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Persönliche Lese- tipps

Melanie Winkler empfiehlt:

Ein fesselnder Schauerroman für haarsträubende Lesestunden

Der mexikanische Fluch von Silvia Moreno-Garcia

Mexiko in den 1950er Jahren: Noemí erhält einen beunruhigenden Brief von ihrer Cousine Catalina. Diese hat kürzlich geheiratet und lebt nun mit ihrem Mann und seiner Familien auf deren Anwesen im abgelegenen Hochland. Nun behauptet Catalina, sie würde von ihrem Mann vergiftet. Noemí beschließt selbst nach High Place zu fahren und herauszufinden, was es mit diesen Vorwürfen auf sich hat.

Dort angekommen merkt sie schnell, dass es in diesem heruntergekommenen Herrenhaus nicht mit rechten Dingen zugeht. Welche Geheimnisse lauern in den Schatten dieses Anwesens? Welche Abgründe verbirgt die Familie Doyle?

Dieser fesselnde Schauerroman ist ein absoluter Page-turner und wurde schnell zum internationalen Bestseller. Die Geschichte überzeugt mir atmosphärischen Beschreibungen und einer starken Protagonistin, die alles daransetzt, die Menschen, die sie liebt, zu beschützen.

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Andrea Scheiber empfiehlt:

Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne

Am Tag des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne von Sina Scherzant

Katha managet ihr Leben seit der Scheidung ihrer Eltern selbst. Ihre alleinerziehende Mutter ist oft überfordert und die kleine Schwester nervt. In der neuen Schule lernt sie Angelica kennen, die ihr ganzes Leben und ihre Identität auf den Kopf stellt. Ihre Freundschaft ist etwas Besonderes, das Beste, das passieren konnte.

Eine sehr gefühlvolle Story mit den Höhen und Tiefen, die das Leben so bietet. Einfühlsam, nachdenklich, ein sehr gelungener Debütroman mit Einblick in die Teenagerwelt.

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empfiehlt:

Oracle

Oracle von Ursula Poznanski

Ich sehe was, was du nicht siehst … und das wird wahr. Sind Julians merkwürdige Visionen in seiner Kindheit nur Fehlschaltungen im Gehirn und medikamentös behandelbar, wie seine Therapeutin meint? Doch
Jahre später scheinen einige seiner Visionen wahr geworden zu sein. Hinterlässt die Zukunft in der Gegenwart etwa Spuren? Kann Julian schlimme Ereignisse verhindern oder nimmt die Katastrophe dann erst recht ihren Lauf? Hochspannend – wie von Poznanski gewohnt.

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empfiehlt:

Samson und das gestohlene Herz

Samson und das gestohlene Herz von Andrej Kurkow

Der Kiewer Kommissar Samson ermittelt wieder, und zwar gleich an doppelter Front. Zum einen muss er die Machenschaften rund um getötete Tiere und illegale Fleischverkäufe aufklären, zum anderen wird seine Freundin Nadjeschda von streikenden Eisenbahnern entführt. Zur Seite stehen ihm auch diesmal wieder seine Kollegen Cholodnyi und Najden, die schon in Samson und Nadjeschda für eine gelungene Krimigeschichte sorgten.

Und
eine Atheisten-Vermählung darf schlussendlich auch nicht fehlen.

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Robert Renk empfiehlt:

Nicht ich

Nicht ich von Zeruya Shalev

Nach 30 Jahren kommt der erste Roman von Zeruya Shalev in unsere Bücherregale. Ein Roman über eine Frau, die ihre Familie für eine neue Liebe verlässt und nicht damit klarkommt. Vor allem für ihr treues deutschsprachiges Publikum hat diese bedeutende Erzählerin ihren Erstling noch einmal überarbeitet.

„Ihr Roman Nicht ich ist eines der kühnsten Werke der postmodernen israelischen Literatur. Man könnte ihn als die Urquelle ihrer gesamten
Erzählkunst bezeichnen.“ (Avner Holtzman)
Erscheint im Jänner 2024.

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Robert Renk empfiehlt:

Bournville

Bournville von Jonathan Coe

Über fünf Generationen begleiten wir die Familie von Mary Lamb und somit die Geschichte Englands … von der Krönung Elisabeth II. über Prinzessin Diana bis zum Brexit. Ausführlich wird der Schokolade gehuldigt und somit auch der „Schokoladekrieg“ in allen Farben geschildert. Lässig und mit Augenzwinkern breitet Coe die Absurditäten aus und erklärt uns nicht die Engländer, zeigt uns aber deutlich, dass sie sich selbst auch nicht immer verstehen.

Coe ist immer ein Leseerlebnis!

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Kilian Feurstein empfiehlt:

Eine fesselnde und hoffnungsfrohe Geschichte über das Leben einer queeren Person of Color aus den 1930er Jahren

Der Schlafwagendiener von Suzette Mayr

R.T. Baxter träumt vom Studium der Zahnmedizin. Der Weg dorthin ist allerdings lang, denn das Studieren kostet einen Haufen Geld. Baxter heuert als Schlafwagendiener an. Während sich der Zug durch die nordamerikanische Landschaft schlängelt, führt Baxter stumm lächelnd und allzeit bereit die Aufträge der reichen, extravaganten und meist weißen Fahrgäste aus.

Diese sehen in Baxter kaum einen Menschen, vielmehr einen Roboter, der nur für ihren eigenen Komfort existiert. Dementsprechend muss der Schlafwagendiener Erniedrigungen, Feindseligkeiten und falsche Freundschaften ertragen. Alles für seinen großen Traum der Zahnmedizin. Als der Zug dann aufgrund eines Unglücks einen unplanmäßigen, mehrtägigen Halt machen muss, verlieren die Passagiere die Nerven und Baxters Traum droht ihm zu entgleiten.

Suzette Mayr beschreibt pointiert, mit viel Fantasie und literarischen Anspielungen gespickt, das Leben eines Schwarzen Mannes mit Hingabe an Männer. Zu einer Zeit, in der diese Hingabe das Karriereende, womöglich sogar einen längeren Gefängnisaufenthalt bedeuten kann.

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Melanie Winkler empfiehlt:

Drei mutige Frauen und die Kraft der Natur

Die Unbändigen von Emilia Hart

2019: Kate schafft es endlich vor ihrem gewalttätigen Freund zu fliehen und versteckt sich in einem Cottage in Cumbria, das sie von ihrer Großtante geerbt hat. 1942: Violet wächst abgeschottet von der Außenwelt auf dem Anwesen ihres Vaters auf. Am liebsten ist sie in der Natur, klettert auf Bäume und beobachtet Insekten.

Doch eines Tages kommt ein Besucher, der ihr Leben für immer verändern wird. 1619: Altha steht vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen durch Hexerei einen Mann getötet zu haben. Wird sie dem Tod entgehen können?

Drei Frauen einer ganz besonderen Familie kämpfen zu verschiedenen Zeiten um ihr Leben und die Freiheit, ihre eigene Identität zu erkunden. Dabei begreifen sie nach und nach welche Macht ihnen eigentlich innewohnt. Ein ebenso spannender wie berührender Roman über drei mutige Frauen und die Kraft der Natur.

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Melanie Winkler empfiehlt:

Willkommen auf Schloss Cobenzl

Der Zauberer vom Cobenzl von Bettina Balàka

In ihrem neuen Roman lädt uns Bettina Balàka zu einem Besuch auf dem Schloss Cobenzl im 19. Jahrhundert ein. Dort lebt Carl Ludwig Freiherr von Reichenbach mit seinen Töchtern Hermine und Ottone. Während der Vater sich in seinen naturwissenschaftlichen Theorien verrennt, haben seine Töchter die Freiheit sich ihren eigenen Interessen zu widmen, was bei Hermine die Botanik und bei Ottone die Musik ist.

Doch im Zuge der Revolution zerbricht auch das familiäre Gefüge und die beiden jungen Frauen suchen ihre Freiheit. Sie lassen das Schloss Cobenzl und seine grünen Weiten hinter sich, um ein selbstbestimmtes Leben in Wien zu führen.

Dieses Buch ist nicht nur eine spannende Familien- und Emanzipationsgeschichte, sondern erweckt auf wunderbare Weise ein Stück Lokalgeschichte zum Leben. Große Leseempfehlung!

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Ina Cassik empfiehlt:

Von Naturgewalten und starken Frauen

So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

Vergleiche mit „Der Gesang der Flusskrebse“ sind immer mit Vorsicht zu genießen. In diesem Fall kann ich dem aber nur zustimmen: Wer von Delia Owens‘ Roman begeistert war, dem wird auch dieser Roman gefallen!

Colorado, 40er Jahre. Die junge Victoria verliebt sich, doch ihre Liebe wird ihr in ihrer von Vorurteilen geprägten Familie zum Verhängnis.

Auf der Flucht vor ihrem Zuhause sucht sie auf sich allein gestellt Schutz in der Natur. Zwischen Überlebenskampf und Selbstermächtigung verwirklicht sie eine unabhängige Existenz.

Eindringliche Naturschilderungen und das unvergleichliche Porträt einer ungewöhnlichen, starken Frau sorgen für ein fesselndes Leseerlebnis. Ein erstklassiger Unterhaltungsroman.

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