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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Packend – überraschend - rasant

Die Party von Jonas Winner

„Die Party – Wer Glück hat stirbt als Erster“ ist ein fesselnder Thriller des Autors Jonas Winner.

Brandon hat nach dreißig Jahren zehn Jugendfreunde zu einer Halloweenparty in einen Glasbungalow eingeladen, um gemeinsame Erinnerungen wieder aufleben zu lassen indem er eine damals abgebrochene Party fortsetzt.

Direkt zu Beginn der Party wird Brandon von einem herabstürzenden Kronleuchter erschlagen und es wird klar, dass nur einer von ihnen die Party lebendig verlassen wird….

Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, die Dialoge machen die Handlung lebendig und durch die kurzen Kapitel haben mich das Buch nur ungern aus der Hand legen lassen. Mit jedem Kapitel wechselt die Perspektive, so dass man das Geschehen aus den Blickwinkeln aller Beteiligten erlebt. Die äußerst unterschiedlichen Charaktere sorgen schnell dafür, dass alte Emotionen geweckt werden. Durch Gespräche gibt es Rückblenden in die vergangene Schulzeit, wodurch man zwischenzeitlich kurz durchatmen kann, aber ansonsten überwiegt die Spannung mit überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen. „Die Party“ ist nichts für schwache Nerven, die düstere Atmosphäre und das makabre Spiel mit dem Leben der Anwesenden haben mich beim Lesen die Luft anhalten lassen.

Am Ende des Buches findet man eine Gästeliste, die ich mir an den Anfang gewünscht hätte, da sie das Lesen deutlich vereinfacht.

Ich fand diesen rasanten und temporeichen Thriller einfach großartig und kann ihn jedem Thrillerliebhaber empfehlen.

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Dystopie - oder unsere Zukunft ?

Die Hochhausspringerin von Julia von Lucadou

„Die Hochhausspringern“ ist ein beeindruckender, fesselnder und beängstigender Roman von Julia von Lucadous.

Riva ist Hochhausspringerin und lebt in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft. Sie ist perfekt, springt mit größter Präzision elegant von den höchsten Gebäuden und funktioniert wie eine Maschine.

Aber nun ist ihr alles zu viel geworden, sie will nicht mehr springen und weigert sich zu trainieren. Da ihre Sponsoren Einbußen ihrer Einnahmen befürchten, soll Hitomi – eine andere junge Frau und Angestellte einer Überwachungsfirma – Riva ohne ihr Wissen wieder zu ihrer alten Form zurückbringen. Sollte ihr dies nicht gelingen, droht ihr die Ausweisung in die Peripherie, in der die Menschen abgeschoben werden, die der optimierten Gesellschaft zu nichts mehr nütze sind. Hitomi ist sehr zielstrebig und erhält durch unzählige Kameras intimste Einblicke in Rivas Leben.

Der Schreibstil von Julia von Lucadous ist sehr detailliert, so dass man sich alles gut vorstellen kann, aber auch sehr nüchtern. Das passt hervorragend zu der kalten und trostlosen Welt, in der die Menschen kein Recht auf Privatsphäre haben und permanent überwacht werden.

Hitomis Überwachung über Riva wird stetig überprüft. Jeder Fehler wird bestraft und jeder Erfolg belohnt und sie wird genau wie Riva 24 Stunden am Tag überwacht. Auch der Austausch der Menschen ist stark reduziert, es werden nur noch Informationen weitergegeben, es ist kein Platz für Emotionen oder Empathie.
Es war weniger die Spannung der Geschichte, die mich an das Buch gefesselt hat, sondern viel mehr das Entsetzen, dass die geschilderte Welt keine reine Fantasie der Autorin ist, sondern unsere Gesellschaft durch ihr leistungsbezogenes Denken und ihren permanenten Drang zur Perfektion genau auf dieses Szenario zusteuert – alles wirkt erschreckend realistisch.

Das dargestellte Szenario ist eine Dystopie, die auf einer aktuellen Thematik basiert und das die Autorin großartig umgesetzt hat – ein wirklich gelungenes und absolut lesenswertes Debüt.

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Humorvoller Provinzkrimi aus Franken

Bülent Rambichler und die fliegende Sau von Anja Bogner

„Bülent Rambichler und die fliegende Sau“ ist ein äußerst humorvoller Krimi von der Autorin Anja Bogner mit einer Menge fränkischem Lokalkolorit.

Bülent Rambichler - ein Kriminalbeamter aus Nürnberg und Sohn eines Türken und der Fränkin - verschlägt es gemeinsam mit seiner Kollegin Astrid zum Ermitteln in seinen Heimatort Strunzheim.

Nachdem dort die Fleischfachverkäuferin Kerstin tot aufgefunden wurde, ist es vorbei mit der Ruhe in dem idyllischen Dorf.

Der lockere, humorvolle und lebendige Schreibstil von Anja Bogener ist äußerst unterhaltsam. Durch fränkische Redewendungen und einer Menge Wortwitz nimmt sie einen direkt mit in das fränkische Dorf. In dem Glossar „Fränkisch für den Hausgebrauch“ im hinteren Teil des Buches findet man eine Erklärung der wichtigsten Wörter. Auf sehr unterhaltsame Weise werden hier eine Menge Klischees bedient, aber gleichzeitig werden auch gesellschaftskritisch Vorurteile aufgezeigt.

Weder Bülent noch Astrid sind typische Polizisten. Bülent ermittelt am liebsten vom Schreibtisch aus und Astrid ist leicht esoterisch angehaucht.
Auch die Beschreibung der übrigen Charaktere ist einfach einmalig. Jeder für sich ist ein Original und somit ergibt sich eine total skurrile Dorfgemeinschaft in der es eine Menge Geheimnisse gibt und jeder irgendetwas auf dem Kerbholz hat.

Die Gestaltung der Innencover fand ich ebenfalls sehr gelungen und hilfreich. So findet man zu Beginn ein „Who is who in Strunzheim“ und am Ende eine Skizze des Dorfes.

Obwohl mich das Buch zum Ende überrascht hat, stehen der Fall und die Spannung bei diesem Krimi nicht im Vordergrund. Es hat einfach durch seinen Sprachwitz und die liebenswerten abgedrehten Charaktere großen Unterhaltungswert.

Ein wirklich toller Serienauftakt mit viel Potential für Bülent und Astrid. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle.

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Ein Buch das nachklingt

Beim Ruf der Eule von Sweeney Emma Claire

„Beim Ruf der Eule“ ist der Debütroman der Autorin Emma Claire Sweeney zu dem sie von ihrer autistischen und an Zerebralparese erkrankten Schwester inspiriert wurde.

Die 80-jährige Maeve Maloney führt die kleine Pension Sea View Lodge in Morecambe in der sie Menschen mit geistigen Behinderungen aufnimmt und auch ein zu Hause bietet.

Als eines Tages ein alter Bekannter - Vicent Roper - vor der Tür steht, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Vor vielen Jahren hatte sie ihn weggeschickt und die Erinnerungen schmerzen sie heute noch ebenso wie damals, so dass sie ihn am liebsten direkt wieder wegschicken möchte. Kaum jemand außer ihm weiß, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, deren Verlust sie bis heute nicht verarbeitet hat.
Neben Maeve erfährt man noch eine Menge über Len und Steph, zwei jungen Menschen mit Down-Syndrom, die Maeve in der Pension zur Hand gehen und die trotz aller Schwierigkeiten langsam in ihr eignes Leben starten wollen.

Der Schreibstil von Emma Claire Sweeney ist sehr ungewöhnlich und dadurch nicht einfach zu lesen. Sie springt ohne Übergang zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, so dass man gut aufpassen muss, ob man gerade von den aktuellen Ereignissen liest oder Maeve ihren Gedanken an Edie und deren Leben nachhängt. Dadurch zwingt sie einen zum langsamen Lesen, was ich zu der Geschichte und der Thematik durchaus passend fand.
Zwischendurch gibt es immer wieder Arztberichte über Edie aus denen deutlich hervorgeht wie schwer es die Familie Maloney gehabt hat und mit wieviel Liebe sie sich um ihre kranke und lebensfrohe Tochter gekümmert haben.

Neben dem Leben von Maeve und Edie beschreibt die Autorin sehr einfühlsam das Leben und die Probleme und Träume von Len und Steph. Die beiden sind mir mit ihrer Lebensfreude und ihren Plänen wirklich ans Herz gewachsen.
Maeves Verhalten konnte ich oft nur schwer verstehen. Auch wenn sie es in jungen Jahren nicht immer leicht gehabt hat, waren ihre Handlungen zum Teil schwer nachvollziehbar und ihre so lang anhaltenden Schuldgefühle taten beim Lesen regelrecht weh.

Nachdem ich das erste Drittel des Buches gelesen und mich an den Schreibstil gewöhnt habe, hat es mich wirklich gepackt. Es ist keine Geschichte zum schnellen Lesen, sondern eine die langsam gelesen werden möchte und die – zumindest bei mir – lange nachklingen wird.

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Humorvoll & ehrlich

Ohne meinen Mann wär ich glücklich verheiratet von Monika Bittl

In ihrem neuen Buch „Ohne meinen Mann wäre ich glücklich verheiratet!“ nimmt die Autorin Monika Bittl das Alltagsleben zu zweit und die Tücken, die eine Partnerschaft mit sich bringt, auseinander.

Der lockere, leichte und amüsante Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man beim Lesen unwillkürlich grinsen muss.

Dabei gibt es unzählige Alltagssituationen, die man kennt – so wie beschrieben oder in einer ähnlichen Form – ganz egal ob es um den Einkauf, die Kommunikation oder die Familie geht.

Durch die abwechslungsreichen Texte – als Test, Anleitung, Dialog oder kurze Alltagsszenen – bin ich ruckzuck durch die Seiten geflogen und habe mehrfach laut gelacht.

Von außen betrachtet, kann man gar nicht anders als darüber zu lachen. Die Art und Weise, wie sie die unterschiedliche Sichtweise von Männer und Frauen aufzeigt ist einfach herrlich ehrlich.

Ganz egal wer dieses Buch liest, wenn man sich ein wenig in die Sichtweise des anderen hineinversetzt und etwas von Monica Bittls Humor mitnimmt, kann das bestimmt die ein oder andere Situation entspannen.

Insgesamt ist das Buch einfach ein äußerst unterhaltsamer und humorvoller Ratgeber, in dem man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte aber der einfach wunderbar unterhält.

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Spannend und meisterhaft erzählt

Ein unvergänglicher Sommer von Isabel Allende

„Ein unvergänglicher Sommer“ ist ein spannender Roman der chilenisch-US-amerikanischen Schriftstellerin Isabell Allende von drei Menschen die nichts gemeinsam haben und zufällig zusammentreffen.

Durch einen Schneesturm kommt es in Brooklyn zu einem Auffahrunfall. Richard - ein ansonsten sehr kontrollierter Professor - hat Alkohol getrunken und Tabletten genommen und schlittert in einem unachtsamen Moment mit seinem Wagen in ein anderes Auto.

Aus diesem steigt eine junge Frau, die lediglich panisch auf den sich nicht mehr schließenden Kofferraumdeckel einschlägt und anschließend wortlos verschwindet. Richard gelingt es gerade noch ihr seine Visitenkarte in das Auto zu werfen. Diese nutzt die Autofahrerin und taucht mitten in der Nacht bei Richard auf. Wieder bleibt sie stumm und Richard vermutet, dass sie ihn nicht verstehe. Seine chilenische Untermieterin Lucia kann helfen und es kommt raus, dass sich in dem Kofferraum des Wagens eine Leiche befindet. Da sie sich illegal in den USA befindet und das Auto ungefragt von ihrem Arbeitgeber ausgeliehen hat, kann sie nicht zur Polizei. Für Lucia ist sofort klar, die Leiche muss verschwinden.

Da in den Kapitelüberschriften jeweils der bzw. die Protagonisten um den/die es geht und der Ort der Handlung genannt wird, findet man sich einfach in der Handlung zurecht. Der Schreibstil der Autorin ist – wie auch in ihren vorherigen Büchern – angenehm und mühelos zu lesen. Mir gefällt ihre bildhafte und lebendige Sprache. Dabei versteht sie es ausgezeichnet Spannung und Humor miteinander zu vereinen.
Ihre Charaktere beschreibt sie authentisch und nachvollziehbar und die Entwicklung und Balance der Beziehung zwischen den drei vollkommen unterschiedlichen Charakteren ist ausgesprochen interessant.

Sehr einfühlsam schreibt Isabell Allende über die Probleme der Migration aus Mittelamerika in die USA. Die Lebensumstände den Herkunftsländern sind untragbar und den Menschen bleibt nichts anderes als die Flucht. Die Handlung ist spannend und die Erzählweise mitreißend.

Ich habe das Buch gerne gelesen und freue mich schon jetzt auf weitere Werke von Isabell Allende.
Vorab:

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Grausam und spannend – ein gelungenes Debüt

Der Alphabetmörder von Lars Schütz

„Der Alphabetmörder“ ist das gelungene Thriller Debüt und ein toller Serienauftakt von dem Autor Lars Schütz.

Profiler Jan Grall übernimmt gemeinsam mit seiner Kollegin Rabea Wyler einen neuen Fall in dem es um eine äußerst mysteriöse Mordserie im Westerwald geht. Die Opfer wurden von ihrem Mörder in alphabetischer Reihenfolge mit einem Buchstaben tätowiert.

Alles deutet daraufhin, dass es sich um einen Serienmörder handelt, der mit seinen grauenhaften Taten weitermachen wird. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit in der auch Jan ins Visier des Täters gerät und die Recherchen in seine Vergangenheit führen….

Der Schreibstil von Lars Schütz lässt sich flüssig lesen, ist temporeich und spannend und fesselt dabei von der ersten Seite an. Die kurzen mit Perspektivwechseln verbundenen Kapitel lassen einen das Buch nur ungern aus der Hand legen. Stets möchte man wissen, wie es an der anderen Stelle weitergehen wird und rätselt automatisch mit.
Die Charaktere werden gut beschrieben und man erfährt auch einiges über ihre Vergangenheit. Besonders Jan Grall ist ein ausgesprochen sympathischer Protagonist, der eine belastende Vergangenheit mit sich herumträgt. Über Rabea hat man in diesem Band noch nicht so viel erfahren und ich hoffe, dass sich dies mit dem nächsten Band ändert.

Mich hat dieser Debütthriller positiv überrascht und ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit Jan Grall.

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Emotional, fesselnd, bedrückend

Die Schulter des Riesen von Raffael Rauhenberg

„Die Schulter des Riesen“ ist ein sozialkritischer, absolut lesenswerter Roman von Raffael Rauhenberg, den man nicht so schnell wieder vergisst und das einem das wahre Leben direkt vor Augen führt.

Protagonist des Buches ist Gregor, ein Mann, der die schönen Dinge des Lebens mag, leicht überheblich denen gegenüber ist, die es im Leben nicht ganz so weit gebracht haben und mit einem Hang zur Unbeherrschtheit, der ihm zum Verhängnis wird.

Als er eine junge verwahrloste Frau in seiner Wohnung bei seinen beiden Kindern antrifft, reagiert er aggressiv und löst damit eine Kettenreaktion aus, die er nicht mehr stoppen kann….

Ich hatte keine Vorstellung, was mit dem Roman von Raffael Rauhenberg auf mich zukommt und wurde von diesem intensiven Leseerlebnis schlichtweg überwältigt.

Die Handlung beginnt dramatisch, an einer Schlucht, die sich Gregor hinabstürzen will. Lediglich die Atmosphäre, das Flair der Natur bringt ihn dazu innezuhalten und so erfährt man über Rückblicke Details aus den letzten Monaten.

Gregor hat auch Seiten, die ihn weniger sympathisch machen und trotzdem wünscht man ihm nichts mehr, als dass es ihm gelingen wird aus der Abwärtsspirale herauszukommen. Es ist einfach erschreckend zu lesen, wie schnell die Gesellschaft sich abwendet.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm, leicht zu lesen und gleichzeitig poetisch. Seine Sprache ist voller Bilder und Metapher. Viele seiner Sätze beinhalten weit mehr als die geschriebenen Worte und ich musste sie einfach ein wenig auf mich wirken lassen.
Eindringlich wird die soziale Kälte der Gesellschaft geschildert und die detaillierten Beschreibungen der Natur bieten einen starken Kontrast.

Mich hat das Buch wirklich gefesselt. Nicht nur inhaltlich bietet es Stoff zum Nachdenken und zeigt Seiten der Gesellschaft, die wohl jeder kennt, aber keiner wahrhaben möchte, sondern ist sprachlich ebenfalls ein wahres Meisterwerk. Schonungslos, direkt und offen wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten. Dieser gesellschaftskritische Roman wird mich noch einige Zeit gedanklich beschäftigen.

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Beste Unterhaltung - spannend und überraschend

A Stranger in the House von Lapena Shari

„A Stranger in the House“ ist nach „The Couple Next Door“ der zweite Thriller der Autorin Shari Lapena und ebenso spannend und überraschend wie ihr Debüt.

Tom und Karen Krupp sind glücklich verheiratet und leben in einem schönen großen Haus. Tom ist erfolgreicher Buchhalter und es geht ihnen gut.

Direkt gegenüber wohnt Brigid, deren Ehemann fast nie zu Hause ist und die sich mit Karen angefreundet hat.

Als Tom eines Abends von der Arbeit nach Hause kommt, findet er das Haus verlassen vor. Ganz untypisch für Karen scheint diese überstürzt hinausgeeilt zu sein. Die Tür ist unverschlossen, ihre Tasche hat sie vergessen und in der Küche hat sie das angefangene Abendessen einfach stehen lassen. Beunruhigt telefoniert Tom ihre Freunde und Bekannten ab, aber niemand weiß etwas. Schließlich erfährt Tom durch die Polizei, dass Karen einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt, da sie durch ihren rasanten Fahrstil in einem Stadtteil, den sie normalerweise niemals betreten würde einen Unfall gebaut hat. Durch eine Amnesie weiß Karen nicht mehr wohin sie wollte, was passiert ist und was sie vorhatte. Kurze Zeit später wird in einem Restaurant in der Nähe des Unfallortes eine Leiche entdeckt und die Polizei glaubt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Toten und Karen gibt….

Der Schreibstil der Autorin ist klar, knapp, schlicht, einfach und lässt sich flüssig lesen. Ohne Ausschweifende, unnötige Erklärungen oder nähere Details kommt sie schnell zum Punkt. Dadurch erreicht sie in ihrer Erzählung ein unglaublich hohes Tempo, alles geht Schlag auf Schlag und man fliegt nur so durch die Seiten, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht.

Ihre Charaktere beschreibt sie authentisch, so dass sie einem teils sympathisch und teils weniger sympathisch erscheinen. Man leidet mit ihnen und hofft, dass sich alles aufklärt.

Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die nicht vorherzusehen waren. Die aufgebaute Spannung wird durchgängig gehalten und ich fand es im Nachhinein überraschend mit wie wenig Charakteren und Schauplätzen dieses Buch ausgekommen ist ohne das man jemals das Gefühl hatt, dass etwas fehlt.

Ich habe mich großartig unterhalten gefühlt und freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin.

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Spannender Thriller in arktischer Atmosphäre

Das Eis von Laline Paull

In ihrem zweiten Thriller „Das Eis“ thematisiert die Autorin Lilane Paul ein wieder aktuelles und brisantes Thema. Dabei gelingt es ihr ausgesprochen gut auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen und gleichzeitig spannungsvoll zu unterhalten.
Vor drei Jahren verschwand bei einem Unfall der Polarforscher Tom Harding bei einer gemeinsamen Expedition mit seinem besten Freund Sean Cawson.

Als nun ein Kreuzfahrtschiff seine vorgeschriebene Route verlässt, um den Passagieren die versprochenen Eisbären zu präsentieren, bekamen diese neben den Eisbären aus dem kalbenden Gletscher eine Leiche zu sehen – Tom Harding. Es wird eine gerichtliche Untersuchung anberaumt, die klären soll, ob es wirklich ein Unfall war.
In dem Roman wird im Wechsel von der Gerichtsverhandlung in der Gegenwart, Augenzeugenberichten und aus Rückblenden in Seans Leben erzählt. Dadurch wird durchgehend Spannung erzeugt, die an das Buch fesselt und zum Weiterlesen anhält. Während der Gerichtsverhandlungen erfährt man eine Menge Zwischenmenschliches, was aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig für die Handlung war.
Die beiden Protagonisten Sean Cawson und Tom Harding werden lebendig und authentisch dargestellt, ihre Leidenschaft für die Arktis wird mitreißend und überzeugend beschrieben. Besonders Sean ist ein interessanter Charakter, der mal Idealist und mal Intrigant ist. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der Orte in der Arktis gefallen, ich hatte sie beim Lesen wirklich tolle Naturbilder vor Augen.
Abgesehen von der spannenden und atmosphärischen Unterhaltung hat Laline Paul interessante und wichtige Themen angesprochen. Der Klimawandel, das Schmelzen der Polarkappen und der immer kleiner werdende Lebensraum der Eisbären werden deutlich. Dabei ist es erschreckend wie rücksichtslos die Menschen mit ihrer Umwelt umgehen und wie gleichgültig sie die Folgen in Kauf nehmen.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ein spannender Ökothriller in arktischer Atmosphäre, der ein aktuelles Thema aufgegriffen und mich gut unterhalten hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Fans von Thrillern und Menschen, die an Bücher mit aktuellen Bezügen interessiert sind.

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