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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Christina P.:

Wenn sämtliche Maschinen sich plötzlich gegen den Menschen richten

They Are Everywhere: Ein Near-Future-Thriller mit Sogfaktor! von Andreas Langer

Hannahs Eltern schicken die 16-jährige zum digital detox zu amerikanischen Verwandten aufs Land. Ausserhalb ihrer virtuellen Metaverse-Realität fühlt die Jugendliche sich unsicher und unattraktiv und glaubt, die Erwachsenen mit einer VR-Brille heimlich austricksen zu können. Doch plötzlich spielen sämtliche Androiden und KI-gesteuerten Maschinen verrückt, richten sich gegen die Menschen.

Was bisher für Hannah Sicherheit bedeutete, wird nun zur tödlichen Bedrohung.
Im Roman begleitet man die Jugendlichen Hannah und Jarrett, die sich im Jahr 2055 auf der Flucht vor den tödlichen Maschinen befinden. In einer Zeit, in der mittlerweile nicht nur Autos und Mähroboter mittels künstlicher Intelligenz gesteuert werden, sondern unzählige weitere Maschinen dem Menschen den Alltag erleichtern sollen. Tatsächlich hat der Autor einige sehr faszinierende technische Ideen eingebaut, welche den Jugendlichen leider schnell zur tödlichen Falle werden könnten. Doch auch auf menschlicher Ebene konnte mich das Buch überzeugen. Hannah, die sich im realen Leben subjektiv völlig verzerrt wahrnimmt und ausserhalb ihrer virtuellen, perfekten Welt zunächst scheu und unsicher wirkt, bietet durch das Extremszenario viel Potential zur Charakterentwicklung. Und nutzt dieses auch. Doch auch Jarrett hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, welche er zunächst nicht preisgibt.
Das Abenteuer der beiden sorgt für so manche Überraschung und auch zwischenmenschlich dauert es eine Weile, bis Hannah und Jarrett Vertrauen zueinander fassen und letztlich über sich hinaus wachsen. Durch den Zeitdruck und die stete Bedrohung sind die beiden wiederholt gezwungen, spontan zu handeln, was dem Ganzen eine zusätzliche Dramatik verleiht. Wobei ich die Gesamtsituation an sich schon extrem bewegend finde.
Alles in allem ein sehr bewegender, dystopischer Thriller aus jugendlicher Sicht, der mich sowohl zwischenmenschlich als auch durch seine kreativen Futuretech-Ideen überzeugen konnte.

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Mit Fantasie und Freundschaft gegen mächtige Hexen

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin von Jodi Lynn Anderson

Die 12-jährige Rosie hat es nicht leicht, denn im Gegensatz zu anderen Müttern nimmt ihre Mutter sie nie in den Arm, fragt sie nach ihrem Schulalltag oder unternimmt etwas mit ihr. Vielmehr wirkt Rosies Mutter, als würde sie ihre Tochter immer wieder vergessen. Die Leserschaft weiß seit dem Prolog, dass eine Hexe Rosies Mutter am Tag ihrer Geburt die Erinnerungen nahm.

Rosie weiß dies jedoch nicht (ihre Mutter erst recht nicht), somit flüchtet sich Rosie in ihre rege Fantasie oder verbringt Zeit mit ihrer besten Freundin Kim.
Durch gewisse Umstände beginnt Rosie plötzlich, Geister Verstorbener zu sehen wie den 13-jährigen Ebb. Ebb zeigt ihr ein Versteck, in welchem ihre Mutter einst ein Buch über die Dreizehn Hexen versteckte. Als Rosie klar wird, dass eine dieser Hexen, die Erinnerungsdiebin, ihre Mutter verflucht hat, ist sie fest entschlossen, ihre Mutter zu retten. Und gerät so in einen gefährlichen Kampf gegen mächtige Hexen.
Das Buch ist in vielerlei Hinsicht sehr gelungen. Zunächst empfand ich den Prolog sowie das Verhältnis zu Rosies so abwesend wirkenden Mutter emotional sehr bewegend. Als ihre beste Freundin beginnt, sich für Jungs statt Frösche zu interessieren, bekommt Rosie Angst, nun auch noch ihren einzigen Seelenhalt zu verlieren. Mit den Geistern kam eine ziemliche Gruselkomponente hinzu, das Buch ihrer Mutter, welches Rosie auf dem Cover im Arm hält, bietet zudem einige ziemlich gute fantastische Details, vor allem zu den Hintergründen der Hexen.
Zwar hat Rosie zwischendurch so ihre Trotzmomente, doch im Großen und Ganzen hat mir der Zusammenhalt der Kinder sehr gut gefallen. Die Erlebnisse der Kinder sind abenteuerlich, mal gruselig und mal gefährlich. Der Schreibstil ist ausgewogen und angenehm bildhaft. Und es gibt einen kleinen, vielbeinigen Sidekick.
Ein gelungener Einstieg in eine fantastische Trilogie. Emotional mitreißend mit Aussicht auf eine spannende Fortsetzung.

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Ungeklärter Fall gerät durch DeepFake-Videos erneut in den Fokus

Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler

Vor einem Jahr verschwand die Schülerin Enya spurlos. Bis heute wurde sie nicht gefunden. Ihre einstige Clique zerbrach daran. Nun taucht ein DeepFake-Video auf, ein wie real wirkendes, künstlich erstelltes Video, in welchem die damalige Clique rund um Enya im Angesicht des Todes so wirkt, als würden sie irgendeine Tat bereuen.

Jonah ist schockiert. Spielt da jemand ihm und seinen damaligen Freunden einen makabren Streich? Mit welchem Ziel? Zwar hatte er damals starke Gefühle für Enya, ist jedoch überzeugt, dass Enya nicht mehr am Leben ist. Als das nächste DeepFake-Video viral geht ist es wohl an der Zeit, die zerstrittene Clique wieder zusammen zu bringen.
Mit diesem Jugendthriller hat Colin Hadler in meinen Augen ein gelungenes Lese-Highlight konstruiert. Erst dachte ich, der Thriller sei aufgebaut nach dem üblichen Schema Ene-Mene-Muh, und raus bist du! Also dass die ehemaligen Freunde sich gegenseitig verdächtigen, bis am Ende eine Person übrig bleibt. Doch diesmal ist es anders, und das empfand ich als herrlich erfrischend. Denn diesmal werden alle mit irgendwas konfrontiert. Und zusätzlich haben alle ein gemeinsames Geheimnis. Und dennoch rätseln sie eben, was vor einem Jahr mit Enya geschah. Entsprechend hat der Roman so einige Überraschungen zu bieten.
Erzählt wird der Roman aus Jonahs Sicht als Erzähler. Es gibt Rückblicke in die Vergangenheit, ebenfalls aus Jonahs Sicht, so dass ich dem Ganzen wunderbar folgen konnte. Bei der Clique war ich schon erstaunt, wie derart unterschiedliche Charaktere einstmals so gut befreundet gewesen sein sollen. Die bieten auf jeden Fall Potential für etwaige Verdächtigungen beim Lesen.
Der Roman ist dank seiner Twists so aufgebaut, dass es bis zum Ende spannend bleibt, wer der Drahtzieher hinter allem sein könnte und was mit Enya wirklich geschah. Empfehlen kann ich das Buch allen, die Spaß an Spannung und am Miträtseln haben, Jugendlichen ebenso wie Erwachsenen.

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Klasse Idee, zum Ende mir etwas zu zäh

Ich fürchte, Ihr habt Drachen von Peter S. Beagle

Eine selbstbestimmte Prinzessin, die sich einen Helden wünscht.
Ein Held, der keiner sein will.
Ein Held, der keiner ist.
Jede Menge Drachen in allen Farben und Größen, von XS bis XXL.
Aus diesen Zutaten hat der Autor seinen neuen Roman gestaltet und zunächst hatte ich auch meine helle Freude an dem Buch.

An Prinzessin Cerise, die mehr sein will als eine verhätschelte Prinzessin und der das drachenverseuchte und verdreckte Schloss ihrer Eltern oberpeinlich ist. An Kronprinz Reginald, der zwar auf den ersten Blick wie ein holder Ritter singend zu Pferde daher kommt, das aber nur macht, weil Papa unbedingt einen kühnen Helden aus ihm machen will. Und an Drachenjäger/-hüter Robert, der zwar das Handwerk der Drachenjagd erlernte und jeden Drachen an seinen Schuppen erkennen könnte, dem die süßen kleinen Drachlinge daheim allerdings auch wie Schoßhunde aufs Wort gehorchen.

„Wenn du das nächste Mal nach Sonnenuntergang vor meiner Tür stehst, lass ich meinen Bruder ausrichten, ich wäre an der Pest gestorben.“ - „Dann schick ich das nächste Mal den König, dass er sich ansteckt.“ (Zitat S. 61)

So amüsant der Anfang auch ist, davon allein füllt sich kein Buch, also kommen noch ein Konflikt zwischen den Eltern dazu, etwas Magie und natürlich weitere Drachen. Ein gewisser Humor spickt weiterhin hier und da zwischen den Zeilen hindurch, als die drei auf ihrem gefährlichen Abenteuer unterwegs sind. Den, ich nenn es mal Boss-Kampf, zum Ende fand ich persönlich etwas zäh im Vergleich zu den vorherigen Szenen, da ließ meine Begeisterung nach. Das ist auch der einzige Grund warum ich nur 4 von 5 Drachentatzen für das Buch gebe. Wer sich die Printausgabe holt, auf den warten im Einband noch einige Drachen.

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Familienbande

Das schwarze Element - Band 6 von Nicole Böhm

Mit dem sechsten Band der Reihe bleibt es weiterhin spannend. Vor allem mit Prue und Claire werden brisante Ereignisse ausgelöst. Prue, die das Wohl ihrer Tochter über alles andere stellen will und Claire, welche dies zu ihren Gunsten ausnutzen möchte, um Rache an den Mördern ihrer Familie zu nehmen.

Und auch Matt erfährt emotional Bewegendes über seine eigene Familie. Hinzu kommt eine immer stärker werdende Gegnerin, die weiterhin Lücken in die Verteidigung der Seelenwächter zu reißen droht.
Die Spannung ist hoch, die Charaktere klasse beschrieben und die Bedrohung durch Roses düsteren Zwilling scheint immer auswegloser zu werden.

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Unerwartete magische Abenteuer an der Akademie

Flüsterwald - Die magische Akademie. Gefährliches Zauberchaos (Flüsterwald, Bd. III-1) von Andreas Suchanek

Endlich ist es soweit und mit der dritten Staffel der Reihe startet für Lukas und Ella der Besuch in der magischen Akademie, wo sie auch frühere Freunde aus anderen Flüsterwäldern wiedersehen. Muss da noch erwähnt werden, dass Menok Rani, Elfe Felicitas und Aufpasserkatze Punchy ebenfalls einen Weg finden, um heimlich in die Akademie zu gelangen? Und das ist nicht die einzige Überraschung für Lukas und Ella, denn plötzlich spielt an der Akademie die Magie verrückt, die jeweiligen Kräfte werden zwischen den Kindern vertauscht und versehentlich werden sie plötzlich von riesigen Spinnen und Schlangen gejagt.

Wie können die Kinder dieses Chaos wieder auflösen? Und wer steckt hinter diesem magischen Anschlag?
Welch wunderbares Wiedersehen mit alten und neuen Bekannten. Natürlich jagt eine Überraschung auch diesmal wieder die nächste, es gibt jede Menge fantastische Details mit Wow-Effekt, spannende Szenen mit Oha- und Oops-Moment und noch vieles mehr. Rani steckt wieder in einem seiner Schübe, was für so manch lustige Szene sorgt. Und natürlich gibt es wieder neue Geheimnisse und unbekannte Gegner, welche uns wohl durch die gesamte dritte Staffel unterhalten werden. Es bleibt weiterhin spannend, abenteuerlich, lustig und einfach genial gut! Ein Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen mag.

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Rund um die Welt mit einer Wühlmaus

Earhart von Torben Kuhlmann

Ich oute mich als Fan von Torben Kuhlmanns Mausabenteuern. Deswegen war auch Earhart wieder ein absolutes Lese-Muss für mich. Diesmal ist es eine kleine Erfinderin, die anstelle einer weiteren Wühlmaschine für die Wühlmäuse auf die Idee kommt, eine Flugmaschine zu bauen und die Welt zu erkunden.

Und entgegen der allgemeinen Stimmung in der Mauskolonie setzt sie ihre Pläne auch mutig in die Tat um. Dass zur selben Zeit eine Menschenfrau namens Amelia Earhart auf die gleiche Idee kommt und sich gegen die Männerwelt durchsetzt ist ein glücklicher Zufall für die Mausdame.
Wer Torben Kuhlmanns Mausabenteuer noch nicht kennt: Hier tüfteln Mäuse in Anlehnung an bestimmte historische Ereignisse an ihren Erfindungen und treffen irgendwann auf die Menschen, welche für dieselben Ideen und Erfindungen in die Geschichte eingingen. Der Zeichenstil ist wunderbar detailreich, bietet diverse historische Anlehnungen und lässt die Mäuse mit Bauteilen der Menschen arbeiten wie Zahnrädern, Schrauben und was sich so findet. Diesmal ist eine afrikanische Briefmarke die Mutter der Idee, sich aus Mausperspektive Gedanken um die restliche Welt zu machen, die eben doch mehr ist als bloß ein großer Garten. Einige Handlungen sind als Text mit Bild, die verbindenen Szenen als Bilder dargestellt und sowohl für Kinder wie auch für Erwachsene geeignet. Wer die bisherigen Mausabenteuer bereits kennt wird kleine Anlehnungen darauf im Buch wiederfinden. Und zum Schluss gibt es noch einige Informationen zu Amelia Earhart sowie weiteren damaligen Pilotinnen und Piloten. Ein großes Dankeschön für dieses liebevoll gestaltete, fantastische Mausabenteuer!

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Wettlauf gegen die Zeit nach Kindesentführung

Mit kaltem Kalkül von Michael Tsokos

Ein Achtjähriger verschwindet mitten in Berlin spurlos. Da der Junge mit seiner Mutter illegal im Land wohnt bittet sie den jordanischen Ex-Geheimdienstler Khalaf um Hilfe, statt zur Polizei zu gehen. Die Suche entpuppt sich zur Nadel im Heuhaufen, doch Khalaf findet eine heiße Spur. Als ein vor mehreren Jahren an derselben Stelle verschwundener Junge tot wieder auftaucht weiß Khalaf, dass wahrscheinlich nur noch die Hilfe der LKA-Ermittlerin Monica Monti das Leben des Jungen retten kann - und trifft eine wichtige Entscheidung.

Neben dem gewieften Ex-Spion und der energischen Ermittlerin spielt auch diesmal wieder die Rechtsmedizinerin Sabine Yao eine wichtige Rolle, auch wenn sie zunächst gar nichts von dem verschwundenen Jungen weiß. Ihre Expertise sowie die Schlussfolgerungen des Spions und der Ermittlerin sind jeweils für sich spannend zu lesen und mitzuverfolgen. Kurze Kapitel bieten einen schnellen Perspektivenwechsel, so dass ich bei jeder Handlung das Gefühl hatte, am Ball zu bleiben. Wobei die Handlung selbst auf rund eine Woche verteilt relativ straff gespannt ist. In Kombination mit Herrn Tsokos fokussiertem Stil und hier und da ein paar interessanten Details aus der Rechtsmedizin war auch das zweite Buch um Rechtsmedizinerin Sabine Yao ein herrliches Lesevergnügen. Bin gespannt auf den nächsten Fall.

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Dystopische, kriegslastige Zukunft mit Menschenexperimenten

Skyhunter - A Silent Fall von Marie Lu

Irgendwann in der fernen Zukunft sieht sich die Karensa-Bevölkerung als wahre Nachfahren, welche die Völker einen muss, um erneute Kriege und somit den Untergang der Menschheit zu verhindern. Dass diese Einigung wiederum mit kriegerischer Gewalt erfolgt sei mal nebensächlich. Experimente an Menschen auf angeblicher Basis früherer Aufzeichnungen sind da nochmal eine ganz andere Hausnummer.

Das letzte verbleibende Land des Kontinents in Freiheit ist Mara. Doch auch hier stehen die Truppen der Föderation bereits vor den Grenzen, bereit, diese einzureißen. In diesem Grenzgebiet ist Talin Kanami als eine von mehreren Spezialkämpfern unterwegs, um die Vorhut der Föderation, blutrünstige Monster als Ergbenis brutaler Experimente, niederzuringen. Als ein Überläufer des Feindes hingerichtet werden soll, hört Talin auf ihr Bauchgefühl und rettet den Mann vor dem Tod. Zur Strafe bekommt sie den Kerl aufgebrummt, um auf ihn aufzupassen. Doch auf ihren Instinkt ist verlass und der Fremde bietet schon bald eine Möglichkeit, dem Feind empfindlich zu schaden.
Dies ist der erste Band einer Dilogie, wobei der Cut am Ende in sich stimmig ist. Insgesamt ist die Atmopshäre sehr kriegslastig, sehr bedrückend. Talin selbst ist ein Flüchtling des Nachbarlandes und hat auf ihrer Flucht durch Giftgas ihre Stimme ruiniert. Ihre nonverbale Kommunikation ist im Grenzgebiet sogar von Vorteil, um sich lautlos dem Feind nähern zu können. Trotzdem hat sie es nicht leicht, werden die Flüchtlinge doch vom Adel als Rattenplage angesehen.
Was es mit dem Überläufer Red auf sich hat wird Talin auf überraschende Art klar, ein Blick auf das Buchcover liefert erste Hinweise. Ebenso hat mir die Karte im Buch ein wenig geholfen, die Handlungsorte räumlich einzuordnen. Die kurz-vor-Krieg-Atmosphäre und die vielen Kampfszenen sind schon recht bedrückend, Romantik sucht man in dieser Stimmung erstmal vergeblich, kommt wohl im zweiten Band. Generell wird die Beziehungen der Menschen untereinander nur wenig thematisiert, höchstens mal angerissen, der Schwerpunkt liegt auf den politischen Themen. Ich selbst find es sehr anstregend seitenweise Kriegsbedrohung und Rückblicke in kriegerische Szenen zu lesen. Auch erfährt man von der Welt und den vergangenen Geschehnissen kaum etwas, die Handlungsorte sind sehr begrenzt. Dafür waren die subtilen Anspielungen auf die Hinterlassenschaften der Vorfahren ganz amüsant. Ein großer rechteckiger Platz vor einer Anlage ließ bei mir z. B. gleich den Verdacht aufkommen, das könnte mal ein Parkplatz gewesen sein. Im Großen und Ganzen schon recht beeindruckend, auch von den Ideen her, auch wenn ich das technische Know How des Feindes im Vergleich zum Land Mara schon sehr futuristisch fand, insbesondere in Bezug auf die Experimente an Menschen.

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Clankämpfe und Drogen in Pariser Schattenwelt

City of Dust and Shadows von Lara Große

Wow, einfach nur wow. Ihr liebt spannende Urban Fantasy, eine toughe Protagonistin und einen grumpy-but-hot Love Interest? Dann ab mit euch nach Paris!
Erst ist Tess enttäuscht, dass ihre Schwester Claire sie bei ihrer Ankunft in Paris nicht vom Bahnhof abholt. Aus Enttäuschung wird Sorge, weil Claires WG-Mitbewohner sie ebenfalls schon eine Weile nicht mehr gesehen haben.

Und als Tess herausfindet, in welcher Szene Claire zuletzt unterwegs war, ist sie schockiert. Da werden Parties in den Schatten der Stadt abgehalten, verbotene Drogen verkauft, Monster springen aus den Wänden, ein heißer Typ im Hoodie rettet Tess auf magische Weise das Leben - und am nächsten Tag kann sie sich an nichts mehr erinnern. Glaubt mir, und hier geht das Ganze erst so richtig los, denn Tess ist nicht die Einzige die auf der Suche nach Claire ist. Und irgendwer ist plötzlich Tess auf den Fersen.
Woah, ich bin durch das Buch regelrecht durchgeflogen. Was die Autorin sich da alles hat einfallen lassen mit der Schattenwelt, den herrschenden Clans, den zu bekämpfenden Monstern und und und. Es ist so fantastisch, so spannend, so abwechslungsreich, ihr werdet es lieben. Nebenbei gilt es noch, den oder die Bösen zu finden in der Hoffnung, zugleich eine Spur zu Claire zu erhalten. Und ein echt fieser Twist ist auch dabei. Sehr genial, ich hoffe, auf dem Level bald weitere Bücher der Autorin lesen zu können.

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