Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dannylovesreading:
Weihnachten für alle
Siggi Silberfisch von Julia Regett
Das herrlich bunte und lustige Kinderbuch Siggi Silberfisch. Staubige Weihnachten von Julia Regett wirft einen Blick auf das Weihnachtsfest aus ganz ungewohnter Perspektive, denn hier kommen Silberfisch und Maus, Spinne und Weberknecht, Motte und viele weitere Krabbeltierchen zu Wort. Es ist eine Geschichte über ungewöhnliche Freundschaften und Zusammenhalt in der Not.
All die Vier-, Sechs- und Achtbeiner leben friedlich und weitestgehend unerkannt im Haus Nummer 17. Doch als eines Tages ein Auto mit einem Weihnachtsbaum darauf vorfährt, gerät Siggi Silberfisch in Panik. Ein Weihnachtsbaum bedeutet Weihnachten und Weihnachten bedeutet Großputz inklusive staubsaugen bis in die hintersten Ritzen. All die Tierchen und Insekten, die es sich hinter Fliesen und Fußbodenleisten, im Reis oder der hintersten Zimmerecke gemütlich gemacht haben, fürchten um Leib und Leben. Wie diese wundervolle Weihnachtsgeschichte ausgeht und ob sich Siggi Silberfisch und seine Freunde retten können, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Vielmehr möchte ich auf die großartigen, detailreichen und lustigen Illustrationen eingehen. Kunterbunt kommt das Kinderbuch daher und überall gibt es viele kleine Feinheiten zu entdecken. Die Zeichnungen selbst sind ein wenig krumm und schief, aber das macht den Charme und das Besondere des Buches aus. Siggi und seine Freund*innen sind liebevoll gezeichnet und gar nicht furchteinflößend.
Der Text hat genau die richtige Länge zum Vorlesen und holt Kinder im Kita-Alter bestens ab. Die Geschichte ist lustig und auch ein wenig spannend. Mir gefällt vor allem, dass es keine klassische Weihnachtsgeschichte mit religiösem Bezug ist, sondern eine ungewöhnliche, lustige und liebevolle Geschichte über Weihnachten für alle.
Daher gibt es für diese tolle Buch nicht nur für die Weihnachtszeit 5/5 Sternen.
Zwischen Freundschaft und psychischer Krise
Das Knistern im All von Stephan Lohse
Der Comin-of-Age-Roman “Das knistern im All” von Stephan Lohse (erschienen bei surkamp nova im August 2026) befasst sich auf knapp 170 Seiten mit den Themen psychische Krankheit, Freundschaft, erste Liebe, Sexualität und Zugehörigkeit. Das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Gestaltung mit der Antilope, die beinahe durchscheinend wirkt, und die Farben Orange und Blau passen wirklich gut zum Inhalt.
Trotzdem hatte ich bis zum Ende Schwierigkeiten, irgendwie einen Zugang zur Geschichte zu bekommen.
Der Schreibstil passt für mich gut zum Roman. Er wirkt etwas stakkatoartig und nicht immer stringent, doch genau das war für mich passend. Ich habe mich wieder in die Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Stephan Lohse beschreibt gerade zu Beginn des Romans das Klassengefüge und die Einstellung der Schüler zum Lehrer so, wie es sich für mich damals angefühlt hat. Es ist ein bisschen, als würde man tatsächlich den Bericht einer Klassenfahrt aus der Feder eines Schülers lesen.
Protagonist Matti ist 15 Jahre alt und kommt aus einem sehr privilegierten und reichen Elternhaus. Doch Wohlstand schütz nicht vor psychischer Krankheit und auch nicht vor Entfremdung zwischen Eltern und Kindern. Mattis psychischer Zusammenbruch wirft bereits zu Beginn während der Klassenfahrt nach Amrum seine Schatten voraus. Doch der später folgende Krankenhausaufenthalt wirkte auf mich nur wie eine Randnotiz.
Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen und ich bin trotz des wichtigen und interessanten Themas bis zum Ende nicht richtig in die Geschichte um Matti eingetaucht. Die Aspekte der Freundschaft und des Zusammenhalts sowie die für mich authentische Darstellung des Schullebens haben mir gefallen. Bei Mattis Zusammenbruch und seiner psychischen Krise hat es mir hingegen an Tiefe gefehlt.
Splatter statt Horror
Die Villa von Markus Heitz
Bei dem Horror-Roman "Die Villa" von Markus Heitz handelt es sich um düstere und abgründige Geschichte, in der auch das Übernatürliche nicht fehlt.
Ich habe einmal mehr feststellen müssen, dass Horror wohl nicht mein Genre ist. Ich liebe gute Psychothriller und düstere Krimis, aber bei pferdehufigen Dämonen und paranormalen Phänomenen gehe ich nicht mehr mit.
Der Roman fing vielversprechend an: Doreen ist alleinerziehende Mutter einer Teenagertochter und muss sehr aufs Geld achten. Wie durch ein Wunder bekommt sie für 100 € bei einer Immobilienversteigerung den Zuschlag für eine alte Villa in Leipzig, die sie schon immer bewundert hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen. Doch damit ist nicht genug, denn auf wundersame Weise gehen ihre Wünsche und die ihrer Tochter Marina plötzlich in Erfüllung. Leider sterben aber auch immer wieder Menschen in ihrem Umfeld auf mannigfaltige Weise. In einem parallelen Handlungsstrang versucht der Londoner Musiker Ethan die Hintergründe des brutalen Todes seiner Mutter und deren bester Freundin auf den Grund zu gehen. Je weiter ich in der Geschichte vorgedrungen bin, desto mehr Tote gab es.
Der Schreibstil von Markus Heitz ist schnell und flüssig. Doch leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich abholen. Ich habe mir mehr Gruselfaktor gewünscht, bekommen habe ich jedoch Gewalt, Action und Splatter. Mir waren es am Ende einfach zu viele Tote, zu viele Klischees und zu viele Stereotype. Daher leider von mir nur 3 Sterne.
Reminiszenz an meine Jugend
Die Auferstehung von Andreas Eschbach
Was für eine große Freude: Justus, Bob und Peter sind endlich erwachsen! Seit den 1960er Jahren und den ersten Fällen der drei Fragezeichen, sind sie in den Hörspielen kaum gealtert und ermitteln immer als Jugendliche/junge Erwachsenen. Umso mehr freut es mich, ihnen nun auch als Erwachsene begegnen zu können.
Ich bin mit den Drei ??? großgeworden und höre ihre Abenteuer bis heute gerne zum Einschlafen. Da war es für mich klar, dass ich das neue Buch von Andreas Eschbach, Die Auferstehung, erschienen bei Kosmos im Juli 2025, lesen muss.
Eschbach hat ganze Arbeit geleistet und mich absolut überzeugt. Der Ton des Romans knüpft nahtlos an die klassischen Jugendkrimis an und erweitert das Universum stimmig um eine erwachsene Perspektive. Besonders spannend ist zu erleben, wie sich die drei Detektive entwickelt haben, welche Berufswege sie eingeschlagen haben und was aus ihnen geworden ist.
Die legendäre Visitenkarte der drei jungen Detektive hat als Relikt die Zeit überdauert und auch die Zentrale auf dem Schrottplatz in Rocky Beach existiert noch. Mittlerweile wird dieser jedoch nicht mehr von Onkel Titus betrieben, sondern von Justus selbst, der in die Fußstapfen seines Onkels getreten ist. Und auch Peter Shaw und Bob Andrews haben Lebenswege eingeschlagen, die sich aus ihren früheren Interessen und Rollen logisch ergeben
Der Fall selbst ist klassisch aufgebaut: Es gibt ein Rätsel, ein mysteriöses Ereignis, dass es zu lösen gilt, eine Auftraggeberin, erste Ermittlungen werden angestellt und Zeugen und Zeuginnen befragt, Verdächtige schnell gefunden und ebenso schnell wieder entlastet, es gibt falsche Fährten und natürlich die Wendung. Also alles, was das Herz von Drei ???-Fans höher schlagen lässt. Zufällig stolpern Justus, Bob und Peter unabhängig voneinander in den Fall. Sie haben über die Jahre den Kontakt verloren und entfremdet. Doch die mysteriöse Auferstehung führt die Wege der drei wieder zusammen.
Der Fall ist voller Rätsel und es gibt eine Reihe Hinweise und Verdächtige, die zu einer überraschenden Auflösung führen. Wie schon bei den Jugendkrimis wird auch hier die Handlung des Fall durch einen Zufall ausgelöst.
Bei lesen des Romans wurde ich immer wieder von nostalgische Gefühle erfasst. Das Buch richtet sich ganz klar an Fans der drei Fragezeichen – doch natürlich ist kein Vorwissen nötig, um in den Fall einzutauchen. Losgelöst von diesem Kosmos wirkt der Krimi etwas seichter, doch vor dem Hintergrund der Hörspiel- und Buchreihe ist es eine perfekte Adaption und eine gelungene und liebevolle Fortsetzung. Ich hatte jedenfalls große Freude an diesem Buch und gebe daher 5/5 Sternen - für echte Fans ein MUSS!
Ein Zoo voller Sieger
Die großen Spiele im Zoo von Sophie Schoenwald
Sophie Schoenwald begeistert wieder mit einem herrlich charmanten und witzigen Kinderbuch rund um Zoodirektor Alfred Ungestüm, Iganz Pfefferminz Igel und die anderen tierischen Bewohner des Zoos. In “Die großen Spiele im Zoo”, erschienen im Baumhaus-Verlag im Juli 2025, geht es diesmal sportlich zu, denn die Tiere treten in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an.
Beim 100-Meter-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen oder Schwimmen zeigen die Tiere, was sie können, doch dabei schneiden in den unterschiedlichen Sportarten naturgemäß einige besser ab als andere. Schnell zeigt sich, dass nicht jeder automatisch in “seiner” Sportart am besten ist. Das sorgt, trotz des olympischen Gedanken, Dabeisein ist alles, für Frust. Doch rührige Zoodirektor hat eine Idee und erfindet die Regeln einfach neu. Plötzlich triumphieren auch die langsamen Tiere und Teamgeist macht alle zu Siegern.
Die Illustrationen von Günther Jakobs sind ein absolutes Highlight. Kindgerecht, bunt und detailreich stecken sie voller kleiner Überraschungen, bei denen es viel zu entdecken und zum Schmunzeln gibt.
Die Geschichte vermittelt spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger, dass jeder auf seine Art gewinnen kann. Ein absolut empfehlenswertes Kinderbuch voller Humor, Witz und liebenswerter Charaktere. Perfekt zum Vorlesen und Mitfiebern.
Von Maschinenmenschen bis Arbeitsmaschinen
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 78 - Die Roboter von Carola von Kessel
Roboter prägen unser modernes Leben. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt: Ob menschenähnliche Androiden, die im Pflegeheim für Unterhaltung sorgen, ultrastarke Maschinen, die in der Fertigung eingesetzt werden oder Saugroboter, die unser Zuhause sauber halten - in nahezu jedem Bereich unseres Alltags findet sich Technologie, die uns das Leben einfacher, komfortabler, effizienter und häufig sogar sicherer macht.
Umso wichtiger ist es, dass Carola von Kessel (Text) und Marion Kreimeyer-Visse (Illustrationen) diesem allgegenwärtigen Thema ein so schönes Buch in der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior gewidmet haben. Das bunte Sachbuch für Kinder ab 2 Jahren erscheint am 1. Juli 2025 bei Ravensburger. Auf 16 Seiten werden Fragen beantwortet, wie beispielsweise was überhaupt Roboter sind, wie sie funktionieren oder wie stark sie sein können. Außerdem werden unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten erklärt. Besonders gut gefällt mir, dass am Ende auch ein kleiner Ausblick gegeben wird, in welchen Bereichen Maschinen uns in Zukunft das Leben noch einfacher oder sicherer machen könnten.
Die Texte orientieren sich am Alltagsleben von Kindern und zeigen Beispiele, mit denen auch Zweijährige schon etwas anfangen können. Die bunten und lustigen Illustrationen machen Spaß und regen zum Staunen und Entdecken an. Mit interaktiven Klappen, hinter denen sich Erstaunliches, Lustiges oder Interessantes verbirgt, wird die Aufmerksamkeit gesteigert.
Mit seiner Mischung aus interaktiven Elementen und altersgerechter Erklärung ist das Buch ein toller Begleiter für die Entdeckungsreise durch die Welt der Maschinen und Robotik. 5/5 Sternen
Krimi trifft Familiengeschichte
Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter
“Was am Ufer lauert. Ein Fall für Gianna Pitti” von Lenz Koppelstätter, erschienen am 8. Mai 2025 bei Kiepenheuer & Witsch, ist nach “Was der See birgt” der zweite Kriminalroman um die Journalistin Gianna Pitti.
In diesem zweiten Band taucht Gianna Pittis Vater Arnaldo wieder auf – und bringt sie mit einem neuen Fall auf Trab.
Eine Leiche im Gardasee, mysteriöse Hinweise auf Winston Churchill und ein Historiker mit gefährlichem Wissen führen Gianna und ihre Familie tief in ein Netz aus Vergangenheit, Politik und persönlichen Verstrickungen.
Die Geschichte lebt stark von ihren Figuren und dem familiären Geflecht, das mal charmant, mal überzeichnet wirkt. Der Kriminalfall entwickelt sich eher langsam, bietet aber interessante Wendungen und einen historischen Bezug, der neugierig macht. Wer einen klassisch aufgebauten Krimi erwartet, wird hier nicht ganz fündig – dafür punktet das Buch mit Atmosphäre, Lokalkolorit und einer originellen Erzählweise.
Das Cover ist stimmig und weckt die richtige Stimmung: Urlaubsflair trifft auf düstere Geheimnisse. Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre, die eher durch Stil und Schauplatz als durch Hochspannung überzeugt. Wer Band 1 kennt, wird sich schneller zurechtfinden. Für Neueinsteiger empfehle ich, mit dem ersten Teil zu beginnen.
Zurück in Flohall – spannender, magischer, reifer
Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall von Theresa Bell
„Sepia und die Verschwörung von Flohall“, erschienen im März 2025 im Thienemann Verlag, ist der zweite Band der Phantasy-Abenteuer-Trilogie rund um das Waisenmädchen Sepia und ihre Freunde Niki und Sanzio. Nach dem gelungenen Auftakt „Sepia und das Erwachen der Tintenmagie“ knüpft dieser Band nahtlos an die Ereignisse an und steht seinem Vorgänger in Spannung und Ideenreichtum in nichts nach.
Wir kehren zurück in die geheimnisvolle Stadt Flohall, in der Handwerksgilden die täglichen Geschicke lenken. Sepa hat sich dort inzwischen gut eingelebt und die Freundschaft zu Niki und Sanzio ist noch enger geworden - die Drei bilden eine eingeschworene Gemeinschaft. Doch natürlich warten auch diesmal wieder Tintenwesen und unheimliche Kreaturen auf sie. Zusätzlich steht die erste Lehrlingsprüfung an und dafür muss natürlich schwer gebüffelt werden. Dennoch versuchen Sepia, Niki und Sanzio dem Geheimnis des „Herzens von Flohall“ auf die Spur zu kommen, um herauszufinden, was es mit dem alten und geheimnisvollen Buch auf sich hat.
Mein Lieblingszitat aus dem Buch stammt von einem Gardisten der sagt: „Na gut sie [die Meister] sind vielleicht Alchemisten, aber ganz ehrlich, fast jeder hat doch irgendwann mal Alchemie in der Familie. Was ist denn schon dabei?“ (Seite 328). Dieser beiläufige Kommentar steht sinnbildlich für die tolerante Grundhaltung, die vielen Figuren eigen ist. Die Selbstverständlichkeit, mit der der junge Gardist Andersartigkeit akzeptiert, hat mich besonders berührt.
Der Schreibstil von Theres Bell ist spannend und mitreißend. Auch wenn Sie in Ihrer Danksagung gesteht, dass Ihr dieser Band besonders schwer gefallen sein, hat sich Ihre Mühe allemal gelohnt. Der Roman ist fantasievoll, kurzweilig und liebevoll gestaltet. Zwar lassen sich gelegentlich Parallelen zu bekannten Genrewerken wie Harry Potter erkennen, doch das ist vermutlich unvermeidbar und hat mich auch nicht gestört.
Besonders hervorheben möchte ich die gelungene Gestaltung des Buches mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov. Einband und Cover passen in Farbe und Ausgestaltung ausgezeichnet zum ersten Band und machen sich daher auch gut im Regal. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es wieder eine kleine schwarz-weiß-Illustration, die eine Szene aus dem bevorstehenden Kapitel illustriert. Die Art der Darstellungen und die Ausführungen passen sehr gut in die Welt von Flohall.
Die ersten beide Bände der Trilogie sind eine echte Leseempfehlung für Fans des Genres – nicht nur für Kinder ab 10 Jahren. Ich bin gespannt und freue mich schon jetzt auf das große Finale im dritten Band.
Ein Buch, das lange begeistert
tiptoi® - Kennst du diese Tiergeräusche? von
Nachdem wir den tiptoi-Manager auf den Laptop geladen haben und dann dort das Buch „Kennst Du diese Tiergeräusche“ (Ravensburger, März 2025) gesucht und gefunden haben, ging der Download der Audio-Datei auf den Stift wie von selbst und der (Vor-)Lesespaß konnte beginnen. Die Handhabung des Stiftes ist - im wahrsten Sinne des Wortes – kinderleicht, auch für die Jüngste
Auf elf Doppelseiten werden Tiere unterschiedlichster Lebensräume und Kontinente vorgestellt.
Wenn man mit dem Stift auf die Bezeichnung des Tieres tippt, gibt es immer eine kleine Erzählung über das Tier, was an ihm besonders ist, wo es lebt und was es frisst. Berührt man hingegen mit dem Stift die Tiere selbst, erklingen die Geräusche, die die Tiere machen. In der unteren rechten Buchecke gibt es jeweils drei bis vier interaktive Symbole: ein Musiknoten-Symbol für ein Kinderlied zu den dargestellten Tieren, ein Würfel für ein Geräuschrätsel, einen Wiederholungspfeil für vorherige Töne und eine Tür, um die Audiowiedergabe zu beenden.
Die Ausarbeitung ist super hochwertig und präzise. Wir fanden zum Beispiel sehr spannend, dass der Taipan aus Australien ein anderes Geräusch macht als die Schlange bei den Haustieren. Toll sind auch die wahnsinnig schnellen Libellenflügel und das Brummen der Biene.
Ein Buch, mit dem Kinder lange Zeit beschäftigt sind, da es über 150 verscheiden Tiere und deren Geräusche zu entdecken und kennenzulernen gibt. Darunter bekannt Tiere, wie Hund, Katze, Maus, aber auch Exoten, wie Yak, Wombat und Possum.
Natürlich kann man das Buch auch klassisch durchblättern, ohne den Stift zu nutzen. Egal, ob mit oder ohne Stift – Kennst Du diese Tiergeräusche? ist ein tolles, interaktives Buch, das Kinder lange beschäftigt. Klare 5/5 Sterne!
Wo bleibt die Spannung?
Haus Waldesruh von David Krems
David Krems’ Kammerspiel Haus Waldesruh (Picus Verlag, März 2025) erzählt die Geschichte von vier ehemaligen Schulfreunden, die sich 15 Jahre nach ihrem Abschluss in einem abgelegenen Forsthaus wiedersehen. Eigentlich wollen sie in Ruhe alte Zeiten aufleben lassen, doch schnell wird klar, dass nicht alle Wunden verheilt sind.
So hat jede und jeder sein Päckchen zu tragen und mit Problemen zu kämpfen. Geheimnisse kommen ans Licht, die Stimmung kippt – und als ein unerwarteter Gast auftaucht, eskaliert die Situation endgültig.
Leider hat mich der Roman nicht wirklich gepackt. Die Sprache wirkt oft hölzern, und es hat mich irritiert, dass ein Protagonist mal „Ferdinand“ und mal „Ferdi“ genannt wird – das fühlt sich stilistisch unentschlossen an. Auch die Erzählweise war für mich eher hinderlich als fesselnd. Der Erzähler gibt die Interpretation der Figuren und ihrer Emotionen gleich mit, statt sie durch Handlung oder Dialoge spürbar zu machen. Das hat mir als Leser wenig Raum für eigene Gedanken gelassen.
Auch die Spannung hat für mich nicht funktioniert. Selbst dramatische Momente plätschern eher dahin, weil die Figuren trotz vieler Beschreibungen seltsam blass bleiben. Ihr Handeln wird zwar erklärt, aber nicht wirklich erlebbar. Die Dialoge wirken oft gekünstelt, fast so, als würden die Figuren ein Drehbuch abarbeiten.
Was mir gefallen hat: Das Buch ist hochwertig verarbeitet und hat ein wirklich schönes Cover. Aber inhaltlich konnte es mich leider nicht überzeugen.











