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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Riesen sind nur große Menschen

Riesen sind nur große Menschen von Frauchiger René

Dieser Roman ist in vielerlei Hinsicht besonders: Da ist zum Einen Achilles, ein nicht ganz gewöhnlicher Protagonist, der ein ganz besonderes Talent hat. Dann ist der Erzähler der Geschichte allgegenwärtig. So spricht er nicht nur zum Leser, sondern führt auch aktive Dialoge mit den Protagonisten, denn diese können den Erzähler hören.

Dieser Umstand führt zu einer spannenden Beziehungsgestaltung, denn die Einzelnen Protagonisten lernen sich so untereinander auf eine ganz besondere Art und Weise kennen.

Die Protagonisten werden abwechselnd intensiv vom Erzähler begleitet, wodurch man als Leser einen guten Blick über alle wichtigen Personen erhält. Ich hätte mir an dieser Stelle häufig ein wenig mehr Facettenreichtum gewünscht. Oft habe ich mir gewünscht, dass Beziehungen, Hintergründe oder Erlebnisse tiefgehender beschrieben werden - für mein Empfinden kratzt die Handlung eher an den jeweiligen Oberflächen. Dennoch verfolgt man als Leser eine spannende und wahnwitzige Verfolgungsjagd, die man sich nicht erträumen könnte. Um hier bei der Stange zu bleiben und die gesamte Verrücktheit zu begriefen, benötigt einige Konzentration - aber es lohnt sich.

Das gesamte Handlungssetting ist ebenso außergewöhnlich, wobei das Buchcover dazu einen guten Tipp gibt... Der Schreibstil ist direkt, schörkellos, dennoch bildhaft und passt zum Inhalt. Es fallen zudem immer wieder gesellschaftskritische Analogien auf - Parallelen zu unserer Welt, die die Handlung wieder realer erscheinen lassen.

Insgesamt bin ich von diesem Buch sehr überrascht. Ich kann nicht genau sagen, was ich hinter dem (wirklich tollen!) Cover und dem Klappentext vermutet habe, aber das, was sich dahinter verbirgt übersteigt meine Fantasie. Ich glaube, ich für meinen Teil muss das Buch eine ganze Weile sacken lassen, um es besser zu verstehen.

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Cursed Kiss

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss von Falk Alana

Schon das Cover ist absolut beaubernd. Es wirkt mystisch und gleichzeitig edel, mich hat es sofort dazu gebracht mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Der Klappentext verspricht eine aufregende Romantasy mit Spannung.
Mich haben schon die ersten Seiten des Buches packen können, der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig zu lesen.

Schreibstil und Sprache passen gut zum Genre 'Jugensliteratur'. Generell hat mich die Sprache der Autorin positiv überrascht, sie ist nicht nur sehr bildhaft, sondern auch teilweise fast schon poetisch.
Die Story wird aus den Perspektiven von Erin und Arden erzählt, als LEser lernt man also beide Charaktere gut kennen. Ich fand sowohl Erin als auch Arden außerst sympathisch und konnte so zügig mit ihnen mitfiebern - auch, wenn die eigentliche Spannung erst in der zweiten Buchhälfte begann. Der etwas verzögerte Spannungsaufbau fällt für mich aber nicht negativ ins Gewicht, so hatte ich mehr Zeit die Charaktere, die allesamt facettenrecih gestaltet wurden, kennen zu lernen.
Die Autorin hat sich zu einem großen Teil an der griechischen Mythologie inspiriert, diese Elemente gefallen mir besonders gut.
Das Ende des Buches ist ein einziger großer Cliffhanger, der mich gebannt auf den zweiten Band der Saga warten lässt....

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Qube

Qube von Tom Hillenbrand

"Qube" ist das zweite Buch vom Autor Tom Hillenbrand, das in der Welt der Hologrammatica spielt. Ich kenne das erste Buch nicht und bin daher ganz ahnungslos an das Buch herangegangen... und war dann sehr verwirrt.
Die Welt ist sehr komplex und auch, wenn sie in nicht all zu ferner Zukunft spielt, ist nur wenig so, wie es heute ist.

Die technologischen Möglichkeiten haben mir durchaus einige Male Kopfzerbrechen bereitet, da hätte ich mir mehr Vorwissen gewünscht. Ich würde also durchaus empfehlen den Vorgänger gelesen zu haben.
Das Storytelling ist sehr vielschichtig, als Leser muss man mehreren, teils scheinbar zeitlich versetzten Erzählsträngen folgen. Für mich war es zu Beginn sehr unübersichtlich. Die einzelnen Stränge haben dann aber alle zusammengefunden, wenn auch auf teilweise sehr abstrakte Weise. Das Buch war als Thriller ausgeschrieben, ich hingegen fand es ziemlich langatmig und wenig nur sporadisch spannend. Vor allem die erste Hälfte des Buches konnte mich nicht packen und beinah hätte ich das Buch abgebrochen. Mit ein wenig Durchhaltevermögen erreicht man dann aber doch einige spannende Stellen.
Die Charaktere waren eher oberflächlich beschrieben, was auch daran liegen kann, dass hier ziemlich viele Personen agieren und im Fokus stehen - da bleibt wenig Platz für tiefgehende Charakterbeschreibungen. Schade, denn ein ansprechender Protagonist hätte eventuell ein wenig mehr rausreißen können...
Inhahtlich war dieses Buch für mich eher ein Sci-Fi-Roman mit ein paar Fanatsy-Elementen - Thrill habe ich auf ganzer Linie vermisst.
Insgesamt konnte "Qube" meine Erwartungen nicht im Ansatz erfüllen. Schade, denn ich habe mir mehr Spannung und auch mehr Tiefe erwartet.

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Die Ewigkeit in einem Glas

Die Ewigkeit in einem Glas von Kidd Jess

Dieses Buch ist mein erstes der Autorin Jess Kidd und es witd voraussichtlich nicht mein letztes sein. Besonders der Humor in diesem Buch hat meinen Geschmack getroffen. Die Beschreibungen der Charaktere sind teilweise wirklich extrem skurril und haben voll meinen Geschmack getroffen.
Auch die Handlung an sich kann einer gewissen Komik nicht entbehren und so habe ich häufiger vor mich hin gekichert als ich das Buch gelesen habe.

Wer einen spannenden und gleichzeitig humorvollen Zeitvertreib im Winter sucht, ist mit diesem Buch gut aufgehoben.

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Heimat ist ein Sehnsuchtsort

Heimat ist ein Sehnsuchtsort von Münzer Hanni

Der Schreibstil des Buches war für mich gewöhnungsbedürftig, hat mir aber schlussendlich viel Freude bereitet. Die Erzählung ist beinahe schon melodisch und bildreich.
Besonders gut haben mir die Charakterdarstellungen gefallen. Jeder Charakter hat Tiefe und wirkt somit sehr authentisch und realitätsnah.

So konnte ich mich gut in die Handlungsstränge der verschiedenen Zeitebenen einfühlen und die Familie Sadler begleiten.
Insgesamt ist die Handlung jedoch recht übersichtlich, beinah bin ich versucht zu sagen, dass sie so dahin plätschert... "Heimat ist ein Sehnsuchtsort" ist für mich ein angenehmes Buch für zwischendurch mit einer tollen Charaktervielfalt.

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Die Hölle auf Erden

Heimat ist ein Sehnsuchtsort von Münzer Hanni

Dieses Buch bietet einen Augenzeugenbericht einer wahrlich schrecklichen Zeit. Mary Berg lebt als Tochter einer Amerikanerin im Warschauer Ghetto und hat ihre damaligen Eindrücke in kleinen Notitzheften festgehalten. Die Anschauung ist sehr sachlich und zeigt kaum Emotionen. Diese Betrachtungsweise erschien mir zugleich fremd als auch sehr nachvollziehbar.

Ich glaube, dass Menschen diese Gräueltaten nur durchstehen konnten, indem sie sich emotional davon abtrennten.
Dieses Buch ist in meinen Augen eine sehr wichtige Erinnerung, die nicht vergessen werden darf.
Der Schreibstil war für ich zunächst gewöhnungsbedürftig, ich bin mit der Zeit jedoch besser damit zurecht gekommen.

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Das Ting

Das Ting von Artur Dziuk

„Das Ting“ vom Autor Artur Dziuk ist ein absolut spannender, gleichzeitig dystopisch-anmutender und doch erschreckend realer Roman.
Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der vier Hauptcharaktere (Linus, Niu, Adam, Kasper) erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieser wilde Mix aus Persönlichkeiten macht das Zusammenspiel sehr interessant und auch in wenig konfliktbeladen.

Alle haben jedoch ein Ziel: das Ting groß rausbringen.
Dieses Ziel vor Augen nimmt das Unheil seinen lauf. Der Autor schafft es mit einer sehr bildhaften und modernen Sprache die einzelnen Schicksale und Verwicklungen erschreckend lebensnah darzulegen. In dem Buch finden sich immer mal wieder größere Zeitsprünge, die anzeigen, wie viel Zeit bei dem Entwicklungs- und Marketing-Prozess ins Land streicht. Die Zeitsprünge machen die Entwicklungen für mich jedoch nicht abstrakter – ganz im Gegenteil: harsche Brüche zeigen sich so viel deutlicher.
Die Charaktere sind allesamt sehr lebensnah und mir mehr (Niu und Linus) oder weniger (Adam) sympathisch. Insgesamt wirken sie alle authentisch und vielschichtig.
Die Story hat einen guten Spannungsbogen und ich konnte das Buch schlussendlich nicht mehr aus den Händen legen.

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Drei - unaufgeregt spannend

Drei von Dror Mishani

Dror Mishani ist mit dem Buch "Drei" eine wirklich außergewöhnliche Kriminalgeschichte gelungen. Das Buch gliedert sich in drei Teile, die unabhängig voneinander spielen. Die zunächst einzige Verbindung ist Gil.
Den ersten Teil fand ich sehr langatmig und zäh, ich wusste nicht recht, in welche Richtung dich das Buch entwickeln wird.

Umso mehr hat mich das Ende von Teil eins überrascht. Danach nahm die Handlung mit dem zweiten Teil etwas mehr Fahrt auf, blieb aber dennoch ruhig und unaufgeregt in der Erzählweise. So verhielt es sich auch im dritten Teil, obwohl die Sprache hier eindringlicher wurde und auch die Handlung schneller lief.
Insgesamt hat mich das Buch auf ganzer Linie überrascht - wirklich begeistert bin ich aber dennoch nicht. Dazu hat mir ein wenig Schwung gefehlt und auch zu Beginn mehr Spannungsaufbau wäre wünschenswet gewesen. Aber auch gerade in der eher zurückhaltenden Art, die stetigen Wendungen und Unvorhersehbarkeiten darzustellen, liegt ein gewisser Reiz.
"Drei" ist ein Buch, das extrem unaufgeregt eine brisante Story erzählt, dabei ein genaues Ende in meinen Augen leider auslässt, so dass ich immer noch einige Puzzlestücke im Kopf habe.

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Wir von der anderen Seite

Wir von der anderen Seite von Decker Anika

Laut Klappentext handelt es sich bei diesem Buch um eine eher ernste Thematik, die mit einer ordentlichen Portion Humor dargestellt wird. Da hat mich der Klappentext leider ziemlich in die Irre geleitet...
Die grundlegende Thematik ist durchaus ernst und bietet eine tolle Grundlage, jedoch wurde das Potential meiner Meinung nach überhaupt nicht ausgeschöpft.

Der Humor trifft zwar meinen, dennoch fand ich ihn zu überlagernd - auf jeder Seite ein reißerischer Spruch, so dass man nie recht zu Protagonistin Rahel durchdringen konnte. Wie es in ihrem Inneren wirklich aussieht weiß ich immer noch nicht.
Der Spannungsaufbau ist leider auch nicht recht gelungen, phasenweise hat mich das Buh arg gelangweilt. Schade drum!
Weder Charaktere noch Handlung haben mich an das Buch fesseln können. Mir hat Tiefe und Echtheit gefehlt.

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Gespräche mit Freunden

Gespräche mit Freunden von Sally Rooney

Der Klappentext verspricht ein junges und modernes Buch, das Beziehungen in der heutigen Gesellschaft porträtiert. Jedoch waren entweder meine Erwartungen an das Buch zu hoch oder ich habe es nicht verstanden, denn die meiste Zeit hat mich die Story eher gelangweilt. Ich habe weder zu Frances noch zu Bobby eine Beziehung aufbauen können und daher war mir die Story ziemlich fern.

Da ich mich in keinster Weise mit den Protagonistinnen oder generell irgendeinem Charakter in diesem Buch identifizieren konnte, fiel es mir auch eher schwer mich adäquat auf den Inhalt einzulassen. Vieles schien mir fremd, zu verkopft oder einfach nur sehr verwunderlich.
Ich habe mich beim Lesen des Buches oft dabei erwischt, verwundert den Kopf zu schütteln über Gedanken und Handlungen der Charaktere.
Die Charaktere sind sehr eigenwillig, bleiben dennoch ziemlich schwach gezeichnet, so dass sie gleichzeitig diffus, aber auch merkwürdig entrückt schienen. Ich habe mich mit ihnen nicht wohl gefühlt.
Die Handlung zentriert sich sehr auf die Befindlichkeiten von Frances, was mir spätestens nach der Hälfte des Buches auf die Nerven ging, da ich vieles als wiederholend und stellenweise irrational empfunden habe.
Insgesamt hat mich dieses Buch auf voller Linie enttäuscht, da ich anhand des Klappentextes und der Leseprobe ein etwas anderes Buch erwartet habe. Leider konnten mich weder Protagonisten noch Handlung für sich erwärmen.
Mein einziger Lichtblick ist ein angenehmer und moderner Schreibstil, der mich jedoch nicht über den für mich fragwürdigen Inhalt hinwegtrösten konnte.

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