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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Meli:

Konkurrenz und Liebe zu mittelalterlicher Literatur

The Love Test – Versuch's noch mal mit Liebe von Jenny L. Howe

Allison liebt mittelalterliche Literatur und freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit der bekannten Professorin, wegen der sie sich überhaupt für diese Universität für ihr Promotionsstudium entschieden hat. Doch dann macht ihr ausgerechnet ihr Exfreund Colin einen Strich durch die Rechnung, denn er ist ihr Konkurrent um die begehrte Stelle als Mentee.

Allison ist eigentlich selbstbewusst und wenn es um Literatur geht, dann ist sie voll in ihrem Element. Mit ihrem Vater versteht sie sich nicht besonders gut, denn dieser ist niemals hilfreich, aber beleidigt sie immer wieder, indem er ihr Gewicht kritisiert, und ihre Probleme mit ihrem Vater machen ihre Mutter traurig, was wiederum Allison belastet. Außerdem merkt sie, dass ihre beste Freundin und Mitbewohnerin ihren eigenen Weg geht und sie nur noch wenig Zeit füreinander haben.

In dieser Zeit taucht dann ihr Exfreund Colin wieder auf, der sie hintergangen hat und Allison ist sowohl wütend als auch verletzt. Obwohl es so aussieht, als hätte er sich geändert und wollte sich mit Allison vertragen, weiß sie nicht, ob sie ihm wieder vertrauen kann. Denn Colin war schon immer perfekt und beliebt, außerdem ist er ehrgeizig und nimmt nicht einmal Rücksicht auf seine Partnerin, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen - zumindest aus Allisons Perspektive.

Jetzt müssen Allison und Colin zusammenarbeiten und Zeit miteinander verbringen, obwohl so viel zwischen ihnen steht. Neben dem Vertrauensproblem haben sie auch ein Kommunikationsproblem, denn wenn Allison sich erstmal eine Meinung gebildet hat, will sie nicht mehr darüber reden und gibt Colin keine Gelegenheit, sich zu erklären. Doch gleichzeitig redet Colin auch ungern über die Dinge, die ihn beschäftigen, denn trotz seines selbstbewussten Auftretens ist er im Kern sehr unsicher.

Fazit
Allison, Colin und ihre Kommunikationsprobleme haben mich auch mal frustriert, aber ich mochte ihre Leidenschaft für die Literatur des Mittelalters und auch, wie Allison langsam beginnt, Colin wieder zu vertrauen, denn sie sind schon ein süßes Team.

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Netter Einstieg in eine Fantasy-Welt mit vielen (religiös motivierten) Machtkämpfen

Der Paria von Anthony Ryan

Alwyn hat seine letzten Jahre als Gesetzloser verbracht und ist clever genug, dass der Anführer ihrer Gruppe ihm viel Aufmerksamkeit schenkt. Aber das Leben als Gesetzloser ist turbulent und Alwyn muss sich oft neuen Situationen aufpassen, um zu überleben, und überlegen, wem seine Treue gilt.

Obwohl Alwyn viel erlebt und Ziele hat, habe ich bei ihm keine besondere Leidenschaft spüren können.

Er beabsichtigt, sich für erlebtes Unrecht zu rächen, aber man spürt kaum Wut, sodass es eher ruhige Rachegelüste sind. Die Frau, die ihm Lesen und Schreiben beibringt, will ihn auch ihrer Religion näherbringen und obwohl er ihr folgt, ist er doch nicht ganz überzeugt. Dann hat er Freunde und Verbündete, die ihm geholfen haben und die er beschützen möchte, aber trotzdem kann man kaum absehen, wen er verraten und zurücklassen würde, oder ob er sein Leben für sie riskieren würde. Nur sein Überlebenswille konnte mich überzeugen, ansonsten fand ich seinen Charakter eher uninteressant. Meistens lässt er sich auch nur von den Geschehnissen um ihn herum treiben.

Die Geschichte lässt sich viel Zeit, so dauert es schon lange, bis die Ereignisse aus dem Klappentext im Buch vorkommen, was besonders dem Anfang auch etwas die Spannung nimmt. Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen, durch kreative Details bekommt die Welt mehr Tiefe.

Der Fantasy-Anteil ist eher gering, wenn auch nicht unbedeutend, und kommt erst zum Ende hin zum Einsatz. Den größten Teil der Geschichte machen die Machtkämpfe zwischen den verschiedenen Parteien aus: Deckins Bande aus Gesetzlosen; der König und der religiöse Bund, der auch Soldaten für ihre Ziele rekrutiert; und der Prätendent, der sich als der "wahre König" bezeichnet, und dessen Anhänger. Und zuletzt gibt es natürlich noch die Bedrohung von Außerhalb, da es auch verschiedene Länder und Religionen gibt.

Fazit
Man lernt schon viel von der Welt kennen, aber insgesamt kam es mir, auch durch das Tempo, eher wie der Anfang eines größeren Abenteuers vor und obwohl ich Lust habe, auch die Fortsetzungen zu lesen, fand ich den ersten Band trotz der vielen Kämpfe und Intrigen eher mittelmäßig.

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Wut, Unterdrückung, der Wunsch nach Veränderung und eine Prise Magie

We Will Give You Hell von Lina Frisch

Nach dem Abitur machen Hellea und ihre Freunde gemeinsam Urlaub in Schweden, aber die Wälder und die Geschichte des Ortes haben eine unerwartete Wirkung auf Hell: Plötzliche Fieberschübe kommen zusammen mit einer starken Wut. Eine mysteriöse Frau scheint aber Antworten zu haben und Hellea findet sich schon bald inmitten der jahrhundertealten Geschichte unterdrückter Frauen wieder.

Hellea ist keine perfekte Protagonistin, denn sie wird schnell wütend, wenn jemand ungerecht ist - zum Beispiel ihr herablassender Stiefvater, der sie kontrollieren will und ihr außerdem immer unbegründete Vorwürfe macht. Aber wenn sie der Wut nachgibt, schämt sie sich hinterher und versucht, sich unter Kontrolle zu kriegen. Ihren Wunsch, sich zu bessern, mochte ich an ihr, auch wenn ich schon fand, dass sie oft zu hart zu sich selbst ist. Ich hatte oft mehr Verständnis für ihre Taten und Gefühle als sie selbst.

In Schweden spürt Hellea eine unerklärlich starke Wut begleitet von Fieber. Sie stößt zu einer Gruppe Frauen und erfährt von der Geschichte der unterdrückten Frauen Schwedens, deren Wut sie spürt. Hier fühlt sie sich verstanden, erhält magische Fähigkeiten durch ihre Wut und die Erde und schließt sich dem Wunsch nach Veränderung an - oder eher dem Verlangen nach Gerechtigkeit.

Ich fand es ganz gut gelungen, wie problematisches Verhalten im Buch selbst auch angesprochen wird, dass viele Situationen aus anderen Blickwinkeln betrachtet und verschiedene Argumente aufgeführt werden. So hat sich im Buch auch alles wie eine bewusste Entscheidung der Autorin angefühlt. Das hat dann aber auch ein wenig dafür gesorgt, dass man schon gewisse Wendungen der Geschichte erwartet, da ich damit gerechnet habe, dass die Autorin es noch besser und genauer erklären wird.

Fazit
Das Abenteuer in Schweden fand ich wirklich spannend und auch das Thema der Unterdrückung und der weiblichen Wut fand ich sehr interessant umgesetzt, man denkt auf jeden Fall viel über vergangene und aktuelle Ungerechtigkeiten nach.

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Videospiele und Zeitsprünge

Morgen, morgen und wieder morgen von Gabrielle Zevin

Die Beziehung zwischen Sam und Sadie zu beschreiben, fällt mir schwer, denn sie ist kompliziert. Sie haben schon als Kinder gerne Videospiele gespielt und als Sadie Sam ihr Spielprojekt zum Testen gibt und er neue Ideen dazu hat, beginnt ihre gemeinsame Arbeit. Schon bald bilden die beiden zusammen mit Sams bestem Freund Marx ein unzertrennliches Trio.

Auch wenn ihre Arbeit ihnen gefällt, kommen ihre Spiele, in die sie all ihr Können und ihre Kreativität stecken, nicht immer so gut an, wie erhofft, und auch aus anderen Gründen gibt es immer wieder Probleme in ihrem Privatleben. Freundschaft, Arbeit, Liebe, Schmerz und Verlust stellen all ihre Verbindungen auf die Probe.

Ich denke, mein größtes Problem mit dem Buch war das Tempo der Geschichte. Die Zeit vergeht sehr schnell und es gibt auch größere Zeitsprünge bei der Entwicklung der verschiedenen Spiele. Die gemeinsame Arbeit ist schon das zentrale Element des Buches, zumindest hat es meiner Meinung nach die Gefühle und Beziehungen zwischen den Charakteren etwas in den Hintergrund gedrängt. Man kann schon spüren, wie viel ihnen die Spiele bedeuten, aber man verpasst auch sehr viel, weil man in einem Moment die Spielidee hat und im nächsten geht es schon um die Reaktion der Spieler. Große Teile der Handlung erlebt man nicht mit, es wird nur davon berichtet, auch das sorgt für eine gewisse Distanz zur Geschichte. Es gibt auch einige Blicke in die Zukunft, besonders aus dem Berufsleben der Protagonisten, oft in Form von Schnipseln aus Interviews oder Zeitungsberichten.

Die Gefühle der Charaktere fand ich schwer zu greifen und ich hatte keine Verbindung zu den Charakteren. Obwohl ich Marx sehr nett fand und auch Sam und Sadies Leben interessant fand, konnte keiner von ihnen mich wirklich überzeugen. Ich fand die Geschichte der Spielentwicklung im Laufe der Jahre ganz interessant und hätte durchaus Lust gehabt, die fiktiven Spiele zu spielen, da sie alle vielversprechend klangen und ein paar interessante Eigenschaften hatten, besonders wenn man ihre Hintergründe kennt. Die Charaktere haben mich aber auch nicht mehr interessiert als die Spiele, die sie entwickelt haben. Das Buch hatte einige interessante Passagen, aber die konnten mich auch nicht packen.

Fazit
Insgesamt fand ich das Buch ganz interessant, aber ich weiß auch nicht, warum es so viele begeisterte Stimmen dazu gibt. Durch die Zeitsprünge wurde ich mit den Charakteren nicht ganz warm und hatte das Gefühl, zu viel zu verpassen.

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Gelungener Abschluss einer unterhaltsamen Reihe

Die Wallflowers - Daisy & Matthew von Lisa Kleypas

Evie ist die letzte der vier Wallflowers, die noch unverheiratet ist, und ihr Vater wird langsam ungeduldig. Wenn sie es selbst nicht schafft, einen geeigneten Ehemann zu finden, dann wird er sie mit seinem Geschäftspartner verheiraten. Ausgerechnet der langweilige Matthew Swift, mit dem Evie gar keine Gemeinsamkeiten hat! Aber Matthew ist seit ihrem letzten Treffen attraktiver geworden und wider Willen findet Evie ihn sogar charmant.

Auch wenn Evie ihn lange kaum wahrgenommen hat, und schon gar nicht als potenziellen Ehemann, bewundert Matthew die junge Frau schon lange. Mit den Heiratsplänen ihres Vaters hat er nichts zu tun, denn er plant auch gar nicht, sich an jemanden zu binden. Er hat eine geheimnisvolle Vergangenheit und möchte niemanden in die Geschichte hineinziehen, die ihm keine Ruhe lässt.

In Evies Augen ist er nicht viel mehr als als ein berechnender Geschäftsmann, der alles tun würde, um ihrem Vater zu gefallen und seinen Reichtum zu vermehren. Wenn er sie heiraten will, dann ja wohl nur, um sich das Vermögen ihrer Familie zu sichern und das entspricht nicht Evies romantischen Erwartungen einer Ehe.

Ihre Schwester und ihre zwei besten Freundinnen haben alle wunderbare und liebevolle Ehemänner und Evie will sich eigentlich auch nicht mit weniger zufrieden geben, aber besonders viele vielversprechende Verehrer hat sie auch nicht. Sie beginnt entgegen ihrer Erwartungen, sich für Matthew zu interessieren, aber dann ist er es, der sich der Anziehung widersetzt. Wie auch in den Vorgängern gibt es einiges an Reibungen und albernen Momenten, aber an Romantik und Spannung fehlt es auch nicht.

Die anderen Wallflowers spielen hier wieder eine große Rolle, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als in den anderen Büchern, ohne aber Evie und Matthew die Show zu stehlen. Insgesamt fand ich die gesamte Reihe sehr gelungen, in jedem Buch hat man ein ungleiches Paar mit einer guten Chemie, sympathische Protagonisten und Nebencharaktere und eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die nie langweilig wird.

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Alberne, süße und unterhaltsame Palast-Romanze

Never Your Royal von Melanie Summers

Tessa ist Bloggerin, unter anderem bloggt sie darüber, dass das Königshaus von Avonia nicht mehr zeitgemäß ist und abgeschafft gehört. Prinz Arthur ist bewusst, dass die Beliebtheit seiner Familie sinkt, deswegen schmiedet er einen Plan: Tessa darf zwei Monate im Palast wohnen und den Prinzen bei seinen Aufgaben begleiten und soll sich dabei selbst davon überzeugen, was die Königsfamilie leistet.

Natürlich hofft er, dass sich ihre Meinung ändert und damit auch die ihrer zahlreichen Fans.

Arthur nimmt seine Pflichten als Prinz sehr ernst und er möchte auch seine Familie beschützen, daher versucht er, Tessa mit seinem Charme für sich zu gewinnen, aber er muss schon bald einsehen, dass ihm ihre Meinung wirklich wichtig ist. Tessa ist schon der Meinung, dass sich die königliche Familie auch normale Jobs suchen und richtig arbeiten könnte und dass sie kaum eine Rolle in der Politik spielen, aber sie würde vielleicht keinen Blog darüber führen, wenn sie nicht auf die Einnahmen angewiesen wäre. Als sie die Einladung in den Palast erhält, interessiert sich auch ihre Familie zum ersten Mal für ihre Arbeit und Tessa hat das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Die Geschichte ist wunderbar albern, süß und unterhaltsam. Tessa und Arthur sind ein tolles Paar, das sich gegenseitig herausfordert, aber auch sehr gut ergänzt. Von mir aus hätte man an den sexuellen Fantasien sparen können, aber zum Glück wissen die Charaktere auch, wann Ernsthaftigkeit und Humor angebracht sind. Ich mochte ihre Familien und den Palast, ihre Fans und ihre Gegner, es war einfach eine rundum gelungene Mischung, die auch spannende Momente hat.

Buchbewertungen sind immer subjektiv, aber ich glaube, hier war ich noch ein bisschen zusätzlich befangen, weil die Autorin im Vorwort schrieb, dass sie das Buch in einer schwierigen Zeit geschrieben hat, weil sie lachen, der Realität entfliehen und glücklich seufzen wollte - und dass sie das ihren Leser*innen ebenfalls wünscht. In genau so einer Zeit habe ich zu diesem Buch gegriffen, weil ich beim Klappentext auch gehofft hatte, in eine lockere romantische Komödie abtauchen zu können. Durch das Vorwort hat es sich noch etwas mehr wie ein Trost im richtigen Moment angefühlt.

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Eine spannende Rückkehr in die Welt der Nebelgeborenen!

Never Your Royal von Melanie Summers

Zwanzig Jahre lang war Waxilium Ladrian zusammen mit Wayne einer der bekanntesten Gesetzeshüter des Raulands, aber nun kehrt er zurück in die Hauptstadt, wo er als Oberhaupt seiner adeligen Familie gebraucht wird. Er gibt sich schon Mühe, sich anzupassen, doch die "Verschwinder" begehen rätselhafte Diebstähle und entführen Frauen - früher oder später wird dann auch Wax in die Sache hineingezogen.

Wax hat sein Leben als Gesetzeshüter nach einem verhängnisvollen Schuss an den Nagel gehängt, aber es ist schwer, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Eigentlich möchte er sich um das Erbe seiner Familie kümmern, von dem auch sehr viele Arbeitsstellen abhängen, und dafür möchte er sich mit Steris verloben, aber die Dinge entwickeln sich anders als geplant, sodass er stattdessen mit ihrer gebildeten Cousine Marasi versucht, den "Verschwindern" auf die Schliche zu kommen. Unterstützt werden sie von Wayne und bilden so ein interessantes Trio; der vernünftige Wax macht die Pläne, Wayne stürzt sich ins Geschehen und Marasi steuert neue Fakten und Ideen bei.

Die Abenteuer aus der Vorgänger-Trilogie liegen dreihundert Jahre zurück, seitdem hat sich die Welt verändert und ehemals bekannte Charaktere sind Legenden oder auch der Ursprung der ein oder anderen Religion. Es gelten noch ähnliche Regeln; durch die Mischung von Ferrochemie und Allomantie gibt es neue Möglichkeiten, es gibt auch neue Waffen und kreative Köpfe, wodurch die magischen Kämpfe immer sehr spannend und abwechslungsreich sind. Trotz viel Action und cleverer Rätsel ist die Handlung nicht zu komplex und ist daher eine schöne Rückkehr in die Welt der Nebelgeborenen. Außerdem fand ich die Geschichte auch etwas weniger weltbewegend, da es hauptsächlich um die Aufklärung eines lokalen Verbrechens geht, also ist es eher eine Art magischer Krimi. Ich hatte viel Spaß daran und bin gespannt, wie es in den Fortsetzungen weitergeht!

Die Hörbuchfassung hat mir gut gefallen, Detlef Bierstedts Stimme hat sehr gut zu Waxilium gepasst und ich mochte auch die Sprechweisen der verschiedenen Rollen, in die Wayne schlüpft. Ich fand es aber manchmal ein bisschen schwer sofort zu begreifen, wenn sich die Erzählperspektive mal geändert hat, da neben Wax auch Wayne, Marasi und ein Antagonist mal zu Wort kommen.

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Viel Romantik, wenig Thrill

SORRY. Ich habe es nur für dich getan von Bianca Iosivoni

Robyn hat sich vor einem Monat von Julian getrennt und ist erschüttert, als die Polizei ihr mitteilt, dass er als vermisst gemeldet wurde. Nach dem Ende ihrer Beziehung kann sie kaum glauben, dass er nun durch sein Verschwinden wieder eine Rolle in ihrem Leben spielt.

Sie wohnt zurzeit bei ihrer Schwester, die ihre eigenen Sorgen hat, aber zum Glück hat sie auch ihren besten Freund Cooper, der immer für sie da ist.

Ihre Freundschaft hatte schon ihre Höhen und Tiefen, da Julian und Cooper sich nie leiden konnten. Man konnte schon gut nachvollziehen, wie Robyn sich in Julian verliebt und sich während ihrer Beziehung entwickelt hat, ebenso ihren Schmerz wegen der Trennung. Nun versucht sie, wieder ihr eigenes Leben zu leben, ohne jemanden der all ihre Entscheidungen beeinflusst.

Das Buch verspricht "psychologische Spannung" und "süchtig machende Twists", aber es lässt sich Zeit. Auch wenn man von Anfang an weiß, dass Julian vermisst wird, ist die erste Hälfte der Geschichte überhaupt nicht spannend, sondern schon eher gemütlich. Es wird abwechselnd aus der Gegenwart und Vergangenheit erzählt und so erfahren wir auch, wie Robyn und Julians Beziehung begann. Wir wissen zwar, dass sie sich letztendlich getrennt haben, trotzdem ist der Anfang ihrer Beziehung nicht so dramatisch, auch wenn man schon bald merkt, wie Robyn sich seinen Wünschen fügt und ihre eigenen Träume vernachlässigt, sein Einfluss wird zunehmend toxischer. In der Gegenwart geht es dann zwar schon darum, dass man sich fragt, was mit Julian geschehen ist, und auch die Polizei ermittelt, aber auch da gibt es nur wenige spannende Fragen oder unerwartete Entwicklungen.

Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen, weil die Handlung da dann mehr Fahrt aufnimmt. Das Ende hat mich nicht gerade aus den Socken gehauen, aber ich fand es schon ganz nett, wie die (wenigen) Fäden zusammengeführt und die Geschichte abgeschlossen wurde. "Romantik & Thrill" trifft es schon ganz gut, aber in der ersten Hälfte war es für mich einfach kaum mehr als ein normaler New Adult Roman, da hatte ich einfach mehr erwartet.

Fazit
Insgesamt hatte ich bei dem Buch leider das Gefühl, dass mehr versprochen wurde, als die Handlung bieten konnte. Es dauerte mir zu lange, bis überhaupt mal Spannung aufkam, danach ist es aber schon eine nette Mischung aus Liebesroman und Thriller, von letzterem sollte man aber auch nicht zu viel erwarten.

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Das Finale der komplizierten Liebesgeschichte - und nebenbei ein bisschen Spannung

Westwell - Hot & Cold von Lena Kiefer

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Jess wurde schwer verletzt, aber schon bald geht es ihm wieder besser - trotzdem wird klar, dass es jetzt wirklich ernst wird, denn jemand scheint es auf sie abgesehen zu haben. Aber meistens geht es darum, wie unsterblich Helena und Jess sich lieben und wie unmöglich ihre Liebe aufgrund der Rivalität zwischen ihren Familien doch ist.

Wer die Vorgänger gut fand, wird vermutlich auch das Finale mögen, denn es geht eigentlich genau so weiter wie bisher. Jess besucht zwischendurch seine Geschäfte und bei Helena wird betont, wie viel es ihr bedeuten würde, mit ihrer Geschäftsidee auf eigenen Beinen zu stehen, aber zwischen ihrer großen Liebe, Familienproblemen und ein paar kurzen, spannenden Momenten bleibt den Protagonisten kaum Zeit für persönliche Ziele.

Der finale Band der Reihe bietet endlich die lang ersehnten Antworten, aber da war ich schon ein bisschen enttäuscht. Im Verlauf der Bücher wurden viele kleine Geheimnisse aufgedeckt, die letztendlich kaum noch eine Rolle gespielt haben, in diesem Buch kamen viele der Charaktere fast gar nicht mehr vor. Die Auflösung hat die Fäden nicht so zusammengeführt, wie ich es mir erhofft hätte, daher fand ich das Finale auch nur so mittelspannend, besonders mit den Längen im Mittelteil und den immergleichen Konflikten.

Das Spin-Off "Coldhart" um Elijah werde ich vermutlich nicht lesen, ich wollte eigentlich nur diese Reihe beenden, weil ich schon neugierig war, wie es endet. Aber hier erwarten uns auch keine großen Überraschungen. Ich habe die Fortsetzungen besonders wegen des Mysteriums um die verstorbenen Geschwister der Protagonisten lesen wollen, die Liebesgeschichte von Helena und Jess konnte mich ja nie richtig überzeugen. Was ich im zweiten Band der Reihe gelobt habe, habe ich hier dann wieder vermisst, weil die Ermittlungen sich hinten anstellen müssen, wenn Jess und Helena wegen ihrer verbotenen Liebe so sehr leiden. Mich hat schon etwas irritiert, wie oft die aktuelle Bedrohung nach dem Angriff auf Jess oder auch die Erkenntnisse zum Tod ihrer Geschwister verdrängt und vergessen wurden.

Fazit
"Westwell" hat mich gereizt, weil es neben einer New-Adult-Liebesgeschichte auch einen mysteriösen Todesfall in der High Society gab, der viele spannende Geheimnisse versprach. Doch leider konnte mich die Liebe von Helena und Jess nie so ganz überzeugen und alles andere hat ein bisschen darunter gelitten.

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Spannendes Abenteuer mit komplexen Charakteren und unerwarteten Wendungen

Elfenerbe - Der gestohlene Thron von Holly Black

Oak ist nicht mehr der unschuldige und naive Junge, den man aus der Elfenkrone-Reihe kennen könnte. Erst war seine Herkunft geheim, danach wurde er vom Hof der Elfen ferngehalten, um ihn vor Intrigen zu bewahren, aber inzwischen musste er sich schon an die Gefahren in Elfenheim gewöhnen. Ich fand es schon schade, dass er keine eigene Perspektive hatte, aber auch so konnte man nach und nach erkennen, wie es ihm ergangen ist und wie er sich entwickelt hat.

Ich konnte nicht umhin, Oak und Suren (aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird) mit Jude zu vergleichen, denn die Elfenkrone-Reihe ist nicht nur wegen der komplizierten Liebesgeschichte und den hinterhältigen Elfen so spannend, die es hier ja auch gibt. Judes Ehrgeiz im Gegensatz zu ihrer Verletzlichkeit und Fürsorge waren es, die sie zu einer mitreißenden Protagonistin gemacht haben. Im Vergleich fand ich Wren und Oak nicht ganz so überzeugend, auch wenn sie trotzdem interessante Hintergründe haben und auf ihre Art auch Außenseiter sind.

Besonders Suren, die als Wechselbalg unter Menschen aufgewachsen ist und dann von ihren Elfeneltern zurückgeholt wurde, was ein großer Schock für sie war. Sie soll herzlos sein und die Ziele des Hofs der Zähne voranbringen, aber Suren möchte eigentlich in ihr altes Leben zurück, doch das ist unmöglich. Sie ist einsam und wird eigentlich von allen schlecht behandelt, gequält und manipuliert. Als sie jünger war, war Oak ihr einziger Freund, aber auch das liegt in der Vergangenheit. Damals war er auch beinahe menschlich, aber inzwischen ist er nicht anders als die anderen Elfen, sie ist überzeugt, dass er nicht mehr als ein verwöhnter Prinz ist.

Etwas schade fand ich, dass wir geliebte Charaktere aus der Elfenkrone-Reihe kaum zu Gesicht bekommen, auch wenn sie öfters erwähnt werden und die meisten Nebencharaktere hier eigentlich auch schon bekannt sind. Die Rückkehr nach Elfenheim fand ich aber trotzdem sehr gelungen. Suren und Oak sind auf einer gemeinsamen Mission, aber sie werden von Geheimnissen und anderen Gefahren begleitet. Macht, Magie, wechselnde Loyalitäten und eine ehemalige Freundschaft, die auf der gemeinsamen Reise auf die Probe gestellt wird machen das Buch zu einem richtigen Pageturner.

Fazit
Ich fand die Mischung nicht ganz so explosiv wie bei den Vorgängern, aber insgesamt ist es ein spannendes Abenteuer mit komplexen Charakteren und unerwarteten Wendungen. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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