“ von Simone Lappert hat meine Erwartungen an das Buch deutlich übertroffen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Roman so fesselt. Die Ereignisse von den Menschen, die hier miteinander verknüpft werden, sind spannend und emotional erzählt, ganz eigen und hochinteressant. Das gibt auf jeden Fall 5 Sterne von mir.
Das Buch handelt von elf Personen, von denen nach und nach berichtet wird. Eines haben sie gemeinsam: Sie stehen irgendwie in Verbindung mit dem Ereignis, das ganz Thalbach für einen Tag und eine Nacht in Atem hält. Eine junge Frau steht auf einem Dach und will nicht mehr herunterkommen.
Die elf Charaktere sind komplett unterschiedlich: ein Polizist, ein Modeschöpfer, ein Fahrradkurier, um nur einige Beispiele zu nennen. Alle auch in unterschiedlichem Alter, in unterschiedlichen Beziehungen, in unterschiedlichen Lebenssituationen. Diese Mischung fand ich hochspannend. Jede Geschichte ist ein Unikat. Da sie nur nach und nach erzählt wird, muss man einfach weiterblättern, bis dieser Strang wieder aufgenommen wird. Durch die große Geschichte mit der Frau auf dem Dach wird alles zusammengehalten und natürlich zusätzlich noch einmal Spannung in das Buch gebracht. Springt sie, oder springt sie nicht?
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte wird einfach in einem guten Erzählton wiedergegeben und so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Ich würde zwar keinen Charakter missen wollen, aber es wahren doch ganz schön viele, einige auch mit ähnlichen Namen. Da musste man schon zum Beginn der jeweiligen Kapitel immer kurz überlegen, wer war das jetzt noch und was war seine Vorgeschichte. Aber nach einer halben Seite hat sich das bei mir immer gelegt.
Deswegen bleibe ich trotzdem bei der Höchstwertung, weil mich dieses Buch einfach so positiv beeindruckt hat. Sollte man auf jeden Fall lesen!
Wichtiges Thema für Kinder aufbereitet
Über die Grenze von Maja Lunde
Ich bin ja ein großer Fan von Maja Lunde und auch dieses neue Kinderbuch von ihr hat es mir wieder angetan. An diesem Buch finde ich vor allem besonders, dass es schafft, ein so ernstes und eigentlich auch erschreckendes Thema in ein Format zu bringen, was auch Kinder anspricht. Deswegen gebe ich für „Über die Grenze“ auch fünf Sterne.
Gerda ist Norwegerin und lebt dort mit ihrem Bruder Otto und ihren Eltern. Norwegen ist 1942 unter deutscher Besatzung und auch hier werden Juden verfolgt. Eines Tages hört Gerda komische Geräusche aus dem Keller, kurze Zeit später werden ihre Eltern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verhaftet. Die zwei jüdischen Kinder, die Gerdas Eltern versteckt hatten, haben die Polizisten jedoch nicht gefunden. Nach kurzem Zögern beschließen Gerda und Otto die Geschwister Daniel und Sarah selbst über die Grenze nach Schweden zu bringen. Ein aufregendes Abenteuer beginnt.
Die Geschichte war wirklich spannend und ich fand toll, wie die Kinder in den Mittelpunkt gerückt wurden. Sie kommen dabei auch sehr authentisch rüber: Gerda zum Beispiel, wie sie gerade von dem Buch „Die drei Musketiere“ fasziniert ist und in ihre Fantasiewelten abtaucht, aber gleichzeitig auch oft Streit mit ihrem Bruder Otto hat – einfach genauso wie im richtigen Leben und wie man sich selbst an seine Kindheit erinnert.
Hinzu kommt, dass dieses wichtige und ernst Thema „Zweiter Weltkrieg“ auf kindliche Weise verständlich gemacht wird, da eben aus der Sicht von Gerda erzählt wird, das war von der ersten Seite an so. Die Kinder sind wirklich mutig und wahrscheinlich hätte so manch ein Erwachsener sich das nicht getraut. Aus dem Buch kann man also auch viel lernen. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, gut für ältere Kinder, die Leseempfehlung ab 9 Jahren würde ich so übernehmen. Über jedem Kapitel gibt es auch noch ein kleines Bild, also ein paar schwarz-weiß Illustrationen.
Mir hat dieses Buch einfach sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter, auch für Erwachsene.
Was ist wahres Glück?
Die schönste und die traurigste aller Nächte von Maurício Gomyde
„Die schönste und die traurigste aller Nächte“ hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist schon ein bisschen „magisch“, erzählt aber vor allem von einer großen Liebe und entführt in die wunderschöne Welt von Südamerika. Außerdem lernt man so einiges über das Glück. Ich gebe fünf Sterne für diesen Roman.
Das Buch handelt von Victor und Amanda, die sich in der Schule kennengelernt haben und dann auch ihren ersten gemeinsamen Kuss hatten. Aber am nächsten Tag bricht Amanda mit ihrer Familie nach Kenia auf um dort zu leben. Dort werden ihre Eltern bei einem Bombenanschlag getötet. Anschließend macht das Buch einen Zeitsprung und man lernt die Erwachsenen Victor und Amanda kennen, die sich inzwischen ein eigenes Leben aufgebaut haben. Ein Klassentreffen bringt die beiden jedoch wieder zusammen.
Soweit der „normale“ Teil der Geschichte. Denn Victor hat ein verrücktes Geheimnis: Wenn er glücklich ist, erlebt er diese Momente noch einmal. Wenn er von Trauer erfasst wird, macht er Zeitsprünge in die Zukunft, verschwindet einfach so und taucht irgendwo wieder auf. Dieses „fantastische“ Element macht dieses Buch noch ein bisschen ungewöhnlicher, aber auch sehr spannend.
Was mir neben den beiden tollen Charakteren und dem angenehmen Schreibstil vor allem gefallen hat, ist die Auseinandersetzung mit dem Glück. Die Zitate, die das Buch in verschiedene Abschnitte teilen, machen wirklich nachdenklich. Was ist wirklich wahres Glück?
Zwischendurch habe ich doch, das muss ich zugeben, kurz gedacht, ob ich nur vier Sterne geben, weil es in der Mitte des Romans ein, zwei Stellen gibt, die ich etwas nervig fand, die Geschichte ist dort nicht auf den Punkt gekommen, sondern hat ein paar Wendungen genommen, die ich nicht ganz so wichtig fand. Da das dann aber nicht noch einmal vorgekommen ist und das Ende nochmal richtig spannend und gut war, habe ich mich doch wieder zu den fünf Sternen entschlossen. Das Buch hat einfach Tiefgang und wenn es um das Thema Glück geht sogar ein paar philosophische Ansätze, die mir wirklich gut gefallen haben. Das ist ein perfektes Buch für laue Sommernachtstunden.
Bin nachhaltig beeindruckt
Die Welt in allen Farben von Maurício Gomyde
„Die Welt in allen Farben“ ist ein besonderes Buch. Nicht nur, dass es eine spannende Geschichte erzählt, die mich nachhaltig beeindruckt hat, hinzukommt, dass sich das Genre irgendwie die ganze Zeit ändert, von Literatur, zu Liebesroman, zu Thriller. Das fand ich eine unfassbar tolle Mischung, die wahrlich fünf Sterne verdient hat.
Nova ist blind, bis sie sich eines Tages einer Augenoperation unterzieht und nun lernen muss zu sehen. Doch damit kommt sie gar nicht klar, die Eindrücke sind zu viele, es ist für sie viel schwerer, die Welt zu begreifen, dabei hatte sie sich blind so gut zurecht gefunden. Kate hat Probleme mit ihrem Ehemann Tony und wird dadurch in tiefe Krisen gezogen. Dann treffen Kate und Nova aufeinander.
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie eindrücklich Novas Geschichte mit dem Blindsein geschildert wird. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle, an die ich noch nie gedacht habe. Das ist wirklich eine ganz eigene Welt und ich finde es sehr schön, dass mir diese durch dieses Buch etwas näher gebracht wird. Auch mitzuerleben, wie Nova richtig sehen lernt ist super interessant, Sehregeln, die sie dazu aufstellt, lockern das Buch nochmal ein bisschen auf.
Was ich von Kates Erzählstrang halten sollte, wusste ich am Anfang nicht, weil noch nicht abzusehen war, wie sich die beiden begegnen. Aber mit jeder Seite wird ihre Geschichte wichtiger und auch interessanter.
Den Schreibstil fand ich sehr schön, es werden tolle Bilder geschaffen, es war einfach ein Genuss dieses Buch zu lesen. Wie oben schon beschrieben, dachte ich am Anfang, ich habe es hier mit einem reinen Literaturroman zu tun, aber dann spielt eine Liebesgeschichte eine ganz große Rolle, während es am Ende noch einmal richtig thrillermäßig zur Sache geht. Da konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung für dieses Buch, das auch mal wieder eine ganze eigene Note hat, die ich so noch nie gelesen habe.
Ein Buch mit Tiefgang
Die Gärten von Monte Spina von Scriverius Henrike
„Die Gärten von Monte Spina“ ist ein wirklich schönes Buch, das nicht nur zu Tränen rührt, aber gleichzeitig auch zum Lachen bringt, sondern auch viel Wahres über das Leben erzählt.
Toni hat ihren Mann verloren und weiß seitdem nicht mehr viel mit sich anzufangen. Da wird sie überzeugt, ihren Gärtnerberuf auf der Atlantikinsel Monte Spina fortzuführen, die dem geheimnisvollen Max Bror gehört.
Da Toni ein ausgesprochen neugieriger Charakter ist, will sie dem Geheimnis von Bror natürlich auf den Grund gehen und muss dabei auch selbst schmerzliche Erfahrungen machen.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Als die Geschichte dann nach Monte Spina getragen wurde, war ich total begeistert von der Atmosphäre der Insel und welche Charaktere darauf leben. Der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass vor allem die Gefühle von Toni sehr gut transportiert werden und man sich immer in sie reinversetzen kann. Spannungsfaktor ist auf jeden Fall das Rätsel um Max Bror, das man selbst unbedingt lösen will.
Ich mag es immer, wenn man Charaktere zwar verstehen, aber trotzdem nie ganz einschätzen kann und die man im Laufe der Geschichte komplett anders wahrnimmt. So ein Typ ist Max Bror. Was der sich leistet, ist wirklich krass, aber mit jeder Seite wird diese Person anders und bleibt doch gleich. Das ist wirklich verblüffend und ich finde ihn großartig kreiert. Die Hauptperson Toni mochte ich von Anfang an, man fühlt sofort mit ihr mit und will, dass sie ihr Glück wiederfindet.
Ich habe die Lektüre von diesem Buch wirklich sehr genossen und empfehle es herzlich weiter. Es ist ein Buch, das Tiefgang hat und einen auch selbst viel über das Leben nachdenken lässt.
Sehr fesselnd
Silberdrache (Silberdrache 1) von Angie Sage
„Silberdrache“ hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es an meine Lieblingsdrachenbücher „Drachenreiter“ von Cornelia Funke und „Eragon“ von Christopher Paolini nicht ran reicht. Deswegen gibt es vier Sterne von mir und eine klare Leseempfehlung.
In dem Buch gibt es zwei Welten: Unsere normale Menschenwelt, in der wir Sirin kennenlernen, obwohl diese im ersten Teil eher nur eine Nebenrolle spielt, und die Drachenwelt.
Dort findet der Schäferjunge Joss ein silbernes Drachenei. Dadurch geraten er und seine Schwester Allie in die fiesen Machenschaften der Lennox-Familie. Können sie dieses Abenteuer bestehen?
Die Geschichte fand ich wirklich spannend und gut erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, die Kapitel oft kurz, also auch sehr gut als Jugendbuch umgesetzt. Am Anfang muss man sich ein bisschen zu Recht finden, weil viel zwischen den Charakteren (und eben auch zwischen den beiden Welten) hin und her gewechselt wird, aber wenn man einmal drin ist, hat die Geschichte schnell ihren Reiz gefunden. Auch, dass das Buch aus der Sicht von so vielen verschiedenen Personen erzählt wird, bereichert die Geschichte sehr.
Die Charaktere haben gut zur Geschichte gepasst. Von Sirin würde ich gerne noch mehr kennenlernen und sie vor allem mal nicht traurig erleben. Joss ist leider ein bisschen naiv, auch wenn er sonst ein netter Junge ist. Der Star im Buch ist für mich persönlich Allie, Joss Schwester. Sie ist wirklich mutig, blitzgescheit und hat eine gute Menschenkenntnis. Ohne sie wäre das Buch sicher nicht so gut gewesen. Ganz besonders sind natürlich auch die Drachencharaktere. Mit hat es gut gefallen, dass man auch aus deren Sicht viel erfährt und so die Drachen ganz nahe kennenlernt.
Ich freue mich wirklich schon sehr auf den zweiten Band von „Silberdrache“, eigentlich hätte ich gerne sofort weitergelesen, denn die Geschichte ist wirklich sehr fesselnd.
Eine Liebe wie ein Königreich
Zwei in Solo von Elja Janus
„Zwei in Solo“ ist eine fantastische Liebesgeschichte, die mich von der ersten Zeile an berührt hat und wirklich etwas ganz Besonderes ist. Da kann ich nur fünf Sterne geben und jedem Liebesromanfan zurufen, kauf dieses Buch!
Es geht um Sophie und Milo. Sophie ist Lehrerin, als sie eines Tages von ihrem ehemaligen Schüler Milo aus einer brenzligen Situation gerettet wird.
Aus einer gemeinsamen Nacht entspinnt sich schnell eine ernste Beziehung, über Alters- und gesellschaftliche Grenzen hinweg, denn die beiden fühlen sich einfach so sehr voneinander angezogen. Die beiden schaffen sich ihr Königreich „Solo“. Doch wenn die beiden nicht ihre Vergangenheit nicht hinter sich lassen, kann wohl auch ihr Königreich nicht lange bestehen.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil er lockerleicht durch die Geschichte führt, aber an den richtigen Stellen tiefgründig wird. Er hat einfach sehr gut zu dem Buch gepasst. Die Geschichte an sich hat mich dadurch überzeugt, dass sie total auf die Beziehung zwischen Sophie und Milo fokussiert ist. Hier braucht man keinen Schnickschnack drumherum, sondern einfach nur die Geschichte dieser beiden Menschen. Und die wurde super emotional und toll erzählt.
Die Charaktere sind auf jeden Fall das Aushängeschild in diesem Roman, weil sie einfach so gar nicht Mainstream sind, sondern völlig eigen und ich beim Lesen auch immer wieder überrascht von ihnen waren. Natürlich ist gerade Milo kein leichter Charakter, aber trotzdem kann man seine Handlungen irgendwie immer nachvollziehen. Und gerade wenn man immer tiefer in seine Vergangenheit abtaucht, kann man ihn immer besser und besser verstehen. Auch Sophie hatte keine leichte Vergangenheit, bei ihr hat mir besonders gefallen, ihre Entwicklung mitzuerleben.











