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Rezensionen von Rosenfreund:

Mikroexpression als Ermittlungshilfe

Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel

Das Cover mit weißer Schrift, in schwarz-rot gehalten, ist aufwendig und stilvoll konstruiert, ergänzt durch den tiefschwarzen Buchschnitt.
Die Geschichte ist gut konstruiert und exakt beschrieben. Es geht gleich spannend los, denn die,“ Mörderin“ soll von der Polizei verhört werden, doch sie spricht kein Wort.

Es wird ein für mich neues und interessantes Thema angegangen, denn der Bereich der Verhaltenspsychologie, hier der Mikroexpression, wurde bisher in kaum einen anderen Werk thematisiert.
Marlene, Uni-Professorin und Psychologin, mit dem Schwerpunkt Mikroexpressionen, wird bei ihren Ermittlungen begleitet, und es wird deutlich, was wirklich hinter diesem Fall steckt, der zuerst so klar zu sein scheint.
Es wird rasante, psychologische Spannung aufgebaut, und auch der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten. Der Schreibstil ist schnörkellos, realistisch und flüssig. Die Handlung ist nicht sehr actiongeladen, nicht bestimmt durch zahlreiche Morde und Gewalt, sondern hat ihre Stärken im psychologischen Bereich, in dem psychologisches Einfühlungsvermögen in die diffizilen Charaktere.
Die Handlung enthält diverse unvorhersehbare Wendungen, Lügen, aber auch Wahrheiten bestimmen das Geschehen. Man ahnt nicht, was am Ende ans Licht kommt, wird immer wieder zum Miträtseln animiert. Das hat mich an diesem undurchschaubaren Thriller besonders fasziniert. Also vergebe ich 5 Punkte

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Interessant für Menschen, die sich für zwischenmenschliche Beziehungen Interessieren.

Ich erklär das jetzt mal psychologisch von Stefanie Stahl

Bisher habe ich mich nicht besonders für psychologische Themen interessiert, deshalb bin ich von Stefanie Stahls Werk “Ich erklär das jetzt mal psychologisch“, herausgegeben beim Kailisch Verlag, sehr angetan, denn die, mir bisher unbekannte Autorin arbeitet nicht mit dem Zeigefinger in für Laien unverständlicher Fachsprache, sondern schafft es, psychologische Themen lebensnah und verständlich zu vermitteln.

Das Cover ist sanft, wenig aufdringlich, in dezentem Hellorange gehalten. Die Autorin, freundlich lächelnd und modisch-jugendlich gekleidet,erscheint im unteren Bildrand, und erweckt Vertrauen und Interesse an der Leserschaft.
Die Fallbeispiele aus Stahls Praxis für Psychotherapie sind an den Lebenswelten ihrer Leserinnen und Leser angesiedelt. Die sehr vielfältigen Themen sind auf 234 Seiten in 45 relativ kurzen Kapiteln verteilt, und dabei ergänzt sie viele Fakten auch durch eigene Erlebnisse. Jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen, und kann bei Leerlaufzeit gut eingeschoben werden, denn die Kapitel bauen nicht chronologisch aufeinander auf.
Besonders gut haben mir ihre konkreten Tipps zur “Selbstverteidigung“ gefallen, wenn man unangenehm angegangen wird, also unsachlich oder beleidigend angegriffen wird. Sie macht Vorschläge, wie man, sprachlich geschickt, solche Situationen meistern kann.
Das Werk soll die Leserschaft dazu anregen, sich selbst und andere Menschen besser zu verstehen, denn sie sagt: „Selbstreflexion ist der Schlüssel zu mehr Gelassenheit und besseren Beziehungen“. Es lässt einen über das eigene Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen nachdenken, Gefühle analysieren und optimieren.Ihre psychologischen Erklärungen helfen aber nicht nur Menschen in einer Identitätskrise, denn es ist nicht als Selbsthilfebuch ausgelegt, sondern will jeden zur Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung befähigen.
Die Inhalte sind in einer klaren, gut verständlichen Sprache dargelegt. Dabei werden auch die für mich wichtigen Themen angegangen, warum Menschen sich oft wieder an den falschen Partner klammern und Eltern häufig in Verhaltensmuster verfallen, die sie bei ihren eigenen Eltern kritisiert haben.
Aber es wird auch deutlich gemacht, dass die Menschen sich in gleichen Situationen sehr unterschiedlich verhalten können. Das Buch ist ein guter Einstieg für Personen, die sich für Zwischenmenschliche Beziehungen und Psychologie interessieren. Daher vergebe ich 5 Punkte.

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Bekannter Spielspaß in neuem Gewand

Carcassonne Labyrinth - Gesellschaftsspiel & Brettspiel ab 8 Jahre von Klaus-Jürgen Wrede; Max J. Kobbert

Seit der Zeit mit unseren Kindern ist mir sowohl das Spiel Carcassonne als auch das Spiel Labyrinth wohlbekannt. Durch die geschickte Kombination beider Spielmechaniken entsteht ein vertrautes, aber auch innovatives Spielgefühl.
Bereits das Layout des Spielekartons verspricht ein schön gestaltetes Spiel für die ganze Familie.

Dies bestätigt sich nach dem Auspacken des Spielinhaltes. So sind sowohl die Legeplätchen als auch das Spielbrett detailreich und familienfreundlich gestaltet. Die Spielmaterialien sind bekannt, glänzen jedoch in neuem Design. Es handelt sich bei diesem Crossover der beiden bekannten Spieleklassiger um ein Verschiebe-Legespiel von Plättchen, bei dem es als Zusatzaufgabe durch geschicktes Anlegen der erhaltenden Plättchen zusätzliche Punkte zu generieren gibt.
Das angegebene Spielalter ist gerechtfertigt für spielerfahrene Kinder.
Eine Partie zu zweit, bei 2 Erwachsenen, dauert 30 Minuten. Das Erlernen der Spielregeln hat ca. 15 Minuten in Anspruch genommen. Diese waren gut verständlich erklärt und illustriert. Eine zusätzliche Spielvarianz entsteht durch die 12 unterschiedlichen Auftragskarten, so dass ein andauernder Spielspaß gewährleistet ist.
Insgesamt kann ich dieses Spiel empfehlen für einen geselligen Spielenachmittag mit der ganzen Familie bis zu 4 Personen. Eine insgesamt gelungene Kooperation zwischen den etablierten Spieleverlagen Ravensburger und Hans im Glück!

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Rasante,psychologische Spannung

Der Clan - Die Straße von Pascal Engman

Dieses Werk von Pascal Engman gehört zu einer Trilogie, deren Bände nach und nach erscheinen werden. Das Cover passt gut zu dem Titel und zeigt uns eine Straßenszene im Licht von Straßenlaternen. Ich habe bereits mehrere Werke von Pascal Engmann gelesen und war immer begeistert.
Viele Großstädte in unser, durch Drogenkriminalität beherrschten, Zeit werden von Clans beherrscht, die aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien oder dem Irak und anderen klassischen Auswandererstaaten stammen.

Hier haben wir ein Beispiel aus Stockholm, wo Engman uns einen erschreckend brutalen Thriller über Macht und Angst liefert. Die Polizei und das Regierungssystem sind machtlos, denn diese Großfamilien haben Mitglieder in anderen Ländern und wichtigen Großstädten, wo sie mit Prostitution, Drogenhandel und Einkünften aus dem Nachtleben, besonders Clubs, ihr schwarzes und weißes Geld erwirtschaften. Dabei ist es erschreckend, inwiefern sie ihr religiös hergeleitetes Machtgefüge innerhalb der Familienstruktur erhalten, das heißt, die Männer dürfen Saufen, Huren, Koksen,..., während die Frauen still, freundlich, rechtlos als “Reproduktionskühe“ gehalten werden. So wird uns drastisch vor Augen geführt, was mit jungen muslimischen Mädchen passiert, die ein wenig Freiheit wollen. Sie werden misshandelt und eventuell in die Heimat geschickt, um dort zwangsverheiratet zu werden.
Die Clans erpressen Geschäftsleute und kontrollieren ganze Straßenzüge.
Die beiden Protagonisten Josef und Antonia, er lebt mit seiner Mutter am Existenzminimum, sie stammt aus einer begüterten Mittelschichtsfamilie, geraten immer stärker in den Strudel dieser Machtsphäre.
Der Polizist Hjalmar, versucht den Kampf gegen das System. Der Mansour-Clan ist gefährlich, niemand versucht, sich ihm zu widersetzen. Brutalität, Angst und Einschüchterung beherrschen das Leben der Mitbewohner des Viertels. Es wird beschrieben, wie sie ihren Aufstieg organisiert haben. Ihre Vorherrschaft wird auch durch Mord gesichert.
Dem Autor ist ein erschreckend realistisches Meisterwerk gelungen. Durch eine abwechslungsreiche, sehr realistische Sprache und treffende Charakterisierungen schafft er rasante, psychologische Spannung, die mitreißend und nervenaufreibend ist, so dass man unbedingt immer weiterlesen muss. Durch ein hohes Tempo, recht kurze Kapitel und mehrere, abwechselnde Handlungsstränge schafft er einen tollen Thriller, dessen Nachfolgebände ich schon mit Spannung erwarte.
Daher 5 Punkte

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