Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Maria Gardener-Senfter:
Österreichische Küche ohne Fleisch – und es fehlt nichts
Österreichische Küche. Vegetarisch von Martina Enthammer
Das Kochbuch Die österreichische Küche vegetarisch – 75 klassische Rezepte neu interpretiert von Martina Enthammer hat mich insgesamt wirklich sehr überzeugt. Zwar muss man ehrlicherweise sagen, dass viele Bereiche der österreichischen Küche – etwa Vorspeisen, zahlreiche Suppen oder auch Desserts – ohnehin traditionell vegetarisch sind.
Dadurch entstehen hier naturgemäß weniger völlig neue Ideen. Trotzdem enthält das Buch viele schöne Rezepte, die die Klassiker der österreichischen Küche gelungen aufgreifen und modern interpretieren.
Besonders positiv fällt auf, wie übersichtlich und alltagstauglich die Rezepte gestaltet sind. Die Anleitungen sind angenehm kurz und verständlich formuliert und werden jeweils durch ein Bild ergänzt, das Lust aufs Nachkochen macht. Vor allem aber sind die meisten Gerichte schnell zubereitet und nicht übermäßig aufwendig. Gerade für Menschen mit wenig Zeit – zum Beispiel für eine Mama mit einem kleinen Baby – ist das ein großer Pluspunkt.
Die eigentlichen Highlights des Buches liegen für mich eindeutig bei den Hauptspeisen. Hier zeigt sich die Kreativität der Autorin besonders deutlich. Viele klassische Gerichte werden so neu interpretiert, dass sie ganz ohne Fleisch auskommen und trotzdem vollwertig und spannend bleiben. Für mich als Vegetarierin ist das natürlich ideal.
Besonders überrascht hat mich zum Beispiel der Artischocken-Bohnen-Braten – eine Kombination, auf die ich selbst wahrscheinlich nie gekommen wäre. Auch die Krautrouladen sind ein echtes Highlight, nicht zuletzt weil sie schnell zubereitet sind. Begeistert haben mich außerdem die sogenannten „Karpulhaxen“, die sogar meine nicht-vegetarische Familie überzeugen konnten. Anfangs waren einige bei den fleischlosen Varianten noch etwas skeptisch, doch nach dem Probieren wich die Skepsis schnell echter Begeisterung.
Ein absolutes Lieblingsrezept ist für mich das Kohlrabi-Schnitzel mit Käsefüllung und Knusperpanade – unglaublich lecker und definitiv ein Gericht, das ich noch sehr oft nachkochen werde.
Alles in allem ist Die österreichische Küche vegetarisch ein sehr gelungenes Kochbuch mit vielen einfachen, alltagstauglichen Rezepten. Die Gerichte sind klar beschrieben, ansprechend bebildert und zeigen, dass vegetarische Küche nicht nur für Vegetarier interessant ist. Auch überzeugte Fleischesser können hier viele Gerichte entdecken, die ihnen garantiert schmecken.
traditionelle Gerichte, regionale Zutaten, moderner Twist
So schmeckt Tirol von Agrarmarketing Tirol
Sehr gelungenes Kochbuch! Besonders ansprechend ist die Einteilung nach den Jahreszeiten, dadurch fällt es leicht, passende Gerichte zum Nachkochen zu finden. Besonders an diesem Buch ist, wie der Titel bereits wissen lässt, dass man alle Zutaten regional kaufen kann - die Rezepte und Zutaten sind der Saison angepasst.
Das Kochbuch ist anschaulich gestaltet, die Zubereitung einfach erklärt. Viele Gerichte kennt man bereits, neue Gerichte werden mit regionalen Zutaten gezaubert (z.B. Erdäpfel-Tacos). Bereits bekannten Gerichten wurden durch das Hinzufügen regionaler Zutaten ein moderner Twist gegeben (Beispiel "Erdäpfel-Lasagne"). Im Buch findet man einige tolle Eigenkreationen, die man leicht zubereiten kann.
Einziges Manko: die Rezepte für die Hauptgerichte sind sehr fleisch-lastig, für Vegetarier also leider weniger geeignet.
alles in allem aber definitiv eine Empfehlung für dieses Kochbuch!
Gelungenes Werk zur Zeit nach dem 1. WK in Tirol
Der hohe Preis des Friedens von Marion Dotter; Stefan Wedrac
Während die Kriegszeit in Tirol schon öfter beleuchtet und mit exemplarischen Einzelschicksalen und Lebensgeschichten von ZeitzeugInnen belichtet wurde, gibt es relativ wenige Werke, die sich mit dem Menschlichen in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg befassen. Das ist ein Grund dafür, dass dieses Werk so wichtig für die Aufarbeitung des 20.
Jahrhunderts in Tirol ist. Das Buch liest sich sehr gut, die einzelnen Kapitel sind weder zu lang noch zu kurz. Zahlreiche Bilder helfen, die damalige Zeit besser zu verstehen. Besonders die wirtschaftliche Entwicklung Gesamttirols in der Nachkriegszeit ist spannend aufgearbeitet, da die angespannte Situation in Tirol durch viele Geschichte und Anekdoten wiederbelebt wird.
Das Buch ist sicher besonders interessant für Personen, die sich mit der Zeit des 1. Weltkriegs und dem 20. Jahrhundert in Tirol bereits beschäftigt haben, da es durch das Augenmerk auf das Menschliche ein differenziertes Bild jener Zeit entwirft. Insgesamt ist das Werk also eine gelungene Ergänzung zur bisherigen Kriegs- und Nachkriegsliteratur.




