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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

Bizarre Handlung

Das Nachthaus von Jo Nesbø

Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Jo Nesbo gefreut und die Leseprobe fand ich auch sehr ansprechend. Leider konnte das Buch nicht ganz halten, was es versprochen hat.
Die Handlung ist in 3 Teile gegliedert, wovon mir der 1. noch recht gut gefallen hat. Zwar war es eine Mischung aus Horror und Fantasy, aber ich habe der Auflösung entgegengefiebert und wollte unbedingt wissen, was es mit dem Verschwinden von Tom auf sich hat.

Der 2. Teil war dann sehr bizarr und der 3. konnte diesen beinahe noch toppen. Zwar gibt es hier die Auflösung, aber für mich war die eher unbefriedigend. Vor allem aber mit dem 2. Teil konnte ich gar nichts anfangen, der war mir zu surreal. Zwar wird das Ganze dann ebenso im 3. Teil gelöst, aber für mich fehlt in dem Buch der Rote Faden, der alles zusammenhält.
Fazit: Der Autor schreibt sehr anschaulich und mitreißend und packt einige Details ein, die mich überrascht haben. Dennoch ist der Funke nicht richtig übergesprungen und ich hoffe bald auf einen neuen Harry Hole.

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geht unter die Haut

Rotkäppchen lügt von Elias Haller

Ein schauriges Verbrechen nach dem Anderen erschüttert Berlin. Und alle scheinen etwas mit Nora Rothmann, Ermittlerin beim LKA, zu tun zu haben. Stellenweise gerät sie sogar selbst unter Verdacht. Immer ist ihr der Täter einen Schritt voraus.
Ein Thriller mit Märchenhintergrund. Nicht der erste seiner Art, aber einer der wirklich unter die Haut geht.

Durch die Einbindung der Kinder bekommt die ganze Handlung eine ganz eigene Dynamik und man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Wie ein roter Faden zieht sich auch die Ermordung von Noras Familie durch das Buch. Das Ende hat mich überrascht, mit dem Täter hätte ich nicht gerechnet. Viele Wendungen machen den Thriller sehr überraschend und spannend. Kurze Kapitel verlocken dazu, immer noch eins mehr lesen zu wollen.
Fazit: ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, ob Nora am Ende den Mörder ihrer Familie noch findet.

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Sehr gut

Gameshow - Das Versprechen von Glück von Franzi Kopka

Nachdem Cass mit Mühe und Not die Gameshow überlebt und im Untergrund angekommen ist, beginnen die Underground-People den Aufstand gegen die Gamemaster. Der Plan ist raffiniert, doch scheinbar gibt es Verräter in den eigenen Reihen und so droht der Aufstand zu scheitern.

Wieder ein mitreißendes Dystopie-Abenteuer, das man kaum zur Seite legen kann.

Cass ist ein sehr sympathischer Charakter und die Undergrounds mag ich auch alle sehr gerne. Die Szenen im Game und den Spielen mochte ich besonders gerne, wobei die dieses Mal einen kleineren Teil der Handlung einnahmen. Im Vordergrund stand die Rebellion, bzw. Revolution gegen die Gamemaster und die hatte es auch in sich.
Das Ende ist stimmig und ein wenig offen, aber ich fand es sehr gut gelöst.
Fazit: Eine tolle Dilogie. Man sollte aber den ersten Band vor dem zweiten gelesen haben, damit man die Handlung richtig versteht.

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Level 2

The Game - Countdown am Vulkan von Christian Tielmann

Level 2 – nach den aufregenden Abenteuern in Band 1 warten nun neue Herausforderungen auf die Spieler von „The game“.
So aufregend hatte sich Macke seine Sommerferien nicht vorgestellt. Mit Müh und Not den Gefahren der Wasserwelt entkommen, wartet nun der Vulkan auf die Freunde. Doch die Herausforderungen steigen und Macke erkennt, dass – wer auch immer das Spiel steuert – keine Gnade walten lässt.

Eine weitere Stufe und neue Abenteuer, die es in sich haben. Mittlere Teile von Trilogien haben es oft nicht einfach, aber Thielmann hält den Leser dermaßen in Atem, dass man das Buch kaum weglegen kann. Die Schreibweise ist locker und jugendlich, aber auch als Erwachsener hat man beim Lesen viel Spaß und fliegt förmlich durch die Zeilen. Teilweise sorgen auch kleine Skizzen für noch mehr Anschaulichkeit.
Fazit: ein tolles Abenteuer und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Jugendroman

ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum. von Andreas Eschbach

Als Finn von der Schule nach Hause kommt, denkt er erst, er habe sich verlaufen: in der Wohnung seiner Eltern leben auf einmal ganz andere Menschen! Und auch sonst ist sein Heimatort nicht mehr der, der er einmal war. Was steckt dahinter?
Ein neuer Roman von Eschbach? Bin dabei, wie immer. Der Anfang hat mir auch sehr gut gefallen, leider wurde das Ganze dann etwas vorhersehbar und irgendwie auch unglaubhaft.

Wie soll so etwas so schnell geplant werden können?
Zugegeben: ich hatte anfangs auch keinen Schimmer, was hinter allem steckt und habe gespannt auf die Auflösung gewartet, die dann auch in Rückblenden genauer aufgedröselt wird. Leider hat mir Finns Reaktion nicht ganz gefallen: er war mir zu relaxt. Erst als er unerwartete Hilfe bekommt, war ich wieder begeistert in der Handlung drin. Die Story liest sich rasant und schnell, was aber auch die Protagonisten etwas flach erscheinen lässt.
Fazit: ein Jugendroman, der die Zielgruppe sicher trifft, für Erwachsene aber etwas zu flach und kurz ist.

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mitreißend

Tief im Schatten von Viveca Sten

In Nordschweden wird im Schnee ein Mann gefunden: grausam ermordet. Dieses Verbrechen sollen Hanna Ahlander und ihr Team aufklären. Doch erst als eine Frau spurlos verschwindet, kommen die Ermittler einen entscheidenden Schritt voran. Aber ist es nicht schon zu spät?
Bereits der zweite Fall für die sympathische Ermittlerin Hanna Ahlander.

Und ich fand ihn noch besser als Teil 1. Allein das Setting: tief im verschneiten Norden, eisige Kälte und Dunkelheit – so liest sich das Buch noch spannender und düsterer.
Die Handlung spielt auf zwei Ebenen: die Gegenwart, in der Hanna den Mord aufzuklären hat und ein paar Tage eher, aus Sicht von Rebecca. So hat man als Leser immer einen gewissen Wissensvorsprung.
Persönliche Probleme der Ermittler runden das stimmige Bild, das Sten in ihrem neuen Krimi entwirft perfekt ab.
Ich mag Stens Schreibstil sehr gerne. Anschaulich, atmosphärisch dicht und vor allem: mitreißend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an einem Nachmittag verschlungen.
Fazit: ich fand es immer schade, dass die Reihe um Thomas Andreasson nicht fortgesetzt wird. Aber mit ihrer neuen Reihe versöhnt Sten mich mit dem Gedanken.

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Ghosts are among us

Der Totengräber und der Mord in der Krypta von Oliver Pötzsch

Ein neuer Fall für Totengräber Augustin Rothmayer
Wobei der in diesem Buch gar nicht so viel Raum bekommt.
Als in einer Krypta ein Toter gefunden wird, beginnen Inspektor Leo Herzfeld und Polizeifotografin Julia Wolf mit den Ermittlungen. Ihre Spur führt sie zu einem Kreis Spiritualisten. Doch die Lösung ist gar nicht so einfach – vor allem als ein zweiter Fall dazu kommt.

Pötzschs Bücher zu lesen ist jedes Mal ein Eintauchen in neue (bzw. alte) Welten. Seine Schreibweise und die lebendigen Charaktere machen es immer wieder zu einem Vergnügen, seine Bücher zu lesen und ich freue mich immer schon auf das nächste.
Nach Vampiren und Mumien werden im 3. Teil der Totengräber-Reihe nun Geister lebendig. Von der ersten Seite an war ich wieder gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Pötzschs bunte Mischung aus historischen Fakten sowie viel eigener Fantasie machen das Buch wieder zu einem Genuss.
Fazit: ich kann es kaum erwarten, wieder Neues von Oliver Pötzsch zu lesen.

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ein sehr komplizierter Fall

Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir

Als in der Nähe von Akranes auf Island eine Leiche gefunden wird, ist schnell klar, dass es Marianna sein muss. Die junge Mutter war vor 7 Monaten spurlos verschwunden. Spuren an ihrem Körper zeigen, dass sie keines natürlichen Todes gestorben sein kann. Doch wer hatte ein Motiv, Marianna zu töten? Dies herauszufinden ist die Aufgabe von Kommissarin Elma und ihren Kollegen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie versteht es, Spannung aufzubauen und durch die Kapitel, die die Mutter erzählt, dem Leser genau die richtige Portion Brocken hinzuwerfen, dass er neugierig wird und immer noch ein Kapitel mehr lesen möchte. Vor allem weiß man nicht, wer die Frau ist, die ihr neugeborenes Kind nicht lieben kann. Die Handlung ist sehr vielschichtig, dennoch verzettelt sie sich nirgends und die Handlungsstränge passen sehr gut zusammen und das Ende wartet dann mit einer großen Überraschung auf.
Die Autorin schafft es auch, Islands Flair lebendig werden zu lassen. Man kann sich durch ihre Schilderungen die Szenarien sehr gut vorstellen. Die Namen sind allerdings sehr schwer zu lesen.
Das Buch wartet mit einigen Wendungen auf, die mich sehr überrascht haben.
Fazit: schon Band 1 „Verschwiegen“ hat mir sehr gut gefallen. „Verlogen“ fand ich fast noch besser und so freue ich mich schon auf Band 3 „Verborgen“, der im Februar 24 erscheinen wird.

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ich vermisse das Alpenflair

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben von Jörg Maurer

Jennerwein macht Urlaub in einem Relax-Hotel. Doch er kommt nicht zur Ruhe. Ein Manager eines auf KI spezialisierten Großkonzerns ist verschwunden und Jennerwein soll ihn finden. Und ganz nebenbei muss er auch noch einem Killer entkommen, der ihn ermorden soll.
Doch das läuft eher im Hintergrund ab und Jennerwein merkt davon gar nichts.

In kleinen Episoden entkommt der Kommissar immer ganz knapp, sehr zum Ärger des Mörders – und sehr zur Erheiterung des Lesers. Überhaupt schafft es Maurer wieder durch seine Wortspiele „ist eine abgefeuerte Kugel auch eine Kontaktaufnahme?“ seinen gewohnten Humor einfließen zu lassen.
Maurer bietet in seinem Jubiläumsband alles auf, was bisher schon in seinen Büchern auftauchen durfte: die Stalkerin, diverse überführte Kriminelle und natürlich Jennerweins neu Angetraute. So macht es Spaß, wieder in die Handlung einzutauchen und Erinnerungen an vergangene Fälle zu wecken.
Auch der eigentliche Fall ist recht anspruchsvoll, wenn auch etwas Fiction darin enthalten scheint. Der auf dem Klappentext bepriesene Auftragskiller hat hierbei nur eine etwas untergeordnete Rolle, was ich etwas schade fand.
Fazit: Schwarzer Humor und die gewohnt lockere Schreibweise von Jörg Maurer prägen auch den neuen Band um Kommissar Jennerwein.

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Der Campingplatzmörder

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Ein Mörder, der auf Campingplätzen sein Unwesen treibt. Psychologin Evelyn vermutet ihren vor zwei Jahren verschwundenen Bruder hinter den Taten und beginnt mit eigenen Ermittlungen. Zur Seite steht ihr der Polizist Tillmann. Doch die Ereignisse überschlagen sich und Evelyn weiß nicht mehr, wem sie trauen kann.

Oft werden Autoren ja gefragt, woher sie die Ideen zu ihren Büchern nehmen. Hier verpackt Strobel ein eigenes Erlebnis in den Prolog und ich musste direkt schmunzeln.
Das Buch liest sich dank der kurzen Kapitel und der Frage: ist es wirklich Fabian? sehr rasant und schnell. Die Spannung ist eher subtil und unterschwellig. Teilweise sind die Szenen aber schon recht hart, vor allem die mit dem kleinen Jungen.
Das Ende ist etwas schnell, den Epilog fand ich persönlich nicht so gelungen. Der löste zwar ein paar offene Fragen, passte aber irgendwie nicht richtig zur Handlung.
Fazit: ein rasanter neuer Thriller, den man kaum zur Seite legen kann.

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