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Rezensionen von BarbaraM:

Drei elitäre Damen wagen den Neuanfang in der wunderschön beschriebenen Toskana

Das Licht der Toskana von Frances Mayes

„Das Licht in der Toskana“ von Frances Mayes ist 2019 im DuMont Buchverlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 608 Seiten.

Camille, Susan und Julia sind zufällig gleichzeitig bei der Besichtigung einer für sie geeigneten Seniorenresidenz in North Carolina und lernen sich dort kennen.

Bei weiteren Treffen finden sie heraus, dass sie eigentlich alle noch mehr von ihrem weiteren Leben erwarten als es in der ruhigen, geordneten Seniorenresidenz zu erwarten ist.
Sie beschließen kurzerhand eine Villa in der Toskana zunächst zu mieten und sich dort noch einmal selbst zu verwirklichen.
Bei ihrem Einzug werden die drei Damen von Kit Raine beobachtete, welche die Nachbarin und von Beruf Schriftstellerin ist.
Kit ist neugierig und lädt die drei Damen ein, bald schon werden sie gute Freundinnen und erleben gemeinsam und auch einzeln viele kleine und große Abenteuer, denn jede hat noch Wünsche und Hoffnungen, die es zu erfüllen gilt.

Frances Mayes gelingt es in ihrem Roman dem Leser die Faszination und Liebe zu Italien näherzubringen und jeder Italienfan kommt was dies belangt hier sicherlich auf seine Kosten. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen und wecken die innere Vorstellungskraft des Lesers.
Schwierigkeiten hatte ich mit der Geschichte was die Situation der drei Damen in Italien anbelangt. Keine hatte Schwierigkeiten mit der Sprache, jede hatte mehr als genug Geld, das in meinen Augen unverhältnismäßig für teure Hotels, Reisen innerhalb Italiens, Bildbände und Malutensilien, Besuche teurer Restaurants ausgegeben wurde. Keine hatte in irgendeiner Art und Weise Probleme – auch gesundheitlich nicht. Hier war mir persönlich zu viel eitler Sonnenschein im Spiel und auf die Dauer hat mich die Geschichte gelangweilt.
Gelungen ist in meinen Augen die Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere der Frauen. Hier konnte ich mich gut einfühlen. Auch der Wechsel der Erzählperspektive ist eine Besonderheit in diesem Roman.

Fazit: Ich bin hin und her gerissen, denn auf der einen Seite fand ich wie beschrieben viel Gutes an dem Roman, auf der anderen Seite hat mich die Geschichte doch zu sehr gelangweilt. Ich vergebe deshalb drei von fünf Sternen.

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Anspruchsvoll, tiefgründig, ehrlich, spannend, einfach lesenswert!

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder

Enni ist stinksauer und wütend auf ihre Pflegeeltern, weil sie in ein Internat gesteckt wird und ihr Bruder Noah darf mit seinen leiblichen Eltern in die Schweiz umziehen. Enni und Noah waren ein gutes Team und beide fühlten sich als echte Geschwister. Klar manchmal haben sie etwas über die Strenge geschlagen, aber…
Im Internat angekommen, hat Enni nur einen Gedanken: abhauen und Noah finden.

Aber zunächst einmal muss sie die Abläufe, Erwachsenen und ihre Mitschüler näher kennen lernen, denn eines ist ihr klar: alleine wird sie es nicht schaffen.
Und da liegt irgendwie dann auch das Problem – aber lest einfach selbst!

Das Buch „Die Unausstehlichen & ich: Das Leben ist ein Rechenfehler“ von Vanessa Walder ist im Löwe Verlag 2019 erschienen und umfasst 22 Kapitel auf 272 Seiten. Die Illustratorin Barbara Korthues hat ein sehr schönes Cover gestaltet und unterstreicht die Geschichte innerhalb des Buches durch weitere Zeichnungen.

Von mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung.
Die Tiefgründigkeit, die in der Geschichte steckt, hat mich absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung überzeugt. Vanessa Walder schreibt flüssig, kreativ, anschaulich und genau und auch ihre Charaktere sind so facettenreich und toll beschrieben. Ich konnte mir jeden einzelnen Charakter sehr gut vorstellen und mich in den ein oder anderen auch sehr gut hineinversetzen und mitfühlen.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, sind die vielen strichartigen Zensierungen. Natürlich überlegt man als Leser, was da wohl jetzt hätte stehen sollen, aber irgendwann ist es in meinen Augen auch gut damit. Mir war das persönlich einfach zu viel und etwas nervig, obwohl ich es nach einiger Zeit gut ausblenden konnte.
Wenn Vanessa Walder nicht hoffentlich noch weitere Bände schreiben würde, dann wären mir auch manche Handlungsstränge noch nicht abgeschlossen und zu viele Fragen offen. Aber da kommt bestimmt noch mehr… Potential ist da genug vorhanden.

Das Buch ist meiner Meinung nach geeignet für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die gerne auch einmal ein tiefgründige und anspruchsvollere Geschichten lesen und über Themen wie „Ausgrenzung“, „Akzeptanz“, „individuelle Stärken und Schwächen“, „schwieriges Verhalten“ etc. nachdenken oder dazu angeregt werden wollen.

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Es lebe die liebenswürdige Frechheit, die Individualität und die Freundschaft!

Spring! Vor allem über deinen Schatten von Mina Teichert

Die eher schüchterne, höfliche Pebbels trifft eines Tages auf die extrovertierte Coco, die fast nie ein Blatt vor den Mund nimmt und gerne laut flucht. Und wie das so ist: Gegensätze ziehen sich an. Pebbels und Coco werden dicke Freundinnen und die eine kann von der anderen allerhand lernen und zusammen macht das Leben einfach mehr Spaß und Abenteuer zu erleben ist doch auch richtig fly, oder?! Aber lest einfach selbst!

Mit ihrem Buch „Spring! Vor allem über deinen Schatten“ ist Mina Teichert wieder ein wunderbares, jugendgerechtes, lebendiges, humorvolles und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 224 Seiten umfasst.

Es ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber bestimmt auch für Jungs lesenswert.

Mina Teichert gelingt es in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders toll finden wir es, wie sie auf das Thema „Introvertiertheit und Extrovertiertheit“ eingeht und hier viele Aspekte angeht, die zum Nachdenken anregen und auch zum Darüberschmunzeln. Sie nimmt die Themen Freundschaft, Erwachsen-Werden, Schule, Selbstbewusstsein ernst, schafft es aber dennoch den nötigen Humor mit in die Geschichte hineinzubringen. Dadurch gelingt es der Autorin, dass die Leser sofort einen Bezug zu ihrer eigenen Realität herstellen können, sich selbst in die Geschichte hineinversetzen können und das Interesse an der Geschichte natürlich absolut gesteigert wird.

Prima gefallen haben uns die so unterschiedlichen Protagonistinnen Pebbels und Coco. Wir konnten prima mit ihnen mitfühlen, uns mitfreuen, uns mit ihnen ärgern und auch mitfluchen.
Vor allem in Bezug auf das Thema „Freundschaft“ hat sich Pebbels toll entwickelt und herausgefunden, auf welche Freunde sie zählen kann. Und sie konnte doch tatsächlich „über ihren Schatten hüpfen“ – und wir wissen alle, wie schwer das oft ist!
Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel Maris, Gerda, Mira usw. gefallen uns richtig gut und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.
Wer weiß, was sich daraus vielleicht in weiteren Bänden noch entwickeln wird?!

Was für ein schönes Buch! Es strotzt vor lauter Lebendigkeit und Lebenslust.
Es lebe die liebenswürdige Frechheit, die Individualität und die Freundschaft!

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Eine wunderbare, authentische, kurzweilige Reise auf die Alp! Sehr lesenswert!

Bergsommer von Katharina Afflerbach

„Bergsommer: Wie mir das Leben auf der Alp Kraft und Klarheit schenkte – Eine wahre Geschichte““ von Katharina Afflerbach verfasst ist 2019 im Verlag Eden Books erschienen und umfasst 256 Seiten.

Katharina Afflerbach steht erfolgreich in ihrem Beruf, findet jedoch hier nicht ihre Erfüllung und beschließt, für zunächst einen Sommer ihr Leben auf der Alp Salzmatt in den Schweizer Bergen zu verbringen.

Hier stehen ganz andere Dinge im Vordergrund als in der gewohnten Großstadt. Es heißt für Katharina das einfache Leben kennen zu lernen, schwere körperliche Arbeit zu leisten, mit der Natur zu leben, Tiere zu versorgen und die täglich anstehenden Arbeiten auf der Alp rund um die Uhr zu erfüllen. Und dies alles gibt ihr die Erfüllung, schenkt ihr Kraft und Zufriedenheit, Trost und Glück und geht soweit, dass sie sich auch noch für einen zweiten und dritten Aufenthalt in den Bergen entscheidet.

Die Autorin hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Meine Seiten sind dadurch nur so dahingeflogen und ich habe das Buch sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint.
Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen der Natur und der Tiere. Ziegen sind wohl wirklich einmalig ;-).
Für mich war das Lesen des Buches wie eine eigene, kleine Auszeit in den Schweizer Bergen. Ich war förmlich mittendrin und habe mich so wunderbar gut gefühlt. Vielen Dank dafür, liebe Katharina Afflerbach.
In der Mitte des Buches sind übrigens schöne Fotos von Katharinas Auszeit zu finden.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich mit jeder Zeile gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein tolles, sehr lesenswertes Buch!

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Eine tolle Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. Lesenswert!

Die Zarin und der Philosoph von Martina Sahler

„Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler ist 2019 im Verlag List Hardcover erschienen und umfasst 496 Seiten. Es handelt sich hier um den zweiten Band, der jedoch ohne Probleme unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann. Der erste Band trägt den Titel „Die Stadt des Zaren“.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Die junge Katharina krönt sich nach einem Putsch selbst zur Zarin.

Sie sieht sich als Nachfolgerin von Peter dem Großen und will Russland nach Westen öffnen. Doch die Welt hält den Atem an, kann man der Deutschen auf dem Zarenthron trauen? Preußens König Friedrich II. schickt einen Philosophen nach Petersburg, um die Pläne der neuen Herrscherin auszuspähen. Stephan Mervier ist beeindruckt von Katharina, von ihrer Klugheit, ihrem Charisma, aber Russlands Rückständigkeit und das Elend der Leibeigenen machen ihn wütend. Dabei wächst der Widerstand im Winterpalast längst heran. Eine enge Vertraute Katharinas kämpft auf Seiten der Unterdrückten. Stephan verliebt sich in die mutige Rebellin, die in großer Gefahr schwebt. Denn die Zarin fördert zwar Fortschritt, Bildung und die Wissenschaften, aber ihre Herrschaft ist absolut, und sie setzt ihre Macht mit äußerster Härte durch.

Martina Sahler schafft es mit ihrem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um Katharina der Großen zu ziehen. Ihre große Leidenschaft zu Russland, hier speziell auch Petersburg, und dessen ganzer Geschichte meint man förmlich in jeder Zeile zu spüren. Sahlers Buch lässt sich flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die gesamte Stimmung des wunderbar recherchierten Buches einfühlen. Martina Sahler hat ihr Buch mit vielen historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über Russland und Katharina die Große erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: „Die Zarin und der Philosoph“ ist ein unterhaltsames, kurzweiliges, lesenswertes Buch mit einer sehr gefühlvollen Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten und ich habe jede Seite genossen.
Ich freue mich jetzt auf weitere Bücher von Martina Sahler, denn „Die Zarin und der Philosoph“ war mein erstes von ihr und ich kann es wirklich empfehlen.

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Lebendig, lustig, lesenswert

Das Springende Haus. Einmal Hollywood und zurück von Marikka Pfeiffer

Lonni ist mit ihren Eltern aufs Land gezogen und hier ist es ihr ein bisschen langweilig, deshalb beschließt sie, auf Entdeckungstour zu gehen. Und so weit muss sie überhaupt nicht gehen, denn das Abenteuer wartet gleich nebenan. Dort wohnt nämlich Familie Wendelin samt ihren Tieren in einem springenden Haus.

Was das genau ist, ein „springendes Haus“, erfährt Lonni bald am eigenen Leib. Gemeinsam erleben sie viele spannende Dinge und auch einem Rätsel von den verschwundenen Großeltern der Wendelins kommt Lonni auf die Spur.
Von Langeweile ist ab sofort keine Rede mehr.
Im springenden Haus ist einfach immer etwas los und als Leser ist man mittendrin!

Mit ihrem Band „Einmal Hollywood und zurück“ aus der Reihe „Das springende Haus“ ist Marikka Pfeiffer ein ganz tolles Leseabenteuer gelungen, das 2019 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist und 123 Seiten umfasst.
Das Buch ist in 18 Kapitel gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen: Lonni und ihre Eltern und natürlich Familie Wendelin mit all den Tieren. Ebenso ist Frau Kiesewetter mit von der Partie, auch wenn sie eher zu den nervigen und unglaublich neugierigen Charakteren in diesem Buch gehört.
Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände und wollen das Rätsel um die Oktogone unbedingt lösen.
Passend zur Geschichte sind immer wieder wunderschöne Zeichnungen von Cathy Ionescu zu finden.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein turbulentes, phantasievolles, spannendes und lustiges Abenteuer mit dem springenden Haus erleben wollen. Es lässt sich auch prima vorlesen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.

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Eine wunderschöne und interessante Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Sehr empfehlenswert!

Fische, Fische überall von Britta Teckentrup

„Fische, Fische überall“ von Britta Teckentrup ist 2019 in der deutschen Ausgabe im Prestel Verlag erschienen und umfasst 32 Seiten.

Das Buch ist eine unglaublich tolle Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Zunächst springen einem die wunderbar gemalten Bilder ins Auge, allen voran das Cover, das sehr farbenfroh und leuchtend und in Goldtönen schillernd gestaltet ist und auch haptisch hebt es sich von „normalen“ Bilderbüchern ab.

Meine beiden Kinder haben es sofort als „einen echten Schatz“ tituliert. Die Bilder setzen sich auch auf künstlerischer Ebene im Buch fort und sie bereichern und unterstützen die vielen Sachinformationen ganz hervorragend. Der Leser und Betrachter findet hier beispielsweise Informationen über die vielen verschiedenen Fischarten, über den unterschiedlichen Lebensraum, über die Nahrungssuche, Überlebensstrategien, über das Verhältnis von Menschen und Fischen und vieles mehr.

Britta Teckentrup gelingt es, die Faszination in Bezug auf Fische mit ihrem Buch in Bild und Schrift auf Alt und Jung zu übertragen
Meinem Sohn haben besonders gut die zahlreichen Bilder und hier kleine eingebaute Aufgaben gefunden, wie zum Beispiel: Kannst du das Borstenmaul finden? Und besonders fasziniert war er von der Doppelseite „Das tiefe blaue Meer“. Hier gab es für ihn so vieles zu entdecken und die Tiefe des Meeres und das Leben der unterschiedlichen Fische dort haben wirklich eine ganz besondere Magie in sich.

Fazit: Bei Britta Teckentrups „Fische, Fische überall“ handelt es sich um ein außergewöhnlich gute Mischung aus Bild- und Sachbuch, das hoffentlich in viele Büchereien, Kindergärten, Klassen- und Kinderzimmern Einzug finden.
Wir empfehlen es sehr gerne weiter.

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So macht Lesen Spaß!

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen von Gina Mayer

Violet hat von ihrer Tante Abigail den Auftrag bekommen, ihren Kater Lord Nelson zu füttern, doch der ist einfach nicht zu finden und komischerweise stellt sich heraus, dass auch Lucys Katze Samy verschwunden ist und auch der Kater vom Frisör und viele andere. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

Violet geht der Sache gemeinsam mit Lady Madonna auf den Grund und zum Glück hat sie da dieses tolle magische Talent…

Mit ihrem ersten Band „Die verschwundenen Katzen“ aus der Reihe „Der magische Blumenladen für Erstleser“ ist Gina Mayer ein wunderbares, geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag 2019 erschienen ist und 59 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache in kurzen Sätzen zu lesen. Also absolut für Lesestarter geeignet. Es ist in fünf kurzweilige Kapitel unterteilt.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne Zeichnungen von dem Illustrator Horst Hellmeier zu finden. Sie veranschaulichen und unterstreichen das Gelesene und sind gerade für Erstleser sehr motivierend und erleichtern das Lesen.

Fazit: Wir sprechen eine Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesefreude ist hier 100%ig garantiert und bei uns ist die Lesemotivation deutlich gestiegen.

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Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann von Genovesi Fabio

„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 408 Seiten.

Der achtjährige Fabio wächst in der unglaublichen, italienischen Familie der Mancinis auf: er hat neben seinen Eltern und Großeltern gleich noch zehn weitere Großväter, die unverheirateten Brüder seines Opas.

Fabio steht also im absoluten Mittelpunkt der großen Familie und natürlich möchte jeder der teilweise auch schrulligen Charaktere viel Zeit mit ihm verbringen und ihn auf das „echte“ Leben vorbereiten. Erst in der Schule bemerkt Fabio, dass es auch noch gleichaltrige Kinder gibt, doch da ist er längst ein Außenseiter.
Als sein Vater durch einen Unfall ins Koma fällt, gelingt es Fabio durch seine eigene Art, zu ihm durchzudringen.

Fabio Genovesi gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, unglaublich anschaulichen, poetischen und dabei auch so humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er lässt den jungen Protagonisten Fabio, die Welt der Erwachsenen immer so gut und klug erklären und verstehen und bringt sehr viel Gelassenheit in die Geschichte der oftmals so skurrilen Personen.
Die Botschaft des Buches lautet in meinen Augen: Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger, humorvoller und lesenswerter Roman, der mir sehr viele Glücksmomente beim Lesen schenkte und bei dem man unweigerlich ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.
Es war für mich ein sehr schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Fabio und seiner großen Familie einzutauchen.
Ich kann es jedem nur weiterempfehlen.

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Leider nicht wie erwartet

Blackwood von Sabbag Britta

„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage.

Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...

An dieses Buch bin ich mit sehr hohen Erwartungen herangegangen und letztendlich überwiegt in mir die Enttäuschung, aber warum?
Ich bin in meiner Buchhandlung auf das Buch wegen des Covers gestoßen. Es ist in meinen Augen eines der schönsten Cover, die ich kenne. Auch der Klappentext hat mich total angesprochen und ich habe mir eine spannende, tiefgründige Auseinandersetzung der Protagonistin mit sich selbst, einem Rück- und Vorblick in das eigene Leben erwartet und dazu etwas von dem Zauber, der Irland und seine Natur und das Geheimnisvolle dieser Insel ausmacht.
Letztendlich bin ich enttäuscht, weil die Charaktere in meinen Augen zu wenig ausgearbeitet sind, weil die Briefe, so wenig im Mittelpunkt stehen, weil es viel zu sehr um die Probleme der Teenies Gesine, Adrian etc. geht und weil ich das Buch zu oft als langweilig empfunden habe. Die Geschichte hat meinen Geschmack nicht getroffen. Ich denke, dass man auch viel mehr aus dem „Libellenthema“ hätte machen können und das geheimnisvolle, mystische Irland etwas mehr hätte einbeziehen können.

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