Kunden em pfehlungen
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Da ist noch Luft nach oben
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Das Cover ist richtig schön und war auch der Grund, warum ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm leicht, sodass man schnell in die Geschichte hineinkommt. Allerdings empfand ich ihn stellenweise als etwas zu nüchtern und wenig bildgewaltig, was die eigentlich mystische Stimmung nur selten richtig transportieren konnte.
Die Szenen zogen sich für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas in die Länge, ohne dass wirklich Spannung aufgebaut wurde.
Die Protagonistin Finn hat mir grundsätzlich gut gefallen. Dass sie nicht als perfekte Heldin startet, sondern als Dienstmädchen ihre Kräfte verstecken muss und sich erst im Laufe der Geschichte weiterentwickelt, fand ich authentisch und nachvollziehbar. Ihre innere Stärke kommt nicht daher, dass sie keine Angst hat, sondern dass sie trotzdem weitermacht, was mir sympathisch erschien. Leider blieben die anderen Figuren für mich zu oberflächlich. Sowohl Mordric als auch Enhart geben zwar nach und nach mehr preis, aber eine wirkliche Tiefe oder emotionale Bindung zu ihnen konnte ich nicht aufbauen. Auch die Dynamik zwischen den Brüdern und ihre jahrelange Entfremdung wurden für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt.
Die Handlung an sich hat eine interessante Grundidee, bei der eine Hexe am Hof der Vampire ihre Fähigkeiten trainieren muss, während gleichzeitig Mordfälle die Stadt erschüttern. Allerdings fand ich das Worldbuilding zu schlicht gehalten. Die Welt bietet wenig Komplexität oder historische Tiefe, was für Leser, die sich gerne in ausgefeilte Fantasywelten vertiefen, möglicherweise enttäuschend ist. Zudem ging mir die Entwicklung der Geschichte an manchen Stellen zu schnell voran, besonders der Aufstieg von Finn vom Dienstmädchen zur wichtigen Person am Hof wirkte mitunter klischeehaft und wenig überraschend.
Die Mischung aus Hexen und Vampiren klang zunächst super interessant, nur leider hat mir die Umsetzung nicht ganz zugesagt. Die Atmosphäre war zwar gelungen düster und magisch, aber die Umsetzung der beiden Fantasy-Elemente wirkte auf mich nicht immer stimmig. Das angekündigte tödliche Geheimnis aus dem Klappentext entpuppte sich als weniger bedrohlich als erwartet, was etwas von der Spannung nahm.
Fazit:
"The Witch in the Dead of Night" ist ein solider Auftakt mit einer sympathischen Protagonistin und einem flüssigen Schreibstil, dem es jedoch an Tiefe und Spannung fehlt. Das schlichte Worldbuilding und die oberflächliche Charakterzeichnung der Nebenfiguren haben mich nicht vollends überzeugen können, auch wenn der Cliffhanger neugierig auf die Fortsetzung macht.
3,5/5 Sterne
Wunderschöne Illustrationen und eine ganz wichtige Message
Die Anderen von Kobi Yamada
Das Cover gefällt mir auf Anhieb richtig gut, denn die sanfte Farbgebung und die große Typografie machen neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Auch die Illustrationen von Charles Santoso sind wirklich wunderschön und kreativ umgesetzt, mit schönen Farben, die eine ruhige, fast traumhafte Stimmung erzeugen.
Besonders beeindruckend ist die Entwicklung von der kleinen Szene am Anfang hin zum Blick auf die Erde aus dem All.
Die Geschichte selbst ist erstaunlich tiefgründig für ein Kinderbuch. Zwei Jungen stehen nebeneinander und philosophieren über das Hier und das Drüben, über die Anderen und darüber, woher man weiß, wer zu wem gehört. Die Texte sind kurz und poetisch, fast wie kleine Gedankenfetzen, die zum Nachdenken anregen. Besonders berührt hat mich, wie die Jungen langsam erkennen, dass die Grenzen zwischen Hier und Drüben eigentlich gar nicht so klar sind und dass wir alle am Ende zusammengehören.
Die Message des Buches ist wirklich wertvoll und zeitlos. Sie spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen an und erinnert uns daran, dass wir alle auf demselben Planeten leben und unsere Unterschiede eigentlich nebensächlich sind. Die Idee, dass wir alle gemeinsam hier sind, wird am Ende wunderschön mit der Ansicht der Erde aus dem All unterstrichen, die alle Menschen vereint.
Meine Tochter ist noch zu klein für dieses Buch, aber ich freue mich darauf, es ihr vorzulesen, wenn sie etwas älter ist, denn die Illustrationen laden zum Verweilen ein und die kurzen Texte regen zu Gesprächen an, die über das eigentliche Vorlesen hinausgehen.
Fazit
"Die Anderen" ist ein kleines Juwel für jedes Bücherregal. Die kreativen, wunderschönen Illustrationen und die wertvolle Botschaft über Zusammengehörigkeit und Perspektivwechsel machen es zu einem besonderen Leseerlebnis für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wer nach einem Buch sucht, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig visuell begeistert, wird hier fündig werden.
5/5 Sterne
Meine Tochter liebts!
Play+ Mein lustiges Spielbuch Pflaster her, sagt Doktor Bär - ab 2 Jahre von Bernd Penners
Das Cover finde ich auf Anhieb sehr gelungen und einladend, denn die farbenfrohen Tierillustrationen wirken freundlich und machen direkt Lust aufs Entdecken. Gerade für die Zielgruppe ab zwei Jahren ist die Gestaltung absolut passend und lädt zum Greifen und Mitmachen ein.
Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen, denn hier können Kinder aktiv Arzt spielen und Doktor Bär bei der Versorgung seiner Patienten helfen.
Auf jeder Doppelseite lernt man ein neues Tier kennen, das sich auf unterschiedliche Weise wehgetan hat. Die Texte sind in Reimform gehalten und kurz genug, um die Aufmerksamkeit der Kleinen nicht zu verlieren, auch wenn ich zugeben muss, dass die Reime stellenweise etwas holprig wirken und nicht immer ganz natürlich klingen.
Das Herzstück des Buches sind natürlich die wiederverwendbaren Zauberpflaster, die sich immer wieder abziehen und aufkleben lassen. Die Idee an sich ist wirklich toll, denn so können sie spielerisch lernen, anderen zu helfen, und dabei gleichzeitig das Zählen von eins bis fünf sowie die Farben üben. Die Pflaster haften anfangs auch wirklich gut auf den glatten Seiten und lassen sich nach dem Abwaschen wieder verwenden, was die Langlebigkeit deutlich erhöht.
Jedoch habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Zum einen finde ich es schade, dass keine Aufbewahrung für die Pflaster vorgesehen ist, denn sobald Fussel oder Schmutz an ihnen kleben, halten sie deutlich schlechter und gehen leicht verloren. Zum anderen irritiert mich inhaltlich ein wenig, dass für jedes Wehwehchen ein Pflaster als Lösung präsentiert wird. Das finde ich pädagogisch etwas problematisch, auch wenn es natürlich als Zauberpflaster gedacht ist.
Was die Verarbeitung angeht, ist das Buch als stabiles Pappbilderbuch gut für kleine Hände geeignet, auch wenn die Pflaster selbst bei uns ähnliche Probleme hatten wie bei anderen Mitmachbüchern dieser Art. Meine Tochter liebt beispielsweise das "Pusten, trösten, Pflaster drauf!" Buch heiß und innig, allerdings hat sie bereits eins der Pflaster verknickt und angebissen, weil sie gerade zahnt. Das zeigt leider, dass diese Pflaster nicht wirklich unkaputtbar sind, selbst wenn sie auf den ersten Blick robust wirken.
Fazit
"Bitte Pflaster her sagt Doktor Bär" ist eine liebevolle Idee mit hohem Mitmachfaktor, die Kinder spielerisch ans Thema Empathie und Zählen heranführt. Die Pflasterfunktion macht Spaß und die Illustrationen sind niedlich, auch wenn die Umsetzung inhaltlich und praktisch noch etwas ausbaufähig gewesen wäre. Wer ähnliche Mitmachbücher mag und die pädagogischen Einschränkungen nicht allzu ernst nimmt, wird hier sicherlich Freude haben.
4/5 Sterne
Süße Idee mit Luft nach oben
Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck
Das Cover sieht ganz süß aus, im Laden wäre ich aber vermutlich daran vorbeigegangen.
Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen, denn hier geht es darum, fünf wichtige Gefühle spielerisch kennenzulernen. Im Rahmen einer Geburtstagsparty im Wald erleben verschiedene Tiere Situationen, die Wut, Trauer, Freude, Ekel und Angst auslösen.
Die kurzen Geschichten sind in Reimform gehalten und dadurch leicht zu merken, auch wenn sie mitunter etwas kurz ausfallen und das Einfühlen in die Situationen dadurch erschwert wird.
Das Herzstück ist der interaktive Aspekt mit den fünf Gefühlschips, die Kinder selbstständig dem jeweiligen Tier zuordnen und oben in einen Schlitz einwerfen sollen. Die Chips landen dann hinter einem durchsichtigen Fenster im Bauch des Tieres und machen das Gefühl sichtbar. Zusätzlich gibt es auf jeder Seite hilfreiche Tipps für Eltern, wie man das jeweilige Gefühl mit dem Kind besprechen kann.
Neben den positiven Aspekten habe ich aber auch ein paar Kritikpunkte bezüglich der Umsetzung. Die Mechanik mit dem Einwerfen funktioniert leider nicht besonders gut, denn die Chips rutschen nicht nach vorne, sondern stapeln sich hintereinander im Bauch. Das bedeutet, dass man nach jeder Seite den vorherigen Chip wieder herausnehmen muss, um das aktuelle Gefühl zu sehen. Auch die Öffnung oben ist recht schwer zu öffnen und bietet keinen Verschlussmechanismus, wodurch die Chips beim Transport oder wenn das Buch falsch herum gehalten wird, leicht herausfallen können.
Die Altersempfehlung von zwei Jahren empfinde ich persönlich als etwas optimistisch, denn Gefühle sind zu diesem Zeitpunkt noch sehr abstrakt und viele Kinder können sich noch nicht so gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Auch die Gesichtsausdrücke der Tiere sind nicht immer eindeutig genug für die Allerkleinsten. Da meine Tochter Mitmachbücher liebt und wir immer auf der Suche nach neuen interaktiven Büchern sind, war dieses natürlich einen Versuch wert, auch wenn die Umsetzung hier nicht ganz so rund ist wie bei anderen Ravensburger Titeln.
Fazit
"Wut im Bauch" ist ein liebevolles Buch mit süßen Illustrationen und wertvollen Elternhinweisen, das das Thema Gefühle kindgerecht ansprechen möchte. Die interaktiven Chips machen Spaß, auch wenn die Mechanik etwas hakelig ist und die Handhabung nicht ganz intuitiv funktioniert. Wer bereit ist, beim Spielen etwas zu assistieren, wird hier sicherlich schöne Gesprächsanlässe finden.
3,5/5 Sterne
Eine wirklich schöne Geschichte
When Dealing With Dragons. Drachengold von Dana Swift
Das Cover finde ich richtig schön, da es super zur Geschichte passt und die Atmosphäre des Buches einfängt. Auch der Schreibstil von Dana Swift hat mir gut gefallen, denn er liest sich angenehm flüssig und leicht. Besonders die humorvollen Kapitelüberschriften und die Dialoge haben bei mir für das ein oder andere Schmunzeln gesorgt.
Was das Worldbuilding angeht, hat mich die Idee des Gnadenhofs für verletzte Drachen direkt von sich überzeugt. Zudem fand ich es sehr schön, dass wir hier eine Geschichte bekommen, die sich mit der Pflege und dem respektvollen Umgang mit diesen Wesen befasst. Die Verbindung zwischen den Drachen und den verschiedenen Metallen ist originell umgesetzt und gibt dem Magiesystem eine interessante Komponente. Dass die Fähigkeit, diese Metalle zu manipulieren, direkt mit dem sozialen Status verbunden ist und die Drachen dabei als Rohstofflieferanten dienen, verleiht der Geschichte eine überraschende Tiefe und eine gelungene gesellschaftskritische Note.
Auch unsere beiden Hauptprotagonisten habe ich schnell ins Herz geschlossen. Farren ist ein starkes und mutiges Mädchen, das für das kämpft, was ihr wichtig ist und sich nicht so leicht unterkriegen lässt. James hingegen bricht das Klischee des perfekten Fantasy-Helden und wirkt dadurch erfrischend anders. Er ist nicht der strahlende Held, sondern wirkt eher unbeholfen, schüchtern und hat Schwierigkeiten, seine Gefühle in Worte zu fassen. Gerade diese Unperfektheit macht ihn sympathisch und glaubwürdig.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam aus einer anfänglichen Rivalität heraus und wirkt dabei dennoch authentisch. Die Gefühle der beiden werden ohne ins Kitschige abzudriften und ohne viel Drama dargestellt und passen gut zum Alter der Protagonisten. Besonders die peinlichen Momente mit den Eltern oder die Unsicherheiten beim Flirten sind alltagsnah und nachvollziehbar.
Allerdings gibt es auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Im Mittelteil verliert die Geschichte stellenweise an Spannung, da manche Entwicklungen bereits früh durchschaubar sind. Auch die Nebenfiguren hätten aus meiner Sicht etwas mehr Tiefe vertragen können, denn sie bleiben bisweilen recht oberflächlich. Für das empfohlene Alter von etwa vierzehn Jahren empfand ich einige Szenen zudem als recht brutal, auch wenn das die Spannung erhöht.
Fazit:
"When Dealing With Dragons" bietet eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Magie und Romance. Die liebenswerten Charaktere, das interessante Worldbuilding und der flüssige Schreibstil machen das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen. Wer eine herzerwärmende Geschichte mit Herz sucht, wird hier sicher fündig werden.
4/5 Sterne
Alltagsnahes Miteinander für die Kleinsten
tiptoi® Abenteuer Großwerden - Smilla lernt ein gutes Miteinander von Sandra Grimm
Das Cover gefällt mir wieder unglaublich gut und passt perfekt zur Reihe. Die bunte, einladende Gestaltung macht direkt Lust auf mehr und zeigt schon auf den ersten Blick, worum es geht.
Meine kleine Tochter liebt ihre tiptoi-Bücher und nimmt sie täglich zur Hand, um darin zu stöbern. Der Aufbau ist typisch für die Reihe: Smilla begleitet uns durch verschiedene Alltagssituationen - vom Frühstück über den Kindergarten bis zur Bettgehzeit.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Thema Miteinander so alltagsnah rübergebracht wird. Es geht nicht nur ums Teilen und Nettsein, sondern auch darum, dass Streiten dazugehört, dass man mal einen schlechten Tag haben kann und dass das Lieblingskuscheltier eben nicht geteilt werden muss. Das wirkt auf mich authentisch und nicht belehrend.
Die Illustrationen sind wie gewohnt sehr liebevoll gestaltet und bieten auf jeder Seite viele Details zum Entdecken. Dass bekannte Figuren wie Piet wieder mit dabei sind, fand ich schön, denn das gibt einen vertrauten Bezugspunkt, den meine Tochter sehr zu schätzen weiß.
Mit dem tiptoi-Stift lässt sich das Ganze interaktiv erleben. Die Geräusche, Dialoge und Lieder lockern auf und machen das Buch auch für kleine Kinder greifbar. Meine Tochter kann damit schon alleine „lesen“, was ich sehr praktisch finde. Die Aufladefunktion statt Batteriewechsel ist außerdem ein klares Plus.
Fazit:
"Smilla lernt ein gutes Miteinander" ist für mich ein gelungenes Buch, das wichtige Themen altersgerecht vermittelt und durch die interaktiven Elemente lange motiviert. Wer schon andere Bücher aus der Reihe mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.
5/5 Sterne
Ein Ozean voller Entdeckungen für Groß und Klein
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Das Cover gefällt mir auf Anhieb richtig gut, da es perfekt zum Thema passt und direkt Lust auf mehr macht. In Kombination mit dem blauen Farbton, der sich durch das ganze Buch zieht, wirkt das Lexikon sehr hochwertig und einladend.
Der Aufbau ist übersichtlich und logisch gegliedert in sieben Abschnitte, in denen viele spannende Themen behandelt werden.
Besonders gut gefällt mir, dass hier nicht nur Tiere im Fokus stehen, sondern auch Themen wie Meeresströmungen, Gezeiten, Klimawandel und Umweltschutz altersgerecht behandelt werden. Das macht das Buch zu einem echten Wissensschatz, der weit über reine Tierkunde hinausgeht.
Die Fotos sind wirklich wunderschön, farbenfroh und teils seitenfüllend. Ob Delfine, Tiefseebewohner oder andere Tiere, die ich vorher noch nicht kannte - die Bilder allein machen das Blättern schon zu einem Erlebnis. Hinzu kommen kurze Steckbriefe und kleine Infokästen, die das Ganze auflockern und sowohl für gezieltes Nachschlagen als auch zum entspannten Schmökern geeignet machen.
Was mich besonders überzeugt hat, ist die Tatsache, dass das Lexikon nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene spannend ist. Die Texte sind kindgerecht ohne kindisch zu wirken, und auch ich habe noch das eine oder andere gelernt. Außerdem finde ich es wichtig, dass das Bewusstsein für den Schutz unserer Meere geweckt wird, denn das Thema wird hier sensibel und dennoch ehrlich vermittelt.
Fazit:
Das „Lexikon der Meere“ ist ein wunderschön gestaltetes, umfassendes Sachbuch, das Wissen und Unterhaltung perfekt verbindet. Mit seinen spektakulären Fotos, der großen Themenvielfalt und der verständlichen Aufbereitung ist es ein Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt und das Kinder wie Erwachsene begeistert.
5/5 Sterne
Atmosphärisch und düster
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
Das Cover finde ich super schön! Die Quallen in dem dunklen Blau mit den goldenen Akzenten wirken geheimnisvoll und schön. Der Schreibstil von Erin A. Craig liest sich flüssig und ist gleichzeitig sehr bildhaft und atmosphärisch. Besonders die Beschreibungen des Settings haben mir gut gefallen.
Inhaltlich handelt es sich um eine Adaption des Märchens „Die zertanzten Schuhe“, allerdings deutlich düsterer, als ich erwartet hätte.
Annaleigh als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter. Von einem eher naiven Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die nach Antworten sucht und dabei auch in gefährliche Situationen gerät. Ihre Zweifel und ihre innere Zerrissenheit zwischen Trauer und dem Wunsch nach Wahrheit wirkten auf mich authentisch. Mit Cassius, dem mysteriösen Fremden, der ihr begegnet, hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, da er lange Zeit sehr undurchsichtig bleibt, aber genau das macht später seinen Reiz aus. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich okay, wenn auch stellenweise etwas zu zurückhaltend für meinen Geschmack.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Atmosphäre des Buches. Die Mischung aus Märchen, Fantasy und leichten Horrorelementen hat mich gefesselt. Es gibt durchaus unheimliche Szenen und Momente, in denen man als Leser selbst nicht mehr weiß, was Realität und was Einbildung ist. Allerdings muss ich sagen, dass die düsteren Elemente für meinen Geschmack etwas zu sanft ausgefallen sind. Gruselig war es schon, aber wer echten Gothic-Horror erwartet, könnte enttäuscht werden.
Auch die hohe Anzahl der Schwestern hat mir anfangs etwas Probleme bereitet. Zwölf Namen auf einmal zu merken und auseinanderzuhalten, war nicht immer einfach, auch wenn die wichtigsten Figuren gut ausgearbeitet sind. Ein kleines Figurenverzeichnis hätte hier definitiv geholfen. Auch der Einstieg fand ich eher ruhig, denn erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und die Enthüllungen überschlagen sich förmlich. Das Ende hat mich überrascht, auch wenn es mir stellenweise etwas übereilt vorkam, besonders im Vergleich zum langsamen Aufbau am Anfang.
Fazit:
„Ein Haus aus Salz und Tränen“ ist eine atmosphärisch starke Märchenadaption mit einem fesselnden Setting, einer mutigen Protagonistin und einer Geschichte, die zwischen Realität und Wahnsinn schwankt. Wer auf düstere Fantasy mit Krimi-Elementen steht und sich von einem salzigen Meersetting verzaubern lassen möchte, ist hier gut aufgehoben. Kleine Abzüge gibt es für den schleppenden Anfang und die manchmal unübersichtliche Charakteranzahl.
4/5 Sterne
Eine schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit
Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Kindergarten-Freunde von Carola von Kessel
Da meine Tochter zwar erst knapp zwei Jahre alt ist, der Kindergarten aber langsam näher rückt, schaue ich mich schon jetzt gerne nach passenden Büchern und Erinnerungsstücken um. Als ich dieses Freundebuch entdeckt habe, war ich sofort neugierig, denn die „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe begleitet viele Kinder über Jahre hinweg und genießt einen guten Ruf.
Besonders gut gefällt mir, dass es nicht einfach nur aus identischen Seiten besteht. Stattdessen gibt es verschiedene Themenwelten wie Bauernhof, Wald, Meer, Dinosaurier oder Baustelle. Dadurch wirkt das Buch abwechslungsreich und jedes Kind kann sich die Seite aussuchen, die am besten zu den eigenen Interessen passt. Die Illustrationen sind bunt, freundlich und typisch für die Reihe gestaltet.
Auch die Fragen sind altersgerecht gehalten und bieten eine gute Mischung aus Ankreuzmöglichkeiten, kleinen Malaufgaben und Platz für Fotos. So können selbst jüngere Kindergartenkinder aktiv mitmachen. Die kleinen Wissenskästchen zwischendurch sind ein nettes Extra und verleihen dem Freundebuch einen besonderen Wiedererkennungswert.
Positiv aufgefallen ist mir außerdem die stabile Verarbeitung. Gerade ein Freundebuch wandert durch viele Kinderhände und wird oft angeschaut. Da ist es schön, wenn der Einband und die Seiten einen robusten Eindruck machen.
Einen kleinen Punkt ziehe ich dennoch ab: Das Cover wirkt auf mich etwas weniger liebevoll gestaltet als die Innenseiten. Außerdem hätte ich es schön gefunden, wenn auch für Erzieherinnen und Erzieher ein eigener Bereich vorgesehen wäre.
Fazit:
Insgesamt ist es aber ein sehr gelungenes Freundebuch, das viele schöne Erinnerungen an die Kindergartenzeit festhalten kann. Für Familien, deren Kinder bald in den Kindergarten starten oder bereits erste Freundschaften schließen, ist es eine tolle Wahl.
4/5 Sterne
Mit Otto auf großer Englandreise
OTTO fährt los – Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger
Wie immer hat mir schon das Cover sofort gefallen. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet, bunt, detailreich und voller kleiner Dinge, die Kinder entdecken können. Gerade das macht die Otto-Bücher für uns so besonders, weil man selbst beim wiederholten Anschauen immer noch neue Kleinigkeiten findet.
Der Schreibstil ist angenehm vorzulesen und die Textmenge passt für uns perfekt. Die Geschichte bietet genug Inhalt, um spannend zu bleiben, ohne jüngere Kinder zu überfordern.
Wir sind inzwischen große Otto-Fans und deshalb war die Freude natürlich riesig, als wir mit dem liebenswerten Campingbus nach England reisen durften. Meine Tochter liebt Otto sehr und entsprechend oft wurde das Buch nach dem ersten Lesen direkt wieder aus dem Regal geholt.
Auch die Geschichte hat uns wieder sehr gut gefallen. Gemeinsam mit seiner Ferienfamilie reist Otto nach England und besucht viele bekannte Orte. Besonders spannend fanden wir die Fahrt durch den Eurotunnel. Schön fand ich dabei, dass selbst Otto einmal Angst hat. Das macht ihn noch sympathischer und zeigt Kindern ganz nebenbei, dass Angst etwas ganz Normales ist.
Neben der eigentlichen Geschichte vermittelt das Buch wieder spielerisch Wissen über das Reiseland. Sehenswürdigkeiten, englische Begriffe und kleine Besonderheiten des Landes werden kindgerecht eingebunden, ohne dass es sich wie Lernen anfühlt. Genau diese Mischung aus Abenteuer, Urlaubsgeschichte und kleinen Wissenshäppchen gefällt mir an der Reihe so gut.
Fazit:
Für uns ist auch dieser Band wieder ein voller Erfolg. Wer Otto bereits kennt, wird ihn hier garantiert wieder ins Herz schließen, und für kleine Reisefans ist die Reihe ohnehin eine klare Empfehlung.
5/5 Sterne











