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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Spannendes von Langeoog

Moa Graven habe ich erst jetzt als Krimiautorin für mich entdeckt.
Ihre Reihe mit der Inselpolizistin Eva Sturm auf Langeoog ist mit diesem Roman „Der letzte Tanz“ , der zwar schon der 11. Teil ist, doch noch ein guter Einstieg.
Die Autorin lässt uns an Evas Leben teilnehmen. Sie ist bald 50 Jahre alt und lebt allein.

Im Kurhotel wird in einem Zimmer von einer neuen Bewohnerin eine Hand gefinden. Dann erfährt Eva noch, das ein Vater mit seinem Sohn vermisst wird.
Eva ermittelt in beiden Fällen. Wenn sie Hilfe braucht, muss die erst vom Festland kommen.
Sie beobachtet gut und hat die richtigen Eingebungen. Es war interessant Eva bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu sehen.
Ich habe den Krimi gerne gelesen, er hatte Spannung.

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Starke Frauen

Der Frauenchor von Chilbury von Ryan Jennifer


Die Autorin Jennifer Ryan wurde durch Erzählungen ihrer Großmutter zu diesem Roman inspiriert. Der Frauenchor von Chilbury ist ihr Debütroman und spielt von März bis September 1940 in einem kleinen Ort in England.
Die Autorin hat ihn auf interessante und besondere Art aus Briefen und Tagebucheinträgen geschrieben, Aber es passt wunderbar.

Die Männer Chilburys sind im Krieg und es gibt keine männliche Stimmen im Chor, da schließt der Vikar ihn. Aber da werden die Frauen aktiv, sie gründen einen Frauenchor.
Durch die Briefe erfahren wir viel über die Gefühle und Aktivitäten. Die fast 14jährige Kitty schreibt alle Vorkommnisse und ihre Beobachtungen in ihr Tagebuch.
Da gibt es viele Intrigen, Todesfälle und die Angst um die Söhne und Männer, aber auch Liebe. Trotzdem halten die Frauen zusammen.
Die Autorin lässt uns mit flüssiger Sprache an allem Guten und Schlechtem teilnehmen. Der Roman ist echt spannend geschrieben, er hatte keine Längen. Durch die Briefe und das Tagebuch bekommt man auch verschiedene Ansichten der gleichen Geschehnisse, das macht alles noch interessanter. Ich konnte mir so immer ein gutes Bild von allem machen.
Ein schönes lesenswertes Werk, das mich begeistern konnte.

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Gentlemanlike

Ein Gentleman in Moskau,9 Audio-CD von Amor Towles

Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles ist ein besonderer Roman. Eine gute Idee, wie man das Weltgeschehen und die Lage in Russland durch Graf Alexander Rostow miterlebt..

Der Graf wird 1922 zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, da hat er noch Glück, viele Adlige wurden mit dem Tod bestraft.

Er wohnt zu der Zeit gerade in dem renommierten Hotel Metropol.
Er bekommt zwar ein kleineres Zimmer und wird im Laufe der Zeit Oberkellner, aber unter den Angestellten wird er geschätzt.
Er betreut die Gäste mit Nonchalance und durch Gespräche und weil er ein guter Zuhörer ist, kann er uns viel erzählen. Als eine Freundin ihre Tochter Sophia bei ihm lsst, gibt es noch einige besonders eindrucksvolle Situationen.
Ich hatte Angst das diese Geschichte vielleicht nicht über die ganze Zeit trägt, aber falsch gedacht, der Roman hat mich gefesselt. Der Autor gefällt mir, er konnte mich schon mit seinem Roman „Eine Frage der Höflichkeit“ begeistern.

Ich habe das Hörbuch gehört. Der Sprecher Hans Jürgen Stockerl war die ideale Stimme für den perfekten Gentleman. Mit seiner sonoren angenehmer Stimme trägt er uns durch den Roman. Die Betonungen sind Gentlemanlike. Amor Towles und Hans Jürgen Stockerl passen gur zusammen.
Der Roman war ein gutes Lese- und Hörvergnügen. Den Autor werde ich beobachten und auf seinen nächsten Roman warten.

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Freundinnen trotz allem

Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Elena Ferrentes dritter Roman geht nahtlos mit dem Zweiten weiter. Der Titel „ Die Geschichte der getrennten Wege! Passt genau.
Elena wird wegen ihrem Roman angegriffen, er ist zu frei. Ja zu der Zeit sollten Frauen noch sittsam sein und in Italien erst recht.
Elena erzählt mit ruhiger Stimme ihr und Lilas Leben.

Man erfährt ziemlich viel von ihr, es wird aber nie langweilig.
Sie heiratet Pietro, lebt jetzt in Florenz und bekommt zwei Töchter. Trotzdem ist sie unzufrieden. Irgendwie nervt sie mich etwas.
Lila ist in Neapel geblieben, nach anfänglichen Widrigkeiten geht es bei ihr gut. Sie sind jetzt beide so um die drei?0g Jahre alt. Erstaunlich wie viel Unzufriedenheit, Neid und Hass in diesem Roman eingebaut sind. Die Freundschaft der beiden Frauen ist inzwischen etwas schwierig, ihre Lebenswege sind grundverschieden.
Erschütternd die Kämpfe der Gewerkschaften und die vielen Prügeleien und Morde.
Mich interessieren die Frauenschicksale und wie sich das Bild der Frau auch in Italien langsam wandelt.

Elena Ferrente lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte und bringt am Schluss noch einen Cliffhanger hinein, das man den nächsten Teil auch noch lesen muss. Sie hat mich trotz allem wieder gefesselt.

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Guter Stil

Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

n einem anderen Licht von Katrin Burseg ist wieder ein gutgeschriebener Roman.
Das Cover und der Titel sind stimmig.
Vor zwei Jahren ist Miriams Mann, der als Auslandsjournalist tätig war, erschossen worden. Für Miriam dramatisch und traurig. Sie arbeitete in der gleichen Redaktion in Hamburg, wechselt dann aber zu einer Frauenzeitung.

Die Witwe Dorothea Sartorius spendet für die Verleihung des Sartoriuspreises für Zivilcourage. Zusammen mit der Zeitschrift werden die Kandidaten ausgewählt. Miriam bekommt Briefe mit dem Text „ Fragen Sie Dorothea nach Marguarethe“ unterschrieben mit Elisabeth. Sie interviewt Dorothea, die antwortet aber nicht eindeutig, sondern sagt Miriam wäre die Journalistin. Miriam fängt an Fragen zu stellen. Sie erkundet Dorotheas Werdegang.
Nebenbei trauert sie immer noch um ihren Mann. Wie sie mit ihrem kleinen Sohn Max umgeht ist sehr gut beschrieben.
In diesem Roman wird die politische Situation Deutschlands bis 1998 aufgearbeitet. Es geht um Liebe, Verrat und wie man am Besten mit der Wahrheit umgeht. Die Vergangenheit und die Trauerbewältigung werden Thematisiert.
Katrin Burseg versteht es, Spannung und Glaubhaftigkeit in die Geschichte zu bringen. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch.
Ich habe schon zwei gute Romane von der Autorin gelesen und mit diesem war ich auch sehr zufrieden. Sie schreibt mit gutem fesselndem Stil.
Es ist ein empfehlenswerter Roman.

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Wunderbare Familiengeschichte

Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Durch das Cover und dem Titel erwartete ich eine leichte Geschichte. Ich bin jetzt eines besseren belehrt worden.
Sonntags fehlst du am meisten von Christine Drews ist ein besonders einfühlsamer interessanter Familienroman mit sehr viel Potential,.
Er spielt von 1946 bis 2016, immer wieder in Erinnerungen sogar bis vor dem 2.

Weltkrieg hin und her.Über den jeweiligen Kapiteln steht die Jahreszahl, so ist es gut lesbar.
Caros Vater Karl musste durch den Krieg sehr früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Seine Familie stammt aus dem Osten und da hat er es als Flüchtling besonders schwer, aber er hat es geschafft. Diese Generation wurde ihrer Kindheit beraubt.
Als er nach zwei Söhnen die Tochter Caro bekommt, behandelt er sie wie eine Prinzessin, das ist ihr nicht so gut bekommen. Sie rutscht in den Alkoholismus ab, Karl ist enttäuscht und Caro gibt ihm die Schuld.
Die erwachsene Caro muss erst erkennen lernen wie diese Nachkriegsgeneration denkt und handelt und warum über vieles nicht gesprochen wurde. Sehr gut hat mir gefallen, wie Cora mit ihren Selbstzweifeln und Vorwürfen langsam auf dem richtigen Weg kommt.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Emotionen einzufangen.
Der Roman hat mich nachdenklich gemacht. Ich konnte einiges in meiner eigenen Familie wiedererkennen.
Dadurch und weil die Autorin das so realistisch darstellt hat der Roman mich total gefesselt.

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Ukrainische Familie

Slawa und seine Frauen von Felix Stephan

Slawa und seine Frauen von Felix Stephan
Der Autor verarbeitet ernst und nüchtern, aber doch liebevoll seine Familiengeschichte.
Sympathisch empfinde ich, wie er seine Großeltern als linientreue DDR-Bürger schildert.
Die Großmutter hat 1962 in Leningrad eine Liebesgeschichte mit dem Ukrainer Slawa Fahlbush.

Sie bekommt eine Tochter von ihm. Das ist die Mutter des Autors. Sie erfährt erst als Jugendliche von ihrer Abstammung.
Erst mit 51 Jahren unternimmt sie mit ihrem Sohn die Reise in die Ukraine, um ihre Familie kennen zu lernen. Slawa ist schon gestorben. Er war wohl ein erfolgreicher Psychologe. So lernen sie seine Frau und Tochter kennen und sie sind willkommen, denn er hat seine Tochter nicht verschwiegen.
Felix Stephan beobachtet die neue Familie und die Lebensumstände, wie sie leben, genau.
Wir erfahren durch die Erzählungen viel von dem Leben in der Ukraine, wie es sich nach dem Zusammenbruch der UDSSR verändert hat.
Slawas Sohn Alexander wohnt in Israel, den besuchen Mutter und Sohn auch. Da erfährt man, wie einsam man da sein kann.
Dieser Roman ist eine ziemlich realistische Reise in die Vergangenheit,
Der Autor ist ein guter Beobachter.
Sein Roman konnte mich fesseln. Ich habe Mutter und Sohn auf ihren Reisen gerne begleitet.
Eine Geschichte wie das Leben sie schreibt.

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Faszinierende Liebesgeschichte

Morgen ist es Liebe von Maifeld Monika

Morgen ist es Liebe von Monika Maifeld ist eine schöne kurzweilige Liebesgeschichte.
Die Autorin besticht durch ihren spritzigen fesselnden Schreibstil.

Der Roman fängt mit den Worten „Heute ist es kalt genug um zu sterben“ an, und das kurz vor Weihnachten, das hat mich erst einmal erschrecken lassen.

Martin Halberg will sich bei einer kleinen Kapelle auf einem Weinberg das Leben nehmen. Er wird gestört, denn die Ärztin Alexandra Novak verunglückt in der Nähe mit ihrem Auto. Martin ist gezwungen sie zu retten, denn das Auto droht in Flammen auszubrechen. Um sie vor dem Schnee und der Kälte zu schützen, deckt er sie mit seinem Mantel zu. Dumm nur das er seinen Abschiedsbrief darin hat. Bevor Krankenwagen und Feuerwehr eintreffen verschwindet er.

Eine besonders liebenswürdige Nebenfigur ist Alexandras Mutter Martha. Durch die bildhaften Beschreibungen sehe ich sie mit ihren Hüten und ihrem Hund Mr. Spock genau vor mir.
Als Alexandra aus dem Krankenhaus entlassen wird, will Martin sich zu erkennen geben und seinen Mantel mit dem Brief wieder haben. Aber bei der quirligen aufgeregten Martha kommt er einfach nicht zu Wort.
Dann ist da noch den Kommissar Jean-Claude, dem seine Laune Martha an seinem Bart ablesen kann, witzige Idee.

Es kommt zu vielen Missverständnissen, die und die oft ulkigen Situationen machen den Roman aus.

Der Roman hat ernste und witzige Ansätze, die durch die gute Mischung bestechen.
Ein gut lesbarer Roman der Laune macht.
Die Autorin muss ich im Auge behalten.

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Lebendig

Gegen alle Regeln von Ariel Levy

Gegen alle Regeln von Ariel Levy.
Die Autorin arbeitet ihre Trauer und Zweifeln in dieser Geschichte auf.
Den Anfang fand ich etwas holperig.
Ariels Gejammer, wie schlecht es ihr ging, war nicht so toll, damit müssen andere Menschen auch leben.
Aber dann hat sie sich gefangen und fängt mit gutem Stil an.

Ihre Lebenslust und ihre Art kann ich gut nachvollziehen.
Dann die Probleme mit ihrer Lebenspartnerin, die leider ein schweres Alkoholproblem hat. Sind realistisch.
Wenn man erst mit achtunddreißig Jahren das erste Kind erwartet und dann verliert, ist das sehr traurig.

Ich hoffe mal, das sie mit ihren Erfahrungen doch noch ihr Glück findet.
Dieser Roman sollte ja ein Sachbuch sein, ich empfinde ihn aber auch als Literatur.
Die Autorin schreibt glaubhaft über Probleme, die viele Frauen haben.

Ein ernster, intensiver Roman, aber nicht gerade zur Entspannung.

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Imposante Stimme

Heimkehren von Yaa Gyasi

Yaa Gyasi hat mit ihrem Debütroman ?Heimkehren? einen
einzigartigen, einmaligen, packenden, grandiosen Generationsroman geschrieben. Die Autorin lässt ihn in ihrem Geburtsland Ghana beginnen.
Der Roman befasst sich mit den Spuren der Sklaverei. Der Status Schwarze und Weiße ist ein Problem bis in die heutige Zeit.

Der Handel der Sklaven boomte, aber wie die Ware, wie sie genannt wurden, so unwürdig und grausam behandelt wurde, ist unvorstellbar.
Die Engländer kauften sich auus den Dörfern Frauen, die sie angeblich heiraten, obwohl die Männer zu Hause Frauen hatten. Was für eine Moral, aber Tatsache.
Dieser Roman fängt im 18. Jahrhundert mit Effia und Esi, Schwestern, die sich aber nicht kannten, an und endet am Ende des 20. Jahrhunderts.

Effia heiratet den englischen Sklavenhändler James, Esi wird als Sklavin verkauft.
Die Ahnentafel ist hilfreich beim Lesen, denn jedes Kapitel beschreibt eine neue Person, abwechselnd von Nachkommen von beiden Seiten und hat die Namen als Überschrift.
Das Schicksal und die vielen verschiedenen Charakteren sind erschütternd.
Besonders, weil so die Realität ist.

Yaa Gyasi hat diesen wichtigen Roman ehrlich und direkt geschrieben.
Besonders interessiert hat mich auch das Interview mit der Autorin, so lernt man sie und ihren Roman noch mehr zu schätzen.
Mich hat der Roman vom Anfang bis zum Ende gefangen genommen.
Er ist ein Stück Kulturgeschichte
Heimkehren ist für mich das Jahreshighlight.

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