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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Siebzehn

Siebzehnter Sommer von Maureen Daly

'Siebzehnter Sommer' ist ein eher unaufgeregter Liebesroman, der die erste Liebe eines jungen Mädchens nachzeichnet. Aus heutiger Sicht lesen sich einige Passagen etwas fremd, was daran liegt, dass dieses Buch bereits 1942 erschienen ist.
Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte nochmals in ein anderes, spannenderes Licht gerückt.

Zur damaligen Zeit wurden die Vorgehensweisen sicher in ein adäquates Licht gestellt, inzwischen sind mir viele Gedanken und Bräuche fremd. Daher fiel es mir sehr schwer mich in die Protagonistin hinein zu denken.
Dennoch habe ich in diesem Buch eine schöne, seichte Lektüre gefunden. Inhaltlich passiert eher wenig, was durchaus reizvoll ist - so konnte ich ich eher auf die Protagonisten konzentrieren. Aber auch hier fiel es mir teilweise schwer mit der heutigen Denkweise und den dort beschriebenen Dingen konform zu gehen.

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Sonntagskind

Mein Leben als Sonntagskind von Visser Judith

'Mein Leben als Sonntagskind' von Judith Visser ist ein gut geschriebener Roman über das Aufwachsen mit unentdecktem Asperger. Für mich als Person, die beruflich viel mit Menschen aus dem Autismusspektrum in Kontakt steht, war es nochmals besonders spannend, ein wenig "hinter die Kulissen" schauen zu können.

Teilweise fand ich das Buch ziemlich anstrengend zu lesen und musste längere Pausen einlegen. Ob es nun am Schreibstil oder der phasenweise etwas langgezogenen Handlung lag kann ich nicht genau differenzieren. Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch schnell fesseln und ich habe Jasmijn gern begleitet und heranwachsen sehen.
Die Autorin hat selbst Asperger und somit konnte ich die Schilderungen als sehr authentisch und lebensnah einordnen.
Insgesamt ein tolles Buch, dass mir inhaltlich sehr sehr gut gefallen hat, jedoch für mich etwas schwierig zu lesen war. Daher keine volle Punktzahl.

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Witchmark

Witchmark von C. L. Polk

"Witchmark. Die Spur der Toten" ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe der Autorin C. L. Polk. Der Schreibstil ist eher geradlinig und wenig ausschmückend, dennoch konnte er mein Kopfkino gut füttern, so dass ich schnell eine Lebhafte Szenerie im Kopf hatte.
Miles Singer ist ein überaus sympathischer Protagonist, der facettenreich gestaltet ist und somit nicht langweilig wird.

Auch die weiteren Charaktere sind vielschichtig gestaltet.
Der Spannungsbogen ist schlau gestaltet, auch wenn es einige Längen im Buch gab. Zum Ende hin wird es sehr spannend, ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Insgesamt konnte mich die Story überraschen, einige Wendungen waren jedoch mehr als vorhersehbar und meinem Empfinden nach demnach eher platt.
Ich hätte mich gefreut, wenn dieses Buch ohne die (scheinbar inzwischen überall notwendige) Liebesgeschichte ausgekommen wäre. Das hat meiner Begeisterung für die Story einen kleinen Dämpfer versetzt, da ich es zu großen Teilen eher unnötig fand - vielleicht legt es aber auch den Grundstein für mehr - das kann nur der nächste Band verraten...
Insgesamt ist "Witchmark" ein spannender Fantasy-Roman, der mit zunehmender Seitenzahl an Spannung gewinnt.

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Das Haus meiner Eltern

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume von Ott Ursula

"Das Haus meiner Eltern hat viele Räum" von Ursula Ott ist eine angenehme Mischung aus persönlichem Erleben und Sachbuch.
Die wichtigsten Punkte, die vor der Entrümpelung des Elternhauses anstehen, hat sie in diesem Buch kurzweilig angesprochen und diskutiert. Mir persönlich fehlte jedoch ein wenig der Tiefgang, meines Erachtens blieb es oftmals an einer recht oberflächlichen Betrachtung.

Dennoch bildet das Buch durch seine Themenfülle ein gutes Gesamtbild.
Auch der Schreibstil ist recht kurzweilig, wodurch ich das Buch schnell durchgelesen hatte. Es war spannend ein wenig in die persönliche Welt der Autorin eintauchen zu können.
Am besten hat mit der letzte Teil des Buches ("A bis Z") gefallen, hier kann man als Leser einige Tipps und Kniffe für eigene anstehende Entrümpelungen mitnehmen.
Insgesamt ein solides Buch zu einem wichtigen Thema, das mich jedoch nicht nachhaltig von sich begeistern konnte.

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Lustvolles Erwachen

Lotus House - Lustvolles Erwachen von Audrey Carlan

Die Yoga-Lehrerin Genevieve Harper findet nach dem tragischen Unfall ihrer Eltern Halt und Kraft im Lotus House. Als der attraktive Baseballspieler Trent Fox auftaucht und Privatstunden bucht, ist ihr zunächst alles andere als nach einem heißen Abenteuer. Doch sie ahnt nicht, dass Trent ihr zeigen wird, wie sinnlich die Kunst des Yogas sein kann …

"Lotus House - Lustvolles Erwachen" ist der Auftakt einer neuen Reihe der Autorin Audrey Carlan.

Nachdem ich bereits die "Calendar Girl" und "Dream Maker" Reihen verschlungen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Und es konnte meine Erwartungen erfüllen, wenn auch nur knapp.
Eine schöne Abwechslung ist die wechselnde Sicht der Protagonisten. Dadurch hatte ich das Gefühl sowohl Trent als auch Genevieve gut kennen lernen zu können. Beide Charaktere sind solide und einigermaßen vielschichtig aufgebaut, so dass es nicht all zu schnell langweilig wurde mit den beiden. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm ´, sodass man kaum merkt, wie die Seiten nur so dahin fliegen.
Die Storyline konnte mich wenig überraschen, sie bleibt (wie ich finde eher typisch für das Genre) ein wenig flach und einige Wendungen waren entweder unnötig oder überzogen. Der Fokus ist durchaus stark auf die erotischen Szenen gesetzt, was stellenweise auch überzogen, beinah vulgär anmutet. Insgesamt ist es jedoch eine nette und runde Story, die frau gut zwischendurch "wegschnökern" kann.
Bei diesem Buch erwartet einen keine anspruchsvolle Literatur, sondern ein entspannt seichtes Buch für laue Sommerabende.

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Madame Piaf und das Lied der Liebe

Madame Piaf und das Lied der Liebe von Michelle Marly

Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und Biografie, die sich um die Jahre vor dem "Absturz" von Edith Piaf drehen. Die Idee zu dem Buch gefällt mir äußerst gut und man hat hierdurch eine Chance das Leben der berühmten Sängerin aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wirklich packen konnte mich die Darstellung der Protagonistin jedoch nicht - woran es genau liegt kann ich gar nicht richtig in Worte packen.

Es fehlte einfach der letzte Funke, der mich in die Story hinein zog und mich begeistern konnte. Die ständigen Liebeleien und Rangkämpfe mit Yves waren mir eher gleichgültig, was der Handlung einen faden Beigeschmack bescherte...
Ob es nun an der Figur an sich, oder an dieser spezifischen Darstellung lag - die Storyline war fad und die Charaktere oberflächlich gezeichnet.
Emotional konnte mich das Nachwort am meisten packen. Sehr schade für das Buch, denn ich habe es eher aus Pflichtgefühl ausgelesen, statt aus echtem Interesse an der Handlung.

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Das Vogelhaus

Das Vogelhaus von Eva Meijer

Len Howard (1894-1973) verbrachte die zweite Hälfte ihres Lebens in einem kleinen, abgelegenen Haus in Südengland. Sie veröffentlichte äußerst erfolgreiche Bücher über die Vögel, die sie in ihrer Umgebung beobachtete, galt als Pionierin auf dem Gebiet der Tierforschung. Die Grundlage ihrer Studien war das Vertrauen, das sie zu den scheuen Tieren aufbaute, sie erforschte ihren Gesang, ihren Charakter, ihre Eigenarten und Gewohnheiten in der Natur.

Und tatsächlich wurde ihr Cottage ein echtes „Vogelhaus“, in dem die Meisen und Drosseln ein- und ausflogen – wenn es Len Howard denn gelang, unerwünschte Besucher fernzuhalten.

Mit diesem Buch ist es der Autorin Eva Meijer gelungen einen authentischen Blick auf das Leben von Len Howard, die mir bis zu diesem Buch nicht bekannt war, zu geben.
Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite mitziehen und war frisch und angenehm zu lesen. Die Sprache ist passig zur Geschehenszeit.
Die Handlung läuft bis auf eine Vorblende am Anfang des Buches chronologisch, als Leser wächst man so mit Len auf und begleitet sie durch ihr Leben. So lernt man Len in all ihren Facetten kennen, auch wenn ich einige Handlungen als sehr oberflächlich und schnell abgehandelt empfunden habe.
Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die mit Sternchen betitelt sind. Diese Kapitel widmen sich der Beziehung zwischen Len und einer Meise.
Die zweite Hälfte des Buches fand ich eingängiger und spannender, leider blieb einiges für mich zu oberflächlich, ich hätte mir mehr Tiefe in der Handlungserzählung gewünscht.
Insgesamt ist "Das Vogelhaus" jedoch ein durchaus lesenswertes Buch, das mir einige angenehme Stunden bereitet hat.

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Scharfstellung

Scharfstellung von Heike Melzer

Sex geht heute auch ohne Partner! Das ist zumindest eine der Entwicklungen, die Heike Melzer täglich in ihrer Praxis beobachtet. Heike Melzer beleuchtet messerscharf diese brisanten Entwicklungen ungeahnten Ausmaßes, die uns früher oder später alle betreffen werden, sei es im Freundeskreis, der eigenen Familie oder Partnerschaft.

'Scharfstellung' von Heike Melzer verspricht ein Buch, das sich tabulos der heutigen Sexualität mit all ihren Facetten widmet. Die inhaltliche Aufarbeitung ist sehr faktenlastig, ich hätte mir öfter auflockernd Beispiele gewünscht. Ja, es ist ein Sachbuch - dennoch ginge es auch weitaus weniger staubig und ermüdend. Insgesamt werden viele Themen angesprochen, was durchaus interessant ist. Leider blieben die Ausführungen dabei oft oberflächlich - ich hätte mir mehr inhaltliche Tiefe und dafür ein geringeres Themenspektrum gewünscht. Qualität vor Quantität.
Schade, denn die Thematik hat durchaus Potential ein spannendes Sachbuch zu füllen - hier ist es der Autorin leider nicht so recht gelungen.

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Königskinder

Königskinder von Alex Capus

Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der französischen Revolution, ihren Anfang nimmt.
Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt.

Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen. Ein hinreißendes Spiel zwischen den Jahrhunderten.

Der Schreibstil des Autors ist extrem angenehm zu lesen und durchaus eigen. Das verleiht der Story einen ganz eigenen Charme. Ich finde, dass der Autor die Handlungsstränge um Tina/Max und Jakob/Marie sehr gut miteinander verwoben hat. Sie haben gut miteinander harmoniert und die Erzählung wirkte insgesamt sehr echt.
Für mich hat jedoch ein wenig Tiefe gefehlt. Es schien mir alles relativ belanglos und oberflächlich zu sein, wodurch zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen konnte. Daher hat mich die Story auf emotionaler Ebene nicht erreicht.
Insgesamt ist die Geschichte wirklich nett zu lesen, nachhaltig begeistern konnte sie mich aber nicht.

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Mit der Faust in die Welt schlagen

Mit der Faust in die Welt schlagen von Rietzschel Lukas

Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat.

Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.

Sprachlich konnte mich dieser Roman gleich von der ersten Seite ab begeistern. Der Schreibstil ist eindringlich und direkt, konnte mich trotz seiner Knappheit gut in das Geschehen hineinversetzen.
Die beiden Brüder waren durch den Erzählstil gleichzeitig nah und doch seltsam distanziert, was gerade beim Fortschreiten der Handlung Spannung aufbauen konnte.
Zum Inhalt bin ich eher zwiegespalten, ich habe wahrscheinlich mehr erhofft. Ich empfinde die Perspektive als sehr nüchtern, was der Story einen extrem interessanten Standpunkt verschafft. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass einige Zusammenhänge, und v.a. die Radikalisierung (bzw. die Schritte dazu) in zu weiten Sprüngen erzählt wurden. So habe ich für mich den fortschreitenden Prozess gar nicht richtig wahrnehmen können,sondern habe mich am Ende des Buches gefragt, warum genau es denn nun dazu kam...
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich fand es eindringlich und packend. Dennoch konnte es dem Hype in meinen Augen nicht gerecht werden.

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