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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

sehr schön zu lesen

Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Eve Shaw ist Kunsthändlerin und hat ein Trauma aus der Kindheit zu verarbeiten. Eines Tages besucht sie ein alter Mann in ihrem Büro und drückt ihr einen weißen Oktopus in die Hand. Eve rätselt, was es damit auf sich hat und reist schließlich in die Schweiz ins White Octopus Hotel. Was sie dort erlebt, hätte sie sich niemals ausdenken können.

Manchmal beeinflusst die Vergangenheit die Gegenwart massiv. Eve hat Schuldgefühle und als sie die Möglichkeit findet, ihren Fehler wiedergutzumachen ergreift sie die Chance. Eine sehr schöne Geschichte hat sich Alexandra Bell hier ausgedacht und zu Papier gebracht. Ich fühlte mich gleich heimisch in den Zeilen und habe das Buch sehr gerne gelesen.
Ein wenig aufpassen muss man allerdings, dass man sich in den Zeiten und Orten nicht verzettelt, weil alles so ineinander geschachtelt ist, aber alles ist logisch aufgebaut und man kommt gut mit. Das Ende hat mich allerdings ein wenig verwirrt.
Bells Schreibstil ist ausdrucksstark, mitreißend und romantisch und sehr anschaulich. Auch die Charaktere mochte ich sehr gerne, vor allem die ganzen Oktopusse fand ich eine sehr gute Idee.
Fazit: Fantastik, Romantik und ein kleines bisschen Krimi – alles verwoben und vereint zu einer Story, die Freude macht zu lesen.

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Eine Insel in der Nordsee, 5 Besucher und ein großes Geheimnis.

Fünf Fremde von Romy Fölck

Eine Insel in der Nordsee, 5 Besucher und ein großes Geheimnis.

Warum schweigt jeder über das Verschwinden des damals 13-jährigen Jungen? Und wer schreibt die ganzen Drohbriefe? Ein rätselhafter Fall, in den Annika gerät, als sie auf ihre Heimatinsel zurückkehrt um ihre Mutter zu pflegen.
Was harmlos begann, endet tödlich…
Ein Stand-alone von Romy Fölck, der teilweise etwas zäh war, aber sonst voll den hohen Erwartungen entsprochen hat.

Ein rätselhafter Fall, viele Geheimnisse und eine überraschende Auflösung. Wobei mir die Geheimnisse teilweise schon zu viel waren. Keiner spricht über die Vergangenheit und das führt zu Verwicklungen und Rachegefühlen. Und auf einmal wird das Geheimnis dann doch angegangen? Etwas unrealistisch, aber gut, es ist ein Roman. Und der Fall ist ja nun auch sehr verzwickt und wartet mit überraschenden Wendungen auf, wie man sie von Fölck kennt.

Die Schreibweise ist kurzweilig und die Beschreibung des Wetters sorgt für zusätzliche Spannung.
Die Charaktere fand ich recht gut gelungen, aber sie bleiben eher oberflächlich. Für einen Krimi aber durchaus ausreichend.

Fazit: ein unterhaltsamer Krimi, der Spaß macht zu lesen, allerdings mit ein paar Längen aufwartet.

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ein etwas schwächerer Teil

Zorn - Die Akte Heinlein von Stephan Ludwig

Eine abgetrennte Hand im Stadtpark? Wem gehört die? Genau der Frage müssen sich Schröder und Zorn im neuen Buch von Stephan Ludwig stellen.

Dass Ludwig die Handlung um Heinlein wieder aufgreift, finde ich eine gute Idee. Zum Glück gibt es am Anfang ein erklärendes Kapitel, für die, die das Buch nicht kennen, oder – wie bei mir – die Lektüre schon länger her ist.

Zu Beginn des Buches wechselt die Handlung ab zwischen Heinlein und Zorn, mit eingeschobenen, kursiv geschriebenen, Kapiteln über das Opfer. Der Leser weiß also ein wenig mehr als die Kommissare.

Im Mittelpunkt steht erneut der eigenwillige Hauptkommissar Claudius Zorn, der sich deutlich von klassischen Ermittlerfiguren abhebt: wortkarg, unbequem, innerlich zerrissen – und gerade deshalb so interessant. Interessant sind zudem die Sätze, die der Autor zu Beginn oder auch mitten in der Handlung einstreut. Erleben wir wirklich Zorns letzte Zigarette?

Mir hat so ein wenig die Interaktion zwischen Schröder und Zorn gefehlt. Und was da zwischen Frida und Zorn los war, habe ich auch nicht wirklich nachvollziehen können. Aber sonst fand ich die Handlung sehr gelungen. Vor allem auch wieder die kleinen spitzigen Bemerkungen voller schwarzen Humors.

Fazit: Die Akte Heinlein wird geschlossen, es wäre sicher gut, wenn man das Buch „Der nette Herr Heinlein“ vorher liest. Aber auch ohne vorherige Lektüre hatte ich viel Spaß beim Lesen.

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Die Pflegekraft

Schlangengrube von Anna Jansson

Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene Matthias? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und bei einem Empfang sterben einige der Gäste.

Kein einfacher Fall für Kommissar Bark und sein Team. Und dann sind da noch die privaten Probleme und seine Affäre mit Mia. Die Idee mit dem Anschlag und wie er ausgeführt wurde, finde ich genial. Und durch die Kapitel „Die Pflegekraft“ in das Hirn des Täters/der Täterin einzutauchen und seine/ihre Motivation und Gedanken zu verstehen, war großes Kino.

Zwischendurch hat das Buch ein paar kleinere Längen, weil es so auf der Stelle tritt, aber das wird durch das furiose Finale wieder wettgemacht. Wechselnde Sichtweisen in den Kapiteln sorgen für zusätzliche Spannung.

Ich mag auch das ausgewogene Verhältnis von Privatleben und Fall sehr gerne. Jansson gibt ihren Charakteren Leben, macht sie nahbar und zugänglich und das ist so besonders an den Benthien-Krimis. Mittlerweile 6 gibt es und ich habe alle sehr gerne gelesen und freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Man kann diese Krimis unabhängig voneinander lesen, jeder Fall ist abgeschlossen, aber mehr Spaß macht es, sie hintereinander zu lesen. „Schlangengrube“ endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn Mia hat noch einiges zu verbergen – und auf die Auflösung (vielleicht im nächsten Band) bin ich schon sehr gespannt.

Fazit: Lebendige Charaktere, ein Fall, der es in sich hat und so noch nie da war und eine tolle Schreibweise zeichnen den neuen Krimi von Anna Jansson aus.

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Harte Zeiten in Ulm

Die Begine und das dunkle Geheimnis von Silvia Stolzenburg

Ein Dämon geht um in Ulm. Und die ehemalige Begine Anna ist des Mordes verdächtig. Zwar ist schnell ihre Unschuld erwiesen, aber die Suche nach dem Dämon lässt sie nicht los. Und dann verschwinden auch noch ein paar Kinder – natürlich kann Anna da die Füße nicht stillhalten.
Bereits der 8. Band der Erfolgsserie der Begine von Ulm.

Und wieder konnte mich das Buch begeistern. Wie immer mischt die Handlung geschickt historische Elemente und einen Kriminalroman. Anna, die Protagonistin ist mutig, klug und handelt immer sehr eigenwillig und selbstständig, was sie immer wieder in Schwierigkeiten geraten lässt. Aber das macht sie auch sympathisch. Auch die anderen Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet und immer unterteilt in Gut und Böse.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Beschreibung des Lebens im Mittelalter. Hier wird nicht gezaudert, Bösewichte werden peinlich befragt – hier braucht es teilweise einen starken Magen – oder gleich aufs Rad geknüpft. Auch die Beschreibung der Krankheiten und der damaligen Heilmethoden fand ich wieder sehr gelungen.
Fazit: gute Unterhaltung mit Lokalkolorit für alle, die historische Krimis mögen.

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Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten

Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Ein neuer Thriller von Arno Strobel? Muss ich haben.

Mit „Ungelöst“ startet der Autor eine neue Reihe, die sich um Cold Cases dreht. Doch zuerst muss Kommissar Ramin Brunner noch einen aktuellen Fall lösen: das Verschwinden einer Frau sowie eines kleinen Mädchens.

Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten.

Mit dieser Tatsache konfrontiert ist es alles andere als einfach, den Fall zu lösen. Hilfe bekommt Ramin von Medizinstudentin Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt.

Strobel baut seinen Fall langsam auf, führt die neuen Charaktere behutsam ein und macht sie nahbar. Das führt dazu, dass die Handlung etwas braucht, bis sie den Leser richtig mitreißt. Aber dann entwickelt sich schnell ein Mahlstrom, der nicht mehr loslässt.

Ein wenig konstruiert war die Entführung Luisas, wobei ich die Idee dahinter eigentlich auch mal erfrischend neu fand. Der Täter spielt Katz- und Maus mit den Nerven der Ermittler und mit denen des Lesers. Dies führt unweigerlich dazu, dass man sich beim Lesen beim Spekulieren und Miträtseln ertappt.

Fazit: Eine Reihe, die ich gewiss weiterverfolgen werde.

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sehr süßes Bilderbuch

Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

Auch Erwachsene werden hier eingeladen, sich Zeit zu nehmen. Für die kleinen Dinge des Alltags.

Der kleine rote Panda Ming geht auf Streifzug durch den Wald. Hier gibt es einiges zu sehen und entdecken. Was er erlebt, zeigen sehr hübsche und detailreiche Bilder, die sehr liebevoll gezeichnet sind.

Jede Doppelseite hat ein abgeschlossenes Kapitel, z.B. zum Thema Morgendämmerung, Der Geschmack des Waldes oder Atmen mit Kurma. Am Ende der Doppelseite wird man eingeladen, selbst mitzumachen und bewusst zu atmen oder durchzuschnaufen.

Die Zeichnungen sind sehr liebevoll und kindgerecht. Der kleine Panda trifft viele Waldtiere und so lernen Kinder ganz nebenbei auch noch, welche Tiere im Wald leben und welche Eigenschaften sie besitzen.

Ein wunderschönes Bilderbuch zum Innehalten, zum Entdecken, zum Mit-Erleben, Erzählen und Staunen.

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konnte mich nicht sehr fesseln

Der Pakt der Verräter von Ellin Carsta

Der 13. Band aus der Falkenbach-Reihe spielt mitten im 2. Weltkrieg. Die Familien Lehmann und Falkenbach planen, Hitler zu stürzen. Dabei müssen sie sehr perfide und vorsichtig vorgehen. Als sie die Nachricht des Todes eines Familienmitglieds ereilt, sind sie am Boden zerstört. Doch die beiden Familien kämpfen weiter.

Leider ein etwas schwächerer Teil der Reihe. Mochte ich bisher immer die persönlichen Intrigen und Familienbande sehr gerne, kam ich in diesem Band nicht so auf meine Kosten. Der Großteil der Handlung dreht sich um den Krieg und wie die Familien planen, Widerstand zu leisten. Doch leider geht nichts in die Tiefe. Alles wird nur angedeutet. Es sei ein „Katz- und Maus-Spiel“. Ja, aber dann möchte ich doch auch gerne wissen, WIE die Charaktere das machen und was sie sich ausgedacht haben, welche Fallen sie aufbauen. Das ging leider sehr unter.

Mir haben auch einige wichtige Personen aus den Vorgängerbänden gefehlt. Die Handlung deckt nur ein paar Wochen ab und ich hatte gehofft, dass am Ende des Buches auch der Krieg zu Ende ist. Sonst werde ich wohl den nächsten Band eher überspringen und darauf hoffen, dass nach Kriegsende wieder mehr Persönliches in die Handlung mit hineinspielt.

Fazit: Ich mag die Saga sehr gerne, aber dieser Teil konnte mich leider nicht begeistern.

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Ein Garant für tolle Lesestunden

Das Signal von Ursula Poznanski

Als Viola nach einem Unfall ein Bein verliert und ans Haus gefesselt ist, wird sie misstrauisch, weil sie sich eingesperrt und bevormundet fühlt. In ihrer Not besorgt sie sich Tracker und verfolgt fortan jeden Schritt ihres Mannes und anderer Leute. Denn so ganz ohne Schuld ist Viola dann auch nicht.

Viel mehr kann man vom Inhalt nicht verraten, ohne zu spoilern. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Zwar habe ich mich teilweise auch über die Art der Pflegerin aufgeregt, aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Viola ist ein starker Charakter. Wenn auch etwas unnahbar. Keiner der Charaktere geht in die Tiefe, mit Ausnahme Bennos, den mochte ich sehr gerne. Auch Romys Art fand ich sehr gut entwickelt.

Die Handlung beginnt spannend und bleibt es bis zum Ende. Zwar mögen manche Handlungsweisen etwas überzogen und konstruiert wirken, aber hey, was macht das schon? Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann und ich konnte es kaum aus der Hand legen.

Leider muss man ja noch ein wenig arbeiten und so habe ich doch zwei Nachmittage für das Buch gebraucht. Aber das hat ja auch den Vorteil, dass ich länger etwas davon hatte.

Die Idee mit den Trackern fand ich sehr gut gelungen und dadurch, dass Viola allen ein eigenes Bild gibt, konnte ich auch immer gut nachvollziehen, wen sie jetzt meint. Mit der Zeit werden das nämlich einige und man muss schon etwas darauf achten, dass man nicht durcheinanderkommt.

Fazit: Ob Psychothriller, Who-done-it oder Jugendromane, Poznanski weiß, was dem Leser gefällt.

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super

Die Farm der Mädchen von Hans Rosenfeldt

„Kein Hinweis darauf, wer sie war oder woher sie kam“
Die Farm der Mädchen ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Hans Rosenfeldt. Zusammen mit Michael Hjorth hat er die Erfolgsreihe um Sebastian Bergmann geschrieben. Was er jetzt alleine vorlegt hat allen Respekt verdient. Von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Im Mittelpunkt stehen Tatjana und Dadana, zwei schwangere Mütter, die zu Beginn des Buches hilflos und gejagt durch einen Wald irren.
Nach einem schweren Trauma gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist Hannah Wester – und die bekommt es gleich mit dem Fall ihres Lebens zu tun. Dabei hat sie doch noch massiv private Probleme.
Ja, es passiert viel in diesem Buch, aber man hat nie das Gefühl, sich dabei zu verlieren. Rosenfelds Erzählweise ist flüssig und auf den Punkt und auch wenn manche Dinge etwas weit hergeholt scheinen schadet das dem allgemeinen Ganzen der Handlung in keiner Weise.
Sehr erschreckend ist die Handlung rund um die Frauen und die organisierte Kriminalität und Rosenfeld hat die Probleme und Befindlichkeiten der Frauen sehr gut beschrieben. Nicht nur einmal kann man beim Lesen Gänsehaut bekommen. Zu anschaulich sind die Szenen erzählt und zu erschütternd die Vorstellung.
Viele Rückblenden machen neugierig auf die Vergangenheit und werden nur teilweise aufgelöst. Das Ende ist abgeschlossen, deutet aber durch gewisse Signale gleich Hinweise auf den nächsten Band an.
Fazit: Tolle Charaktere, eine spannende Handlung und eine erschütternde Story machen das Buch überaus lesenswert.

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