Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Langatmig
Das Buch ‚Wo ist Norden‘ der Autorin Barbara Handke konnte meinen Geschmack leider gar nicht treffen. Ich hatte arge Probleme, in die Story hineinzufinden und konnte mit keinem der Charaktere so richtig warm werden. Der Schreibstil liest sich an sich gut, war jedoch nicht in der Lage mein Kopfkino zum Leben zu erwecken.
Der von mir erdachte historische Roman kam irgendwie nicht recht durch – langwierige Beschreibungen eines Hausumbaus konnten mich nicht packen.
Nach den ersten, für mich extrem zähen, 80 Seiten habe ich das Buch für eine Weile weggelegt. Seitdem kann ich mich nicht überwinden es erneut mit ihm zu probieren – es hängt immer noch der öde und langweilige Nachgeschmack des Buches in der Luft. Ich werde dem Roman definitiv nochmal eine Chance geben. Zur jetzigen Zeit kommen das Buch und ich jedoch nicht zusammen – es packt mich nicht und kann mir kein Interesse am beschriebenen Handlungsverlauf entlocken.
Naturnah und informativ
Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund von Erwin Seitz
Dieses Buch ist viel mehr als ein Kochbuch, das den momentanen Trend der saisonalen und regionalen Küche aufgreift. Es bietet eine sehr umfangreiche Warenkunde, die in meinen Augen viel interessanter und spannender ist als der Rezeptteil des Buches.
Die Rezepte sind simpel, teilweise aber mit eher gehobeneren Zutaten, die für meinen studentischen Geldbeutel wenig erschwinglich sind.
Im gesamten bieten sie jedoch tolle Anregungen für leicht abgewandelte Eigenkreationen. Die Rezepte, die ich 1:1 nachgekocht habe, haben mir gut geschmeckt und waren nicht zu aufwändig in der Zubereitung. Die Schritte waren verständlich geschildert.
Das Buch wird für mich jedoch eher ein kleiner Faktenbegleiter werden, denn die Infos rund um die Zutaten sind sehr ausführlich und verständlich dargestellt.
Begleitet sind Rezepte und Warenkunde von sehr hochwertigen Bildern, die mir die Lust aufs Kochen nur verstärken konnten.
Dream Maker
Dream Maker - Sehnsucht von Audrey Carlan
Ich habe bereits die ‚Calendar-Girl‘ Reihe der Autorin gelesen und habe in diesem Buch eine ähnliche Handlung erwartet. Diese Erwartung wurde voll erfüllt. Meiner Meinung nach ist ‚Dream Maker‘ das gleiche Konzept, nur mit männlichen Protagonisten.
Meine Anforderungen an das Buch waren eher gering, ich habe eine seichte Story mit viel Erotik und eher direkten Beschreibungen erwartet – und genau das bekommen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die erotischen Beschreibungen sind zum Teil eher derb und generell sehr direkt. Das muss man mögen.
Die Charaktere werden insgesamt eher oberflächlich beschrieben, tiefergehend wird man die Protagonisten wahrscheinlich erst in den Folgebänden kennen lernen. So meine Vermutung.
Insgesamt habe ich mit dem Buch das erhalten, was ich erwartet habe: eine schnelle und leichte Lektüre, die ich lesen kann ohne meinen Kopf groß anstrengen zu müssen. Wer eine tiefgehende Story sucht wird mit diesem Buch keine Freude haben.
Zu nah
Zu nah von Kiernan Olivia
‚Zu nah‘ ist das erste Buch, dass ich von der Autorin Olivia Kiernan gelesen habe. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist eingängig und passt gut zu den Charakteren.
Protagonistin Frankie Sheehan ist eine solide Hauptfigur. Lädierte Kommissar/innen scheinen in letzter Zeit arg in Mode gekommen zu sein.
Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, in dem der/die Protagonist/in keinen Knacks weg hatte. So auch in diesem Buch. Insgesamt konnte mich Frankie nicht großartig vom Hocker hauen, sie ist jedoch insgesamt facettenreich dargestellt. Sie ist mir durchaus sympathisch und ihre Art ist durchaus authentisch. Wahrscheinlich bin ich das Bild des angeknackten Protagonisten überdrüssig, so dass ich nur bedingt Begeisterung aufbringen konnte. Die Nebencharaktere sind insgesamt realistisch dargestellt, hier geht die Autorin jedoch nicht über das Mindestmaß an nötigen Informationen hinaus.
Die Handlung hatte für mich ihre Höhen und Tiefen. Einige Stellen habe ich als langatmig und wenig spannend erlebt, andere waren dann schon eher spannend. Den richtig großen „Thrill“ habe ich in diesem Buch jedoch nicht gefunden. Für mich waren ganze Handlungsstränge vorhersehbar und daher nur minder spannend. Insgesamt ist die Handlung jedoch um ein interessantes Thema aufgebaut, so dass ich gern am Ball geblieben bin und trotz Vorhersehbarkeit das Interesse nicht verloren habe.
Insgesamt konnte mich ‚Zu nach‘ nur mäßig überzeugen. Es ist ein solider Thriller, den ich sehr schnell durchgelesen habe und der mir einige nette Stunden beschert hat. Die ganz große Spannung ist hier jedoch nicht zu finden.
Eine Liebe in Apulien
Eine Liebe in Apulien von Sabrina Grementieri
Schon das Cover macht deutlich, dass es sich hier um einen seichten, sommerlichen Roman handelt. Dieser Prämisse hat das Buch dann auch entsprochen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und sehr bildreich. Die vielen detailreichen Beschreibungen machen das Lesen zunächst ein wenig schwerer, ich habe mich jedoch sehr schnell daran gewöhnt und großen Gefallen daran gefunden.
Meinem Kopfkino wurde in diesem Buch ausreichend Grundlage gegeben.
Die Handlung konnte mich positiv überraschen. Ich war auf eine eher seichte und wenig anspruchsvolle Lektüre eingestellt. Die Handlung konnte mich dann jedoch sehr fesseln und durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Anderes hingegen war ziemlich vorhersehbar, insgesamt war es eine ausgewogene Mischung,
Geschildert wird die Geschichte aus einer auktorialen Sicht, so dass man als Leser einen guten Überblick über die Charaktere und deren Sichtweisen hat. Die Charaktere sind solide dargestellt.
Insgesamt hat ‚Eine Liebe in Apulien‘ meine Erwartungen erfüllt. Dieses Buch ist sicher keine anspruchsvolle Lektüre, für einen sonnigen Tag ist es jedoch genau das richtige. Die Geschichte plätschert vor sich hin ohne langweilig zu werden und versetzt den Leser in das sonnige Italien.
Lass uns über Style reden
Lass uns über Style reden von Michael Michalsky
Der Klappentext des Buches kann vermuten lassen, dass es sich bei dem Buch von Michael Michalsky um eine Art Ratgeber handelt. Mein erster Eindruck hat mich zu der Annahme kommen lassen, dass sich hier vielleicht der ein oder andere Tipp für ein ‚stylisheres‘ Leben finden lassen.
Meine Annahme war nicht komplett falsch – dennoch hat das Buch mir nicht das geboten, was ich mir erwartet habe.
Herr Michalsky sinniert in diesem Buch über seine Einstellung zum Thema ‚Style‘. Es gibt einige sehr angenehme Passagen. Für mich waren das die persönlichen Momente, in denen er von seinem Leben und Werdegang spricht. Beim Lesen merkt man, dass er viel recherchiert hat – er spricht Studien an, vergleicht Ergebnisse. Ich hätte mich gefreut an irgendeiner Stelle auch die Namen der Studien zu erfahren, um sich mit dem ein oder anderen interessanten Ergebnis näher beschäftigen zu können.
Insgesamt habe ich das Buch als ein großes „Ich finde, dass…“ empfunden. Was ja auch verständlich ist. Dennoch hatte ich zu oft den Eindruck, dass die persönlichen Ansichten des Autors als die einzig wahren glorifiziert wurden. Das hat viele Passagen arrogant und überheblich wirken lassen und mir ein wenig den Spaß an der Lektüre genommen.
‚Lass uns über Style reden‘ ist ein kurzweiliges und partiell interessantes Buch. Ich persönlich konnte daraus jedoch keinen Mehrwert ziehen und frage mich mit welcher Intention es denn genau auf den Markt gekommen ist – das wurde mir beim Lesen nämlich nicht klar.
Nackt über Berlin
Nackt über Berlin von Ranisch Axel
‚Nackt über Berlin‘ erzählt eine durch und durch kuriose Geschichte im Herzen Berlins. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und humorvoll.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: der von Jannik und dem Rektor. Jannik ist ein eigenwilliger Protagonist, mit dem ich erst im Laufe des Buches warm geworden bin.
Tai konnte mit hingegen gar nicht sympathisch werden und auch mit dem Rektor bin ich nicht ganz warm geworden. Die Charaktere sind insgesamt durchaus liebevoll und durchdacht gestaltet, für mich aber nur bedingt realistisch. Als Leser wird man gleich vollständig in die Handlung hinein geworfen und steht mitten im pubertären Leben von Jannik und Tai. Für mich weist die Handlung einige unnötige Längen auf, die den Lesefluss ein wenig gestört haben. Der Autor Axel Ranisch kann die Spannung dennoch geschickt aufbauen, so dass mir eher selten langweilig geworden ist. Hinter der Entführung und deren Folgen steht eine Moral, was schon relativ früh im Buch deutlich wird. Ich finde es schön, dass kontinuierlich auf diese hingearbeitet wird. Obwohl die Handlung ziemlich unrealistisch ist, konnte ich mir die Gegebenheiten gut vorstellen und mich gut in die Szenerie des Buches einfühlen.
Insgesamt ist ‚Nackt über Berlin‘ eine solide Coming-of-Age-Geschichte, die mit einem tollen Humor besticht.
Was die Covergestaltung angeht bin ich übrigens ziemlich ratlos – mit dem Inhalt hat sie nämlich rein gar nichts zu tun…
Für immer ist die längste Zeit
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie – ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady – herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert.
Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen. Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt – sie ist ja auch neu hier.
‚Für immer ist die längste Zeit‘ ist der Debütroman von Abby Fabiashi. Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist schnörkellos und direkt. Gefühle kann er nach meinem Empfinden nur bedingt vermitteln, teilweise kam es mir etwas hölzern vor. Die Story ist durchaus emotional, das Thema Selbstmord und Umgang mit diesem wurde gut aufgegriffen. Für mich waren die Reaktionen der verbliebenen Menschen durchaus authentisch dargestellt. Dennoch blieben die Schilderungen distanziert und ich konnte mich nicht wirklich in die emotionale Lage der Charaktere hineinversetzen.
Die Handlung wird aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert, so dass man als Leser stets gut im Bilde über alle Gefühlslagen und Ansichten ist. Wirklich ans Herz ist mir keiner der Charaktere gewachsen. Ich habe ihren Werdegang gern verfolgt, habe jedoch nicht mitgefiebert.
Richtig packen konnte mich das Buch jedoch nicht, dafür hatte es zu viele Längen. Zum Ende hin nimmt die Story nochmals ein wenig Fahrt auf, was zumindest die letzten Seiten angenehm macht.
Die amerikanische Prinzessin
Die amerikanische Prinzessin von van der Zijl Annejet
‚Die Amerikanische Prinzessin‘ von Annejet van der Zijl ist eine biografische Erzählung über das Leben der Allene Tew. Allene war mir bis dato kein Begriff, ihren Namen habe ich vorab in keinem Zusammenhang gehört. Daher war dieses Buch für mich gleichzeitig die Entdeckung einer komplett neuen Person.
Mit dem Schreibstil bin ich zuerst nicht wirklich klargekommen, ich habe einige Anläufe gebraucht, um mich diesem Buch zu nähern und auch am Ball zu bleiben. Die Erzählung basiert auf der Wiedergabe vieler Quellen, was sich auch beim Lesen bemerkbar macht. Da dieses Buch jedoch eine Biografie darstellt, ist dies zu erwarten und für meinen Geschmack wenig störend. Sehr schön fand ich die beigefügten Bildseiten, die den Text passend illustrierten und das Ganze für mich greifbarer gemacht haben.
Die Kapitel geben einzelne Lebensabschnitte wieder, die zu einem großen Teil von diversen Schicksals- und Rückschlägen geprägt sind. Bereits in den ersten Kapiteln wird klar, dass Allene Tew eine sehr starke Frau ist, die sich von keiner Widrigkeit aus der Bahn werfen lässt. Eine Eigenschaft, der ich viel Respekt entgegenbringe. Pro- und Epilog bilden eine Einheit, so dass die Erzählung recht rund ist. Neben den persönlichen Wendungen spielen auch die beiden Weltkriege eine zentrale Rolle. Ich fand es äußerst interessant, wie die Auswirkungen derer beschrieben wurden – für ich auch mal in einem neuen Licht.
Insgesamt war ich nach der Beendigung des Buches jedoch ein wenig ernüchtert. Die Geschehnisse waren gut wiedergegeben, ich habe die Handlung als sehr lehrreich empfunden. Mein Interesse an Allene Tew ist jedoch nicht gewachsen und ich habe mich mehrmals gefragt, warum sie die Hauptfigur dieses Buches geworden ist. Sie ist unzweifelhaft eine bemerkenswert starke Frau, die einen Lebenslauf mit vielen Höhen und Tiefen aufweisen kann – doch damit ist sie glaube ich nicht die Einzige ihrer Generation. Ich habe das Buch gern gelesen, wirklich fesseln konnte es mich jedoch nicht…
Der Wortschatz
Der Wortschatz von Vorpahl Elias
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Die Zeichnung harmoniert sehr gut mit dem Titel und auch der Klappentext passt sich gut in dieses Gesamtbild ein. Die Zeichnung des Covers setzt sich im Buch teilweise fort. Zu Beginn eines jeden Kapitel ist ein Buchstabe stilisiert und in ein Bild eingefasst.
Auf den Seiten lassen sich ab und an kleine Zeichnungen finden. Diese Details machen das Lesen noch angenehmer und zeigen, dass sich bei der Gestaltung wirklich Gedanken gemacht wurden.
Das Wort, Hauptcharakter des Buches, ist mir von Beginn an sympathisch gewesen. Ich habe jedoch einige Seiten gebraucht, um in die Welt der Worte hinein zu finden. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, er ist ab und an ein wenig abstrakt – passend zum restlichen Inhalt.
Die Handlung hat mich zunächst etwas verwirrt, als ich mich jedoch darauf einlassen konnte, habe ich sie genossen und das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Auf der Reise des Wortes lernt man als Leser so einiges über die Welt der Sprache, der Wörter und Schrift. Vieles ist sehr abstrakt, anderes bleibt ein wenig schwammig. Insgesamt lebt dieses Buch meiner Meinung nach von den Feinheiten, den die Story an sich hat mich nicht zur Gänze packen können. Vor allem vom Ende habe ich mir etwas mehr erhofft, hier wurde ich ein wenig enttäuscht.
Insgesamt ist ‚der Wortschatz‘ von Elias Vorpahl ein sehr interessantes Buch, das ganz anders ist, als erwartet und durch Liebe zum Detail auffällt. Das Große und Ganze ist stimmig, die Geschichte als Ganzes konnte mich nicht durchgehend überzeugen.










