Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pearl:
Erben mit Hindernissen
Enriettas Vermächtnis von Sylvia Madsack
Der ewige Streitpunkt in vielen Familien ist das Erben, so ist es auch hier bei Jana und Emilio die denken alles von Enrietta zu erben. Enrietta war eine reiche Autorin und daher ist ihr Erbe auch beträchtlich. Doch weit gefehlt, Enriettas Sohn Aramando taucht auf und stellt Ansprüche auf das Erbe, welches ihm auch laut Testament zusteht.
Der Testamentsvollstrecker weiß auch um das Geheimnis Enriettas, aber ihm sind die Hände gebunden, er darf nichts verraten. Es beginnt ein Tauziehen zwischen den Parteien und auch der Leser ist hin- und hergerissen. Schauplätze des Geschehen sind Buenos Aires, Zürich und Salzburg. Dann enthüllt Armando das Familiengeheimnis, welches Alle überrascht. Der Schreibstil ist klar und flüssig. Eine tiefgründige Geschichte die Enrietta nach und nach in einem anderen Licht erscheinen läßt. Das Cover ein Hinkucker, das sehr zart und verletzlich wirkt.
Flache Story
Ich dachte schon, du fragst mich nie von Gabriella Engelmann
Hinter dem schönen Cover, welches einen sofort in Urlaubstimmung versetzt, geht es um die Geschichte von Sophie und Marc, die Beide nicht mehr an die große Liebe glauben. Sophie hat vor fünf Jahren ihren Mann verloren und trauert noch immer. Marc gerät auch mit Conchita an die falsche Frau. Sophies Tochter Liv bricht sich kurz vor der Eröffnung ihres Cook-up den Arm, die Eröffnung ist daher unvorstellbar, wäre da nicht zufällig Marc der einspringt.
Störend fand ich bei der Handlung, das nach jedem Kapitel die Beiden in der Ich-Form mit ihren Erzählungen abwechseln. Leider plänkelt alle snur so daher ohne einen Kribbelfaktor zwischen den Beiden, welches die Geschichte sehr langweilig und unbedeutend macht.
Hatte nach dem Klappentext viel mehr erwartet und wurde leider entttäuscht. Das einzige Hightlight sind die tollen Rezepte am Schluss des Romanes.
Das schwarze Gold des Südens von Tara Haigh
In diesem Roman geht es um ein Familiengeheimnis, welches sehr lange gehütet wurde. Doch nicht lange genug, denn eines Tages kommt es ans Licht und bringt die ganze Familie durcheinander. Amilie und Elise sind die Schwestern eines Industriellen der Lakritz herstellt. Leider werden seine Süssholzpfanzen in Deutschland so befallen, das er nach Italien expansiert, da dort das Süssholz besser wächst.
Hier erfährt man viel Interessantes über die Lakritzherstellung und der Spruch von einem Süssholzraspler gekommt eine ganz andere Bedeutung. Der Vater der beiden Mädchen, will Elise wie auch schon ihre Schwester Amilie wegen Geld an einen Mann regelrecht verschachern. Daraufhin flieht Elise mit Ferdinand ihrer großen Liebe nach Paris und baut sich dort ein eigenes Leben auf. Amilie hatte das nicht geschafft und ist daher sehr unglücklich mit Hermann verheiratet. Doch in Italien ändert sich das alles und auch Amilie erfährt endlich was Liebe und Leidenschaft bedeuten. Die Beziehung von Elise und Ferdinand wird auf eine schwere Probe gestellt, da der Vater endlich sein Geheimnis auspacken muss. Der Roman nimmt erst zum Schluss so richtig Fahrt auf. Überhaupt nicht gefallen haben mir die vielen Handlungsprünge zwischen den Schwestern. Der Zusammenfluss gerät dadurch dauernd ins Stocken, da nach jedem auch noch so kurzem Abschnitt, man sofort wieder bei der anderen Schwester ist. Das stört die ganze Handlung
Spannungsreich
Das letzte Licht des Tages von Kristin Harmel
Eine Geschichte die zu einem in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart spielt. Der Sprung durch die beiden Zeitstränge ist der Autorin gut gelungen. Die Vergangeneit ist die Zeit des zweiten Weltkrieges in Frankreich, als dieses von den Deutschen besetzt wurde und die sich alles was nicht niet und nagelfest war, angeeignet haben.
Besonders scharf sind sie auf den Champagener aus Michaels Weingut. Er hat sich dem Widerstand verschrieben und vernachläßigt sein junge Ehefrau Inses sehr stark. In der Gegenwart ist Liv gerade von ihrem Ehemann getrennt, als ihre Großmutter sie zu einer Reise nach Frankreich einlädt. Warum ist ihr lange nicht klar, aber so nach und nach kommt sie hinter das langehütete Geheimnis der Großmutter. Einer Geschichte die unter die Haut geht und auch sehr bedrückend ist. Man versteht auch die Angst von Celine die Halbjüdin ist und mit ihrem Mann Theo auf dem Weingut arbeitet. Es geht um Eifersucht, Betrug und Rache, sowie enttäuschter Liebe, aber auch um Vertrauen und Freundschaft. Der Roman enthält einfach alles was man von einen Bestseller erwarten würde. Der Spannungsbogen ist hoch und man wird einfach von der Story mitgerissen und alles versteckt sich hinter einem toll illustierten Cover.
Die Liebenden von der Piazza Oberdan von Christian Klinger
Nach einen spannenden Auftrakt flacht der Roman sehr ab. Es ist eine Familiensaga über drei Generationen, beginnend im Jahr 1916 mitten im ersten Weltkrieg und Vittorio überlebt das Ganze an der Front nur knapp. Der Roman ist in drei Zeitsträngen eingeteilt, die immer sehr flüchtig in kurzen Kapiteln hin und her in Szene gesetzt werden.
Muss muss andauernd nachscheuen in welcher Zeit man jetzt ist.
Der Roman ist gut recherchiert über die beide Weltkriege, man erfährt viel über z. B. die Macht und die fanatischen Abhänger Musselinis, sowie dem historischen Ablauf der Geschichte in Italiens.
Leider konnte mich der Roman nicht überzeugen, hatte laut Klappentext viel mehr Spannung und vor allen Dingen mehr über eine große Liebe erwartet. Somit wird der Roman aus meiner Sicht leider seinem Titel nach nicht gerecht.
Lustig
Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann
Ein Roman für die Lachmuskeln, lustig und ehrlich. Renate eine rüstige Rentnerin von zweiundachtzig Jahren die noch sehr fit ist körperlich als auch geistig. Sie kommt eines Tages auf die Idee mit ihren Freunden Kurt und Ilse die auch Beide über achtzig sind, mit deinem Wohnmobil auf einem Campingplatz Urlaub zu machen.
Auf humorvolle Art schreibt sie im Roman was dort auf dem Stellplatz alles passiert. Sie schreibt über die Nachbarn, den Platzwart, aber auch wie Ilse und Kurt ticken. Manche ihrer Lebenserfahrungen läßt sie in die Handlung einfliesen in ihrer eigenen schreibweise und Auslegungen z. B. Händi, Kojota statt Tojota, Schrosch Kluni, onlein, whotäpp, I Mehl, Skeip, Schmartfon und vieles mehr. Männer mit dem modern Cut Schnitt beschreibt sie als die Geschorenen, mega. Herzerfrischend ihre Zeilen. Einfach ein tolles Lesevergnügen.
Berührend
Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis von Silke Ziegler
Eine bewegende Geschichte auf zwei Zeitebenen über zwei Menschen die der Krieg getrennt hat. Frankreich im zweiten Weltkrieg, Isabelle verliebt sich in einen deutschen Wehrmachtssodatender irgendwann verschwindet und Isabelle schwanger zurückläßt, was er leider nicht erfahren hat. Keiner in dem kleinen Dorf weiß wer der Vater ist und Isabelle muss mit der Verachtung ihrer Familie und den Nachbarn leben.
Ein nicht einfaches Leben. Davon erfährt Amelie in der Gegenwart als sie von ihrer Oma ein Tagebuch bekommt mit der Bitte es zu lesen und ihren Soldaten zu finden, den sie mit über neunzig Jahren noch immer liebt und sie wissen möchte warum er verschwand. Amelie erfährt durch das Tagebuch ein herzzerreißende Geschichte. Auch sie ist in großer Trauer, da sie ihren Mann und ihr Kind durch einen Unfall verloren hat. Eine Geschichte die mitreißt und unter die Haut, sehr gefühlvoll und spannungsgeladen vom der Autorin in Szene gesetzt. Für mich ein Lesegenuss.
Wie uns die Liebe fand
Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis von Silke Ziegler
Madame Nan erzählt in diesem Roman von ihrem langen Leben in einem kleinen elsässischen Dorf. Sie ist nun 92 Jahre alt und kann als alleinerziehende Mutter auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Mittlerweile sind die Töchter erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, haben sie einen guten Geschäftssinn um zu Geld zu kommen, was im Dorf für einige Überraschungen sorgt.
Mehr wird nicht verraten. Durch die Gedanken von Nan die in die Vergangenheit zurückgehen, in der es um Liebe und Verlust, aber auch um Völkerverständigung zwischen Deutschland und Frankreich geht, da der Elsass Grenzgebiet ist, erfährt man viel über ihr gewegtes Leben. Durch die Erinnerungen kommt auch ein langgehütetes Geheimnis ans Licht. Hier wird vor allen Dingen der Familiensinn sehr hochgehalten und alles ist sehr emontional in Szene gesetzt.
Ein herausragender Roman der einen mitreißt und sehr amüsant daherkommt.
Tolle Idee mit den angehängten Rezepte aus der Region Elsass am Schluss des Buches, die zum Nachkochen einladen.
Mega spannend
Die Spionin von Kealey Imogen
Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte um eine mutige Frau vor der ich den Hut ziehen muss.
Nancy ist im Widerstand in Frankreich sehr arrangiert und wird die Weiße Maus genannt. Sie hilft Menschen vor den Nazis zu fliehen. Als ihr Mann ein reicher Instustrieller der die Sache immer mit Geld unterstützt hat, von der Gestapo gefangen wird, bleibt auch Nancy nicht anderes übrig als auch zu flüchten.
Sie flieht nach England und aus Hass auf die Deutschen läßt sich sich von den Engländern als Spionin ausbilden. Nach der Ausbildung kehrt mit neuen Aufgaben nach Frankreich zurück. Dort ist wieder sehr erfolgreich im Widerstand und versteht es auch sich gegen Männer durchzusetzen. Sie stürzt sich sehr mutig in die Aufgabe die Nazis zu schädigen und sich für ihren Mann an Böhm zu rächen. Böhm ist verantwortlich für die Festnahme ihres Mannes und er weiss auch das sie die Weiße Maus ist. Ebenso erfährt er schnell das sie wieder im Lande ist, und er ist ihr wieder auf ihrer Spur. Überall hängt ein Verhandungsfoto von ihr, was das Ganze noch gefährlicher macht, denn Verräter gibt es auch in ihren Reihen. Sogar das Töten von Nazis schafft Nancy nahezu gewissenlos. Unglaublich was sie alles bewirkt und wie sie auch ihre Waffen als Frau einsetzt um ans Ziel zu kommen. Der Roman ist sehr spannungsreich wie dramatisch und man kann es kaum glauben zu was diese Frau alles fähig war. Ein toller Roman der fesselnd, spannend, sowie dramatisch ist, für mich ein Bestseller.
Aufgetaut
Aufgetaut von David Safier
Der Autor hebt in dieser Geschichte ein klein wenig den Zeigefinger in Dingen Klimawandel. Als Urga aus der Steinzeit mit einem kleinen Mammut in die Gegenwart katapultiert wird, muss sie sich sehr holprig erstmal hier zurechtfinden. Was man sich gut vorstellen kann. Die Handlung ist also über das Zurechtfinden eines Steinzeitmenschen in unserer Welt.
Sie erlebt das alles viel besser ist, trauert aber auch um ihre Famlie und all das was sie verloren hat. Die Natur die Tiere und die Mammuts. Wie interessant und schwierig das alles ist für sie, kommt in der Geschichte aber nur sehr oberflächlich rüber. Das kleine Mammut findet sich dagegen schnell zurecht, als man es in eine Herde Elefanten ausetzt, wo es sofort akzeptiert wird. Nachdem die Wissenschaft es aufgegeben hat Urga einzufangen, lebt sich Urga langsam ein, was bleibt ihr auch anders übrig und lernt sogar die Liebe kennen.
Kenne bessere Romane von diesem Autor, die vor allen Dingen viel lustiger sind. Das hatte ich auch hier erwartet und wurde leider enttäuscht. Manchmal flammte der Humor mal kurz auf, aber das wars dann auch schon. Schade.










