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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von kurt:

Autorenlesung in Bad Schallerbach

Ich weiß nicht, warum ich noch lebe von Friedrich Orter

Ich habe heute die Lesung von Dr. Friedrich Orter in Bad Schallerbach gehört und war tief beeindruckt. Ich war erschüttert vom Tod seiner Frau in Palleativstation. da auch meine lb. Frau am 8. Sept. 2014 erst verstorben ist.
Die Erzählungen und Berichte von ihrem Mann, die Angst und das Mitfühlen, Zittern und Bangen um den stets bedrohten Gatten hat sich bestimmt nicht positiv auf ihren Gesundheitszustand ausgewirkt.

Doch zu Titel des Buches "Ich weiß nicht, warum ich noch lebe" würde ich dem Autor den Vortrag von Kurt Tepperwein auf You tube "Die herrliche Kraft der Freude" empfehlen. Vielleicht wird er sich dann fragen, wie oft er schon gestorben ist, nach dem Schriftwort: "Unser Leben wird und nicht genommen sondern nur gewandelt." In einem Büchlein mit Trostworten habe ich die Zeilen gefunden: "Wenn ein Schiff hinter dem Horizont verschwindet, setzt es seine Reise dennoch fort und es gibt Andere, die sich auf seine Ankunft freuen"
Ich danke Herrn Orter für die herzliche Widmung

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Rezensionen von Heyn Leserunde Elisabeth Del Carlo:

Mexiko real und trotzdem ein Roman

Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement

Wenn man dieses Buch anfängt zu lesen kann man es nicht mehr aus der Hand legen.
Eine Reportage aus dem heutigen Mexiko, erzählt mit den Stilmitteln eines Romans.
Die jüngsten Medienberichte über Entführung, Gewalt, Mord und Korruption in Mexiko werden mit
diesem Roman untermauert, harte Fakten werden von der Autorin brutal, ehrlich, schonungslos und gleichzeitig
sehr berührend erzählt.

Unbedingt lesen!!

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Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

Empfehlenswert

Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement

Das Buch erzählt von der jungen Ladydi während ihrer Kindheit in Mexiko.Ladydi wächst in einem mexikanischen Bergdorf auf, inmitten lauter Frauen, Männer gibt es in dem Bergdorf keine. Ihre Geschichte handelt von Armut, Gefahr, Drogen- und Mädchenhandel. Ladydi und ihre Freundinnen Maria, Paula, Estefanie erleben eine Kindheit voller Schrecken, Not und Leid, sie müssen sich als häßliche Jungs verkleiden um nicht von den Drogendealern entführt zu werden.

Ladydis Leben scheint mit ihrem Beruf als Hausmädchen in Acapulco endlich friedlich und schöner zu verlaufen doch ihr Cousin, bekannt in der Drogenszene verwickelt sie in einen komplizierten Drogendeal und so landet Ladydi schließlich im Gefängnis von Mexiko.
Die Erzählerin springt in dem Buch zwischen verschiedenen Zeitepochen hin und her, sie erzählt von der Vergangenheit und der Zukunft was manchmal sehr verwirrend werden kann. Erzählungen werden wiederholt und die Sätze enden oft abrupt. Mehrere Jahre umspannt das Buch und taucht in loser Abfolge immer wieder in verschiedene Momente des Familienlebens von Ladydi, ihrer Mutter und den anderen Mitbewohnerinnen des Berges ein. Die Erzählungen sind meist tieftraurig und herzzerreissend, fesseln den Leser jedoch trotz all der Schwermütigkeit.

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Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

Traumhaft!

Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement

Die großartige deutsche Cellistin, die mit Ihrem Rosamunde Quartett berühmt wurde und mit Groeßen wie Jean-Louis Matinier oder Andy Sheppard Platten aufgenommen hat und der nicht weniger großartige franzoesische Jazz-Pianist treffen sich bereits zum fünften Mal, um gemeinsam bei Manfred Eichers legendärem Label ECM einfach schöne Musik zu machen.

Werke von Komitas Vardapet, Georges I. Gurdjieff & Frederic Mompou werden durch Eigenkompositionen von Couturier wunderbar ergaenzt, so dass die 10 interpretierten Stuecke ein abwechslungsreiches Album ergeben.

Sphaerisch, tragend, manchmal sehr lebendig, meist aber ruhig, doch nie zu ruhig, zeigen die beiden ihr Koennen und arbeiten sich durch Chants, Hymns und Dances, dass einem der Atmen stockt (Was auch gut ist, denn so übertoent das eigene Atmen nicht die filigransten Stellen)
Es erstaunt doch, wie intensiv ein Cello/Piano Duo wirken kann: auch durchaus traurige Passagen verlieren nicht an Reiz und schwungvolle Taenze werden zart und praezise gespielt.

Keine CD, mit der man eine muntere Party beschallen sollte (außer man möchte selbige beenden), aber ein Hoervergnuegen der Sonderklasse für den aufmerksamen Genuss alleine oder zu zweit.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Versteckt in einem Erdloch - nur so kann ein Mädchen überleben

Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement

In Mexiko ist es das Beste, ein hässliches Mädchen zu sein- das ist einer der ersten Sätze in dem Buch, die unter die Haut gehen.
Ladydi lebt mit ihrer Mutter in einem Dorf in den Bergen, geht in die Schule, lacht mit ihren Freundinnen, träumt von der Zukunft, und hat gelernt, immer auf der Hut zu sein.

Wenn schwarze Geländewägen wie Untiere am Horizont auftauchen, verstecken sich die Mädchen in einem Erdloch. Denn die Autos bringen Gewalt und Schrecken ins Dorf. Bewaffnete Männer suchen nach hübschen Mädchen, die sie im Auftrag der Drogenbosse und Menschenhändler verschleppen, und wer sich ihnen in den Weg stellt, wird getötet.
In schlichten, deshalb vielleicht besonders einprägsamen Worten beschreibt Jennifer Clement das Leben in diesen Dörfern. Familie heißt hier: Mütter mit ihren Töchtern, vielleicht noch ein heranwachsender Sohn, bis auch der wegzieht wie die Männer, die auf der Suche nach Arbeit über die Grenze gegangen, in der Stadt verschwunden, oder tot sind. Die Frauen sind auf sich allein gestellt, es gibt niemanden, der ihnen hilft, keine Öffentlichkeit, die sich für sie interessiert. Es gibt den Zusammenhalt und den unerschütterlichen Überlebenswillen dieser Frauen, und es gibt immerhin das Fernsehen als Fenster zur Welt. Ladydi trägt daher auch keinen mexikanischen Namen, sie ist benannt nach Lady Diana, der englischen Prinzessin.
Es ist ein Buch, das berührt und traurig macht, weil es genau recherchiert und sehr real ist. Es ist aber auch eine Geschichte über die Kraft von Träumen und Hoffnungen, über die geheimnisvolle Stärke, die Wünsche und Gebete verleihen können. Und es ist bei aller Tragik ein Buch voller Humor, das man unbedingt lesen sollte!

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Rezensionen von kathiduck:

Unterhaltsamer Schmöker

Das Rosenholzzimmer von Romer Anna

Tony Jarman vererbt seiner ehemaligen Lebensgefährtin Audrey Kepler und ihrer gemeinsamen Tochter Bronwyn ein altes Herrenhaus in Queensland. Die beiden entschließen sich von Melbourne nach Thornwood House umzuziehen. Dort erfährt Audrey, dass der Vorbesitzer des Hauses, Tony's Großvater, in einen bisher ungeklärten Mordfall verwickelt war.

Sie beschließt dieser Geschichte auf den Grund zu gehen. Doch je weiter sie in die vergangenen Ereignisse eintaucht, desto mehr gerät sie selbst in Gefahr.

Der Debütroman "Das Rosenholzzimmer" von Anna Romer besticht durch seinen flüssigen Schreibstil und seine spannende Handlung. Die Autorin schafft es von
Beginn an den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das gelingt ihr auch deshalb so gut, weil sie neue Erzählperspektiven anhand von Tagebuchauszügen und Briefen einbringt. Die Charaktere sind sehr anschaulich dargestellt. Sehr schön fand ich die Landschaftsbeschreibungen, die den Leser mitten ins australische Buschland
führte, ohne langatmig zu werden.

Fazit: Ein unterhaltsamer, gut geschriebener "Schmöker".

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Rezensionen von silkedb@web.de:

Rosen haben Dornen

Das Rosenholzzimmer von Romer Anna

"Das Rosenholzzimmer" von Autorin Anna Romer macht seinen ersten Fehler schon mit dem deutschen Buchtitel, denn einen Zusammenhang zum Inhalt konnte ich hier nicht feststellen. Die Geschichte kann jedoch mit schönen landschaftlichen Beschreibungen und netten Schauplätzen überzeugen und so dem Leser ein gutes Bild von Australien (beschränkt auf Melbourne und Queensland) und den Besonderheiten in Flora und Fauna vermitteln.

Die Hauptfigur Audrey hat mir grundsätzlich ganz gut gefallen. Teilweise unpassend zum Verhalten fand ich jedoch die Altersangaben zu vielen der Figuren, was insbesondere Audrey und die 11jährige Bronwyn betrifft. Inhaltlich geht es hier hauptsächlich um die Geheimnisse im Zusammenhang mit Tonys Familie, wie z.B. den ungeklärten Mord an seiner Großmutter Aylish. Einige Kapitel werden auch zur damaligen Zeit erzählt und widmen sich den Ereignissen vor diesem Todesfall. Leider passen diese Abschnitte aber nicht so Recht zum Rest der Geschichte und reißen den Leser eher mitten raus aus den Ereignissen. Anderes wird in Form von Briefen und Tagebüchern wieder gegeben, was ich den besseren Weg fand und stimmiger im Gesamtbild.
Wirklich gestört haben mich einige logische Lücken zum Ende hin und manche Figuren und Ereignisse denen in ich in Hinblick auf die Handlung keinen rechten Sinn zuordnen konnte.
Insgesamt gesehen hat es "Das Rosenholzzimmer" daher schon vermocht mich zu unterhalten, aber auch viele Fragen aufgeworfen und unbeantwortet zurück gelassen. Ich kann das Buch daher nur bedingt empfehlen.

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Rezensionen von Peter Burk:

... immer in Frieden nach Hause gekommen ...

"Es wird schon gut gehen" von Wolfgang Nairz; Horst Christoph

Wie eine Zeitreise muten so manche Briefe von Wolfgang Nairz an seine Frau Edith an. Dabei ist es gerade einmal 36 Jahre her, dass er und mit ihm die bis dahin erfolgreichste Everest-Expedition in mehreren Teams den höchsten Berg dieser Erde erklomm. Postläufer holten die Briefe aus dem Basislager, Reporter waren noch direkt vor Ort und taten Kunde an ihre Zeitungen, man verknipste Filme.

Die moderne Technik hat solche Dinge obsolet gemacht und doch ist vieles am Everest noch wie früher. Wenn man das als einer, der noch nie dort war, so sagen darf. Die Gefahren des Khumbu-Eisbruchs, dem Ostern 2014 sechszehn Sherpas zum Opfer fielen. Das Nadelöhr am Hilary-Step, das trotz Fixseilen immer noch ein großes Hindernis darstellt. Oder die unberechenbaren Gefahren von Wetter und purer Höhe.

Der Journalist Dr. Horst Christoph hat zahlreiche Interviews mit dem "Wolfi" geführt - dabei ist dieses schöne Buch über dessen Lebenswerk als Bergsteiger, Expeditionsleiter und Ballonfahrer herausgekommen. Von den jugendlichen Anfängen mit Hermann Buhl im väterlichen Wohnzimmer, der berühmten Expedition von 1978 am Everest (Messner und Habeler erreichten damals als erste Menschen den Gipfel ohne künstlichen Sauerstoff), bis hin zu der von ihm gegründeten NepalHilfe Tirol.

Es ist alles gut gegangen beim Wolfi und man kann ihm nur wünschen, dass alles so bleibt. Das Buch bringt dem Leser den Menschen Wolfgang Nairz näher und es spricht für ihn, wenn er sagt, dass all seine Expeditionsteilnehmer Freunde geblieben sind, auch nach den gemeinsamen Unternehmungen. Die 272 Seiten des üppig bebilderten Bandes kommen in schöner Aufmachung daher und durch wechselnde Erzählarten, Interview-Ausschnitte, Briefe und kurze Gastbeiträge ist für reichlich Abwechslung gesorgt.

Highlight für mich sind allerdings die 12 Seiten von Rudolf Alexander Mayr über "die blauen Bomber". Wolfi und Rudi als Versuchskaninchen der Pharmaindustrie, bei dem Versuch, den Zapfen Dhaulagiri mit links niederzureißen. Absolut lesenswert!

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Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

Absolut lesenswert!

Wildauge von Kettu Katja

Anne Sinclair schreibt beruehrend die Erinnerungen an Ihren beruehmten Grossvater nieder. Ein faszinierendes Portrait bei dem man noch so allerhand ueber Kunst und Picasso erfährt! Absolut lesenswert!

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