Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Ein wunderschönes, mutmachendes Abenteuer
Nobbi, der Mutmachhase (Band 1) von Maike Bollow; Judith Allert
„Nobbi, der Mutmachhase“ von den Autorinnen Maike Bollow und Judith Allert und der Illustratorin Stefanie Reich ist im Febraur 2020 im Edel:KidsBooks-Verlag erschienen. Das Bilderbuch umfasst 32 Seiten.
Schon durch das Cover sind Nobbi und seine Freunde mitten in unser Herz gehüpft. Nobbi, der Mutmachhase ist quirlig, absolut hilfsbereit und er hat für seine Freunde immer einen guten Tipp bereit und hilft ihnen, ihre Ängste zu überwinden.
So benötigt zum Beispiel das kleine Vögelchen ein bisschen Mut, damit es sich traut, loszufliegen und auch dem Siebenschläfer und dem Igel kann Nobbi bei ihrem Problem etwas Mut zusprechen. Auch die Eule wird tatkräftig unterstützt.
Nobbi ist eben ein echter Mutmachhase und er hat für all seine Freunde ein offenes Ohr und in seinem wunderbaren Mutmach-Beutelchen versteckt sich auch der ein oder andere Hilfsgegenstand.
Der Umgang mit Ängsten und das Thema „Mut“ ist bei Kindern immer wieder sehr präsent und stammt wirklich aus der Alltagswelt von Kindern. Die Autorinnen sind an diese Thema ganz wunderbar und kindgerecht herangegangen und so können sich die kleinen Leser sicherlich ganz wunderbar mit Nobbi und seinen Freunden identifizieren.
Der Vorlesetext ist klar verständlich und die Illustrationen von Stefanie Reich unterstützen und erweitern das Gelesene ganz wunderbar. Auf den Bildern gibt es viel zu entdecken, wobei sie aber nicht zu überladen sind und man merkt, dass in der Geschichte und der textlichen und zeichnerischen Umsetzung ganz viel Herzblut steckt.
Prima gefällt uns auch die Dreiteilung der Geschichte, so kann die Vorlesedauer an das jeweilige Kind angepasst werden.
Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Das Bilderbuch ist zum Vorlesen sicherlich für Kinder ab 3 Jahren geeignet.
Enttäuschende Geschichte, die sicherlich Potenzial gehabt hätte
Die Liebe einer Tochter von Deborah Moggach
„Die Liebe einer Tochter“ von Deborah Moggach ist 2020 im Insel Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 262 Seiten.
Der Witwer und ehemalige Professor James steht am Ende seines Lebens und ist oft mürrisch und unzufrieden. Wohl aus diesem Grund hat er schon einige Haushaltshilfen vertrieben.
Seine beiden Kinder Phoebe und Robert können und wollen sich nicht um ihn kümmern. Eines Tages zieht dann Mandy, die neue Pflegekraft, bei ihm ein und vieles an James beginnt sich zu ändern. Er scheint sich für Dinge zu interessieren, die in der Vergangenheit so überhaupt nicht sein Fall waren. Phoebe und Robert beginnen sich darüber zu wundern und fragen sich, wie dieses Umdenken ihres Vaters Mandy gelungen ist. Wer ist denn diese Mandy überhaupt? Verfolgt sie irgendeinen Plan? Was hat sie vor?
Deborah Moggach gelingt es in ihrem Roman dem Leser anfangs mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Sie schreibt zunächst flüssig und auch mit dem gewissen britischen Humor. Sie arbeitet die vorkommenden Personen sehr detailgetreu und tiefgründig aus und es scheint sich eine spannende Familiengeschichte zu entspinnen. Doch schon bald hat mich die Geschichte durch die dann leider oft langatmige Handlung verloren und die vorkommenden Charaktere waren mir allesamt nicht zugänglich und auch unsympathisch.
Die Autorin wechselt in ihrer Geschichte immer wieder die Perspektiven, was ich als Leser dann wieder interessant gefunden habe.
Fazit: Ich bin hin und her gerissen, denn auf der einen Seite fand ich wie beschrieben die Charaktere sehr tiefgründig ausgestaltet, allerdings waren sie mir allesamt nicht sympathisch. Zudem zog sich die eigentliche Handlung oftmals sehr in die Länge bzw. wurden Rückblicke gegeben, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.
Eine klare Leseempfehlung kann ich also nicht geben.
Ich heb ab und freue mich auf meinen Balkongarten dank der vielen Hinweise und Tipps in diesem wunderbaren Buch
Dein fantastischer Balkongarten von Fühl dich Löwenzahn
„Dein fantastischer Balkongarten – Ernten bis zum Abheben“ von den „Löwenzähne“ und Freunden ist 2020 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst 164 Seiten.
In meinen Fingern kribbelt es total und am liebsten möchte ich sofort damit beginnen, meinen Balkon zu bepflanzen. Das Buch gibt so viele Ideen und Inspirationen, so dass sicherlich jeder Balkongärtner fündig wird und sich auch alte Hasen noch den ein oder anderen Tipp abholen können.
Und um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin sehr begeistert von diesem Buch.
Es ist aufgeteilt in zwei übergeordnete Kapitel.
Der erste Teil „Planen, anpacken… Erntespaß“ gibt unzählige hilfreiche Tipps wie man die Bepflanzung eines Balkons angehen kann, an was zu denken ist, was man benötigt, in welchem Monat welche Pflanzen gesät oder gesetzt werden sollten. Auch auf die Anzucht der Pflanzen wird eingegangen und man erfährt beispielsweise, wie man selbst Zeitungspapiertöpfchen anfertigt und wie man aus einem Samenkorn einen Keimling und dann eine starke Balkonpflanze heranwachsen lässt. Zudem werden auch Informationen zur richtigen/passenden Erde, zur Düngung und auch zum wassersparenden Prinzip des Mulchens gegeben.
Der zweite Teil „Was wächst denn da? Mein Abendessen, Cocktailkräuter, Pilzdelikatessen, Winterradieschen“ bietet neun ganz unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen :
- Sundowner-Balkon: Happy Hour mit frischen Kräutern
- Knack & Snack: Euch nasch ich in der Hängematte
- Immer schön hereingeflogen: Rosige Zeiten für wilde Nützlinge
- Keine Zeit? Pflegeleichtes Grünzeug für Vielbeschäftigte
- Hier sprießt doch was: Pilz-Challenge auf 2 m²
- Willkommen im Dschungel: Gemüse, das in den Himmel wächst
- Ab in die Gemüsekiste! Und dann in den Kochtopf! Yummy!
- Winter, Gemüse & Balkon: Eine knackfrische Dreieicksgeschichte
- Der Tomatillo so nah: Urlaubsgemüse auf Balkonien
Richtig gut gefallen hat mir hier, dass es sich um keine starre Bepflanzungsanregung handelt, sondern dass man jedes Motto ganz an seinen persönlichen Geschmack anpassen kann und das wirklich rund um das ganze Jahr.
Da unser Balkon etwas im Schatten liegt möchten wir uns nun unbedingt an das Abenteuer mit den Pilzen wagen und haben dazu wirklich viele Informationen in diesem Buch bekommen und zusätzlich werden am Ende des Buches noch weitere Quellen verraten, bei denen man noch mehr Infos einholen kann und auch Bezugsmöglichkeiten werden genannt, bei denen man allerhand für den Balkongarten erwerben kann, wie zum Beispiel Samen, Pflänzchen, Pilzbrut usw.
Dem Autorenteam gelingt es mit seinen persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser die Leidenschaft für das Balkongärtnern nahezubringen. Diese Leidenschaft und Freude beim Gärtnern wird auf eine sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise übertragen. Viele Tipps und Tricks lassen das Buch zu einem absoluten Leseabenteuer für Anfänger und Fortgeschrittene werden
Ein wirkliches Highlight innerhalb des Buches sind auch die wunderschönen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass hier Tet und Gestaltung Hand in Hand gehen und alles ganz wunderbar aufeinander abgestimmt ist.
Erwähnen möchte ich unbedingt auch, dass das Buch klimapositiv hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt und plastikfrei verpackt wurde. Einfach so stimmig!
Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Gärtnern auf dem Balkon“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrene Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
Ein Loblied auf den Aal
Das Evangelium der Aale von Patrik Svensson
„Das Evangelium der Aale“ von Patrick Svensson ist im Januar 2020 im Carl Hanser Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 256 Seiten. Der Autor ist selbst an der schwedischen Küste aufgewachsen.
Die Geschichte des Aals ist eine alte und lange und die Tiere haben schon viele Menschen in ihren Bann gezogen – sei es Aristoteles, Sigmund Freud oder auch Günther Grass.
All dies und noch viel mehr wissenschaftliche Fakten erfährt man in diesem Buch: Geheimnisvolles, Unheimliches, Faszinierendes, Überraschendes. Die Erforschung des Aales ist vielfältig und bis zum heutigen Tag nicht ganz geklärt.
Der Autor ist vom Aal ebenso fasziniert und so baut er in seinem Buch einen Erzählstrang auf, der all dem Wissen gewidmet ist, dass er sich im Laufe der Zeit über den Aal angeeignet hat. Gegen Ende des Buches versucht er dann auch all dem gesammelten Wissen eine philosophische Deutung zu geben, was in meinen Augen jedoch etwas zu weit hergeholt ist. So ist es mir unter anderem nicht nachvollziehbar, wie der Zusammenhang zur Unsterblichkeit hergestellt werden kann.
Einen zweiten Erzählstrang widmet Patrick Svensson seinem Verhältnis zu seinem verstorbenen Vater, mit dem er oft Aale angeln gegangen ist. Er blickt auf die gemeinsamen Erlebnisse sehr liebevoll zurück.
Patrick Svensson gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen flüssigen, ruhigen und poetischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er beschreibt den Aal aus ganz verschiedenen Perspektiven und das habe ich bisher bei keinem „Sachbuch“ so erlebt. Dies hat mich fasziniert und verdient in meinen Augen absolute Hochachtung. Die Faszination am Thema Aale von Patrick Svensson ist deutlich zu spüren und sprachlich ist dieses Buch ein wirklicher Genuss.
Bewundernswert finde ich es, wie es dem Autor gelungen ist, dass das Buch trotz seiner vielen wissenschaftlichen Fakten kein Sachbuch geworden ist, sondern ein Roman.
Fazit: Patrik Svensson hat mich in eine für mich absolut neue und interessante Welt blicken lassen. Dafür bedanke ich mich sehr. Seine Faszination hat sich jedoch auf mich nicht vollständig übertragen und streckenweise waren mir die Ausführungen zu lang, was ich auf mein persönliches Nicht-Verbundensein mit den Aalen zurückführe und auf die mir teilweise zu philosophischen Abhandlungen über den Aal.
Ehrlich, berührend, erschreckend!
Klara vergessen von Isabelle Autissier
„Klara vergessen“ von Isabelle Autissier ist 2020 im Mare-Verlag erschienen. Der berührende und feinsinnig geschriebene Generationenroman umfasst in der gebundenen Ausgabe 336 Seiten.
Die Autorin Isabelle Autissier erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte von Juri und seiner Familie.
Juri arbeitet als Ornithologe in den USA und bekommt eines Tages die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt. Er reist zurück in „sein“ Land, zu seinem Vater und seine bis dato verdrängte unglückliche und schwere Familiengeschichte bricht über ihn herein.
Seine Großmutter Klara, eine Wissenschaftlerin, wurde vor den Augen ihres sechsjährigen Sohnes Rubin (Juris Vater) eines Nachts aufgrund von Spionagevorwürfen abgeholt und nicht mehr wiedergesehen. Dies hatte nicht nur Auswirkungen auf Rubin und seinen Vater, sondern auch auf die Folgegeneration, also Juri. Juri arbeitet seine Geschichte auf die Bitte seines Vaters auf, indem er sich auf die Suche nach Spuren von Klara macht.
Wichtig für die Geschichte von Juri und seiner Familie sind auch der historische Hintergrund zur Zeit Stalins, die ständige Überwachung, die permanente Angst etwas Falsches zu sagen oder zu tun, der Neid, die Denunziation, aber auch der Stolz auf das eigene Volk und die Liebe zum Vaterland.
Isabelle Autissier schafft es das schwere Thema über Juris Familiengeschichte gekonnt anzugehen. Ihr Buch lässt sich trotz des „harten“ Themas flüssig lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die Geschichte einfühlen. Isabelle Autissier schreibt detailliert, ruhig, tiefsinnig und sie trifft ihre Leser mitten ins Herz.
Besonders gut haben mir auch die Beschreibungen der Natur gefallen, die im Buch immer wieder auftauchen.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus, das bei jedem Leser sicherlich lange nachwirken wird.
Ein tolles Kinder-Sachbuch auf den Spuren Alexanders des Großen
Alexander der Große und die Grenzen der Welt von Maria Regina Kaiser
„Alexander der Große und die Grenzen der Welt “ von der Autorin Maria Regina Kaiser und dem Illustrator Klaus Puth ist 2020 im Impian Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 144 Seiten. Es ist geeignet für Kinder ab 11 Jahren.
Das Buch ist eine wunderbar gelungene Mischung aus Kinder- und Sachbuch und das sowohl von der Geschichte des Sandalenbinders Nikandros als auch vom umfassenden Sachteil am Ende eines jeden Kapitels.
Zu Beginn eines jeden Kapitels steht ein Teil der fortlaufenden Geschichte des Sandalenbinders Nikandros. Dieser begleitet Alexander den Großen auf seinem großen Feldzug. Nikandros fungiert hier als Beobachter und schreibt seine Erlebnisse und Gedanken nieder. Er äußert sich reflektierend und betrachtet das Handeln vom König der Makedonen durchaus kritisch. Nikandros berichtet vom Alltag im Feldlager von Alexander dem Großen, und von den vielen Schlachten und ruhmreichen Siegen.
Im Anschluss an die Geschichte von Nikandros sind zahlreiche historische Fakten und viele Erklärungen zur damaligen Zeit zu finden. Diese sind in kindgerechte Häppchen verpackt und machen neugierig auf die Zeit um Alexander den Großen, die damaligen Lebensumstände, Anschauungen, aber auch den ganz normalen Alltag und beispielsweise die Mode zur damaligen Zeit. Viele Abbildungen unterstreichen und verdeutlichen das Gelesene.
Regina Maria Kaiser schafft es gekonnt, packend, mit dem nötigen Quäntchen Humor und spannend zu schreiben und dabei historische Fakten einfließen zu lassen. Hier wird Geschichte erlebbar und es macht unglaublich viel Spaß, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte um Alexander den Großen hat mich und meine Tochter hier einfach nur fasziniert.
Unbedingt erwähnen möchte ich auch den Illustrator Klaus Puth, der durch seine Zeichnungen im comicartigen Stil vieles erklärt und nochmals veranschaulicht. Sein Stil spricht die Leser an und man merkt den Zeichnungen an, dass auch hier sehr viel Hintergrundwissen zur Geschichte um Alexander den Großen steckt. Wir sind total begeistert!
Fazit: Mir hat das Buch richtig gut gefallen.
Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch in viele Kinderzimmer, Bibliotheken und Klassenzimmer einzieht, denn da gehört es meiner Meinung auf alle Fälle hin.
Von mir gibt es eine absolute Lese-Empfehlung!
So ein wunderbares Buch - ein echtes Erlebnis!
Von Menschen, die mutig aus der Reihe tanzen!
Stories for Kids Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein von Ben Brooks
Nachdem uns (Mama und 12jährige Tochter) schon die Bände „Good Night Stories for Rebel Girls“ und „Stories for Boys Who Dare to be Different“ von Ben Brooks richtig gut gefallen und fasziniert haben, waren wir sehr gespannt auf das Buch „Stories for Kids Who Dare to be Different – Vom Mut, anders zu sein“ und wir wurden wirklich nicht enttäuscht.
Nein, im Gegenteil, wir wurden wieder von so vielfältigen Geschichten überrascht, von Männern, Frauen, Kindern, die großartiges bewirkt haben und immer noch dabei sind, es zu tun, die gegen den Mainstream schwimmen, die mutig und tapfer sind und sich gegen den Wind stellen, die nicht aufhören, an sich oder eine Sache zu glauben, auch wenn ihnen allerhand anderes erzählt wird und die letztendlich gefeiert werden dafür im Stillen und auch in der Öffentlichkeit.
Wir haben die Geschichten voller Faszination gelesen und sind nachhaltig beeindruckt. Manche Personen haben wir schon gekannt, andere noch nicht.
Prima gefallen hat uns die Aufmachung des Buches, denn jeder Person (es werden insgesamt 100 Menschen unter die Lupe genommen) ist immer eine Doppelseite gewidmet. Auf der einen Seite findet man Informationen zur Geschichte der jeweiligen Person und auf der anderen Seite ist eine dazu passende, aussagekräftige Zeichnung zu finden.
Das Buch „Stories for Kids Who Dare to be Different“ von Ben Brooks umfasst in der gebundenen Ausgabe 208 Seiten und ist im Loewe Verlag 2019 erschienen. Wir empfehlen es Lesern ab 12 Jahren.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Leser, die sich für Menschen interessieren, die tapfer und mutig sind und gegen den Strom schwimmen und die nicht unbedingt den gängigen Klischees entsprechen. Das Buch ist faszinierend, lädt immer wieder zum Hineinblättern ein und wird von uns ganz sicherlich noch oft zur Hand genommen werden.
Abenteuer, Winterzauber und ganz viel Pferdeliebe
Wolfspferd von Sabine Giebken
Tala träumt von mehr als nur die Erwartungen ihres Vaters im Hinblick auf ihre Mädchen- und Frauenrolle zu erfüllen. Gerne würde sie die ganze Zeit mit ihrer geliebten Albinostute Saphira durch die Wälder ziehen, aber sie hat eben ihre Rolle zu erfüllen. Auch Saphira wird vom Leithengst immer wieder in ihre Schranken verwiesen.
Tala und Saphira teilen also ihr Schicksal. Doch eines Tages sind das Mädchen und ihre Stute plötzlich die einzige Hoffnung für das Überleben des Stammes, denn das Lager wurde von Räubern überfallen und vollkommen zerstört. Tala und Saphira stellen sich der Herausforderung und ein großartiges Abenteuer beginnt.
Mit ihrem Buch „Wolfspferd“ ist Sabine Giebken ein abenteuerlustiges, spannendes und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Verlag Schneiderbuch erschienen ist und 224 Seiten umfasst.
Das Buch einfach und flüssig zu lesen und es packt einen von der ersten Seite an. Wir haben Tala und Saphira sofort in unser Herz geschlossen und die Landschaft, in der die Geschichte spielt ist einfach traumhaft beschrieben - der viele Schnee, die Kälte – wir konnten uns alles sehr gut vorstellen.
Prima haben uns die feinfühligen Schilderungen über die Freundschaft zwischen Tala und Saphira gefallen. Sie verbindet ein ähnliches Schicksal, denn sie wollen zeigen, das mehr und auch anderes in ihnen steckt, als andere von ihnen erwarten.
Ein bisschen enttäuscht waren wir leider von dem schnellen Ende.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die ein spannendes und pferdeverliebtes Abenteuer vor einer zauberhaften Winterkulisse erleben wollen.
Ein wundervoller, berührender, tiefsinniger und dichter Roman über die Liebe des Lebens
Weil du es bist von Sabine Nagel
„Weil du es bist“ von Sabine Nagel verfasst ist 2011/19 im Verlag BoD erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 474 Seiten.
Fredi und Sascha lernen sich ganz unverhofft kennen und schon nach kurzer Zeit merken beide, dass sie ihre große Liebe kennen gelernt haben. Doch die Beziehung der beiden ist alles andere als leicht – nicht für Fredi und auch nicht für Sascha.
Sascha sitzt nämlich seit einem Unfall vor ungefähr zwei Jahren im Rollstuhl und er fängt gerade erst damit an, die Tatsache, dass er vom Rollstuhl abhängig ist, zu begreifen und zu verarbeiten und Fredi ist zunächst völlig „naiv“. Beide erleben nun gemeinsam und auch einzeln verschiedene Höhen und Tiefen. Eines ist beiden aber immer klar, nämlich: das ist Liebe!
Sabine Nagel hat in ihrem Buch einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam, tiefsinnig, berührend… Ach, ich mag gar nicht aufhören, davon zu schwärmen, denn der Schreibstil hat mir einfach so sehr zugesagt und ich habe die ganze Geschichte einfach sehr genossen. Sabine Nagel hat es von der ersten Seite an geschafft, dass ich das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen wollte, ich war einfach so sehr in der Welt von Fredi und Sascha gefangen und es hat mich wirklich tief berührt. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in die beiden Protagonisten hineinversetzen.
Man merkt, dass Sabine Nagel viel Herzblut in ihr Buch gesteckt hat und jedes Wort sehr bewusst und voller Gefühl geschrieben hat.
Sie hat die Thematik der Liebesbeziehung zwischen einem Menschen, der durch einen Unfall querschnittsgelähmt ist, und einem körperlich nicht beeinträchtigten Menschen sehr feinfühlig und realistisch beschrieben – in Höhen und Tiefen. Ebenso wie die Reaktionen der Mitmenschen zu dieser Liebesbeziehung.
Dies hat mich selbst sehr bereichert. Ich habe Fredi und Sascha fest in mein Herz geschlossen und dieses Buch wird sicherlich noch lange in mir nachwirken.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich wunderbar unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein toller Roman, ein wunderbares Leseerlebnis. Vielen lieben Dank hierfür!
Ein wunderbares Jugendbuch mit ganz viel Gefühl
Würdest du lieber fliegen oder unter Wasser atmen können? von Anne Kröber
Lucies Mama ist gerade an Krebs gestorben und nun muss die 17-jährige Lucie, die ohne Vater aufgewachsen ist, die gemeinsame Wohnung räumen. Beim Ausmisten fallen ihr Briefe eines unbekannten Mannes an ihre Mutter in die Hände und Lucie kommt der Gedanke, dass es sich dabei um ihren Vater handeln könnte.
Jedoch wohnt dieser nicht gleich um die Ecke, sondern die erste Spur führt nach Amerika. Lucie begibt sich voller Hoffnung auf die Reise. Bald schon wird sie von neuen Freunden auf ihrem großen Abenteuer begleitet und gemeinsam erleben sie so manches.
Mit ihrem Jugendbuch „Würdest du lieber fliegen oder unter Wasser atmen können?“ ist Anne Kröber wieder ein wunderbares und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das 2019 erschienen ist und in der Taschenbuchausgabe 304 Seiten umfasst.
Anne Kröber gelingt es in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen und flüssig zu lesenden Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders toll finde ich es, wie feinfühlig sie auf die unterschiedlichen Gefühle der vorkommenden Personen eingeht und hier viele Aspekte angeht, die zum Nachdenken und Mitfühlen anregen und auch zum Darüberschmunzeln. Sie nimmt die Themen Freundschaft, Erwachsen-Werden, Erste Liebe, Selbstbewusstsein, Umgang mit Trauer ernst, schafft es aber dennoch die nötige Leichtigkeit mit in die Geschichte hineinzubringen. Dadurch gelingt es der Autorin, dass die Leser sofort einen Bezug zu ihrer eigenen Realität herstellen können, sich selbst in die Geschichte hineinversetzen können und das Interesse an der Geschichte natürlich absolut gesteigert wird.
Prima gefallen hat mir die Protagonistin Lucie. Ich konnte prima mit ihr mitfühlen, mich mitfreuen und auch traurig sein mit ihr.
Vor allem in Bezug auf das Thema Freundschaft bzw. Liebe hat sich Lucie toll entwickelt und letztendlich doch die so richtige Entscheidung getroffen.
Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel Tom und Tessa gefallen mir richtig gut und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.
Was für ein schönes Buch! Es war für mich ein richtiger Lesegenuss, in die Welt von Lucie einzutauchen.











