Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Unterhaltung auf guten Niveau
Ana und Zak von Katcher Brian
Das Genre Jugendliteratur bewegt sich zur Zeit auf sehr hohen Niveau. Ana und Zak von Brian Katcher trägt aufgrund der Themen und der stilistischen Machart auf jeden Fall dazu.
Im Roman wechseln die Kapitel zwischen Ana und Zak.
Zak ist ein wenig ein Chaot, seine Abschnitte sind von Komik geprägt.
Er ist in seiner Crazyness aber auch sehr cool. Ich mag seine Gutmütigkeit. Die Gedanken der Intelligenzbestie Ana sind meistens ernster. Eigentlich ist sie die zynischere.
Beide verbindet familiäre Zwänge und Verluste, die noch unbewältigt sind.
Diese oder vergleichbare Konstellationen gab es schon oft, aber es funktioniert doch immer wieder, wenn es gut gemacht ist. Das ist hier der Fall.
Absurderweise spielt sich der Großteil der Handlung auf einer Science Fiction-Convention ab. Zak und Ana suchen dort Clayton, Anas jüngeren Bruder.
Dieser Schauplatz gibt Gelegenheit für viele originelle Einfälle.
Am gelungensten ist aber, mitverfolgen zu können, wie sich die Beziehung zwischen Ana und Zak immer mehr vertieft. Das hat der Autor sehr geschickt gestaltet.
Gegen Ende gibt es ein paar Übertreibungen, auf die auch hätte verzichtet werden können. Schließlich lösen sich einige Konflikte zu einfach auf. Dennoch bleibt genug bemerkenswertes für mein Fazit: Ana und Zak ist ein ansprechender, gut unterhaltender Jugendroman.
Plötzlich zu zweit
Mit jedem Jahr von Simon van Booy
Mit dem Autor Simon Van Boy ist mal wieder eine gute Neuentdeckung zu machen. Mit jedem Jahr ist ein intelligent geschriebenes Buch, das anrührt. Aber nicht so wie die pathetischen Romane eines Nicolas Sparks. Van Boy schildert auf realistische Art eine ungewöhnliche Vater-Tochter-
Beziehung.
Die junge Harvey hat bei einem Unfall ihre Eltern verloren und kommt zu ihrem Onkel Jason, den sie vorher noch nie gesehen hat.
Jason schreckt zuerst vor der Verantwortung zurück, doch schließlich nimmt er sie an. Die beiden werden eine kleine Familie, die, weil sie alleine sind, sich eng aneinander binden. Es ist ein Vergnügen zu lesen, wie gut sie sich verstehen. Es gibt auch mal Streit, aber Jason ist tolerant und Harvey im Grund vernünftig. Sie kümmern sich umeinander und als Harvey mal krank wird, erkennt der verschlossene Jason, wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen und freundet sich sogar mit den Nachbarn an.
Der Roman funktioniert auch deswegen so gut, weil die Erzählweise passend gewählt ist.
In der Gegenwart besucht Jason seine inzwischen erwachsene Tochter in Paris und in den Kapiteln dazwischen wird erzählt, wie sie einst zusammenkamen und wie sich ihr Leben entwickelte.
Anfangs dachte ich noch, das wäre umständlich erzählt, aber schließlich hat es sich genau so bewährt.
Ein wirklich gutes Buch, das seine 5 Sterne mehr als verdient hat.
Stimmungsvoll
Sturmherz,6 Audio-CD von Corina Bomann
Corina Bomanns stimmungsvoller Roman Sturmherz handelt in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Nach anfänglicher Skepsis konnte mich diese Art des Erzählens doch wieder überzeugen. Diese Methode ist im Genre nicht ungewöhnlich, mir fällt da auf Anhieb z.B. Jojo Moyes ?Eine Handvoll Worte? ein.
Doch Corina Bomann hat immerhin mit der Sturmflut in Hamburg 1962 einen authentischen Background zu bieten und weniger Kitschfaktor.
Ich habe mich wie bei ?Sturmrose? wieder für die Hörbuchversion entschieden und wie gewohnt liest Elena Wilms. Das kann ich gut verstehen. Warum etwas bewährtes, das funktioniert ändern. Aber mir ist ihre Stimme manchmal zu einschmeichelnd, jenseits irgendwelcher Brüche. Insgesamt bin ich aber mit der Leseleistung zufrieden.
Der Plot in der Vergangenheit sagt mir mehr zu als der der Gegenwart. Das liegt auch an den Figuren.
Alexa ist eher zögerlich. Die junge Cornelia hingegen ist eine mutige, zupackende Frau, die das Leben an der Wurzel packen will. Ziel der Romankonstruktion ist sicherlich auch, der zeitgenössischen dieses nahezubringen.
Sturmherz kommt nicht ganz an Sturmrose heran, dazu fehlen mir mehr Details ur Sturmflut, das hätte mich interessiert. Das Buch hält aber das gute Niveau von Corina Bomanns Romanen.
Die 6 CDs bietet wenig überraschende, aber kurzweilige Unterhaltung.
Intensives Leseerlebnis
Der letzte Überlebende von Pivnik Sam
Der letzte Überlebende ist ein Buch über den Holocaust, von einem der letzten Zeitzeugen geschrieben, einer der wenigen Überlebenden. Ein Buch dieses Themas bewertet man natürlich anders als Romane. Sam Pivniks Buch ist eine Autobiographie, ein Bericht über sein Leben und über Auschwitz. Das ist nicht in einer Form literarisch verarbeitet, wie es Imre Kertesz stets tat.
Es erinnert mehr an Primo Levis erstes Buch ?Ist das ein Mensch??, das ein genauer Bericht über das Lager war. Sam Pivniks Ansatz ist jedenfalls teilweise ein anderer, er ist nicht neutral sachlich sondern beschreibt seine Emotionen. Dabei kann manches verschwommen blieben, etwa bei der Begegnung mit dem Todesengel bleibt unklar, ob es wirklich Mengele war.
Sam Pivnik wurde von einem Ghostwriter unterstützt. Der Stil ist deshalb einfach und ungekünstelt gehalten. Eindringlich wird es dennoch und letztlich wird Sam Pivniks Bericht durch viele Fakten ergänzt. Und das wichtigste: Sam Pivniks Erzählstimme funktioniert, man ist als Leser so dicht wie möglich an ihm dran. Die Lektüre wird sehr intensiv!
Es gibt auch Beschreibungen von Sam Pivniks Lebens vor dem Lager. Schon da gab es viele Härten als die Wehrmacht 1939 Polen überfielen.
Kernstück des Buches sind dann die Lager-Beschreibungen in Auschwitz-Birkenau, die das Grauen und die Unmenschlichkeit in allen Details wiedergeben. Die komplexen Mechanismen über verschiedene Abläufe im Leben und der quälerische Alltag werden anhand von Sam Pivniks Eindrücken gut herausgearbeitet. Das ist das Verdienstvolle am Buch.
Dann hat Sam das Glück, Auschwitz verlassen zu können. Er kommt in ein anderes Lager , Fürstenberg und wird als Arbeiter im Bergwerk eingesetzt. Grauenvolle Erlebnisse warten auch da auf ihn, zum Beispiel wird er gezwungen, sich an einer Hinrichtung zu beteiligen.
Dann folgt der Todesmarsch, der ihn schließlich auf die Cap Arcona führte.
Fazit: Ein wichtiges Buch. Man muss froh sein, dass es erschienen ist, da es kaum noch Zeitzeugen gibt. Am meisten hat mich die konzentrierte Dichte des Buches beeindruckt.
Ein Buch mit Tempo und voller Energie
So, und jetzt kommst du von Arno Frank
Arno Franks "So, und jetzt kommst du" ist ein großartiger Roman, weil er wahrhaftig die Emotionen des Protagonisten widergibt. Es geht um die schwierige Kindheit eines Jungen und seiner Geschwister bei einem kriminellen Vater und einer labilen Mutter.
Das Buch ist leicht und schnell zu lesen, dabei geschickt in vier Teilen plus Epilog konzipiert.
Der erste Teil zeigt eine Kindheit in den siebziger jahren. Wer aus dieser Zeit stammt, wird viel wiedererkennen. Die Erzählweise ist sehr gelungen, da der Junge eine beobachtende Position einnimmt, dabei auch nicht immer alles versteht. Das gibt dem Text viel Glaubwürigkeit. Arno Frank taucht in die Erinnerungen tief ein, Aufgrund der Thematik wurde ich an Jeanette Walls "Schloß aus Glas" erinnert. Doch bei Arno Frank dominiert zuerst die deutsche Provinz, bis die Familie überraschend nach Frankreich geht. Später müssen sie sogar durch verschiedene Länder fliehen, weil der Vater polizeilich gesucht wird. Eine schwere Lage für die Kinder. Tragisch, dasss die Kinder so leiden müssen, denn sie sind der Situation hilflos ausgesetzt. Der Vater ist oft unberechenbar, deswegen nimmt sich der Junge auch oft in Acht vor ihm. Mit der Mutter ist es einfacher und von Liebe geprägt, aber sie wirkt schon sehr labil.Es gibt wenige Momente für den Jungen, in denen er Normalität erlebt, schnell wird er wieder daraus herausgerissen. Die Flucht geht an die Sibstanz, bis hin zur seelischen Erschöpfung.
Ich schätze es sehr, wie Arno Frank den Zeitverlauf durch Anspielungen auf Ereignsse setzt, z.B. von Grace Kellys Tod bis hin zu Tschernobyl. So kann man sich als Leser gut orientieren, ohne das auf platte Weise Jahresdaten genannt werden.
Das Buch besitzt eine innere Spannung, man ist nah dran an dem Icherzähler und kann emotional mitfühlen. Das liegt auch daran, dass eine wahre Geschichte erzählt wird.
Wirklich wieder eine originelle und gute Veröffentlichung des Tropen-Verlags.
Gespräche in der Nacht
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf ist ein ruhiges Buch, mit einer unaufgeregten Sprache. Addie und Louis, beide verwitwet, sind Bekannte und sie finden zueinander, um die Einsamkeit zu besiegen. Nachts erzählen sie sich viel, auch was es in ihrem Leben an guten und schweren gab. Sie lernen sich dadurch besser kennen und auch die Leser finden gut Zugang zu ihnen.
Sie sind realistische Figuren.
Dass Jane Fonda und Robert Redford in der kommenden Verfilmung die Rollen von Asddie und Louise spielen werden, habe ich zum Glück erst Mitte des Buches gelesen. Da hatte ich mir schon mein eigenes Bild von den Figuren gemacht.
Als Addies kleiner Enkel Jamie einige Zeit bei ihnen verbringt, sind sie fast eine kleine Familie. Sogar eine Hündin nehmen sie für Jamie zu sich.
Letztlich zeigt das Buch ein Stück US-amerikanischen Alltag.
Der Roman ist kurz und gut lesbar, deswegen schnell durch. Ich werde Addie und Louise vermissen, hoffe jedoch, noch weitere Romane von Kent Haruf zu lesen.
Unsere Seelen bei Nacht ist übrigens auch als Hörbuch, gelesen von Ulrich Noethen, erschienen.
An nur einem Tag
The Sun Is Also a Star von Nicola Yoon
Ein Roman einer amerikanischen Schriftstellerin mit jamaikanischen Wurzeln bewirkt natürlich eine hohe Glaubwürdigkeit der Gefühle eines jamaikanischen Mädchens in den USA.
Natascha ist von Abschiebung aus den USA bedroht. Ein Thema, mit dem sich heute unter Trump vermutlich viele Menschen auseinandersetzen müssen.
Abgesehen von einigen Einschüben wechseln die Kapitel zwischen Natascha und Daniel. Sie haben deutlich unterschiedliche Erzählstimmen. Das ist gut gemacht und hebt das Buch aus der Masse vergleichbarer Jugendbücher heraus. Es wirkt auf mich sehr emotional.
Die Kapitel sind betont kurz und enthalten oft viel Informationen. Der Text ist konzentriert und wirkungsvoll. Das müsse Leser älteren Datums, wie ich, etwas aufpassen. Die Informationsfülle ist auf ein jugendliches Publikum angepasst. Die Situation spitzt sich schnell zu, die Zeit drängt. Dadurch erhält die Handlung ein hohes Tempo. Langsame Oldtimer (ich!) müssen sich ranhalten.
Eigentlich wundert mich, dass es alles so schnell geht. Eine Beziehung muss sich normalerweise erst entwickeln, doch Natascha und Daniel haben offensichtlich die gleiche Wellenlänge.
Etwas irritierend sind die Ausblicke in die Zukunft von einzelnen Nebenfiguren. Das können doch eigentlich nur Prognosen sein, doch behauptet wird als Fakt. Los wird doch rückblickend erzählt und die Haupthandlung liegt in der Vergangenheit. Das merkte man zunächst nicht.
Aber das Buch ist wirklich klug gestaltet. Die Familiensituationen der beiden Protagonisten sind nicht einfach. Die beiden sind aber intelligent und sind auch zur Selbstironie fähig. Deswegen mag ich beide! Es dauert nicht lange, und das Paar ist verliebt. Aber zunächst gilt es, die schwierigen Situationen zu meistern, das heißt auch, sich gegen die Familie zu behaupten und für sich selbst einzustehen, und zusammenzuhalten solange es geht.
Spannend, aber arg konstruiert
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit von Macmillan Gilly
Der Thriller ist von kurzen Kapiteln geprägt, wobei diese aus Blickwinkel von wechselnden Figuren geschildert sind. In der Handlung wird rückwärts und vorwärts gesprungen. Das kann manchmal irritierend sein, da sich diese Handlungsstränge stilistisch nicht voneinander unterscheiden. Trotzdem liegt natürlich im Wechsel der Zeiten ein Reiz, da man als Leser so in den Rückblenden erst allmählich frühere Details erfährt.
Durch diese Form kommt man mit dem Lesen schnell voran. Außerdem sind die Erzählperspektiven komplett verschieden gehalten, so sind die Kapitel mit Zoe als Betroffene ganz anders zu lesen als die ihrer Tante Tessa oder die viel neutralere Stimme ihres Strafverteidigers Sam.
Sam war eine meiner Lieblingsstimmen, leider kommt sein Part etwas kurz.
Ein Schlüssel zum Rätsel von Marias Tod wird ein Drehbuch, das zwischen die Kapitel geschaltet ist. Das ist aber nicht gut genug geschrieben, um wirklich zu funktionieren.
Für meinen Geschmack hätten die Charaktere der Figuren schärfer geschnitten sein können. Manche bleiben profillos oder entwickeln ihr Potenzial nicht vollständig. Teile der Handlung sind mir zu arg konstruiert. Der Roman bleibt daher leicht hinter den Erwartungen zurück, aber schlecht geschrieben ist er nicht. Insbesondere der Ton und die Stimmung von Zoe ist von großer Glaubwürdigkeit. Ich war am Schluß ganz zufrieden mit dem Buch!
Der Traum vom Fliegen und von der Liebe
Der Jahrhunderttraum von Richard Dübell
Richard Dübell habe ich schon öfter gelesen und meistens sehr gerne.
Mit seiner Jahrundertsturm-Serie hat Richard Dübell einen ambitionierten Schritt getan. Neben dem zentralen Thema, dem Fliegen, ist es vor allen ein gelungenes Zeitportrait. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, leider, leider.
Das bereue ich im nachhinein.
Der actionreiche Start mit dem Zugunglück ist beeindruckend geschrieben, fast als wäre man bei der Unglücksfahrt dabei.
Ein Vierteljahr danach geht es weiter. Nach dem furiosen, temporeichen Start musste ich mich erst einmal wieder einlesen, da es zunächst gemächlicher vorangeht. Ein Höhepunkt kommt dann wieder mit dem Erfinder Lilienthal und seinem Flugapparat. Auch Levin von Briest träumt vom Fliegen. Später ist das Treffen mit Graf von Zeppelin bemerkenswert. Zwischendurch plätschert es aber auch über weite Strecken so dahin. Die Figurenentwicklung geschieht erst allmählich, doch es würde schwer fallen, die Geschwister Otto, Amalia und Levin nicht zu mögen. Ein Thema, dass dem Roman noch hinzugefügt wird, ist das der schwierigen Beziehungen, dazu gehört auch die Liebe Amalias zu Emma, nicht einfach zu realisieren im 19.Jahrhundert.
Auch Ottos Liebe zu Hermine verläuft unglücklich. Aber es gibt zweite Chancen, auf die der Leser für die sympathischen Figuren so hofft.
Der Einsatz der historischen Persönlichkeiten, die im Roman eine Rolle rund um die Fliegerei spielen, hat mir gut gefallen. Das Buch ist außerdem beeindruckend detailreich.
Der Jahrhunderttraum ist ein Roman, in dem ich nicht die ganze Zeit wirklich versunken bin, der aber doch viele gute Passagen enthält und lesenswert ist. Ich gebe 4 von 5 Sternen!
Die Saga geht weiter
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Der Ferrante-Boom ist anscheinend etwas abgeflaut, jedenfalls in den Medien nicht mehr ganz so im Fokus. Das ist mir als Leser ganz Recht, umso unbeeinflusster kann ich den Roman lesen. Und es liest sich weiterhin gut, sobald man in den richtigen Lesefluß gekommen ist.
?Die Geschichte eines neuen Namens? schließt an den ersten Teil an, liest sich fast als durchgängiger Roman.
Lina und Elena sind Anfangs dieses Buchs 16 Jahre alt und ich bin überrascht, wie reif sie wirken, obwohl sie heutzutage noch als Teenager gelten würden.
Die Frage, ob ich Lila oder Lenü interessanter finde, stelle ich mir nicht mehr. Die eine reflektiert sich in der anderen, wobei die Erzählperspektive aus Elenas Sicht bestimmend bleibt.
Lila muss leider schon sehr früh erkennen, dass ihre übereilte Heirat ein großer Fehler war. Stefano zeigt ein neues, brutales Verhalten. Das bleibt nicht unbemerkt, da Lila entsprechend schlimm zugerichtet ist, doch die Gesellschaft im damaligen Italien akzeptierte ein solches Verhalten. Ich bewundere Lilas Stärke, die widerspenstig bleibt und sich nicht ohne weiteres in ihre Rolle fügt.
Elena und Antonio trennen sich, dann trifft sie Nino, doch der interessiert sich mehr für Lila. Zwischen Nino und Lila kommt es zu einer Liebesbeziehung.
Es ist keine einfache Freundschaft, die Lila und Elena führen, oftmals brüchig, doch sie hat Bestand, obwohl sie sich lange nicht sehen.
Man hofft die ganze Zeit, das beide Frauen noch neue Perspektiven bekommen, um ihre Potenziale nutzen zu können. Das ist für das Hauptthema Ferrantes überhaupt!
Das Buch ist beeindruckend. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass es teilweise nur mühsam mit der Geschichte vorwärtsgeht und es langatmige Abschnitte gibt.
Aber ich denke, die Autorin hat schließlich die Veröffentlichung eines Buches in 4 Teilen dafür gewählt, auch einmal ausführlicher zu werden, Details auszuarbeiten und in der Summe profitiert der Leser davon.
Jetzt bleibt nur noch, auf den nächsten Teil zu warten.











