Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von pandas_bücherblog:

Spielerisch die Welt der Dinosaurier entdecken

tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? junior - Dinosaurier von Cee Neudert

Das Cover und das Buch selbst hat uns richtig gefallen. Die Illustrationen sind richtig schön gestaltet, farbenfroh und voller kleiner Details, die man gemeinsam entdecken kann. Gerade für kleine Dino Fans gibt es auf den Seiten unglaublich viel zu sehen. Auch die stabile Verarbeitung finde ich super, weil die Bücher dadurch auch mal einen etwas wilderen Umgang aushalten.

Besonders in Kombination mit dem Tiptoi Stift macht das Buch erst so richtig Spaß. Durch die Geräusche, kleinen Dialoge, das Lied und die zusätzlichen Informationen wird das Ganze viel lebendiger als ein normales Sachbuch. Ich finde schön, dass Kinder selbst entscheiden können, was sie antippen und entdecken möchten. Dadurch beschäftigen sie sich oft viel länger mit einem Buch, ohne dass es sich wie „Lernen“ anfühlt.
Inhaltlich fand ich das Buch für die Zielgruppe gut umgesetzt. Die wichtigsten Fragen rund um Dinosaurier werden kindgerecht erklärt, ohne zu kompliziert zu werden. Gleichzeitig sind aber trotzdem viele interessante Infos dabei, sodass auch Erwachsene noch das ein oder andere dazulernen können.
Besonders gut gefallen hat mir der Einstieg über das Museum, weil das direkt Lust macht, selbst auf Dino Entdeckungstour zu gehen. Auch die Mischung aus Wissen, kleinen Spielen und lustigen Details lockert das Buch schön auf.
An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Menge an Informationen für ganz kleine Kinder teilweise schon recht überfordernd sein kann. Das ist zwar prinzipiell nichts Schlimmes, weil sie natürlich mit dem Buch mitwachsen können, aber gerade jüngere Kinder werden vermutlich nicht alles direkt aufnehmen können.

Fazit:
Insgesamt ist das Buch aber wirklich eine tolle Beschäftigung für kleine Dino Fans. Durch die Kombination aus Bildern, Geräuschen und interaktiven Elementen wird Wissen hier sehr spielerisch vermittelt und genau das macht die Tiptoi Bücher für mich so besonders.
4,5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Wichtige Botschaft mit kleinen Schwächen

Das Zauberwort heißt Nein! von Rebecca Mir; Ruth Rahlff

Das Cover ist bunt, freundlich und wirkt kindgerecht, ohne dabei überladen zu sein. Auch die Illustrationen im Inneren sind sehr gelungen, da sie farbenfroh sind und die Stimmung der einzelnen Szenen auf eine Weise transportieren, die Kinder gut verstehen können.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und passt gut zur Zielgruppe.

Die Sätze sind nicht zu lang und lassen sich flüssig vorlesen, was ich gerade bei Kinderbüchern sehr wichtig finde. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen ein klein wenig mehr Ausarbeitung gewünscht, weil die Geschichte teilweise etwas sprunghaft wirkt und nicht immer alles ganz klar erklärt wird.

Inhaltlich dreht sich alles um das Thema Nein sagen und eigene Grenzen setzen, was ich unglaublich wichtig finde. Gerade für Kinder ist es essenziell zu lernen, dass sie nicht immer Ja sagen müssen, nur um anderen zu gefallen. Das wird hier grundsätzlich gut vermittelt, vor allem durch die Figur von Fiete, der erst nach und nach merkt, dass er sich nicht in jeder Situation wohlfühlt.
Besonders schön fand ich die Rolle der Maus, die Fiete darin bestärkt, auf sich selbst zu hören. Diese Dynamik hat mir gut gefallen, weil sie kindgerecht zeigt, dass es manchmal nur einen kleinen Impuls von außen braucht, um mutiger zu werden. Auch das Thema falsche Freunde wird angeschnitten, was ich ebenfalls wichtig finde.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch ein paar Schwächen. Vor allem das Ende kam sehr abrupt. Fiete lernt zwar, Nein zu sagen, aber danach ist die Geschichte gefühlt sofort vorbei. Mir hat da ein bisschen der Abschluss gefehlt. Gerade für Kinder wäre es schön gewesen zu sehen, wie seine Umgebung darauf reagiert.
Zwischendurch hatte ich auch das Gefühl, dass manche Situationen nicht ganz zu Ende gedacht sind oder etwas mehr Kontext gebraucht hätten, damit die Botschaft noch klarer ankommt.

Fazit:
„Das Zauberwort heißt Nein!“ ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit einer sehr wichtigen Botschaft, die kindgerecht vermittelt wird. Trotz kleiner Schwächen im Aufbau und einem etwas abrupten Ende eignet es sich gut, um mit Kindern über Grenzen, Selbstbewusstsein und Freundschaft zu sprechen.
4/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Zwischen Geheimnissen und Geistern

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Das Cover ist wirklich schön, obwohl ich eigentlich kein Fan von Menschen auf Cover bin.
Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist angenehm flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Welt wird bildhaft beschrieben, ohne dass es zu überladen wirkt, und gerade diese leicht düstere, fast schon melancholische Grundstimmung zieht sich konstant durch das Buch.

Nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss, weshalb ich mir die wunderschöne Farbschnittausgabe gesichert habe. :)
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, auch wenn der Einstieg eher ruhig gehalten ist und sich vieles erst nach und nach entfaltet. Leena mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Sie ist keine typische Heldin, aber gerade das mochte ich so an ihr. Sie ist stark, sehr empathisch und gleichzeitig entschlossen, wenn es um ihren Bruder geht. Ihre Motivation war für mich durchgehend nachvollziehbar und hat der Geschichte eine emotionale Basis gegeben. Man merkt, dass sie oft zwischen Angst, Pflichtgefühl und ihren eigenen Zweifeln steht, was sie für mich greifbar gemacht hat.
Mit St. Silas hatte ich am Anfang ein paar Schwierigkeiten. Er bleibt lange Zeit eher distanziert und schwer einzuschätzen, wodurch ich länger gebraucht habe, bis ich wirklich Zugang zu ihm gefunden habe. Gerade weil er so wenig von sich preisgibt, wirkt er stellenweise fast schon zu kühl. Mit der Zeit wird sein Charakter aber deutlich greifbarer, und genau diese langsame Entwicklung hat letztlich gut zur Geschichte gepasst.
Die Dynamik zwischen den beiden lebt von Misstrauen, unausgesprochenen Gedanken und kleinen Momenten. Das hat mir zwar grundsätzlich gut gefallen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Liebesgeschichte präsenter gewesen wäre. An ein paar Stellen hätte ich mir etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht, gerade im Mittelteil.
Was das Worldbuilding angeht, fand ich die Grundidee spannend - vor allem die Mischung aus dem düsterem Setting, den gesellschaftlichen Themen und Leenas eher ungewöhnlichen Fähigkeit, Geister zu sehen. Gleichzeitig war es für mich nicht immer ganz einfach, mich komplett im Geschehen zurechtzufinden. Manche Aspekte wurden nur kurz angeschnitten oder werden erst recht spät aufgeklärt, was mich einerseits neugierig gemacht hat, andererseits aber auch kurzzeitig den Lesefluss bremsen kann.
Die Handlung lebt stark von ihren Geheimnissen und davon, dass sich nach und nach alles zusammensetzt. Es gibt immer wieder neue Hinweise und kleinere Wendungen, die einen bei der Stange halten. Allerdings hatte die Story für mich im Mittelteil ein paar Längen, in denen sich die Geschichte etwas im Kreis gedreht hat, bevor sie gegen Ende wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat.
Das Ende lässt einige Fragen offen, weshalb ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Fazit:
„Weavingshaw“ ist ein atmosphärisch starker Auftakt mit einer düsteren Welt, interessanten Figuren und einer langsam aufgebauten Spannung. Nicht alles hat mich komplett überzeugt, vor allem im Mittelteil und bei der emotionalen Tiefe gab es für mich kleine Schwächen, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig auf die Fortsetzung gemacht.
4/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Düsteres Oz Retelling mit Längen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe

Das Cover finde ich richtig schön. Es ist düster, edel und passt optisch perfekt zur Story. Gerade in Kombination mit dem Farbschnitt macht das Buch im Regal wirklich etwas her. Der Schreibstil von Nikki St. Crowe ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und gerade am Anfang hatte das Buch auch eine gewisse Sogwirkung.

Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die vielen Perspektivwechsel und vor allem die Mischung aus Ich- und Erzählerperspektive. Das hat mich stellenweise eher aus dem Lesefluss gebracht.

Inhaltlich fand ich die Idee eines düsteren Der Zauberer von Oz Retellings richtig spannend. Die Grundstimmung ist auch definitiv dunkler als im Original, aber ehrlich gesagt hatte ich mir noch mehr davon erhofft. Auch der angekündigte Spiceanteil war deutlich zurückhaltender als gedacht, was mich persönlich nicht gestört hat, dennoch habe ich da einfach etwas anderes erwartet.
Der Einstieg hat mir noch ganz gut gefallen, weil man direkt in die Geschichte geworfen wird, was ich immer ganz spannend finde. Im Mittelteil hat das Buch für mich dann aber deutlich nachgelassen. Die Handlung zieht sich stellenweise und kommt nicht wirklich voran, wodurch sich einige Passagen eher wie Lückenfüller angefühlt haben.
Mit Dorothy bin ich leider nicht richtig warm geworden. Ich fand ihren Charakter zwar grundsätzlich interessant, aber ihre Entscheidungen und ihre ganze Art haben mich nicht immer abgeholt. Auch die emotionale Entwicklung und vor allem die Beziehung zu Rook konnten mich nicht wirklich überzeugen, da mir alles zu oberflächlich war.
Das Setting rund um Oz fand ich dagegen wirklich gelungen. Man erkennt viele bekannte Elemente wieder, gleichzeitig gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken. Allerdings wirkte das Worldbuilding für mich an manchen Stellen etwas unübersichtlich, weil viele Dinge angerissen, aber nicht wirklich ausgearbeitet wurden.
Das Ende hat für mich allerdings nochmal einiges rausgeholt, weil die Story wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Es gibt einige Wendungen und gerade der letzte Abschnitt hat mir wieder besser gefallen als der Mittelteil. Trotzdem konnte der Schluss für mich nicht komplett ausgleichen, was vorher gefehlt hat.

Fazit:
„West of Wicked“ ist ein interessantes Dark Fantasy Retelling mit einem guten Einstieg, einem sehr angenehmen Schreibstil und einem spannenden Ende. Leider verliert sich die Geschichte zwischendurch etwas; die Figuren bleiben teilweise zu oberflächlich und der Spannungsbogen hängt vor allem im Mittelteil ziemlich durch. Insgesamt ein netter erster Band, der mich aber nicht komplett von sich überzeugen konnte.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Solider Insel-Thriller mit starker Atmosphäre aber schwachen Figuren

Bachelorette Party von Camilla Sten

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es wirkt auffällig, leicht düster und passt auf den ersten Blick gut zu einem Thriller, der auf einer abgelegenen Insel spielt. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen aber öfter das Gefühl, dass die Atmosphäre des Settings nicht ganz so stark im Cover widergespiegelt wird, wie sie es eigentlich könnte.

Trotzdem ist es definitiv ein Hingucker und macht neugierig.
Der Schreibstil von Camilla Sten ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man schnell vorankommt und gerade zum Ende hin entwickelt das Buch auch einen gewissen Sog. Besonders die düstere Grundstimmung und dieses unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, kommen gut rüber. Allerdings braucht die Geschichte recht lange, um wirklich in Fahrt zu kommen.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart rund um den Junggesellinnenabschied und einmal mit Blick auf die Ereignisse vor zehn Jahren. Grundsätzlich mag ich diesen Aufbau sehr, hier hat er für mich aber nicht immer optimal funktioniert. Die Wechsel waren teilweise eher verwirrend als spannend und gerade am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, alles richtig einzuordnen.
Mit den Figuren bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Tessa steht zwar klar im Mittelpunkt, aber ihre Gedanken und Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Auch die Dynamik innerhalb der Gruppe hat sich für mich oft eher distanziert angefühlt als wie ein echtes Freundschaftsgefüge. Viele Nebenfiguren bleiben recht blass, sodass es mir schwerfiel, sie auseinanderzuhalten oder eine Bindung aufzubauen.
Das Setting der abgelegenen Insel mochte ich dagegen sehr. Diese Abgeschiedenheit, kombiniert mit den Geheimnissen aus der Vergangenheit, hat eigentlich viel Potenzial für Spannung. Im Mittelteil zieht sich die Handlung für meinen Geschmack aber ganz schön und bleibt stellenweise hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Erst gegen Ende nimmt das Ganze deutlich an Tempo auf.
Die Auflösung hat mich mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einige Entwicklungen konnte man relativ früh erahnen, andere Aspekte wirkten dafür etwas überzogen oder nicht ganz rund. Gerade nach dem eher langsamen Aufbau hätte ich mir hier einen stärkeren und vor allem stimmigeren Abschluss gewünscht.

Fazit:
„Bachelorette Party“ ist ein Thriller mit einer spannenden Grundidee, einem starken Setting und einem sehr angenehmen Schreibstil. Leider schwächelt das Buch bei den Charakteren und im Spannungsaufbau, sodass mich die Geschichte nicht komplett packen konnte. Insgesamt solide, aber kein Highlight.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Starker zweiter Band mit kleinen Schwächen

Animox Origins 2. Der Stich der Wespe von Aimée Carter

Das Cover passt sehr gut zur Reihe. Es ist detailreich gestaltet und fügt sich optisch stimmig in das Animox Universum ein. Wer die Bücher kennt, erkennt sofort, dass es wieder in diese besondere Welt geht.
Der Schreibstil von Aimée Carter ist klar und gut verständlich. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum.

Im Mittelpunkt steht erneut Ariana, die zukünftige schwarze Witwenkönigin des Insekten und Arachnidenreichs. In der Höhle wird sie gemeinsam mit anderen Kindern zu einer Spionin ausgebildet. Das Besondere ist, dass sie ihre wahre Herkunft geheim halten muss. Obwohl sie zu den Besten ihres Jahrgangs gehören könnte, darf sie nicht auffallen und muss absichtlich durchschnittlich bleiben. Dieser innere Konflikt hat mir gut gefallen. Man merkt deutlich, wie sehr sie darunter leidet, sich ständig zurückzuhalten.
Die Höhle selbst fand ich als Schauplatz interessant, aber auch kühl. Die Kinder leben anonym, kennen oft nicht einmal ihre vollständigen Namen und wachsen ohne ihre Familien auf. Das wirkt bewusst hart und soll die Ausbildung unterstreichen, hat bei mir aber ein etwas distanziertes Gefühl hinterlassen. Es fiel mir schwer, diese Umgebung als echten Lebensraum zu sehen.
In diesem Band gibt es viele Prüfungen, Konkurrenzverhalten und auch einige Kampfszenen. Spannung ist also vorhanden, vor allem durch den Wettkampf und das Verschwinden des Spionagemeisters. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen wie der erste Teil. Manche Entwicklungen waren für mich recht vorhersehbar.
Was mir persönlich gefehlt hat, war das Animagieren. Die Verwandlung in die jeweiligen Tiere spielt zwar eine Rolle, steht aber deutlich weniger im Fokus als zuvor. Gerade das macht für mich einen großen Reiz der Reihe aus. Hier hätte ich mir mehr Szenen gewünscht, in denen diese besondere Fähigkeit wirklich im Mittelpunkt steht.
Ariana selbst ist weiterhin eine starke Figur. Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und trifft Entscheidungen, die zu ihrem Charakter passen. Besonders ihre Loyalität gegenüber Dev hat mir gefallen. Ihre Freundschaften geben der Geschichte Wärme, auch wenn das Umfeld insgesamt eher streng und leistungsorientiert wirkt.

Fazit:
Insgesamt ist "Animox Origins 2 - Der Stich der Wespe" eine gelungene Fortsetzung, die interessante Einblicke in Arianas Vergangenheit bietet. Für mich reicht sie nicht ganz an die Spannung des ersten Bandes heran, dennoch habe ich das Buch gern gelesen.
4/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Charmante Geisterjagd mit Luft nach oben

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love von Josie Silver

Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich unschlüssig, da der Stil nicht meinem typischen Beuteschema entspricht.
Der Schreibstil hingegen ist angenehm flüssig und sehr locker. Man kommt schnell durch die Seiten, was sehr angenehm war.

Im Mittelpunkt steht Melody, die Geister sehen kann und sich von ihrer Familie loslösen will, indem sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marina eine eigene Agentur gründet: The Girls Ghostbusting Agency.

Die Grundidee mochte ich wirklich sehr. Ungeklärte Geheimnisse, Mystery und dazu ein bisschen Liebeschaos. Das klang nach einer unterhaltsamen Mischung.
Am stärksten fand ich tatsächlich den Fall rund um die drei Brüder. Diese Passagen hatten für mich am meisten Atmosphäre. Auch wenn alles eher cozy als gruselig bleibt, war das der Teil, der mich bei der Stange gehalten hat. Viel Spannung oder echte Gänsehautmomente sollte man allerdings nicht erwarten.
Mit Melody selbst musste ich erst warm werden. Ich konnte nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen, und manchmal wirkte sie auf mich etwas zu sprunghaft. Deutlich sympathischer waren mir da Marina und vor allem Artie.
Weniger überzeugt haben mich allerdings die romantischen Szenen. Sowohl Leo als auch Fletcher blieben für mein Empfinden recht blass. Es wird zwar von Anziehung gesprochen, aber wirklich gefühlt habe ich sie nicht.
Was mich außerdem etwas gestört hat, war der Logikaspekt. Manche Regeln wirken nicht ganz klar definiert oder werden einfach flexibel ausgelegt. Ich hätte mir hier mehr Ausarbeitung gewünscht, damit sich die Welt greifbarer anfühlt.

Fazit:
Insgesamt ist "The Girls Ghostbusting Agency" eine nette, leichte Lektüre für zwischendurch. Ich habe das Buch gern gelesen, aber umgehauen hat mich die Umsetzung nicht.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Mehr Liebesgeschichte als Thriller

Woman Down von Colleen Hoover

Das Cover wirkt auf mich eher ruhig und unspektakulär. Wenn man nicht wüsste, dass es als Romantic Suspense vermarktet wird, würde man vermutlich keinen Thriller erwarten. Im Nachhinein passt das ganz gut, denn die Geschichte ist deutlich weniger nervenaufreibend, als ich es mir vorgestellt hatte.

Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt flüssig. Sie schreibt klar und direkt, sodass man gut in die Geschichte hineinkommt. Gerade am Anfang hatte ich keine Probleme, mich in Petras Situation einzufinden. Man merkt, dass Hoover weiß, wie man Emotionen greifbar macht und innere Konflikte nachvollziehbar schildert.

Die Ausgangsidee fand ich wirklich stark. Eine Autorin, die mit öffentlicher Kritik kämpft, sich isoliert und dabei möglicherweise den Bezug zur Realität verliert, bietet viel Raum für psychologische Spannung. Genau das hatte ich erwartet. Leider bleibt die Thrillerkomponente über weite Strecken sehr zurückhaltend. Statt echter Bedrohung oder anhaltender Spannung steht vor allem die Beziehung zwischen Petra und Nathaniel im Mittelpunkt und diese Dynamik nimmt viel Raum ein. Für mich war das stellenweise zu viel, vor allem weil ich mir mehr Suspense gewünscht hätte. Einige Entwicklungen waren zudem recht vorhersehbar. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass eine größere Wendung kommt, die alles auf den Kopf stellt, aber dieser Moment blieb für mich aus oder kam zumindest nicht mit der Intensität, die ich erwartet hatte.
Mit Petra selbst bin ich auch nicht richtig warm geworden. Sie ist keine klassische Sympathieträgerin und trifft Entscheidungen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Gleichzeitig ist sie als Figur interessant, weil sie mit Selbstzweifeln, öffentlicher Kritik und dem Druck ihres Erfolgs ringt. Dieses Thema hätte für mich sogar noch mehr Tiefe vertragen.
Im letzten Drittel nimmt die Handlung dann endlich etwas an Fahrt auf, und da wurde es für mich auch spannender. Trotzdem konnte das den eher ruhigen Mittelteil leider nicht ausgleichen.

Fazit:
Insgesamt ist "Woman Down" kein schlechtes Buch. Es liest sich gut und hat eine interessante Grundidee. Aber als Romantic Suspense hat es meine Erwartungen nicht erfüllt, weil der Nervenkitzel zu kurz kommt und die Liebesgeschichte klar dominiert.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Verschenktes Potenzial

Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer

Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Es wirkt dunkel und mystisch und passt gut zu der Stimmung, die die Geschichte transportieren möchte.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und leicht zu lesen. Ich hatte keine Probleme, in die Geschichte hineinzufinden.

Die Handlung startet recht schnell und verliert sich nicht in endlosen Erklärungen.

Gerade am Anfang war ich neugierig und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Im Mittelpunkt steht Cordelia, die als Hexe bei ihrer Tante aufwächst und relativ selbstbestimmt lebt. Ihre Welt gerät jedoch aus den Fugen, als sie entführt wird und erfährt, dass sie nicht nur Hexe ist, sondern auch Werwolf Gene in sich trägt, da ihr Vater ein Alpha ist. Diese Kombination aus Hexenmagie und Werwolf Elementen fand ich grundsätzlich spannend.
Cordelia ist eine Figur, die mir im Großen und Ganzen gefallen hat. Sie ist nicht hilflos, hat ihren eigenen Kopf und stellt Fragen. Gleichzeitig wirkt sie an manchen Stellen naiv oder lässt sich schneller beeinflussen, als ich es erwartet hätte. Das hat sie für mich etwas widersprüchlich gemacht. Bishop hingegen bleibt lange schwer greifbar. Gerade diese Unsicherheit, ob man ihm trauen kann oder nicht, fand ich aber interessant. Trotzdem hat mir bei den beiden dieser eine Moment gefehlt, in dem ich ihre Gefühle wirklich nachvollziehen konnte.
Mein größter Kritikpunkt ist der starke Fokus auf die Liebesgeschichte. Die Romance nimmt sehr viel Raum ein, teilweise mehr als die eigentliche Handlung. Dabei steckt im Setting deutlich mehr Potenzial. Intrigen, Machtkämpfe, familiäre Konflikte und die Frage nach Cordelias Rolle in dieser Welt hätten noch stärker ausgearbeitet werden können. Stattdessen wiederholen sich manche Situationen und bremsen das Tempo aus.
Auch die Welt selbst hat mich nicht komplett überzeugt. Grundsätzlich mochte ich die düstere Atmosphäre, aber ich war öfter unsicher, in welcher Zeit wir uns eigentlich befinden. Manche Elemente wirkten sehr historisch, andere wiederum fast modern. Das hat mich zwischendurch etwas aus dem Lesefluss gebracht.
Trotz meiner Kritik habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Es gibt spannende Ansätze, einige interessante Nebenfiguren und eine gewisse Dynamik, die dafür sorgt, dass man dranbleiben möchte. Gerade gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf und sorgt für Neugier auf die Fortsetzung.

Fazit:
Insgesamt ist "Witch of the Wolves" für mich ein solider Reihenauftakt mit einer guten Grundidee, der sich aber zu sehr auf die Liebesgeschichte konzentriert und dadurch erzählerisches Potenzial verschenkt.
3,5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog

Tolle Fortsetzung!

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna

Nachdem mir Band 1 schon richtig gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf das Wiedersehen mit Cassandra, Rue und Tabitha gefreut, und war auch schnell wieder in der Geschichte drin. Man merkt allerdings deutlich, dass es sich hier um den zweiten Band handelt. Ohne Vorkenntnisse fehlt einfach einiges an Hintergrundwissen.

Optisch ist das Buch wieder ein kleines Highlight. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und auch die Illustrationen und kleinen Details sind sehr liebevoll gemacht. Man merkt deutlich, dass sich hier jemand Mühe gegeben hat. Auch der Schreibstil war gewohnt flüssig und bildhaft.

Inhaltlich wird es diesmal etwas Düsterer. Der Fluch, der auf den Bewohnern von Hagley lastet und der Erlkönig als Bedrohung sorgen für eine ernstere Note. Gleichzeitig versucht Cassie weitere Hinweise zu ihrer verschwundenen Mutter zu finden. Dass dieses Geheimnis in diesem Teil noch nicht aufgelöst wird, hat mich zwar etwas gestört, steigert aber auch meine Vorfreude auf den nächsten Band.
Gut gefallen hat mir Cassies Entwicklung. Sie handelt nicht mehr ganz so impulsiv wie im ersten Band, sondern denkt öfter nach und bezieht auch ihre Freundinnen mit ein. Die Freundschaft zwischen ihr, Rue und Tabitha wirkt noch gefestigter. Auch Sebastian bringt nochmal eine neue Dynamik rein, wobei er stellenweise ziemlich anstrengend war.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich der Titel. Die magische Flöte spielt zwar eine Rolle, steht aber nicht so stark im Mittelpunkt, wie man vielleicht erwartet.

Fazit:
Insgesamt ist die Fortsetzung ein spannender, atmosphärischer zweiter Band mit einer etwas düsteren Note, viel Magie und einer guten Portion Spannung.
4,5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog