Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Faszinierend
Bettgeschichten und andere von Monika Helfer
Die Romane von Monika Helfer gefallen mir immer gut.
Bettgeschichten und andere, sind viele Kurzgeschichten. Es ist Band 1 Der Reihe der Bibliothek des Alltags.
Die Geschichten sind kurz aber präzise.
Sie sind prägnant geschrieben. Es werden Alltagsgeschichten geschrieben.
Das liest sich ganz gut, nur mir sind sie viel zu kurz, aber das ist mein Problem.
Jede Geschichte ist einfach faszinierend. Ein paar sind leider nur kurz, trotzdem sind sie beeindruckend.
Monika Helfer konnte mich wieder begeistern.
Ergreifend
Geschichte eines Kindes von Anna Kim
Die in Korea geborene Schriftstellerin Anna Kim, kam mit zwei Jahren nach Deutschland. Heute lebt sie in Wien.
Ihr Roman, Geschichte eines Kindes, basiert auf eine wahre Begebenheit.
Anna Kim bekommt Ideen für Romane geschenkt und irgendwann erinnert sie sich daran und erzählt eine interessante Geschichte.
In dieser Erzählung geht es um ein Baby, das in Amerika von seiner Mutter 1952 zur Adoption freigegeben wird.
Die Sozialbehörde bemerkt, das der Junge ein Mischling ist. Die Mutter verweigert den Namen des Vaters.
Die Geschichte ist experimentell geschrieben. Da wird viel telefoniert, hin und her. Das Kind wird vermessen und getestet.
Es dauert lange bis es zu Pflegeeltern darf.
Die Erzählung ist anders als erwartet, aber großartig angelegt.
Ein Weg zu sich selbst
Anleitung ein anderer zu werden von Édouard Louis
Der französische Schriftsteller Edouard Louis beschreibt in seinem Roman, Anleitung ein anderer zu werden“,wie er den Sprung aus dem Dorf geschafft hat.
Er macht seinem Vater Vorwürfe, weil sie so arm waren und in einem Dorf wohnten. Er wurde nicht gefordert zu lesen oder sich weiter zu bilden.
Schon als kleiner Junge wurde er als Schwuli beschimpft.
Er kam aufs Gymnasium und wohnte bei einer Freundin in der Stadt. Aber für seine Veranlagung war es noch nicht das Richtige. Bis er nach Paris kam.
Teilweise fand ich seine Erinnerungen an seine Kindheit zu überzogen.
Dann das sein Vater 1967 auf einem schmutzigen Sofa zur Welt kam, kommt mir nicht so glaubhaft vor.
Edouard verstand es gut sich an Personen zu halten, z. B. seine Freundin. Das er schon früh bei der Familie einzog und die Mutter der Freundin über seine Mutter herzieht, fand ich eigenartig.
Der Schreibstil ist aber klasse. Das er mir zu viel jammerte, ist da wohl mein Problem. Ich mache aus allem das Beste und kann das nicht so verstehen.
Trotzdem ist das ein guter Roman, den ich gerne weiter empfehle.
In der Psychiatrie
Ein simpler Eingriff von Yael Inokai
Die Schriftstellerin Yael Inokai ist mit ihrem Roman, Ein simpler Eingriff, für den deutschen Buchpreis nominiert.
Sie schreibt in einen ruhigen besinnlichen Stil.
Die Krankenschwester Meret
arbeitet uni einer psychischen Klinik. Um Kranke Frauen , die durcheinander zu aufgedreht oder Kriminell sind, wird ein Eingriff vorgenommen, danach sollen sie gesund sein.
Meret wohnt mit einer Kollegin in einem Schwesternwohnheim. Da entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die mir etwas zu viel beschrieben wird.
Die Autorin lässt Meret ihre Gedanken im Rückblick erzählen.
Das ist poetisch gemacht.
Man weiß nicht, wann die Geschichte stattfindet.
Sonst ist der Roman ganz interessant.
Großartiges Spiel
Carrie Soto is Back von Taylor Jenkins Reid
Die Schriftstellerin Taylor Jenkins Reid
schreibt mit dem Roman Carrie Soto is Back, ein besonders interessantes Werk.
Ich hätte nicht gedacht, das ein Buch, in dem es nur um Tennis geht, so vielschichtig gestaltet werden kann, ohne langweilig zu werden. Ich habe den Roman verschlungen und ich interessiere mich eigentlich nicht für Tennis.
Die Protagonistin Carrie Soto wird von ihrem Vater, von klein auf an, für eine große Karriere trainiert. Der Vater war selber ein großer Tennisstar, der aber wegen Knieproblemen aufhören musste.
Carrie gewinnt viel, aber dann ist es einmal vorbei. Mit 38 Jahren will sie wieder die wichtigen Spiele gewinnen.
Bei den Kämpfen werden die ganzen Spiele kommentiert und die Gedankengänge Carries beschrieben. Es ist ein wahres Erlebnis, wie die Autorin uns durch die Spiele führt.
Der Roman ist ein großartiges Werk, das mich begeistern konnte.
Aus seinem Milieu kommen
Jahre mit Martha von Martin Kordic
Der Schriftsteller Martin Kordic beschreibt in seinem Roman “Jahre mit Martha“ eine Jugend und dem Erwachsenwerden.
Der Roman fängt ganz gut an, aber leider verliert der Autor im Laufe des Lesens an Esprit.
Die Eltern des 15jährigen Zeljko sind Gastarbeiter aus Serbokroatien. Sie arbeiten viel um die Familie durchzubringen.
Zeljko wird Jimmy genannt, er ist ein kluger wissbegieriger Junge.
Seine Mutter putzt an drei Stellen, eine ist das sie bei Martha putzt. Am vierzigsten Geburtstag der Mutter lernen sie sich kennen.
Die Beziehung zwischen den Beiden ist eigenartig. Sie sehen sich oft Jahre nicht.
Es wäre schöner gewesen, wenn der Autor Zeljko etwas Entschlusskrafttiger dargestellt hätte.
Er konnte studieren und verzettelt sich, in dem er sich ausnutzen lasst.
Schade das der Roman nach und nach nachlässt.
Trotzdem ist der Roman nicht schlecht geschrieben, nur mich konnte er nicht richtig erreichen.
Stimmungsvoll
Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum
Unter dem Namen Charlotte Blum verstecken sich Regine Bott und Dorote Böhme.
Der Roman „Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörder“ spielt 1922 in s Baden Baden. Es ist der erste Teil.
Das Hörbuch wird gesprochen von Dagmar Bittner. Nachdem ich mich an ihre Stimme gewöhnt habe war ich sehr angetan von ihr.
Die Protagonistin Alma Teuber ist das Fräulein vom Amt. Weil sie während der Arbeit hörte, das ein Mann den Auftrag erledigt hat und den Ort sagt, und dann hört das eine Frauenleiche dort gefunden wurde, macht sie sich Gedanken.
Bei der Polizei will keiner etwas von ihrer Aussage hören will, macht sie sich selber daran.
Die Erlebnisse auf der Rennbahn ist interessant.
Man sieht die Stimmung im Amt deutlich vor sich, wie sie die Anrufe weiterleiten und einstöpseln. Das kenne ich ja nur aus Filmen.
Der Roman besticht durch die verschiedenen Eindrücke, die man erfährt.
Eine Frau 1947 in Kentucky
Evas Mann von Gayl Jones
Die amerikanische Schriftstellerin Gayl Jones ist Jahrgang 1949.
Ihren ersten Roman, Corregidora, hat sie 1975 veröffentlicht. Jetzt gibt es ihn beim Kanon Verlag auf deutsch.
Die Autorin beschreibt ein Teil des Lebens, einer Bluessängerin.
Wir erfahren von ihren Vorfahren. Die Mutter, die Großmutter und Urgroßmutter waren noch Sklaven und wurden von ihrem Besitzer vergewaltigt und verkauft, wie es ihm gerade einfiel.
Es ist eine dramatische Geschichte.
Die Frauen der Familie mussten einiges aushalten.
Der Roman spielt in Kentucky 1947. Ursa tritt jeden Abend auf und singt. Dann verliebt sich ein Mann in sie und heiratet sie. Er entwickelt sich als eifersüchtig und brutal.
Dieser Roman ist ehrlich geschrieben.
Er hat mich gefesselt.
Ich kann ihn nur weiter empfehlen.
!923 verlegt der Kanon Verlag ein weiteres Buch der Autorin. Das werde ich auf jeden Fall auch lesen.
Große Erzählkunst
Sein Sohn von Charles Lewinsky
Der Schriftsteller Charles Lewinsky fesselt den Leser in seinem Roman, Sein Sohn.Der Roman spielt zu Napoleons Zeiten.
Besonders eindrucksvoll erfahrt man von den Zuständen eines Waisenheims in Mailand. Dort wächst Louis Chabos auf.
Nach seiner Teilnahme in Napoleons Heer macht er sich auf die Suche seiner Eltern.
Es gibt immer wieder Hinweise, denen er nachläuft.
Als er in Graubünden eine Familie gründet, hoffte ich, er verzichtet auf den Vater.
Sein Leben ist ein auf und ab, von sehr arm zu verhältnismäßig wohlhabend.
Der Autor schaltet unser Kopfkino ein. Das Buch ist nie langatmig, sondern ein brillante Inszenierung.
Der Roman ist ein außerordentlicher Lesegenuss.
Charlie und Herr Schabowski
Mon Chéri und unsere demolierten Seelen von Verena Roßbacher
Die Schriftstellerin Verena Roßbacher beschreibt in ihrem Roman Mon Cheri und unsere demolierte Seele, die Probleme einer 43jährigen Frau.
Charlie ist eine skurrile Person mit einer Postphobie.
Das ist eine interessante Story.
Zwar konnte ich mit Charlies Problemen nicht viel anfangen, aber es gibt wirklich Personen mit solchen Defiziten.
Interessant ist ihre Beziehung zu dem Herrn Scharbowski, da wird sie mitfühlend und hilfsbereit dargestellt.
Diese Geschichte ist teilweise mit einem gewissen Humor versehen, aber es ist auch eine besondere Ernsthaftigkeit vorhanden.
Der Roman gefällt.











