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Rezensionen von BarbaraM:
Ein Brotbackbuch mit Herz und ganz viel Seele
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht“ von Elisabeth Ruckser ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebunden Ausgabe 216 Seiten.
Allein schon beim Betrachten des Coverbildes läuft einem das Wasser im Munde zusammen und man meint das Brot förmlich riechen zu können und die Kruste knacken zu hören.
Dieses tolle Brotbackbuch macht Lust darauf, einfach loszubacken. Es legt Grundlagen bezüglich des Brotbackens, der benötigen Zutaten und Utensilien, erzählt persönliche Geschichten der Bäckerinnen/Bäuerinnen, die ihre Lieblingsrezepte vorstellen und unterstreicht alles durch wunderschöne Fotos von Sonja Priller.
Das Buch ist untergliedert in zwei große Kapitel:
1. Mehl, Wasser, Salz und Liebe und
2. Die Bäuerinnen und ihre Brotrezepte
Im ersten Teil werden wichtige Grundlagen gelegt. Dies führt vom Getreide, der Hefe und Milchsäurebakterien, dem Brotgewürz, dem Sauerteig und anderen Vorstufen bis hin zum „richtigen“ Kneten, Formen und Wirken des Teiges und letztendlich zum Ofen, der Temperatur, dem Dampf und Kleinigkeiten, die sonst noch hilfreich sind beim Brotbacken.
Der zweite Teil ist dann den Bäuerinnen und ihren Brotrezepten gewidmet. Jede Bäuerin wird zunächst dargestellt und einiges aus ihrem Leben oder von ihrem Hof wird berichtet. Als Leser bekommt man also einen kleinen, schönen Einblick in das Leben und ist gleich mit der jeweiligen Person verbunden. Danach stellt die Bäuerin ihre Lieblingsrezepte vor. Hierbei handelt es sich nicht „nur“ um Brote, nein es gibt auch Rezepte für Brötchen, süßes Brot, Stangen, Tortillafladen und vieles mehr. Die Rezepte umfassen beispielsweise Zutaten wie Zucchini, Feta, Müsli, wilde Kräuter, Balsamico, Brote mit Sauerteig und ohne und auch die Art des verwendeten Getreides ist sehr vielfältig. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass die Rezepte so unterschiedlich und vielfältig sind wie eben auch die Bäuerinnen. Sicherlich lohnt sich jedes einzelne dafür, nachgebacken zu werden.
Die einzelnen Rezepte sind in einer klar verständlichen Sprache verfasst und leicht nachzuvollziehen. Viele Fotos, zum Teil auch Schritt-für-Schritt-Fotografien erleichtern zudem das Gelesene und unterstützen den Leser und zukünftigen Brotbäcker.
Es gibt Rezepte für Anfängern mit einfacheren Rezepten und diese machen Mut, sich an das Brotbacken zu wagen und dann findet man auch Rezepte auf einem höheren Niveau.
In diesem Buch findet sicherlich jeder ein Brotrezept, das zu ihm passt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass es zu jedem Rezept einen sogenannten „Backfahrplan“ gibt. Hier kann man als Leser auf einen Blick sehen, wie viel Zeit man für das Vorbereiten und Backen des Brotes benötigt.
Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht.
Fazit: Das Buch „Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht“ lädt zum Backen und Ausprobieren ein.
Ich persönlich habe jetzt schon einige Rezepte ausprobiert und es war für mich jedes Mal ein tolles und genussreiches Erlebnis. Es war überhaupt nicht schwer und hat mir viel Spaß gemacht! Ich werde sicherlich noch zahlreiche Rezepte aus diesem Buch nachbacken – die Auswahl ist einfach so groß und meine Brotbacklust wurde richtig geweckt.
Der mutige und atemberaubende Lebensweg der Tamika Campbell
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„Wie die Freiheit schmeckt – Wie ich einer Sekte entkam und das Leben entdeckte“ von Tamika Campbell und Denise Linke ist 2020 im Berlin Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 224 Seiten.
Tamika Campbell ist heute eine bekannte Komikerin und ich konnte mir – bevor ich ihre Biographie gelesen habe – nicht annäherungsweise vorstellen, welche erschreckende Vergangenheit hinter dieser starken Frau steckt.
Tamika Campbell wurde in die Ansaaru Allah Community in New York hineingeboren. Sie wurde dort eingesperrt, von der Außenwelt abgeschottet und bereits in Kindesjahren psychisch und physisch schwer misshandelt. Sie erlebte Gewalt, sexuelle Übergriffe, Nahrungsentzug und dies unter anderem auch von ihrer leiblichen Mutter.
Mit dreizehn Jahren gelingt es ihr, die Community zu verlassen, sich ihren Lebensweg zu erkämpfen und heute stellt sie eine erfolgreiche Frau dar. Die Geschichte von Tamika Campbell zeigt ihren Mut, ihre Stärke, ihren Lebenswillen, ihren Drang nach Freiheit und ihre Fähigkeit, den Humor dabei nicht zu verlieren auf.
Heute lebt sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Deutschland.
Campbells Buch hat sich für mich meist flüssig lesen lassen. Manchmal ist ihre Erzählung etwas zu sehr von einem Erlebnis zum nächsten gehüpft, aber dies ließ sich wohl angesichts der vielen Geschehnisse an dabei geringen Seitenanzahl nicht vermeiden. Campbells Geschichte macht betroffen und rührt an und man muss vor dem Mut des dreizehnjährigen Mädchens, das die Sekte verließ, einfach nur den Hut ziehen und auch vor der Veröffentlichung ihrer Geschichte.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.
Ein berührender und tiefgründiger Roman
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„JuniNebel“ von Ute Ziskah ist 2020 im Eigenverlag herausgebracht worden und umfasst in der Taschenbuchausgabe 217 Seiten.
Bernard kehrt in seine Heimat zurück, nachdem er den Anruf bekommen hat, dass sein ihm verhasster Vater verschwunden ist. Er begibt sich auf die Suche nach seinem Vater und bemerkt, dass er dabei auch auf dem Weg zu sich selbst ist.
Unterstützt wird er vor allem durch Robert, einen Gefährten seines Vaters aus dem Krieg. Er lässt in Einblick nehmen in die vergangene, schicksalshaft tragische Welt seines Vaters. Diese Vergangenheit beeinflusste das Denken und Handeln seines Vaters so maßgeblich und erklärt für Bernard einiges. Er kommt seinem Vater Stück für Stück etwas näher.
Ute Ziskah gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren ruhigen, sehr sensiblen und äußerst atmosphärischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Der Spannungsbogen, ob Bernard denn nun seinen Vater finden würde oder nicht, war für mich durchgängig spürbar und ich fühlte ab der ersten Seite mit und konnte die Gedanken von Bernard und allen anderen gut nachvollziehen. Ute Ziskah beschäftigt sich in ihrem Roman sehr tiefgründig, aber auch behutsam und aufrichtig mit den psychischen Belastungen der Kriegsgeneration und den Folgen auf die weiteren Generationen: die falsche Interpretation der furchtbaren Einsamkeit, das Gefühl der Schuld, der Hilflosigkeit, des Nichtverstandenwerdens und auch des Nichtverstandenwerdenwollens, die Unnahbarkeit, des Verloren-Seins…
Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt. Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Feingefühl und Herz verfasst wurde.
Es war für mich ein eindrückliches Erlebnis, dieses Buch zu lesen und es ruft in meinen Augen dazu auf, hinter Dinge, Beziehungen, Menschen zu sehen.
Ein berührender, schöner und tiefgründiger Roman
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„Zwei Wochen im Juni“ von Anne Müller ist 2020 im Penguin Verlag herausgebracht worden und umfasst in der gebundenen Ausgabe 240 Seiten.
Die zwei unterschiedlichen Schwestern Ada und Toni treffen sich in ihrem alten Elternhaus an der Ostsee. Die Mutter der beiden ist vor kurzem verstorben und nun wollen sie das Haus verkaufen und müssen es deshalb ausräumen.
In beiden steigen dabei Erinnerungen an die Kindheit auf, die sie nochmals teilen, aufarbeiten, mit der Gegenwart vergleichen und neue Entschlüsse fassen.
Anne Müller gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und ruhigen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Bei mir sind die Seiten einfach nur dahingeflogen und ich habe dieses Buch in einem „Rutsch“ gelesen. Ich fühlte ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen anbelangt mit und konnte mich gut in die beiden Protagonistinnen hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen und teilen.
Gut gefallen hat mir auch, dass Anne Müller mithilfe von vielen Gegenstände im Haus die Erinnerungen an Geschehnisse in der Vergangenheit der beiden Schwestern festgemacht hat. Dies hat mich sehr an mich selbst erinnert, wenn mein Blick an vergangenen Dingen hängen bleibt oder ich Gerüche aufnehme, die Erinnerungen in mir aufsteigen lassen.
Fazit: Ein schöner, authentischer, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt und sich mit dem Thema „Abschiednehmen“ wunderschön auseinandersetzt. Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Herzblut verfasst wurde.
Es war für mich ein schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Ada und Toni einzutauchen.
Ein wunderbares Buch über die Geschichte Tibets und zweier tibetischer Freunde
Der Kaufmann und der Rinpoche von Aljoscha Long; Ronald Schweppe
„Der Kaufmann und der Rinpoche: Leben, Sterben und Dazwischen“ von Aljoscha Long und Ronald Schweppe verfasst ist 2020 im Diederichs Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 240 Seiten.
Gleich zu Beginn möchte ich anmerken, dass es sich hier um ein wirklich sehr lesenswertes, tiefsinniges und berührendes Buch handelt, das ich schon jetzt zu meinen persönlichen Highlights 2020 wähle.
Dorjee Wanchuck und Sonam Tsering sind seit Kindesbeinen an wirkliche Freunde. Zwar haben sie sich immer einmal wieder aus den Augen verloren, aber niemals aus dem Herzen. Dorjee und Sonam sind ganz unterschiedliche Wege in ihrem Leben gegangen. Dorjee strebte nach Macht und Geld und wurde letztendlich ein wohlhabender tibetischer Kaufmann und Sonam entschied sich für den Weg eines tibetischen, buddhistischen Mönches und ein Leben im Kloster. Als der Kaufmann im Sterben liegt, bittet er seinen Freund um die Lesung des Tibetischen Totenbuches, den Bardo Thödol. Sonam erfüllt seinem Freund diesen letzten Wunsch und begleitet ihn auf seinem Weg durch die Zwischenwelt, den Bardo. Auch hier erweisen sich beide als tief verbundene Freunde. Eingebettet ist diese wunderbare Freundschaftsgeschichte in die historische Geschichte Tibets.
Aljoscha Long und Ronald Schweppe haben in ihrem Buch einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam, tiefsinnig, berührend… Ach, ich mag gar nicht aufhören, davon zu schwärmen, denn der Schreibstil hat mir einfach so sehr zugesagt und ich habe die ganze Geschichte einfach sehr genossen. Die Autoren haben es von der ersten Seite an geschafft, dass ich das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen wollte, ich war einfach so sehr in der Welt von Sonam und Dorjee gefangen und es hat mich wirklich tief berührt. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in die beiden gegnsätzlichen Protagonisten hineinversetzen.
Man merkt, dass Aljoscha Long und Ronald Schweppe viel Herzblut in ihr Buch gesteckt haben und jedes Wort sehr bewusst und voller Gefühl und dem nötigen Wissen geschrieben haben.
Ich habe durch dieses Buch viel über den Buddhismus erfahren und auch über die Geschichte Tibets. Dies hat mich sehr bereichert und dieses Buch wird sicherlich noch lange in mir nachwirken.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich wunderbar unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und ich weiß nun ein bisschen mehr über die Grundgedanken des Buddhismus und die Geschichte Tibets.
Ein toller Roman, ein wunderbares Leseerlebnis. Vielen lieben Dank hierfür!
Hier wird Abenteuerlust geweckt
Das Museum der Welt von Kloeble Christopher
„Das Museum der Welt“ von Christopher Kloeble ist 2020 im dtv-Verlag erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 528 Seiten.
Bartholomäus, ein zwölfjähriger indischer Waisenjunge, begleitet die drei Brüder Schlagintweit auf ihrer Expedition durch das koloniale Indien und den Himalaya.
Dies ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass er ein Sprachtalent ist und als Übersetzer von den Brüdern „engagiert“ wird. Die Expedition findet im Jahr 1854 statt und wird von Alexander Humboldt unterstützt. Bartholomäus, der äußerst wissbegierig und talentiert ist, zeigt die Expedition aus ausschließlich seiner kindlichen Sicht auf und hat es sich zum Ziel gesetzt, das erste Museum Indiens zu gründen.
Christopher Kloeble gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, luftigen und humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen.
Sehr genossen habe ich es, so viele unterschiedliche Eigenschaften der Menschheit in einem Buch vorzufinden – von Liebe bis zum Hass, von Weiß bis Schwarz und dazwischen alle Grau-Schattierungen, - von westlicher Überheblichkeit, der Arroganz der Mächtigen im eigenen Land, von der Suche nach der Identität und Heimat, von Liebe, kindlicher Naivität, Neugierde, Forscherdrang…
Das war für mich absolut faszinierend, ebenso wie die Tatsache, dass es die Brüder Schlagintweit und ihre Expedition tatsächlich gegeben hat, der Junge Bartholomäus jedoch eine erfundene Gestalt von Christopher Kloeble ist. Christopher Kloeble verknüpft in seinem Buch absolut gekonnt wahre Begebenheiten und fiktive Elemente.
Fazit: Ein tiefgründiger und lesenswerter Abenteuerroman.
Es war für mich ein schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Bartholomäus einzutauchen.
Immer wieder eine großartige Überraschung!
Wenn man vom Teufel spricht von Heinz R. Kunze
„Wenn man vom Teufel spricht“ von Heinz Rudolf Kunze ist 2020 im adeo-Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht in seinem Buch 200 seiner ganz mannigfaltigen Texte, die nach ihrem Entstehungsdatum geordnet sind. Er schreibt über das Alltagsleben, über die Liebe, über das politische Weltgeschehen, über das Alter und das Altern.
Er klagt mit seinen Texten an, bewundert und liebt, distanziert sich, albert herum, ironisiert, politisiert, überrascht, stimmt nachdenklich, freut sich, schaut zurück, verbindet sich und zeigt seine persönlichen Gedanken, Stimmungen und Haltungen auf.
Ich mag dieses Buch sehr, aber es an einem Stück zu lesen fällt mir schwer und ich denke, dass dies auch kein Muss ist.
Ich blättere gerne vor und zurück und bleibe an einer Geschichte hängen oder an einem Gedicht, einem Anstoß und das gefällt mir sehr gut. Mit manchen Texten kann ich mehr anfangen, mit anderen weniger. Manche regen mich zum Nachdenken an, zu manchen finde ich erst einmal keinen Zugang. Und genau das macht es für mich so reizvoll.
Für mich ist dieses Buch eine schöne Überraschungskiste und ich habe es immer wieder in der Hand.
Ein informatives, kreatives, inspirierendes und wunderschön bebildertes Garten-Erlebnis
Mein Wabi Sabi-Garten von Annette Lepple
„Mein Wabi Sabi-Garten: Respektvoll gestalten, achtsam genießen. Der Weg zum perfekt unperfekten Garten“ von Annette Lepple ist 2020 im Verlag Eugen Ulmer erschienen und umfasst 144 Seiten.
Das vorliegende Buch betrachtet das Thema Garten auf der einen Seite eher Philosophisch und ästhetisch, auf der anderen Seite gibt die Autorin aber auch viele praktische Gestaltungsideen und Tipps und begeistert das Auge des Lesers/Betrachters durch unglaublich schöne, inspirierende Fotos.
In einem ersten Kapitel bringt Annette Lepple dem Leser ganz allgemein nahe, was denn eigentlich Wabi Sabi ist, nämlich die Schönheit der Unvollkommenheit. Dieses ästhetische Konzept ist sehr eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden.
Im zweiten Kapitel wird dann die Verbindung des Wabi Sabi zum Garten hergestellt und die Autorin geht auf Themen wie Wasser, Asymmetrie, Pflanzenstil usw. ein.
Ein großes Augenmerk liegt dann in einem dritten Kapitel, das sich mit den Pflanzen im Wabi Sabi-Garten beschäftigt. Pflanzen werden in all ihren Stadien betrachtet, vom selbstständigen Aussäen bis zum Verwelken und schließlich zum Vergehen.
Der Autorin gelingt es mit ihrem angenehmen und informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Konzept des Wabi Sabi nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr positive, ruhige und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tabellen und wunderbare Fotos lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis werden.
Fazit: Ich nehme dieses Buch immer wieder gerne zur Hand. Es entschleunigt mich und meine Art des Umgangs mit meinem Garten auf eine positive Art und Weise. Liegt nicht gerade in der Unvollkommenheit die Vollkommenheit? Schluß mit der geplanten Perfektion! Wabi Sabi tut mir und meinem Garten sehr gut.
Ein wunderbares Sachbuch über Kleopatra, die mächtigste Frau der Antike
Kleopatra und der Mantel der Macht von Maria Regina Kaiser
„Kleopatra und der Mantel der Macht“ von der Autorin Maria Regina Kaiser und dem Illustrator Klaus Puth ist 2020 im Impian Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 152 Seiten.
Wir sind mittlerweile sehr große Fans dieser rundherum gelungenen Sachbücher von Regina Maria Kaiser.
Alle Bücher haben das tolle Konzept, dass historische Informationen zur Hauptfigur in eine spannende, „fiktive“ Geschichte eingebunden sind. Der Autorin gelingt es so, ihre eigene Begeisterung für geschichtliche Ereignisse und Persönlichkeiten auf den Leser zu übertragen. Zudem schreibt sie klar, leicht verständlich und eben auch sehr unterhaltsam. Ganz nebenbei werden Daten und Fakten übermittelt und dies alles auf kindgerechte Art und Weise.
In ihrem Buch über Kleopatra erzählt die Perlenstickerin Syris, die als Sklavin für 20 Jahre an Kleopatra gebunden ist, von ihrem Alltag mit der berühmten Persönlichkeit. So wird Kleopatra von vielen Seiten beleuchtet und der Leser kommt ihr Schritt für Schritt näher.
Viele Sachkapitel sorgen für zusätzliche Informationen, so zum Beispiel Cäsar in Ägypten und seine Beziehung zu Kleopatra, die Herkunft Kleopatras, die Schlacht von Actium, Ägypten nach der Zeit Kleopatras usw. Diese Informationen werden auch durch zahlreiche Fotos unterstützt.
Erwähnen möchte ich auch unbedingt die tollen Zeichnungen von Klaus Puth. Sie sind detailliert, passend und sehr liebevoll im Comicstil gezeichnet. Text und Zeichnung unterstützen sich in diesem Buch einfach wieder perfekt.
Fazit: Ein wieder rundherum gelungenes Buch für Kinder ab 11 Jahren über Kleopatra und noch so vieles mehr aus ihrer Zeit.
Hier wird Geschichte kindgerecht vermittelt und das macht wirklich enorm viel Spaß!
Ein glücklich-machendes Kinderbuch
Unsere kleine Insel von Rüdiger Bertram
Die achtjährige Nele und ihre Familie ist vom Festland auf eine Hallig in der Nordsee gezogen. Das war anfangs ein bisschen schwierig, aber mittlerweile hat sie sich toll eingewöhnt – und eine liebe Freundin hat sie auch gefunden, nämlich Lisa. Zusammen macht alles einfach mehr Spaß: abends Taschenlampenzeichen austauschen, die Touristen beobachten, den Tieren beim Aufwachsen zusehen, Feste vorbereiten, in die Schule gehen, sich mit den anderen Hallig-Bewohnern austauschen…
Auf einer Hallig gibt es mehr zu erleben als man denkt und als Leser ist man mittendrin!
Mit seinem Buch „Unsere kleine Insel“ ist Rüdiger Bertram ein wunderbares und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Jahr 2020 beim Verlag dtv junior erschienen ist und 112 Seiten umfasst.
Das Buch ist 25 Kapitel gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich nicht um ein Kinderbuch, das einen großen Spannungsbogen aufbaut und vor lauter Action nur so strotzt, nein, im Gegenteil, es entschleunigt, erzählt vom Alltag der Kinder auf einer Hallig inmitten der Natur umgeben von freundlich gesinnten Menschen.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und Glücklich-Sein ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere und hier natürlich vor allem Nele und Lisa sofort ins Herz geschlossen und würden uns über weitere Geschichten von ihnen sehr freuen.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne, klare und natürlich gehaltene Zeichnungen in Farbe von Karin Lindermann zu finden.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein herzliches Kinderbuch mit Nele und Lisa und den anderen Hallig-Bewohnern erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.








