Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Philiene :
Helen Fox
Die zwei Leben der Helen Fox von Emily Dunlay
Ehrlich gesagt habe ich etwas gebraucht um in dieses Buch hineinzukommen. Der Romann wechselt zwischen 1916 und 1926 hin und her, zwischen Romanerzähling, Tagebucheinträgen und der tatsächlichen Handlung.
Nach kurzer Zeit habe ich nicht an diese Handlungssprünge gewöhnt und bin komplett in die Geschichte eingetaucht.
Es entwickelt sich eine spannende Geschichte rund um die drei Hauptpersonen Leo, Arthur und Hellen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, welche Geheimnisse gelüftet werden und warum Hellen solche Angst vor Arthurs Roman hat. Ich fand den Teil im Jahr 1916 etwas besser als die anderen Teile, was auch an den Einblicken in die Zeit des ersten Weltkrieges lag.
Bei diesem Roman lohnt es sich einfach am Ball zu bleiben und sich auf die Geschichte einzulassen. Im Laufe des Lesens verschmilzt alles zu einer Geschichte, rund um die durchaus interessante Person Hellen Fox..
Verdrängte Schuldgefühle
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Und mittendrin der Birnenbaum ist ein Roman der lange nachhalt. Er erzählt die Geschichte einer Freundschaft die in der dunkelsten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts nicht sein durfte. Er erzählt von einer Dorfgemeinschaft die einfach beschlossen hat Unrecht zu vergessen und zu verdrängen. Und von einer jungen Frau die gegen das Vergessen arbeitet.
Die Protagonistin ist allerdings nicht jene junge Frau, ihr Name ist übrigens Pina, sondern Dora, Dora ist am Ende ihres Lebens angekommen und zieht jetzt zurück in den Ort ihrer Kindheit. Durch Pina wird sie auf vier Stolpersteine aufmerksam gemacht, die an die Familie von Doras Kindheitsfreundin erinnern. Aber Fanny fehlt, es sind nur vier Steine obwohl die Familie fünf Mitglieder hatte. Im Dorf scheint das niemanden aufgefallen zu sein, aber ist das wirklich so? Es leben noch Menschen die Fanny gekannt haben, kann es sein das alle sie vergessen haben?
Dora und Pina beginnen in der Vergangenheit zu graben, wobei Pina die treibende Kraft ist und Dora sehr zurückhaltend.
Eine spannende Suche beginnt. Und damit wird eine Geschichte aufgedeckt wie sie wohl überall in Deutschland vorgekommen sein könnte. Es geht um Verblendung und Verdrängung. Es geht um ein Dorf das gemeinsam schweigt, es geht um eine Kinderfreundschaft die plötzlich verboten war. Vor allem aber geht es um alte Schuld. Und die Frage was aus Fanny wurde.
Ein wahnsinnig gutes Buch das im Gedächtnis bleibt.
Das wahre Gesicht einer Stadt
Dirty Rome von Michael Sommer
Jeder kennt das schillernde Rom der Antike, seine Bekannten Persönlichkeiten, den Glanz der Stadt. Doch dieses Buch schaut auf eine ganz andere Srite. Es schaut hinter die Kulissen und zeigt die schmutzige Deite des Stadt. Oh ja der Autor geht mit uns an die stinkenden und dunklen Stellen der Stadt.
Er zeigt nicht nur den Dreck der Stadt sondern auch wie das Leben dort wirklich war. Wie schlecht due Menschen behandelt worden, die nicht im Glanz der Mächtigen standen. Sklave in Rom war sicher kein Zuckerschlecken und auch Frauen hatten es nicht leicht.
Dieses Buch zeigt Geschichte wie sie wirklich war, wie die Menschen lebten und wie die Stadt funktionierte. Ein beeindruckendes Bild der Zeit, schonungslos und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Vielleicht war es manchmal etwas Schulbuch ähnlich aber so informativ und ehrlich das es sich einfach lohnt dieses Buch zu lesen.
Es gibt viele kurze Kapitel, das gefällt mir gut, da kann man immer gut ein Kapitel in einem Stück lesen. Auch ist es nicht zu wissenschaftlich und dadurch unverständlich.
Dazu kommen noch Illustrationen und Bilder, die das Buch perfekt ergänzen.
Wer sich für Geschichte interessiert und nicht nur das Lesen will was im Vordergrund steht ist hier genau richtig.
Ein Buch zum träumen
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Dieses wunderschöne Buch hat mich sofort neugierig gemacht, das Cove4 lädt schon zum Träumen ein und musste ich den Roman einfach lesen. Und bin ab der ersten Seite in der Geschichte versunken.
Protagonistin des Romans ist Amanda, ihr Leben besteht aus immer wieder kehrenden Routinen. Eine davon ist es jeden Freitag die Bibliothek zu besuchen, das tut sie seid vielen Jahren.
Als ihr dann ein besonderer Lesesaal gezeigt wird, gerät ihr sonst so geordnetes Leben durcheinander. Sie lernt neue Menschen kennen, aber vor allem die Bibliothek der Träume, einem ganz besonderen Ort.
Die Bibliothek der Träume ist ein Buch das zum Träumen einlädt. Eine Geschichte voller Bücher, besonderen Geschichten und Träumen. Amanda reist zusammen mit Robert und Xiao Mei und alle drei erleben ganz besonderen Momente, die sie mit uns teilen.
Ein wirklich sehr besonderes Buch das ganz Anders ist, als die Bücher die ich sonst lese. Das mich auf eine interessante Reise mitgenommen hat und mich einfach in sich versinken lassen hat. Ein Buch für alle die Bücher und Geschichten lieben und einfach einmal abschalten wollen, denn dieses Buch ist einfach wunderschön.
Interessante Suche im historischen Berlin
Die Tote von Lichtenberg von Armin Öhri
Die Tote von Lichtenberg ist bereits der fünften Fall für dass Ermittllerduo Julius Bentheim und Albrecht Krosick. Allerdings kann man das Buch au h sehr gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.
Der Fall dreht sich zunächst um gestohlene Exponate die aus einem verschlossenen Raum entwendet worden und gipfelt schließlich in einem Mordfall.
Der Fall führt die beiden Ermittler an die merkwürdigen Orte Berlins, auf Friedhöfe, zu okulten Zirkeln und an andere dunkle Orte.
Zunächst plätschert die Handlung etwas dahin, nimmt dann aber Fahrt auf und wird durchaus spannend. Der Autor versteht es das historische Berlin perfekt in seinen Krimi einzufügen und nimmt uns Leser mit auf eine interessante Reise und Duche nach dem Täter..
Spannend, interessant und sehr gut.
Berührend
Der Seegasthof – Wo der Traum beginnt von Linda Winterberg
Ein traditioneller Gasthof am Chiemsee das berühmte ist für Oma Resis Dampfnudeln. So bekannt das sogar Kaiserin Elisabeth von Österreich sie probieren will. Das ist das Zuhause von Amrei und ihrer Familie. Die junge Frau steht kurz vor ihrer Hochzeit als sie ein schwerer Schicksalsschlag trifft. Und plötzlich ist alles anders.
Anreise stellt ihr bisheriges Leben in Frage und es stellt sich die Frage ob die Familie den Gasthof retten kann.
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Linda Winterberg lässt den Gasthof am See so real erscheinen, daß ich mich am liebsten an einen der Tische gesetzt hätte und eine Dampfnudeln verspeist hätte. Aber natürlich geht es nicht nur um Dampfnudeln. Die Geschichte von Amrei ist die Geschichte einer jungen Frau die zwischen der Tradition und den Wünschen ihrer Familie und ihren eigenen Träumen steht. Die Geschichte ist emotional und im nächsten Moment wieder zum Schmunzeln. Das Leben und die damaligen Zeit sind authentisch dargestellt die Kulisse des Chiemsees wunderbar getroffen.
Ein wirklich gelungener historischer Roman.
Von Freundschaft zu Feindschaft
Die Walzerkönigin von Sina Beerwald
Die Walzerkönigin erzählt die Geschichte zweier Frauen die einst Freundinnen waren, die ein Mann aber zu Rivalität machte. Der Mann um den es geht ist Johann Strauss der ältere. Die Frauen seine Frau Anna und seine Geliebte Emilie.
Der Roman beginnt mit der Geburt von Annas sechstem Kind und erzählt dann wie aus einer zunächst tiefen Freundschaft langsam aber Sicher Hass wird.
Gleichzeitig wird die Geschichte zweier Frauen erzählt die eigentlich Beide unter einem egoistischen Mann leiden. Auch der Sohn von Anna der einst der berühmte Walzerkönig werden soll, leidet unter dem Vater, unverständlicher Weise will dieser nicht das sein Sohn Musiker wird. Das wird aber nur am Rande erwähnt in erster Linie geht es um Anna und Emilie.
Für mich kommt Anna dabei wesentlich besser weg. Sie ist mir viel sympathischer und auch der Umgang mit ihren Kindern scheint liebevoller zu sein.
Ich fand es sehr gut das der Roman aus der Sicht von Beiden geschrieben ist, wobei Emilies Sicht größtenteils als Tagebuch dargestellt wird das Johann viele Jahre nach dem Tod seiner Mutter zugespielt wird.
Ein sehr gelungener Roman über zwei Frauen die einmal Freundinnen waren.
Peppina
Signora Verdi. Die Primadonna des Komponisten von Verena Maatman
Verena Maatman schreibt wunderbare Bücher über Frauen die eine wichtige Rolle in der Musikgeschichte gespielt haben, aber oft im Schatten berühmter Männer gestanden haben. In ihrer neuesten Roman Biographie befasst sie sich mit Giuseppina Strepponie, genannt Peppina. Sie lebte im Neunzehnten Jahrhundert und war Opernsägerin.
Sie war aber auch die geheime Frau von Verdi.
Ihr Leben war geprägt von der Musik, sie war eine Frau voller Gefühle die sich immer wieder um ihre Familie sorgte, diese unterstüzte. Verdi war ihre große Liebe und sie seine große Stütze.
Der Roman erzählt ihr Leben beginnend als sie ihr unendliches Kind heimlich zur Welt bringen musste und erzählt dann ihre Geschichte. Er erzählt von den vielen Schwierigkeiten die sie nur hatte weil sie eine Frau war, von ihrer Kariere, von Auftritten und Auszeiten. Aber eben auch von ihrer Beziehung zu Verdi und wie wichtig sie für ihn war.
Wieder einmal ist es Verena Maatman gelungen eine einfühlsame und bewegende Geschichte über eine großartige Frau zu schreiben, die es einfach verdient hat in den Vordergrund zu rücken.
Ungleiche Schwestern
Töchter des Himalaya von Amelia Martin
Töchter des Himalaya erzählt die Geschichte der Schwestern Mia und Chiara. Die Beiden wurden von einer Mailänder Mode Dynastie adoptiert und wissen eigentlich nichts von ihrer Herkunft. Als Mia ein Schmuckkästchen findet macht sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft. Ihre Suche führt sie in den Himalaya und es entspannt sich eine spannende und emotionale Geschichte.
Der Roman ist wunderschön geschrieben und glänzt durch seine Charaktere und den besonderen Schauplatz des Himalayas. Dazu die völlig gegensätzliche Welt der Mailänder Mode und zwei sehr unterschiedliche Schwestern.
Eine Reise die interessantere nicht sein könnte und vielen Gefühlen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen die Geschichte war sehr gefühlvoll geschrieben und gerade Mia sehr authentisch beschrieben. Aber auch die anderen Charaktere waren lebendig beschrieben.
Ein gelungener Roman.
Ein versteckter Garten und alte Geheimnissr
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Ich bin ein großer Fan der Romane von Rebekka Eder und ein noch größerer von Romanen die im Norden spielen. Ich weiß gar nicht genau ob ich schon mal einen historischen Roman gelesen habe der auf Finkenwerder spielt, dieser hier tut es jedenfalls und ich mochte ihn sehr.
Es geht um Kea die den alten Garten ihrer Mutter wieder zum Leben erweckt, den Knecht Kristen den sie dabei zufällig kennenlernt, eine Insel vor Hamburg die in zwei Teile geteilt ist, die Cholera und um alte Geheimnisse.
Rebekka Eder hat ihren Roman authentisch und emotional geschrieben. Da ist zum einen dieser alte Garten, den ich mir so bildlich vorstellen konnte als wäre ich dort und würde in einen Apfel beißen, zum Anderen ist da diese emotionale Geschichte die einen ab und zu die Tränen in die Augen treibt. Dann sind da aber auch die gut recherchierten historischen Aspekte, wie das furchtbare Grauen der Cholera, die wirklich furchtbar gewesen sein muss, oder auch die Härte mit der Mancheiner die Menschen behandelt hat, die für ihn gearbeitet haben. Oder auch das Bild das damals von Frauen herrschte.
Ein durch und durch gelungener historischer Roman.











