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Rezensionen von Mondtaube:

Eine Zeit der Selbstreflexion

Die Magie der Raunächte

Es wird kühler, die Tage werden kürzer und das neue Jahr rückt immer näher. Viele nehmen Silvester als Anlass, neue Ziele zu beginnen. Viele beginnen jedoch schon früher damit, sich über diese im Klaren zu werden. Einige davon nehmen dazu die Raunächte zum Anlass. Die Raunächte lernen uns viel über uns selbst, unser Leben, unsere Ziele und Träume.

Genau dies versucht uns auch dieses Buch, als Begleiter für die Raunächte, näherzubringen und schmückt es mit passenden Erzählungen aus.

Als ich das Buch aufgeschlagen hatte, war ich direkt komplett von der Aufmachung begeistert. Das Buch wirkt hochwertig und wurde mit wunderschönen Illustrationen von Petra Braun ausgeschmückt. Bei diesen dominieren überwiegend blaue Farbtöne, wodurch das Buch sehr winterlich wirkt und die passende Stimmung zum Thema erzeugt wird.

Inhaltlich beginnt das Buch mit einer Einführung, die uns zuerst kurz erklärt, was man von diesem Buch erwarten kann und uns die Raunächte etwas näher bringt.
Daraufhin folgt eine Inhaltsangabe. Diese ist sehr übersichtlich und selbsterklärend gestaltet, denn jede der 12 Raunächte findet hier ihr eigenes Kapitel.

Das Buch bringt uns jedoch nicht nur die einzelnen Raunächte näher und gibt uns Tipps dazu, was man passendes an ihnen unternehmen kann, sondern beinhaltet auch immer zur jeweiligen Raunacht passende Kurzgeschichten, Legenden und Sprüche. Unter anderem findet man somit auch bekannte, so wie unbekannte Märchen, Erzählungen aus der nordischen Mythologie und Informationen über magisches wirken.
Hier liegt auch eindeutig die Stärke des Buchs. Sich die einzelnen Texte durchzulesen hat regelrecht etwas Entspannendes, gleichzeitig wird man sehr oft zum Nachdenken angeregt. Da es bei den Raunächten, unter anderem, viel um Selbstfindung und Selbstliebe geht, ist dies durchaus sehr passend.

Schade fand ich, dass das Buch, welches sich den Raunächten widmet, auf keiner einzigen Seite erwähnt, wann genau diese sind. Wenn man sich schon etwas mit dem Thema befasst hat, wird man das wahrscheinlich wissen. Falls das jedoch nicht der Fall sein sollte, könnte dies verwirrend sein.
Ebenfalls schade finde ich, dass das Buch direkt nach der letzten Raunacht endet. Ein paar schöne Worte zum Abschluss, so wie wir sie auch am Anfang bekommen hatten, hätten alles noch etwas Runder wirken lassen.

Fazit:
Das Buch regt durch seine schöne Gestaltung und die Auswahl der einzelnen Geschichten regelrecht zum Entspannen an. Die Informationen zu den jeweiligen Raunächten sorgen zudem dafür, dass man sich viele Gedanken um sich selbst, das eigene Leben, Ziele und Träume macht. Falls man sich mehr mit den Raunächten beschäftigen und diese zelebrieren möchte, ist man hier sehr gut aufgehoben. Jedoch ist das Buch auch genauso gut dafür geeignet, um einfach etwas Entspannung und Inspiration zu finden.

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Von Träumen und Stärke

Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne von Juliana Weinberg

Von Audrey Hepburn gehört hat wahrscheinlich fast jeder schon einmal. Doch dass sie noch viel mehr war, als eine wunderschöne Frau und eine talentierte Schauspielerin, wird nicht jeder wissen. Dieses Buch befasst sich genau damit, mit ihrem Leben und all den Hürden, die sie mit viel Stärke überwinden konnte.

„Audrey Hepburn – und der Glanz der Sterne“ ist der zweite Teil der, bei Ullstein erscheinenden, „Ikonen ihrer Zeit“ Reihe. Wie es auch schon bei dem ersten Teil, über Marie Sklodowska Curie, der Fall war, so wurde auch dieses Buch in verschiedene Teile, in diesem Fall 5, unterteilt. Diese stellen die verschiedenen Lebensabschnitte von Audrey Hepburn dar und lassen den Roman dadurch noch viel übersichtlicher erscheinen. Vor jedem dieser Abschnitte findet sich zudem noch ein, von Audrey stammendes, Zitat, welches zu dem jeweiligen Abschnitt passend ausgewählt wurde.

So befasst sich der Prolog zum Beispiel mit ihrer Kindheit und der, darauf folgende, erste Teil mit ihrer frühen Jugend. Diese Abschnitte sind zwar auch die kürzesten in diesem Buch, jedoch macht sie das nicht unwichtiger. Ganz im Gegenteil, diese Erfahrungen, die Audrey im Krieg sammeln musste, hatten auch in ihrem späteren Leben noch Einfluss auf sie genommen und sind dadurch besonders interessant.
In den folgenden 4 Abschnitten dürfen wir, unter anderem, ihre ersten Erfahrungen als Tänzerin, ihre ersten Werbeaufträge, ihr Weg zum Film, einblicke zu den Dreharbeiten, die erste Liebe, ihre Ehen und ihren Traum vom Mutter werden miterleben.

Dadurch, dass es sich bei dem Buch um einen Roman und um keine Biografie handelt, bekommt man einen guten Einblick in Audreys Gefühlswelt und kann ganz tief in ihre Geschichte eintauchen. Diese ist regelrecht eine Mischung aus Träumen, Verzweiflung, Liebe und Dramatik, wodurch es zu keiner Zeit langweilig wird.

Was ich etwas schade finde, ist, dass ihr Arbeiten als UNICEF-Sonderbotschafterin nur sehr knapp angesprochen wurden. Besonders über diese Erfahrungen hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen. Jedoch muss man dazu sagen, dass Audreys Leben insgesamt sehr interessant ist und das Buch wahrscheinlich komplett den Rahmen springen würde, wenn man noch mehr Details mit einbringen würde.

Fazit:
Das Buch hatte mich regelrecht in seinen Bann gezogen und meine Bewunderung für diese starke, so wie talentierte Frau, noch viel mehr entfacht.
Wer etwas mehr über Audrey Hepburn erfahren möchte, wird hier genauso zufrieden werden, als Fans von ihr oder auch Personen, die einfach gerne interessante Lebensgeschichten starker Frauen lesen.

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Ein Wintermärchen

Der Winter des Bären von Kiran Millwood Hargrave

Von Schnee überzogene Wälder, von Gebäuden herunterhängende Eiszapfen, kalte Luft und um so kältere Nächte. All das gehört zum alltäglichen Leben von Mia und ihren Geschwistern, denn eine andere Jahreszeit, als den Winter, haben sie schon seit Jahren nicht mehr erlebt, falls überhaupt. Dennoch lieben sie ihr kleines, einfaches Leben, bis eines Tages Mias Bruder verschwindet, genau so, wie es erst fünf Jahre zuvor ihr Vater tat.

„Der Winter des Bären“ ist genau das, was man sich unter einem Wintermärchen vorstellt. Es geht um Liebe, Mut, Zusammenhalt, Magie und natürlich auch um den Winter. Vor allem erzählt die Geschichte jedoch von 4 Geschwistern, einer Familie, deren Leben und davon, wie viel man einander bedeutet, auch wenn durchaus gelegentlich Unstimmigkeiten aufkommen mögen.
Alle Geschwister zeigen unterschiedliche Charakterzüge auf und sind alle individuell, auf ihre Weise, liebenswert. Auch andere auftauchende Charaktere wurden durchweg gut gestaltet, wobei jedoch der Fokus natürlich auf den Geschwistern (und den Schlittenhunden) liegt.
Das Abenteuer, auf welches sich unsere Protagonisten begeben, ist durchweg spannend und nicht zu vorhersehbar. Das Buch bietet auch einige Anhaltspunkte, die zwar in der Geschichte märchenhaft beschrieben wurde, jedoch im Kern zum Nachdenken anregen und gut auf unsere heutige Zeit übertragbar sind.
Während des Lesens hatte ich durchweg das Gefühl, auf der Spur einer alten Legende oder Sage zu sein.
Unterstrichen wird die märchenhafte Geschichte durch die wunderschöne Aufmachung des Buches. Abgesehen von dem schönen Cover ist das Buch nämlich auch im inneren schön gestaltet. Auf jeder einzelnen Seite schlängeln sich Seile entlang, welche auch in der Geschichte eine große Rolle spielen werden.

Fazit:
Die Geschichte lädt regelrecht zum Träumen ein und vermittelt wundervoll die Stimmung und Optik kalter Wintertage voller Schnee.
Jeder, der Märchen und winterliche Geschichten mag, vollkommen egal, ob jung oder alt, sollte mit diesem Buch seine Freude haben.

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Cinderella mal anders

Zombierella: Fairy Tales Gone Bad von Joseph Coelho

Fast alle von uns mögen klassische Märchen kennen. Doch was passiert, wenn der Zustand eines Märchenbuches sich so sehr verändert, dass auch sein inneres dabei Veränderungen erfährt? Genau mit dieser Thematik befasst sich die englischsprachige „Fairy Tales Gone Bad“ Reihe, welche unsere klassischen Märchen in einem leicht unheimlicheren Verlauf der Geschichte wiedergibt.

Bei "Zombierella" handelt es sich, wie es der Name schon vermuten lässt, um eine Märchenadaption von Cinderella.
Bevor es jedoch mit der eigentlichen Geschichte losgeht, finden wir uns in dem Prolog wieder. In diesem begegnen wir einem Bibliothekar, der die Geschichte von Zombierella vorliest. Dieser kurze Abschnitt gibt auch Hinweise auf weitere „Fairy Tales Gone Bad“ Geschichten, auf welche man sich in Zukunft hoffentlich noch freuen darf.
Auch am Ende der Geschichte wird noch einmal kurz auf den Bibliothekar eingegangen.

Obwohl das Märchen durch den „Zombie-Aspekt“ eine komplett neue Richtung eingeschlagen hat, ist das ursprüngliche Märchen sehr gut erkennbar. Denn auch wenn das Märchen voll von neuen Ideen ist, wurden auch viele Details aus dem ursprünglichen Märchen in der Geschichte untergebracht.

Während der Geschichte findet man immer wieder detaillierte Schwaz-weiß Zeichnungen von Freya Hartas. Diese wurden sehr großzügig in dem Buch verteilt und werten die Geschichte regelrecht auf.

Die englische Sprache in dem Buch ist sehr einfach gehalten, genau so, wie man es von einem Buch für Kinder erwartet. Wer also eventuell noch nicht gut Englisch sprechen kann, jedoch gerne anfangen möchte in dieser Sprache zu lesen, sollte dementsprechend ebenfalls an diesem Buch gefallen finden können.

Manch einer mag sich eventuell fragen, ob es für Kinder nicht zu gruselig ist, ihnen eine Geschichte in die Hand zu drücken, in welcher ein Zombie vorkommt. Dies ist hier jedoch definitiv nicht der Fall. Ich habe bis jetzt noch nie in meinem Leben solch eine zuckersüße Geschichte über einen Zombie gelesen und bin mir sicher, dass ich dieses Buch auch als Kind sehr geliebt hätte.

Fazit:
Bei „Zombierella“ handelt es sich um eine sehr schöne Märchenadaption, welche sowohl leicht unheimlich, als auch unglaublich süß ist. Wer gerne Märchen mag und diese einmal anders erleben möchte, oder wer ein Kind hat, dass eine Vorliebe für leicht unheimliche Geschichten hat, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben!
Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Märchenadaptionen, die in Zukunft noch zu dieser Reihe erscheinen werden und hoffe, dass es irgendwann auch deutsche Übersetzungen zu den Geschichten geben wird.

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Lebe deinen Traum

Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard

Marie Sklodowska-Curie ist eine der bedeutendsten Frauen der Wissenschaft unserer Geschichte. Sie hat es geschafft, ihre Träume zu leben und sich in einer, von Männern dominierten Welt, als Frau durchzusetzen. Ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen brachte ihr verdiente Erfolge und Anerkennung ein.

Anerkennung, die sie auch heute, so viele Jahre nach ihrem Tod, immer noch bekommt.

„Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität.“
„Madame Curie“, erzählt die Geschichte dieser wundervollen Frau in Form eines Romans. Dementsprechend wird sich hier, nicht wie in vielen anderen Werken, vorrangig mit Marie als Mensch befasst und nicht ausschließlich mit ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten.
Dabei beginnt das Buch in ihre Kindheit, in welche sie, damals noch als Maria Salomea Sklodowska, in dem vom Russland besetzten Warschau aufgewachsen ist.
Schon damals sträubte sich das junge Mädchen sehr gegen Unterdrückung und zeigte einen sehr großen Drang nach Wissen.
Jedoch stehen in diesem Teil des Buches vor allem die Familienverhältnisse im Vordergrund. Die emotionalen Verbindungen der einzelnen Familienmitglieder wurde dabei ganz wundervoll ausgearbeitet.
Diesen Teil der Geschichte fand ich besonders interessant, da die Kindheit jeden Menschen prägt und man diese Prägung auch bei Marie Curie gut sehen kann.

„Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist.“
Im zweiten Teil der Geschichte geht es vorrangig darum, wie Marie als junge Frau ihren Weg sucht, um an Wissen zu gelangen. Denn zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, als Frau Zugänge zur Wissenschaft zu bekommen und zu studieren. Auch wenn Marie dies schlussendlich geschafft hatte, so musste sie dafür zuerst einige steinige Wege beschreiten.
Dieser Teil befasst sich, abgesehen von Maries Wissenshunger, jedoch auch mit ganz typischen Themen für eine junge Frau. So findet zum Beispiel auch die Liebe und Freundschaft ihren Platz. Genau dieses Zusammenspiel macht das Buch so lesenswert, denn obwohl Marie ausgesprochen intelligent ist, machen sie solche alltäglichen Themen noch viel menschlicher.

„Man muss an seine Berufung glauben und alles dransetzen, sein Ziel zu erreichen.“
Der dritte Teil befasst sich dann schlussendlich mit Marie als Wissenschaftlerin, Ehefrau und Mutter. Wurde im vorherigen Teil schon um so deutlicher bewusst, wie schwer es Marie als Frau hatte, sich mit ihrer Intelligenz Anerkennung zu verschaffen, so wird es in diesem Abschnitt noch um so deutlicher. Sie wird immer wieder mit Enttäuschungen konfrontiert und das oft nur, aufgrund ihres Geschlechts. Jedoch ist das für sie kein Zeichen aufzugeben, ganz im Gegenteil, sie kämpft weiter. So schafft sie, gemeinsam mit ihrem Mann, das, was viele andere Wissenschaftler dieser Zeit nur vergeblich versucht hatten.
Besonders ihren Mann möchte ich hier noch hervorheben, denn hier sind es die Szenen mit Marie und Pieree, die Marie sehr menschlich und liebenswert wirken lassen. Diese Liebe wirkt in diesem Buch so wundervoll, dass man sich regelrecht darin verlieren möchte.

Zwischen diesen drei Abschnitten begegnen wir jedes Mal einer älteren Madame Curie, welche die jeweiligen Abschnitte ihres Lebens erzählt. Diese wundervolle Erzählweise schenkt uns noch einen anderen Blick auf die Geschichte und die Menschen in Maries Umfeld.

Am Anfang des Buches findet man übrigens auch noch eine Übersicht der verschiedenen Personen, die im Buch auftauchen. Dabei findet man eine kurze Beschreibung dazu, über wen es sich bei der jeweiligen Person handelt und eine kleine Anmerkung, falls es sich um eine, für das Buch erdachte Person, handeln sollte. Es wurden nicht alle, in dem Buch auftauchenden Personen, aufgelistet, jedoch die wichtigsten.

Fazit:
Das Buch hat es geschafft, nicht nur zu zeigen, was für eine großartige Frau der Wissenschaft Marie Curie war, sondern auch was für eine wundervolle Persönlichkeit, Schwester, Ehefrau und Mutter sie war. Maries Geschichte ist ein regelrechtes Vorbild dafür, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen und nie aufzugeben.

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Emotional aufwühlend und wichtig

Bald sind wir wieder zu Hause von Jessica Bab Bonde

Ein unbekümmertes, alltägliches Leben zu führen, wie viele von uns es in ihre Kindheit konnten, ist nicht für jeden eine Selbstverständlichkeit. Vielen Kinder, zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, wurde diese Alltäglichkeit qualvoll entrissen. Zu vielen dieser Kinder gehörten vor allem Juden, nur wenige von ihnen konnten diese schreckliche Zeit überleben und von den Geschichten dieser starken Persönlichkeiten erzählt dieses Buch.

Das Buch beginnt mit einer Einführung, die uns einen besseren Einstieg in das schwierige Thema des Holocaust gibt, uns erklärt, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen und nicht zu vergessen.
Nach dieser Einführung bekommen wir mehrere Kurzgeschichten über Kinder, die diese Zeit überlebt haben, geschildert.
Die einzelnen Geschichten sind aus der ich Perspektive geschildert worden und nutzen die Erzählweise einer Graphic Novel. Das heißt, dass uns die Geschichte in einer Mischung aus Bildern, Sprechblasen und Textboxen präsentiert wird.
Die Zeichnungen von Peter Bergting verbreiten die bedrückende Stimmung sehr gut und machen es dem Leser einfacher, sich in diese Zeit hineinzufühlen. Dabei fällt auf, dass die Farben bei der Koloration einen deutlichen Graustich aufweisen, aber besonders das trägt noch mehr zur Atmosphäre bei.
Nach jeder einzelnen, der 6 Geschichten, folgt noch eine kurze Zusammenfassung über das weitere Leben der jeweiligen Person.

Die Graphic Novel spricht vor allem ein jüngeres Publikum an und bietet sich dementsprechend auch wunderbar dafür an, das schwierige Thema an eine junge Generation heranzuführen. Aber auch wenn die Geschichten, einfach verständlich, aus der Sicht von Kindern geschildert wurden, würde ich das Buch immer nur gemeinsam mit dem jeweiligen Kind lesen. Immerhin handelt es hierbei um ein, verständlicherweise, emotional sehr aufwühlendes Thema. Dementsprechend würde es sich eventuell auch anbieten, die Geschichten nicht alle nacheinander, sondern einzeln mit dem Kind durchzugehen.
Manche der Zeichnungen sind, obwohl sie großartig sind, auch schwer zu verkraften. Dementsprechend sollte man sich als Elternteil definitiv das Buch zuerst selbst durchlesen, um zu sehen, wie viel man seinem Kind zumuten kann.

Gegen Ende des Buches findet man noch einen Zeitstrahl, der die Veränderungen und Regeln zu Zeiten des Nationalsozialismus festhält. Diese Informationen akkurat aufgeführt vorzufinden, fand ich besonders interessant.
Danach gibt es auch noch ein Glossar, in dem alle Worte und Bezeichnungen, die unbekannt sein könnten, beschrieben wurden. Die Beschreibung ist dabei wirklich sehr ausführlich und wurde gut zusammengefasst.

Fazit:
Das Buch vermittelt, wie wichtig es ist, zueinander zu stehen, wie schrecklich die damaligen Zeiten waren und wie wichtig es ist, diese nicht einfach zu vergessen.
Das Buch ist definitiv gut dafür geeignet, ein jüngeres Publikum an dieses schwierige Thema heranzuführen, jedoch auch für Erwachsene sehr lesenswert.

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Über sexuelle Vielfalt

How to Be Gay. Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe von Juno Dawson

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Transgender und Transsexuell? Was kann ich gegen Mobbing machen? Wie gehe ich damit um, wenn ich kurz vor dem Outing stehe? Und wie sieht es eigentlich mit dem Umgang von Homosexualität in anderen Ländern aus?
Genau mit diesen Fragen, so wie vielen weiteren, beschäftigt sich "How to be Gay" (im englischen "This book is gay").

Hätte es dieses Buch bereits vor 10 Jahren gegeben, hätte es mir einiges erleichtert.
Denn hier finden wir nicht nur eine Aneinanderreihung von Fakten und verschiedener Geschlechterrollen, sondern vor allem auch eine riesige Quelle an Motivation.
Dabei ist die Botschaft, neben all dem Wissen im Buch, folgende: „Du bist genau so richtig, wie du bist!“.

Der Schreibstil ist dabei sehr einfach verständlich gehalten. Man fühlt sich fast so, als ob die Autorin (welche zu dem Zeitpunkt noch James Dawson war) einen direkt ansprechen würde. Dementsprechend ist der Schreibstil hier, im Gegensatz zu vielen Büchern über diese Thematik, sehr humorvoll gehalten. Unterstrichen wird das noch mit gelegentlichen Illustrationen, welche das Buch noch mehr auflockern und an den Look klassischer Comic-Stripes erinnern.

Inhaltlich sind die Themen komplett weit gefächert. Am Anfang des Buchs geht es erst einmal um die Grundlagen. Welche Formen der Sexualität gibt es? Was bedeuten die unterschiedlichen Bezeichnungen und wie gehe ich damit um, dass ich eventuell meiner Sexualität noch unschlüssig bin?
Natürlich geht es, wie es sich vermuten lässt, auch um homosexuellen Sex und Verhütung (auch wenn ich mir da etwas mehr Aufklärung über Verhütung zwischen Frauen gewünscht hätte, Lecktücher werden zum Beispiel nur einmal nebensächlich angesprochen). Immerhin schreibt die Autorin selbst: „Wir müssen lernen, entspannter über Sex und Sexualität zu reden“.

Jedoch reichen die Themen in diesem Buch noch weit über Sex hinaus. So finden man zum Beispiel auch Tipps, so wie Hilfestellungen dafür, wie man einen Transsexuellen Freund am besten unterstützen kann und wie man am besten mit Vorurteilen umgeht. Gegen Ende gibt es auch noch ein paar Tipps für Eltern.
Dazwischen gibt es immer auch interessante Fakten zu entdecken. So gibt es zum Beispiel Geschichtliche Informationen und Studien, die angesprochen werden. Besonders den Geschichtlichen Aspekt fand ich sehr interessant.

Dabei bleibt das Buch mit seinen Inhalten nicht nur an der Oberfläche, sondern scheut sich auch nicht davor, über schwierige Themen zu sprechen. Zum Beispiel wird auch darüber geredet, in welchen Ländern homosexuellen die Todesstrafe droht, so wie auch über falsche Körperbilder, Anabolika Missbrauch, Mobbing, Aids und den richtigen Umgang damit.

Was das Buch noch viel Authentischer macht, sind Erfahrungsberichte anderer Personen verschiedenster Sexualitäten, die immer zum jeweiligen Thema passend eingestreut wurden. Die Befragten stammen aus vollkommen unterschiedlichen Ländern (auch eine aus Deutschland ist dabei) und befinden sich in komplett unterschiedlichen Altersstufen (egal ob 15 oder 35). Diese persönlichen Einblicke haben das Buch für mich nur noch interessanter und „echter“ gemacht.

Da das Buch bereits 2013 geschrieben wurde und die Autorin aus Großbritannien kommt, stimmt natürlich nicht alles komplett mit unserer heutigen Zeit in Deutschland überein. Jedoch wurde das perfekt gelöst, indem die Redaktion an entsprechenden Stellen Hinweise eingestreut hat, bei denen noch einmal kurz auf die Situation bei uns eingegangen wird.
Ebenfalls am Ende es Buchs findet man auch noch ein Glossar, in welchen unbekanntere Begriffe kurz erklärt werden und eine Liste nützlicher Websites und Organisationen.

Fazit:
Ich habe schon oft Bücher über Sexualität gelesen, aber keines von diesen hatte so eine große Bandbreite an Informationen bedient. Der humorvolle Schreibstil und die ganzen motivierende Worte der Autorin haben mich komplett von sich überzeugt. Jeder, der sich mehr über verschiedene Sexualitäten befassen möchte, vollkommen egal, ob selbst unschlüssig oder einfach nur interessiert an dem Thema, wird definitiv etwas für sich selbst daraus ziehen können.
Für mich das beste Buch, welches ich bis jetzt jemals über das Theme gelesen habe.

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Das Mysterium wird gelüftet

Die Wunderfabrik – Nehmt euch in Acht! von Stefanie Gerstenberger

Winnies Vorfreude ist riesig, denn endlich darf sie ihre Gabe nutzen und von ihrem Großvater lernen, diese richtig einzusetzen. Gleichzeitig treibt jedoch immer noch „Er“ sein Unwesen. Doch um wen handelt es sich dabei und was sind seine Ziele? Ganz plötzlich befinden sich Winnie und ihre Geschwister viel dichter an diesem Mysterium, als es eigentlich sein sollte.

Der Einstieg in die Geschichte war leicht, nur nach wenigen Sätzen konnte man wieder ganz tief in das Abenteuer eintauchen. Auch für neue Leser der Reihe ist der Einstieg so gewählt, dass sie ebenfalls mit dem Buch mitkommen könnten, auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben.

Die Interaktion der, charakterlich sehr unterschiedlichen, Geschwister, hatte mir in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, an manchen Stellen noch ein paar Informationen mehr zu bekommen. Auch wenn das Buch sehr viele sympathische Charaktere beinhaltet, so bleiben diese leider sehr flach. Das fällt vor allem auf, wenn man sich folgende Fragen stellt: „Was weiß ich alles über den Charakter und was mag dieser Charakter besonders gerne?“. Hier hätten ein paar mehr nebensächliche Informationen die Charaktere noch lebendiger machen können.
Dies fällt besonders bei dem Antagonisten auf. Es gab durchaus ein paar Stellen im Buch, an denen man versucht hatte, ihm mehr tiefe zu geben. Dies wurde leider nur immer sehr schnell wieder zerstört, indem man direkt dahinter schob, wie unhöflich und dumm er doch sei. Natürlich könnte der dritte Band hier noch etwas mehr herausholen, aber bis jetzt wirkt es so, als ob der Antagonist einem nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Nicht als besonders ansprechend fand ich hier leider auch wieder die Masse an Fremdwörter in der Geschichte. Auch wenn ich den Schreibstil von Stefanie Gerstenberger, abgesehen davon, wirklich gerne mag, empfand ich dies hier als zu stark ausgeprägt.
Hier eine kleine Auswahl von dem, was ich damit meine:
„Das wäre dann ja ganz easy“; „Jedenfalls war er fasziniert von unserem Leben in der City“; „Holy Moly“; „Crazy, crazy altes Haus“; „les arenques“ oder auch „por favor“.
Ich denke, die Autorin wollte verschiedene Dialekte damit darstellen. Wenn das jedoch gleich bei mehreren Personen so häufig vorkommt, wirkt es schnell zu viel und zu gezwungen.

Ansonsten empfand ich die Geschichte selbst als sehr schön und magisch. Zusammenhalt wird hier eindeutig großgeschrieben. Die Abenteuer haben durchaus ihre Spannung, auch wenn manche Lösungswege mir dann doch etwas zu schnell und einfach erschienen.
Man sollte dabei jedoch auch bedenken, dass die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist und die Spannung bei einem Zwischenteil, wie diesem, oft etwas schwächer ausgeprägt ist. Dementsprechend erwarte ich im Abschlussband ein sehr spannendes Finale.

Fazit:
Trotz der genannten Schwächen handelt es sich hierbei um einen guten Folgeband, der sowohl vertraute, lustige, als auch spannende Momente bietet. Dennoch wurde das Potenzial leider nicht komplett genutzt.
Wer aber bereits den ersten Teil gerne mochte, wird definitiv auch mit Band zwei seine Freude haben.

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Eine Reise durch die Zeit

Wie, das war mal anders? von Gifford Clive

Bei „Wie, das war mal anders?“ ist der Name regelrecht Programm.
Heute nehmen wir vieles als Selbstverständlich wahr, was man sich in der Vergangenheit höchstens erträumen konnte. Doch wie war es damals, zu der Zeit, als es keine gute medizinische Versorgung, keine richtigen Toiletten oder nicht einmal Räder gab?
Was waren damals die Alternativen, wie sah das damalige Leben aus und was ist überhaupt die Entstehungsgeschichte all dieser nützlichen Erfindungen, welche es heute nicht mehr wegzudenken gilt?

Genau diese Fragen werden anschaulich und knapp auf 64 Seiten erklärt.

Das Buch beginnt dabei mit Erfindungen unserer heutigen Zeit und arbeitet sich, um so weiter man liest, immer mehr in die Vergangenheit vor. So wird einem auf der ersten Seite wohl noch einiges bekannt vorkommen und auf den nächsten Seiten wird man sich denken „Oh, dass müssen meine Großeltern/Urgroßeltern noch miterlebt haben“. Nur wenige Seiten später befindet man sich so weit in der Vergangenheit, dass man tatsächlich Schwierigkeiten damit hat, sich vorzustellen, wie ein Leben zu jener Zeit gewesen sein muss.

Für jede Erfindung nimmt sich das Buch eine Doppelseite vor. Die ganzen Informationen werden dabei von Illustrationen von Wilson Anne unterstrichen. Diese passen so gut zu den geschriebenen Worten, dass man, selbst ohne den Text zu lesen, auf einen Blick erkennen könnte, um welche Zeit und Erfindung es gerade geht.

Trotz der geringen Seitenanzahl hat man es gut geschafft, genügend Informationen über die jeweiligen Erfindungen zu geben, um einen guten Überblick zu bekommen. Zudem wurde bei den unterschiedlichen Erfindungen nicht nur ihre Entstehung angeschnitten, sondern auch, wie sich diese Erfindung mit der Zeit weiterentwickelt hat. Bei manchen Erfindungen wird sogar grob beschrieben, wie diese funktionieren und das auf eine Weise, die auch dann sehr einfach verständlich ist, wenn man sich überhaupt nicht mit Technik auskennt.

Nachdem man das Buch gelesen hat, findet man am Ende noch ein Glossar, so wie einen Zeitstrahl.
Das Glossar selbst ist sehr praktisch, wenn man manche Worte noch nicht kennt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Glossar noch etwas größer gewesen wäre. So taucht zum Beispiel das Wort „Baumwolle“ darin auf, jedoch, das ebenfalls im Buch enthaltene Wort, „Kapokfasern“ ist darin nicht zu finden.
Der Zeitstrahl stellt eine wunderbare Ergänzung zu dem Buch dar. Mit diesem bekommt man noch einmal das wichtigste aus dem Buch auf einer Seite zusammengefasst präsentiert. Da der Zeitstrahl sehr übersichtlich gestaltet wurde, bekommt man somit einen wundervollen Überblick.

Wichtig zu erwähnen finde ich auch, dass das Buch nicht ausschließlich für Kinder interessant sein kann. Auch als Erwachsener kann man daran immer noch Gefallen finden, wissenswerte Informationen daraus ziehen und vor allem, Dinge, die man bereits besitzt, besser zu schätzen lernen. Zum Beispiel weiß ich nach dem Lesen des Buches alltägliche Gegenstände, wie meine Küchengeräte, oder meinen Staubsauger, wieder viel mehr zu schätzen.
Das Buch regt uns dazu an, über Dinge nachzudenken, über welche wir uns sonst nur selten Gedanken machen und genau das ist faszinierend.

Fazit:
Das Buch vermittelt wissenswerte Informationen, über einige der nützlichsten Erfindungen der Menschheit, auf eine einfache und unterhaltsame Art. Durch die passenden Illustrationen macht es nur noch mehr Spaß, sich das Buch durchzulesen. Dabei kann das Buch wunderbar von Jung und Alt (oder am besten, gemeinsam) gelesen werden. Natürlich beschränken sich die Informationen auf die wichtigsten, jedoch ist das Buch vollkommen ausreichend dafür, einen guten Überblick zu bekommen.

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