Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Ein spannender und emotionaler Ritt mit der „Wilden Horde“
Wilde Horde 2: Pferdeflüstern von Katrin Tempel
Es sind immer noch Sommerferien und die „Wilde Horde“ bestehend aus Zaz, Lukas, Arpad, Fee, Ann-Sophie und den Pferden Monsun, Feuertanz, Herr Müller, Luna und Kronos reitet gemeinsam wieder durch den Wald und genießt die unbeschwerte Zeit. Doch so unbeschwert und leicht bleibt der Sommer nicht, denn Zaz und die blinde Fee machen eine folgenschwere Entdeckung.
Arpads Familiengeschichte wird zum Mittelpunkt der Geschichte und seine Beziehung zu dem Pferd Feuertanz wird auf eine schwere Probe gestellt.
Wir (Mama und Tochter) finden die Bücher von Katrin Tempel um die „Wilde Horde“ einfach wunderbar. Es gelingt ihr, in jedem ihrer Bücher ganz eigene herrliche Abenteuer mit den Pferden zu erschaffen, aus denen man sich als Leser fast nicht mehr losreißen kann.
Auch bei ihrem zweiten Buch „Wilde Horde - Pferdeflüstern“ ist ihr dies wieder wunderbar gelungen.
Katrin Tempel schreibt flüssig, klar und mitreißend.
Das Buch ist im Carlsen Verlag 2019 erschienen und umfasst 256 Seiten.
Fazit:
Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat uns absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung und Bezug zur Realität überzeugt. Katrin Tempel hat auch die Beziehung der Freunde zu den Pferden so detailliert beschrieben, dass wir oft dachten, wir würden selbst auf dem Pferderücken sitzen. Vor allem die Reitszenen durch den Wald sind einfach wunderbar!
Gerne würden wir noch weitere Teile rund um die „Wilde Horde“ lesen.
Das Buch ist unserer Meinung nach geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die gerne Geschichten lesen, bei denen es um Freundschaft, Akzeptanz, Vertrauen und natürlich um Pferde geht, die auch spannend, lebendig, mitreißend und geheimnisvoll sind.
Sicherlich ist es hilfreich, wenn man den Vorgängerband gelesen hat.
Eine sehr amüsante und lesenswerte Freundschaftsgeschichte
Nur mal schnell das Lama klauen von Krüger Knut
Zoe möchte so gerne wie ihre Freunde Finn und Henry auch ein eigenes Haustier haben. Und dann läuft ihr doch tatsächlich eines Tages ein zuckersüßes Lamababy über den Weg mit großen Kulleraugen und zartrosa Ohren. Da ist es um Zoe geschehen und sie beschließt, es mit zu sich nach Hause zu nehmen.
Bald stellt sich heraus, dass die beiden eine Gemeinsamkeit haben: sie wollen ihren Papa suchen – Zoe in Italien und das Lama in Chile. Und so beginnt eine aufregende Reise…
Mit seinem Buch „Nur mal schnell das Lama klauen“ ist Knut Krüger wieder eine witzige und lesenswerte Geschichte gelungen, die im Verlag dtv junior erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten umfasst. Zu dem Buch gibt es außerdem zwei weitere Vorgänger-Bücher: „Nur mal schnell das Mammut retten“ und „Nur mal schnell das Faultier wecken“.
Knut Krüger gelingt in einer kindgerechten, witzigen und alltäglichen Sprache zu schreiben. Ein Element, das eine direkte Nähe zum Leser erzeugt.
Die Protagonistin Zoe ist in unseren Augen ganz wunderbar ausgearbeitet und man schließt sie als Leser sofort ins Herz. Außerdem hat der Autor eine ganz besondere Art der Unterhaltung zwischen Zoe und dem Lama „erfunden“, die uns total gut gefallen hat.
Besonders gut gelungen ist in unseren Augen auch das Ende, in der die Suche von Zoe nach ihrem Vater so wunderbar und liebevoll gewürdigt wird und Zoe klar wird, dass sie von so vielen lieben Menschen umgeben ist und sie tolle Freunde hat.
Passend zur Geschichte sind an jedem Kapitelanfang wunderschöne Zeichnungen des Lamas von Verena Körting zu finden.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die eine amüsante und liebevolle Freundschaftsgeschichte kennen lernen wollen. Es eignet sich auch prima zum Verschenken.
Meine beiden Kinder haben dieses Buch sehr gerne gelesen und mir als Mama hat es ebenfalls richtig gut gefallen. Es hat einfach einen tollen Charme!
Liebevoll, witzig, turbulent
Der Sommer mit Pauline von Calbérac Ivan
„Ein Sommer mit Pauline“ - von Ivan Calberac verfasst - ist 2019 im Verlag Blumenbar erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 240 Seiten.
Wenn Emile Pauline erblickt, dann geht für ihn die Sonne auf. Emile ist allerdings ein Außenseiter und lebt in einer völlig konträren Welt zu der von Pauline.
Pauline lebt in einer Villa in bester Wohngegend, Emile im Wohnwagen und doch lädt Pauline Emile ein, sie in Venedig bei ihrem Konzert zu besuchen. Klar, da muss Emile auf alle Fälle hin! Aber nicht wie geplant alleine, sondern mit seiner Familie, die ihn liebend gerne begleitet. Und so beginnt ein wundervoller, vergnüglicher Roadtrip nach Venedig.
Dem Autor Ivan Calberac gelingt es sehr anschaulich, witzig und unterhaltsam zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgedacht und ich konnte mich wunderbar in all die vielen Charaktere, die oftmals etwas eigen und unkonventionell waren, hineinversetzen und habe sie auf Anhieb in mein Herz geschlossen. Vor allem die Beziehungen der unterschiedlichen Charaktere untereinander sind ganz wunderbar ausgestaltet und machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch gerne weiter. Es hat mich glücklich gemacht und mir viel gute Laune geschenkt. Ein wirklich kurzweiliges Leseabenteuer!
Ich habe gelesen, dass der Roman in Frankreich verfilmt wurde und freue mich schon darauf, denn ich werde ihn mir sicherlich im Sommer 2019 ansehen.
Authentisch, aufrüttelnd, besonders!
Paul und der Krieg von Haentjes-Holländer Dorothee
In dem Buch „Paul und der Krieg“ darf der Leser den 15jährigen Paul zur Zeit des Zweiten Weltkrieges begleiten und in Form von Briefen und zusätzlichen Erzählungen der Autorin an dessen Leben teilhaben.
Paul wird zusammen mit einigen seiner Schulkameraden als Flakhelfer einberufen. Anfangs war dies noch ein spannendes Abenteuer für ihn, aber bald schon wurde Paul und seinen Freunden die bittere Realität bewusst.
Den jugendlichen Kriegshelfern wird bald auch klar, dass der Krieg nicht so leicht - wenn überhaupt - gewonnen werden kann.
Zusätzlich unterfüttert die Autorin die Erzählungen von und um Paul durch viele Fotos, zahlreiche geschichtliche Fakten und weiterführende Informationen.
Mit ihrem Buch „Paul und der Krieg: Als 15-Jähriger im Zweiten Weltkrieg“ ist Dorothee Haentjes-Holländer ein aufrüttelnder, informativer und vor allem authentischer Bericht aus der Sicht eines Jugendlichen gelungen. Bei dem Jugendlichen handelt es sich um den Vater der Autorin namens Paul. Dorothee Haentjes-Holländer konnte auf Pauls schriftlichen Berichte aus der Zeit um 1945 und 1946 zurückgreifen. Das Buch ist im Verlag arsEdition erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 144 Seiten. Der Schreibstil der Autorin ist klar und gut zu lesen. Die vielen zusätzlichen Erklärungen und Fotos von Originaldokumenten untermauern die Geschichte um Paul zusätzlich.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jugendliche, die sich mit der Thematik des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen wollen.
Diesem Buch gelingt es Jugendliche durch einen Jugendlichen anzusprechen und so eine unmittelbare Nähe zu erzeugen.
Pauls Geschichte klärt auf und rüttelt wach und beweist, wie gefährlich undemokratische Diktaturen und Regime sind, die kein eigenständiges, kritisch-reflektierendes Denken zulassen.
Diese Buch ist sicherlich auch sehr gut für den Einsatz in Schulen geeignet.
So einfühlsam, so witzig, so turbulent und so lebensnah!
Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär's!) von Emma Flint
Leni ist 10 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Fiona. Fiona ist schon so etwas wie ein „kleiner“ Star in der Filmbrache, was ihr Leni von ganzem Herzen gönnt. Nun steht für Leni der Wechsel an die Schule ihrer Schwester an und auf der soll sie unter keinen Umständen auffallen.
Leni versteht dies total und möchte sich mit ihrer großen Klappe und ihrem Temperament zurückhalten. Sie hat deshalb auch nur ein Ziel: sie möchte das Beste für ihre Mitmenschen und vor allem für ihre Schwester. Dass hierbei nicht immer alles nach Lenis Plan verläuft ist also quasi vorprogrammiert.
Meistens endet alles im Chaos – meistens!
Mit ihrem Buch „Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär’s)“ ist Emma Flint ein witziges, einfühlsames und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Arena Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 250 Seiten umfasst.
Die Geschichte ist im Tagebuchstil und einer ganz alltäglichen, altersgerechten Sprache geschrieben und wunderbar flüssig zu lesen. Die Autorin hat ganz viel Witz in ihre Texte gestreut und allein die Anmerkungen in den Fußnoten laden zum Mitschmunzeln und Kichern ein.
In dem Buch sind wunderschön designte Vignetten von der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov zu finden, welche das Abenteuer toll untermalen.
Die Geschichte um Leni, ihre Familie und Freunde weist viele humorvolle, aber auch einfühlsame Momente auf. Besonders toll wird unserer Meinung aufgezeigt, dass Leni das Herz am rechten Fleck hat, dass sie Verantwortung übernimmt, für ihre Fehler einsteht, sich für nichts zu schade ist, auch wenn sie manchmal vorher ein bisschen mehr nachdenken sollte. Aber so ist das nun einmal im Leben.
Leni ist ein tolle Protagonistin in diesem turbulenten Abenteuer und stellt sicherlich ein Vorbild für viele Mädchen in ihrem Alter dar und als Leser dieser Altersstufe kann man sich ganz wunderbar mit ihr identifizieren.
Das Cover des könnte zum Inhalt und Titel des Buches nicht besser gewählt sein und wir finden es wunderwunderschön.
Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus für Mädchen ab 10 Jahren, die ein turbulentes Abenteuer mitten aus dem Leben gegriffen erleben wollen. Sicherlich sind Mädchen die Zielgruppe dieses Buches, aber auch Jungs werden ihren Spaß daran haben.
Ein Hoch auf die Freundschaft!
Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte von Kirsten Boie
Im Wald ist ein Feuer ausgebrochen und der kleine Fuchs „Blau-Auge“ hat in all der Aufregung seine Familie aus den Augen verloren. Nun sitzt er unter einem Heckenrosenbusch und weiß nicht, wohin er soll. Er ist einsam und verzweifelt. Familie Reh entdeckt ihn und nimmt Blau-Auge erst einmal mit zu sich nach Hause.
Der kleine Fuchs schließt schnell Freundschaft mit den Rehkindern, aber er vermisst seine eigene Familie natürlich ganz schrecklich. So beginnt dann auch die Suche nach seiner Mama, seinem Papa und seinen Geschwistern. Die Freunde des kleinen Fuchses helfen ihm und auch von anderen Tieren wird er kräftig unterstützt. Manche sind ihm aber auch nicht so wohlgesonnen, denn ein Fuchs ist ein Fuchs und bleibt auch ein Fuchs, oder? Nun ja, ein Freund ist aber auch ein Freund und bleibt doch auch ein Freund, oder?
Ob Blau-Auge seine Familie wiederfinden wird?
Mit ihrem Buch „Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte“ ist Kirsten Boie ein einfühlsames und so lesenswertes Abenteuer gelungen, das 2019 im Oetinger Verlag erschienen ist, in der gebundenen Ausgabe 192 Seiten umfasst und in 40 Kapitel aufgeteilt ist.
Die einzelnen Kapitel eignen sich von der Länge her ganz wunderbar zum Vorlesen und da bleibt es sicher nicht nur bei einem Kapitel. Zum Selberlesen denken wir an Kinder mit 8-9 Jahren, da die Schrift doch etwas kleiner ist.
Die Geschichte ist in einer kindgerechten, alltäglichen und flüssigen Sprache geschrieben. Ein Element, das eine direkte Nähe zum Leser erzeugt und bei uns die Seiten nur so durchrasseln ließ.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne und liebevolle Zeichnungen von der Illustratorin Barbara Scholz zu finden, welche das Abenteuer wunderbar unterstreichen und zum genauen Beobachten und Besprechen anregen. Die Zeichnungen sind mal klein, mal umfassen sie aber auch eine ganze Doppelseite und sie bereichern dieses Buch sehr.
Die Geschichte um den kleinen Fuchs weist viele lustige, aber auch traurige Momente auf, die in der Geschichte aber ganz wunderbar gelöst werden. So muss beispielsweise der kleine Fuchs Familie Reh zwar verlassen, aber er findet einen neuen Unterschlupf bei Familie Dachs und darf letztendlich auch wieder zurückkehren.
Besonders toll und drollig wird unserer Meinung nach die Welt der Menschen aus der Sicht der Tiere dargestellt. Das haben wir so bisher noch nicht erlebt und es hat uns richtig gut gefallen. Und es gibt noch ganz viele weitere Besonderheiten in diesem Buch: der Sprachfehler von Frau Amsel, die aufgeregte Sprache von Frau Maus, die direkte Ansprache an den Leser… Mehr wollen wir hier aber nicht verraten…
Kirsten Boie beweist mit ihrem Buch wieder einmal gekonnt, dass sie einfach eine großartige Schriftstellerin ist.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus, für Familien zum Vorlesen und zum Selberlesen für Jungen und Mädchen ab 8-9 Jahren, die ein spannendes und einfühlsames, lustiges und teilweise auch trauriges Abenteuer erleben wollen.
Meine beiden Kinder haben dieses Buch „verschlungen“ und mir als Mama hat es auch richtig gut gefallen.
Ein informatives, kreatives, inspirierendes und wunderschön designtes Hochbeet-Abenteuer!
Das unglaubliche Hochbeet von Doris Kampas
„Das unglaubliche Hochbeet – Ernten bis zum Umfallen“ von Doris Kampas ist 2019 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst 118 Seiten.
Dieses Buch macht so unglaublich viel Lust, sofort mit dem Gärtnern in einem Hochbeet anzufangen.
Es ist aufgeteilt in zwei übergeordnete Kapitel. Der erste Teil „All you need is“ gibt unzählige hilfreiche Tipps, zum Bau und zur Materialbeschaffenheit, zur Standortwahl und richtigen Befüllung, aber auch zum Umgang mit verschiedenen ungebetenen Besuchern.
Der zweite Teil „All you love is“ bietet sieben ganz unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen wie beispielseise „Pizza-Pasta-Hochbeet“ , „Mach-dich-fit-Hochbeet“ oder auch „Den-ganzen-Winter-frisches-Gemüse-Hochbeet“. Richtig gut gefallen hat mir hier, dass es sich um keine starre Bepflanzungsanregung handelt, sondern dass man jedes Motto ganz an seinen persönlichen Geschmack anpassen kann und das wirklich rund um das ganze Jahr.
Ein besonderes Extra stellt der tolle Anbau- und Erntekalender in Posterformat dar. Hier hat man immer die Möglichkeit nachzusehen, wann der richtige Zeitpunkt für Aussaat, Pflanzung, Ernte und zusätzlich verlängerter Ernte durch Abdeckung mit einem Vlies oder Aufsatz von den unzähligen Pflanzarten ist.
Der Autorin gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Gärtnern mit einem Hochbeet nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tricks und persönliche Anekdoten lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis – nicht nur für Hochbeet-Laien - werden
Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.
Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Gärtnern mit einem Hochbeet von Anfang an“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrenere Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
Dieses Hochbeet-Abenteuer hat mich absolut überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.
Ein tolles Kinder-Sachbuch auf den Spuren Leonardo da Vincis, das zum Weiterforschen anregt
Leonardos Flugmaschinen von Meyer Stephan Martin
„Leonardos Flugmaschinen – Anselmo und das Vermächtnis des Meisters“ von Autor Stephan Martin Meyer und Illustrator Thorwald Spangenberg ist 2019 im Gerstenberg Verlag erschienen und umfasst 79 Seiten.
Der 14-jährige Anselmo kommt nach dem Tod seiner Familie durch die Pest zu seinem Onkel Giovanni, der als Kapuzinerbruder in einem Kloster lebt.
Hier wird er liebevoll aufgenommen, muss sich jedoch erst an das Leben dort gewöhnen. Als er gerade seinem Onkel in der Werkstatt hilft, entdeckt er eines Tages in einer Kiste verschiedene Zeichnungen. Sie stammen von Leonardo da Vinci. Anselmo ist vor allem von den Illustrationen der Erfindungen zum Thema „Fliegen“ absolut begeistert und steckt seinen Onkel mit der Idee, die Zeichnungen in die Realität umzusetzen an. Allen Brüdern im Konvent ist dies allerdings nicht ganz geheuer.
Das Buch ist eine wunderbar gelungene Mischung aus Kinder- und Sachbuch und das sowohl vom Text als auch von den Illustrationen her.
Neben der Geschichte um Anselmo und seinen Onkel Giovanni lernen hier Klein und Groß etwas über das Leben im Kloster bei den Kapuzinern, über das Leben von Leonardo da Vinci, seine Zeichnungen und Gemälde und einiges über die Theorie des Fliegens. Der Schreibstil ist absolut kindgerecht und liest sich sehr flüssig.
Das ganze Buch ist insgesamt von seinen Illustrationen her dem Stil Leonardo da Vincis nachempfunden und dem Illustrator Thorwald Spangenberg ganz wundervoll gelungen. Hier gehen Text und Illustrationen Hand in Hand. Wir sind davon total begeistert!
Fazit: Uns hat das Buch richtig gut gefallen. So gut, dass wir sogar weitergeforscht haben, um noch mehr über Leonardo da Vinci zu erfahren.
Wir würden uns wünschen, dass dieses Buch in vielen Kinderzimmern, Bibliotheken und Klassenzimmern einzieht, denn da gehört es unserer Meinung auf alle Fälle hin.
Von uns gibt es eine absolute Lese- und „Anschau“-Empfehlung!
So ein wunderbares Buch - ein echtes Erlebnis für Groß und Klein!
„Das ist ein echter Schatz, Mama!“ (Zitat meines Sohnes)
Ein lustiges, bisweilen abgedrehtes Abenteuer mit einer tollen Botschaft: Lebe deine Individualität und bleib dir treu!
Leonardos Flugmaschinen von Meyer Stephan Martin
Wir befinden uns in dem kleinen idyllischen schottischen Dörfchen namens Pandrumdroochit. Hier ist die Welt für den pfannkuchenbackenden und tanzenden Dachs Dan, Onkel Stan mit seinen zahlreichen ungewöhnlichen, aber liebevollen Marotten wie beispielsweise zärtliches Wellentätscheln, Kopfüber-Hängen, Marmeladebrotwerfen, und all den anderen Bewohnern und Tieren noch in ordnung.
Doch eines Tages taucht Dr. P’Krall auf. Seines Zeichens ist er DER Spezialist für Ungewöhnlichkeiten. Er deckt alles Unnormale auf und beseitigt es in seiner eigens dafür gegründeten Institut für Hochsicherheit und Heilung von Ungewöhnlichkeiten. Zudem hasst er Glück, Lachen und Lebensfreude.
Ob sich die Bewohner von Pandrumdroochit auf die Botschaft von Dr. P’Krall einlassen oder doch sich selbst treu bleiben? Seid neugierig und lest selbst!
Mit ihrem zweiten Band „Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer“ ist A.L. Kennedy wiederum ein humorvolles und positiv abgedrehtes Abenteuer gelungen, das 2019 im Orell Füssli Verlag erschienen und in 33 Kapitel auf 272 Seiten eingeteilt ist.
Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen und für Kinder ab 9-10 Jahren geeignet. Es zeichnet sich auch aus durch seinen Sprachwitz und die vielen lustigen Zeichnungen im Comic-Stil von Illustratorin Gemma Correll. Die Zeichnungen unterstreichen und erweitern die Handlung der Geschichte und laden zum Entdecken und Schmunzeln ein.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen – wie auch der erste Band „Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer“.
Gefallen hat mir und meiner Tochter auch die wichtige Botschaft, dass es okay und richtig ist, das man zu sich selbst steht, dass es auch in Ordnung ist, aus der Reihe zu tanzen solange man sich selbst treu bleibt.
In diesem Sinne: Denkt und lebt BUNT!
Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die ein lustiges Abenteuer um Onkel Stan und den Dachs Dan mit viel Sprachwitz und vielen humorvollen Illustrationen erleben wollen.
Lesefreude und lautes Lachen ist hier garantiert! Voraussetzung: man liebt den leicht schrägen Humor ;-)
Ein toller, sehr atmosphärischer und spannungsgeladener Fantasyroman
Waldkind von Speer Natalie
„Waldkind“ von der Autorin Natalie Speer (auch bekannt unter Christiane Spies) ist 2019 im Lübbe-Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 638 Seiten.
Cianna entdeckt eines Tages am Rande des dunklen Deamhaines ein verlorenes Kind und nimmt wahr, dass sowohl sie selbst, als auch das entdeckte Kind eine besondere Verbindung zu dem geheimnisvollen Wald hat.
Ab sofort überschlagen sich die Ereignisse in Ciannas sonst so ruhigem und geordnetem Leben, denn nun wird sie in das geheimnisvolle Leben im Deamhain gezogen.
Und eines Tages begegnet sie der taffen und unerschrockenen Eva, die bislang als Undercover-Agentin mit dem Ziel, die Fabelwesen des mysteriösen Waldes zu jagen, unterwegs war.
Zwischen den beiden Frauen steht ein noch unentdecktes Geheimnis.
Natalie Speer gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen, detaillierten und bildhaften Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sie beschreibt die Protagonistin in all ihren Stärken und Schwächen und so konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen und ihr Handeln jeweils gut nachvollziehen.
Der Spannungsbogen wird während des ganzen Buches gehalten und durch viele Cliffhänger an den Kapitelenden bis zum großen Finale im positiven Sinne hinausgezogen.
Besonders gelungen sind meiner Meinung nach auch die Darstellungen der unterschiedlichen Facetten des Deamhaines, in dem ein Großteil des Romanes spielt. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass allein die Schilderung des Waldes so atmosphärisch und facettenreich gelingen kann und ich habe mich oft selbst gefühlt, als wäre ich mitten im Wald. Das hat mir richtig gut gefallen.
Fazit: Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen und in die spannende und magische Welt von Cianna und Eva und den Deamhain einzutauchen.
Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne lesen. Es bietet auf jeder der rund 600 Seiten Spannung pur und man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen bis es gelesen ist.










