Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Ardèche-Krimi
In tiefen Schluchten von Anne Chaplet
Tori, Witwe eines Pariser Rechtsanwalts, lebt im Vivarais in dem alten Dörfchen Belleville, am Fuße der Cevennen. Sie leidet unter dem Verlust ihres Mannes und versucht bei Wanderungen in der malerischen Umgebung abzuschalten.
Ein Hund läuft ihr zu, begleitet sie und rettet ihr das Leben, als sie in einen unterirdischen Hohlraum fällt.
Dort findet sie einen vermissten Mann, der auf der Suche nach der Vergangenheit seines Großvaters ist. Die Gegend ist bekannt für Höhlen, teils mit Steinzeitmalereien.
Einige Todesfälle bringen die Ordnung des Dorfes ducheinander und brechen alte Wunden auf. In der Gegend lebten Chamisards, Marquisards und Résistence-Kämpfer, Hugenotten und Katholiken, meist nicht friedlich nebeneinander.
Tori entdeckt in ihrem alten Haus einen geheimen Raum und einen Geheimgang zur Dorfkirche. Die Vorbesitzer dürften diese als Versteck und Fluchtweg benutzt haben.
Sie möchte herausfinden, was sich hier in der Vergangenheit abgespielt hat, wird aber von den Dorfbewohnern gemieden und abgeblockt.
Schließlich kommen doch einige Fakten an den Tag, die sogenannte "Schande" des Dorfes, unter dem es immer noch leidet.
Spannend und interessant. Macht Lust, diese Gegend zu besuchen und zu durchwandern.
Rezensionen von Maria D?rfler:
Die Berge als Erfüllung?
Acht Berge von Paolo Cognetti
Es ist ein stilles und schönes Buch über zwei Männer, die als Buben fast ohne Worte zueinander finden und deren Beziehung hält - mit Unterbrechungen - bis der Tod sie scheidet.
In schlichter, fast karger Sprache wird die Beziehung der beiden zueinander und zu den Bergen geschildert.
Alle anderen Beziehungen verblassen, Berios Eltern spielen zwar in der späten Kindheit eine bedeutende Rolle - der Vater legt wohl die Liebe zu den Bergen zu Grunde, die Mutter gibt emotionalen Schutz.
Aber auch die Eltern leben sehr stark ihr eigenes, fast einsames Leben. Nur Bruno läßt sich mit einer Frau wirklich ein - und er scheitert. Berio hingegen lebt, ohne sich als erwachsener Mann in andere intensive Beziehungen einzulassen - die Berge und Bruno - oder Bruno und die Berge?
So liegt über der Geschichte auch ein Stück Melancholie, ein wenig Traurigkeit, die durch wunderbare Erlebnisse in der Natur immer wieder Glücksmomenten Platz macht.
Rezensionen von Gudrun Gaber:
*****
Acht Berge von Paolo Cognetti
Was für ein herrliches tiefgründliches kleines Buch - schöne Sprache!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gudrun GaberRezensionen von Richard Johann:
Ein erregendes, unerwartetes Buch!
Acht Berge von Paolo Cognetti
Durchgehender Prickelfaktor! Sticht aus der Masse der erotischen Bücher wohltuend heraus.
Sexy und anregend, aber das Besondere ist, dass sowohl Sie als auch Er das gemeinsame intime Erleben abwechselnd von jeweils ihrer eigenen Warte beschreiben – in allen Details – kein Werk für Prüde, aber eines für genießende Lern- und Wissbegierige.
Rezensionen von EdVanSchleck:
Toller Thriller
SOG von Sigurdardóttir Yrsa
Handlung:
Ein kleines Mädchen wird missbraucht und getötet. Zwölf Jahre später werden zwei abgetrennte Hände gefunden. Gleichzeitig taucht ein mysteriöser Aufsatz auf, welcher mehrere Morde voraussagt und die Initialen der zukünftigen Opfer enthält.
Kommissar Huldar, der nach dem desaströsen Verlauf seines letzten Falles degradiert wurde, soll den Aufsatz mit den Morddrohungen näher untersuchen, der in einer Zeitkapsel für zehn Jahre verborgen lag, während der Rest seiner Kollegen akribisch an dem Fall der abgetrennten Hände ermitteln.
Huldar vermutet Parallelen zwischen den beiden Fällen und zusammen mit der Kinderpsychologin Freyja, deren Ansehen durch den letzten gemeinsamen Fall ebenfalls schwer gelitten hat, versucht er seine Vermutung zu beweisen, sein Ansehen unter den Kollegen aufzuwerten und auch die Beziehung zu Freyja wieder zu verbessern.
Persönliche Meinung:
Obwohl ich den ersten Teil („DNA“) nicht kenne, fand ich problemlos in das Geschehen hinein. Auch die Hintergrundgeschichte der Hauptcharaktere wird in kleinen Häppchen grob umrissen, wodurch es gar nicht nötig ist das vorangehende Buch zu kennen. Dennoch hatte ich an diesen Stellen immer das Gefühl eine großartige Story verpasst zu haben. Der Schreibstil ist anschaulich und die Akteure wurden mit markanten und unverwechselbaren Charakterzügen ausgestattet, die sehr gut in die Handlungssituation passen. Die Ermittlungen sind schlüssig und gründlich, ohne dabei langatmig zu wirken.
Fazit:
„SOG“ ist ein wirklich hervorragender Thriller, der spannenden Lesegenuss garantiert. Durch immer neue Ermittlungserfolge und Erkenntnisse bezüglich des Falles wird der Spannungsbogen stets aufrechterhalten und selbst nach dem hochspannenden Finale überrascht das Buch noch durch eine neue Erkenntnis. Das Kernverbrechen und die damit verbundenen Morde sind jedoch nicht unbedingt für zart besaitete Leserinnen und Leser geeignet.
Rezensionen von simone.h1:
Jugend
Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson
Die Geschichte spielt in einem idyllischen Ort in Amerika, in dem es den Menschen gut geht und sich deren Probleme eigentlich im Zaum halten. Doch begleiten wir in diesem Roman einige Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren, die auch trotz ihrer Herkunft nicht davor gefeiht sind schlechte Lesensentscheidungen zu treffen.
..
Das Buch ist in Abschnitte gegliedert, die sich jeweils auf einen dieser Jugendlichen fokusieren. Den Übergang zwischen den Abschnitten bildet immer ein gemeinsames Erlebnis und wird die Geschichte so chronologisch fortgesetzt. Diese Art der Erzählung und die Konstruktion der Geschichte ist wirklich bewunderswert, etwaw ganz seltenes und hat mich absolut überzeugt!
Die handelnden Personen sind toll gezeichnet und unterstreichen die Themen wie zB Mobbing, Suizid, Drogen, Kriminalität, Leistungsdruck, Sexualität, etc. Die klingt jetzt erst mal nach viel aufbereiteten Stoff, doch ist es der Autorin gelungen, das Buch damit nicht zu überladen! Ebenso machte das Buch auf mich keinen tadelnden Eindruck und thematisiert einfach sehr viele Punkte, die im Jugendalter an Bedeutung sind. Die Sprache ist modern und sehr schön. Es ist mir nicht zuletzt aufgrund der Spannung sehr leicht gefallen, dieses Buch zu lesen!
Dieser Roman stellt für mein ein absolutes Lesehighlight dar und hatte ich selten so viel Freude an einem Buch!
Rezensionen von begine:
Gefahren der Hugend
Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson
Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson ist ein Zeugnis unserer Zeit. Der Roman spielt in einem kleinen Ort in der Nähe San Franciscos, es könnte allerdings überall sein.
Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und sie erfasst die heutige Situation an den Schulen.
Sie lässt alle Schüler einer Clique ihre Eindrücke erzählen.
Mit dem Außenseiter Tristan Bloch fängt es an, er ist von Anfang an das Opfer.
Er schreibt Cally einen Liebesbrief, die zeigt ihn ihren Freundinnen und der Brief wird veröffentlicht.
Grausam wie die Jugendlichen sind. Heutzutage macht Facebook das noch schlimmer. Er kann nicht weiter und springt von der Golden Gate Bridge,
Dann geht es 5 Jahre später weiter und die Protagonisten beschreiben, wie es mit ihnen weiterging und was sie aus der Vergangenheit begriffen haben.
Da gibt es aber auch wieder Vertrauensbrüche. Es fällt immer mal wieder jemand in die Außenseiter Rolle und es wird darüber ins FB gesetzt.
Die Autorin lässt diese Ansichten locker, direkt und aktuell uns nahe bringen.
Der Roman mit den wichtigen und ernsten Themen liest sich nicht gerade leicht, ist trotzdem sehr zu empfehlen.
Rezensionen von yellowdog:
dialogbetont
Katharina und der Zaungast von Christine Brückner
Dieser intelligente Roman von1957 ist ein Frühwerk von Christine Brückner und setzt ganz auf die Gespräche zweier Menschen.
Die junge Franziska und der 20 Jahre ältere Doktor sind über einen langen Zeitraum miteinander befreundet, aber doch sehr verschieden. Franziska ist stark und impulsiv, nach einer schweren Kindheit gierig auf das Leben, aber leider ist es eine fehlgeleitet Zeit.
Der geschilderte Fackelzug 1938 lässt einen eine Beklemmung beim Lesen erfahren.
Bastian, der Doktor, ist anders als Franziska, abwartend und beobachtend, klug bewahrt er kühlen Kopf.
Vielleicht ist ihre Verschiedenheit der Grund, warum sie sich in den Dialogen aneinander abarbeiten, die Vergangenheit reflektieren.
Beide mussten schweres durchmachen. Bastian erblindete im Krieg, Katharina verliebt sich in den falschen Mann, wird desillusioniert. Die Nachkriegszeit führt sie ins Ausland, wie getrieben sucht sie nach einem eigenen Platz. Brieflich bleiben sie in Kontakt.
Die Form des Romans ist gleichzeitig funktionierend als auch einschränkend, da manche Themen praktisch wie abgehakt wirken. Das gilt insbesondere für Katharinas Jahre im Exil. Daher kann ich dem Buch nicht die Höchstnote geben, aber ein guter Roman ist es und die Getragenheit und Melancholie strahlen etwas außergewöhnliches aus, dass in der zeitgenössischen Literatur relativ selten ist.
Rezensionen von dwb@gmx.es:
TOP-SATIRE TOP-BUCH !
Katharina und der Zaungast von Christine Brückner
Teils recht bissige Satire, die voll ins Knochenmark trifft. Absolut unterhaltsam. Ganz besonders zeigt es "der sozialrevolutionierte Weihnachtsmann" im Buch, dass im deutschen Gesundheitssystem etwas ganz gehörig stinkt. Satire, Humor und Sozialkritik sind es unbedingt wert, gelesen zu werden.
TOP-Buch!
Rezensionen von Gaby 2707:
Hoffnung und eine Lüge
Wie der Wind und das Meer von Beck Lilli
Das einzige, was dem 11-jährigen Paul Grewe nach dem Bombenangriff 1945 in München geblieben ist, ist ein Koffer mit Dokumenten, ein Bild seiner kleinen Schwester und ein verbeulter Kochtopf seiner Tante. So trift er auf die kleine Jüdin Sarah, die ebenfalls ihre Familie verloren hat und die seiner Schwester unglaublich ähnlich sieht und die Beiden beschließen für immer zusammen zu bleinen – wie der Wind und das Meer.
So wird aus Sarah Silbermann Rosalie Greve. Zusammen schließen sie sich einer der vielen Kinderbanden an, überstehen gemeinsam die Zeit im Heim, bis sie schließlich von einem netten Münchner Ehepaar, das selbst seine beiden Kinder im Krieg verloren hat, aufgenommen und adoptiert werden. Immer noch tragen sie beiden den Namen Greve und nun Hummel. Diese Lüge, die sich durch ihr gemeinsames Leben zieht, die sie nie aufgeklärt haben, aus Angst getrennt zu werden, wird ihnen nun zum Verhängnis. Sie verlieben sich ineinander. Eine Liebe, die als Geschwisterliebe gilt, die sie nicht leben dürfen.
Ich bin sofort eingetaucht in die Geschichte der Beiden, in die Nachkriegszeit, die Zeit des Wiederaufbaus und in die Zeit, als es den Menschen langsam wieder besser ging. Durch Geschichten meines Opas und meiner Mutter, die diese Zeit nur knapp älter als Paul mitgemacht hat, kam mir vieles bekannt vor. Wenn ich heute hier in München durch die Straßen gehe, bin ich sehr froh, dass der Plan, München nach dem Krieg am Starnberger See wieder aufzubauen, schnell verworfen wurde.
Ich habe mit Paul und Sarah/Rosalie im Heim gelitten, mich mit ihnen gefreut, als es zur Adoption kam und mich immer wieder gefragt, was gewesen wäre, hätten sie ihre wahre Identität preisgegeben. Als sie sich dann ihrer langsam aufkeimenden Gefühle füreinander bewusst wurde, habe ich gespürt, dass das nicht gut gehen kann. Die Anziehung zwischen Ihnen ist so stark, sie wollen, wie sie sich geschworen haben, zusammen bleiben, verletzen dadurch immer wieder die Gefühle von Menschen, die ihnen sehr nahe stehen. Dadurch haben sich meine positiven Gefühle ihnen gegenüber auch zum negativen verändert.
"Wie der Wind und das Meer" ist eine sehr gefühlvoll geschriebene Geschichte, die mich ins München der Nachkriegsjahre mitgenommen hat, und die im Jah 1989 endet. Gerade zum Schluss hat die Geschichte meine emotionale Seite sehr berührt. Eine Geschichte so voller Hoffnung, die aber von einer nicht aufgeklärten Lüge immer wieder zerstört wird.







