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Rezensionen von begine:
Madame Piaf
Madame Piaf und das Lied der Liebe von Michelle Marly
Die Autorin Michelle Marly ist ein Pseudonym von Micaela Jary, von der habe ich schon Romane gelesen.
Der Roman „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ zeigt das Leben der berühnten Edith Piad, dem Spatz von Paris. Die Autorin hat alles weitgehend authentisch beschrieben.
Der Roman fängt 1944 in Paris, nach dem Abzug der Deutschen, an.
Wir erfahren wie viele berühmte Sänger, der Kollaboration angeklagt werden. Edith Piaf hat auch in Deutschland gesungen. Sie und die anderen konnten sich verteidigen, das sie für die französischen Gefangenen gesungen haben, um mit dem Feld zu helfen.
Edith Piaf war eine eigenwillige Frau, die sich schnell und viel verliebz. Das liegt wohl an ihrer Kindheit, als Tochter eines Straßenmusikers.
Man erfährt von den Anfängen einiger bekannter Franzosen. Edith war die erste Liebe von Ives Montanf.
Es ist der Autorin sehr gut gelungen den Werdegang, die Höhen und Tiefen, dieser weltbekannten Chansonsängerin zu beschreiben. Deren Gesang und ihre Lieder sind unvergessen. Es ist schön, sie wieder ins Gespräch zu bringen.
Kindheit mit Bienen
Der Honigbus von Meredith May
Die Journalistin und Autorin Meredith May schreibt in ihrem Roman „Der Honigbus“ ihre eigene Kindheit.
Nach der Scheidung zieht die Mutter mit Meredith und Matthias zu ihrer Mutter. Die Mutter ist nicht schlecht, aber unfähig.
Der Großvater ist der einzige Halt für die beiden Kinder. Durch die Lebenslektionen seiner Bienen bringt er ihnen die Rettung.
Er zeigt ihnen wie die Natur sich hilft und wie auch sie sich helfen können.
Meredith hilft ihrem Großvater mit den Bienenkörben und dem Herstellen des Honigs. In seinem alten lHonigbus fährt er von Korb zu Korb sammelt den Honig und schleudert ihn und gibt in Gläser. Zusammen mit den Kindern werden sie ein Team.
Die Autorin erfährt erst als sie mit dem Studium anfängt warum ihre Mutter so ist wie sie ist und auch deren Mutter leidet an einem Trauma. Man kann nur froh sein, das der Großvater so ein liebenswerter Mann war.
Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Werk. Ich war darin gefangen und habe Merediths Leben miterlebt.
Ein starker Roman.
Leichte Romanze
Das kleine Café im Gutshaus von Julie Shackman
Die schottische Autorin Julie Shackman schreibt romantische Liebesromane.
Das neue Buch ist „Das kleine Cafe im Gutshaus“, das sich wie ein Märchen liest.
Lara McDonald lernt in einem Café, in dem sie arbeitet, Lord Hugo kennen. Als der kurz darauf stirbt, erbt Lara einen Raum des Guts für ein Café.
Das Gutshaus ist ziemlich marode und sie, der Sohn und der grantige Enkelsohn, müssen sehen das Geld zum Erhalt.
Das ist ein Roman, bei dem am Ende immer alles gut wird. Ziemlich schnell ist es eine Liebesgeschichte. Also ist es ein Buch zum träumen. Der Schreibstil ist leicht und locker und es ist eine schöne Geschichte für zwischendurch. Es wird besonders viel gebacken, da bekommt man ordentlich Appetit. Und das alles in einer anheimelnden schottischen Landschaft.
Es ist ein Roman zum Entspannen.
Stimmungsvoll
Wir nannten es Freiheit von Silke Schütze
Silke Schütze hat einen angenehmen einnehmenden Schreibstil. In ihren Roman „Wir nannten es Freiheit“ konnte ich eintauchen.
Der Roman spielt 1916 in Berlin Schöneberg.
Lene Lehmann durfte das Lehrerinnenseminar besuchen. Sie bekommt eine Stelle an einer Mädchenschule in Schöneberg. Weil viele Lehrer in den Krieg eingezogen werden, werden Lehrerinnen gebraucht, aber wenn sie heiraten dürfen sie nicht weiter arbeiten, das ist das Lehrerinnenzölibat.
Kann man sich heute gar nicht vorstellen.
Lene und ihre Kolleginnen schreiben an das Magistrat, das dieses Zölibat abgeschafft werden sollte.
Darum besuchen sie mit Schülerinnen Versammlung des Magistrats. Der Kampf ist stimmungsvoll erzählt.
Silke Schütze hat mit diesem Roman mit historischen Tatsachen und fiktiven wunderbar verknüpft. Die Liebesgeschichte zwischen Lene und Paul zeigt die Probleme der Zeit. Das Volk hat schwer zu kämpfen, in den Kriegsjahren, gibt es wenig zu kaufen. Das Überleben brauchte Kraft.
Der Roman ist fesselnd, eine gute Unterhaltung mit Ernst und Witz.
Ungewöhnlich
Die verborgenen Stimmen der Bücher von Bridget Collins
Bridget Collins Roman „Die verborgenn Stimmen der Bücher“ wurde von Ulrike Seeberger ins deutsche übersetzt.
Dieser Roman ist anders, als erwartet, aber ich konnte mich immer mehr mit ihm anfreunden. Er ist nicht unbedingt realistisch, hat jedoch einen schönen Stil. Die Geschichte spielt in einer Zeit, als Bücher verpönt waren.
Emmett Farmer arbeitet in der Landwirtschaft. Er wird krank, er hat das Buchbinderfieber. Danach kommt er bei einer Buchbinderin in die Lehre.
Die Buchbinder haben die Gabe, Menschen die Erinnerungen zu nehmen und die werden in Büchern aufgehoben.
Memmetts Lebensweg wird nicht einfach.
Nach einer Zeit erfahren wir von seiner Freundschaft zu Lucian.
Der Roman wird da spannend und hat mich überrascht. Die Autorin hat diese Idee gut umgesetzt. Das Buch ist ein etwas ungewöhnliche Roman, der sich gut lesen läßt.
Drei Frauen
Was man unter Wasser sehen kann von Henriette Dyckerhoff
Die Autorin Henriette Dyckerhoff schreibt in ihrem Roman „Was kan unter Wasser sehen kann“ von dem Schicksal dreier Frauen aus drei Generationen.
Luca lebt im Jahr 2015 in Berlin. Ihre Mutter meldet sich überraschend zu einem Besuch an. Aber sie kommt nicht an. Ihr Auto steht auf einer Brücke in ihrem Heimatort Ronnebach.
Niemand weiß, wo Marion abgeblieben ist. Da macht sich Juca auf den Weg zu ihrer Großmutter Grete.
Das Verhältnis zwischen Grete und Marion ist seltsam.
Die Geschichte geht zurück in das Jahr 1956, da wird ein Teil des Ortes für einen Staudamm abgerissen und geflutet. Die Bewohner sind alle erwas merkwürdig.
Auch Luca ist nicht einfach, aber sie lernt jetzt einiges über Marion besser verstehen.
Die Charakter der Frauen sind gut ausgearbeitet, mit Ecken und Kanten versehen.
Henriette Dyckerhoff ist es gut gelungen die Stimmung eines Dorfes und ihrer Bewohner einzufangen. Daraus resultiert dann die Stimmung unter einander
Ein spannender Roman, den man verschlingt.
Es ist nicht alles so, wie es scheint
Goldene Hochzeit von Hammer
Helga Hammers erster Roman Durch alle Zeit war eine gute Unterhaltung. Der neue Roman „Goldene Hochzeit“ beschreibt die Familie und das Leben der Johanne Mertz.
Der Beginn wurde mir etwas nüchtern erzählt. Johanne plant ihre goldene Hochzeit. Die Ehe war glücklich angefangen. Ihr Mann Ulrich kann nicht treu sein, er bleibt bei ihr, aber er ändert sich nicht.
So beginnt Johanne einen Briefwechsel mit Andreas, seine erotischen Briefe, gaukeln ihr eine neue Liebe vor. Irgendwie ist es hauptsächlich Sex.
Besonders gefesselt und mitgenommen hat mich das traurige Sterben ihres ältesten Sohnes Michael.
Die Autorin hat da viel Gefühl hineingelegt. Man erfährt, Untreue, die Männer dürfen, Frauen aber nicht. Gur wie Helga Hammer die Geschichte angeht. Mir hat der Roman gefallen.
Bonn
Rheinblick von Glaser
Von Brigitte Glaser habe ich schon Bühlerhöhe gerne gelesen. Da musste ich den neuen Roman „Rheinblick“ unbedingt lesen. Der Stil ist wieder realistisch und fesselnd.
In diesem Roman geht es um ein paar Tage ab 18. November 1972 in Bonn. Der Rheinblick ist ein Lokal im Regierungsviertel. Die Wirtin ist Hilde Kessel, sie wird von einem dubiosen Regierungsangestellten ausgefragt, da sie Schulden hat, ist sie ein leichtes Opfer.
Dann ist da die Logopädin Sonja Engel, deren Patient Willy Brand ist. Der hat nach der Wahl seine Stimme verloren, der Krankenhausaufenthalt, von ihm ist belegt.
Beide Protagonisten sind sympathisch
Brigitte versteht es perfekt, bekannte Persönlichkeiten und erdachte Personen miteinander zu verknüpfen. Die politische Atmosphäre und die Intrigen sind gut mit zu erleben.
Rheinblick ist ein interessanter Roman.
Berührend
Mein Leben mit Martha von Bergmann Martina
Martina Bergmann beschreibt mit klarer liebevoller Stimme ihr Leben mit einer älteren Dame. Der Roman „Mein Leben mit Martha“ ist eine beeindruckende Geschichte, aus ihren Erfahrungen.
Martha ist 84 Jahre alt und leidet an Demenz. Ihr Lebensgefährte ist gestorben und Martina nimmt sich ihrer an, Martina ist im mittleren Alter, als Buchhändlerin voll berufstätig, Alle Achtung.
Ihre Kämpfe mit dem Pflegestatus und besonders mit missgünstigen Nachbarn sind schwer. Am Schlimmsten ist, das Martha verunsichert wird. Sonst ist deren Verfassung noch annehmbar, sie kann den Tag über alleine verbringen. Besonders schön ist Ausdruck ihrer Krankheit, ihrer Poetischen Verfassung.
Martina, das Portrait der beiden Frauen ist eindrucksvoll.
Ich bin in den Roman getaucht und konnte die jeweilige Stimmung nachvollziehen. Es ist doch Bewunderungswert, das Martina die Aufgabe übernommen hat, Martha ein würdiges Altern zu sichern.
Der Roman lässt sich gut lesen, man bekommt ein gutes Bild dieser Krankheit. Ich wünsche Martina und Martha noch viel Kraft.
Ich möchte das Buch unbedingt weiter empfehlen.
Guter Krimi
Mitternachtsmädchen von Jonas Moström
Von Jonas Moström gibt es schon Romane mit der Protagonistin der Psychiaterin Natalie Svensson. Für mich war der Krimi „Mitternachtsmädchen“ das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe. Es wurde von Dagmar Mißfeld ins Deutsche Übersetzt.
Der Schauplatz ist Uppsala. Blonde Studentinnen sind in Gefahr.
Ein junger Mann würgt sie und nimmt dann den linken Schuh mit. Jetzt ist die erste Frau erwürgt worden, das Opfer ist die Tochter einer guten Freundin Natalies. Die Polizei hat 3 Männer in Verdacht. Natalie kennt 2 von ihnen, sie waren schon mal bei ihrin Behandlung. Alle sind total engagiert.
Nebenbei gibt es bei den Ermittlern noch private Probleme. Natalie kämpft um das Sorgerecht ihrer Kinder.
Der Autor lässt uns an der Ermittlung teilnehmen, das ist äußerst spannend. Sein Schreibstil ist beeindruckend, gleichmäßig fesselnd bis ans Ende.
Das ist ein Krimi der mir total gefallen hat und ich kann ihn empfehlen.











