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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

Der Club

Die letzte Nacht von Karin Slaughter

Der Club
Sara Linton hat Dienst in der Notaufnahme als eine junge Frau eingeliefert wird und dort stirbt. Die Umstände erinnern Sara an ein Erlebnis aus ihrer Vergangenheit, das sie zu vergessen sucht. Die junge Frau nimmt Sara das Versprechen ab, die Täter aufzuhalten und Sara beginnt, tief in die Vergangenheit abzutauchen.

Von Anfang an verfolge ich die Georgia-Serie und freue mich jedes Mal auf ein neues Abenteuer mit Will und Sara. Dieses Mal ist es besonders persönlich für Sara: denn was der jungen Frau zugestoßen ist, hat sie 15 Jahre zuvor ganz ähnlich erlebt.
Slaughters Schreibstil ist gewohnt spannend und mitreißend. Sie schont weder ihre Charaktere noch ihre Leser und manche Szenen sind alles andere als jugendfrei. Aber gerade das ist es, was den besonderen Reiz ihrer Bücher ausmacht. Ich habe einmal geschrieben „der Name ist Programm“ und der Meinung bin ich weiterhin.
Mich hat vor allem fasziniert, wie es Will und Sara gelingt, die Täter zu überführen. Denn eigentlich standen sie ja schon ziemlich früh im Buch fest. Nur: es gilt, Beweise zu finden. Und das gestaltet sich nicht einfach. Slaughter gelingt es aber, den Fall so aufzubauen, dass man fasziniert an den Seiten klebt und das Buch kaum aus den Händen legen mag.
Fazit: ein hartes Thema, aber spannend und mitreißend umgesetzt. Ich hoffe auf weitere Bände aus Slaughters Feder.

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konnte mich nicht richtig abholen

Ingenium von Danielle Trussoni

Hat mich nicht richtig abgeholt
Mike, der nach einem Sportunfall eine Inselbegabung hat, wird von Jess ins Gefängnis berufen. Er soll ein bestimmtes Rätsel lösen. Schnell kommt Mike dahinter, dass es in dem Rätsel um Jess‘ Schuld oder Unschuld geht. Doch andere Mächte spannen Mike vor ihren Karren und so gerät Mike mehr als einmal in Gefahr.

Ich liebe Rätsel und der Anfang des Buches hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings wurde mir der Thriller dann bald zu mystisch und wissenschaftlich. Die Rätsel fand ich immer klasse, auch wie Mike auf die Lösungen kommt fand ich super. Teilweise konnte ich auch selbst miträtseln. Andere Passagen wiederum waren mir dann aber zu langatmig.
Die Charaktere blieben leider auch etwas an der Oberfläche. Nur zu Mike fand ich etwas Zugang. Alle anderen agierten mehr als Statisten.
Fazit: teilweise sehr spannend und durch die Rätsel sehr lebendig. Oft aber zäh und trocken.

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Ein Fall nach seinem Geschmack

Bretonischer Ruhm von Jean-Luc Bannalec

Ein Fall nach seinem Geschmack
Kommissar Dupin ist auf Hochzeitsreise. Und stolpert natürlich gleich in seinen nächsten Fall hinein. Ein Weingutbesitzer wird ermordet und Dupin und seine Frau beginnen mit den Ermittlungen. Dass sie der örtlichen Polizei immer einen Schritt voraus sind, macht sie nicht gerade beliebt – und das macht einen großen Teil des Reizes des neuen Buches von Jean-Luc Bannalec aus.

Von Anfang an begleite ich Dupin, Nolwenn, Kadec und die Kollegen und amüsiere mich immer köstlich. Der Schreibstil von Bannalec ist humorvoll, aber nicht übertrieben komisch. Die Spannung wird vermengt mit einer ordentlichen Prise Lokalkolorit. Dabei machen die Landschaftsbeschreibungen oft Lust auf einen Urlaub in der Bretagne.
Sehr gut gefällt mir auch immer das Zwischenmenschliche in den Krimis. Besonders Nolwenn und Kadeg habe ich in mein Herz geschlossen. Lediglich die Idee mit den Spechten fand ich nicht so gelungen, das lenkt ein wenig von der Handlung ab, bezieht auf der anderen Seite jedoch die zurückgebliebenen Kollegen von Dupin wieder mit ein.
Fazit: Für den neuen Bretagne-Krimi von Jean-Luc Bannalec gibt es wieder eine klare Leseempfehlung von mir.

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its magic

Hotel Magnifique – Eine magische Reise von Emily J. Taylor

Jedes Jahr taucht wie aus dem Nichts ein geheimnisvolles Haus in einer kleinen Stadt auf. Die Menschen stehen Schlange, um dort Arbeit zu bekommen. Auch Jani, die sich ein besseres Leben für sich und ihre Schwester Zosa erhofft, wird dort vorstellig. Mit viel Glück ergattert sie einen der begehrten Jobs, muss jedoch bald feststellen, dass sich hinter dem berühmten Hotel etwas Dunkles verbirgt.

Its magic.
Ich kannte die Autorin bisher nicht, die Idee zu Hotel Magnifique fand ich jedoch sehr gelungen und auch gut umgesetzt. Jani war mir gleich von Anfang an sympathisch. Ihre Neugierde und Aufgewecktheit mochte ich sehr gerne. Natürlich bringt sie das in Schwierigkeiten und das machte die Handlung spannend und mitreißend.
Auch wenn das Buch in Kleinigkeiten an Harry Potter erinnert, geht es doch ganz eigene Wege. Das Hotel an sich fand ich zauberhaft gestaltet. Auch die Handlung war durchdacht und gut ausgearbeitet.
Das Buch ist empfohlen ab 12 Jahre, jedoch hatte ich auch als Erwachsene Spaß am Lesen und habe mich gut aufgehoben gefühlt.
Fazit: Ein Buch für die ganze Familie.

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etwas anderes erwartet

Der Club. Dabeisein ist tödlich von Ellery Lloyd

Ned und Adam eröffnen ihren neuen „Club“ auf einer entlegenen Insel. Die Gäste sind alle elitär und werden um ihre Mitgliedschaft beneidet. Doch Ned hat ein ganz besonderes Spiel mit ihnen vor.
Was passiert ist, bleibt über lange Zeit auf der Strecke. Anfangs mag das noch spannend anmuten, aber irgendwann nervten mich die vielen Anspielungen nur noch.

Im Nachhinein war dann zwar klar, warum das Buch so erzählt wurde und ich war dann auch überrascht über die Twists, aber ich hätte mir dennoch eine andere Erzählweise gewünscht. Zum Beispiel als die Menschen im Restaurant das Auto im Wasser sehen – und dann folgt das nächste Kapitel und das Auto wird gar nicht mehr thematisiert.
Erst nach und nach werden die großen und kleinen Geheimnisse der Charaktere enthüllt, die anfangs nacheinander eingeführt werden, ohne große Erklärungen. Das führte dazu, dass das Buch anfangs zuerst einmal sehr verwirrend ist und nicht einfach zu verstehen. Eine große Bindung konnte ich zu keinem aufbauen.
Dennoch fand ich die Idee des Buches gelungen umgesetzt – allerdings versteht man das erst am Ende.
Fazit: Irgendwie hatte ich beim Klappentext etwas Anderes erwartet. Ein wenig mehr wie der Film „The Menu“, der ja auch in einer solchen Atmosphäre spielt.

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nur 5 Worte

Nicht ein Wort zu viel von Andreas Winkelmann

5 Worte – mehr darf die Geschichte nicht haben, die das Leben eines Mannes retten soll, der in Folie eingewickelt auf einem Stuhl sitzt und auf Rettung hofft.
Winkelmann legt wieder einen Thriller vor, der es in sich hat. Allein, dass man die Todesqualen der Opfer miterlebt, das haut ganz schön rein.

Die Geschichte ist gut konstruiert und aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass die kurzen Kapitel immer dazu animieren, noch eins zu lesen, weil man wissen muss, wie es weitergeht. Was mich allerdings gestört hat, waren die ganzen Alleingänge. Seien es Jaro oder Simon – natürlich bringen sie sich dadurch in Gefahr und das wirkt immer so unrealistisch.
Am Ende laufen die Stränge logisch zusammen und warten mit einer überraschenden Wendung auf. Und wie gut, dass am Ende der Scheherazade-Geschichte noch aufgeklärt wurde, sonst wäre ich sehr enttäuscht gewesen.
Fazit: „For sale. Baby shoes. Never worn“. – Allein dieser Satz und was darauf aufbaut verursacht schon Gänsehaut pur. Allerdings sind die Charaktere in diesem Band eher oberflächlich gehalten und das hat meinen Lesefluss teilweise etwas gehemmt.

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Bluthochzeit

Akte Nordsee - Der Teufelshof von Eva Almstädt

Der zweite Fall für Fentje Jacobsen und Niklas John
Nach einer Hochzeit auf dem Land werden die Bräutigameltern er- und der Bräutigam angeschossen. Nur die Braut kann sich retten. Doch schnell fällt der Verdacht auf sie und Fentje und Niklas wollen ihre Unschuld beweisen.
Almstädts Krimis sind immer ein Quell der Freude.

Ihre Charaktere authentisch und nahbar und die Geschichten spannend, aber nicht blutrünstig. Der aktuelle Fall ist eine richtig harte Nuss für die beiden Hobbydetektive. Schnell finden sie ein wichtiges Indiz heraus – jedoch steckt der Teufel im Detail und es hilft erst einmal nicht weiter. Der Schluss kam dann recht schnell und noch einmal spannend.
Fazit: Eva Almstädt lese ich einfach sehr gerne.

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Cavanagh lesen und alles ringsum vergessen

Liar von Steve Cavanagh

Cavanagh lesen und alles rundum vergessen.
Ich gestehe mal, dass ich bei jedem Buch von Eddie Flynn die Welt um mich herum ausblende und nur noch lese. Die vielen Wendungen und die Raffinessen und wie Cavanagh alles aufbaut, das hat schon etwas Besonderes. Da merkt man die 500 Seiten gar nicht.
Eddie Flynn soll einem alten Freund der Familie dabei helfen, dessen entführte Tochter wiederzufinden.

Doch der Fall entpuppt sich bald als derart desaströs – das hätte sich auch Eddie nie vorstellen können.
Cavanagh ist wieder ein Meisterstück gelungen. Die Handlung ist interessant erzählt und fesselnd gestaltet, man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Wie der Autor nur immer auf solche Situationen kommt, die aussichtslos erscheinen und dann von Eddie doch noch irgendwie gelöst werden können. Die Frage im Buch nach dem Ob stellt sich hier gar nicht, eher die nach dem Wie?
Ein wenig schade fand ich, dass Harry in diesem Band nicht so präsent war. Ich mag die beiden im Duo immer besonders gerne.
Fazit: mir hat das schlechte Wetter heute gar nichts ausgemacht.

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der letzte seiner Art

Die unerhörte Reise der Familie Lawson von T. J. Klune

Die Lawsons sind keine Familie wie jede andere. 90% der Familie bestehen aus Robotern. Doch eins haben sie mit allen Familien gemeinsam: sie lieben sich. Diese Liebe wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, als Fremde in die kleine Familienidylle eindringen und Papa Giovanni entführen. Dessen Leben hängt fortan von einem Staubsaugerroboter, einem Androiden, einem Pflegeroboter und Sohn Vic ab.

Eine herrliche Idee. Ich mag die Bücher von Klune sehr gerne. Auch dieses habe ich wieder sehr gern gelesen, obwohl es zwischendurch auch einige Längen hatte. Die Roboter sind so liebevoll und witzig geschildert, dass man sie einfach gernhaben muss. Vor allem der Staubsauger hatte es mir angetan, aber auch das „Gerät für Reha, Operationen und Bohren“ – Schwester Grob brachte mich öfter zum Lachen.
Dabei ist die Story an sich ja eher ernst. Die Menschheit wurde ausgerottet und es gibt nur noch ein einziges menschliches Wesen auf der Erde. Und dies gilt es mit allen Mitteln zu verteidigen. Dennoch ist der Ton nicht traurig, sondern hoffnungs – und liebevoll.
Fazit: Wieder ein sehr gelungenes Buch, das einen zum Schmunzeln und Nachdenken bringt.

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kennt ihr Phrogger?

Die Verborgenen von Linus Geschke

Ich habe bisher alle Thriller von Linus Geschke gelesen und war jedes Mal begeistert. Die Verborgenen jedoch konnten mich nicht restlos begeistern.
Sicher, die Idee ist super und auch die ersten 100 Seiten habe ich verschlungen. Jeder hat Geheimnisse, alles wird angedeutet, erst einmal nichts aufgelöst.

Das verleitet zum Spekulieren und hat mich total neugierig gemacht. Leider ging die Handlung dann nicht so weiter, wie erhofft. Ich hatte mir da irgendwie mehr drunter vorgestellt. Die Thematik der Phrogger, die sich in Häusern einnisten und dort wie Zecken im Geheimen leben, ist spannend und interessant.
Die Handlung drum rum gut aufgebaut. Für mich passte allerdings die Sache mit Rebecca nicht wirklich zum Buch. Und die Personen blieben mir alle zu flach und ich konnte mit niemandem etwas anfangen. Und das Ende fand ich auch etwas unbefriedigend.
Fazit: Zwar spannend zu lesen (anfangs) und mit vielen Wendungen, aber für mich nicht das beste Buch Geschkes.

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