Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yesterday:
Ein Krimi zum Grübeln
Wer Furcht sät von Parsons Tony
Im dritten Krimi mit Detective Max Wolfe wagt sich Tony Parsons an ein heikles Thema, bei dem es subjektiv kein klares ?Richtig? oder ?Falsch? gibt: Selbstjustiz.
Objektiv steht klarerweise das Gesetz über allem und dieses versucht Max hier so gut es geht zu vertreten. Er ist (zeitweise als Leiter der Ermittlungen) hinter einem ?Club? her, der Kriminelle, die eine ihrer Ansicht nach zu milde Strafe erhielten, entführt und hängt.
Objektiv sagt natürlich jeder, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, dass Aug? um Aug? längst überholt ist und dass ohnehin bekannt ist, dass vor Gericht oft mildernde Umstände gelten, die niemand nachvollziehen kann. Doch wie wäre es, wäre man selbst betroffen? Lässt sich ein mildes Urteil oder ein Freispruch so leicht abhaken, wenn die eigene Familie darunter leidet?
Blut ist dicker als Wasser ? auch das zeigt sich in diesem spannenden Krimi sehr gut, in dem Parsons wieder einmal einen wunderbaren Blick in Londons Geschichte wirft ? wunderbar nicht wegen des Themas, sondern weil die Geschichte, ohne dass der Leser es stark mehr, sehr informativ und lehrreich wird. Gekonnt steigert der Autor die Spannung auch dadurch, dass er Nebenschauplätze immer dann einführt, wenn man gerade in die Ermittlungen abtaucht und den Alltag (Tochter Scout und Hund Stan zum Beispiel) ganz vergisst. Wie immer gelingt es Parsons, falsche Fährten zu streuen, manche sind einfacher zu erkennen und manche offenbaren sich erst am Ende.
Dass es ein Ende wie dieses gibt und wie immer die ?gute Seite? siegen kann, verdanken wir auch ein bisschen der Tatsache, dass Max Wolfe einfach unkaputtbar scheint und in tödlichen Situationen die Nerven behält. Wie schon aus den ersten beiden Bänden bekannt, ist Max hin und wieder zu viel ?Superman?, aber davon und von seinen unnötigen Liebeleien abgesehen, ist er ein netter Ermittler, bodenständiger Vater und guter Freund. Einer seiner Freunde, gepaart mit viel Dusel, helfen ihm schließlich, relativ unbeschadet alles hinter sich zu bringen und somit können wir uns wohl auch mindestens noch ein Buch mit Max freuen.
Rezensionen von Gudrun Gaber:
Spannender als so mancher Krimi
Die Geschichte der Baltimores von Dicker Joël
Danke für die Empfehlung von Karoline Ferlitsch! Ich habe mehr als eine Nacht für diesen dichten Roman gebraucht, aber aus der Hand legen wollte ich ihn auch nicht. Spannender als so mancher Krimi.
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... es ist nicht kitschig
Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney
D
anke für die Empfehlung von Renate Nöckler. Der Buchumschlag ist schön kitschig - der Inhalt nicht! Ein sehr gelungener Debütroman nach dem 2jährigen Schreibseminar am Bennington College (es ist ein ist ein privates Liberal-Arts-College in Bennington im Bundesstaat Vermont der Vereinigten Staaten von Amerika)
Rezensionen von Gudrun Gaber:
... man sollte keine Pakete annehmen
Das Paket von Fitzek Sebastian
Ein sehr konfuses Buch und die Huldigung des Autors auf den letzten Seiten ist auch verwirrend. Er hat schon bessere Bücher geschrieben ....
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... so ist das Leben
Das Paket von Fitzek Sebastian
Was für ein wunderschönes Buch. Freuen Sie sich auf Sätze wie: "Und, bewusst oder nicht, diese Schuld existierte nicht. Er (Paul) war für nichts verantwortlich, das mich (Peter) betraf oder mein Leben definierte. Dafür, dass er im richtigen Leben gelandet war und ich nur nebenan, konnte er nichts, dass er lieben durfte und sich nicht nur sehnen musste, war einfach das, was sich ergeben hatte - so ist das Leben.
Es ist das, was sich ergibt."
Rezensionen von Peter Burk:
Vom Leben des Schönwettergurus
Ich habe die Wolken von oben und unten gesehen von Karl Gabl
Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit, bei einer Lesung von Professor Dr. Karl "Charly" Gabl zusammen mit Michael Pause im Alpinen Museum dabei zu sein. Der wohl bekannteste alpine Meteorologe ist ein bescheidener Mann, das zeigte sich bereits im unterhaltsamen Gespräch in München und wird durch seine nun vorliegende Autobiographie bestätigt.
Und von 15 Bergsteigergrößen und -protagonisten, allesamt bestens mit Charly befreundet, in kurzen Beiträgen (übersichtlich durch graue Seiten vom übrigen Text abgegrenzt) eindrucksvoll belegt.
Ganz chronologisch geht der Protagonist in seinem 240-seitigen Selbstportrait vor und führt den Leser durch ein Stück Alpingeschichte: Von den 50'er- und 60'er-Jahren mit einfachster Ausrüstung und haarsträubenden Seiltechniken hin zu den wilden 70'ern mit einem Weltrekord auf 7492 Meter Höhe, der höchsten bis dahin in Angriff genommenen Skiabfahrt. 1978 übernimmt er die Leitung der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) in Innsbruck und wird deren Entwicklung über 30 Jahre entscheidend prägen. Immer mehr wird er in dieser Zeit zum Berater für Expeditionen in den höchsten Bergregionen der Welt. Selbst heute noch, nach seiner Pensionierung, verlässt kaum ein Extrembergsteiger das letzte Camp vor dem Gipfelversuch, ohne im Vorfeld mit Charly per Satellitentelefon telefoniert zu haben. Aber auch ganz normalen Wanderern steht er mit seinem Wetterinformationen im Radio mit Rat und Tat zur Seite.
Natürlich, wie kann es bei einem aktiven und erfolgreichen Bergsteiger anders sein, spielt auch das Thema Lawinen eine entscheidende Rolle im Leben von Karl Gabl. Sei es durch den tragischen Tod seiner Cousine in einer Lawine in St. Anton oder 12 Jahre später, als sein eigenes Elternhaus von der "Lehna" erwischt wird. Das Buch enthält fundierte Betrachtungen der jeweiligen Auslöser für diese Unglücke und geht großen Katastrophen, wie z. B. der Lawine von Galtür, auf den Grund.
Daneben dürfen zahlreiche Schilderungen über persönliche Erlebnisse, wie die Zeit im Internat, die Wege mit der Familie und die Zeit mit seiner zweiten Frau Stephanie nicht fehlen. Das Buch ist schön bebildert und nahezu alle Aufnahmen stammen vom Autor selbst. Alles in allem eine kurzweilige und entspannende über und von einem sicherlich gutherzigen Menschen.
Rezensionen von Lasszeilensprechen:
Gut, aber man läuft Gefahr den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen
Im Wald von Neuhaus Nele
Nachts geht ein Wohnwagen im Wald bei Ruppertsheim in Flammen auf. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln neben Brandstiftung auch wegen Mordes, denn in den verkohlten Resten bergen die Ermittler eine Leiche. Kurz darauf wird eine Frau in einem Hospitz getötet. Bei der Toten handelt es sich um eine alte Bekannte von Bodenstein.
Zwei Morde in diesem beschaulichen Dorf und innerhalb kürzester Zeit können kein Zufall sein. Die Ermittlungen führen Pia und Bodenstein bis ins Jahr 1972, als Olivers bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Trauma, welches Bodenstein nie überwinden konnte, und ein Geheimnis, dass das Dorf nicht so schnell preisgeben will. Selbst dann nicht, wenn die Zahl der Opfer steigt...
Ich habe alle Bände der Kirchhoff / Sander-Bodenstein Reihe gelesen. Ich verfolge sie sehr gerne, weil Nele Neuhaus eine großartige Krimiautorin ist. Ihre Fälle sind stets komplex und sie finden in beschaulichen Dörfern des Taunusgebirges rund um Frankfurt statt. Die Beschreibung von Land und Leuten sind stets detailliert und schaffen die richtige Atmosphäre. Bodenstein befindet sich in seinem vorerst letzten Fall, danach möchte er ein Jahr Auszeit nehmen, um Abstand zum Job zu nehmen. Dass dies auf jeden Fall mehr als nötig ist, zeigt sich diesmal deutlichst, da Bodenstein eng in das Geschehen verwickelt ist und dieses kaum noch objektiv betrachten kann. Zudem zeigt sich, dass er innerlich resigniert und er kaum noch Elan für den Job aufbringen kann. Bodensteins "Krise" muss Pia auffangen. Sie arbeitet gut mit ihren Kollegen zusammen, vor allem, da die Frage nach Bodensteins Nachfolge offen steht. Das Kompetenzgerangel innerhalb des K11 ist da, aber nie übertrieben, was ich sehr angenehm empfand.
Zu Anfang des Buches gibt es Landkarten und ein Personenregister. Warum die Autorin eines verwendet hat, zeigt sich bereits innerhalb kürzester Zeit! Der Leser begegnet einer großen Anzahl an Personen. Dazu gehört es, sich nicht nur Namen und Berufe zu merken, sondern die Geflechte aus Beziehungen und Verwandtschaftsverhältnissen im Hinterkopf zu haben. Ich selbst hatte so meine Probleme und musste immer wieder zurückblättern. Auch wenn die Autorin fleißig bemüht war, den Personen Leben einzuhauchen, musste ich selbst am Ende noch nachschauen. Ein wenig anstrengend war es schon, man muss daher den Krimi sehr aufmerksam lesen, um den Geschehen noch halbswegs folgen zu können.
Die Geschehnisse des Buches sind spannend und überraschend. Die Verflechtung der Vergangenheit mit der Gegenwart gelingt der Autorin äußerst gut. Beide Handlungsstränge sind sehr interessant. Man kann immer wieder miträsteln, die Spur wird mehrfach auf einen anderen gelenkt, sodass man bis zum Ende nicht sicher sein kann. Das bleibt auch so bis zur überraschenden Enthüllung des Mörders. Während des Buches wiederholt Frau Neuhaus gerne Aspekte, die eigentlich offensichtlich sind, um sicherzugehen, dass jeder Leser dies auch verstanden hat. Das erscheint manchmal seltsam, war aber mitunter auch sehr hilfreich.
Die Vielzahl der Personen teilt sicherlich die Leser in zwei Lager. Mir hat der Band gut gefallen, aber ich sehe ihn auch eher als Bestandteil der gesamten Reihe. Da ich Probleme hatte, den Ereignissen stets zu folgen und sämtliche Personen in den richtigen Kontext einzuordnen, kann ich für "Im Wald" nicht mehr als 4 Sterne vergeben. Und trotzdem beweist Nele Neuhaus auch hier, warum sie so eine erfolgreiche Krimiautorin ist. Gerne wieder!
Rezensionen von Pink Anemone:
Kein Thriller im eigentlichen Sinn, aber psychologisch top!
Walt von Wangersky Russell
Hi, ich bin Walt. Ich sammle weggeworfene Einkaufslisten. Das klingt vielleicht ein bisschen schräg, aber Sie ahnen ja nicht, was man auf diese Weise alles über jemanden erfährt! Das ist fast, als wäre ich selbst Teil der Familie. Ich gebe zu, ich bin einsam, seit meine Frau Mary mich vor ein paar Jahren verlassen hat.
Kaum jemand gönnt mir einen zweiten Blick ? als wäre ich unsichtbar. Besonders gern sammle ich die Zettel von Alisha. Sie ist noch so jung, jemand sollte auf sie Acht geben, finde ich. Ich mache das gern, auch wenn sie nicht mal ahnt, dass ich existiere...(Klappentext)
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Der Hauptprotagonist ist Walt - älterer Herr, unscheinbar, einsam, von seiner Frau verlassen, seine Obsession ist Einkaufslisten horten und sich dadurch auf so manche Kundin regelrecht einzuschießen.
Er ist ruhig und in gewisser Weise emotionslos und trotzdem ist da etwas, was ihn unheimlich erscheinen lässt.
Man liest hauptsächlich aus seiner Perspektive, als würde Walt dem Leser an seiner Lebensgeschichte teilhaben lassen, an seinen Gedanken und Gefühlen. Man ist in seinem Gehirn und erfährt so weshalb er das alles macht, was ihn antreibt und was für Phantasien er hat.
Man hat das Gefühl, dass an dem nichts Verbotenes oder Verwerfliches ist, er keine böse Absichten hat. Dies ist eben seine Sicht der Dinge und trotzdem weiß man, dass etwas mit ihm nicht stimmen kann, denn diese Dinge sind sehr wohl verboten und verwerflich und lassen so eine bedrückende und beängstigende Atmosphäre aufkommen.
Dies geschieht vor allem durch die Unterbrechung seiner Sichtweise, indem man aus der Perspektive des Ermittlers Dean Hill liest. Hier wird klar, dass Walt's Frau Mary vermisst wird, ebenso ein Mädchen namens Lisa und Alisha wird gestalkt. Von Letzterer gibt es Tagebucheinträge, die diese Story noch beängstigender erscheinen lassen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, der Plot verläuft sehr ruhig. Hier passiert eigentlich so gut wie nichts und trotzdem ist die ganze Zeit eine subtile Spannung spürbar. Der Erzählstil ist ungewöhnlich und macht diesen Psychothriller zu etwas Besonderem, denn hier muss man zwischen den Zeilen lesen, scheinbar nebensächliche Bemerkungen Walt's auf die Waage legen.
Erst am Ende wird klar, dass Walt keineswegs dieser besonnene und ruhige Kerl ist, der die Macke hat Einkaufslisten zu sammeln. Es wird klar, dass der Leser an jeder Tat teilgenommen hat - unwissend.
Daher ist man gewillt dieses Buch nochmals zu lesen, einfach um diese kleinen Andeutungen zu entdecken, um alles bewusster wahrzunehmen.
Fazit:
Dieser Psychothriller ist ganz großes psychologisches Kino, welches einen in die Gedankenwelt eines scheinbar harmlosen Typen eintauchen lässt.
Ein Psychothriller in dem augenscheinlich so gar nichts passiert und trotzdem einen beklemmenden Sog auf mich ausübte.
Die Auflösung steckt hier nicht am Ende, sondern in der gesamten Story, in Walt's Gedanken und seiner Sichtweise. DAS nenne ich mal schriftstellerische Kunst.
Für Leser die es gerne spannend und blutig haben ist dieser Psychothriller wohl eher nichts. Ich jedoch war und bin fasziniert, da hier Psychologie vom Feinsten enthalten ist.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Pink Anemone:
Der gelungene Auftakt d.Thrillerreihe rund um den brummigen Fallanalytiker Martin Abel-spannend m.einer unglaublich überraschenden Auflösung
Blutsommer. von Löffler Rainer
Thriller mit Profiler als Hauptprotagonisten überschwemmen ja derzeit den Büchermarkt und ich habe schon einige davon gelesen, aber dieser konnte mich besonders begeistern.
Man taucht hier regelrecht in die Welt eines Profilers ein, eines sehr unkonventionellen Profilers. Man begleitet ihn wenn er alleine mit den Leichen der Opfer "spricht" und in seine Gedankenwelt, wenn er wiederum versucht in die Gedankenwelt eines Serienkillers zu einzutauchen - eines äußerst brutalen Serienkillers der auf einer morbiden Mission durch Köln zieht und zerstückelte und ausgeweidete Leichen hinterlässt.
Für zartbesaitete Leser ist dieser Thriller also nur bedingt zu empfehlen, denn es werden nicht nur die bestialisch zugerichteten Leichen und die Autopsie beschrieben, sondern auch die äußerst morbide Sichtweise des Täters, die einem die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Dies nicht nur aus Sicht des Profilers Martin Abel, sondern auch aus der Perspektive des Täters selbst, inklusive seiner Vergangenheit die ihn zu dem machte was er heute ist und der Grund ist weshalb er auf dieser ganz eigenen Killermission ist.
Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und packend wie der Plot selbst. Hier wird der Leser mehrmals subtil auf falsche Fährten gelockt, um dann mit einer Auflösung mit KAWUMM-Effekt aufzuwarten.
Die Spannung wird hier von Anfang bis Ende konstant hochgehalten, sodass man als Leser nicht und nicht aufhören kann zu lesen. Selbst wenn einem die Gänsehaut rauf und runter läuft oder so manche Szene ekelhaft wie nur was ist - man MUSS weiterlesen.
Die Charakterzeichnungen sind äußerst gelungen und die Protagonisten agieren und reagieren nachvollziehbar und authentisch.
Nur mit Abels Schülerin Hannah Christ hatte ich zu kämpfen. Eine Klugscheißerin vom Feinsten, obwohl keine Ahnung von irgendwas, arrogant und präpotent. Ich hätte sie mehrmals am liebsten durch das Buch schnalzen mögen.
Und dann, von einem Moment auf den nächsten ist sie scharf auf Abel und knutscht mit ihm rum. Das Einzige was mir da durch den Kopf ging war - WTF?!
Ab diesem Zeitpunkt gab es hin und wieder schnulzige Szenen, die so gar nicht zum Rest des Thrillers passen wollten. Wieso müssen Autoren immer wieder eine Liebesschnulzerei in einen Thriller einbauen? ich finde das mehr als unnötig und kann einen guten Thriller wirklich ruinieren.
Da sich diese Szenen hier jedoch in Grenzen halten, lief es auf 1-Stern-Abzug hinaus.
Fazit:
Außer dem oben genannten Manko war dieser Thriller perfekt. Spannend von Anfang bis Ende, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen habe.
Ein Thriller der mich packen und nicht mehr loslassen wollte.
Ein Thriller er einem unter die Haut geht und
ein Thriller den man gelesen haben muss.
Mit diesem Autor bekommt so mancher Thriller-Guru Konkurrenz.
Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Gaby 2707:
Grandhotel Panhans am Semmering 1922
Tod am Semmering von Beate Maly
Ernestine Kirsch bekommt zwei Karten für einen Wohltätigkeits-Tangokurs im Grandhotel Panhans am Semmering geschenkt. Zusammen mit Anton Böck, den sie dazu überreden kann mitzufahren, erlebt sie dort einige Tage, die die Beiden nicht so schnell vergessen werden. Zusammen mit 12 weiteren Tanzwilligen, dem wenigen Hotelpersonal und den Musikern müssen sie eingeschneit im Hotel verharren.
Als dann ein erstes Todesopfer zu beklagen ist, liegen die Nerven bald schon blank. Aber Ernestine ist die Ruhe selbst und verpflichtet Anton ihr bei den Ermittlungen mangels Polizei zur Seite zu stehen.
Beate Maly erzählt in einer so farbigen und gut vorstellbaren Sprache, dass ich alles direkt vor mir sehe. Die Dialoge und Gespräche ziehen mich magisch in die Geschichte rein. Am liebsten würde ich meine Kommentare hier und da dazu abgeben.
Interessante, vielschichtige und sehr unterschiedliche Charaktere farbig geschildert ziehen in meinen Kopf ein. Besonders leid tut mir hier die junge Mietzi, die als Zimmermädchen im Hotel ihr Geld verdient.
Politische Einflüsse halten in die Geschichte genauso Einzug, wie ein wenig Romantik, Humor, die sehr gut beschriebene Atmosphäre im Hotel, vielfältige kulinarische Genüsse und vor allem die Suche nach dem Motiv des Täters. Als dieser dann gefunden ist, war ich sehr überrascht, konnte sein Motiv aber sehr gut nachvollziehen.
Ein wunderbarer historischer Krimi mit einer spannenden Geschichte und gut recherchierten Hintergründen.










