Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ravenmoon:

Mars, Chaos und jede Menge Spaß

Red Star Rebels von Amie Kaufman

Ich hatte mit Red Star Rebels richtig unterhaltsame Lesestunden. Schon das tolle Cover und die kleinen Extras wie die Mars-Timeline und der Stationsplan haben Lust auf die Geschichte gemacht.

Vor allem Hunter und Cleo sind ein herrliches Duo. Ihre Schlagabtausche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und die Handlung entwickelt ein erstaunliches Tempo – obwohl das Buch gerade einmal wenige Stunden erzählt.

Irgendwo zwischen Der Marsianer und Kevin – Allein zu Haus entsteht ein turbulentes Abenteuer, das einfach Spaß macht.

Wer allerdings knallharte Science-Fiction mit jeder Menge Technik und wissenschaftlichen Details erwartet, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Das Buch setzt klar auf Action, Humor und sympathische Figuren. Auch die Liebesgeschichte ging mir persönlich etwas zu schnell.

Trotzdem überwiegt für mich eindeutig der Lesespaß. Red Star Rebels ist ein kurzweiliger, humorvoller Sci-Fi-Roman mit viel Tempo und genau der richtigen Portion Wortwitz

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Ich freue mich jetzt schon den zweiten Teil

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein

Schon das farbenfrohe Cover hat mich sofort neugierig gemacht – geheimnisvoll, ein bisschen düster und einfach wunderschön gestaltet. Zum Glück hält die Geschichte genau das, was das Cover verspricht.

Sophie Oldenstein entführt ihre Leserinnen und Leser in eine magische Internatswelt, die mich vom ersten Kapitel an in ihren Bann gezogen hat.

Die Ashfield Academy wirkt geheimnisvoll und uralt, gleichzeitig aber auch irgendwie gemütlich und einladend. Genau diese Mischung aus Magie, Abenteuer und einem Hauch Gänsehaut hat mir richtig gut gefallen.

Nicky war mir von Anfang an sympathisch. Als bodenständige Außenseiterin findet sie sich plötzlich an einer Eliteakademie wieder und muss nicht nur ihren Platz finden, sondern stößt gemeinsam mit Agatha, Pauly und Shu auf verborgene Kräfte und die Spuren eines alten Kriminalfalls. Gerade die unterschiedlichen Charaktere wachsen im Laufe der Geschichte immer mehr zusammen, und ihre Freundschaft fühlt sich dabei sehr natürlich an.

Der Schreibstil liest sich wunderbar flüssig. Für mich war das ein echter Page-Turner.

Besonders schön fand ich, dass die Geschichte spannend bleibt, ohne jemals zu düster oder überladen zu wirken. Die Rätsel werden nach und nach gelöst, die Magie entwickelt sich glaubwürdig und am Ende bleiben genau die richtigen Fragen offen, um die Vorfreude auf den zweiten Band zu wecken.

Für mich ist Ashfield Academy – Der Ruf des Wasserspeiers ein rundum gelungener Auftakt einer Dilogie, den ich allen empfehlen kann, die geheimnisvolle Internatsgeschichten mit Fantasy, sympathischen Figuren und einer Prise Mystery mögen. Ich freue mich jetzt schon sehr auf Band zwei. ????✨

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Atmosphärisch, geheimnisvoll und fesselnd

Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig

⭐⭐⭐⭐⭐

**Ein Haus aus Salz und Tränen** hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte vereint Märchen, Mystery, Gothic-Horror und Romantik zu einer ungewöhnlichen Mischung, die erstaunlich gut funktioniert.

Besonders die Atmosphäre hat mich begeistert.

Das alte Herrenhaus auf den Klippen, die stürmische Küste, die allgegenwärtige Trauer und das Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein neues Geheimnis lauert – all das erzeugt eine düstere, fast schon märchenhaft-unheimliche Stimmung. Man spürt förmlich den Wind vom Meer und das Salz in der Luft.

Die Handlung orientiert sich lose am Märchen von den zwölf tanzenden Prinzessinnen, entwickelt daraus aber etwas ganz Eigenes. Immer wieder glaubte ich zu wissen, wohin die Geschichte führt, nur um kurze Zeit später festzustellen, dass ich völlig falsch lag. Die Autorin versteht es hervorragend, falsche Fährten zu legen und die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.

Auch die Figuren haben mir gefallen, allen voran Annaleigh, die sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt und entschlossen nach der Wahrheit sucht. Dazu kommen Magie, alte Legenden, ein geheimnisvoller Fluch und eine zarte Liebesgeschichte, die sich angenehm in die Handlung einfügt.

Und das wunderschön gestaltete Cover passt hervorragend zur düsteren Märchenstimmung der Geschichte und ist ein echter Blickfang im Bücherregal.

Fazit: Für mich war dieses Buch wie ein dunkles Märchen – geheimnisvoll, atmosphärisch und voller Überraschungen. Wer märchenhafte Stoffe mit einer ordentlichen Portion Spannung und Gänsehaut mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Ein bisschen Paris fürs Herz

Nächstes Mal für immer von Lucien Marant

Manche Bücher lesen sich wie ein Kurzurlaub – und genau so ging es mir mit *Nächstes Mal für immer*.
Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen. Die rosa Farbtöne, die Dächer von Paris und der Eiffelturm im Hintergrund versprechen Fernweh, Romantik und große Gefühle.

Und genau das bekommt man auch.

Die Geschichte von Mona hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Durch die wechselnden Zeitebenen erfährt man nach und nach, was während ihres ersten Paris-Aufenthalts passiert ist und warum sie zwanzig Jahre später zurückkehrt. Dieses Stück-für-Stück-Aufdecken der Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Lucien Marant. Er schreibt bildhaft, leicht und mit einer wunderbaren Wärme. Paris wird dabei nicht nur zur Kulisse, sondern fast zu einer eigenen Figur. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst durch kleine Seitenstraßen zu schlendern, in Cafés zu sitzen und dem Leben der Stadt zuzusehen.

Die Figuren haben für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Mona ist eine Protagonistin, deren Weg man gerne begleitet. Noch mehr begeistert hat mich allerdings Lou. Mit ihrer direkten Art, ihrem Humor und ihren herrlich trockenen Sprüchen hat sie jede Szene bereichert. Und natürlich wäre da noch Thibauld, der zunächst schwer zu durchschauen ist, aber genau deshalb neugierig macht und der Geschichte eine besondere Dynamik verleiht.

Was mir besonders gefallen hat: Der Roman erzählt nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Es geht um Freundschaft, um verpasste Chancen, um Entscheidungen, die uns ein Leben lang begleiten können, und um die Menschen, die Spuren in unserem Herzen hinterlassen, selbst wenn sie nur für eine bestimmte Zeit Teil unseres Lebens waren. Dabei wechseln sich berührende Momente mit feinem Humor ab, sodass die Geschichte trotz aller Emotionen nie schwer wirkt.

Am Ende blieb bei mir vor allem ein wohliges Gefühl zurück – und der Wunsch, noch ein wenig länger in dieser Geschichte bleiben zu dürfen. Für mich ist *Nächstes Mal für immer* ein warmherziger, emotionaler und wunderschöner Roman, der perfekt zu einem gemütlichen Sommernachmittag passt und gleichzeitig noch lange nach dem Zuklappen nachhallt.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die Paris lieben, romantische Geschichten mögen und Bücher schätzen, die das Herz ein kleines bisschen leichter machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Atmosphärischer Stil, aber für mich schwer zugänglich

Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka

Der Einstieg in Die Geister von La Spezia hat mich neugierig gemacht. Die Verbindung aus historischen Figuren – allen voran Mary Shelley – mit der Idee, Erinnerungen zu betreten und vergangene Ereignisse neu zu erleben, ist originell und faszinierend. Auch das Cover passt sehr gut zur Stimmung des Buches und vermittelt bereits diesen leicht geheimnisvollen, melancholischen Ton der Geschichte.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Oliver Plaschka. Er schreibt bildhaft und atmosphärisch, viele Szenen lassen sich sehr lebendig vor dem inneren Auge vorstellen. Gerade die Beschreibungen der Schauplätze und der historischen Atmosphäre sind sehr gelungen.

Im Verlauf der Geschichte habe ich jedoch gemerkt, dass ich persönlich immer schwerer in die Handlung hineinfinde. Die verschiedenen Ebenen der Erinnerungen und der Aufbau der Geschichte wirkten auf mich zunehmend konstruiert, sodass ich mich beim Lesen öfter orientierungslos fühlte – ähnlich wie die Figuren selbst in Mary Shelleys Erinnerungen. Dadurch fiel es mir auch schwer, eine engere Verbindung zu den Figuren aufzubauen.

Obwohl mir Stil und Grundidee weiterhin gefallen haben, stellte sich bei mir leider kein richtiger Lesefluss ein. Nach einigen Kapiteln habe ich daher entschieden, das Buch vorerst nicht weiterzulesen.

Das ist natürlich eine sehr persönliche Leseerfahrung. Wer komplexe, ungewöhnlich aufgebaute Geschichten und literarische Experimente mit verschiedenen Erzählebenen mag, könnte hier jedoch durchaus ein spannendes Buch entdecken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Rasanter Sommer voller Wünsche – unterhaltsam, mit kleiner Schwäche

Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden von Lynn Painter

Die Gestaltung des Covers macht direkt neugierig auf Emmas Geschichte. Es vermittelt mit seinen fröhlichen Farben und der lebendigen Gestaltung genau die sommerliche, leichte Stimmung, die auch die Geschichte transportieren möchte. Damit passt es sehr gut zur Zielgruppe junger Leserinnen ab etwa zehn Jahren und macht neugierig auf das Abenteuer, das Emma erlebt.

Die Geschichte startet ohne lange Einleitung direkt mitten im Geschehen. Dieser schnelle Einstieg sorgt dafür, dass man sofort in die Handlung hineingezogen wird. Das Tempo bleibt über weite Strecken hoch, was das Buch sehr kurzweilig macht und gerade für jüngere Leserinnen gut funktioniert. Die Handlung wird konsequent aus der Perspektive von Emma erzählt, wodurch man sehr nah an ihren Gedanken und Gefühlen bleibt.

Durch dieses hohe Tempo bleiben allerdings manche Figuren und Situationen eher skizzenhaft. Besonders die Nebencharaktere wirken stellenweise etwas blass und bekommen nicht allzu viel Raum zur Entfaltung. Im Verlauf der zweiten Hälfte fällt das jedoch weniger ins Gewicht, da sich die Geschichte zunehmend auf Emma selbst konzentriert und ihre Entwicklung stärker in den Mittelpunkt rückt.

Auffällig ist außerdem, wie stark die Geschichte im aktuellen Zeitgeist verankert ist. Immer wieder werden konkrete Bezüge zu moderner Popkultur oder Medien eingebaut, etwa zu Videospielen oder Serien. Das funktioniert momentan sehr gut und macht die Handlung greifbar, könnte aber in einigen Jahren möglicherweise etwas an Aktualität verlieren.

Ab etwa der Mitte nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Fahrt auf. Die Handlung wird spannender, emotionaler und auch ein wenig fantastischer. Besonders die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und vielleicht auch erste zarte Gefühle rücken stärker in den Mittelpunkt. Diese Passagen gehören zu den schönsten Momenten des Buches und geben der Geschichte eine angenehme Dynamik.

Ein Thema, das sich durch das Buch zieht, ist die Bedeutung von Schönheit, Beliebtheit und sozialer Anerkennung – gerade im Zusammenhang mit sozialen Medien. Hier hätte ich mir persönlich gewünscht, dass die Geschichte am Ende etwas deutlicher zeigt, dass äußere Perfektion und Popularität nicht das einzig Erstrebenswerte sind. Gerade für die junge Zielgruppe wäre eine solche Botschaft besonders wertvoll gewesen. Dass dieser Aspekt nicht stärker aufgegriffen wird, ist letztlich auch der einzige Grund, warum ich in meiner Bewertung einen Stern abziehe.

Trotzdem bleibt am Ende ein insgesamt sehr unterhaltsames und flott erzähltes Jugendbuch, das genau auf seine Zielgruppe zugeschnitten ist. Die Mischung aus Sommerabenteuer, Freundschaft, Emotionen und einem Hauch Fantasie macht das Buch zu einer kurzweiligen Lektüre.

Fazit: Ein gutes, unterhaltsames Jugendbuch, das seine Zielgruppe sicher begeistern kann – mit einer kleinen inhaltlichen Schwäche, die aber den Lesespaß insgesamt nicht entscheidend schmälert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Sommergefühl mit Herz

Summer Tides von Sarah Fulmar

Summer Tides entführt in eine wunderbar sommerliche Kulisse an die Küste Cornwalls und schafft es von Beginn an, eine warme und einladende Atmosphäre aufzubauen. Der Strand, das Meer und das Gefühl eines Neuanfangs sorgen dafür, dass man sich als Leser sofort wohlfühlt und gerne in dieser Welt verweilt.

Der Schreibstil ist durchweg flüssig und angenehm zu lesen. Es gibt keine holprigen Stellen, vielmehr entwickelt sich die Geschichte zu einem echten Pageturner, bei dem man entspannt durch die Seiten gleitet.

Besonders hervorzuheben ist die Charakterzeichnung. Die Hauptfiguren sind klar und greifbar dargestellt, doch auch die Nebenfiguren bekommen mit wenigen, gezielten Sätzen eine bemerkenswerte Tiefe. Die Autorin versteht es sehr gut, jeder Figur Leben einzuhauchen, sodass eine glaubwürdige, lebendige Welt rund um Scarlett entsteht. Genau dieses Gefühl von „Ankommen“ und „Dazugehören“ macht einen großen Teil des Charmes des Buches aus.

Die Geschichte selbst ist eher ruhig und gemütlich erzählt, was gut zur sommerlichen Atmosphäre passt. Dennoch hätte ich mir stellenweise etwas mehr Mut gewünscht – insbesondere beim Humor, der zwar vorhanden ist, aber gerne noch stärker hätte eingesetzt werden dürfen. Auch die romantische Entwicklung ist spürbar, bleibt für mein Empfinden jedoch manchmal etwas an der Oberfläche und hätte an einigen Stellen mehr Tiefe vertragen können.

Auch das Cover passt perfekt zur Geschichte. Mit seinen warmen Farben, dem Meer, den Möwen und der Küstenkulisse vermittelt es sofort dieses Gefühl von Sommer, Leichtigkeit und Neuanfang. Es spiegelt genau die Atmosphäre wider, die das Buch transportiert, und macht direkt Lust darauf, in diese Welt einzutauchen.

Fazit:
Der Roman hält, was er verspricht, und ist eine gemütliche Lektüre – perfekt für einen sommerlichen Tag am Strand, aber genauso für einen entspannten Abend im warmen Kuschelbett, wenn das Wetter draußen einmal nicht mitspielt.

Empfehlung:
Für alle, die sich in eine Geschichte hineinkuscheln und einfach wohlfühlen möchten, ist dieses Buch genau richtig. Wer jedoch vor allem auf rasante Spannung oder klassische Krimi-Elemente setzt, wird hier weniger fündig – stattdessen steht ganz klar das Gefühl im Mittelpunkt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Eine schöne Idee mit kleinen Stolpersteinen

Maries Glücksküche - Die Schule am Meer von Claudia Schaumann

Das Cover von Maries Glücksküche fällt sofort ins Auge: bunt, lebendig und voller sommerlicher Leichtigkeit. Es vermittelt genau die fröhliche, kulinarische Atmosphäre, die man sich von der Geschichte erhofft. Gleichzeitig lässt es mich bei genauerem Hinsehen etwas zwiegespalten zurück.

Einige Details – insbesondere bei Tieren und Körperhaltungen – wirken leicht unstimmig, stellenweise fast unnatürlich. Das erinnert an typische Ungenauigkeiten, wie man sie von KI-generierten Bildern kennt. Ob das hier tatsächlich eine Rolle gespielt hat, bleibt offen, fällt aber beim Betrachten auf.

Umso überzeugender sind die Illustrationen im Buchinneren von Nadine Jessler. Sie sind liebevoll, stimmig und tragen die warme, magische Atmosphäre der Geschichte deutlich besser als das Cover. Hier hätte ich mir gewünscht, dass dieser Stil auch für die Außengestaltung übernommen worden wäre.

Die Geschichte selbst ist grundsätzlich charmant und bringt eine schöne, gemütliche Grundidee mit: Familie, Kochen und ein Hauch Magie. Dennoch hatte ich beim Lesen immer wieder kleine Stolpermomente. Sprachlich richtet sich das Buch zwar klar an eine junge Zielgruppe, verwendet aber teilweise Begriffe und Bilder, die eher an frühere Generationen erinnern. Beispiele wie Bandposter oder auch Anspielungen wie „Hubba Bubba“ wirken aus heutiger Sicht etwas aus der Zeit gefallen und könnten gerade bei jüngeren Leserinnen und Lesern weniger Anknüpfungspunkte bieten.

Am deutlichsten gestört hat mich jedoch die uneinheitliche Namensverwendung. Die Großmutter wird abwechselnd als „Oma“ und „Aveline“ bezeichnet, ähnlich verhält es sich mit Maries Mutter, die sowohl „Mama“ als auch „Camille“ genannt wird. Diese Wechsel sind nicht konsequent umgesetzt und wirken beim Lesen unnötig irritierend. Gerade in einem Kinderbuch hätte eine klare, durchgehende Benennung für mehr Lesefluss gesorgt.

Trotz dieser Kritikpunkte bleibt Maries Glücksküche - Die Schule am Meer eine insgesamt nette, warme Geschichte mit einer sympathischen Grundidee. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie vielen jungen Leserinnen und Lesern gefallen wird – persönlich habe ich jedoch das Gefühl, dass die genannten Schwächen dazu führen könnten, dass gerade die eigentliche Zielgruppe nicht immer ganz abgeholt wird.

Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit schöner Grundidee und tollen Innenillustrationen, das jedoch in der Umsetzung kleine Schwächen zeigt. Unterhaltsam, aber mit Luft nach oben – besonders in Bezug auf Sprache und Konsistenz.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Zwischen Sommerflair und leiser Unruhe

Summer Heat von Solveig-Marie Kastner

Mit Summer Heat von Solveig Marie Kastner habe ich ein Buch gelesen, das sich nicht sofort festlegen lässt – und genau das macht seinen Reiz aus.

Schon optisch vermittelt das Cover dieses typische Gefühl von Sonne, Leichtigkeit und ein bisschen Luxus. Man erwartet fast eine unbeschwerte Sommergeschichte – bekommt aber deutlich mehr als das.

Der Einstieg gelingt mühelos: Die Sprache ist klar, ruhig und sehr zugänglich. Man gleitet förmlich durch die Seiten und ist schnell mitten im Geschehen. Dabei entsteht eine besondere Nähe zu den Figuren, als würde man ihnen beim Denken über die Schulter schauen.

Was mir besonders aufgefallen ist: Die Geschichte setzt nicht auf Tempo oder große Knalleffekte. Stattdessen entwickelt sich alles eher unterschwellig. Es ist diese leise, manchmal fast träge wirkende Erzählweise, die aber genau dadurch eine ganz eigene Sogwirkung entfaltet. Man bleibt dran, nicht weil ständig etwas explodiert – sondern weil sich Stück für Stück etwas zusammenbraut.

Auch die Atmosphäre spielt dabei eine große Rolle. Hinter der sommerlichen Fassade liegt spürbar etwas Unangenehmes, das sich immer mehr bemerkbar macht. Diese unterschwellige Spannung hat mir gut gefallen.

Die Hauptfigur ist dabei kein klassischer Sympathieträger. Sie wirkt in manchen Momenten sehr klar und stark, in anderen eher impulsiv und schwer einzuordnen. Gerade das macht sie interessant, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen komplett nachvollziehen konnte.

Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt die Geschichte zusätzliche Tiefe, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Nach und nach fügen sich die einzelnen Eindrücke zu einem Gesamtbild zusammen, das durchaus Eindruck hinterlässt.

Wer hier einen actionreichen Thriller erwartet, wird vermutlich nicht ganz abgeholt. Wer sich aber auf eine ruhig erzählte, atmosphärische Geschichte mit emotionalen und auch unangenehmen Zwischentönen einlässt, wird einiges daraus mitnehmen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon

Atmosphärischer Schwedenkrimi

Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg

„Das Schweigen der Insel“ überzeugt zunächst mit genau dem, was man sich von einem skandinavischen Krimi erhofft: eine dichte, leicht düstere Atmosphäre, ein spannender Schauplatz und eine Ermittlerin, die aus der Masse heraussticht. Vega Varg ist eine interessante Hauptfigur – erfahren, bodenständig, keine junge Überfliegerin, sondern eine Frau mit Lebenserfahrung, Ecken und Kanten.

Besonders ihre Rolle als Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter verleiht ihr zusätzliche Tiefe.

Allerdings liegt hier für mich auch eine der Schwächen des Romans. Der Kriminalfall ist sehr stark mit Vegas Familienleben verknüpft – ein Stilmittel, das man aus vielen Schwedenkrimis kennt. Mir persönlich war dieser Fokus etwas zu dominant. Nicht jede Geschichte braucht eine so enge Verbindung zwischen Ermittlerin und Fall, und hier hätte ich mir mehr Distanz gewünscht.

Auch die verschiedenen Handlungsstränge konnten mich nicht vollständig überzeugen. Einer davon wirkte auf mich eher konstruiert, fast so, als müsse man unbedingt noch einen weiteren Spannungsbogen einbauen. Weniger wäre hier meiner Meinung nach mehr gewesen.

Ein weiteres Thema sind die Plot-Twists. Grundsätzlich liebe ich überraschende Wendungen – aber in diesem Fall waren es schlicht zu viele. Ein Twist funktioniert, zwei sind noch okay, doch wenn dann auf den letzten Seiten noch einer draufgesetzt wird, verliert das Ganze an Wirkung. Zudem war der Haupttwist für mich leider recht früh vorhersehbar. Wer viele Krimis liest, wird hier vermutlich ähnlich empfinden.

Was den Roman jedoch definitiv trägt, ist der Schreibstil. Dieser ist flüssig, atmosphärisch und sehr angenehm zu lesen. Auch die Übersetzung wirkt stimmig und rund, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und gerne weiterliest.

Fazit:
Ein solider, atmosphärischer Schwedenkrimi mit einer starken Hauptfigur und tollem Schreibstil. Für Fans des Genres definitiv empfehlenswert. Wer allerdings schon viele nordische Krimis gelesen hat, könnte die Handlung als etwas vorhersehbar und in Teilen überladen empfinden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ravenmoon