Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von saskia13120:

Zurück nach Avelora

Avelora - Die Magie des Sonnenpferds von Amelie Benn

Auch der zweite Teil der Avelora-Reihe "Die Magie des Sonnenpferdes" konnte mich wieder mit seiner liebevollen Gestaltung, malerischen Landschaftsbeschreibungen und einer spannenden Handlung überzeugen.

Als erstes möchte ich ein großes Lob an die Illustratorin Alina Brost aussprechen.

Sowohl die Covergestaltung als auch die Bilder im Buchinneren sind wunderschön und wirklich gelungen. Sie tragen maßgeblich dazu bei dass das Buch auch so super hochwertig wirkt. Trotzdem ist das auch nicht mit Bildern überladen und lässt jungen Lesern genug Platz für die eigene Vorstllungskraft.

Die Geschichte setzt nahtlos am Ende des ersten Bandes an. Es wird zwar immer wieder darauf hingewiesen was dort zuletzt passiert ist, aber gerade für Fans der Reihe kann es sicherlich nicht schaden den ersten Band noch einmal vor diesem Buch zu lesen.

Wir bekommen es hauptsächlich mit schon bekannten Charakteren zu tun, allen voran Reena und ihre Freunde Nala, Tav und Sis. Und auch ihre Seelenpferde sind natürlich wieder mit von der Partie. Die Freundschaft der vier wurde durch das letzte Abenteuer scheinbar nochmal auf ein anderes Level gehoben. Sie sind wie Pech und Schwefel und es passt kein Blatt zwischen die Freundesgruppe. Besoners daran gefällt mir, wie Reena diese Situation auch zu schätzen weiss.

Wir treffen aber auch neue Charaktere und mit ihnen auch neue Seelenpferde. Die magischen Fähigkeiten sind dabei weiterhin wahnsinnig vielfältig und spannend. Ich würde mir für künftige Bände vielleicht so etwas wie ein Verzeichnis über die schon bekannten magischen Pferde wünschen.

Es werden auch neue Orte auf Galantis bereist und alles wieder so schön beschrieben dass man es sich wirklich toll vorstellen kann. Besonders die Wüstenregion steht in diesem Band im Vordergrund, da dort ein Schulausflug hin gemacht wird.

Am Ende gibt es wieder einen spannenden Showdown und auch einen Hinweis, der mich Band 3 besonders neugierig erwarten lässt.

Ich möchte auch noch gerne positiv auf den Internetauftritt der Reihe und ihre verschiedenen Möglichkeiten hinweisen. Es gibt am Ende des Buches ein Quiz zu dem man sich per QR-Code ein Zertifikat herunterladen kann. Auf dieser Seite stehen weiterhin der Stundenplan zum herunterladen und das Quiz zum eigenen Seelenpferd zur verfügung. Man kann sich nun aber auch sein ganz eigenes Seelenpferd zusammenstellen. Das finde ich eine wirklich schöne Idee.

Insgesamt ist auch dieser Teil der Reihe sehr gut gelungen und altersgerecht gestaltet und geschrieben. Ich würde die Reihe jedem Pferdemädchen und Lesebegeistertem empfehlen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Eine Naive Protagonistin und ein Dämon mit zu vielen Gefühlen

A Witch's Guide to Fake Dating a Demon von Sarah Hawley

"A Witch's Guide to Fake Dating a Demon" ist eine Cosy RomCom mit liebenswürdigen Charakteren in einem gemütlichen Kleinstadtsetting, welches mich leider nicht vollends überzeugen konnte.

Mariel ist eine Hexe, der beim Zaubern leider immer wieder Missgeschicke passieren. Infolge eines solchen Missgeschickes steht plötzlich der Dämon Ozroth vor ihr, den sie ungewollt heraufbeschworen hat und der nun einen Seelenpakt mit ihr schließen will.

Mariel ist eine durchweg liebenswürdige Person, die sich vor allem für ihre Naturmagie interessiert, in welcher sie auch im Gegensatz zur Beschwörungsmagie ausgesprochen gut ist. Man merkt, wie viel Leidenschaft sie in diese Magie steckt und wie frustriert sie über ihre sonstigen Fehlversuche aber auch die Ansprüche ihrer Familie ihr gegenüber ist. Ihre Mutter will das aus Mariel eine mächtige Hexe wird und hält ihr immer wieder vor, dass sie aus ihrer Sicht eine völlige Versagerin ist. Das Verhalten von Mariels Mutter ist absolut toxisch und man leidet bei ihren Begegnungen regelrecht mit Mariel mit und hofft, dass sie sich ihr eines Tages entgegensetzen wird.
Gleichzeitig fand ich ihr Verhalten gegenüber Ozroth doch sehr Naiv und das Vetrauen, welches sie ihm nach kürzester Zeit schenkt sehr unvernünftig.

Ozroth ist ein Dämon. Und weil er von Mariel heraufbeschworen wurde muss er nun einen Seelenpakt mit ihr aushandeln um ihre Seele zu bekommen und damit zurück nach Hause auf die Dämonenebene zu können. Bis zu diesem Pakt ist er gezwungen immer in Mariels Nähe zu bleiben. Aufgrund eines vorangegangenen missglückten Seelenpaktes hat Ozroth allerdings die Seele eines anderen Zauberers bekommen und muss sich nun mit ungewollten Gefühlen herumschlagen, was natürlich zügigst dazu führt, dass er sich in Mariel verliebt.

Das Setting in der Kleinstadt, mit verschiedensten Magischen und nichtmagischen Wesen die in Frieden zusammenleben und die herbstliche Stimmung haben mir sehr gut gefallen und auch das Worldbuilding insgesamt mit der Dämonenebene und den heißen Quellen im Wald ist der Autorin sehr gut gelungen.
Auch die Themen Naturschutz und toxische Eltern wurden gut in die Geschichte eingebaut und glaubwürdig dargestellt. Ich wäre mehrmals gerne in die Geschichte gesprungen und hätte gewissen Personen die Meinung gegeigt. Die Antagonisten haben ihre Rollen deswegen voll und ganz erfüllt.

Insgesamt war die Entwicklung zwischen Mariel und Ozroth zwar schön zu verfolgen, allerdings ging mir da doch alles sehr schnell, vor allem wenn man die eigentlichen Charakterzüge der Dämonen bedenkt, welche auch immer wieder genannt werden. Sie lügen, sind manipulativ und empfinden nur bedingt Gefühle. Trotzdem ist Mariel natürlich schnell überzeugt, dass sie den Dämon abbekommen hat, der die Ausnahme von der Regel darstellt.
Und auch als die beiden dann zusammenfinden ist die Lösung aller ihrer Probleme eigentlich sehr einfach, trotzdem brauchen sie dann wiederum sehr lange um auch auf die Idee zu kommen.
Außerdem wurden sich meiner Meinung nach teilweise zu viele Gedanken um Ozroths Geschlechtsteil gemacht. Ich fand es stellenweise eher unpassend und aus der Luft gegriffen und mir hätten die Expliziten Szenen als Spice definitiv gereicht.

Leider muss ich auch sagen, dass mir noch nie ein Buch mit so vielen Fehlern untergekommen ist. Normalerweise fallen mir in einem Buch maximal 3-4 Rechtschreib-/Grammatikfehler auf. Hier habe ich irgendwann aufgehört zu zählen, aber es waren bestimmt 15-20 Stück. Besonders im Mittelteil gab es eine Passage, in dem alle paar Seiten ein Fehler war. Wen das zu sehr stört und aus dem Konzept bringt, der sollte vielleicht auf eine spätere Auflage warten.
Die Geschichte wird außerdem abwechselnd aus Ozroths und Mariels Perspektive erzählt. Ich hätte es deswegen schön gefunden, wenn aus den Kapitelüberschriften herausgegangen wäre, aus wessen Sicht das nächste Kapitel beschrieben wird.

Insgesamt ist "A Witch's Guide to Fake Dating a Demon" ein Roman mit Stärken und Schwächen. Wer herbstliche Stimmung und eine süße Liebesgeschichte über Mensch und Dämon sucht könnte hier fündig werden und eine gute Zeit haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Feelgood-Romantasy mit Charme

Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe

"Cursed for Good" ist eine warmherzige und kurzweilige Cosy Romantasy mit der man es sich wunderbar an einem regnerischen Tag auf der Couch gemütlich machen kann.

Tandy, Prinzessin des Königreiches Widdenmar, wir durch unglückliche Umstände auf einer ihrer Reisen in einem Buchladen verflucht und kann diesen deswegen nicht mehr verlassen.

Um den Fluch zu brechen muss sie das Tor zu ihrem Herzenswunsch öffnen. Was liegt da näher als der Kuss eines Prinzen, der ihr ewige Liebe verspricht?

Tandy ist eine super liebenswürdige Protagonistin. Sie hat gar nicht viel Lust auf ihre ganzen königlichen Pflichten und arrangiert sich deswegen sehr schnell mit ihrem Schicksal. Sie ist fürsorglich umd humorvoll und lebt während ihrer Zeit in dem verwunschenen Buchladen förmlich auf.
Dazu beitragen tun auch die Drakonin Sasha, welche ihr hilft den chaotischen Buchladen wieder auf Vordermann zu bringen und der ebenfalls verfluchte Pirat Bash, der dabei nicht wirklich eine Hilfe ist... Dafür ist er umso charmanter und hält Tandys Herz damit mehr auf Trab als alle Prinzen der sieben Königreiche zusammen.

Auch wenn sich das Setting der Geschichte sogut wie ausschließlich auf den Buchladen beschränkt wirkt es nicht so, als ob dem Buch irgendetwas fehlen würde. Wir entdecken immer wieder neue Ecken und Geschosse des Gebäudes und das, was man an Fläche weniger zu erkunden hat macht das Buch durch viele unterschiedliche Charaktere wett, die immer wieder in den Laden stolpern.

Was ich schade finde ist, dass das Cover so einfach gehalten wurde. Es natürlich nicht hässlich, aber wenn man es mit dem amerikanischen Original vergleicht kommt es an dieses eben lange nicht ran. Das amerikanische Cover zeigt eine wunderschöne und detailreiche Darstellung einer Ladenfront mit einer Katze davor und wenn ich je das Bedürfnis haben werde das Buch im Schrank stehen zu haben (ich habe es als E-Book gelesen) werde ich zu der englischen Ausgabe greifen.

Insgesamt hatte ich mit Tandy, Sasha, Bash und den vielen anderen Figuren eine wirklich gute Zeit, konnte mich super in die Geschichte einfinden und mich auch auf die Magie und Wesen darin einlassen. Wer nach einer Feelgood-Cosy-Romantasy sucht und auch ohne große spannungsbögen und achtiongelandene Szenen auskommt, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

An: Miss Lydia Bennet, 13 -- Street, Brighton

Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

Verehrte Miss Bennet,

Soeben beendete ich Ihre überaus unterhaltsamen Aufzeichnungen, man könnte beinahe über ein autobiographisches Werk sprechen, und fühlte mich sofort dazu berufen, Ihnen meine ehrliche Meinung dazu zukommen zu lassen. Seien sie gewiss, dass ich beim lesen so viel Freude empfand, dass meine Kritik wohl eher überschwänglich positiv ausfallen wird.

Wie ich Ihren Aufzeichnungen entnehmen konnte sind Sie zuweilen etwas unzufrieden mit sich. Seien sie unbesorgt, Liebste, Ihre Art ist unbestreitbar liebenswürdig und Ihre Loyalität Ihren Freunden gegebenüber ehrt Sie. Ohne Ihre Freundlichkeit wäre Ihre Erzählung nur halb so lesenswert gewesen.
Auch bitte ich sie, Miss Kitty und Miss Lambe meine herzlichsten Grüße zukommen zu lassen. Ich kenne sie zwar nicht persönlich, jedoch fühlt es sich an, als würde auch ich sie schon ihr ganzes Leben begleiten (oder auch nur die letzten Jahre) und ihre angenehmen Persönlichkeiten sind mir wirklich ans Herz gewachsen.
Richten Sie bitte auch Ihrem lieben Mr. Wickham meine Grüße aus. Ich muss zugeben, sein Charme ist wirklich etwas ganz besonderes. Wüsste ich nicht WIE besonders, hätte ich wohl auch liebend gerne ein wenig mit ihm geschäkert.

Ich muss zugeben, dass Ihre Aufzeichnungen mich doch ziemlich erschöpft haben. Verstehen Sie mich nicht falsch, sie waren ausgesprochen unterhaltsam, aber manche würden Ihre Art und Weise, sich auszudrücken zuweilen als etwas altmodisch und aus der Zeit gefallen beschreiben. Ich denke jedoch, dass dies Ihre stilistische Art ist, sich auszudrücken, habe ich nicht recht?

So anspruchsvoll Ihre Erzählungen auch sind, ich habe sie in einem Rutsch verschlungen. Welch fulminale Abenteuer Sie doch erlebt haben! Ich hatte zwischenzeitlich die Sorge, mein sanftes weibliches Gemüt würde diese ganze Spannung nicht aushalten! Doch was bin ich froh, dass ich Ihre Geschichte bis zum Ende genießen durfte.

Sagen Sie mal, meine Liebe, haben Sie das wirklich so erlebt? Mir war beim Lesen, als käme mir Ihre Geschichte bekannt vor. Mir liegt ein Werk einer anderen Autorin vor, Jane Austin heisst die Dame, welche wahnsinnig talentiert sein soll. Ich bin nur leider noch nicht dazu gekommen ihre Lektüre zu studieren. Aber was ich gehört habe soll ihre Geschichte durchaus Übereinstimmungen mit der Ihren haben.

Sie merken, ich komme aus dem Schwärmen garnicht mehr heraus. Lassen Sie mich wissen, wenn Sie wieder etwas zu Papier bringen und ich werde gerne da sein um auch dieses Werk aufmerksam zu studieren.

Mit den besten Grüßen,
Eine begeisterte Leserin

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Trouble on the Rooftop

The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz

"The Weight of Falling (in Love)" ist ein wahnsinnig mitreißender und tiefsinniger Roman der zwar keine leichte Kost ist, einen aber trotzdem mit einem tief zufriedenen Gefühl zurücklässt.

Die Geschichte dreht sich rund um die Protagonisten Cloud und Silas, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch auf ungeahnte Weise zueinander hingezogen fühlen.

Beide tragen ihre ganz eigene Last mit sich herum und das Thema mentale Gesundheit ist allgegenwärtig.

Es werden verschiedene Erkrankungen in diesem großen Geflecht der psychischen Erkrankungen behandelt und auf jede wird mit sehr viel Feingefühl von der Autorin eingegangen. Nichts fühlt sich unangemessen oder überspitzt dargestellt an oder wird gar ins lächerliche gezogen. Man hat das Gefühl, dass dieses Buch eher vielen Menschen eine Stimme gibt die vielleicht selbst gerade nicht für sich einstehen können und das macht die Geschichte so wertvoll.

Es bleibt aber auch Platz für die schönen Momente wie die New Yorker Skyline bei Nacht. Aber es ist vor allem auch ganz viel Platz für neue Freundschaften, Wiedersehen und Unterstützung.
Außerdem spürt man bei beiden Protagonisten die Liebe zur Musik bis in die letzte Pore und auch die große Freiheit beim Freerunning kommt nicht zu kurz.

Im laufe der Geschichte und gerade zu ihrem Ende hin kommen immer wieder Phrasen auf, die ich wahnsinnig tiefsinnig und passend fand. In diesen Szenen hat man besonders gemerkt, dass sich die Autorin ausführlich mit dem Thema mentale Gesundheit auseinander gesetzt und es nicht nur für dieses Buch schnell recherchiert hat. Im Gegenteil, aus der Danksagung geht sogar heraus dass sie selbst betroffen ist und viele Sätze aus dem Buch ihre eigenen Gedankengänge widerspiegeln. Ein Zitat, welches mir besonders in Erinnerung geblieben ist lautet: "Komisch, oder? Was unser Kopf sich so für Geschichten ausmalt, um uns zu quälen? Oder zu schützen. Oder beides? Manchmal kann man das nicht so richtig auseinanderhalten."
Es hat mir nochmal vor Augen geführt, wie vielschichtig, sensibel und individuell das Feld der psychischen Erkrankungen ist und wie belastend es doch ist, dass diese Erkrankungen nicht gleichwertig wie körperliche Probleme behandelt werden.
Insgesamt habe ich dieses Buch wegen seiner vielen Facetten wirklich geliebt. Musik und Freerunning sind gleichermaßen interessante wie auch aufmunternde Themen und verleihen dem Buch trotz seiner schwere eine gewisse Leichtigkeit. Die Balance ist hier meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Es gab twists, die ich nicht vorhergesehen habe und so die Spannung aufrecht erhalten haben. Für Menschen, die nicht gut mir Schwermut umgehen können, würde ich dieses Buch trotzdem nicht empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Wunderschönes Feuerland

Lucia 2. Rächerin des Feuers von Sarah Fleury

"Lucia - Rächerin des Feuers" ist der zweite Teil der Reihe und braucht sich definitiv nicht vor seinem Vorgänger zu verstecken. Im Gegenteil, er hat sogar nochmal eine Schippe drauf gelegt.

Im zweiten Teil der Reihe treffen wir auf neue und bekannte Charaktere. Lucia bleibt uns natürlich als Hauptcharakterin erhalten und macht in diesem Buch eine Charakterentwicklung durch, die wirklich spaß macht zu verfolgen.

Selbiges gilt für Tiu, Lucias Weggefährten den wir schon als Nebelwolf aus "Flüsterin der Flammen" kennen. Ihm wird diesmal eine größere Rolle zugewiesen und diese erfüllt er großartig. Sein Charakter ist vielschichtig, dabei aber immer nachvollziehbar und insgesamt einfach toll ausgearbeitet.

Die liebgewonnenen Nebenfiguren wie Finn, Yuki, Saphira und Bent sind natürlich auch alle wieder mit von der Partie und auch sie hatten einige emotionale wie auch wie auch physische Hürden zu überwinden.

Was mich an diesem Buch aber am meissten überzeugen konnte sind die Landschaftsbeschreibungen und das Worldbuilding. Was schon im ersten Teil stark war wird hier meiner Meinung nach nochmal besser. Sarah Fleury schafft es mit Worten Bilder im Kopf entstehen zu lassen die einfach traumhaft sind und mit denen man einfach perfekt in die Geschichte eintauchen kann.

Ganz nebenbei ist Lucia noch ein Buch, welches wichtige Werte vermittelt und auch auf emotionaler und menschlicher Ebene sehr stark ist. Gerade für die Zielgeuppe 10+ ist dieses Buch deswegen auch noch eine Lektüre mit Mehrwert.

Ganz egal ob Glutpferd, Feuerfuchs oder magisch begabten Mädchen und Jungen, Sarah Fleury erweckt die Feuerwelt zum Leben und es ist eine Freude darin abzutauchen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Weisst du was ein Haboob ist?

In Stormy Weather von Chelsea Curto

"In Stormy Weather" ist ein toller Roman in einem wunderbar ausgearbeiteten Setting über zwei Wetternerds, zwischen denen die Lage teilweise genauso angespannt ist wie in Florida während eines Kategorie 5 Hurrikans.

Die Geschichte spielt überwiegend in Florida während der Hurrikansaison.

Die Szenen sind so bildhaft beschrieben, dass ich wirklich das Gefühl hatte mittendrin statt nur dabei zu sein. Mir bei über 30°C Außentemperatur auch noch das Gefühl der sengenden und schwülen Hitze der Ostküste ins Wohnzimmer zu holen war zwar eigentlich nicht der Plan, aber Chelsea Curto hat mit ihrem wundervoll leichten Schreibstil "leider" trotzdem dafür gesorgt und ich habe es keine Sekunde bereut.
Wir begegnen im laufe der Geschichte einigen Naturphänomen und fachsimpeleien über das Wetter und das macht dieses Buch gleichzeitig zu einem spannenden wie auch informativen Zeitvertreib.

Außerdem bekommen wir es hier mit zwei Protagonisten zu tun, die beide sehr charistmatisch sind und deren Anziehung durch die Seiten spürbar ist.
Qunicy, Meterologin mit Doktortitel und einer eigenen Wettershow, muss sich in einem männerdominierten Berufsfeld nur ihres Geschlechts wegen beweisen. Der Druck und Frust, den sie dabei verspürt ist absolut nachvollziehbar. Sie ist eine wahnsinnig sympathische Frau, extrem professionell noch dazu und wenn sie über das Wetter spricht überträgt sich ihre absolut authentische Begeisterung auf den Leser.
Sebastian ist ebenfalls Meteorologe und bereits mit Quincy auf eine Schule gegangen. Die beiden können sich zu Beginn nicht ausstehen. Trotzdem ist auch Sebastian mir schnell mit seiner etwas forschen Art und seiner Angewohnheit, Quincy zu ärgern wo es nur geht, sympathisch geworden. Über die ganze Geschichte hinweg ist er eine wandelnde Green Flag, sei es gegenüber Quincy, seiner Schwester Mia oder seinen Freunden.

Auch die Nebencharacktere, Quincys und Sebastians Freundeskreise, die irgendwie ein großer Freundeskreis sind, sind alle liebenswürdig und lassen die Geschichte strahlen. Ich würde mich sehr über ein eigenes Buch über Mias Geschichte freuen.

Was ich noch positiv hervorheben möchte ist der Spice, den dieses Buch mitbringt. Meisstest finde ich explizite Szenen in Bücher sehr übertrieben und überhaupt nicht ansprechend. Außerdem sind es dann meisstems auch noch viel zu viele... In diesem Buch wurde jedoch mit Feingefühl die richtige Quantität von spicy Szenen gefunden und auch die Qualität konnte mich überzeugen, was bis jetzt noch wirklich wenigen Autoren gelungen ist.

Ich habe wirklich nichts, was ich an dieser Geschichte bemängeln könnte und möchte sie daher sehr gerne uneingeschränkt weiterempfehlen. Für wetterinteressierte und -begeisterte ist dies sogar ein Must-Read für den Sommer. Und falls die Frage aus dem Rezensionstitel jetzt immernoch unbeantwortet ist,  bleibt wohl nichts anderes, als dieses Buch zu schnappen und die Antwort herauszufinden ;)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Cowboyromance mit Stärken und Schwächen

How to Catch a (Fake) Cowboy von Maren Vivien Haase

"How to Catch a (Fake) Cowboy" ist ein Buch, welches mich leider nicht so begeistern konnte wie ich es erhofft habe und mich deshalb mit gemischten Gefühlen zurück lässt.

Was mir sehr gut gefallen hat war das Kleinstadt- und Westernfeeling, welches sich durch das ganze Buch gezogen hat.

Maren Vivien Haase hat es mit ihrem Worlbuilding geschafft, die texanische Landschaft bis in mein Wohnzimmer zu bringen.

Außerdem lernt man über die Geschichte hinweg immer wieder neue tierische Begleiter kennen, welche auch immer wieder für einen Lacher gesorgt haben. Auf den ersten Blick oft absurd sind sie aber doch genau die Komik, die das Buch braucht.

In allem anderen konnte mich das Buch dafür leider nur mäßig begeistern.
Insgesamt ist alles irgendwie ein bisschen "drüber". Das fängt zu Beginn des Buches bereits bei den New Yorkes Szenen an, bevor Riley nach Sundown Ridge reist (ihr Leiblingsgetränk ist z.B. ein Iced Matcha Latte mir Kokosmilch, Lavendelsirup und Vanilla Cold Foam), und zieht sich über ihre Unterkunft in Sundown Ridge und generell auch über einige der Nebenfiguren wie z.B. ihre beste Freundin Bria, die ein absoluter Wirbelwind und an Tatendrang und Spiritualität nicht zu übertreffen ist. Es wird einfach auch mit sehr vielen Klisches gespielt.

Riley als Hauptcharakter konnte mich leider auch nicht überzeugen. Sie soll ehrgeizig, karriereorientiert und eine emanzipierte Powerfrau sein, hat aber immer wieder Situationen, in denen sie Entscheidungen trifft, die sie eher wie ein naives Großstadtpüppchen ohne jeglichen Hauch Lebenserfahrung wirken lassen.

Mit Nate konnte ich mich da schon besser anfreunden. Er ist natürlich nicht ehrlich zu Riley (sonst würde die ganze Handlung ja keinen Sinn ergeben) aber ist trotzdem ein sympathischer und charmanter Typ. Immer wieder zwar auch ziemlich tollpatschig, aber auf eine liebenswürdige Art und Weise.

Punkten kann das Buch dafür mit einigen seiner Nebencharakteren wie Wyatt, Mabel und Tucker. Gerade die Szenen auf der Ranch, bei denen sie immer wieder anwesend waren, haben mir besonders gut gefallen.

Positiv hervorheben möchte ich auch das Ende des Buches, welches weder übertrieben noch erzwungen wirkte wie ich es befürchtet hatte, sondern die Geschichte wirklich gut abgerundet hat.

Insgesamt war "How to Catch a (Fake) Cowboy" deshalb ein Buch mit Stärken und Schwächen für mich, welches bei Fans des Genres aber bestimmt für ganz viel Lesevergnügen sorgen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Tolle Grundidee mit viel liegen gebliebenen Potential

Red Star Rebels von Amie Kaufman

"Red Star Rebels" ist ein Scince Fiction Roman von Amie Kaufman, von dem ich nach Klappentext und Leseprobe dachte, dass er Potential zu einem Jahreshighligt haben könnte. Leider wurden meine Erwartungen jedoch nicht erfüllt und ich blicke mit gemischten Gefühlen auf dieses Buch zurück.

Begeistert haben mich von Anfang an das schöne Cover, welches einen atmosphärisch direkt auf den Mars fliegen lässt.
Auch die Aussage, dass das Setting und die Umstände von NASA-Wissenschaftlern als glaubwürdig eingestuft wurden und durchaus in der Zukunft so passieren könnte, fand ich sehr interessant und ließen mich gespannt auf das Buch blicken.

Die ersten 50 Seiten haben einen dann auch direkt mitten in die Geschichte geschmissen. Die Basis auf dem Mars muss evakuiert werden und durch unglückliche Umstände werden Cleo und Hunter zurückgelassen und bangen direkt mal ums Überleben. Der Einstieg ist gut gelungen und lässt einen zwar zügig in die Geschichte eintauchen, aber nicht das Gefühl haben mit dieser überfordert zu sein.

Danach geht es dann aber los mit Längen, dann wieder viel zu viel Hektik die das technische Verständnis außen vor lässt und zum Schluss ein Ende, welches hastig in viel zu wenig Seiten abgearbeitet wird.
Ich kam teilweise echt nicht hinterher, es wurde sich einfach viel zu wenig Zeit für die technischen und baulichen Gegebenheiten genommen und meiner Meinung nach zu viel als Gegeben vorausgesetzt.

Über die Protagonisten erfährt man zwar im Laufe der Geschichte einiges, auch was ihre Vergangenheit betrifft, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie mir beide eher fremd geblieben sind.
Auch die Liebesgeschichte der beiden wirkte auf mich eher erzwungen, die Wendung von Abneigung zu völliger Zuneigung kam sehr plötzlich.

Was mich beim Lesen leider extrem gestört hat ist das Gendern mit Gendersternchen. Ich Zitiere hier einmal kurz:
"Mir ist gerade klar geworden, dass wir hier (...) über unsere Zwei-Personen-Rebellion gegen ein Top-Söldner*innenteam reden und dabei Kekse essen. Wir sind keine Actionheld*innen."
Ich hoffe wirklich, dass sich das nicht auf Dauer in Romanen durchsetzt. In wissenschaftlichen Texten mag das ja seine Berechtigung haben, aber in der Unterhaltungsliteratur stört es einfach ungemein den Lesefluss.
Und wenn es schon Gendergerecht sein soll, warum schaut man dann nicht, dass man eine Lösung ohne unnötige Sonderzeichen sucht? Statt Geldeintreiber*innen könnte man z.B. Geldeintreibende nutzen und ansonsten erfüllt das generische Maskulinum meiner Meinung nach immernoch seinen Zweck.

Insgesamt hat mich "Red Star Rebels" zwar nicht schlecht unterhalten, die Geschichte hatte aber definitiv ihre Schwächen und hat ihr Potential bei weitem nicht ausgenutzt. Sehr schade, denn die Grundidee und Storyline zusammen mit den wissenschaftlichen Hintergründen ist echt klasse!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120

Zwischen mythischen Drachen und modernen Tech-Bots

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

"The Rainshadow Orpheans" ist ein wunderschöner Fantasyroman mit tollen Protagonisten und einer gelungenen Mischung aus moderner Technologie und Mythologie, Tech-Bots und Magie.

Naomi Ishiguru hat mit dem ersten Band ihrer ersten Fantasy-Triologie eine Welt geschaffen, in die man einfach super gerne eintaucht.

Rainshadow City ist ein sehr vielschichtiger Ort, vom Kaiserlichen Palast bis zum "Ghetto" ist alles dabei.
Das Erzähtempo ist wahnsinnig schnell, sodass es mir mit keiner Seite langweilig wurde. Der ganze Roman, immerhin 640 Seiten, umfasst einen Zeitraum von nur wenigen Tagen, dafür aus verschiedenen Perspektiven.

Die Geschwister Toshiko, Jun und Mei bilden den Mittelpunkt der Geschichte. Alle drei Charaktere sind liebenswürdig und man erfährt einiges über ihre Herkunft. Sie sind alle drei Waisen und quasi Adoptiv-Geschwister, aber das Gefühl von Familie ist allgegenwärtig. Sie geben dem Roman alle ihre eigenen Eigenschaften mit und jeder kann sich wahrscheinlich mit einem der dreien irgendwie identifizieren.
Außerdem gibt es noch Haru, den 10-Jährigen Sohn der Kaiserin, der mein heimlicher Liebling ist. Er ist einfach ein herzenslieber Junge, sehr erwachsen und reflektiert für sein Alter. Er hat das Herz am rechten Fleck und möchte vor allem ein besserer Mensch sein als seine Mutter.
Insgesamt sind einfach alle Charaktere, egal ob gut oder böse, sehr gut ausgearbeitet und vor allem nachvollziehbar.

Mir gefällt an dem Buch vor allem der Zusammenhalt, der aus jeder einzelnen Pore der Geschichte spürbar wird. Egal ob innerhalb der Kawakami-Geschwister oder der Bewohmer des Halbmonds (dem "Armenviertel" von Rainshadow City). Ich finde es auch sehr angenehm dass sich hier mal keine Liebesgeschichte in den Vordergrund rückt. Das kleine bisschen Romantik im Buch ist eher zurückhaltend und nimmt wenig Raum ein.

Im Rainshadow City steht vor allem der technische Fortschritt im Vordergrund. Es gibt für fast alles Roboter und elektronische Helferlein. Doch es geht in dem Buch eben auch um Magie, sogar um Drachen, und um den natürlichen Energiefluss und diesen Spagat, bzw. die Zusammenführung dieser beiden Komponenten gelingt hier einfach wunderbar und ohne dass es merkwürdig wirken würde.
Die Darstellung der Energieflüsse und der daraus entstehenden Geister finde ich persönlich wunderschön.

Besonders gefallen hat mir das Ende. Das Buch ist in sich abgeschlossen. Es gibt keinen Cliffhanger (das wäre auch Folter wo die Fortsetzung doch noch nichtmal angekündigt wurde) und könnte theoretisch auch als Standalone gelesen werden. Trotzdem werden am Ende neue Themen eröffnet die ein wenig erahnen lassen, worum es in Band zwei gehen wird. Und ich weiss jetzt schon: Es wird garantiert wieder großartig. Ich freue mich drauf!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von saskia13120