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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Beginn einer zauberhaften Tagebuchreihe

Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr von Meredith Costain

„Ellas Welt – Das verflixte neue Schuljahr“ ist der erste Band einer Tagebuchreihe um die Viertklässlerin Ella von der australischen Kinderbuchautorin Meredith Costain.

Ella freut sich auf das neue Schuljahr und ist gespannt auf ihre neue Klassenlehrerin. Endlich sieht sie ihre Freunde wieder.

Sie begibt sich extra früh in die Klasse, damit sie einen guten Platz für sich und ihre beste Freundin Zoe sichern kann. Aber schon die erste Schulstunde läuft nicht wie gewünscht. Zoe kommt nicht und neben Ella setzt sich auch noch ein Mädchen, das permanent für Ärger sorgt – Penny Parker. Eigentlich sollte Penny in die Parallelklasse wechseln und nun sitzt sie neben Ella und macht ihr das Leben schwer. Aber Ella lässt sich nicht unterkriegen….

Der Text ist in Tagebuchform geschrieben und Ella hat ihr Tagebuch total süß und detailverliebt gestaltet. Neben zahlreichen Illustrationen von der Illustratorin Danielle Mc Donald, die das geschriebene bildlich verdeutlichen, springen einem die schnörkelige Schrift und die herzchenförmigen Pünktchen direkt ins Auge. So macht das Lesen einfach Spaß. Die Art wie Ella ihr Leben beschreibt hat meine Töchter und mich mehrfach zum Lachen gebracht. Außerdem wird in dem Buch deutlich, dass man nicht jeden Unsinn mitmachen muss.

Die Handlung ist allerdings insgesamt recht überschaubar. Handlungsort war fast ausschließlich die Schule und es wird der Schulalltag mit den typischen „Kleinkriegen“ wie sie wohl in jeder Klasse stattfinden beschrieben. Dabei wird – da es sich um Ellas Tagebuch handelt – nur Ellas Sicht beschrieben, so dass Penny immer die Böse und Ella die Gute ist. Das fand ich ein wenig einseitig, hat aber die Lesefreude meiner Töchter nicht getrübt. Sie hatten großen Spaß an dem Buch und wollen unbedingt weitere Bände lesen.

Ich denke „Ellas Welt“ ist ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das – aufgrund seiner zauberhaften Gestaltung - auch weniger leseaffine Grundschülerinnen mögen werden, von daher kann ich es nur empfehlen.

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Spannender Thriller in Kopenhagen

Krokodilwächter,8 Audio-CDs von Katrine Engberg

„Der Krokodilwächter“ ist das Debüt der dänischen Autorin Katrine Engberg und ein gelungener Auftakt für eine neue Serie mit einem interessanten Protagonistenduo.

Die junge Literaturstudentin Julie wird erstochen und mit Schnittwunden in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Kopenhagen aufgefunden.

Die Kommissare Jeppe Korner und Anette Werner beginnen mit ihrer Arbeit. Verdächtige gibt es viele und dann entdecken die beiden Ermittler bei der Vermieterin des Hauses - Esther de Laurenti - auch noch ein Manuskript, in dem der Mord geschildert wird.

Der Schreibstil von Katrine Engberg ist angenehm, ruhig und für einen Thriller ungewöhnlich unaufgeregt. Die Grundstimmung ist dabei düster und leicht melancholisch, aber zwischendurch kommt auch ein wenig Sarkasmus durch. Die Ermittlungsarbeiten werden ebenso detailliert beschrieben wie die Tatorte. Durch die Auszüge aus dem Manuskript von Esthers Roman ist der Autorin eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität gelungen. Die unterschiedlichen Perspektiveen aus denen die einzelnen Kapitel geschrieben sind, sorgen dafür, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag, da man immer wissen möchte, wies es an der anderen Stelle weitergeht.

Die Charaktere werden facettenreich und authentisch beschrieben. Jeppe und Anette sind zwei sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, die sich gut ergänzen. Während man über Jeppes Privatleben in diesem Buch recht viel erfährt, bleibt Anette ein wenig blass.

Verschiedene Fährten und überraschende Wendungen sorgen für Spannung und fesseln. Das Ende hat mich überrascht, war aber schlüssig und stimmig.

Insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, das sprachliche Niveau war hoch und die Spannung wurde ohne unnötige Grausamkeiten erreicht. Ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Jeppe und Anette.

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Bittersüße Geschichte

Wie man die Zeit anhält von Matt Haig

„Wie man die Zeit anhält“ ist eine wirklich außergewöhnliche Geschichte von dem britischen Schriftsteller und Journalisten Matt Haig, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Tom Hazard ist inzwischen über 400 Jahre alt und sieht aus wie vierzig. Geboren wurde er im 16.

Jahrhundert auf einem französischen Schloss. Seine Mutter wurde wegen Hexerei zum Tode verurteilt. Alle acht Jahre muss er für Hendrich eine Aufgabe erledigen und eine neue Existenz aufbauen. Gerade hat er wieder eine neue Identität angenommen und arbeitet als Lehrer für Geschichte in London. Dort begegnet er Camille zu der er sich hingezogen fühlt. Aber zu große Nähe zu anderen Personen bedeutet Gefahr. Nur einmal hat er sich verliebt, in Rose, mit der er eine Tochter hat, die er nie wieder gesehen hat.

Bereits nach den ersten Seiten kommen einem sehr viele Fragen. Warum muss Tom regelmäßig seine Identität wechseln und weshalb denkt er immer wieder an den Mord seiner Mutter ? Wieso ist er so alt ? Welche Rolle spielen Marion, Rose und Omai ?
Der Schreibstil von Matt Haig ist einfach und lässt sich leicht und flüssig lesen. Es gelingt ihm, den Leser von der ersten Seite an mit in die Geschichte hineinzunehmen. Mit Tom Hazard hat er einen sympathischen Protagonisten erschaffen, der sehr einsam aber auch gewissenhaft ist. Er kann sich niemals näher auf andere Menschen einlassen, da er immer aufpassen muss, was er sagt und nichts aus seiner Vergangenheit erzählen kann. Alle acht Jahre reist er von Person zu Person und entwickelt sich dadurch immer weiter. Er trifft im Laufe der Jahre immer wieder auf interessante Persönlichkeiten und erlebt eine Menge Katastrophen.

Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Der fernen Vergangenheit, der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Wechsel machen das Buch spannend und interessant. Die Story ist fiktiv, aber dennoch berührend, spannend und magisch zugleich.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es jedem, der einmal der Realität entkommen möchte nur empfehlen.

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Über den Tod hinaus vereint

Wie man die Zeit anhält von Matt Haig

„Sofian der Saranzene“ von der Autorin Caroline Sesta ist ein ungewöhnlicher Roman über eine außergewöhnliche Liebe.

Das Buch beginnt in der Gegenwart im Jahr 2012. Federica ist auf dem Weg ins Theater, um ihre Freundin Maria zu treffen. Auf dem Weg dorthin sieht sie einen mit einem Turban bekleideten Angler im Fluß, den niemand außer ihr zu sehen scheint.

Von nun an erlebt Federica immer wieder den gleichen Alptraum von einem Sarazenenüberfall.
In einer zweiten Zeitebene, die im Jahr 933 beginnt, geht es um Sofian, einen jungen Sarazenen. Er ist Krieger im Dienst der arabischen Herrschaft. Auch in dieser Zeit gibt es eine Frau mit dem Namen Federica, die von Sofian gerettet wird.
Der Schreibstil von Caroline Sesta ist ungewöhnlich, lässt sich aber dennoch angenehm lesen. Zu Beginn gibt es eine hilfreiche Einführung über die Sarazenen, wer sie waren, woher der Name kommt und über ihr Reich. Weitere Details im Roman vermitteln, dass die Autorin gut recherchiert hat.
Sofian ist ein sehr sympathischer und interessanter Protagonist, der lebendig und authentisch wirkt.
Federica fand ich in ihrer Verzweiflung, ihrer depressiven und labilen Art ein wenig anstrengend. Zum Glück hat sie Maria, die humorvoll und empathisch ist und sich wunderbar um Federica kümmert.

Die Unterschiede zwischen dem Leben in den beiden Zeitebenen in der Kultur, der Religion und der Lebensart sind interessant und werden neben der Geschichte gut vermittelt.

Die Geschichte von Sofian und Federica hat etwas Esoterisches und ich fand die Liebesgeschichte zwischen ihnen einfach wundervoll erzählt.
Insgesamt ist „Sofian der Saranzene“ ein ungewöhnliches, spannendes, emotionsgeladenes und mitreißendes Buch.

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